DE2011610C3 - Verfahren zur Gewinnung eines Metalls aus einer Spuren des Metallions enthaltenden Lösung mittels Elektrolyse - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung eines Metalls aus einer Spuren des Metallions enthaltenden Lösung mittels ElektrolyseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung eines Metalls aus einer Spuren des Metallions
enthaltenden Lösung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Lösung in einer Elektrolysezelle elektrolysiert,
während man diese Lösung durch eine poröse Kathode zur Abscheidung des Metallions in dieser
Kathode führt und das Metall von der Kathode gewinnt
Bisher wurden die. verschiedensten Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Lösungen angewandt
Beispielsweise wurden große Mengen an Kupfer, Silber, Gold, Nickel, Cobalt Blei, Antimon, Wismuth, Indium,
Quecksilber und Zinn jedes jähr unter Anwendung von elektrolytischen Refining-Verfahren und Elektrogewinnungsmethoden
hergestellt. Die Elektrogewinnung von Kupfer ist typisch für die Gewinnung solcher Metalle.
Das Kupfer wird elektrolytisch auf unlöslichen Anoden wie beispielsweise solchen aus Antimon-BIei-Legierungen
niedergeschlagen. Jede dieser bekannten Elektrorefining- und Elektrogewinnungsmethoden erfordert die
Verwendung von relativ konzentrierten Lösungen des jeweiligen Metalls. Beispielsweise beträgt bei der
Elektrogewinnung von Kupfer der Kupfergehalt in der Lösung normalerweise 35 g/l.
Die Erfindung stellt ein elektrolytisches Verfahren zur Gewinnung von Lösungen, die nur Spuren der
Metalle enthalten, beispielsweise 1000 bis 10 000 μ/1
bereit, wodurch es ermöglicht wird, das jeweilige Metall aus zuvor nicht verwendbaren Quellen zu gewinnen.
Lösungen, die Spuren solcher Metalle enthalten, stehen aus den verschiedensten Quellen zur Verfügung·
Beispielsweise stehen beachtliche Mengen wäßriger Lösungen zur Verfügung, die verbrauchte Katalysatoren
enthalten, insbesondere palladiumhaltige Lösungen. Zu den weiteren Quellen gehören verbrauchte Galvanisierungsbäder,
Abwasser bei der Erzgewinnung, Seewasser (insbesondere in Form konzentrierter entsalzter
Solen) und Salzlösungen aus Quecksilberzellen (insbesondere solcher, die dimensionsbeständige Elektroden
verwenden wie beispielsweise solche aus Platin oder Rutheniumoxid}.
Die Metallspuren können aus jeder Art von verschiedenen Lösungen entfernt werden. Beispielsweise
können derartige Metalle aus konzentrierten oder verdünnten wäßrigen alkalischen Lösungen wie beispielsweise
Natriumhydroxid, aus sauren Lösungen wie beispielsweise Salzsäurelösungen oder aus wäßrigen
Salzlösungen entfernt werden. Außerdem kann jedes Metall gewonnen werden, das unter den jeweiligen
Elektrolyscbedingungen ein weniger kalodisches Abscheidepotential besitzt als das Potential, das an der
Kathode gebildet wurde. Die Metalle können in Spuren
vorliegen wie beispielsweise JOOO bis 15 000 μ/l und
selten weniger als 200 oder mehr als 50 000 μ/l. Zu
diesen Metallen gehören Quecksilber, Kupfer, Eisen, Nickel, Blei, Vanadin, Mangan, Ruthenium, Rhodium,
Palladium, Osmium, Iridium, Platin, Gold und Silber,
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Lösung durch eine Elektrolysezelle geführt, die eine
poröse Kathode besitzt, und das Metall scheidet sich in der porösen Kathode ab. Es können verschiedene
Verfahren zur Entfernung des Metalls aus der Kathode angewandt werden. Eine der einfachsten Methoden
besteht darin, das Metall zu destillieren, was besonders bei der Quecksilbergewinnung bevorzugt wird. Ferner
kann das Metall von der Kathode dadurch gewonnen werden, daß man die Kathode verbrennt oder die
Kathode selbst auflöst. Dieses Verfahren ist besonders bei seltenen oder wertvollen Metallen wie beispielsweise
Gold, Palladium, Ruthenium und Platin anwendbar. Die Metalle können außerdem chloriert werden, indem
man Chlor durch die Kathode leitet und als Metailchlorid gewonnen werden. Üblicherweise jedoch wird das
Metall aus der Kathode dadurch gewonnen, daß man das Metall als Salz in einer wäßrigen Lösung in
konzentrierter Form wieder auflöst and zwar mit Hilfe chemischer Maßnahmen oder durch Umkehren der
Zellpolarität. Beispielsweise kann die Konzentration des Metalls um das 20Ofache erhöht werden. Das Metall
kann dann aus der konzentrierten Lösung mit Hilfe irgendeines der üblichen Verfahren, wie sie typischerweise
bei der Elektroplattierung. Elektrorefining und Elektrogewinnung angewandt werden, gewonnen werden.
Wahlweise kann das Metall aus der konzentrierten Lösung mit Hilfe irgendeines anderen üblichen Verfahrens
wie Ausfällen oder Ionenaustausch gewonnen werden. Im allgemeinen enthält die ursprüngliche
Lösung das gewünschte Metall zusammen mit anderen Metallen. Es kann erwünscht sein, das gewünschte
Metall aus der Lösung selektiv zu entfernen. Das Metall kann aus der Lösung dadurch selektiv entfernt werden,
daß man das Potential der Kathode kontrolliert und zwar relativ zu einer Standardelektrode, typischerweise
einer Kalomel- oder Wasserstoffelektrode. Jedes Metall, dessen Abscheidepotential gleich oder geringer
ist als dieser Wert, wird sich in der porösen Kathode
abscheiden. Metalle, die ein elektropositiveres Abschvidepotential
besitzen als das gewünschte Metall, werden in der Lösung bleiben und duroh die Zelle hindurehströmen.
Wenn man nur Edelmetalle von der Lösung entfernen will, kann das Potential bei einem Punkt
gehalten werden, an dein sich nur Edelmetalle
abscheiden und andere elektropositivere Metalle als die Edelmetalle durch die Zelle hindurchströmen. Außerdem
kann die Lösung, wenn sie mehrere Metalle enthält, durch eine Reihe von Zellen geführt werden, wobei jede
eine Kathode mit einem unterschiedlichen Potential besitzt Dabei wird jede Zelle ein anderes Metall
aufnehmen.
In Fig. 1 wird die Zelle 10 gezeigt, die zur Durchführung der Erfindung verwendet werden kann.
Diese Zelle besteht aus einem Zellbeliälter oder Körper 11 einer porösen Kathode 12 und einer Anode 13. Die
erfindungsgemäße Zelle 10 kann jede beliebige Größe oder Form besitzen. Die abgebiMfia Zelle 10 besitzt
einen zylindrischen Zellkörper Ii. Dieser Zellkörper 11
kann aus jedem beliebigen Material konstruiert sein solange die Teile, die mit den Lösungen in Berührung
stehen, d.h. die Innenflächen, gegenüber jeglicher korrosiver Wirkung der Lösungen beständig sind.
Beispielsweise kann Glas verwendet werden oder aber Stahl, der mit Gummi oder Plastik ausgekleidet ist Der
Zellkörper 11 enthält eine zylindrische Seitenwand 14 und ein Paar Endwände 17 und 18, von denen jede eine
Öffnung 21 bzw. 22 zum Einführen oder Entfernen der Lösung aufweist Der Zellkörper 11 enthält außerdem
ein Paar Ventile 25 und 26 zur Entfernung der Produktgase aus der Zelle.
Eine Kathode 12 besteht aus einem porösen Elektrodenmaterial und ist innerhalb des Zellkörpers 11
so eingebaut, daß die Lösung nicht um diese Kathode herum sondern durch diese poröse Kathode 12
durchlaufen muß. Zwar kann die Kathode aus unterschiedlichen porösen Materialien mit unterschiedlicher
Porosität bestehen, vorzugsweise besteht sie jefi«)ch aus einem elektroleitfähigem kohleartigem
Material, beispielsweise Graphit oder Kohle. Typische Beispiele eines solchen porösen Graphits oder einer
solchen Kohle werden in Tabelle I wiedergegeben.
| Poröse Kohle | 1,025 | 1,025 | Mechanische Eigenschaften | Druck | Biege | %uale | Durch- | M indes t- | Durchschnittsdurch | Wasser*) | |
| Typ A | 1,041 | 1,041 | kg/cm2 | festig | festigkeit | Porosi | schniltl. | dufchmesser | lässigkeit | ||
| Typ B | 1,057 | 1,057 | keit | tät | Poren | der zurückge | . I/m2/Min. | ||||
| Typ C | Poröser Graphit | 1,057 | Zug | durch | haltenen | Luft**) | |||||
| Typ D | festig | 56,2 | 21,1 | messer | Teilchen | 3,666 | |||||
| Typ E | keit | 63,3 | 35,2 | cm | cm | m3/m2/Min | 1,222 | ||||
| Gewicht | Typ F | 70,3 | 42,2 | 407,4 | |||||||
| kg/cm3 | Typ G | 7,03 | 48 | 0,0119 | 0,0063 · | 3,046 | |||||
| 14,1 | 28,1 | 14,1 | 48 | 0,0058 | 0,0023 | 0,9138 | 3,666 | ||||
| 21,1 | 35,2 | 21,1 | 48 | 0,0033 | 0,0013 | - | 1,222 | ||||
| 42,2 | 28,1 | 407,4 | |||||||||
| 4,92 | 35,2 | 17,6 | 48 | 0,0119 | 0,0063 | 3,046 | 1,222 | ||||
| 10,5 | 48 | 0,0058 | 0,0023 | 0,9138 | |||||||
| 14,1 | 48 | 0,0033 | 0,0019 | - | |||||||
| 7,73 | 4R | 0,0048 | 0,0020 | - | |||||||
*) Wasser von 21"C-O,3i atü - Platte 2,54 cm dick
**) Luft von 21'C mit 15% relative Feuchtigkeit - 5,08 cm Wasserdruck - Platte 2,54cm dick. Luflvolumen gemessen bei
einem Druck von 760 Millimeter Hg und 21 C
Anstelle der kohleartigen Materialien können auch andere Materialien verwendet werden wie beispielsweise
gesintertes Metall oder Schwamm, vorausgesetzt, daß diese Materialien die Bedingungen in der Zelle
aushalten ohne sich dabei zu zersetzen und vorausgesetzt, daß diese Materialien sehr kleine Poren oder
Kanäle besitzen, beispielsweise im Bereich von 0,012 bis 0,15 cm und vorzugsweise zwischen 0.0025 und
O,OI27cm. Beispielsweise können als poröse Kathode
Titan- oder Zirkoniumschwamm verwendet werden und
ein Metall aus der Platingruppe kann in diesem .Schwamm abgeschieden werden. Das Metall aus der
Platingruppe würde die elektroleitfähige Oberfläche liefern, wenn die Polarität der Zelle umgekehrt wird, die
Kathode sollte außerdem aus einem Material bestehen, das gegenüber den Bedingungen und Materialien in der
Zelle beständig ist und /war den kathodischen bedingungen wahrend des normalen Betriebes ais auch
den Bedingungen, die vorliegen, wenn die Zelle nicht in
Betrieb ist. l'cncr sollte die Kathode vorzugsweise
gegenüber den anodischen Bedingungen beständig sein. die während eines bevorzugten Metallgewinnungsverfahrens,
bei dem die Polarität umgekehrt wird, herrschen. Die erforderliche Dicke der Kathode kann in
Abhängigkeit verschiedener Faktoren schwanken wie beispielsweise vom Kathodcnmaterial. Porosität der
Kathode und Fließgeschwindigkeit der Lösung. |edoch beträgt die Dicke im allgemeinen zwischen 0.63 und
12 cm. Die Kathodendicke kann auch nur 0.16 cm betragen vorausgesetzt, daß sie aus einem Material
konstruiert ist. das die erforderliche Festigkeit und Starrheit besitzt.
Die Anode 13 kann aus jedem elektroleitfähigcn beständigen Material bestehen. Vorzugsweise besitzt
die Anode eine geringe Überspannung und ist gegenüber Korrosion und/oder Zersetzung beständig,
wenn der elektrische Strom unterbrochen wird oder die Polarität umgekehrt wird. Die Anode besteht vorzugsweise
aus einem nichtporösen beständigen elcktroleitfähigen kohleartigen Material wie Kohle oder Graphit.
A>*>
Ann^Jp in rm
Ρ51Ι
οη alle
einem Metall der Platingruppe oder mit einem Metall der Platingruppe beschichtetem Titan bestehen. Der
hier verwendete Ausdruck Metalle der Platingruppe umfaßt sämtliche Metalle der Platingruppe, nämlich
Ruthenium. Rhodium, Palladium, Osmium. Iridium und Platin. Außerdem können die Oxide der Platinmetalle
oder Gemische aus zwei oder mehreren solcher Oxide als Beschichtung für Titanmetall verwendet werden.
Die Kathode i2 enthält einen elektrischen Anschluß
23 und Anode 13 enthält einen elektrischen Anschluß 24. wodurch die Zelle 10 an eine Quelle eines elektrischen
Potentials angeschlossen werden kann. Die Zellspannung sollte 5 Volt oder weniger betragen und die
Stromdichte sollte unter derjenigen liegen, bei der sich die Lösung selbst schnell zersetzt Auf jeden Fall sollte
die Kathode mindestens so kathodisch sein, wie das Abscheidepotential für das gewünschte Metallion unter
den jeweiligen Elektrolysebedingungen.
Die Strömungsrichtung durch Zelle 10 kann von der Anode stromaufwärts zur Kathode oder umgekehrt
stromabwärts zur Kathode sein. Wenn Zelle 10 mit der Anode stromaufwärts zur Kathode verbunden ist
strömt die Lösung durch die Öffnung 22 in die Zelle ein. strömt um die Anode 13 und anschließend durch die
poröse Kathode 12. Die Lösung verläßt die Zelle dann durch Öffnung 21. Die Zelle 10 kann mit der Anode 13
stromabwärts zur Kathode verbunden werden, indem man die Lösung durch öffnung 21 in die Zelle
einströmen läßt. Die Lösung strömt durcii die poröse Kathode 12. von da aus in Berührung mit Anode 13 und
durch Öffnung 22 wieder aus der Zeile heraus.
j Die in Fig. 2 gezeigte Zelle 110 ist eine andere
Zellenkonstruktion, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden kann.
Die Zelle 110 enthält einen Zellbehälter 11 f. eine poröse
Kathodf 112 und eine Anode 113. Der Zcllbehälter 111
in kann aus jedem Material bestehen, das gegenüber den
verwendeten Lösungen beständig ist wie beispielsweise Stahl mit einer Gimimibcschichtimg 109 Sie enthält
außerdem eine zylindrische Seitenwand 114 und eine Endwand 117 und einen Deckel 118. Die Seitenwand 114
Γι hai eine Öffnung 121 /um Einführen der Lösung in die
Zelle 110 und der Deckel 118 hat eine Öffnung 122 zum
Entfernen oder Einführen der Lösung in die Zelle 110.
DlL* Κίΐίίιυικ: i 12 kiiiü'i uns jcdci'ii geeigneten porftSCPi
Elektrodenmaterial bestehen wie es bezüglich Kathode
in 12 in Zelle 10 besehrieben wurde. Die Kathode 112 der
vorliegenden Ausführungsform enthält ein Rohr mit einer Seitenwand 123 und einer Endwand 124. Ein radial
verlaufender Flansch 130 ist am oberen Ende der Kathode 112 angebracht, um diese Kathode im
r> Zellkörper 111 zu tragen. Zum Anschluß der Kathode
an die Stromquelle befindet sich eine Schraube 131 am Flansci. 130. Die Kathode 112 ist zweckmäßigerweise
gegenüber dem Deckel 118 und dem Behälter 111 abisoliert. Die Abmessungen der Kathode 112 können in
in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, mit der die
Lösung behandelt v/erden muß, gewählt werden. Außerdem können eine Vielzahl parallel geschalteter
Zellen verwendet werden, wenn große Mengen an Lösung zu behandeln sind. Ebenfalls können zwei oder
r> mehrere Zellen in Serie geschaltet sein, insbesondere in
gewissen Situationen, in denen bestimmte Metalle einzeln in jeder dieser Zellen abgeschieden werden
sollen. Die Wände 123 und 124 der Kathode 112 sind vorzugsweise so weit vom Zellbehälter 111 entfernt, daß
4Π die Lösung durch den Zwischenraum 125 frei fließen
L'nnn
Die Anode 113 kann aus jedem Material sein, das
gegenüber der vorherrschenden Bedingung beständig ist. Selbstverständlich muß die Anode 113 die erforderli-
> ehe Elektroleitfähigkeit besitzen, und es kann typischerweise
undurchlässiger Graphit verwendet werden. Die Anode 113 kann mit dem Deckel 118 beispielsweise
durch Schraube 127. verbunden sein und kann gegebenenfalls gegen den Deckel 118 abisoliert sein.
ίο Die Schraube 127 wird außerdem als Anschluß der
Anode 113 an eine Stromquelle verwendet Die Anode
113 ist innerhalb der rohrförmigen Kathode 112 konzentrisch angeordnet und ist vorzugsweise von allen
Punkten der Kathode 112 so weit entfernt daß die Lösung in dem Zwischenraum 126 unbehindert fließen
kann. Ein gewindeförmiger Stopfen 133 ist am Boden der Zelle angebracht, um Flüssigkeit abziehen zu
können.
Beim erfindungsgemäßen /erfahren wird die Lösung, die Spuren des Metalls in Form von.Ionen enthält durch
eine poröse Kathodenzelle geführt, während die Kathode unter einem ausreichenden elektrischen
Potential steht um das Metall abzuscheiden.
Die Fließgeschwindigkeit der Lösung durch die Zelle kann in Abhängigkeit von bestimmten Faktoren wie
Dicke der Kathode, Porosität der Kathode und Menge des Metalls, das aus der Lösung zu entfernen ist.
schwanken. Es erwies sich als zufriedenstellend, eine
Fließgeschwindigkeit von etwa 5 bis 29 kg/Min, der Lösung pro Quadratmeter der Kathodenstirnfläche
stromaufwärts zu verwenden, wenn etwa 4000 μ Quecksilber pro Liter der Salzlösung entfernt werden
sollen. Die verwendete Zelle war im wesentlichen wie die Zelle 10 und besaß eine poröse Graphitkathode vom
Typ F mit einem Durchmesser von 5 cm und einer Stärke von 3,6 cm. Zum erfindungsgemäßen Verfahren
gehört außerdem, die Gewinnung des Metalls aus der Kathode mit Hilfe irgendeines der üblichen Verfahren.
Ein höchst bevorzugtes Verfahren zur Gewinnung des Metalls besteht darin, die Kathode so stark zu erhitzen,
daß das Metall verdampft und anschließend das Metall zu kondensieren. Dieses Verfahren ist zur Gewinnung
von Quecksilber äußerst günstig. Ein anderes bevorzugtes Verfahren besteht darin, die Polarität in der Zelle
umzukehren, während Kathode und Anode mit einer elektroleitfähigen Lösung in Berührung stehen. Das
Metall geht dadurch wieder in Lösung, jedoch in einer konzentricrteren Form. Eine Lösung kann beispielsweise
ein oder mehrere Male im Kreislauf durch die Zelle geführt werden. Ein solches wiederholtes Führen der
Lösung durch die Zelle erhöht die Metallionenkonzentration wesentlich. Beispielsweise kann die Metallionenkonzentration
mehr als 200- oder 300fach gegenüber der ursprünglichen Lösung erhöht werden.
Die Lösung, in der das Metall wieder in Lösung geht, kann irgendeine konzentrierte oder verdünnte elektroleitfähige
Lösung sein, wie wäßrige alkalische Lösungen wie typischerweise Natriumhydroxid, wäßrige saure
Lösungen wie typischerweise Salzsäure oder wäßrige Salzlösungen wie typischerweise Natriumchlorid. Die
Lösung, in der das Metall wieder in Lösung gehen kann, kann eine andere sein als diejenige, aus der das Metall
ursprünglich entfernt worden war. Beispielsweise kann das Metall ursprünglich aus einer Nitratlösung entfernt
worden sein, und in einer Chloridlösung als Chlorid wieder in Lösung gegangen sein. Daher kann das Metall
in Form seines bevorzugten Salzes gewonnen werden. Gegebenenfalls kann das Elektrodenpotential durch
selektive Entfernung bestimmter Metalle aus der porösen Kathode gesteuert werden. Das (vietaii kann
aus der konzentrierten Lösung entfernt werden durch übliche Methoden wie beispielsweise Elektroplattieren
auf einer festen Kathode. Ein weiteres Verfahren zur Gewinnung des Metalls besteht darin, daß man eine
verbrennbare Kathode verwendet, und dieselbe verbrennt, wobei nur das Metall als Rückstand übrigbleibt.
Eine Ausführungsform der Erfindung dient zui Reinigung einer Salzlösung, die durch eine Quecksilberkathodenzelle
geführt wurde und betrifft Vorrichtungen, durch die Quecksilber und andere metallische
Verunreinigungen schnell und leicht aus der Salzlösung entfernt werden können, wodurch eine Salzlösung
gewonnen wird, die in anderen Verfahren eingesetzt werden kann. Beispielsweise kann eine solche Salzlösung
in einer Diaphragmazelle elektrolysiert werden und der dabei entstehende Wasserstoff zur Herstellung
von Ammoniak verwendet werden. Die. Salzlösung sollte weniger als 20 Mikron Quecksilber/1 enthalten, «>
kann jedoch 50 Mikron pro Liter enthalten. Die Salzlösung sollte möglichst nicht mehr als 100 Mikron
Quecksilber/I enthalten.
Wie aus Fig.4 ersichtlich ist wird die Salzlösung in
eine Quecksilberkathodenzelle eingespeist, in der die Elektrolyseprodukte Amalgam und verarmte Salzlösungen
sind. Das Amalgam wird in einer Vorrichtung zum Bloßlegen unter Bildung von Quecksilber, Wasserstoffgas
und Natriumhydroxid behandelt. Das Quecksilber wird in der Quecksilberkathodenzelle im Kreislauf
geführt. Die verarmte Salzlösung wird zur Entfernung von freiem Chlor behandelt, mit einem Alkalimetallhalogenid
angereichert und dann zur Entfernung der metallischen Verunreinigungen in der porösen Kathodenzelle
behandelt. Mindestens ein Teil der gereinigten Salzlösung kann in einer Diaphragmazelle elektrolysiert
werden, um Alkalimetallhydroxid oder Natriumhydroxid und Wasserstoff zu bilden. Der Wasserstoff wird
unter Bildung von Ammoniak mit Stickstoff umgesetzt oder für andere Zwecke verwendet.
Salzlösungen, die 100 bis 350 g Natriumchlorid pro Liter der Lösung enthalten, werden erfolgreich
behandelt. Jedoch können Salzlösungen, die mehr oder weniger Natriumchlorid enthalten, ebenfalls mit Hilfe
des erfindungsgemäßen Verfahrens gereinigt werden. Die Salzlösung wird selten weniger als 50 g Natriumchlorid
pro Liter enthalten. Für praktische Zwecke sollte die Salzlösung vorzugsweise sauer mit einem .
pH-Wert von 1 bis 5 sein, obgleich auch Salzlösungen, die alkalisch sind, nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren gereinigt werden können. Wenn die Salzlösung wesentliche Mengen, d. h. gelöstes Chlor, enthält,
sollte die Chlormenge, die vorliegt, vorzugsweise vor der Behandlung in der Zelle verringert werden.
Vorzugsweise sollte die Salzlösung weniger als 0,003 g freies Chlor pro Liter enthalten.
Die Salzlösung kann auch 0,01 g freies Chlor pro Liter
enthalten, sollte jedoch möglichst nicht 0,1 g freies Chlor pro Liter enthalten. Das Chlor kann dadurch
entfernt werden, daß man die Salzlösung durch einen üblichen Dechlorierungsturm führt, worin ein Luftstrom,
der durch die Salzlösung geblasen wird, das gelöste Chlorgas davonträgt.
Die Erfindung ist in erster Linie auf die Entfernung metallischer Verunreinigungen, die in einer Salzlösung
vorliegen, gerichtet, insbesondere solcher, die in Form von komplexen Anionen wie HgCU vorliegen. Solche
Anionen, die negativ geladen sind, neigen dazu, die Kathodenzone üblicher Zellen zu meiden. Die vorliegende
Erfindung überwindet dieses Frobiem dadurch,
daß die Salzlösung durch eine Kathode mit sehr feinen Löchern oder Poren geführt wird. Die negativ
geladenen Anionen werden dadurch in sehr enge Berührung zur negativ geladenen Kathode geführt,
wodurch die elektrolytische Abscheidung des Metalls an der Kathode erleichtert wird.
Andere metallische Verunreinigungen wie Eisen werden näher an der Anode abgeschieden, beispielsweise
wurde eine wesentliche Menge an der äußeren Fläche der Kathode, die der Anode benachbart ist, beobachtet.
Beispielsweise wurde eine poröse Kathode aus einer Zelle geprüft, die 230 Stunden lang in einer Stromab
wärts-Anordnung betrieben worden war, indem man die Kathode in 5 gleiche Segmente teilte. Das erste
Segment (d.h. das Segment, das sich der Anode am nächsten befand) enthielt 9,1 % der gesamten Quecksilbermenge
und 58,7% der gesamten Eisenmenge, die abgeschieden worden war. Das dritte oder mittlere
Segment enthielt 413% der gesamten Quecksilbermenge und nur 4,0% der gesamten Eisenmenge.
Die Salzlösung steht mit der Anode in Berührung, wo sich freies Chlor bildet. Man fand jedoch, daß freies
Chlor die Abscheidung von Quecksilber hemmt und in einigen Fällen sogar Quecksilberabscheidungen von der
Kathode abstreift Aus diesem Grunde sollte im wesentlichen das gesamte freie Chlor aus der Salzlösung
vor der Behandlung in der Zelle entfernt werden. Die Anoden-Stromabwärtsanordnung kann außergewöhnlich
niedrige Quecksilbermengen in der Produktsalzlösung verursachen, aufgrund der Tatsache, daß das
Quecksilber innerhalb der Kathode abgeschieden wurde und das freie Chlor sich anschließend an der Anode
gebildet hatte, wodurch vermieden wurde, daß das freie Chlor die Quecksilberabscheidung störte. Beispielsweise
wird freies Chlor dadurch aus der Anode herausgefegt, daß man einen hydraulischen Strom anwandte und
dadurch die Rückwanderung des Chlors in die Kathode vermieden wurde.
Der Betrieb der Zelle in der Anoden-Stromaufwärtsanordnung ist ähnlich wie der der Anoden-Stromabwärtsanordnung
mit dem Unterschied, daß die Salzlösung erst mit der Anode in Kontakt kommt, wo sich
freies Chlor bildet und die Salzlösung danach durch die poröse Kaihode sirömt. Es wurde gefunden, daß, wenn
freies Chlor in der Salzlösung bleibt und durch die Kathode strömen mußte, wie es in Zelle 110 der Fall ist,
wenn diese in der Anoden-Stromaufwärtsanordnung angeschlossen ist, sehr geringe Quecksilberentfernung
erzielt wurde. Andererseits wurde eine zufriedenstellende Quecksilberentfernung mit Zelle 10 mit der
Anoden-Stromaufwärtsanordnung erzielt, wenn ein Ventil 25 angebracht war zum Entfernen von freiem
Chlor bevor die Salzlösung durch die Kathode strömt. Ein ähnliches Ventil 26 war zum Entfernen von
Wasserstoffgas aus der Zelle bei der Stromaufwärtsvorrichtung vorgesehen.
Gegebenenfalls können Vorrichtungen in der Zelle 110 angebracht sein, um das an der Anode sich bildende
freie Chlor zu entfernen, so daß das Chlor nicht durch die Kathode strömt.
Die Salzlösung kann mit jeder Fließgeschwindigkeit durch die Zelle strömen. Die bevorzugte Fließgeschwindikgiet
für Zelle 10 lag zwischen ca. 4,88 bis 39,0 kg/MinVm2 der Kathodenoberfläche und sollte
möglicht 48,8 kg/Min./m2der Kathodenoberfläche nicht
übersteigen. Die Stirnfläche der Kathode 12 ist die Fläche der Strcrriaiif'.vürtsEeite der Kathode.
Wenn die Zelle für eine wesentliche Zeil in Betrieb ist, kann sie zur Entfernung der Verunreinigungen bis zu
einem zufriedenstellenden Grad abgeschaltet werden. Beispielsweise kann elementares Quecksilber, das an
der Kathode abgeschieden worden ist, in die Produktsalzlösung hinein abzubrechen beginnen. Ferner kann
die Zelle zur Entfernung der Metallionen aus der Lösung abgeschaltet werden. Wenn dies passiert, sollte
die Kathode gereinigt oder regeneriert werden. Außerdem kann Metallmenge, die auf oder in der
Kathode abgeschieden worden ist, ausreichen, um einen übermäßigen Rückdruck zu verursachen und dadurch
die Reinigung und Regenerierung erforderlich machen. Jedes der üblichen Regenerierungsverfahren kann
angewendet werden. Die einfachste Methode besteht darin, das elektrische Potential unterhalb des Abscheidepotentials
zu verringern, und zwar des Potentials der jeweiligen zu entfernenden Verunreinigungen, und das
Durchleiten der entchlorten Salzlösung durch die Zelle fortzusetzen, wobei verursacht wird, daß die metallischen
Verunreinigungen wieder in Lösung gehen. Ein anderes Verfahren besteht darin, das elektrische
Potential umzukehren und entchlorte Salzlösung weiter durch die Zelle zu führen. In diesem Falle kann das
gleiche elektrische Potential aufrechterhaften werden, das während des normalen Betriebes der Zelle
angewandt worden war. Die in der porösen Elektrode
(d. h. nun die Anode) vorliegenden metallischen Abscheidungen werden in großen Mengen in die
Salzlösung freigesetzt. Ein bevorzugtes Verfahren zum Regenerieren, das hochwirksam ist zum Entfernen von
Quecksilber aus der Kathode, besteht darin, daß man eine Salzlösung, die wesentliche Mengen an freiem
Chlor enthält, wie beispielsweise 0,05 bis 0,1 g Chlor/l jedoch vorzugsweise mit Chlor gesättigt ist, durch die
Zelle führt. Die Wirkung dieses Regenerierungsverfahrens wird weiter dadurch gesteigert, daß man das
elektrische Potential umkehrt. Es erwies sich, daß Salzlösung, die direkt aus der Quecksilberzelle entnommen
worden war, ohne durch den Dechlorierungsturm geführt worden zu sein, 0,25 g Chlor/l enthielt und sich
für diesen Zweck als höchst zufriedenstellend erwiev. Die Temperatur der Salzlösung sollte vorzugsweise
zwischen 4 und 820C und am günstigsten zwischen 21 üiiu tv/ *_ liegen, Gi/giCiCii uHuCTC ■ CiTipCrutüPvM
ebenfalls angewendet werden können. Dieses Verfahren ist höchst wirkungsvoll zum Entfernen von Quecksilber
aus der porösen Elektrode. Man fand jedoch, daß dieses Verfahren Eisen nicht vollständig aus der Elektrode
entfernt, insbesondere wenn beachtliche Eisenmengen in der Kathode vorliegen.
Das Eisen kann nach den obenstehenden Verfahren zufriedenstellend entfernt werden, wenn man mit Säure
ausspült. Die Säure kann irgendeine anorganische Säure: sein, wobei Salzsäure vorgezogen wird. Die Säure kann
durch die Zelle entweder unter normalem oder umgekehrtem Potential zirkulieren. Eine höchst zufriedenstellende
Ausführungsform der Erfindung wendet die umgekehrte Polarität an und läßt eine mit Chlor
gesättigte Salzlösung durch die Zelle zirkulieren und anschließend eine Salzsäure mit einer Konzentration
von 6—8% HCl ebenfalls durch die Zelle zirkulieren. Die Dauer der Säuredurchspülung ist abhängig von der
zu entfernenden Eisenmenge. Im Anschluß an einen normalen Zellenbetrieb liefert ein einstündiges Durchspülen
zufriedenstellende Ergebnisse.
Das während der Regenerierung in die Salzlösung frpigpspt7tp Quecksilber kann dadurch gewonnen
werden, daß man die Regenerierungssalzlösung einem Salzlösungsstrom zusetzt, der als Beschickung für die
Quecksilberzelle dient. Eine wesentliche Quecksilbermenge in der Regenerationssalzlösung scheidet sich an
der Quecksilberkathode ab.
Aus einer Salzlösung, die Spuren an Quecksilberionen enthielt, wurde Quecksilber dadurch entfernt, daß man
die Saiziösung durch eine Zelle, die im wesentlichen der Zelle 10 entsprach, führte. Die Kathode war eine poröse
Graphitkathode vom Typ E und war etwa 3,6 cm dick und besaß einen Durchmesser von 5 cm. Die Anode
bestand aus undurchlässigem Graphit vom Typ HB 1-17 und war stromabwärts im Abstand von ca. 0,95 cm von
der Kathode angebracht Die Stromdichte betrug ca. 297 A/m2 der Stirnfläche der Kathode. Die Fließgeschwindigkeit
betrug ca. 15,6 kg/Min/m2 der Stirnfläche
der Kathode. Die Temperatur der Zelle wurde zwischen 24 und 27° C gehalten. Die Zelle wurde 231 Stunden lang
betrieben unter Verwendung einer Salzlösung die 320 g Natriumchlorid pro Liter und 3300 μ Quecksilber pro
Liter der Lösung enthielt Die Produktsalzlösung enthielt 273 μ Quecksilber pro Liter der Lösung. Die
Gesamtmenge an Salzlösung, die durch die Zelle strömte betrug 476 kg. Man ermittelte, daß 1,206 g
Quecksilbermetall aus der Salzlösung entfernt worden
waren. Die Kathode wurde der Zelle entnommen und 1 Stunde lang auf 4300C in einem abgeschlossenen
System unter einem Gesamtdruck von 51 mm Hg erhitzt, wobei das Quecksilber verdampft wurde. Der
Quecksilberdampf wurde kondensiert und 1,205 g gewonnen.
Aus einer Natriumhydroxidlösung wurden Metalle gewonnen und in konzentrierter Form in einer anderen
Natriumhydroxidlösung abgeschieden. Die Zelle war im wesentlichen wie die Zelle 10 konstruiert. Die Kathode
bestand aus porösem Graphit vom Typ G und hatte eine Stärke von 2,54 cm und einen Durchmesser von 5,08 cm.
Die Anode bestand aus einem Nickelnetz und war etwa
0,95 cm stromabwärts der Kathode angebracht. Die Stromdichte betrug etwa 297 A/m2, der im Stromabwärtssystem
sich befindenden Kathodenstimflächc. Die Natriumhydroxidbeschickungslösung enthielt 50% Natriumhydroxid
und wurde durch die Zelle mit einer Fließgeschwindigkeit von 32 g/Min, geführt. An der
Kathode wurden während eines 66stündigen Betriebes der Zelle Metalle abgeschieden, zu denen Eisen, Nickel,
Kupfer und Blei gehörten. Die Zellpolarität wurde umgekehrt und die Natriumhydroxidlösung wurde eine
Stunde lang durch die Zelle geführt. Während der Umkehrung der Polarität erhöhte sich die Stromdichte
auf ca. 510 A/m2 der in einem Stromabwärtssystem sich befindenden Kathodenstirnfläche. Die Ergebnisse waren
folgende:
Meiall
Konzentration
der Beschickungs -lösung
(g/l)
Gesamtgewicht der Beschickungslösung
(g)
Konzentration
der Regenerationslösung
(g/l)
Gesamtgewicht
der Regenerationslösung
(g)
Eisen
Nickel
Kupfer
Blei
Nickel
Kupfer
Blei
0,0025
0,00015
0,00015
0,0013
0,00015
0,00015
0,0013
0,191
0,012
0,012
0,110
0,012
0,012
0,110
0,107
0,0021
0,0133
0,0645
0,0021
0,0133
0,0645
0,184
0,006
0,023
0,080
0,006
0,023
0,080
Aus einer Natriumhydroxidlösung wurden Metalle gewonnen und dann in hochkonzentrierter Form in
einer 5%igen Salzsäurelösung abgeschieden. Die Zelle war im wesentlichen wie Zelle 10 konstruiert mit dem
Unterschied, daß die Kathode aus Graphit vom Typ E bestand und etwa 3,6 cm dick war. Die Anode bestand
aus einem Nickelnetz und war stromaufwärts der Kathode angeordnet. Durch die Zelle wurde 74 Stunden
lang bei 77° C eine Natriumhydroxidlösung geführt. Die Stromdichte betrug etwa 297 A/m2 der in einem
Stromaufwärtssystem sich befindenden Kathodenstirnfläche. Die Fließgeschwindigkeit betrug etwa 15,6 kg/
MinVm2 der sich in einem Stromaufwärtssystem
befindenden Kathodenstirnfläche. Die Beschickungslö-
sung enthielt etwa 50% Natriumhydroxid und außerdem etwa 2600 μ Eisen, 1050 μ Nickel, 100 μ Kupfer und
1400 μ Blei pro Liter der Lösung. Die Zelle wurde unter
einem elektrischen Potential gehalten, während sie zur Entfernung von Natriumhydroxid entleert und mit
Wasser gewaschen wurde. Die Polarität wurde umgekehrt und die Zelle umgehend mit 450 ml einer 5%igen
Salzsäurelösung gefüllt. Es wurde eine Stromdichte von etwa 297 A/m2 der sich im Stromaufwärtssystem
befindenden Kathodenstirnfläche 25 Minuten lang aufrechterhalten. Die Zelle wurde entleert und mit
450 ml einer 5%igen Salzsäurelösung durchspült. Danach wurde die Zelle mit 450 ml einer Steigen
Salzsäurelösung gefüllt und die gleiche Stromdichte wurde 35 Minuten lang aufrechterhalten. Nachstehende
Tabelle zeigt die erhaltenen Ergebnisse:
| Tabelle III | In die Lösung | In HCI abgeschiedene | In die Lösung abge |
| Metall | abgeschiedene Menge | Menge während der | schiedene %uale Menge |
| während 1 Std. 25 Min. | nächsten 35 Min. | während 1 Std. 25 Min. | |
| (g) | (g) | ||
| 0,28 | 0,014 | 95 | |
| Eisen | 0,035 | 0,0089 | 80 |
| Nickel | 0,0027 | 0,00027 | 91 |
| Kupfer | 0,067 | 0,010 | 87 |
| Blei | |||
Unter Verwendung einer Zelle, die im wescn-'ichen
wie Zelle 10 konstruiert war, wurde Palladium aus einer Lösung gewonnen. Die Kathode bestand aus porösem
Graphit vom Typ E und war 3,6 cm dick und hatte eir.en
Durchmesser von 5 cm. Die Anode bestand aus undurchlässigem Graphit, die 035 cm stromabwärts der
Kathode angeordnet war. Die Zellspannung betrug 135
Volt und die Kathodenstromdichte betrug ett'i 297 A/m2 der in einem Stromabwärtssystem sich
befindenden Kathodenstirnfläche. Die Beschickungsgeschwindigkeit der Lösung betrug 8 kg/Minim2 der in
einem Stromabwärtssystem sich befindenden Kathodenstirnfläche. Die Lösung enthielt etwa 192 g Natriumnitrit,
106 g Natriumcarbonat, 43 g Natriumnitrat und 43 g Natriumsulfat pro Liter. Ferner enthielt die Lösung
22 000 μ Palladium pro Liter. Die Zelle wurde 30 Stunden lang betrieben. Es wurde eine Gesamtmenge
von etwa über 0,1 g Palladium aus der Lösung entfernt
Das Palladium wurde aus der Kathode dadurch entfernt,
daß man eine Stunde lang UIOmI einer 5%igen
Salzsäurelösung durch die Zelle zirkulieren Keß, während die ZeJIe mit umgekehrter Polarität betrieben
wurde mit einer Stromdichte von etwa 297 A/m2 der sich in einem Stromabwärtssystem befindenden Kathodenstirnfläche. Die Salzsäuregewinnungslösung enthielt
1110 μ Palladium pro Liter.
Unter Verwendung einer Zelle, die mit der im Beispiel
4 beschriebenen identisch war, wurde aus einer 20%igen
Salzsäurelösung Kupfer gewonnen. Die Zellspannung betrag 2ß Volt und die Stromdichte etwa 297 A/m2 der
in einem Stromabwärtssystem sich befindenden Kathodenstimfläche. Die Lösung wurde durch die Zelle mit
einer Geschwindigkeit von 6,1 kg/MinVm2 der Kathodenstirnfläche geführt Die Zelle wurde 47 Stunden lang
betrieben. Die in die Zelle einströmende Lösung enthielt
2800 μ Kupfer pro Liter. Die aus der Zelle ausströmende Lösung enthielt weniger als 100 μ Kupfer pro Liter. Das
Kupfer wurde aus der Kathode entfernt und in 970 ml einer 10%igen Salzsäurelösung dadurch abgeschieden,
daß man die Polarität umkehrte und soviel Spannung
anlegte, daß eine Stromdichte von etwa 297 A/m2 der
Kathodenstimfläcbe vorlag. Die Gewinnungslösung
nahm 90 000 ^. Kupfer pro Liter der Lösung auf» D. h,
daß etwa 0,89 g Kupfer aus der ursprünglichen Lösung entfernt worden waren und 0,875 g von der Kathode in
die Gewinnungslösung gelangt waren.
Entfernung von Quecksilber aus einer Salzlösung erläutert Die Zelltemperatur betrug etwa 24° C Die
Zelle wurde 148 Stunden betrieben, wobei die Anode stromabwärts der Kathode angeordnet war. Die
Kathode wurde dadurch regeneriert, daß das elektrische
Potential umgekehrt wurde, wobei eine Salzlösung, die
wesentliche Mengen freies Chlor enthielt, vier Stunden
lang durch die Zelle strömte und danach eine Stunde lang eine 5%ige Salzsäurelösung durch die Zelle geführt
wurde. Danach wurde die Zelle 70 Stunden lang normal
betrieben unter Verwendung einer Stromaufwärtsanordnung.
Nachstehende Tabelle zeigt die Wirkung der Zelle nach dem Betrieb während unterschiedlicher Zeitabschnitte. Die Zelle entfernte durchschnittlich mehr als
99% Quecksilber.
Anordnung von der Anode stromabwärts zur Kathode (Beschickung enthaltend
5870 μ/l. Hg
148
6
70
29
Nachstehend wird die Wirkung von Chlor beim Entfernen von Quecksilber erläutert In diesem Beispiel
wurde Zelle 10 mit einer Anode, die sich stromabwärts zur Kathode befand, betrieben. Wie aus Tabelle V
ersichtlich ist, wurde die Zelle 10 20 Stunden lang unter Verwendung einer undurchlässigen Graphitanode vom
Typ HB 1 -17 betrieben. Die Graphitanode wurde dann 2
Stunden lang durch eine Platinanode ersetzt. Die Beschickungssalzlösung enthielt weniger als 0,003 g
freies Chlor und 4050 μ Quecksilber pro Liter der Lösung. Die Produktsalzlösung enthielt weniger als
100 μ Quecksilber pro Liter. Die Zelle wurde weitere 2 Stunden betrieben unter Verwendung einer Beschik
kungssalzlösung, die eine große Menge an freiem Chlor
enthielt Die Produktsalzlösung enthielt 180 000 μ Quecksilber pro Liter.
Die Kathode wurde regeneriert und die Zelle 23 Stunden lang unter Verwendung einer IBeschickungs
salzlösung, die eine große Menge an freiem Chlor
enthielt, betrieben. Die Produktsalzlösung enthielt 700 μ
Quecksilber pro Liter. Die Zelle wurde weitere 23 Stunden betrieben unter Behandlung einer Salzlösung,
die einen geringen Gehalt an freiem Chlor besaß, und
so der Quecksilbergehalt der Produktsalzlösung betrug 250 μ pro Liter. Das gelöste Chlorgas hemmt offensichtlich die Quecksilberabscheidung und/oder streift das
Quecksilber von der Kathode ab.
| Tabelle V |
Anoden
material |
pH
Be schickung |
Produkt |
g/i
Cl2 in der Be schickung |
Zelltempera
tur ("Q |
Zell-
spannung |
Betriebs
stunden |
Analyse der Salzlösung
Bc- Produkt Schickung |
92 |
|
Ver
such |
Graphit | 1,7 | 6,95 | 0,003 | 60-71° | 3,0 | 20 | 4050 | 80 |
| 1 | Platin | - | - | 0,003 | 60° | 3,5 | 2 | 4050 | 180000 |
| 2 | Platin | - | - | 0,1 | 54-60° | - | 2 | 4050 | 700 |
| 3 | Graphit | 1,7 | 3,85 | 0,1 | 71° | 2,6 | 23 | 5145 | 240 |
| 4 | Graphit | 1,7 | 7,4 | 0,003 | 71° | 3,0 | 23 | 5145 | |
Im nachfolgenden wird die Wirkung der Stromdichte,
der Fließgeschwindigkeit der Salzlösung und der Temperatur auf den Grad der Quecksilbergewinnung
erläutert Die Zelle wurde etwa 400 Stunden betrieben mit einer Anode, die sich stromabwärts zur Kathode
befand. Die Stromdichte schwankte zwischen etwa 49,5
und etwa 297 A/m2 der Kathodenstirnfläche. Die
Fließgeschwindigkeit der Salzlösung schwankte zwischen etwa 3,27 und 253 kg/Mia/m2 der Kathodenstirn-
fläche. Die Temperatur der Salzlösung schwankte zwischen 373° C und 77° C Die Wirkung der schwankenden Stromdichte und der Fließgeschwindigkeit der
Salzlösung war innerhalb der festgestellten Bereiche kein statistisch wesentlicher Faktor. Die Temperaturveränderung jedoch hatte einen sehr materiellen Effekt
wie aus Fig.3 ersichtlich ist Bei niederen Temperaturen war die Quecksilberentfeniung viel wirksamer.
Beispielsweise, wenn die Zelle bei 37,8° C betrieben
wurde, enthielt die Produktsaizlösung etwas Ober 60 μ
Quecksilber pro Liter, während, wenn die Zelle bei 7 TC
betrieben wurde, die Produktsalzlösung etwa 290 μ Quecksilber pro Liter, enthielt
Die Zelle wurde 24 Stunden betrieben, wobei die
Anode stromabwärts der Kathode angeordnet war. Die Zelltemperatur wurde auf 71°C gehalten. Die Beschikkungssalzlösung enthielt 4400 μ Quecksilber pro Liter
und die Produktsalzlösung 44 μ Quecksilber pro Liter. Die Zelle wurde weitere 2S Stunden bei 26,7°C
betrieben. Die Beschickungssalzlösung enthielt 4400 μ μ Quecksilber pro Liter und das Produkt 36 μ Quecksilber
pro Liter. Beim Betreiben der Zelle mit einer Anode stromaufwärts zur Kathode hatte die Temperatur nur
eine geringe Einwirkung, wenn Oberhaupt, auf die
Ausbeute.
Salzlösungen mit geringen Quecksilbermengen können unter Verwendung der Zelle entweder mit einer
Anodenanordnung stromaufwärts oder stromabwärts zur Kathode hergestellt werden. Die Stromaufwärtsanordnung der Anode Hefen die besten Ergebnisse,
erfordert jedoch eine niedrigere Temperatur wie beispielsweise 24° C, um derartige Ergebnisse zu
erzielen. Die Stromaufwärtsanordnung der Anode ist andererseits offensichtlich temperaturunabhängig zumindest innerhalb eines Bereiches von etwa 26,7 bis
7feC.
Nachstehend wird erläutert, daß sowohl neutrale als
auch alkalische Salzlesung mit Hilfe der Erfindung behandelt werden kann. Durch die Zelle, wie sie so
vorstehend beschrieben wurde, wurde eine Salzlösung geführt, mit dem Unterschied, daß der pH-Wert wie in
nachstehender Tabelle wiedergegeben wird, eingestellt wurde.
Es wurden im wesentlichen die gleichen Ergebnisse erzielt ohne Rücksicht darauf, ob die Salzlösung sauer,
basisch oder neutral war.
60
65
| Tabelle Vl |
Dauer des
Versuchs (Std.) |
Analyse
Beschickung μ/l. Hg pH |
10,7
7,0 3,0 |
Produkt
μ/l. Hg |
PH |
|
Ver
such |
63
44 46 |
5575
5480 5480 |
24
22 24 |
10,7
8,0 7,6 |
|
|
1
2 3 |
|||||
Die in den Beispielen 10 und ? I verwendete Zelle ist
eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung und war im wesentlichen genau so wie die vorstehend
beschriebene Zelle 110 konstruiert Die Zelle enthielt eine Kathode mit einem Außendurchmesser von etwa
16,8 cm und eine Gesamtlänge von 91,4 cm, Die Wandstärke betrug etwa 3,6 cm und der Innendurchmesser etwa 9,5 cm, Die äußere Stirnfläche betrug
0,474 m2 und die innere Stirnfläche 0,269 m2. Die
Kathode bestand aus dem vorstehend beschriebenen porösen Graphit vom Typ E. Die Anode bestand aus
einem undurchlässigen Graphitstab mit einem Durchmesser von etwa 33 cm und einer Länge von etwa
85 cm. Die undurchlässige Graphitanode bestand aus dem Graphittyp HB 1-17. Der Zellkörper war ein mit
Gummi ausgekleidetes Stahlrohr mit einem Innendurchmesser von etwa 203 cm.
Fig.4 zeigt die Wirkung unterschiedlicher Fließgeschwindigkeiten der Salzlösung auf den Grad der
Quecksilberentfernung durch die rohrförmige Zelle. Die
Zelle wurde mit einer Anode, die stromabwärts zur Kathode angeordnet war, und bei etwa 26,7° C
betrieben. Die Fließgeschwindigkeiten, die angewendet wurden, betrugen etwa 3,78; 7,56 und 1134 l/Min. Die
Salzlösung hatte eine Dichte von etwa 1,1 kg/1. Um eine Salzlösung herzustellen, die weniger als 30 μ Quecksilber pro Liier der Lösung enthielt, war es erforderlich,
den Betrieb nach 24 Stunden zu beenden, wenn eine Fließgeschwindigkeit von 1134 l/Min, angewendet
wurde, während niedrige Ergebnisse bei 5 Tagen erzielt wurden, wenn eine Fließgeschwindigkeit von etwa
3,78 l/Min, angewendet wurde.
Nachstehend wird die Regenerierung einer Zelle nach einer bestimmten Betriebsdauer erläutert
Die Zelle wurde so lange betrieben bis wesentliche Mengen an Quecksilber in die Produktsalzlösung
hineinzubrechen begannen. Das Zellpotential von 4 Volt wurde umgekehrt und eine Salzlösung, die weniger als
0,003 g/l Chlor enthielt, wurde mit einer Fließgeschwindigkeit von etwa 3,4 l/Min, durch die Zelle geführt Die
Salzlösung hatte eine Temperatur von 35° C und wurde 4 Stunden lang durch die Zelle geführt Die Zelle wurde
wieder unter normalen Bedingungen betrieben, wobei sie zufriedenstellend arbeitete. Die Besphickungssalzlösung enthielt eine durchschnittliche Menge von etwa
3500 μ Quecksilber pro Liter und die Produktsalzlösung enthielt eine durchschnittliche Menge von 79 μ das
Quecksilber in die Produktsalzlösung wieder hineinzubrechen.
Die Zelle wurde wieder regeneriert nachdem das Quecksilber begann abzubrechen. Diesmal bestand die
Regenerierung darin, daß man das Potential umkehrte und eine mit freiem Chlor gesättigte Salzlösung durch
die Zelle mit einer Fließgeschwindigkeit von etwa 3,41/Min. zirkulieren ließ. Diese Salzlösung wurde direkt
aus einer QuecksilberzeÜe entnommen ohne Entchlorie
rung. Jedoch wurde die Salzlösung wieder mit Natriumchlorid gesättigt. Die Salzlösung hatte eine
Temperatur von 35° C und wurde 2Vj Stunden durch die
Zelle geführt Die Untersuchung der porösen Kathode nach der Regenerierung zeigte an, daß das Quecksilber
in zufriedenstellender Weise entfernt worden war, daß jedoch die Entfernung des Eisens unvollständig war. Die
Zelle wurde wieder normal betrieben, wobei Ouecksil-
20 Π 610
ber zufriedenstellend aus der Salzlösung entfernt wurde.
Pie Zelle wurde 70 Stunden betrieben und der Betrieb wurde abgebrochen, obgleich noch kein Quecksilber
begonnen hatte abzubröseln. Pie Produktsalzlösung enthielt eine durchschnittliche Menge von 37 μ Quecksilber
pro Liter.
Nach dem Abbröseln des Quecksilbers wurde eine Zelle dadurch regeneriert, daß der Strom umgekehrt
wurde und eine mit Chlor gesättigte Salzlösung 4 Stunden lang durch die Zelle geführt wurde. Pie
Salzlösung hatte eine Temperatur von 25,6"C. Eine
saure Lösung, die zwischen 6 und 8% HCI enthielt, wurde eine Stunde lang durch die Zelle geföhrt. Pie
Untersuchung der Kathode zeigte an, daß sowohl Quecksilber als auch Eisen auf zufriedenstellende Weise
entfernt worden waren. Anschließend wurde die Zelle 225 Stunden mit zufriedenstellendem Ergebnis betrieben.
Pie Produktsalzlösung enthielt eine durchschnittliche Menge von 19 μ Quecksilber pro Liter.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (18)
1. Verfahren zur Gewinnung eines Metalls aus
einer Spuren des Metallions enthaltenden Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Lösung in einer Elektrolysezelle elektrolysiert, während man diese Lösung durch eine poröse
Kathode zur Abscheidung des Metallions in dieser Kathode führt und das Metall von der Kathode
gewinnt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
daß man das Potential der Elektrolysezelle umkehrt und die Lösung durch die Zelle führt, wobei
sich das Metall als Salz in konzentrierterer Form wieder auflöst.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß man das Salz aus der Lösung entfernt
und zu Metall reduziert
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet da& man die Gewinnungslösung minde-
stens zweimal durch eine das Metall enthaltende poröse Kathode führt
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß man das Metall aus der porösen
Kathode verdampft
6. Verfahren nach Anspruch· 1, dadurch gekennzeichnet
daß man eine Kathode aus kohleartigem Material verwendet und zur Gewinnung des Metalls
das kohleartige Material verbrennt
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dall man eine Lösung verwendet, die
mindestens .zwei Arten von M^tallionen enthält und
die Metallionen selektiv tus dieser Lösung entfernt
8. Verfahren nach Anspruch *, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Lösung verwendet, die j5 zwischen 1000 bis 15 000 μ Spuren Metall pro Liter
enthält
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Kathode verwendet, die aus
einem porösen Material wie Graphit oder Kohle besteht.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man eine poröse Kathode verwendet,
deren Poren einen Durchmesser zwischen 0,00127 und 0,1524 em aufweisen.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine poröse Graphitkathode verwendet, die eine Porosität von 48%, einen durchschnittlichen Porendurchmesser von etwa
0,0ü58cm, eine Wasserdurchlässigkeit von etwa
126l/m2/Min. unter einem Druck von 0,35 atü
aufweist.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Lösung eine wäßrige Lösung eines Alkalimetallchlorids verwendet und freies
Chlor aus der wäßrigen Lösung abstreift bevor man dieselbe durch die Elektrolysezelle führt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Anode stromabwärts
von der Kathode anordnet. MJ
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Temperatur von etwa
15 bis etwa 38°C anwendet.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Anode stromaufwärts (,5
von der Kathode anordnet, und das an der Anode sich bildende freie Chlor aus der Salzlösung entfernt
bevor dieselbe durch die Kathode geführt wird.
16r Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Lösung verwendet,
die mindestens eines der Verunreinigungen wie Quecksilber, Kupfer, Eisen, Nickel, Blei, Vanadin
oder Mangan enthält,
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Salzlösung durch eine erste Elektrolysezelle führt, die im wesentlichen
sämtliche Eisenverunreinigungen entfernt, und dann zur Entfernung von Quecksilber durch eine zweite
Elektrolysezelle führt
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Salzlösung verwendet,
worin die Verunreinigung in Form eines Komplexions vorliegt
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