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DE2328196B2 - Verfahren zur Herstellung von Sulfonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonen

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Publication number
DE2328196B2
DE2328196B2 DE2328196A DE2328196A DE2328196B2 DE 2328196 B2 DE2328196 B2 DE 2328196B2 DE 2328196 A DE2328196 A DE 2328196A DE 2328196 A DE2328196 A DE 2328196A DE 2328196 B2 DE2328196 B2 DE 2328196B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfones
sulfur dioxide
solution
organic
electrolysis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2328196A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2328196C3 (de
DE2328196A1 (de
Inventor
Bertel Dr. Kastening
Dierk Dr. Knittel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Forschungszentrum Juelich GmbH
Original Assignee
Kernforschungsanlage Juelich GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kernforschungsanlage Juelich GmbH filed Critical Kernforschungsanlage Juelich GmbH
Priority claimed from DE19732328196 external-priority patent/DE2328196C3/de
Priority to DE19732328196 priority Critical patent/DE2328196C3/de
Priority to CH623874A priority patent/CH601213A5/xx
Priority to US05/474,167 priority patent/US3980535A/en
Priority to FR7418772A priority patent/FR2231671B1/fr
Priority to GB2431474A priority patent/GB1471186A/en
Priority to BE144971A priority patent/BE815800A/xx
Priority to JP49061447A priority patent/JPS5025529A/ja
Publication of DE2328196A1 publication Critical patent/DE2328196A1/de
Publication of DE2328196B2 publication Critical patent/DE2328196B2/de
Publication of DE2328196C3 publication Critical patent/DE2328196C3/de
Application granted granted Critical
Priority to US05/923,328 priority patent/US4151050A/en
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D333/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D333/50Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D333/72Benzo[c]thiophenes; Hydrogenated benzo[c]thiophenes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Sulfone finden in der Technik vielfache Anwendung. Sie dienen beispielsweise als Ausgangs-, Zusatz- oder Veredelungsstoffe bei der Herstellung von Kunststoffen, Farbstoffen und insbesondere als therapeutisch wirksame Substanzen.
Die Herstellung von Sulfonen ist bekannt So besteht ein zum Stande der Technik gehörendes Verfahren darin, daß zunächst durch Umsatz einer Halogenverbindung mit einem Sulfid, beispielsweise Natriumsulfid, das Sulfid R — S — R nach der Gleichung
2R-X + Na2S >2NaX + R —S —R
hergestellt wird, wobei X ein Halogenatom und R einen organischen Rest bedeutet. In einer zweiten Verfahrensstui e werden dann die Sulfide durch ein Oxidationsmittel, beispielsweise Kaliumpermanganat oder Salpetersäure oder auch katalytisch durch Luftsauerstoff, entsprechend der Reaktionsgleichung
R-S-R + O2 —>R —SO2-R
zu Sulfonen oxidiert. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, daß seine Durchführung einen verhältnismäßig hohen Kostenaufwand erfordert, da es notwendig ist, die beiden vorbezeichneten Verfahrensschritte unabhängig voneinander durchzuführen.
Bekannt ist auch ein einstufiges Verfahren zur Herstellung von Sulfonen. Nach diesem Verfahren werden organische Verbindungen mit einer ungesättigten C = C-Doppelbindung in Gegenwart von Schwefeldioxid und Ameisensäure zu Sulfonen umgesetzt (DT-PS 12 22 048). Nachteilig ist dabei jedoch, daß die als Reduktionsmittel verwendete Ameisensäure verbraucht wird. Das führt zu einer Erhöhung der notwendigen wirtschaftlichen Aufwendungen. Ein ganz besonderer Nachteil dieses Verfahrens besteht jedoch darin, daß nur Sulfone hergestellt werden können, bei der die Restgruppe R für die ungesättigte C = C-Doppelbindung der dabei verwendeten Verbindung — beispielsweise durch eine Karbonylgruppe — aktiviert ist. Die Zahl der nach diesem bekannten Verfahren herstellbaren Sulfone ist somit sehr begrenzt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, nach dem Sulfone auf wirtschaftliche Weise herstellbar sind.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im Anspruch näher bezeichnete Arbeitsweise gelöst.
Ein Vorzug des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß die hergestellten Sulfone einen hohen Reinheitsgrad besitzen. Da außerdem eine hohe Ausbeute an Sulfonen eraelbar ist, ist das Verfahren auch sehr wirtschaftlich.
1 Das Verfahren gemäß der Erfindung ist in vcrjchisdenen Varianten durchführbar. Eine Variante -besteht darin, daß die organische Halogenverbindung Ber Lösung des Schwefeldioxids nach Bildung der iSOj-lonen zugegeben wird. Bei der Reduktion des In dem organischen Lösungsmittel gelösten Schwefeldioxids entsteht eine sehr beständige, gewöhnlich
ίο kau- oder blaugrüngefärbte Lösung des Radikal· 1OnSSO2". Das Zugeben der organischen Halogenlerbindung kann in der Elektrolysezelle geschehen. £)och kann statt dessen die Lösung auch zuvor aus 3er Elektrolysezelle entfernt werden. Vorteilhaft ist
fliese Verfahrensweise insbesondere, wenn die für die Sulfonbildung verwendete organische Halogenverbindung gegenüber den Reaktionsbedingungen in der Elektrolysezelle nicht hinreichend stabil ist.
> Liegt die verwendete organische Halogenverbindung
sn flüssiger Phase vor, so besteht eine andere Variante lies Verfahrens gemäß der Erfindung darin, daß die flalogenverbindung direkt als Lösungsmittel für das !Schwefeldioxid verwendet wird, was in vorteilhafter !Weise die Abtrennung der Sulfone vereinfacht. Flüs-
lige organische Halogenverbindungen sind Chloräcetonitril oder Chloraceton. Um zu erreichen, daß jjer durch die Elektrolysezelle geleitete Strom die zur Bildung von SO2-Ionen erforderliche Stromdichte licht überschreitet, ist zweckmäßigerweise in der
elektrolysezelle eine nicht vom elektrischen Strom ijlurchflossene Bezugselektrode angeordnet. Bei der !Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung üvird eine Stromdichte verwendet, bei der die Spannung zwischen Bezugselektrode und Kathode den
ßetrag des auf die gleiche Bezugselektrode bezogenen !Standardpotentials des aus Schwefeldioxid und Schwe- !eldioxidanionen gebildeten Redoxpaares in der ιοί jung um nicht mehr als 0,1 V überschreitet. Dabei ist fts zweckmäßig, das Verfahren so zu führen, daß Während des Stromdurchganges in der Lösung eine ijkhwefeldioxidkonzentration von mindestens 0,1 Mol/l aufrechterhalten wird.
j AU die Leitfähigkeit forderndes Salz kann beispielsweise ein Tetraalkylammoniumsalz verwendet werden.
4 Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung sind auch polymere Sulfone herstellbar. Der Reaktionsahlauf erfolgt in diesem Falle nach der Gleichung:
hnX ■- Z + 2nSO2 + 4n e~
j „__(_z_SQ2 _z-SO2-I, + 4nX
\ In dieser Gleichung ist Z ein zweiwertiger organischer Rest und X ein Halogen. Die Vielseitigkeit des Verfahrens gemäß der Erfindung ergibt sich weiterhin daraus, daß danach auch zyklische Sulfone herstellbar sind. Hierzu bedarf es lediglich der Verwendung von organischen Halogenverbindungen mit zwei Halogenatomen im Molekül.
Das Verfahren wird in einer Elektrolysezelle durchgeführt, die durch ein Diaphragma oder eine Anionenaustauschermembran in einen Kathoden- und einen Anodenraum unterteilt ist. Dabei wird der Strom durch Wanderung von Anionen X", die beim kathodischen Prozeß freigesetzt werden, in den Anodenraum transportiert und die Anionen an der Anode oxidiert. Handelt es sich dabei um Chlorionen, so
bildet sich an der Anode das freie Halogen. Das Sulfor· eptstehl dabei im Kathodenraum. Bei Verwendung einer solchen Elektrolysezelle wurde eine besonders hohe Ausbeute an Sulfonen erzielt. Dabei werden die in der Lesung gebildeten SO^-Ionen mit der organischen Halogenverbindung unmittelbar, praktisch gleichzeitig mit ihrer Entstehung zur Reaktion gebracht
Das gebildete Sulfon wird von der Lösung entweder durch AbdestOlieren abgetrennt oder extrahiert. Zur Extraktion wird dabei zweckmäßig ein Lösungsmittel verwendet, in dem das zur Förderung der Leitfähigkeit zugesetzte Salz nicht löslich ist, wie beispielsweise Chloroform.
Beispiel 1
Zur Herstellung von Dibutylsulfon wurde eine Elektrolysezelle verwendet, die durch eine Anionenaustauschermembran in einen Kathoden- und einen Anodenraum uaterteilt war. Die dabei verwendete Anode bestand aus glasartigem Kohlenstoff, die Kathode aus Platin mit einer Oberfläche von 13 cm2. Als Lösungsmittel wurde Acetonitril verwendet, dem zur Erzielung einer hinreichenden Leitfähigkeit Tetraäthylammoniumbromid in einer Konzentration von 0,2 Mol/l zugesetzt war. Das Lösungsmittel war sowohl in den Kathodenraum sowie in den Anodenraum eingefüllt worden. In die im Kathodenraum enthaltende Lösung wurde sodann Schwefeldioxid in Form einer Smolaren Lösung zugefügt. Als organische Halogenverbindung wurde n-Butylbromid verwendet. Die Schwefeldioxidlösung und das n-Butylbromid winden im Verlaufe der Elektrolyse dosiert in den Kathodenraum eingefüllt. Die Elektrolyse wurde mit einer konstanten Stromdichte von 38,5 mA/cm2 bei einer Temperatur von 800C durchgeführt. Nachdem eine Ladungsmenge von 10 000 Coulomb durchgeflossen war, wurde die Elektrolyse beendet. Anschließend wurde das Lösungsmittel von der im Kathodenraum befindlichen Reak-
tionslösung durch Destillation abgetrennt. Der Rückstand wurde in Wasser und Chloroform gelöst Bei der fraktionierten Destillation der Chloroform-Phase gingen nacheinander Chloroform, nicht umgesetztes S Butylbromid, Nebenprodukt und zuletzt Dibutylsulfon über. Das Dibutylsulfon hatte einen hoheu Reinheitsgrad. Die auf die Ladungsmenge bezogene Ausbeute betrug 74%.
Beispiel 2
Zur Herstellung von p-Polyxylylensulfon wurde die Elektrolyse in gleicher Weise, wie in dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel beschrieben, durchgeführt, wobei die Temperatur 400C betrug. Als
organische Verbindung wurde p-Xylylendiobromid verwendet Dabei kristallisierte das p-Polyxylylensulfon im Verlaufe der Elektrolyse im Kathodenraum aus und konnte ohne besondere Maßnahmen durch Filtration von der Reaktionslösung abgetrennt wer den. Die Ausbeute betrug, bezogen auf die Ladungs menge, 86%.
BeispieJ 3
Die Elektrolyse wurde wie im Ausführungsbeispiel 2, jedoch mit o-Xylylendibromid durchgeführt Das bei der Elektrolyse entstandene Produkt wurde wie im Ausführangsbeispiel 1 beschrieben aus der Reaktionslösung abgetrennt und danach durch Auflösen in Alkohol unter Zusatz von Kieselgel und durch Sieden arü Rückfluß nachbehandelt Das cyclische Sulfon der Formel
wurde so in einer Ausbeute von 71%, bezogen auf die Ladungsmenge, erhalten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Sulfonen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung einer organischen Haiogenverbmdung und Schwefeldioxid in einem aprotischen Lösungsmittel elektrolysiert c4er daß man die organische Halogenverbindung der mit Gleichstrom elektrolysierten Schwefeidioxidiösung zusetzt.
DE19732328196 1973-06-02 1973-06-02 Verfahren zur Herstellung von Sulfonen Expired DE2328196C3 (de)

Priority Applications (8)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732328196 DE2328196C3 (de) 1973-06-02 Verfahren zur Herstellung von Sulfonen
CH623874A CH601213A5 (de) 1973-06-02 1974-05-08
US05/474,167 US3980535A (en) 1973-06-02 1974-05-29 Process for producing sulfones
FR7418772A FR2231671B1 (de) 1973-06-02 1974-05-30
GB2431474A GB1471186A (en) 1973-06-02 1974-05-31 Process for the preparation of a sulphone or of a mixture of sulphones
BE144971A BE815800A (fr) 1973-06-02 1974-05-31 Procede de preparation d'une sulfone ou d'un melange de sulfones
JP49061447A JPS5025529A (de) 1973-06-02 1974-06-01
US05/923,328 US4151050A (en) 1973-06-02 1978-07-10 Process for producing sulfones

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732328196 DE2328196C3 (de) 1973-06-02 Verfahren zur Herstellung von Sulfonen

Publications (3)

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DE2328196A1 DE2328196A1 (de) 1974-12-19
DE2328196B2 true DE2328196B2 (de) 1975-08-14
DE2328196C3 DE2328196C3 (de) 1976-03-25

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Publication number Publication date
BE815800A (fr) 1974-09-16
CH601213A5 (de) 1978-06-30
FR2231671A1 (de) 1974-12-27
FR2231671B1 (de) 1978-03-24
GB1471186A (en) 1977-04-21
US3980535A (en) 1976-09-14
DE2328196A1 (de) 1974-12-19
JPS5025529A (de) 1975-03-18

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