DE2319705C3 - Geschoß für Feuerwaffen - Google Patents
Geschoß für FeuerwaffenInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrilit ein Geschoß für Feuerwaffen,
dessen Querschnittsfläche geringer ist als die Bohrung des Laufs der Waffe, mit einem das Geschoß
umgebenden, mehrteiligen Treibspiegel, dessen einzelne Teile im Lauf der Waffe durch eine Halteeinrichtung
zusammengehalten sind.
Aus der DE-OS 20 39 719 ist ein Treibspiegelgeschoß bekannt, d3s mit einem geteilten Treibspiegel und einem
mehrteiligen Mitnahmeglied versehen ist. Zur Halterung des Treibspiegels im Rohr wird ein Band
verwendet, das dk Teile des Treibspiegels im Rohr zusammenhält und sich hinter der Mündung des Rohres
öffnet.
Aus der US-PS 24 23 453 ist es bekannt, das Geschoß mit einer gepreßten Pulvermasse zu umgeben, die aber
ihrerseits mit einem Mantel aus Papier, Pappe oder Metall umschlossen ist.
Die US-PS 29 98 778 beschreibt ein Treibspiegelgeschoß
mit einem geteilten Treibspiegel, der innerhalb des Rohres durch einen verbrennbaren Magnesiumring
zusammengehalten wird.
Aus der US-PS 33 96 658 schließlich ist eine hüllenlose Patrone bekannt, bei der die aus einer
gepreßten Pulvermasse bestehende Treibladung das Geschoß teilweise umgibt.
Die bekannten Vorschläge haben somit den Nachteil, daß zur Halterung des Treibspiegels ein besonderes,
zusätzliches Element erforderlich ist.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die Anordnung des Treibspiegels am Geschoß
so zu gestalten, daß eine derartige zusätzliche Halteeinrichtung wegfällt.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Halteeinrichtung aus einer gepreßten Pulvermasse
besteht, das gleichzeitig einen Teil der Treibladung für das Geschoß bildet.
Eine beispielsweise Ausführungsfon.i der Erfindung
wird nachfolgend anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert, in der
F i g, I im Schnitt eine gehäusclose Patrone mit einem
Geschoß zeigt.
Fig.2 zeigt eine Stirnansicht der Patrone nach Fig.l.
Die in Fig.l gezeigte Patrone besteht aus einem nadeiförmigen Geschoß 1, einer sogenannten Fleschette,
das mit einer Aussparung 7 für die Aufnahme eines Treibspiegels 2 sowie mit einer Rippe 4 versehen ist.
Der Treibspiegel besteht aus zwei oder mehr Teilen,
die zu einer Einheit vereinigt sind, die einer ringförmigen Scheibe ähnlich ist, deren innerer Teil in die
Aussparung 7 des Geschosses 1 einsteckbar ist. Der Treibspiegel 2 besteht z.B. aus Metall oder einer
Metall-Legierung, beispielsweise Stahl oder Messing, und die äußere Zylinderfläche 8 muß auf Feinheit und
ίο genaues Maß entsprechend der Forderung nach
Erzielung einer vollständigen Abdichtung gegen die Innenwand der Bohrung der Waffe oberflächenbearbeitet
sein. Der Treibspiegel 2 hat eine ringförmige Aussparung 6, die sich durch sämtliche Teile hindurch
erstreckt, aus denen der Treibspiegel zusammengesetzt ist. Bei dem in F i g. 1 dargestellten Beispiel sind die
Teile, aus denen der Treibspiegel zusammengesetzt ist, mit Hilfe einer Halteeinrichtung aus einer gepreßten
Pulvermasse 3 zusammengehalten, die gleichzeitig die Treibladung der Patrone bildet Am hinteren Ende der
Patrone ist in bekannter Weise eine Dichtungsscheibe 5 vorgesehen, die aus einem brennbaren Material
hergestellt sein kann, das jedoch langsamer brennen soll als die Pulverladung, da die Dichtungsscheibe 5 ihre
abdichtende Funktion während der ganzen Zeit beibehalten soll, in der die Pulverladung brennt.
Die in F i g. 1 gezeigte Patrone ist also nicht mit einer außerhalb des Geschosses 1 liegenden Hülse versehen,
sondern der Treibspiegel ist durch die gegossene oder verdichtete Pulvermasse zusammengehalten. Eine Patrone
dieses Typs ist in der Herstellung billiger als eine
Patrone mit Gehäuse und außerdem leichter.
Fig.2 zeigt eine Stirnansicht des Geschosses 1 mit
dem Treibspiegel 2, der in dem dargestellten Fall in drei Teile 2a, 2b und 2c unterteilt ist, die derart angeordnet
sind, daß sie mit gutem Sitz aneinander passen.
Wenn die Patrone abgefeuert werden soll, wird diese in bekannter Weise in die Patronenkammer der Waffe
eingelegt, und anschließend wird die Treibladung gezündet.
Wenn die Treibladung gezündet wird, brennt sie ab und in der Patronenkammer entwickeln sich Verbrennungsgase,
die einen hohen Druck erzeugen. Wegen des Verschlusses der Waffe am hinteren Laufende können
diese Verbrennungsgase nicht rückwärts entweichen, sondern üben auf den Treibspiegel 2 und das Geschoß 1
einen Druck aus, der bewirkt, daß das Geschoß 1 mit dem Treibspiegel 2 zusammen durch die Bohrung des
Laufes der Waffe hindurchgetrieben und dabei erheblieh beschleunigt worden und an der Mündung der
Waffe eine Geschwindigkeit von ca. 1000 bis 1500 m/s
erreichen.
Wenn das Geschoß die Mündung erreicht, ist die Treibladung vollständig verbrannt, und dies bedeutet,
daß der in F i g. I gezeigte Treibspiegel 2 durch die Treibladung nicht mehr zusammengehalten wird,
sondern seine Teile 2a, 2b und 2c sich voneinander trennen können. Dies geschieht, wenn das Geschoß 1
die Mündung der Waffe verläßt, indem die Teile 2a, 2b und 2c des Treibspiegels von dem Geschoß 1 durch die
aus der Bohrung austretenden Pulvergase fortgeblasen werden. Die Teile des Treibspiegels werden durch den
Luftwiderstand verzögert und fallen zu Boden, während das Geschoß 1 seine Flugbahn allein fortsetzt. Durch die
Rippen 4 wird das Geschoß in seiner Flugbahn stabilisiert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:!.Geschoß for Feuerwaffen,dessen Querschnittsfläche geringer ist als die Bohrung des Laufs der Waffe, mit einem das Geschoß umgebenden, mehrteiligen Treibspiegel, dessen einzelne Teile im Lauf der Waffe durch eine Halteeinrichtung zusammengehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (3) aus einer gepreßten Pulvermasse besteht, die gleichzeitig einen Teil der Treibladung für das Geschoß bildet.Z Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibspiegel ein ringförmiges U-Profil aufweist, das sich über alle den Treibspiegel bildenden Teile erstreckt.
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