DE2318650A1 - Verfahren zur herstellung von deacetylcephalosporin c - Google Patents
Verfahren zur herstellung von deacetylcephalosporin cInfo
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Description
DR.-ING. VON KREISLER DR.-ING. SCHON WALD DR.-ING. TH. MEYER DR.FUES DIPL.-CHEM. AL EK VON KREISLER
DIPL.-CHEM. CAROLA KELLER DR.-ING. KLÖPSCH DIPL.-ING. 5ELTING
KÖLN 1, DEICHMANNHAIJS
Köln, den 12.April 3
K3 /Ax/Bt
TAKE)DA CHEMICAL INDUSTRIES, Ltd.,
27, Doshomachi 2-chome, Higashi-ku, Osaka, Japan
Verfahren zur Herste]Dung von Deacetylcephalosporin C
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur fermentativen / Herste]3ung von Deacety]cephalosporin C (nachstehend auch
kurz a]s DCPC bezeichnet).
Die von DCPC abgeleiteten Cephalosporinverbindungen, z.B.
Cephalothin und Cephaloridin, sind klinisch hochgeschätzt
als Antibiotika, die gegen Infektionen mit grampositiven oder gramnegativenBakterien, insbesondere gegen Krankheiten
wirksam sind, die von Bakterien, die Resistenz gegen verschiedene Antibiotika erworben haben, verursacht v/erden.
Deacety]cephalosporin C ist sehr wichtig als Ausgangsmaterial
für die Synthese solcher Cephalosporinverbindungen. Neue Cephalosporinderivate, z,B. J-Forrnylcephalosporinderivate
wie 3-Formy] -7-phenyl acetylamido-ceph-2~ein~4-carbonsäure
und 3-Pormyl •^-phenylacetyjarniöo-ceph-^-err.-^-
carbonsäure leiten sich ebenfalls von DCPC ab. Ferner ist das DCPC wertvoll als Ausgangsmater·iaj in der Synthese von
3-Chloraeetoxyrnethyl -cephalosporind erivaten oder 3 "Met h oxymethyl-cephalosporin
C. Mit der Ausnutzung von DCPC alt Ausgangsmaterial für die Synthese der verschiedemsten
J-substituierten Cephal osporinverblndungen ist somit me>ir
denn je zu rechnen.
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Bisher wurde DCPC durch enzymatische Deacetylierung von
Cephalosporin C (nachstehend auoh kurz als CPC bezeichnet)
hergestellt, das durch Fermentation beispielsweise'unter
Verwendung von Cephalosporium acremonium CMI-49137 oder seines
Mutanten 8650(ATCC-]45J3)hergestel1t wird. Die enzymatische Deacetylierung wird durch Behandlung von CPC mit
einem Enzym durchgeführt, das durch einen Mikroorganismus, der beispielsweise zur Gattung Streptomyces oder Bacillus
gehört, gebildet wird (beschrieben in der USA-Patentschrift
5 304 2^6). Diese Verfahren haben jedoch bei der großtechnischen
Durchführung den Nachteil, daß zwei Fermentationsstufen, nämlich die Herstellung von CPC und die
Deacetylierung des hierbei gebildeten CPC, notwendig sind..
Es wurde zwar berichtet, daß eine Spurenmenge von DCPC in dem bei der CPC-Fermentation erhaltenen Kulturmedium gefunden
wird, jedoch ist klar zu stellen, daß das DCPC durch nicht-enzymatische Hydrolyse von CPC gebildet wird (F.M.
Huber und Mitarbeiter, Applied Microbiology 1_6 (3968),
1011-1014). Um DCPC direkt in großer Menge herzustellen,
ist es somit notwendig, das Problem von einer von dem bekannten Verfahren völ1 ig verschiedenen Konzeption aus anzugehen.
In v/eiteren umfassenden Untersuchungen der Anmelderin wurde nun gefunden, daß gewisse Mikroorganismen, die zur
Gattung Cephalosporium gehören, DCPC im Kulturmedium in
großer Menge direkt zu bilden vermögen.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäß die Herstellung von
DCPC nach einem großtechnisch vorteilhaften Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man einen Mikroorganismus
der zur Gattung Cephalosporium gehört und Deacetylcephalosporin
C direkt zu bilden vermag, in einem Kulturmedium
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— 75 "·
züchtet, bis DCPC in wesentlicher Menge angehäuft worden ist, und das angehäufte Deacety]cephalosporin C aus dem
Kulturmedium isoliert.
Die Mikroorganismen, die für die Zwecke der Erfindung verwendet werden können, werden aus der Gattung Cephalosporlum
ausgewählt und vermögen DCPC direkt zu bilden. Diese Mikroorganismen können von natürlichen Quellen isoliert und von
den KuItursammelInstituten bezogen werden. Ferner können
beliebige Mutanten, die künstlich durch mutagene Behandlungen
aus CPC-bildenden Stämmen induziert werden können, verwendet werden, so lange sie die vorstehend genannte
Fähigkeit erworben haben.
Zur Feststellung, ob ein Mikroorganismus DCPC zu bilden
vermag, eignet sich beispielsweise die folgende Methode:
Bekanntlich hat Alcaligenes faecal is ATCC-8750 nur eine
geringe Empfindlichkeit gegenüber DCPC, jedoch eine hohe Empfindlichkeit gegenüber CPC. Andererseits wird sowohl
CPC als auch DCPC durch Cephalosporinase leicht zersetzt,und
dann läßt sich daraus, ob ihre UV-Absorptionen bei 260m/U
verschwunden sind oder nicht, leicht feststellen, ob sie
zersetzt worden sind oder nicht. Der gewünschte Stamm, der DCPC zu bilden vermag, kann daher durch Auswahl beliebiger
Mikroorganismen erhalten werden, die eine Substanz, die sehrschwäcbe Aktivität gegen Alcaligenes faecal is ATCC-8750
zeigt, deren UV-Absorption bei 260m/U jedoch bei Behandlung
mit Cephalosporinase verschwindet, zu synthetisieren vermögen. Forner können DCPC-bildende Stämme durch Prüfung der
Elektrophoregramme ihrer Kulturmedien identifiziert werden.
Wenn beispielsweise eine solche Kulturprobe der Elektrophorese
beispielsweise auf Filterpapier Toyo Nr. 51A (Toyc
Kagalcu Sangyo Co. Ltd.) in einem Phosphatpuffer (pH 6,5;
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1/5 M) bei einem Spannungsgradienten von 45 V/cm für
1,5 Stunden unterworfen wird, ist DCPC durch die UV-Absorption
nachzuweisen, d.h. CPC und DCPC ergeben unter UV-Licht
getrennte Flecken. Es ist demzufolge möglich, die selektive Bildung von DCPC im Kulturmedium eines DCPC-bildenden
Stammes zu identifizieren.
Als typische Beispiele von Mikroorganismen, die sich für
die Zwecke der Erfindung eignen, sind Cephalosporium
acremonium C-I28, Cephalosporium acremonium Nr. 1J2 und
Cephalosporium sp. C-28 zu nennen. Sie bilden im wesentlichen
kein CPC oder nur eine geringe Menge CPC, die aus dem Endprodukt, d.h. DCPC, ohne ein spezielles Trennverfahren
entfernbar ist. Von diesen Mikroorganismen v/erden zweckmäßig Cephalosporium sp. C-28 und Cephalosporium
acremonium Nr. 132 für. die Zwecke der Erfindung verwendet.
Cephalosporium sp. C-28 ist beim Institute for Fermentation,
.Osaka, Japan, unter der Zugangsnummer IFO-95J7 und
beim Fermentation Research Institute, the Agency of Industrieal Science and Technology, Chiba, Japan unter der
Zugangsnummer Ferm-P Nr. 14^0 hinterlegt. Bei der American
Type Culture Collection, Maryland, USA, sind Cephalosporium sp. C-28 unter der Nummer ATCC-20570 und Cephalosporium
acremonium Nr. I32 unter der Nummer ATCG-20371 hinterlegt.
Cephalosporium sp. C-28 hat die folgenden mikrobiologischen
Eigenschaften:
I) Eigenschaften auf Agar-Medien
1) Malzextrakt-Agar
schlechtes Wachstum, Oberfläche unregelmäßig faltig,
farD-los bis hellbraun. Rückseite der- Kolonie ist farblos
bin heJlbraun. Luftmycel spärlich. Lösliches Pigment
wird nicht gebildet.
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2) Kartoffel-Glucose-Agar
sch3 echtes Wachstum, begrenzt und erhaben, färb]os bis
hellbraun. Rückseite ist farblos bis hellbraun. Spärliches Luftmycel. Kein lösliches Pigment.
3) Hafermehl-Agar
Wachstum mäßig, diffus, farblos. Rückseite ist farblos.
Luftmycel spärlich. Keine Bildung von löslichem Pigment.
4) Glucose-BouDlon-Agar
mäßiges Wachstum, diffus, farblos bis hellbraun. Rückseite
ist farblos bis hellbraun. Luftmycel spärlich. Kein lösliches Pigment.
II . Mikroskopische Merkmale
Lufthyphen 1,5 bis J>,Oax breit, verzweigt und glasklar.
Konidiophoren richten sich von Lufthyphen oder vegetativen Hyphen im rechten Winkel auf, J5O bis 70/U lang und 1,5 bis
2,0/U breit. Eine Masse von Konidien von 8 bis 14/u Durchmesser
bildet sich an der Spitze. Die Konidien sind elliptisch,
an jedem Ende etwas spitz, einzellig, glasklar, 2 bis J) Ai mal 8 bis 13/U.
Auf Malzextrakt-Agar, Kartoffel-Glucose-Agar und Hafermehl Agar
ist nur reduzierte Konidienbildung festzustellen. Auf
Glucose-Bouillon-Agar ist die Entwicklung von Konidien
reichlich.
Die Mutanten, die für die Zwecke der Erfindung geeignet sind, können beispielsweise von Cephalosporium polyaleurum
Y-5O5 (ATCC-2O3i6O; Ferm.Pr-Nr.3l6O) oder Cephal osporiurn sp.
ATCC-]4553, die beide CPC-bilderide Stämme sind, erhalten
werden. Zur Gewinnung des gewünschten Mutanten können beliebige physikalische oder chemische Behänd!ungen, die für
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die kUristJiche Mutation von Mikroorganismen üblich sind,
z.B. UV-Bestrahlung oder Behandlung mit geeigneten Chemikalien
wie Natriumnitrit oder N-Methyl -N'-nitro-N-nitrosoguanidin,
angewandt werden.
Von Cephalosporin acremonium ATCC-I4$53 abgeleitetes
Cephalosporium acremonium Nr. 132 hat die gleichen mikrobiologischen
Merkmale wie Cephalosporium acremonium ATCC-34553-■
:
Der Mikroorganismus kann auf einem festen oder einem flüssigen
Medium gezüchtet werden. Für die Großherstellung ist
die Verwendung eines flüssigen Mediums zu empfehlen. Bei Verwendung des flüssigen Mediums kann die Kultivierung
unter aeroben Bedingungen unter Schütteln oder Rühren durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäß verwendete Nährmedium enthält Quellen
von assimilierbarem Kohlenstoff, Quellen von verwertbarem Stickstoff, anorganische Salze und Stimulationsfaktoren.
Für die Zwecke der Erfindung eignen sich beliebige Kohlenstoff
quell en, z.B. Glucose, Saccharose, Stärke, lösliche Stärke, Endmelasse, η-Paraffine, Essigsäure, Äthanol, Glycerin
und Sorbit.
Als Stickstoffquell en eignen sich für die Zwecke der Erfindung
beispielsweise Naturprodukte oder ihre verarbeiteten Materialien (z.B. Pepton, Fleischextrakt, Kasein,
Maisquellwasser, entfettetes Sojabohrienmehl. Trockenhefe,
Hefeextrakt, Sojabohnenmehl, Baumwol 1 saatmehl, Reiskleie
und Weizenkleie), Ammoniumsalze von organischen Säuren
(z.B. Ammoniumsuccinat, Ammoniumtartrat und Ammoniumacetat), anorganische Stickstoffverbindungen (z.B. Armnoniumchlprid,
Ammoniumsulfat und Ammoniumphosphat) und organische Stickstoffverbindungen (z.B. Harnstoff).
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Als anorganische S-J ze können für die Zwecke der Erfindung
beispie]sweise Meta]1 sal ze wie Sulphate, Nitrate, Chloride,
Carbonate und Phosphate von Kalium, Magnesium und Calcium verwendet werden.
Als " Stimulationsfaktoren eignen sich für die Zwecke der
Erfindung beispielsweise Methionin, Cystein, Cystin, Thiosulfat,
Methyl öl eat und Specköl. Von diesen Faktoren fördert Methionin hervorragend das Bildungsvermögen für
DCPC.
Die Methioninmenge im Nährmedium beträgt vorzugsweise 0,05
bis J>,0%, insbesondere 0,1 bis 2,0 % (Gew./Vo].). Das
Methionin ist sowohl in der D-Porm als auch in der L-Form für die Produktion von DCPC wirksam.
Die Kultivierungsbedingungen, z.B. die Temperatur, der pH-Wert des Mediums und die Kultivierungsdauer, werden in geeigneter
Weise so gewählt, daß der verwendete Mikroorganismus DCPC maximal anhäufen kann. Beispielsweise wird die
Kultivierung vorteilhaft bei einer Temperatur von 15° bis 45°C, vorzugsweise l8° bis 380C, und bei einem pH-Wert von
2 bis 10, vorzugsweise von 4 bis 9> für eine Zeit von 10
bis 560 Stunden, vorzugsweise 96 bis 240 Stunden durchgeführt.
Die Abtrennung von DCPC vom Kulturmedium erfolgt zweckmäßig
nach üblichen Methoden, z.B. durch Filtration des Kulturmediums,
Waschen der Zellen mit Wasser und Isolierung von DCPC vom Gemisch des Filtrats mit der Waschflüssigkeit. Zur
Reinigung des angehäuften DCPC von der das DCPC enthaltenden Flüssigkeit können beliebige bekannte Methoden angewandt
werden. Geeignet sind beispielsweise die Chromatographie
an Harzen oder Aktivkohle und die Gelfiltration.
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Beispielsweise wird Penicil]inase zum Fi] trat gegeben, urn
das Cepha]osporin N zu zersetzen. Das Fi] trat wird auf eine
Säu]e eines schwach-basischen Ionenaustauscherharzes aufgegeben, an dem DCPC adsorbiert wird. Das adsorbierte DCPC
wird mit einem geeigneten Lösungsmitte], z.B. einer Ammoniumacetatpufferlösung,
eluiert, und die das DCPC enthäutende Fraktion wird aufgefangen. Die DCPC-Fraktion w.ird
unter vermindertem Druck eingeengt und zur Adsorption des DCPC auf eine Aktivkoh]ensäu3e aufgegeben. Nach einer Wäsche
mit Wasser wird DCPC mit einem geeigneten Lösungsmitte], z.B. einem Gemisch von Aceton und Wasser im Volumenverhältnis
von ]:], eluiert. Die DCPC-entha]tende Fraktion wird aufgefangen und unter vermindertem Druck eingeengt, worauf
Aceton im Überschuß zugesetzt wird. Auf diese Weise wird ein rohes Pulver von DCPC erhalten.
Gegebenenfalls können einige Stufen dieses Verfahrens wiederholt
werden. Abschließend wird NaOH-Lösung der Fraktion zur Neutralisation zugesetzt. Dann wird Äthanol zugegeben,
wodurch das Natriumsalz von DCPC in Kristall form abgetrennt werden kann.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert.
Hierin verstehen sich die Teile als Gewichtsteile, falls nicht anders angegeben. Gewichtsteile verhalten sich
zu Raumteilen wie Gramm zu ml. Die Prozentsätze beziehen
sich auf Gewicht/Volumen ( g/]00 ml), falls nicht anders
angegeben.
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Beispie] 3
In einen Fermenter mit einem Fassungsvermögen von 2000 Räumte!]
en werden 500 Raumtei3e eines Impfkulturmediums gegossen, das 3,0$ Saccharose, 1,5$ F]eischextrakt, 0,5$
Maisque]]wasser und 0,3 5$ CaCO-, enthä]t. Nach der Sterilisation
wird das Medium mit Cepha]osporium sp. C-28 (ATCC-20570)
geimpft. Das geimpfte Medium wird 72 Stunden 'bei 280C unter Schütte]η bebrütet.
In einen Fermentationstank mit einem Fassungsvermögen von
50 000 Raumtei3en werden JO 000 eines Fermentationsmediums
gegossen, das 3,0$ Saccharose, 3,2$ rohes Sojabohnenmehl, '
0,5$ DL-Methionin und 0,3 5$ CaCO-, enthä3t. Das Medium wird
dann steri3isiert und geküh3t. Es wird aseptisch mit der oben genannten Impfku3tür geimpft und bei 280C unter Rühren
und Belüften (3 00$ V/V Luft pro Minute; 200 UpM) bebrütet.
Nach 332 Stunden wird das Ku3turmedium fi3triert. Hierbei
werden 26 000 Raumtei3e Fi3trat erhalten. Der Geha3t an
CPC und DCPC im Filtrat wird nach dem fo3genden Prinzip und nach der fo3genden Methode bestimmt:
Wenn CPC und.DCPC der E3ektrophorese unter den oben beschriebenen
Bedingungen unterworfen werden, wandern sie etwa 3 5 cm bzw. 3 7 cm zur Anode. Nach der E]ektrophorese
werden die CPC- und DCPC-Zonen des Fi3terpapiers ausgeschnitten und getrennt mit Wasser extrahiert. Die Extrakte
werden dann auf Extinktionen bei 260 rn/u untersucht. Aus den hierbei ermittelten Extinktionen wird festgeste3 3t, daß
das Fi]trat 1900 /ug DCPC/ml und keine Spur von CPC enthält.
Zu 26 000 Raumteilen des vorstehend genannten Filtrats wird
Penici]]inase (Herste!ler Schwarz/Mann Biochemicals) gegeben,
um Cephalosporin N vollständig zu zersetzen. Unmitte3
bar anseh.3 ießend wird das Fi3trat auf eine Säu3e des Ionenaustauscherharzes
"Amber3ite IRA-9OO" (Acetatform, Rohm &
Haas Co.) aufgegeben, an der das DCPC adsorbiert wird. 309844/1053
- ίο -■
Das adsorbierte DCPC wird mit Ammoniumacetatpuffer (pH 5,0;
0,2 mo]ar) eluiert. Die das DCPC enthaltende Fraktion wird
aufgefangen. Sie wird unter vermindertem Druck auf IJ 000
Raumtei3e eingeengt. Das Konzentrat wird mit einer ■Raumströmungsgeschwindigkeit
von 1,0/Stunde durch eine Säule geleitet, die mit ]800 Raumteilen chromatographischer Kohle
gefüllt ist.(hergestellt durch Verkohlung von Sägemehl und
anschließende Aktivierung mit Wasserdampf; Korngröße etwa
0,42 mm, Oberfläche l460 m2/g). Die Säule wird mit Wasser
gewaschen, worauf das adsorbierte DCPC mit 9000 Raumteilen 50$igem wässrigem Aceton eluiert wird. Die DCPC-Praktionen
werden zusammengegossen und unter vermindertem Druck eingeengt, worauf Aceton im Überschuß zugesetzt wird. Hierbei
wird rohes pulverförmiges DCPC erhalten. Das rohe Pulver
wird in Wasser gelöst, am Ionenaustauscherharz Dowex 1x2
(Acetatform, Dow Chemical Co.) adsorbiert und mit 1000 Raumteilen
des oben genannten Ammoniumacetatpuffers eluiert. Das Eluat wird in der gleichen Weise wie bei der vorstehend
beschriebenen Behandlung durch eine Säule geleitet.
Die DCPC-Fraktionen werden zusammengegossen und unter vermindertem
Druck eingeengt. Nach Neutralisation des Konzentrats
mit NaOH-Lösung v/ird Äthanol in einer solchen Menge
zugesetzt, daß die Konzentration 70 Vol.-% beträgt, wobei
das Natriumsalz von DCPC in Kristallform ausgefällt wird. Die Kristal Je werden abfiltriert und getrocknet, wobei
13,0 g Kristalle von DCPC erhalten werden. Das kristalline
Produkt wird weiter umkristallisiert und das umkristallisierte
Produkt mit einer DCPC-Probe verglichen, die durch enzymatische Umwandlung von CPC erhalten worden ist.
Die erfindungsgemäß hergestellten Kristalle stimmen im
antibakteriellen Spektrum, Papierchromatogramm, DünnschichtchromatograiT;m,
UV-Spektrum, Infrarotspektrum, kernmagnetischen Resonanzspektrum usw. mit der authentischen Probe
30984 4/105 3 ■
- 33 -
vö33ig überein. Die E3ementaranaJyse des Produkts (C 36,9,
H 5,6, M 9,3, S 7,0) ist ebenfa3 3s in guter Übereinstimmung mit den Vierten., die in Bioehem. J. 83_, 593, 1963 (J. D'A.
Jeffery und Mitarbeiter) beschrieben sind.
Beispie3 2
In einen Fermenter mit einem Fassungsvermögen von 200 Raumtei3en
werden 30 Raumtei3e eines Impfku3turmediums gegossen,
das 3,0$ Saccharose, 3,5$ F3eischextrakt, 0,5$ Maisque31-wasser
und 0.3 5$ CaCO, enthä3t und nach der Steri3isation mit
■Cepha3osporium acremonium Nr.332i(ATCC-2O373 ),das von Cephalosporium
acremonium ATCC-14553 durch Be,strah3ung mit UV-Licht
erhalten worden ist,geimpft wird.Der geimpfte Fermenter
wird 72 Stunden bei 280C unter Rühren bebrütet.
In einen Fermenter mit einem Fassungsvermögen von 200 Raumtei3en
werden 20 Raumtei3e eines Fermentationsmedium gegossen, das 3,0$ Saccharose, 3,2$ rohes So jabohnenmeb.3,
0,5$ DL-Methionin und 0,3 5$ CaCO., enthält. Das Medium wird
dann in üblicher Weise steri3isiert und geküh3t. Die oben
genannte Impfkultur wird aseptisch in den Fermenter überführt, worauf die Ku3tivierung 3 44 Stunden bei 280C vorgenommen
X'rird. Das Ku3turmedium wird fi3triert und das
Fi3trat nach der in Beispie3 1 beschriebenen Methode untersucht. Hierbei wird festgeste331, daß das Fi3trat 3 300/Ug
DCPC/m3 und keine Spur von CPC enthä3t.
Die Ku3tivierung wird mit Cepha3osphorium sp. C-28 (ATCC-20370)
und Cepha3osporiurn acremonium Nr. 332 (ATCC-20371)
In der g3eichen Weise, wie in Beispie3 2 beschrieben, durchgeführt,
wobei jedoch die Methioninmenge verändert wird. Die erha3tenen Ku3turmedien werden fi3triert und die Fi3-trate
der in Beispie3 1 beschriebenen Bestimmung unterworfen. Die Beziehung zwischen der verwendeten Methioninmenge
und der gebildeten Menge an Deacety3cepha3osporin C ergibt
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_]2. 2-31.86S0
sich aus den Werten in der folgenden Tabelle. Wie diese
Werte zeigen, steigert DL-Methionin die Produktion von DCPC erheblich.
DL-Methionin Cephalosporium Cephalosporium
im Kultur- sp. C-28 acremonium
medium, g/l 00 ml Nr. 132
0 unter 100/Ug/ml unter 100/Ug/ml
0,05 450/Ug/ml 250/Ug/ml
0,1 1100/Ug/ml 600,ug/ml
0,2 1550/Ug/ml 1000/Ug/ml
0,5 l800/Ug/ml 1250/Ug/ml
1,0 l'450/ug/ml 850/Ug/ml
2,0 . 1000 /Ug/ml 700/Ug/ml
3,0 700/Ug/ml 45OyUg/ml
3098A4/ 1053
Claims (6)
- Patentansprüchef\ Verfahren zur Herstellung von Deacety]cepha]osporin C, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Mikroorganismus, der zur-Gattung Cepha]osporium gehört und Deacety]cephalosporin C zu bilden vermag, in einem Nährmedium züchtet, bis das Deacety]cepha]osporin C in erheblicher Menge angehäuft worden ist, und das Deacety]cepha]osporin C aus dem Kulturmedium isoliert.
- 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mutant, der Deacety]cephalosporin C bildet und von Cephalosporin C bildenden Stämmen abgeleitet ist, als Mikroorganismus verwendet wird.
- 3) Verfahren nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, daß Cepha]osporium acremonium C-128 verwendet wird.
- 4) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Cepha]osporium sp. C-28 (ATCC-2Q37O) verwendet wird.
- 5) Verfahren nach Anspruch ], dadurch gekennzeichnet, daß Cepha] osporium acremonium Nr. 132 (ATCC .20371) verwendet wird.
- 6) Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß ein Nährmedium verwendet wird, das 0,05 bis 3,0 g Methionin pro 100 ml enthält.3098^/10 5
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