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DE232818C - - Google Patents

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Publication number
DE232818C
DE232818C DENDAT232818D DE232818DA DE232818C DE 232818 C DE232818 C DE 232818C DE NDAT232818 D DENDAT232818 D DE NDAT232818D DE 232818D A DE232818D A DE 232818DA DE 232818 C DE232818 C DE 232818C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
calcium chloride
alcohol
acids
esters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT232818D
Other languages
English (en)
Publication of DE232818C publication Critical patent/DE232818C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/08Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with the hydroxy or O-metal group of organic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATEN
- M 232818 KLASSE 12 o. GRUPPE
in BUCHSWEILER, Els.
Ester der organischen Säuren werden bis jetzt durch Einwirken der betreffenden Säuren auf die Alkohole in Gegenwart von Mineralsäure, der Säureanhydride auf die Alkohole 5 oder der Säurehalogenide auf die Alkohole gewonnen. Bei allen diesen Darstellungsweisen wird Alkohol im Überschuß verwandt (s. z. B. Seelig, Org. Reaktionen und Reagentien, 1892, S. 253), die erhaltenen Ester sind unrein
ίο (s. z.B. Chem. Zentralblatt 1906, I, 182) und müssen, da die Reaktion nicht quantitativ verläuft, von Alkohol und Säure getrennt werden. Es wurde nun gefunden, daß sich die obengenannten Säuren quantitativ in die Ester überführen lassen, und dies schon bei Verwendung molekularer Mengen selbst wasserhaltiger Säuren und Alkohole, wenn man die beiden Komponenten in Gegenwart wasserfreien Chlorcalciums und einer geringen Menge Mineral-
ao säure, wobei schon Spuren genügen, zur Reaktion bringt. Das Gemisch erwärmt sich von selbst, trennt sich in zwei Schichten, eine obere, den Ester,' eine untere, kristallwasserhaltiges Chlorcalcium. Die Säureester können direkt abgetrennt, die niedrig siedenden auch ohne weiteres abdestilliert werden, während das wasserhaltige Chlorcalcium nach Entwässerung zu einer neuen Operation verwendet wird. An Stelle der Säuren selbst können auch deren Kalksalze Verwendung finden, indem in das Gemisch von Calciumsalz und Alkohol Salzsäure eingeleitet wird, wobei aus den betreffenden Salzen organische Säure und Chlorcalcium , erzeugt wird.
Ebenso können an Stelle der Säuren ihre Anhydride zur Anwendung kommen; dies ist besonders angezeigt in den Fällen, wo diese leichter zugänglich sind als die Säuren selbst, z. B. Phtalsäureanhydrid. Hierbei reagiert auch die in erster Phase aus dem Anhydrid entstehende organische Säure mit dem Alkohol. ■
Das Verfahren bietet vor den bisher bekannten den Vorteil, daß wasserhaltige Säuren und Alkohole ebenso leicht benutzt werden können wie die wasserfreien Produkte; es braucht ferner kein Überschuß an Alkohol, zur Verwendung zu gelangen. Die gewonnenen Ester zeichnen sich durch große Reinheit, besonders in bezug auf Abwesenheit von Wasser und Alkohol aus.
Beispiele.
i. 150 kg Essigsäure von 80 Prozent und 108 kg Äthylalkohol von 85 Prozent werden in einen mit Rückflußkühlung versehenen Kessel geladen und etwa 150 kg wasserfreies Chlorcalcium und 1 kg Salzsäure zugesetzt, wobei die Temperatur bis nahe an den Siedepunkt des Essigesters steigt. Durch mäßiges Erwärmen kann die Reaktion unterstützt werden. Nach kurzer Zeit bilden sich zwei Schichten ; der nunmehr gebildete Essigester kann von dem wasserhaltigen Chlorcalcium- abgezogen oder auch direkt abdestilliert werden.
Um ihn von jeder Spur Säure frei und völlig rein zu erhalten, wird der gewonnene Ester noch mit Calcium'carbonat oder calcinierter Soda behandelt und einer nochmaligen Destillation unterworfen. Man erhält auf diese Weise etwa 174 kg reinen Essigester, 98 Prozent der theoretischen Ausbeute.
2. Analog dem Beispiel 1 werden 150 kg Essigsäure von 80 Prozent und 176 kg Amylalkohol mit etwa 120 kg Chlorcalcium und 1 kg Salzsäure behandelt. Es tritt ebenfalls Tren-• nung in zwei Schichten ein, das gebildete Amylacetat kann" nach dem Erkalten von dem erstarrten Chlorcalcium abgezogen werden.
' 3. 88 kg Buttersäure, 34 kg Methylalkohol von 95 Prozent, 40 kg Chlorcalcium und etwa 500 g Salzsäure werden in Reaktion gebracht. Man erhält quantitativ den Buttersäuremethylester.
ao 4. 122 kg Benzoesäure, 58 kg Äthylalkohol von 80 Prozent, 70 kg Chlorcalcium und etwa 500 g Salzsäure werden in Reaktion gebracht. Vorteilhaft ist es, das Gemisch mit schon fertigem Benzoesäureester zu verdünnen. Auch hierbei tritt nach kurzer Zeit, besonders durch Erwärmen, Trennung in zwei Schichten ein, welche, wie schon beschrieben, weiter ver-. arbeitet werden.
5. 74 kg Phtalsäureanhydrid, 54 kg Äthylalkohol von 85 Prozent, 30 kg Chlorcalcium und etwa 500 g Salzsäure werden in Reaktion . ' gebracht. Auch hier ist es vorteilhaft, das Gemisch mit schon fertigem Phtalsäureester zu ■verdünnen. Nach kurzer Zeit tritt Trennung in zwei Schichten ein, welche, wie beschrieben, weiter verarbeitet werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung der Ester, der organischen Säuren mit Ausnahme der Ameisensäureester, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säuren oder ihre Anhydride und Alkohole in molekularem Verhältnis in Gegenwart von wasserfreiem Chlorcalcium und einer geringen Menge Mineralsäure
, aufeinander wirken läßt. . /
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das gemäß Anspruch 1 zu verwendende Gemisch aus dem Kalksalz der betreffenden organischen Säure durch Vermischen mit Alkohol und Einleiten von Salzsäure erzeugt.
DENDAT232818D Active DE232818C (de)

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DE (1) DE232818C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2014125020A1 (en) * 2013-02-14 2014-08-21 Purac Biochem Bv Method for preparing methyl lactate

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WO2014125027A1 (en) * 2013-02-14 2014-08-21 Purac Biochem Bv Method for manufacturing succinic acid esters
CN105026357A (zh) * 2013-02-14 2015-11-04 普拉克生化公司 制备乳酸甲酯的方法
CN105189440A (zh) * 2013-02-14 2015-12-23 普拉克生化公司 制备琥珀酸酯的方法
CN105026357B (zh) * 2013-02-14 2017-07-18 普拉克生化公司 制备乳酸甲酯的方法
US10626069B2 (en) 2013-02-14 2020-04-21 Purac Biochem B.V. Method for preparing methyl lactate

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