DE2319561C2 - Vorrichtung an einem Schiebedach - Google Patents
Vorrichtung an einem SchiebedachInfo
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- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B7/00—Roofs; Roof construction with regard to insulation
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung an einem Schiebedach, insbesondere für Atriumhöfe, das
an jeder von zwei gegenüberliegenden Seiten auf Tragrollen aufgesetzt ist, die auf Achszapfen gelagert
sind und bei der zur seitlichen Führung des Schiebedaches um im wesentlichen vertikale Achsen rotierbare
Stützrollen vorgesehen sind, die an angrenzenden, im wesentlichen vertikalen Laufflächen abgestützt sind.
Eine Vorrichtung dieser Art ist bekannt aus der DE-PS 5 66 844. Bei dem bekannten Schiebedach sind
an zwei gegenüberliegenden Seiten zwei Gruppen von Rollen angeordnet, nämlich um waagerechte Achsen
umlaufende Tragrollen, welche die senkrecht wirkende Last des Schiebedaches aufnehmen, und um senkrechte
Achsen umlaufende Stützrollen, welche die Seitenkräfte aufnehmen. Die bekannte Vorrichtung zum Abstützen
und Führen eines Schiebedaches hat den Nachteil, daß die Tragrollen und die Stützrollen an zwei getrennt
voneinander angebrachten Achsen gelagert sind, so daß der Montageaufwand zum Befestigen und Ausrichten
der Tragrollen und der Stützrollen relativ groß ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Abstützen und Führen
eines Schiebedaches zu schaffen, die mit geringem Aufwand an Mühe und Material und wenig Raum
beanspruchend montiert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stützrollen in axialen Endauskehlungen der
Achszapfen für die Tragrollen angeordnet und ihre im wesentlichen vertikalen Achsen von die Achszapfen
durchsetzenden Querzapfen gebildet sind, wobei die Stützrollen jeweils mit einem Teil ihres Umkreises über
die Enden der Achszapfen hinausragen.
Weitere Ausbildungen der Vorrichtung nach der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung an einem Schiebedach hat den Vorteil, daß für das Ausrichten und
Befestigen der Stützrollen kein besonderer Aufwand notwendig ist, weil bereits beim Ausrichten und
Befestigen der Achszapfen für die Tragrollen die Stützrollen mit ausgerichtet und befestigt werden. Diese
Abstütz- und Führungsvorrichtung für Schiebedächer läßt sich preiswert herstellen und mit geringem
Aufwand montieren und ist in hohem Maße betriebssicher. Die relativ kleinen Stützrollen geben einem
insbesondere für Atriumhöfe bestimmten Schiebedach eine völlig ausreichende seitliche Führung. Dabei
können die Stützrollen auf vertikalen Stegen eines Schiebedachrahmens ablaufen.
In der folgenden Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die
Zeichnung näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch den Rahmen eines Schiebedaches sowie durch die Stütz- und Führungsvorrichtung
des Schiebedaches und
Fig.2 eine Ansicht nach der Schnittlinie H-II in Fig. 1.
In F i g. 1 ist ein U-Träger dargestellt, der eine Seite eines viereckigen Rahmens eines Schiebedachs bildet
Der vertikale Steg des U-Trägers bildet eine vertikale Lauffläche 10 für Stützrollen 20, während der obere
horizontale Flansch des U-Trägers eine Lauffläche 27 für Tragrollen 24 bildet An diesem Rahmen ist eine
nicht dargestellte Dachabdeckung, beispielsweise aus Kunststoff, befestigt. Um die mit dem Schiebedach zu
bedeckende Dachöffnung herum ist eine Zarge 11 angeordnet. Zwischen dem Schiebedach und der Zarge
11 ist eine nicht dargestellte Dichtungsvorrichtung angeordnet. Längs zweier gegenüberliegender Seiten
der Zarge 11 sind im gegenseitigen Abstand eine Zahl von Winkelstücken 12 befestigt. Der hochstehende
Schenkel eines jeden Winkelstücks 12 ist an seinem oberen Ende mit einem Schlitz 13 versehen. In diesem
Schlitz 13 ist ein Achszapfen 14 mittels einer Schraube 15 befestigt, die in ein Ende des Achszapfens 14
eingeschraubt ist, wobei zwischen dem Schraubenkopf und dem Winkelstück 12 eine Scheibe 16 angebracht ist.
Der Achszapfen 14 ist mit planen Flächen 17 verschiebbar im Schlitz 13 geführt und läßt sich mittels
der Schraube 15 in gewünschter Verschiebungslage im Schlitz 13 feststellen.
Am äußeren Ende des Achszapfens 14 ist zur Aufnahme der Stützrolle 20 eine axiale Auskehlung 18
vorhanden, die diametral von der einen Seite des Achszapfens 14 zu seiner gegenüberliegenden Seite hin
verläuft. Im rechten Winkel zur Auskehlung 18 ist eine Bohrung 19 vorgesehen, in die ein Querzapfen 21 zur
drehbaren Lagerung der Stützrolle 20 eingeführt ist. Die Bohrung 19 verläuft diametral durch den Achszapfen 14.
Zwischen einem Endflansch 22 des Achszapfens 14 und dem Winkelstück 12 ist auf dem Achszapfen 14 eine
dünne Hülse 23 angeordnet, auf der die Tragrolle 24 gelagert ist. Die Tragrolle 24 ist zwischen dem Flansch
22 und einer Lagerscheibe 25 axial geführt. Die Lagerscheibe 25 weist einen in den Schlitz 13
eingreifenden Vorsprung 26 auf und ist dadurch daran gehindert, mit der Tragrolle 24 zu rotieren. Die
Tragrolle 24 und die Lagerscheibe 25 bestehen beide aus Kunststoff, beispielsweise Azetatplast. Das Schiebedach
ist mit der Lauffläche 27 an der Unterseite des oberen Flansches des U-Trägers auf die Tragrollen 24
aufgesetzt. Es sind mehrere Tragrollen 24 im Abstand zueinander längs gegenüberliegender Seiten der Dach-
öffnung angeordnet, wobei ein Teil der Tragrollen 24
vom Schiebedach bedeckt sind. Die Reihen von Tragrollen 24 sind über das eine Ende der Dachöffnung
hinaus soweit verlängert, daß das Schiebedach die Dachöffnung ganz freilegen kann, indem es auf die
verlängerte Rollenbahn gerollt wird.
Die Stützrollen 20 wirken mit dem Steg des U-Trägers des Dachrahmens zusammen, der eine
"ertikale Lauffläche 27 bildet Hierdurch wird das Schiebedach seitlich so geführt, daß es nur in gewissen
Grenzen die Möglichkeit hat, von seiner geradlinigen Bahn abzuweichen. Selbstverständlich muß im Hinblick
auf Ungenauigkeiten der Konstruktion des Schiebedaches ein gewisser Spielraum zur Seite hin zugelassen
werden.
Die gezeigte und beschriebene Vorrichtung ermöglicht vorteilhafte Materialkombinationen, ohne daß
hierdurch die Lagerungs- oder Korrosionseigenschaften beeinträchtigt zu werden brauchen. Somit können die
Stützrollen 20 und die Querzapfen 21 aus säurefestem, rostfreiem Stahl gefertigt sein, wobei die Stützrollen 20
dadurch drehfest auf den Querzapfen 21 sein können, daß diese mit Preßsitz in die Stützrollen 20 eingetrieben
sind. Die Querzapfen 21 sind drehbar in den Bohrungen 19 gelagert. Der Achszapfen 14 kann aus Messing
bestehen, so daß er gut als Lager für den Qusrzapfen 21 geeignet ist. Da Messing jedoch der Korrosionsgefahr
wegen nicht ganz befriedigend ist, ist die Hülse 23 auf dem Achszapfen 14 angebracht Diese Hülse 23 kann
aus säurefestem, rostfreiem Stahl gefertigt sein. Dadurch hat sie gute Korrosionsbeständigkeit und
bildet ein zufriedenstellendes Lager für die Tragrolle 24. Dadurch, daß die Hülse 23 die Enden der Bohrung 19
verschließt besteht keine Gefahr, daß die Tragrolle 24 bei ihrer Rotation an den Endkanten der Bohrung 19
verschleißt Hierdurch wird die Benutzung von hochwertigem, rostfreiem Stahl wesentlich begrenzt. Gleichzeitig
ergibt sich eine Materialkombination, bei der keine Gleitung zwischen aus ein und demselben
Material bestehenden Flächen vorkommt
Beim Ausführungsbeispiel sind die Tragrollen 24 und die Stützrollen 20 ortsfest angeordnet und diese Rollen
wirken mit den Laufflächen des Schiebedaches zusammen. Eine umgekehrte Ordnung ist jedoch möglich, so
daß die Trag- und Stützrollen am Schiebedach angebracht sind, während die Laufflächen ortsfest
angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung an einem Schiebedach, insbesondere
für Atriumhöfe, das an jeder von zwei gegenüberliegenden Seiten auf Tragrollen (24)
aufgesetzt ist, die auf Achszapfen (14) gelagert sind,
und bei der zur seitlichen Führung des Schiebedaches um im wesentlichen vertikalen Achsen rotierbare
Stützrollen vorgesehen sind, die an angrenzenden, im wesentlichen vertikalen Laufflächen (10)
abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrollen (20) in axialen Endauskehlungen
(18) der Achszapfen (14) angeordnet und ihre im wesentlichen vertikalen Achsen von die Achszapfen
(14) durchsetzenden Querzapfen (21) gebildet sind, wobei die Stützrollen (20) jeweils mit einem Teil
ihres Umkreises über die Enden der Achszapfen (14) hinausragen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß um jeden Achszapfen (14) eine Hülse
(23) fest angebracht ist, die die Endauskehlur.g (18) und eine zur Aufnahme des Querzapfens (21)
angeordnete, diametrale, durch den Achszapfen (14) geführte Bohrung (19) umschließt
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Achszapfen (14) aus Lagermaterial,
zum Beispiel Messing, besteht, während die Stützrolle (20) und der Querzapfen (21) sowie die Hülse (23)
aus hochwertigem, rostfreiem Stahl bestehen.
30
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