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DE2321417A1 - Verfahren zur elektrolyse und elektrolytische zelle zu dessen durchfuehrung - Google Patents

Verfahren zur elektrolyse und elektrolytische zelle zu dessen durchfuehrung

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DE2321417A1
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DE
Germany
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cell
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cathodes
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DE2321417A
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John E Bennett
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Diamond Shamrock Corp
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Diamond Shamrock Corp
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

Patentanwälte Dipl.-Ing. F. \veickmann,
Dipl.-Ing. H.Weickmann, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke Dipl.-Ing. F. AAVeickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
8 München 86,' den 1 ο. April 1973
POSTFACH 860 820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 98 39 21/22
DIAMOIiD 1SMLIROCE: CORPORA TIOF
1100 Superior Avenue
Cleveland, Ohio
V.St.A.
Verfahren zur Elektrolyse und elektrolytische Zelle zu dessen Durchführung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Elektrolyse, mit dem es möglich ist, die im Abstand parallel gegenüber den Anoden angeordneten Kathoden in einer elektrolytischen Zelle frei von Ablagerungen und in einem sauberen Zustand zu halten. Im einzelnen betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Elektrolyse, mit dem derartige Kathoden in einer elektrolytisehen Zelle frei von Ablagerungen sowie in einem sauberen Zustand erhalten werden, wenn eine elektrolytische Lösung mittels Durchgang eines Gleichstroms zwischen den Anoden und Kathoden elektrolysiert wird. Weiterhin betrifft die Erfindung eine elektrolytische Zelle zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens.
Bisher wurden verschiedene Arten von elektrolytisehen Zellen verwendet, um gewünschte Produkte mittels Durchgang eines Gleichstroms durch die Lösung zu erzeugen, indem zwischen die
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im Abstand parallel in den Zellen angeordneten Anoden und Kathoden ein Zersetzungspotential angelegt -wurde. Es wurden . verschiedene Zellenausgestaltungen und -konstruktionsmaterialien benutzt, und ein lange offenes Problem war die Bildung von Ablagerungen auf den Elektroden, insbesondere auf den Kathodenoberflächen dieser Zellen. Derartige Ablagerungen wirken als Isolatoren der Elektroden und wenn die Ablagerungen leicht sind oder nur teilweise die Oberflächen bedecken, dann geht der elektrische Strom zwischen den Elektroden hindurch, obgleich dann eine höhere Spannung als die normale Spannung erforderlich ist, um eine vorbestimmte Stromdichte an den Anodenoberflächen aufrecht zu erhalten. Wenn die Ablagerungen zunehmen, dann wird die zur Aufrechterhaltung der gewünschten Stromdichte erforderliche Spannung übermässig hoch, die Lösungstemperatur steigt an, und es wird wirtschaftlich undurchführbar und nachteilig bzw. schädlich für die Komponenten der Zelle, wenn man den Elektrolysebetrieb fortsetzen will. Infolgedessen war es erforderlich geworden, entweder die Entfernung dieser Ablagerungen in irgendeiner Weise zu versuchen, ohne dass dabei der Betrieb der Zelle beendet werden muss, oder die Zelle zum Zwecke der Reinigung oder zum Zwecke des Austauschs der Elektroden, insbesondere der Kathoden, auf welchen die Ablagerungen gebildet sind, stillgelegt werden muss.
In einem bisher benutzten Verfahren zur Reinigung der Kathoden ohne deren Entfernung aus der Zelle wird der Fluss des elektrischen Stromes umgekehrt, so dass die Kathoden, welche die Ablagerungen enthalten, auf diese Weise als Anoden im elektrischen Kreis wirken. Dieses Verfahren zur Reinigung hat den Nachteil, dass mechanische Änderungen im Zellenaufbau notwendig sind, um die Stromumkehr vornehmen zu können, und dass weiterhin eine erhöhte Abnutzungsrate der Elektrodenoberflächen auftritt.
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Ein anderes Verfahren zum Reinigen der Elektroden besteht darin, dass man diese mit einer verdünnten Säure, üblicherweise Salzsäure, wäscht. Um jedoch die Ablagerungen durch Säurebehandlung wirksam zu entfernen, muss die Zelle generell stillgelegt werden, der Elektrolyt muss abgelassen werden, und die Elektrode muss der Säurelösung während einer zum Entfernen der Ablagerungen ausreichenden Zeitdauer ausgesetzt werden. Alternativ können die Elektroden auch aus der Zelle entfernt werden, so dass man die Säurebehandlung ausserhalb der Zelle durchführen kann. Die Kosten werden sowohl durch den Verlust von Produktionsbetriebszeit der Zelle wie auch durch die Arbeitslöhne in diesen Fällen beträchtlich erhöht.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit dem es möglich ist, die Kathoden einer elektrolytischen Zelle frei von Ablagerungen und in einem sauberen Zustand zu halten.
Weiterhin soll durch die Erfindung ein Verfahren geschaffen werden, das es ermöglicht, die Kathoden einer elektrolytischen Zelle, in der eine Anzahl von Anoden und Kathoden im Abstand, einander gegenüberliegend, im wesentlichen parallel angeordnet sind, frei von Ablagerungen und in im wesentlichen sauberem Zustand zu halten , wobei die Stillegung oder die Zerlegung der Zelle zu Reinigungszwecken vermieden wird.
Schliesslich soll mit der Erfindung ein Verfahren zur Verfügung gestellt werden, mit dem die Kathoden einer elektrolytischen Zelle, in welcher Anoden und Kathoden parallel und in engem Abstand angeordnet sind, in im wesentlichen sauberem Zustand gehalten werden können, ohne dass ein teures und kompliziertes ,Gerät zusätzlich zu den normalen Zellenelementen erforderlich ist.
Weiterhin soll durch die Erfindung eine elektrolytische Zelle zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geschaffen
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werden.
Im umfassenden Sinne wird mit der Erfindung ein Verfahren zur Elektrolysierung einer Lösung in einer Zelle zur Verfügung gestellt, wobei diese Zelle vertikale oder horizontale Elektroden, die sich in engem Abstand befinden, parallel und miteinander zugewandten Seiten bzw. Flächen angeordnet sind, aufweist und eine elektrolytische Lösung in die Zelle eingeführt wird, und zwar in einer Weise, dass während der Einführung der Lösung in die Zelle wenigstens eine Anode mit der Lösung in Berührung gebracht wird, bevor die Lösung eine Kathode berührt, und dass die Lösung vor ihrem Entfernen aus der Zelle wenigstens eine Anode berührt, nachdem sie mit einer Kathode in Berührung gewesen ist.
Die vorstehenden sowie weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend anhand einiger in den Figuren 1 bis 4 der Zeichnung dargestellter, besonders bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt einer Elektrodenanordnung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens, worin die Elektroden mit kleinen Öffnungen versehen und horizontal angeordnet sind;
. Fig. 2 eine andere Elektrodenanordnung für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, in welcher die Elektroden vertikal angeordnet sind;
Fig. 3 eine Abwandlung der Anordnung der Elektroden in Übereinstimmung mit dem erfindungsgemässen Verfahren, wobei die Abschluss- bzw. Endelektroden einstückig bzw. integrierend sowie beide vertikal und horizontal angeordnet sind; und
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Fig. 4 eine Elektrodenanordnung gemäss der Erfindung, die der Elektrodenanordnung nach Figur 3 entspricht, in der jedoch die Elektroden nicht einstückig bzw. integrierend sind.
In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet.
Es sei nunmehr zunächst auf Figur 1 Bezug genommen, in der eine Anordnung von horizontal in dichtem Abstand und im wesent-
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liehen parallel vorgesehenen Elektroden dargestellt ist, wobei die Elektroden kleine bzw. winzige Öffnungen aufweisen und abwechselnd unterschiedliche Polarität besitzen, und wobei ferner die äusseren Elektroden der Anordnung Anoden sind.In dieser Ausführungsform der Erfindung kann die Elektrolytlösung vorzugsweise nach aufwärts durch die Elektrodenanordnung fliessen, indem sie zunächst mit der untersten oder der bodenseitigen Endelektrode in Berührung kommt, die eine Anode ist. Danach durchströmt die Elektrolytflüssigkeit den gesamten Elektrodenaufbau in Aufwärtsrichtung und verlässt die Zelle oder den abgeteilten Raum, worin der. Elektrodenaufbau vorgesehen ist, indem sie die oberste Elektrode oder die obere Endelektrode des Aufbaus berührt, welche eine Anode ist. Die Strömung der Elektrolytlösung kann selbstverständlich umgekehrt werden, so dass sie erst durch die oberste End- bzw. AbSchlussanode hindurchgeht, dann nach abwärts durch den Elektrodenaufbau strömt und schliesslich die Zellenkammer verlässt, indem sie die unterste End- bzw. AbSchlussanode berührt,bevor sie aus der Zelle abgezogen wird.
In Figur 2 gelangt die Elektrolytlösung zuerst mit den Anoden des Elektrodenaufbaus in Berührung, in welchen vertikal parallel verlaufende, in engem Abstand angeordnete Anoden und Kathoden abwechselnd vorgesehen sind, wobei sich jede der Anoden vertikal
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über jedes obere und untere Ende jeder der im Abstand angeordneten Kathoden hinaus erstreckt. Die Elektroden sind im allgemeinen aus Platten, insbesondere dünnen Platten, ausgebildet, sie können jedoch auch mit Öffnungen, insbesondere winzigen Öffnungen, versehen sein. Die Elektrolytlösung kann nach auf-: wärts strömen, indem sie die Anoden berührt, bevor sie mit den Kathoden in Berührung kommt, wenn sie in den Elektrodenaufbau
innerhalb einerj Zelle oder eines abgeteilten Zellenraumes eingeführt wird* wonach sie schliesslich die Anoden berührt, bevor sie vom unteren Niveau des Elektrodenaufbaues abgezogen wird. Die Strömung der Elektrolytlösung kann nach aufwärts erfolgen, nachdem sie zugeführt worden ist, wobei die Elektrolytlösung die Zelle im oberen Niveau der Anoden verlässt, oder die Strömung kann umgekehrt werden, so dass die Elektrolytlösung an den obersten Teilen der Anoden in den Elektrodenaufbau eintritt, durch den Elektrodenaufbau strömt und anschliessend mit allen anderen Elektroden in Berührung kommt, wobei sie schliesslich die Zelle verlässt, nachdem sie zuletzt die Anoden berührt hat.
Es sei nunmehr auf Figur 3 Bezug genommen, in der eine Anzahl von in engem Abstand angeordneten, vertikal parallelen Elektroden gezeigt ist, die in einer elektrolytischen Zellenkammer oder in einem abgeteilten Zellenraum vorgesehen sind, wobei die beiden End- bzw. Abschlusselektroden L-fÖrmig ausgebildet und so angeordnet sind, dass sich ihr langer Schenkel vertikal erstreckt, während die kurzen Schenkel des L mit kleinen Öffnungen versehen und horizontal im Abstand von den vertikalen Elektroden angeordnet sind. Die langen Teile bzw. Schenkel der End- bzw. Ab Schluss elektroden und alle übrigen Elektroden können Plattenmaterial, insbesondere dünnes Plattenmaterial sein, wogegen die kurzen Schenkel der L-förmigen End- bzw. Abschlusselektroden mit kleinen bzw. winzigen Öffnungen versehen sind.
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Das erfindungsgemässe Verfahren kann in einer Anzahl von Elektrodenanordnungen durchgeführt werden. Ein wesentlicher Gesichtspunkt der Erfindung besteht darin, dass die Elektrolytlösung bei bzw. nach ihrer Einführung in eine Zelle zuerst von einer Anode berührt werden muss, bevor sie die anderen Elektroden berührt, und dass die Elektrolytlösung nach ihrem Durchgang durch die Elektroden der Zelle anschliessend durch eine Anode berührt werden muss, bevor sie aus der Zelle abgezor gen bzw. herausgelassen wird. Es'ist ohne weiteres ersichtlich,. dass eine grosse Anzahl von Elektrodenaufbauten und -anordnungen in Verbindung mit der Anwendung des erfindurigsgemässen Verfahrens verwendbar sind, wobei die wesentlichen Merkmale dieses Verfahrens trotzdem aufrechterhalten werden. Es wurde gefunden, dass die Erfindung bei der Elektrolyse von Salzlösungen anwendbar ist, und zwar insbesondere auch bei salzhaltigem Wasser, Brackwasser und synthetischem See- bzw. Meerwasser, wobei letzteres in Übereinstimmung mit bekannten, festgelegten Formulierungen für eine solche synthetische Lösung hergestellt ist. Die Elektrolyse der Salzlösung wurde in diaphragmen- bzw. scheidewandlosen Zellen zur Herstellung von Natriumhypochlorit ausgeführt, wobei Natriumhydroxyd und Wasserstoff an der Kathode und Chlor an der Anode gebildet wurden und die chemische Reaktion der elektrolytischen Produkte "in situ" erfolgte, so dass sich Natriumhypochlorit ergab. Es wurde gefunden, dass dieses Verfahren über lange Zeitdauern, bei befriedigender Stromausnutzung bzw. befriedigendem Stromwirkungsgrad betrieben werden konnte, wobei die Kathoden in sauberem Zustand frei von Ablagerungen und ohne Verstopfungen blieben. Durch Vergleich mit Zellen für die Herstellung von Natriumhypochlorit, in welchen die Elektroden gleichzeitig oder unterschiedslos durch die Elektrolytlösung bei deren Einführung in die Zelle und bei deren Abzug aus der Zelle berührt wurden, wurde festgestellt, dass die Kathoden während beschränkter Zeitdauern arbeiten, bevor sich Ablagerungen und Präzipitate auf den Kathoden bilden und die Zellenwirksamkeit bzw. -leistungsfähigkeit herabsetzen. Die Gründe für die
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mit dem erfindungsgemässen Verfahren in der Praxis erzielten Ergebnisse sind derzeit noch nicht ganz erklärbar, so dass die Erfindung selbstverständlich nicht durch irgendeine Theorie der Wirkungsweise beschränkt ist.
Die Erfindung wird nachstehend durch einige Beispiele näher erläutert:
Beispiel 1
Eine elektrolytische Zelle, die einen in Figur 1 veranschaulichten, horizontal angeordneten Elektrodenaufbau umfasste, wurde kontinuierlich für die Herstellung von Natriumhypochlorit betrieben. Es wurde wässrige Natriumchloridlösung, die ungefähr 30 g/l Natriumchlorid enthielt, kontinuierlich in die Zellenkammer eingeführt, indem eine vorbestimmte Menge von dem Leitungswasser und gesättigter Salzlösung in getrennten Strömen in die Kammer entladen wurden. Die wässrige Natriumchloridlösung wurde kontinuierlich elektrolysiert, so dass sich Natriumhypochlorit durch Durchleiten eines Gleichstroms durch die Lösung von den Anoden zu den Kathoden bildete. Die Temperatur der Elektrolytlösung lag im Bereich von ungefähr 100C bis etwa 350C, wobei V/asser durch eine elektrisch isolierte, in die Lösung eingetauchte Kühlschlange strömte. Das eingespeiste harte vorerwähnte Leitungswasser besass, wie durch chemische Analyse festgestellt wurde, einen Kalziumgehalt von ungefähr 150 ppm. Das gemischte, eingespeiste Wasser und die gesättigte Salzlösung wurden unterhalb der untersten Elektrode des Elektrodenaufbaus, die eine End- bzw. Ab Schluss anode war, in die Zelle eingeführt. Die Zelle wurde kontinuierlich während einer-Zeitdauer von 3 Monaten betrieben, ohne dass sich auf den Elektroden Ablagerungen bildeten, welche den Betrieb der Zelle nachteilig beeinflusst hätten. Am Ende der Zeitdauer von drei Monaten
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waren die Oberflächen der Zellenkammer, der Kühlschlangen und aller anderen innerhalb der Zelle angeordneten Ausrüstung mit Ausnahme der Elektroden mit einer dicken Kalziumkarbonatablagerung bedeckt.,
Beispiel 2
Die gleiche Art einer elektrolytischen Zelle, wie sie in Beispiel 1 verwendet worden war,sowie auch der gleiche Elektrodenaufbau wurden für die kontinuierliche Erzeugung von Natriumhypochlorit verwendet. Die eingespeiste Lösung war in diesem Falle See- bzw. Meerwasser, und die Zelle wurde bei 0,116 A/cm (0,75A/Zolf)betrieben. Die Zelle wurde während 10 Tagen betrieben, ohne dass sich auf den Elektroden Niederschläge bildeten, welche den Betrieb der Zelle nachteilig beeinflusst hätten. Die Zelle wurde dann in der gleichen Weise betrieben, jedoch mit dem Unterschied, dass die vorher benutzten End- bzw. Abschlussanoden durch End- bzw. Abschlusskathoden ersetzt wurden. Nach zwölf Stunden verstopften Ablagerungen, die sich auf den Elektroden ausgebildet hatten, im wesentlichen die Öffnungen und verhinderten eine Strömung der Elektrolytlösung. Die Zelle war nicht betriebsfähig und musste stillgelegt werden.
Zusammengefasst betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Anordnung, worin die Kathoden einer elektrolytischen Zelle, in der eine Anzahl von Anoden und Kathoden parallel im Abstand in einer elektrolytischen Lösung angeordnet sind, frei von Ablagerungen gehalten werden, zu deren Bildung eine Tendenz während der Elektrolyse der Lösung besteht. Diese Freihaltung von Ablagerungen wird dadurch erreicht, dass die Elektrolytlösung wenigstens eine Anode der Zelle berührt, bevor sie mit einer Kathode in Berührung kommt, während sie in die Zelle eingeführt wird, und dass die Elektrolytlösung,nahdem sie die anderen Elektroden berührt hat, unmittelbar vor ihrer Entfernung aus der Zelle
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- ίο - ·
wenigstens eine Anode "berührt".
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Claims (13)

P a t'ent an sprüche
1. Verfahren zur Elektrolyse von Elektrolytlösungen in einer elektrolytischen Zelle, die mit wenigstens einem Einlass und wenigstens einem Auslass für die Lösung versehen ist und in der eine Anzahl von in engem Abstand im wesentlichen parallel angeordneter und einander mit ihren Flächen zugewandter Anoden und Kathoden vorgesehen ist, wobei die Lösung in die Zelle eingeführt und mittels eines durch die Lösung hindurchgehenden Gleichstromes elektrolysiert und dann aus der Zelle entfernt wird, dadurch gekennzeichnet , dass
. a) während der Einführung der- Lösung in die Zelle wenigstens eine Anode mit der Lösung in Berührung gebracht wird, bevor die Lösung eine Kathode in dsr Zelle berührt;
b) die Lösung durch die Elektroden bzw. zwischen diesen hindurch geleitet und mittels Durchgang eines Gleichstroms zwischen den Elektroden und durch die Lösung elektrolysiert wird; und
c) nachfolgend auf den Durchgang durch die Elektroden bzw. die Zwischenräume zwischen diesen wenigstens eine Anode mit der Lösung in Berührung gebracht wird, bevor die Lösung aus der Zelle entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die - Elektroden in der Zelle horizontal und in engem Abstand sowie im wesentlichen parallel mit einander zugewandten Seiten bzw. Flächen angeordnet sind, wobei die End- bzw. Abschluss elektroden oder die äussersten Elektroden Anoden sind.
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3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anoden dimensionell stabil bzw. abmessungsstabil sind und aus Ventilmetallunterlage bestehen, die auf wenigstens, einem Teil ihrer Oberfläche eine elektrisch leitende Beschichtung trägt, welche aus der aus Platin, Platinlegierungen, festen Lösungen bzw. Mischkristallen von Edelmetalloxyden und Ventilmetalloxyden bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
4. Verfahren .nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolytlösung eine Salzlösung ist, die aus der aus gesalzenem Frischwasser, Brackwasser, synthetischem Seebzw. Meerwasser und natürlich auftretendem See- bzw. Meerwasser bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden in der Zelle vertikal, parallel, mit ihren Flächen bzw. Seiten einander gegenüberliegend angeordnet sind, wobei die End- bzw. Abschlusselektroden oder die auswärtig äussersten Elektroden Anoden sind und sich über die oberen und unteren Kanten der gegenüberliegenden Kathoden erstrecken.
6. Verfahren, nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich auch die Anoden innerhalb des Elektrodenaufbaues im Anström- und Abströmbereich der elektrolytischen Lösung über die Ränder der Kathoden hinaus erstrecken.
7. Verfahren nach Anspruch 1,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden in der Zelle dünne Metallplatten sind, die vertikal und parallel mit einander zugewandten Seiten bzw. Flächen angeordnet sind, wobei die äussersten Elektroden oder die End- bzw. Abschlusselektroden Anoden und L-förmig ausgebildet sind, deren langer Schenkel des L sich
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vertikal erstreckt, während der kurze Schenkel jeder Anode in rechtem Winkel,und im Abstand zu allen anderen Elektroden der Zelle angeordnet ist, und wobei ferner der horizontal angeordnete Schenkel mit kleinen Öffnungen versehen ist.
8. Elektrolytische Zelle zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7» welche eine Zellenkammer aufweist, die vorzugsweise Seiten-, Boden- und Endwände besitzt, sowie wenigstens einen Einlass zum Einführen von Lösung in die Zelle und zum Entfernen von Lösung aus der Zelle, wobei in der Zelle· eine Anzahl paralleler Anoden und Kathoden in engem Abstand und mit einander zugewandten Seiten bzw. Flächen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass Anoden
(1) in der Position der End- bzw. Abschlusselektrode oder der äussersten Elektrode angeordnet sind.
9. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden horizontal angeordnet und aus mit kleinen Öffnungen versehenen dünnen Metallplatten ausgebildet sind.
10. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (1, 2) vertikal angeordnete massive, elektrisch leitfähige, dünne Platten sind.
11. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anoden (1) im An- und Abströmbereich der elektrolytischen Lösung über die Kathoden (2) hinaus vorstehen.
12. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden (1, 2) vertikal angeordnete, massive, elektrisch leitende, dünne t Platten sind, wobei die Endbzw. Abschlusselektroden L-förmig ausgebildet sind und deren langer Schenkel vertikal angeordnet ist, während ihr kurzer
Schenkel
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unter jeweils einem rechten Winkel zum vertikalen Schenkel im Abstand von den Elektroden der Zelle verläuft und mit kleinen Öffnungen versehen ist.
13. Elektrolytische Zelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden vertikal angeordnete, elektrisch leitende, dünne Platten sind, und dass wenigstens eine Endbzw. Abschlusselektrode horizontal im Abstand sowohl von den oberen als auch von den unteren Rändern jeder der vertikal vorgesehenen Elektroden angeordnet ist.
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