DE2320960B2 - Schildausbaugestell - Google Patents
SchildausbaugestellInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schildausbaugestell, dessen das Hangende unterfangende Kappe an einem Bruchschild angelenkt ist, der aber ein den gleichbleibenden
Abstand der Kappe vom Abbaustoß beim Stempeleinschub und -ausschub bewirkendes Lenkersystem mit der
Liegendkufe gelenkig verbunden ist, auf der sich die Stempel abstützen.
Ein Schildausbaugestell dieser Art, bei dem die
Verbindung des Bruchschildes ir>:t der Liegendschwelle
über ein als Lemniskatengetriebe ausgebildetes Lenkersystem erfolgt, ist bekannt ^mec^inisierte Abbau-Gesamteinrichtung »Tula«, Verlag Nedra, Moskau 1967,
Seite 112). Die verhältnismäßig kurze Gelenkkappe ist
hier an dem stempelunterstützten Bruchschild in einem einachsigen Gelenk mittig angeschlossen.
Es ist ferner ein Schildausbaugestell bekannt dessen von Stempel unterstützter, an seinem freien Ende die
gelenkbewegliche Hangendkappe tragender Bruchschild mittels eines Schubkolbengetriebes teleskopar'ig
verlängerbar ist, wobei zwischen dem ausfahrbaren Bruchschildteil und dem bruchseitigen Kappenende ein
hydraulischer Stützzylinder eingeschaltet ist (DE-OS 21 47 803). Mit der Einschaltung des Stützzylinders
zwischen Bruchschild und Kappe wird sichergestellt, daß ein erheblicher Teil der Stempelstützkraft über das
bruchseitige Kappenende in das Hangende eingeleitet wird, um ein planmäßiges Hereinbrechen der Hangendschichten an der Bnichkante zu erreichen.
Bekannt sind schließlich auch Ausbauböcke, bei denen am versatzseitigen Kappenende etwa kastenförmige Bruchabschirmungen, z. B. über Bolzen-Langlochverbindungen, gelenkig angehängt sind (GB-PS
10 61071). Hierbei ist es auch nicht mehr neu, die Bruchabschirmungen über Lenker zu führen (US-PS
34 83 705).
Der Schildausbau herkömmlicher Bauart erzwingt durch die Anordnung einachsiger Doppelgelenke
zwischen Liegendschwelle und Bruchschild einerseits und zwischen Bruchschild und Kappe andererseits fine
parallele Stellung zwischen Kappe und Liegendschwelle. Bei nicht bankparalleler Ausbildung des Hangenden
und Liegenden eines Flözes ergibt sich infolgedessen eine Linienberühning der Kappe mit dem Hangenden.
Hierbei kann das Hangende über H-inc Druckfestigkeit
hinaus beansprucht und verdruckt werden, was höchst
unerwünscht ist. Die durch die Stempel aufgebrachten bzwr durch das Gebirge eingeleiteten Kräfte müssen
dabei von der Schildkonstruktion aufgenommen werden,
ohne das Schäden entstehen, welche die Funktion beeinträchtigen. Infolgedessen muß die Schildkonstruktion
sehr kräftig und entsprechend aufwendig ausgeführt werden. Beim Schreiten des Schildausbaugestells
besteht außerdem die Möglichkeit, daß die Kappe mit
to ihrer einen Seite gegen die Kappe des benachbarten Schildausbaugestelles fährt, wodurch das Schildausbaugestell aus der Schreitrichtung abgelenkt wird. Sofern
diese Ablenkung durch Führung der Liegendschwelle an einer Führungsvorrichtung verhindert wird, werden
ι "> Torsionskräfte in die Schildkonstruktion eingeleitet die,
sofern diese nicht entsprechend schwer und aufwendig gebaut wird, zu Funktionsstörungen führen können.
Insbesondere dann, wenn der Bruchschild am versatzseitigen Ende einer verhältnismäßig langen, bis
zum Abbaustoß vorkragenden Kappe angelenkt wird, besteht die Gefahr, daß im Raubzustand des Schildausbaugesteiis das Anschiußgeienk zwischen Kappe und
Bruchschild unter der am Bruchschild wirkenden Bruch-Auflast nach unten durchknickt wodurch die
Kappe mit ihrem abbaustoßseitigem Ende gegen das Hangende schwenkt und durch Anschlag am Hangenden den Schreitvorgang blockieren kann. Ein Aus- oder
Durchknicken des genannten Anschlußgelenkes kann auch beim Setzen bzw. im Lastzustand des Schildaus
baugestells bei stark unebenem, mit Ausbrüchen u. dgl.
versehenen Hangendem eintreten, wodurch die Standsicherheit des Ausbaus in Frage gestellt und schädliche
Verformungskräfte in die Schildkonstruktion eingeleitet werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schildausbaugestell der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die
Schildkonstruktion den genannten schädlichen Verformungskräften entzogen und eine bessere Anpassung der
Kappe an das Hangende möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfiridungsye.näß dadurch gelöst,
daß zwischen dem Bruchschild und der hieran raumgelenkig angeschlossenen Kappe eine Richtzylindervorrichtung eingeschaltet ist.
■*5 kann sich die Kappe über das Raumgelenk in ihrer Lage
dem Verlauf des Hangenden und insbesondere der Lage der Hangendfläche gegenüber der Liegendfläche
anpassen. Da zugleich die Kappe beim Schreitvorgang seitlich einwirkenden Kräften ausweichen kann, werden
keine Drehkräfte in der senkrechten oder waagerechten Achse wirksam. Mit Hilfe des zwischen dem Bruchschild
und der Kappe eingeschalteten Richtzylinders läßt sich zugleich die Kappe in ihrer Lage halten und ein Ausoder Durchknicken des die Kappe mit dem Bruchschild
verbindenden Gelenks vermeiden.
Im einzelnen läßt sich die Anordnung in zweckmäßiger Weise so treffen, daß die Richtzylindervorrichtung
zwei beiderseits des Raumgelenkes angeordnete Richtzylinder aufweist. Bei dem erfindungsgemäßen Schild-
ausbaugestell ist außerdem die Kappe vorteilhafterweise durch zwei quer zur Schreitrichtung nebeneinanderstehende, auf der Liegendkufe stehende Stempel
abgestützt. Dies ermöglicht es, über die Kappe selbst dann, wenn diese eine verhältnismäßig große Länge
hl hat und von ihrem als Raumgelenk ausgebildeten
bruchseitigpti Bruchschild-Anschlußgelenk bis an den
Abbaustoß reicht, große Stützkräfte in das Hangende einzuleiten und zugleich die Kappe gegenüber der von
außen auf den Schild wirkenden Last in ihrer Lage zu stabilisieren.
In der Zeichnung ist ein AiisfOhrungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig, 1 ein erfindungsgemäßes Schildausbaugestell in
Seitenansicht;
Fig.2 eine Ansicht zu Fig. 1, wobei die Stempel
fortgelassen sind.
Das dargestellte Schildausbaugestell weist in bekannter Weise ein« Liegendschwelle 4 auf, an der Ober ein
Lenkersystem 6 ein Bruchschild 7 angeschlossen ist, welcher Ober ein Raumgelenk t mit der Kappe 5
verbunden ist Das Lenkersystem 6 ist in herkömmlicher Weise als Lemniskatengetriebe ausgebildet; es bewirkt
beim Ein- und Ausschub der Stempel eine gleichbleibende Entfernung der Kappe 5 vom Kohlenstoß.
Wie F i g. 2 zeigt, ist beiderseits des mittig angeordneten
Raumgelenks jeweils ein hydraulischer Richtzylinder 2 zwischen Bruchschild 7 und Kappe 5 eingeschaltet.
Die beiden Richtzylinder halten, die Kappe 5 in der jeweiligen Lage und stabilisieren außerdem die
Gelenkverbindung, insbesondere gegen Durchknicken unter der Auflast des Bruchschildes 7 oder der Kappe 5,
Die auf der Liegendschwelle 4 abgestützten Stempel
3 und 8 unterstützen einerseits den Bruchschild 7 und andererseits die Kappe 5. Die beiden Stempel 3 stehen
quer zur Schreitrichtung im Abstand nebeneinander auf
ίο der Liegendschwelle 4.
Bei der Darstellung nach Fig. 1 sind die Richtzylinder
2 fortgelassen, während in Fig.2 die Stempel 3 und 8
nicht dargestellt sind. Aus Fig.2 ist zu erkennen, daß
die Kappe 5 auch dann, wenn das Hangende 9 nicht bankparallel zum Liegenden 10 verläuft, sich vollflächig
gegen das Hangende anlegen kann, ohne daß schädliche Verformungskräfte in die Schildkonstruktion eingeleitet
werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schildausbaugestell, dessen das Hangende
unterfangende Kappe an einem Bruchschfld angelenkt ist, der ober ein den gleichbleibenden Abstand
der Kappe vom Abbaustoß beim Stempeleinschub und -ausschub bewirkendes Lenkersystem mit der
Ljegendkufe gelenkig verbunden ist, auf der sich die
Stempel abstützen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Biruchsehild (7) und der
hieran raumgelenkig angeschlossenen Kappe (5) eine Richtzylindervorrichtung (2) eingeschaltet ist
2. Schildausbaugestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtzylindervorrichtung
zwei beiderseits des Raumgelenkes (1) angeordnete Richtzylinder (2) aufweist
3. Schildausbaugestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (5) durch zwei quer
zur Schreitrichtung nebeneinanderstehende, auf der Liegendkufe stehende Stempel (3) abgestützt ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732320960 DE2320960C3 (de) | 1973-04-26 | 1973-04-26 | Schildausbaugestell |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732320960 DE2320960C3 (de) | 1973-04-26 | 1973-04-26 | Schildausbaugestell |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2320960A1 DE2320960A1 (de) | 1974-11-14 |
| DE2320960B2 true DE2320960B2 (de) | 1980-07-17 |
| DE2320960C3 DE2320960C3 (de) | 1981-08-06 |
Family
ID=5879196
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732320960 Expired DE2320960C3 (de) | 1973-04-26 | 1973-04-26 | Schildausbaugestell |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2320960C3 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2622208A1 (de) * | 1976-05-19 | 1977-12-01 | Bochumer Eisen Heintzmann | Ausbaubock |
| DE3131607A1 (de) * | 1980-08-16 | 1982-06-24 | Dowty Mining Equipment Ltd., Ashchurch, Tewkesbury,Gloucestershire | Schildausbaugestell |
| DE3118939C1 (de) * | 1981-05-13 | 1982-11-04 | Klöckner-Becorit GmbH, 4620 Castrop-Rauxel | Ausbaugestell fuer den Strebausbau im untertaegigen Grubenbetrieb |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1569822A (en) * | 1976-02-03 | 1980-06-18 | Bochumer Eisen Heintzmann | Roof-supporting frame of the caving shield type for underground workings in mines |
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|---|---|---|---|---|
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-
1973
- 1973-04-26 DE DE19732320960 patent/DE2320960C3/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2622208A1 (de) * | 1976-05-19 | 1977-12-01 | Bochumer Eisen Heintzmann | Ausbaubock |
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| DE3118939C1 (de) * | 1981-05-13 | 1982-11-04 | Klöckner-Becorit GmbH, 4620 Castrop-Rauxel | Ausbaugestell fuer den Strebausbau im untertaegigen Grubenbetrieb |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2320960C3 (de) | 1981-08-06 |
| DE2320960A1 (de) | 1974-11-14 |
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