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DE2324310C3 - Härten einer ungesättigten Polyesterharz-Mischung durch aktinisches Licht - Google Patents

Härten einer ungesättigten Polyesterharz-Mischung durch aktinisches Licht

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Publication number
DE2324310C3
DE2324310C3 DE2324310A DE2324310A DE2324310C3 DE 2324310 C3 DE2324310 C3 DE 2324310C3 DE 2324310 A DE2324310 A DE 2324310A DE 2324310 A DE2324310 A DE 2324310A DE 2324310 C3 DE2324310 C3 DE 2324310C3
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DE
Germany
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acid
polyester
mixture
curing
actinic light
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Marco Gibsonia Pa. Wismer
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PPG Industries Inc
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PPG Industries Inc
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Publication date
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L67/00Compositions of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F283/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G
    • C08F283/01Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers provided for in subclass C08G on to unsaturated polyesters

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Description

Diese Erfindung betrifft die Härtung einer Mischung eines äthylenisch ungesättigten Polyesters mit einem Reaktionsprodukt von Acrylsäure oder Methacrylsäure mit einem Polyglycidyläther eines Polyphenols oder eines Polyalkohole durch Einwirkung von aktinischem Licht
Polyesterharze sind in neuerer Zeit in großem Umfang ab Oberzugsmaterialien for zahlreiche Substrate verwendet worden. Die daraus erhaltenen Überzüge stellen gute und harte Filme dar, die den überzogenen Substraten einen guten Schutz erteilen.
Ein Hauptproblem bei der Verwendung der Polyesterharze als Oberzugsmasse ist in den Kosten und der Zeit zu sehen, die für die Härtung der Harze zu einem harten Oberzug erforderlich sind. Die übliche Verwendung von Katalysatoren und das Erwärmen im Ofen stellen ein langsames und teures Verfahren dar. Al: rasches und billiges Verfahren wurde zwar die Härtung von Polyesterharzen mit aktinischem Licht bekannt, doch konnten die Polyesterharze in Gegenwart von Sauerstoff durch aklinisches Licht nicht befriedigend ausgehärtet werden. Aus diesem Grunde erforderte die Härtung der Polyesterharze mit aktinischem Licht eine geschlossene Atmosphäre eines inerten Gases, wie Stickstoff. Diese Arbeitsweise war zwar schneller als die katalytische Härtung, doch ist mit der Verwendung einer inerten Atmosphäre ein erheblicher Aufwand verbunden.
Es wurde dann festgestellt, daß man die Härtung von Polyesterharzen durch aktinisches Licht in Gegenwart von Luft ermöglichen kann, wenn man dem Polyester· harz ein Wachs zufügt. Dieses Verfahren verläuft aber ebenfalls langsam, da man das Wachs während der Härtung an die Oberfläche des Überzugs wandern lassen muß und die zu härtenden Massen nur sehr langsam auf das aklinische Licht reagieren. Aus diesem Grunde eignet sich dieses Verfahren nur für langsame Arbeitsgeschwindigkeiten.
Es wurde nun gefunden, daß man wachsfreie Polyesterharzmassen bei der Einwirkung von aklinischem Licht in Gegenwart von Luft rasch zu Überzügen bzw. Filmen härten kann, wenn man einem äthylenisch ungesättigten Polyester ein Diacrylat auf Basis einer Epoxyverbindung zumischt. Das Diacrylat auf Basis einer Epoxyverbindung ist ein Reaktionsprodukt von Acrylsäure oder Methacrylsäure mit einem Polyg'ycidyläther eines Polyphenols oder eines Polyalkohole, Gegenstand der Erfindung ist daher das im Anspruch angegebene Verfahren.
Aus der DE-OS 18 07 893 sind schon lichtempfindliche Formmassen auf Basis von speziellen ungesättigten Polyestern, die mindestens 10% freie Acrylsäure und
ίο gegebenenfalls andere Komponenten enthalten, bekannt Als Eventualkomponente (F) können diese Formmassen auch aliphatisch« Diacrylate, wie Diäthylenglycoldiacrylat, enthalten. Die dort beschriebenen Formmassen sollen zur Herstellung von Druckplatten bzw. Druckformen, Matrizen von Druckformen, Formen zur Herstellung von keramischem Gut, Guß- oder Formpreßkörpern oder Reliefs für Ausstellungsstücke dienen. Bei diesen bekannten Formnuuüen wird die Geschwindigkeit der Photopolymerisation durch die in der Formmasse vorhandene freie Acrylsäure erheblich verbessert Andererseits führt aber die Mischpolymerisation der Acrylsäure mit den ungesättigten Polyestern zu relativ hydrophilen Produkten. Aus diesem Grund kommen derartige Mischpolymerisate als Filme und
Oberzüge nicht in Betracht
In der US-PS 36 21 093 sind Formmassen beschrieben, die in Formen mit erwärmten Oberflächen ausgehärtet werden. Unter den Bestandteilen solcher Formmassen sind auch Mischungen von ungesättigten Polyestern und von (Meth)acrylaicn von Polyglycidylethern genannt Da jedoch die Aushärtung dieser Formmassen in Formen erfolgt und die Verwendung von aktinischem Licht als Aushärtungsmiuel weder erwähnt ist noch in Betracht kommt, gibt auch diese Patentschrift keine Lehre für die Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung.
Aus der US-PS 35 06 736 sind wärmehärtbare Harze bekannt, die man durch Umsetzen einer Mischung eines ungesättigten Polyesters, einer äthylenisch ungesättigt ten Carbonsäure und eines Polyepoxids unter Erwärmen erhält Die bei dieser Umsetzung gebildeten Harze dienen zur Herstellung von Formkörpem und werden durch Anwendung von Wärme und/oder Druck in Gegenwart von freie Radikale bildenden Katalysatoren ausgehärtet
Als ungesättigter Polyester, der mit dem Diacrylat gemischt werden kann, kann ein beliebiger olefinisch ungesättigte Polyester verwendet werden, der das Reaktionsprodukt von (A) einer «^-äthylenisch unge-
sättigten Dicarbonsäure und (B) einem mehrwertigen Alkohol, bevorzugt einem zweiwertigen Alkohol ist
Geeignete äthylenisch ungesättigte Dicarbonsäuren sind z.H. Maleinsäure, Fumarsäure, Akonitslure, Mesakoniäure, Zitrakonsäure, ttakonsäure, Dichlorma-
SS leinsäure und die Halogen' und Alkyldenvaie von solchen Säuren, wobei Maleinsäure die bevorzugte Säure ist Der Ausdruck »Säure« schließt auch die Anhydride dieser Säuren ein, soweit derartige Anhydride existieren, da aus den Anhydriden und den Sauren im wesentlichen die gleichen Polyester erhalten werden. Die athylenisch üngesatiigiefi Dicarbonsäuren werden in der Regel in einer Menge von etwa 10 bis etwa 100 Molprozent verwendet, wobei Mangen von etwa 20 bis etwa 80 Molprozent, bezogen auf die Gesamtmole der 6s sauren Komponente des Polyesters, bevorzugt sind.
Als Beispiele von mehrwertigen Alkoholen, die für die Herstellung der ungesättigten Polyester geeignet sind, seien folgende Verbindungen genannt:
IO
■5
Äthylenglykol, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, Polyäthylenglykol, Propylenglykol, Dipropylenglykol, Polypropylenglykol, Glycerin, Neopentylglykol, Pentaerythrit, TrimethyloIpropan,Trimethyloläthan u. dgl. Die bei der Erfindung bevorzugten Polyole haben ein Molekulargewicht von weniger als etwa 2000 und bestehen im wesentlichen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Die mehrwertigen Alkohole werden im allgemeinen in äquimolaren Verhältnissen wie die gesamte saure Komponente oder in einem geringen Überschuß, wie z. B. in einem Überschuß von etwa 10 Molprozent, verwendet
Für die Herstellung der ungesättigten Polyester können gemeinsam mit den ungesättigten Säuren oder ihren Anhydriden gesättigte Dicarbonsäuren verwendet werden. Durch die gesättigten Dicarbonsäuren wird die Kettenlänge der Polyester vergrößert, ohne daß zusätzliche Vernetzungsstellen geschaffen werden, was bei manchen Polyestern erwünscht sein kann. Beispiele von gesättigte» Dicarbonsäuren, die in diesem Fall auch die aromatischen Dicarbonsäuren einschüeßen, sind: Bernsteinsäure, Adipinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Phthalsäure, IsophthalsäurcTerephthalsäure, *5
TetrachlorphthalsäurcTetrabromphthalsäure u.dgl.
Wie im Falle der äthylenisch ungesättigten Säuren können auch hier die Anhydride dieser Säuren verwendet werden, soweit diese Säuren Anhydride bilden, so daß der Ausdruck »Säure« auch diese Anhydride einschließt Wie bereits erwähnt wurde, werden bei der vorliegenden Erfindung die aromatischen Kerne von solchen Säuren wie Phthalsäure als gesättigt angesehen, da ihre Doppelbindungen nicht unter Addition reagieren wie äthylenische Doppelbindungen. Der Ausdruck »gesättigte Dicarbonsaure« schließt infolgedessen die aromatisch ungesättigten Dicarbonsäuren hier ein. Solche »gesättigte Dicarbonsäuren« können deshalb auch als »nichtolefinisch ungesättigte Dicarbonsäuren« bezeichnet werden.
Einen besonders bevorzugten Polyester erhält man aus einem Glykol und etwa 50% einer ungesättigten Säure und 50% einer gesättigten Säure. Bn Beispiel eines derartigen Polyesters ist derjenige aus Neopentylglykol und äquimolaren Mengen von Adipinsäure und Maleinsäureanhydrid.
Zu dem Polyester wird das Reaktionsprodukt von Acrylsäure oder Methacrylsäure mit einem Polyglycidyläther eines Polyphenols oder eines Polyols gegeben. Die Acrylsäure oder Methacrylsäure kann mit einem beliebigen Polyglycidylether eines Polyphenols oder eines Polyols umgesetzt werden. Die bevorzugten Ausgangsstoffe sind der Polyglycidyläther eines Polyphenols, wie Bisphenol A und die Acrylsäure. Andere Polyglycidyläther können z. B. durch Veretherung eines Poiyphenols mit Epichlorhydrin oder Dichlorhydrin in Gegenwart von einem Alkali hergestellt werden.
Beispiele von brauchbaren phenolischen Verbindungen sind
2,2-Bis(4-hydroxyphenyr)propan, 4,4'-Dihydroxybenzophenon, 1,1 -Bis(4-hydro:iyphenyl)äthan,
2£-Bis(4-hydroxy-tertiär-butyIphenyl)propan,
Bis{2-hydroxynaphthyl)methan,
1,5-DihydroxynaphthaIin u. dgl. Das Polyphenol kann auch ein Novolakharz oder ein ähnliches Polyphenolharz sein.
Derartige Polyglycidyläther von Polyphenolen entsprechen der allgemeinen Formel
CH2—CH-CH2 O
--O—X—O—CH2CHOH-CHj-fo—X—O—CH2-CH-CH2
in der X ein aromalischer Rest ist und ζ eine ganze oder eine statistisch gebrochene kleine Zahl ist.
Beispiele von Polyepoxiden dieser Klasse sind die Reaktionsprodukte von Bisphenol A und Epichlorhydrin, die folgender Formel entsprechen:
V-O-CH2 -CHOH -CH2
CH2-CH-CH2
O
in der 2 einer ganzen oder gebrochenen kleinen Zahl entspricht
Bei der Erfindung sind ebenfalls die ähnlichen Polyglycidyläther von mehrwertigen Alkoholen geeignet, die sich z. B. von solchen mehrwertigen Alkoholen wie
Äthylenglyköl, Diiihylenglykol. Tf iäthylenglykol. 1 ^-Propylenglykol, 1,4-Butylenglykol. 1,4-Butandiol, 1,5-Pcntandiol, 2,4,6-Hexantriol. Glyzerin, Trimethylolpropan u. dgl.
ableiten können.
Die Acrylsäure oder die Methacrylsäure und der Polyglycidyläther werden im allgemeinen bei einer
0-CH2-CH-CH2
Temperatur von etwa 70 bis etwa 150° C umgesetzt. Bei der Umsetzung können Polymerisationsinhibitoren, wie Di-terüir-butylphenol u.dgl, und Katalysatoren, wie qualernäre Ammoniumsalze, Di-isobutyl-cresoxyäthoxy-älhyl-dimethyl'benzyl-ammoniumcnlorid u. dgl,
in Mengen von eiwa 0,1 bis etwa 5% zugegen sein. Im allgemeinen kann ein beliebiges Molverhältnis von Säure zu Polyglycidyiäther verwendet werden, da die Reaktion stöchiometrisch verläuft. Das bevorzugte Molverhältnis von Säure zu Polyglycidyläther beträgt aber etwa 2 : 1
Die Mischung aus dem Polyester und der Diacrylverbindung kann noch Vinylnionomere, die mit den ungesättigten Polyestern unter Vernetzung und Ausbil-
dung von gehärteten Materialien reagieren, enthalten. Geeignete derartige Vinylmonomere sind z. B.:
Styrol, Divjnylbenzol, Methylacrylat, Methylmethacrylat, Hexylacrylat,
2-Äthylhexylacrylat, Octylacrylat,
Octylmethacrylat,2-Hydroxyäthylacrylat, Vinyltoluol, p-tertiär Butylstyrol, Äthylenglycoldiacrylat, Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbenzoat Allylcyanid, Butylvinyläther, Cetylvinyläther, Diallylphthalat Triallylisocyanurat, Allylacrylat
2-Methoxyäthylacrylat u. dgl.
Die bevorzugten Vinylmonomeren sind flüssige Verbindungen, die in den Polyesterkomponenten löslich sind, insbesondere Styrol. Derartige Monomere sind vorzugsweise frei von nichtaromatischen konjugierten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppdbindungen.
Der Anteil des Vinylmonomeren kann innerhalb eines weiten Bereichs schwanken, doch wird auf Gewichtsbasis in der Regel weniger Vinylmonomeres als Polyesterkomponente verwendet Die Menge des Monomeren sollte aber so aasreichend sein, daß eine flüssige fließfähige und mischpolymerisierbare Mi.vhung entsteht In der Regel liegt der Prozentsatz des Monomeren im Bereich von etwa 10 bis etwa 60 Gewichtsprozent der Mischung aus Polyester und Monomer.
Die Menge des dem Polyester zur Erreichung der Härtung in Luft beigegebenen Reaktionsproduktes liegt in der Regel zwischen etwa 10 und etwa 80 Gewichtsprozent der Mischung. Bei einem Gehalt von weniger als 10% härtet die Mischung nicht befriedigend in Gegenwart von Luft aus, und bei einem Gehalt vor» größer als 80 Gewichtsprozent eignet sich die Masse nicht als Oberzugsmittel.
Der Gehalt der Mischung an vinylaromatischen Verbindungen sollte bevorzugt niedriger als 50 Gewichtsprozent, bezogen auf alle reaktionsfähigen Komponenten der Mischung, sein, um mit guter Wirkung mit geringen Zusätzen an dem Reaktionsprodukt arber1 en zu können.
Die Oberzugsmassen können Fotoinitiatoren enthalten, um die Härtung der Massen durch das aktinischc Licht zu fördern. Dabei können übliche Fotoinitiatoren, wie Benzoin, Benzoinmethyläther, Diphenyldisulfid. Dibenzyldisulfid, Benzil, Benzophenon, Xanihon. Acetophenon, Anthrachinon u.dgl. verwendet werden. Im allgemeinen können die Überzugsmassen etwa 0,01 bis etwa 10 Gewichtsprozent an Fotoinitiator enthalten. Zur Herstellung der erfindungsgemäß zu verwenden den Massen mischt man das Diacrylat und den Polyester und gegebenenfalls das Vinylmonomere. Um das Mischen zu erleichtern, kann man den Polyester leicht erwärmen.
Die erhaltenen Mischungen können als Film oder als Überzug auf einem Substrat mischpolymerisiert werden. Sie bilden dabei feste und wärmebeständige Oberzüge. Die Mischpolymerisation der Mischungen erfolgt durch Einwirkung von aktinischem Licht Es
to werden dabei aus dem Diacrylat und dem Polyester harte, kratzfeste und im allgemeinen fleckbeständige Filme bzw. Oberzüge erhalten. Das verwendete aktinische Licht hat in der Regel eine Wellenlänge von 180 bis 400 nm. Zur Erzeugung von einem derartigen aktinischen Licht sind in der Technik zahlreiche Einrichtungen bekannt wie Quecksilberdampflampen, Ultraviolett-Bogenlampen und Wolframbandlampen.
Die Härtung kann in Gegenwart von Sauerstoff oder Luft stattfinden, und es bedarf keines Zusatzes von Wachs zu dem Polyester. Die Masse kann bei Arbeitsgeschwindigkeiten von 15 m/min oder noch größer gehärtet werden und dk- erhaltenen Filme zeichnen sich gegenüber solchen aus dem Polyester allein durch verbesserte Härte, verbesserte Fleckbe ständigkeit und verbesserte Abriebfestigkeit aus
Das neue Verfahren nach der Erfindung kann dazu verwendet werden, um Substrate mit einem Oberzug zu versehen, in dem die Masse auf das Substrat aufgetragen und der Härtung durch Einwirkung von aktinischem
Licht »in situ« unterworfen wird.
Für das Auftragen der Oberzugsmasse auf das Substrat können beliebige bekannte Verfahren verwendet werden, wie z. B. das Heißtauchen. Walzenauftragen, Sprühen u. dgl.
Die überzogenen Substrate lassen sich auf vielen Gebieten verwenden, z. B. für die Verkleidung von Sperrholz, Schränken, Möbeln, gedruckten Papierprodukten, Zement Zementasbestprodukten u. dgl.
In den folgenden Beispielen wird die Erfindung noch
näher erläutert. Die Angaben über Teile und Prozentsätze sind Gewichtsangaben, falls nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist
Beispiel 1
Ein Behälter wurde mit 92,5 g eines Polyesterharzes. 74 g Vinyltoluol, 2,2 g einer Mischung der Benzoinäther von Butyl- und Amylalkohol und 50 g des Reaktionsproduktes von Acrylsäure und dem Diglycidyläther von Bisphenol A der Formel
O CH, O
Il ^-\ I /-Ν Il
CH2=CH-CO-CHj-CH-CHj-O-N^^-C-^O >O-CH2-CH-CH2-O-C-CH=CH2 OH CHj OH
beschickt Das ungesättigte Polyesterharz war erhalten worden durch Mischen von 30 Teilen Styrol mit 70 Teilen eines Polyesters aus 5 Mol Maleinsäureanhydrid. 5 Möl Phthalsäureanhydrid lind 10,6 Mol Propylenglykol mit 0.01 Gewichtsprozent Mcthylhydrochinon als Inhibitor.
Aus der vorstehenden Masse wurde ein Film hergestellt und der Einwirkung von ultraviolettem Licht einer Quecksilber dampflampe von hoher Intensität mit einer Leistung von 51 Watt/cmJ bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 4,6 m/min für zwei Durchgänge in Gegenwart von Luft unterworfen.
Dieser Film wurde mit einem Film verglichen, der aus einer Mischung von 983 g des Polyesterharzes und 15 g der Mischung der Benzoinäther allein unter Verwendung der gleichen Quecksilberdamp'lampe für die Erzeugung von ultraviolettem Licht und bei drei Durchgängen bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 4,6 m/min in Gegenwart von Luft erhallen worden war.
Die vorstehenden Filme wurden auf l.ösungsmittelbc-
ständigkeil durch Reiben mit einem mit Aceton getränktem Tuch und auf Kratzfestigkeil clinch Kratzen mit dem Fingernagel geprüft. Der unter /malζ des Epoxydiacrylats hergestellte Film wurde durch 100 Abreibungen mit Aceton nicht angegriffen, wogegen < der ohne Zusatz von Epoxydiaerylat erzeugte Film sich schon nach 50 Abreibungen ablöste.
]ede Abreibung bestand aus einer Hin- und Herbewegung, wobei ein fester Druck auf den mit dem Lösungsmittel getränkten Lappen ausgeübt wurde. Der unter Verwendung des Epoxydiacrylats hergestellte Film wurde bei der Prüfung mit dem Fingernagel nicht beschädigt, wogegen der ohne Epoxydiacrylat erzeugte Film durch den fingernagel angekratzt wurde.
B e ι s ρ ι c I 2
Fun Rehälter wurde mit 81 g eines Polyesters aus 2 Mol Phthalsäureanhydrid. 8 Mol Maleinsäure.inhulrul, 10.1 Mol 1.3-Butandiol und 2 Mol Trimeih\li>lpr"pan diallyläther. der 0.012 Gewichtsprozent Methyllmlrochinon als Inhibitor enthielt. IMg Vinyitoliiol. >o g des Epoxydiacrylats von Beispiel I und 2.2 g einer Mim Iiumü der Benzoinather von BuHl- und Amylalkohol beschickt. Der Inhalt des Behälters wurde sorgfältig gemischt. 2s
Die erhaltene Mischung wurde zu einem Film aufgetragen und der Einwirkung von ultraviolettem Licht aus einer Quecksilberdampflampe von hoher Intensität mit einer Leistung von 31 Watt'cnv he1, einer Arbeitsgeschwindigkeit von 4.h nvmin für zwei Durch gänge in der Minute in (icgenwart scm Luft unterworfen.
Der erhaltene Film wurde mit einem Film verglichen, der aus einer Mischung von ^8.5 g des Polyesterharze^ mit 1.5 g der Mischung der Bcnzoinathcr allein und hei '< Einwirkung der gleichen Quelle fur ultraviolettes Licht und bei drei Durchgängen bei 4.fj πι min 111 fiesenwar: von Luft erhalten worden war.
Fs zeigte sich, daß der unter Zugabe ties Epo\\diacr\
lats hergestellte Film eine gute Krat/fcstigke" ha'te. 4r wogegen der Film aus der Mischung ohne Epoxydiacr-.
lat nur eine schlechte Kratzfestiekeit besaß.
Beispiel 3
Ein Behälter wurde mit 100 g einer Mischung aus 7i.i Teilen des Polyesterharzes von Beispiel 1. 28.5 Teilen Styrol. 0.14 Teilen einer Mischung der Benzolnäther von Butyl- und -\mylalkoho! und 50g des Epoxyduarylats von Beispiel I beschickt, und d:e erhaltene Zubereitung w tirde sorgfältig gemischt.
■\us dieser Masse wurden danr Filme hergestellt, die der Einwirkung vr»i ultraviolettem Licht aus einer Quecksilberdampflampe von hoher intenMta· (51 Watt.crrv) bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 4.6 m'min für zwei Durchgänge in Gegenwart von Luft unterworfen wurden. Der erhaltene Film wurde mit einem Film versuchen, der durch Mischen -.on 7!.5ε eines Polyesterharzes. 28.5 g Styrol und 1.5 g der Benzoinather bei Einwirkung von ultraviolettem Licht aus der gleichen Quelle und drei Durchgängen bei einer Geschwindigkeit von 4.6 m/iiiin in Gegenwart von Luft erhalten worden war.
Der unter Zugabe des Epoxydiacrylats erhaltene Film war beständig bei der Prüfung auf Kratzfestigkeit und widerstand auch 100 Abreibungen mit einem mit Aceton getränktem Tuch, wogegen der ohne Epoxydiacrylat hergestellte Film angekratzt wurde, wenn er dem Fingernagellesi unterworfen wurde und sich schon nach 12 Abreibungen mit dem mit Aceton getränkten Tuch ablöste.
Beispiel 4
Ein Behälter wurde mit 100 g einer Zubereitung aus 57 Teilen des Polyesterharzes von Beispiel 1.4} teilen Styrol und 1,5 Teilen einer Mischung des Benzoinathers von Butyl- und Amylalkohol und 50 g des F.poxydiacrylats von Beispiel 1 beschickt, und der imutli dt.-·. Behälters wurde sorgfältig gemischt.
Aus dieser Masse wurden Filme hergestellt, die der Einwirkung von ultraviolettem Licht einer Quecksilber dampflampe von hoher Intensität (51 Watt em:) bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 4.b m/niin für zwei Durchgänge in Gegenwart von Luft unterworfen wurden.
Diese Filme wurden mit einem Film verglichen, der erhalten wfmlen war aus einer Mischung von 57 g des Polyesterharzes. 4 } g Sty rol und 1.5 g tier Mischung der Benzoinather unter Einwirkung von ultraviolettem Licht aus der gleichen Quelle für drti Durchgänge bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 4.0 m/min in Gegen wart von Luft.
Der unter Zusatz von Epoxydiacrylat hergestellte Film wurde bei der Prüfung auf Kratzfestigkcit nicht beschädigt und widerstand auch über 100 Abreibungen mit dem mit Aceton getränkten Tuch, wogegen der ohne Epoxydiacralat hergestellte Film beim Fingerna· geltest angekratzt wurde und sich schon nach 8 Abreibungen mit dem mit Aceton getränkten Tuch ablöste.
Beispiel 5
4< Ein Behälter wurde mit 74 g eines ungesättigten Polyesters aus 7 Mol Propylenglykol. 4 Mol Diäthylenglykol und 11 Mol Fumarsäure, die 0.01 Gewichtsprozent Methylnydrochinon als Inhibitor enthielt 10 g Styrol. 5.4 g eines Viskositätserniedrigers. 1.8 g Isobuty I-
*r benzoinäther und 10.8 g des Epoxydiacrylats von Beispiel 1 beschickt. Die Masse wurde sorgfältig durchgemischt und auf Filme verarbeitet. Die FiI, .·: wurden mit ultraviolettem Licht aus einer Quecksilberdampflampe von hoher Intensität bei einer Arbcitsgcschwindigkeit von 4.6 m/min für zwei Durchgänge in Gegenwart von Luft unterworfen. Die Kratzbeständigkeit dieser Filme war ausgezeichnet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Herstellen von Filmen und Oberzügen durch Härten einer auf ein Substrat aufgebrachten, gegenüber aktinischem Licht empfindlichen Polyestermischung durch Einwirken von aktinischem licht, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung verwendet, die
    a) 10 bis 80 Gewichtsprozent des Reaktionsprodukts von Acrylsäure mit einem Polyglycidyläther eines Polyphenols oder eines Polyalkohols und
    b) einen äthylenisch ungesättigten Polyester aus einer ocJJ-äthylenisch ungesättigten Dicarbonsäure, gegebenenfalls einer gesättigten Dicarbonsäure und aus einem Polyol sowie gegebenenfalls zusätzlich
    c) ein oder mehrere andere mischpolymerisierbare äthylenisch ungesättigte Monomere und gegebenenfalls
    d) einen Photoinitiator enthält
DE2324310A 1972-05-17 1973-05-14 Härten einer ungesättigten Polyesterharz-Mischung durch aktinisches Licht Expired DE2324310C3 (de)

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