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DE2329732A1 - Verfahren zur herstellung von harnstoff - Google Patents

Verfahren zur herstellung von harnstoff

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DE2329732A1
DE2329732A1 DE19732329732 DE2329732A DE2329732A1 DE 2329732 A1 DE2329732 A1 DE 2329732A1 DE 19732329732 DE19732329732 DE 19732329732 DE 2329732 A DE2329732 A DE 2329732A DE 2329732 A1 DE2329732 A1 DE 2329732A1
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DE
Germany
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urea
solution
gas
heated
stripping
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DE19732329732
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English (en)
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DE2329732C2 (de
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Petrus Johannes Co Kaasenbrood
Petrus Johannes Marie V Nassau
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Unie Van Kunstmestfabrieken BV
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Unie Van Kunstmestfabrieken BV
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C273/00Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C273/02Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of urea, its salts, complexes or addition compounds
    • C07C273/04Preparation of urea or its derivatives, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of urea, its salts, complexes or addition compounds from carbon dioxide and ammonia

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Kennzeichen 2515 JJ
Dr- F. Zumeteln «en. - Or. E. Aiemann Dr.R.Ko*nigebera?r - Dipl. Phys R. Holxbauer
Dr. F. ZurusUin jun.
Potentonwält·
t MOnchen 2, BrOuhauiifraO· 4/IH
Unie van Kunstaiestfabrieken B.V., UTRECHT (Niederlande) Verfahren zu der Herstellung von Harnstoff
Bekanntlich erfolgt die Herstellung von Harnstoff aus Ammoniak und Kohlendioxyd in zwei Phasen Über das Zwischenprodukt Amraoniumcarbamat; unter den üblichen Temperatur- und Druckverhältnissen verläuft die Umsetzung von Ammoniak und Kohlendioxyd in Ammoniumcarbamat gemäss der exothermen Reaktion 2 NH_ + C0„ ** ' NH2COONH4 + a kcal
nahezu vollständig, das Ammoniumcarbamat aber wird Über die endotherme Reaktion NH0COONH. CO(NH0)o + H0O - b kcal
nur zum Teile in Harnstoff umgesetzt.
In der Praxis erfolgt die Harnstoffsynthese zur Verwirklichung eines höheren Umsetzungsgrads in Anwesenheit eines AmmoniakUbermasses. Die bei der Synthese erhaltenen Lösung enthält deshalb ausser Harnstoff und Wasser auch nicht-umgesetztes Ammoniumcarbamat und nicht-gebundenes Ammoniak. Diese sind aus der Lösung zu entfernen, bevor letztere konzentriert und zum Fertigprodukt verarbeitet werden kann.
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Gemäss einem bekannten Verfahren (siehe die deutsche Patentschrift 1.166.769) geschieht dies in der Weise, dass man die Harnstoffsyntheselösung unter Druck einer Abstreifbehandlung mit gasförmigem Kohlendioxyd unterzieht, wobei das Ammoniumcarbamat in Ammoniak und Kohlendioxyd zerlegt und ein aus Ammoniak, Kohlendioxyd und Wasserdampf bestehendes Gasgemisch abgetrieben wird. Die Zerlegung von Ammoniumcarbamat und die Austreibung von Ammoniak und Kohlendioxyd erfolgen beim Abstreifen durch Erniedrigung der Partialspannung eines der beiden Reaktionsteilnehmer mit Hilfe des Abtreibgases und durch Wärmezufuhr. Dazu lässt man die Harnstoffsyntheselösung in Form eines dünnen Films im Gegenstrom zum Abtreibgas an der Innenwand mehrerer erhitzter und senkrecht angeordneter Röhren hinunterströmen. Bei diesem bekannten Verfahren wird somit ein Teil der für die Zerlegung des .Ammoniumcarbamats erforderlichen Wärme gleichzeitig mit dem Austreiben eines Teils der durch Zerlegung anfallenden Reaktionsteilnehmer aus der Harnstoffsyntheselösung mit Hilfe von Abtreibgaa zugeführt. Das Abstreifen erfolgt im Gegenstrom, damit ein optimaler Abtreibungsgrad der nicht in Harnstoff umgesetzten Ammoniak und Kohlendioxydmengen erzielt wird.
Bei diesem Verfahren gibt es allerdings die Gefahr eines Auftretens ungewünschter Stauungserscheinungen.
Beim Stauen wird der in den Röhren hinunterströmende FlUssigkeitsfilm vom emporsteigenden Gas gleichsam von der Wand abgezogen. Der Film löst sich somit von der Wand und es können sogar Flüssigkeitspfropfen entstehen, die die betreffenden Röhren abschliessen. Stauungserscheinungen treten erst bei hohen Gas- und Flüssigkeitsbelastungen auf und zwar zuerst im oberen Teil der Röhren, weil dort diese Belastungen am grössten sind. Sie werden durch die Anwendung des Gegenstromprinzips hervorgerufen und das Auftreten wird noch gefördert durch die gleichzeitig mit dem Abstreifen stattfindende Wärmezufuhr über die Wand, wodurch im frei werdenden Gas eine von der Wand weggerichtete Strömung entsteht. Mit Rücksicht hierauf wird man zur Vermeidung einer Stauung bei einem bestimmten Röhrendurchmesser und bei bestimmten Gas~ und Flüssigkeitbelastungen nur einen beschränkten Wärmefluss zulassen können.
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Eriinchingsgemäss wird dieser Nachteil behoben, indem man der Harns toifsyntheselösung bevor diese mit dem Abstreifgas in Berührung gebracht wird, eine Menge Wärme zuführt, welche zur Zerlegung des grössvcn Teils des Ammoniuracarbamats ausreicht.
Die Erfindung betrifft deshalb ein Verfahren zu der Herstellung von Harnstoff, bei dem Ammoniak und Kolilendioxyd unter einem Druck von 80 bis at und einer Temperatur von 170 bis 190 C zur Reaktion gebracht werden, die dabei gebildete Harnstoffsyntheselösung erhitzt und im Gegenstrom mit einem Abstreifgas in Berührung gebracht wird, und das anfallende, im wesentlichen aus Ammoniak, Kohlendioxyd und Wasserdampf bestehende Gasgemisch zurUckgewStlzt wird. Das erfindungsgemässe Verfahren wird dadurch gekennzeichnet, dass die Harnstoffsyntheselösung in einer Wärmeaustauschzone auf eine Temperatur von 205 bis 250 °C erhitzt wird und anschliessend in einer Abstreifzone unter adiabatischen Bedingungen die anwesenden, nicht in Harnstoff umgesetzten Reaktionsteilnehmer mit Hilfe des Abstreifgases ausgetrieben werden.
Weil beim erfindungsgemässen A'erfahren die Erhitzung der Harnstoffsyntheselosung und die Abstreifbehandlung getrennt erfolgen, lässt sich die Erhitzung im Gleichstrom durchführen, d.h. in der Weise, dass die Harnstoffsyntheselösung und die während der Erhitzung aus ihr abgetriebenen Gase in gleicher Richtung durch die Wärmeaustauschzone fHessen. Es braucht dabei kein Flössigkeitsfilm gebildet und aufrechterhalten zu werden und Stauungserscheinungen spielen hier keine Rolle, so dass höhere Geschwindigkeiten möglich sind. Dies führt wiederum zu einem besseren Wärmeübergang, wodurch die Wärmeaustauchflache merklich kleiner sein kann. Dieser Vorteil tritt besonders dann deutlich zu Tage, wenn erfindungsgemäss die Erhitzung in einem sog. 'One-pass'-Erhitzer erfolgt, in dem die Verbrennungsgase eines gasförmigen oder flüssigen Brennstoffs als Erhitzungsmedium benutzt werden. Die Verweilzeit der Harnstoffsyntheselösung in der wärmeaustauschenden Zone beträgt vorzugsweise nicht lSnger als 10 see, damit die Hydrolyse des gebildeten Harnstoffs innerhalb angemessener Grenzen bleibt.
Die Erfindung wird anhand des in beiliegender Figur dargestellten Schemas erläutert.
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In einem Synthcsoautokluvon 1 wird bei einem Druck von 80-200 nt und einer Temperatur von 170-190 C aus durch die Leitung 2 herangeführtem Ammoniak und durch die Leitung 3 herangeführtem Gas/FlUssigkeit-Gemisch, das Ammoniumcarbamat, Kohlendioxyd und Wasser enthält, eine Harnstoffsyntheselösung gebildet. Diese Lösung wird durch die Leitungen 4 und 6 in einen 'one-pass'-Erhitzer 8 eingeleitet und passiert dabei zu einem noch näher zu beschreibenen Ziel, die Rektifizierkolonne 5. Der hier nur schematisch eingezeichnete 'one-pass'-Erhitzer 8 besteht im wesentlichen aus einem Feuerherd, in dem mit Hilfe von durch die Leitung 9 herangeführter Luft das durch die Leitung 10 eintretende Erdgas verbrannt wird und einem wärmeaustauschenden Teil. wo Wärme von den aus dem Feuerherd emporsteigenden Verbrennungsgasen auf die durch die wärmeaustauschröhren 11 fliessende Harnstoffsyntheselösung, welche mit einer Temperatur von 160-190 C zugeführt wird, Übertragen wird. Die Temperatur der Verbrennungsgase in der wärmeaustauschenden Zone kann durch Umlauf eines Teils der Abgase geregelt werden. Das während der Erhitzung der Lösung anfallende Gas strömt in derselben Richtung als die Lösung durch die WSrmeaustauschröhren und ein Gas/FlUssigkeit-Gemisch verlässt letzten Endes den Erhitzer 8 mit einer Temperatur von 205-250 C. Die Temperaturdifferenz zwischen der Lösung und den Verbrennungsgasen ist gross und auch der Wärme-Obergangskoeffizient ist infolge der in den Röhren auftretenden Zweiphasen-Wirbelströmung hoch, so dass ein eingehender Wärmeübergang stattfindet. Hierdurch sind hohe Durchsatzleistungen möglich, kann die wärmeaustauschende Oberfläche verringert und eine kurze Verweilzeit eingehalten werden, was sehr günstig ist mit Rücksicht auf die Hydrolyse von Harnstoff.
Die durch die Erhitzungsröhren 11 hindurchgegangenen Verbrennungsgase verlassen den Erhitzer 8 über den Abzugskanal 12, ggf. nachdem sie Ober die Wärmeaustauschspiralen 13 und 14 noch einen Teil ihrer Wärme an das Erdgas, bzw. die Verbrennungsluft abgetreten haben. Es ist selbstverständlich auch mOglich, diese Wärme zur Erhitzung von Prozessströmen zu verwerten. Das aus den Röhren 11 austretende Gas/FlUssigkeit-Gemisch wird durch die Leitung 15 oben in die Kolonne 16 eingebracht, wo es im Gegenstrom mit für die Harnstoffsynthese benötigtem Kohlendioxyd, oder einem anderen Gas, das durch die Leitung 17 unten in die Kolonne eintritt, in Berührung gebracht wird.
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Der Kolonne 16 geht keine Wärme zu. In dieser Kolonne wird die Flüssigkeit in Form eines dünnen Films Ubor mehrere Kontaktkörper, vorzugsweise an den Wänden senkrecht angeordneter Platten entlanggeftlhrt, damit eine möglichst grosse Bertlhrungsoberflache entsteht.
Die Gefahr einer Stauung in der Kolonne 16 ist zu vernachlässigen, weil ein wichtiger Teil des ursprünglich in der Harnstoffsyntheselösung befindlichen Ammoniumcarbamats sich bereits im Erhitzer 8 in gasförmiges Ammoniak und Kohlendioxyd, welche im Kopfe der Kolonne 16 abgeschieden werden, zerlegt hat. Die Gasmenge, welche im Rektifizicrungsabschnitt der Kolonne zur Verfügung kommt, ist hierdurch geringer. Ausserdem hat, wie bereits dargelegt worden ist, das Betreiben der Kolonne 16 unter adiabatischen Bedingungen, also ohne Zufuhr von Wärme über eine wffrmevertrSgliche Oberflache, einen günstigen Einfluss.
Die in der Kolonne 16 nach der Abstreifbehandlung verbliebene Lösung wird über die Leitung 18 und Reduzierventil 19, in dem der Druck auf 3 bis 4 at ermässigt wird, einer nicht eingezeichneten Niederdruckstufe des Prozesses zugeführt, wo auf die übliche Weise mittels Erhitzung die noch anwesende geringe Menge Ammoniumcarbamat zerlegt wird und Ammoniak und Kohlendioxyd abgeschieden und zu einer Ammoniumcarbamatlösung kondensiert werden, wonach die anfallende wässerige Harnstofflösung konzentriert wird.
Das in Kolonne 16 abgetrennte Gasgemisch enthalt ausser Ammoniak und Kohlendioxyd eine merkliche .Menge Wasser. Damit möglichst wenig Wasser mit dem zurückgewonnenen Ammoniak und Kohlendioxyd in den Syntheseautoklaven zurückgewälzt wird, was mit Rücksicht auf eine optimale Umsetzung notwendig ist, wird das Gasgemisch in der Rektifizierkolonne 5 im Gegenstrom mit der aus dem Syntheseautoklaven 1 abgeführten Harnstoffsyntheselösung in Berührung gebracht. Dabei wechselt ein betrachtlicher Teil des Wassers in die Harnstoffsyntheselösung hinüber, welche dem Erhitzer 8 zugeht, während ein Teil des in der Lösung vorhandenen nicht-umgesetzten Ammoniaks und Kohlendioxyds in das Gasgemisch übertritt, das die Kolonne 5 durch die Leitung 21 verlässt. Dieses Gasgemisch geht dem Kondensator 22 zu, wie auch das durch die Leitung 23 herangeführte Ammoniak und die durch die Leitung 24 zugeführte Ammoniumcarbamatlösung aus Wäscher 25, in dem mit Hilfe der aus der Niederdruckstufe
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durch die Leitung 26 umlaufenden Amjnoni urne a rbaniat lösung Ammoniak und Kohlendioxyd aus dem inerte Bestandteile enthaltenden und aus. dem Synthcsoautoklaven 1 abgeführten Gasgemisch entfernt werden. Im Kondensator 22 wird der grösste Teil des herangeführten Ammoniaks und Kohlendioxyds zu Ammoniutncarbamat kondensiert. Das anfallende Gas-FlUssigkeit-Gemlsch tritt durch die Leitung unten in den Syntheseautoklaven 1 ein. In ihm wird die Kondensation von Ammoniak und Kohlendioxyd vollendet. Die zur Verfügung kommende Wärme wird zur Deckung des Wärmebedarfs für die endotherme Umsetzung von Ammoniumcarbamat in Harnstoff benutzt, Die im Kondensator 22 anfallende WSrme kann ftlr die Erzeugung von Dampf und/oder für die Erhitzung der Prozessströme verwertet werden. Einbau eines Erhitzers, wo die zur Erhitzung der Harnstoffsyntheselösung benötigte Wärme durch Verbrennung von Erdgas oder Erdöl erzeugt wird, ist nicht notwendig. Es ist z.B. auch möglich, zur Erhitzung der Harnstoffsyntheselösung Hochdruckdampi zu benutzen, der ggf. in einem gesonderten Dampferzeuger gewonnen wird. Dabei wird das heisse Dampfkondensat direkt dem Dampferzeuger wieder zugeführt, so dass ein einfaches geschlossenes Kreislaufsystem entsteht.
Beispiel
Zur Erzeugung von 1000 t Harnstoff im Tag sind erforderlich 567 t NH_ und 733 t C0_. Unter Verwendung des anhand beiliegenden Schemas beschriebenen Verfahrens werden 259 t NU* durch die Leitung 2 dem Syntheseautoklaven 1 zugeführt, während der restliche Teil (308 t) durch die Leitung 23 dem Kondensator 22 zugeht. In den Syntheseautoklaven 1 wird ferner durch die Leitung 3 ein Gas-Flössigkeitsgemisch eingebracht, das folgende Brutto-Zusammensetzung aufweist:
1350 t NH3
1433 t C02
177 t H2O
Der Druck, bei dem die Harnstoff synthese, die Erhitzung und das Abstreifen der Syntheselösung sowie die Kondensation des beim Abstreifen und Rektifizieren
2 abgetriebenen Gasgemisches stattfinden, beträgt 140 kg/cm . Die Temperatur der der Rektifizierkolonne zufliessenden Harnstoffsyntheselösung ist 185 C.
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Diese LH sung setzt sich f olginderniassen zusammen:
895 t NH
552 t CO2
498 t H0O
1085 t Harnstoff.
Die durch die Leitung 6 von der Rektifizierkolonne 5 nach dem 'one-pass'-Erhitzer 8 gehende Lösung enthält:
885 t N
H3
539 t C02
532 t H
1085 t Harnstoff.
Die Temperatur dieser Lösung beträgt 190 C, welche im Erhitzer 8 durch Verbrennung von 55.440 m Erdgas auf 210 C gesteigert wird. Hierfür ist eine
2 wärmeaustauschende Oberfläche von 367 m erforderlich. Das im Erhitzer erzeugte Gas-FlUssigkeit-Gemisch tritt oben in die Kolonne 16 ein, welche mit senkrecht angeordneten Blechen versehen ist, an denen entlang die Flüssigkeit im Gegenstrom mit der unten in die Kolonne eintretenden, für die Synthese erforderlichen Menge von 734 t C0_, welche eine Temperatur von 120 C aufweist, hinunterfliesst. Aus der Kolonne 16 geht eine Lösung ab, die ausser 1000 t Harnstoff und 427 t HO noch 100 t NH- und 118 t CO enthält und eine Temperatur von 160 C zeigt. Das in der Abstreifkolonne 16 abgetrennte Gasgemisch, das unten in die Rektifizierkolonne 5 eintritt, enthält:
833 t NHg
1216 t C02
80 t H
Aus dem Kopf der Rektifizierkolonne 5 wird ein Gasgemisch in den Kondensator 22 abgeführt, das sich aus
843 t NH3
1230 t co2
46 t H
zusammensetzt.
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7329732
Die verdtlnnte AmmoniumvarbamullcSsung, welche aus der Niederdriickstule in den Gaswäscher 25 eintritt, bildet mit der in ihm aus dem Abgasgemisch entnommenen Stoffen eine Lösung, welche
199 t NH 203 t CO2 131 t H_0
enthält und gleichfalls dem Kondensator 22 zugeht. In diesem Kondensator bildet sich 1025 t Dampf von 4 at.
Zum Vergleich möge dienen, dass bei Anwendung des eingangs beschriebenen bekannten Verfahrens, bei dem also die benötigte Wurme während der Behandlung mit dem Abstreifgas zugeführt wird, eine wärmeaustauschende Oberfläche von
2 etwa 800 m erforderlich wäre.
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Claims (6)

PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zu der Herstellung von Harnstoff, bei dem Ammoniak und Kohlendioxyd unter einem Druck von 80 bis 200 at und einer Temperatur von 170 bis 190 C zur Reaktion gebracht werden, die dabei gebildete Harnstoffsyntheselösung erhitzt und im Gegenstrom mit einem Abstreifgas in Berührung gebracht wird und das anfallende, im wesentlichen aus Ammoniak, Kohlendioxyd und Wasserdampf bestehende Gasgemisch zurllckgcwälzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Harnstoffsyntheselösung in einer Wärmeaustauschzone auf eine Temperatur von 205 bis 250 C erhitzt wird und anschliessend in einer Abstreifzone unter adiabatischen Bedingungen die anwesenden, nicht in Harnstoff umgesetzten Reaktionsteilnehmcr mit Hilfe des Abstreifgases ausgetrieben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Harnstoffsyntheselösung im Gleichstrom mit dem durch die Erhitzung entstehenden Gasgemisch durch die Wärmeaustauschzone geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung der Harnstoffsyntheselösung in einem 'one-pass'-Erhitzer erfolgt.
4. Verfahren nach den Ansprachen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung der Hamstoffsynthcselösung mit Hilfe von Verbrennungsgasen eines gasformigen oder flüssigen Brennstoffs stattfindet.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verweilzeit der Hamstof fsynthcselösung in der WSrmeaustauschzone maximal 10 see beträgt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem beim Abstreifen abgetriebenen Gasgemisch ein Teil des Wassers abgetrieben wird, indem man das Gasgemisch im Gegenstrom mit der zu erhitzenden Harnstoffsyntheselösung durch eine Rektifizierzone leitet.
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DE19732329732 1972-06-12 1973-06-12 Verfahren zur Abtrennung des bei der Harnstoffsynthese gebildeten Gasgemisches von der Harnstofflösung Expired DE2329732C2 (de)

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GB (1) GB1428684A (de)
IN (1) IN139309B (de)
IT (1) IT985415B (de)
NL (1) NL172539C (de)

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