DE2318570A1 - Kohlenwasserstoffgele, verfahren zu ihrer herstellung und gelierungsmittel zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Kohlenwasserstoffgele, verfahren zu ihrer herstellung und gelierungsmittel zur durchfuehrung des verfahrensInfo
- Publication number
- DE2318570A1 DE2318570A1 DE2318570A DE2318570A DE2318570A1 DE 2318570 A1 DE2318570 A1 DE 2318570A1 DE 2318570 A DE2318570 A DE 2318570A DE 2318570 A DE2318570 A DE 2318570A DE 2318570 A1 DE2318570 A1 DE 2318570A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- hydrocarbon
- formula
- carboxylic acid
- gelling agent
- compound
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L7/00—Fuels produced by solidifying fluid fuels
- C10L7/02—Fuels produced by solidifying fluid fuels liquid fuels
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
- Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)
- Colloid Chemistry (AREA)
Description
Dai-ichi Kogyo. Seiyaku Co., Ltd.
Kyoto, Japan
Kyoto, Japan
und
Mitsubishi Oil Company Tokyo, Japan
"Kohlenwasserstoffgele, Verfahren zu ihrer Herstellung und
Gelierungsmittel zur Durchführung des Verfahrens "
Priorität: 13. April 1972, Japan, Nr. 37438/72 8. Juli 1972, Japan, Nr. 68407/72
Die Erfindung betrifft Kohlenwasserstoffgele aus mindestens 80 Gewichtsprozent mindestens eines in einem Bereich von 30 bis
39O°C siedenden flüssigen Kohlenwasserstoffs als innere Phase,
mindestens 0,05 Gewichtsprozent Wasser als äußere Phase und mindestens 0,05 Gewichtsprozent mindestens eines Gelierungsmittels
als wesentlichen Bestandteilen. Diese Kohlenwasserstoffgele kennen z.B. als Treibstoff in fremd gezündeten Kolbenmotoren,
Dieselmotoren, Düsenmotoren oder Raketenmotoren, oder als Brennstoff in Boilern und Öfen verwendet werden. Sie besitzen
einen extrem hohen Gehalt an flüssigem Kohlenwasserstoff, sie sind selbst bei Lagerung unter ungünstigen Bedingungen lange Zeit
lagerstabil und sie haben hervorragende Eigenschaften, wie gute
309843/0916
Brenneigenschaften und verminderte Feuergefährlichkeit. Die bei
der Verbrennung der Kohlenwasserstoffgele der Erfindung entstehenden Verbrennungsgase enthalten weniger Stickstoffoxide als die
Verbrennungsgase der herkömmlichen Kohlenwasserstoffbrennstoffe. Dementsprechend ist die Gefahr der Luftverschmutzung geringer.
Die Erfindung betrifft ferner .ein Verfahren zur Herstellung der
Kohlenwasserstoffgele und Gelierungsmittel zur Durchführung dieses
Verfahrens.
Bei der Verwendung flüssiger Kohlenwasserstoffe besteht die Gefahr,
daß der flüssige Kohlenwasserstoff rasch ausläuft und sich ausbreitet und/oder in den Untergrund eindringt, wenn ein flüssige Kohlenwasserstoffe enthaltender Behälter, ein flüssige Kohlenwasserstoffe
führendes Förderrohr oder eine mit flüssigen Kohlenvers ehent lieh oder absichtlich
Wasserstoffen gespeiste VerbrennungsanlageV beschädigt oder geöffnet
wird. Wenn sich der flüssige Kohlenwasserstoff dabei entzündet, kann dies zu schweren Katastrophen führen, wie sie beim
Absturz von Flugzeugen und deren Zerstörung durch Feuer, bei durch umgestüjzte Petroleumofen ausgelösten Bränden, -bei Schiffskollisionen oder -havarien usw* immer wieder vorkommen.
Um diese Mangel flüssiger Kohlenwasserstoffe zu beseitigen und
folgenschweren Unfälle zu verhüten» wurde vor einiger
Zeit . vorgeschlagen, die flüssigen
Kohlenwasserstoffe zu gelieren, da gelierte flüssige Kohlenwasserstoffe
kaum auslaufen werden und selbst wenn dies doch
einmal geschehen sollte, sich nicht ausbreiten oder in den Unterbrennender
grund eindringen. Außerdem kann ein/gelierter flüssiger Kohlenwasserstoff
leichter gelöscht werden, wenn er sich einmal
entzünden sollte.
30 9 843/0916
Die bekannten Verfahren zum Gelieren flüssiger Kohlenwasserstoffe
lassen sich in zwei Gruppen einteilen, nämlich
a) Gelieren durch Lösen oder Dispergieren eines Gelierungsmittels
in dem flüssigen Kohlenwasserstoff und
b) Herstellen eines emulsionsartigen Gels durch Mischen eines
flüssigen Kohlenwasserstoffes mit Wasser oder einem polaren Lösungsmittel und einem Gelierungsmittel.
Die letztgenannte Methode ist vorzuziehen, da emulsionsartige Gele bezüglich ihrer Sicherheit und Ver-
s ind d_ie
brennungseigenschaften besser/als/nach der erstgenannten Methode hergestellte Kohlenwasserstoffgele. Ein ähnliches Verfahren wird bei der Herstellung von Joghurt, Speiseeis, Mayonnaise, Gelee, Fetten und kosmetischen Präparaten angewandt. Im Gegensatz zu den vorstehend genannten Produkten muß ein Kohlenv/asserstoffgel jedoch folgenden Anforderungen genügen:
brennungseigenschaften besser/als/nach der erstgenannten Methode hergestellte Kohlenwasserstoffgele. Ein ähnliches Verfahren wird bei der Herstellung von Joghurt, Speiseeis, Mayonnaise, Gelee, Fetten und kosmetischen Präparaten angewandt. Im Gegensatz zu den vorstehend genannten Produkten muß ein Kohlenv/asserstoffgel jedoch folgenden Anforderungen genügen:
1) Der flüssige Kohlenwasserstoff muß im Kohlenwasserstoffgel in
so hoher Konzentration enthalten sein, daß dieses als Brennbzw. Treibstoff verwendet werden kann; dementsprechend
muß der ¥asser- und Gelierungsmittelgehalt des Kohlenwasserstoff gels so gering wie möglich sein,
2) Das Gelierungsmittel und die anderen Zusätze dürfen die Verbrennungseigenschaften
des Kohlenwasserstoffs nicht verschlechtern und keinerlei Luftverschmutzung verursachen.
ungünstigen
3) Schließlich muß das Kohlenwasserstoffgel selbst unter /
Bedingungen, wie Transport durch eine Rohrleitung, schwingende
oder vibrierende Bewegung oder extrem tiefe Temperatur, stabil sein.
3098 4 3/0916
Verfahren zur Herstellung emulsionsartiger Brenn- "bzw. Treibstoffgele
sind in einigen Druckschriften beschrieben. Nach einem bekannten Verfahren wird ein emulsionsartiges Kohlenwasserstoffgel
unter Verwendung eines Emulgators mit einem HLB-Wert
von 11 bis 16, eines aschefrei verbrennenden Gefrierpunkterniedrigers
und Harnstoff hergestellt (japanische Patentveröffentlichung Nr. 32 582/1971). Die Stabilität der nach
diesem Verfahren erhaltenen Kohlenwasserstoffgele ist jedoch ungenügend und die Emulsion bricht bereits innerhalb etwa eines
Monats. Bei einem anderen bekannten Verfahren werden Emulgatoren als Gelierungsmittel verwendet (US-Patentschrift Nr.
3 490 237). Die Stabilität der nach diesem Verfahren erhältlichen
Kohlenwasserstoffgele wurde jedoch nie untersucht;' außerdem bilden diese Kohlenwasserstoffgele bei der Verbrennung
Schadstoffe, wie Schwefeltrioxid, die zu Luftverschmutzung führen, Bei,,
feinem weiteren bekannten Verfahren werden Phosphorsäureester aliphatischer Alkohole, an" die Äthylenoxid addiert wurde, als
Gelierungsmittel verwendet (US-Patentschrift Nr. -3 586 '49O).
Auch die Stabilität der nach diesem Verfahren erhältlichen Kohlenwasserstoffgele ist jedoch bislang niemals untersucht
worden. Außerdem sind diese Kohlenwasserstoffgele mit dem
Nachteil behaftet, daß sie Phosphor, einen Schadstoff, enthalten. Schließlich ist noch ein Verfahren zur Herstellung von
Kohlenwasserstoffgelen bekannt, bei dem als Gelierungsmittel
(produkten verschiedene Emulgatoren auf der Basis von Alkylenoxidadditions^
allein verwendet werden (US-Patentschrift Nr. 3 352 109). Auch die Stabilität der nach diesem bekannten Verfahren erhältlichen
Kohlenwasserstoffgele wurde jedoch bislang niemals untersucht.
309843/09 16
Es ist also bereits versucht worden, aus flüssigen Kohlenwasserstoffen
unter Verwendung verschiedener Gelierungsmittel emulsionsartige
Kohlenwasserstoffgele herzustellen. Bei diesen bekannten
Verfahren muß man jedoch den Gehalt an flüssigem Kohlenwasserstoff
in einem Bereich von 95 bis 97 Gewichtsprozent oder weniger halten, um ein Kohlenwasserstoffgel zu erhalten, das
unter ziemlich milden Bedingungen, z.B. bei etwa Raumtemperatur, einigermaßen stabil bzw. lagerbeständig ist. Selbst bei
einem im angegebenen Bereich liegenden, verhältnismäßig niedrigen Kohlenwasserstoffgehalt bricht die Emulsion jedoch bereits,
wenn man sie nur bei Raumtemperatur etwa einen Monat stehenläßt, wobei sie in die Ausgangsverbindungen, d.h.
den flüssigen Kohlenwasserstoff, V/asser und das Gelierungs-
\mgünstigen mittel, zerfällt. Y/enn das Kohlenwasserstoffgel unter /
Bedingungen, z.B. bei einer Temperatur von -100C oder darunter
darüber
oder von 40 C oder / aufbewahrt wird, ist es noch weniger
oder von 40 C oder / aufbewahrt wird, ist es noch weniger
bereits
stabil und bricht/ nach etwa 10 Tagen. Die Stabilität des Kohlenwasserstoffgels nimmt noch weiter ab, so daß die Emulsion in 1 bis 7 Tagen vollständig gebrochen ist, wenn man den Kohlenwasserstoffgehalt auf über 97 Gewichtsprozent erhöht, um die Verbrennungseigenschaften zu verbessern. Die vorstehend geschilderten bekannten Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffgelen sind somit für eine Anwendung in der Praxis ungeeignet .
stabil und bricht/ nach etwa 10 Tagen. Die Stabilität des Kohlenwasserstoffgels nimmt noch weiter ab, so daß die Emulsion in 1 bis 7 Tagen vollständig gebrochen ist, wenn man den Kohlenwasserstoffgehalt auf über 97 Gewichtsprozent erhöht, um die Verbrennungseigenschaften zu verbessern. Die vorstehend geschilderten bekannten Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffgelen sind somit für eine Anwendung in der Praxis ungeeignet .
Weiterhin befriedigen die bekannten bzw. nach bekannten Verfahren erhältlichen Kohlenwasserstoffgele auch insofern nicht, als
ein zum Gelieren von flüssigen Kohlenwasserstoffen geeignetes Gelierungsmittel nicht nur der Anforderung genügen sollte, daß
309843/0916
es extrem stabile Kohlenwasserstoffgele liefert, sondern auch beim
Verbrennen keine die Luft verunreinigenden Stoffe, wie giftige Gase, entwickeln und die Verbrennungseigenschaften des flüssigen
Kohlenwasserstoffes nicht verschlechtern darf, sowie in geringen Mengen wirksam sein muß. Von den herkömmlichen Gelierungsmitteln
sind die nicht-ionischen Netzmittel mit einer Polyalkylenoxidkette,
die im Molekül keinen Schwefel, keinen Phosphor und kein Metall enthalten,
hinsichtlich der Luftverschmutzung, z.B. der Bildung von großen Mengen an Stickstoffoxiden und Schwefeltrioxid in den Verbrennungsgasen,
nicht zu beanstanden. Sie haben jedoch den Nachteil,
daß die durch Gelieren von flüssigen Kohlenwasserstoffen mit solchen Netzmitteln und Wasser erhalteneiKohlenwasserstoffgele eine
unzureichende Stabilität besitzen und bei der Lagerung und dem Transport bereits in 10 bis 30 Tagen brechen. Diese Gelierungsmittel
führen also zu einem Verlust der erforderlichen Stabilität und sind daher für die Praxis nicht verwendbar. .
Wie bereits erwähnt, ist es weiterhin bekannt, daß man flüssige
Kohlenwasserstoffe gelieren kann, indem man darin ein beispielsweise
durch Kondensation eines mehrwertigen Alkohols mit einem Aldehyd erhältliches Gelierungsmittel löst. Ein solches Kohlenwasserstoff
gel hinterläßt jedoch beim Verbrennen große Mengen Kohlenstoff.
Außerdem sind unter Verwendung dieser Gelierungsmittel hergestellte Kohlenwasserstoffgele zu viskos und lassen sich daher
nur schwer durch Rohrleitungen fördern oder in Zerstäubungsbrennern verbrennen. Ähnliche herkömmliche Gelierungsmittel, wie Polyisobutylen,
Polyisobuten, Di-
octylphthalat und Laurylmethacrylat-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere/
verschlechtern auch noch die Verbrennungseigenschaf-
309843/0916
ten. Ferner wurden auch schon Metallseifen als Gelierungsmittel
verwendet, jedoch werden unter Verwendung dieser Gelierungsmittel hergestellte Kohlenwasserstoffgele infolge ihres hohen Metallgehalts
leicht durch Feuchtigkeit in der Atmosphäre nachteilig beeinflußt und instabil. Zudem hinterlassen sie
beim Verbrennen viel Asche, so daß auch diese Gelierungsmittel sich für einen Einsatz in der Praxis nicht eignen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein neues Kohlenwasserstoffgel zu schaffen, das in verschiedenen Verbrennungsanlagen
eingesetzt werden kann, extrem stabil bzw. lagerbeständig ist, hervorragende Verbrennungseigenschaften besitzt, weniger feuergefährlich als herkömmliche Kohlenwasserstoffgele
ist und zu geringerer Luftverschmutzung führt, d.h. ' Verbrennungsgase liefert, deren Gehalt an
Stickstoffoxiden geringer ist als der von Verbrennungsgasen aus
herkömmlichen Brenn- bzw. Treibstoffen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, zum Gelieren flüssiger Kohlenwasserstoffe geeignete
neue Gelierungsmittel zur Verfügung zu stellen.
Nach langwierigen und eingehenden Forschungsarbeiten wurde nun überraschenderweise ein Kohlenwasserstoffgel gefunden, das die
der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe löst, d.h. frei von den vorgenannten Mängeln - der bekannten Kohlenwasserstoff
gele und insbesondere extrem stabil bzw. lagerbeständig dig und für den praktischen Einsatz gut geeignet ist. Ferner
wurde festgestellt, daß solche Kohlenwasserstoffgele mit den gewünschten
Eigenschaften durch Emulgieren eines flüssigen Kohlenwasserstoffes mit einer kleinen Menge eines speziellen
Gelierungsmittels sowie Wasser hergestellt werden können.
3098A3/0916
Gegenstand der Erfindung sind somit Kohlenwasserstoffgele der eingangs
bezeichneten Art, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie als Gelierungsmittel
a) mindestens eine. Verbindung der allgemeinen Formel
R-N-R·-B-R"-D - (I)
in der R, R1 und R" gleich oder verschieden sind und je
einen Alkylrest oder eine direkte Bindung bzw. einen zweiwertigen
Rest der Formel (CH2) bedeuten, in der ρ eine Zahl
einem Wert ^
mit /von O bis 50 ist, A ein Wasserstoffatom oder ein Rest der
Formel R1B, R, RHI, RNH2, R111NH2 oder R111D ist, in der R"1
einen Alkylrest oder eine direkte Bindung bzw. eine Grup-.
Wert von pe der Formel (CH2) darstellt in der q eine Zahl mit einem/
0 bis 50 ist, B eine direkte Bindung oder eine Gruppe der Formel /iCH2)mNH7n, in αΘΓ m und n Sleic5a oder verschieden
einem Wert
sind und je eine Zahl mit /von 0 bis 50 bedeuten, und D eine Carboxylgruppe ist und/oder mindestens ein anorganisches oder organisches Salz einer Verbindung der Formel I, gegebenenfalls in Kombination mit mindestens einem anderen bekannten Gelierungsmittel und/oder
sind und je eine Zahl mit /von 0 bis 50 bedeuten, und D eine Carboxylgruppe ist und/oder mindestens ein anorganisches oder organisches Salz einer Verbindung der Formel I, gegebenenfalls in Kombination mit mindestens einem anderen bekannten Gelierungsmittel und/oder
b) ein Gemisch aus mindestens einem nichtionischen Netzmittel
mit einer Polyalkylenoxidkette im Molekül und mindestens
einem
einer Carbonsäure und/oder/ Salz einer Carbonsäure enthalten.
einer Carbonsäure und/oder/ Salz einer Carbonsäure enthalten.
Als Gelierungsmittel bzw. Gelierungsmittelkomponente in den Kohlenwasserstoff
gelen der Erfindung sind von den Verbindungen der Formel I die bevorzugt, bei denen ρ und q eine Zahl mit einem Wert
von O bis 30 und insbesondere O bis 20, m eine Zahl mit einem Wert
von 2 bis 20 und insbesondere 2 bis 12 und/oder η eine Zahl mit einem Wert von O bis 20 und insbesondere O bis 6 ist und/oder die
309843/0916
Alkylreste 1 bis 30 und insbesondere 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten.
Weiterhin sind Verbindungen der Formel I bevorzugt, bei denen, wenn m für O steht, η ebenfalls 0 oder 1, 2 oder 3 ist, mit der
Maßgabe, daß die Verbindung höchstens 3 und vorzugsweise höchstens 2 direkt miteinander verbundene Stickstoffatome enthält.
Besonders zweckmäßig sind jedoch Verbindungen der Formel I, die keine direkt aneinander gebundenen N-Atome enthalten.
Werterin sind Verbindungen der Formel I bevorzugt, die mindestens
einen Rest D enthalten; vorzugsweise ist R"1 ein Alkylrest, wenn
der Rest A einen Rest R"1 darstellt; vorzugsweise ist R eine Grup-=-
pe der Formel (CH2J0* wenn R einen Rest in der Gruppe RNH2 bildet.
Das Kohlenwasserstoffgel der Erfindung enthält den flüssigen Kohlenwasserstoff in extrem hoher Konzentration,
ist lange Zeit lagerbeständig und weist weitere ausgezeichnete Eigenschaften, wie gute Verbrennbarkeit, verminderte
Feuergefährlichkeit und geringe Luftverschmutzungswirkung,auf.
Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen.
Die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung können hergestellt werden,
indem man eine kleine Menge eines erfindungsgemäßen Gelierungsmittels in Wasser löst oder homogen mit Wasser mischt
und dann allmählich den bzw. die flüssigen Kohlenwasserstoff(e) zugibt und einrührt, wodurch das Gemisch geliert wird. Man erhält
ein Kohlenwasserstoffgel, dessen Endgehalt an flüssigem
Kohlenwasserstoff bis zu 99,6 Gewichtsprozent betragen kann.
309843/0916
Als flüssige Kohlenwasserstoffe kann man beim Verfahren der Erfindung
beispielsweise Gasöle, Kerosin, Benzin, Flugbenzin, andere Petroleumdestillate, aus Kohleteerlösungsmittel gewonnene
Kohlenwasserstoff-Brenn- bzw. -Treibstoffe, Naphtha, Benzol,
Steirikohlengas
Xylol, aus / hergestellte flüssige Kohlenwasserstoffe
Xylol, aus / hergestellte flüssige Kohlenwasserstoffe
Steirikohlenteer-
und/oder / Kohlenwasserstoffe verwenden. Diese flüssigen Kohlenwasserstoffe können in Mengen von mindestens 80 Gewichtsprozent stabile Kohlenwasserstoffgele liefern. Wenn das Kohlenwasserstoff gel jedoch als Brenn- bzw. Treibstoff verwendet werden soll, ist ein höherer Kohlenwasserstoffgehalt zweckmäßiger und besser. Wie bereits erwähnt, kann man nach dem Verfahren der Erfindung Kohlenwasserstoffgele mit einem Kohlenwasserstoffgehalt von bis zu etwa 99,6 Gewichtsprozent erhalten, ein Wert, der bei der Verwendung herkömmlicher Gelierungsmittel niemals erreicht wurde. Der höchste Kohlenwassers to ff gehalt lag bei den bekannten Kohlenwasserstoffgelen bei 95 bis 97 Gewichtsprozent. Der Gehalt an flüssigen Kohlenwasserstoffen in den Kohlenwasserstof fgelen der Erfindung liegt in einem Bereich von 80 bis 99,6 und insbesondere etwa 95 bis 99,4 Gewichtsprozent, wobei die Kdhlenwasserstoffgele selbst unter ungünstigen Bedingungen stabil sind.
und/oder / Kohlenwasserstoffe verwenden. Diese flüssigen Kohlenwasserstoffe können in Mengen von mindestens 80 Gewichtsprozent stabile Kohlenwasserstoffgele liefern. Wenn das Kohlenwasserstoff gel jedoch als Brenn- bzw. Treibstoff verwendet werden soll, ist ein höherer Kohlenwasserstoffgehalt zweckmäßiger und besser. Wie bereits erwähnt, kann man nach dem Verfahren der Erfindung Kohlenwasserstoffgele mit einem Kohlenwasserstoffgehalt von bis zu etwa 99,6 Gewichtsprozent erhalten, ein Wert, der bei der Verwendung herkömmlicher Gelierungsmittel niemals erreicht wurde. Der höchste Kohlenwassers to ff gehalt lag bei den bekannten Kohlenwasserstoffgelen bei 95 bis 97 Gewichtsprozent. Der Gehalt an flüssigen Kohlenwasserstoffen in den Kohlenwasserstof fgelen der Erfindung liegt in einem Bereich von 80 bis 99,6 und insbesondere etwa 95 bis 99,4 Gewichtsprozent, wobei die Kdhlenwasserstoffgele selbst unter ungünstigen Bedingungen stabil sind.
Der Gehalt an Wasser, das als äußere- (kontinuierliche) Phase
vorliegt, beträgt vorzugsweise 0,05 bis 19 Gewichtsprozent.
Wenn das Kohlenwasserstoffgel als Brenn- bzw. Treibstoff verwendet werden soll, nimmt die Wirkung bzw. Leistung mit abnehmendem
Wassergehalt zu.
Wie bereits erwähnt, betrifft die Erfindung weiterhin Gelierungsmittel
zur Herstellung der Kohlenwasserstoffgele der Erfindung.
Die Gelierungsmittel der Erfindung sind dadurch ge-
309843/09 16
kemizeiclinet, daß sie als wesentliche Bestandteile
a) mindestens eine Verbindung der Eormel I und/oder mindestens
ein anorganisches oder organisches Salz einer Verbindung der Formel I, gegebenenfalls in Korabination mit mindestens
einem anderen bekannten Gelierungsmittel und/oder
b) ein Gemisch aus mindestens einem nichtionischen Netzmittel mit einer Polyalkylenoxidkette im Molekül und mindestens
einer Carbonsäure und/oder mindestens einem Salz einer Carbonsäure enthalten.
Bevorzugte Beispiele von Verbindungen der allgemeinen Formel I,
die in erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgelen als Gelierungsmit tel enthalten sein können, sind organische Stickstoffverbindungen
und ihre Salze der allgemeinen Formel
RNH(CH2 ^-
I ,,,^N-R1CH2COOH,
RNH/~(CH2)mNH7nR"COOH,
*, „>NR/-(CH2 )mNH7nR'' COOH,
1COOH
in der R, R1, R" und R"1 gleich oder verschieden sind und je einen
AUcylrest mit 1 bis 50 C-Atomen oder eine direkte Bindung bzw.
eine Gruppe der Formel (CH_) bedeuten, in der ρ eine Zahl mit
Δ ρ
einem Wert von O bis 50 ist, und m und η gleich oder verschieden
sind und je eine Zahl mit einem Wert von 0 bis 50 bedeuten. Als erfindungsgemäße Gelierungsmittel eignen sich grundsätzlich
praktisch sämtliche Salze von Verbindungen der allgemeinen Formel I mit
308843/0916
organischen oder anorganischen Basen, z.B. die Natrium-,
Kalium-, Calcium- und Magnesiumsalze; die Aminsalze sind besonders
bevorzugt.
Zur Herstellung stabiler Kohlenwasserstoffgele eignen sich auch
.allgemeinen
mindestens eine Verbindung der/Formel I enthaltende Gelierungsaus allgemeinen
mittel, z.B. Gemische/mindestens einer Verbindung der/Formel I
mit 90 bis 10, vorzugsweise 50 bis 10 Gewichtsprozent mindestens eines anderen Gelierungsmittels mit einer Carbamylgruppe
im Molekül, wie Laurinsäurediäthanolamid oder Ölsäuremonoäthanolamidyund/oder
mindestens einem eine Carboxylgruppe enthaltenden Gelierungsmittel und/oder mindestens einem Salz eines
solchen Gelierungsmittels, z.B. Öl-, Laurin- oder Pelargonsäure oder Salze der genannten Säuren, und/oder mindestens einem anderen
nichtionischen Netzmittel der nachstehend beschriebenen Art und/oder mindestens einem kationischen Netzmittel.
Als nichtionische Netzmittel mit einer Polyalkylenoxidkette im Molekül, die als Bestandteil erfindungsgemäßer Gelierungsmittel
der vorstehend unter b) angegebenen Art geeignet sind, können Verbindungen der allgemeinen Formel II
- (II)
verwendet werden, in der Z eine alkoxylierbare Gruppe, OR eine
z.B./
sich von einem Alkylenoxid,/.. Äthylen-, Propylen- oder Butylen-
sich von einem Alkylenoxid,/.. Äthylen-, Propylen- oder Butylen-
Gruppe,/ oxid- oder Epichlorhydrin ableitende/ η - je nach dem Polymeri-
einem Wert sationsgrad des Alkylenoxids - eine Zahl mit / von 1 bis 2000
oder mehr und m eine der Zahl der funktioneilen Gruppen in der
alkoxylierbaren Gruppe Z entsprechende ganze Zahl ist. Wenn Z
beispielsweise/
/ sich von einer monofunktionellen Verbindung, wie einem
309 H 43/0916
Alkohol oder Phenol, ableitet, hat m den/l; wenn Z sich von einer difunktionellen Verbindung, wie Wasser oder einem Glykol ableitet,
hat m den Wert 2; wenn Z sich von einer trifuriktionellen Verbindung,
wie Glycerin, ableitet, hat m den Wert 3.
Bevorzugte Beispiele für aIkoxyIierbare" Gruppen Z sind Reste der
allgemeinen Formel
R-COO-, Rlf\o-, R-O-, |h I H
R_C_N-, R-C-N< , R-N-, R-N< ,
oder
in denen X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder die SO-Gruppe und R einen Alkylrest, einen -0-(Alkylenoxid-Blockcopolymer)-rest,
den Rest eines mehrwertigen Alkohols, wie Glycerin, Glucose, Pentaerythrit, Sorbitan oder Sorbit, oder den Rest eines Polycarbonsäurederivats
bedeutet.
An diese alkoxylierbaren Gruppen Z können Polyoxyalkylengruppen durch Umsetzung mit Äthylenoxid oder im Gemisch mit einem oder
mehreren anderen Älkylenoxiden angelagert werden. Die dabei durch Mischpolyaddition erhaltenen Mischpolymeren können Copolymere
mit statistisch verteilter MonomereinheitenfοIge oder Blockcopolymere
sein. Strukturbeispiele geben die Formeln -BB-A-BB-AA-BBABABBABBBB- (Statistisches Copolymer) und
-BBBB-AAAA-CCC-AAAAA-BBB- (Blockcopolymer)
wieder, in denen A, B und C von jeweils anderen Älkylenoxiden abgeleitete
Alkyienoxideiriheiten bedeuten, z.B. A jeweils eine Äthylenoxideinheit.
309 8 4 3/0916
Diese nicht ionischen Netzmittel sind in zahlreichen Veröffentlichungen,
z.B. in dem Buch von A.M. Schwartz und J.W. Perry "Surface active agents", Interscience Publishers, Bd. I (1949),
Bd. II (1958), beschrieben? vgl. auch Ullmanns Encyclopädie der technischen Chemie, dritte Auflage, Bd. 16 (1965), &. 727 bis 742.
Hier ist auch der HLB-Wert definiert.
Als im Gemisch mit den vorgenannten nichtionischen Netzmitteln zu verwendende Carbonsäuren bzw. Carbonsäuresalze sind beispielsweise
Monocarbonsäuren, wie Öl-, Laurin-, Pelargon- oder Propionsäure, Dicarbonsäuren, wie Oxal-, Bernstein-,
Fumar-, Sebacin- und Adipinsäure, Polycarbonsäuren mit 3 oder mehr Carboxylgruppen, wie Äthylendiamintetraessigsäure, Polyacryl-
und Polymethacrylsäure, oder Hydroxycarbonsäuren mit
mindestens einer Hydroxyl- und mindestens, einer Carboxylgruppe im Molekül, z.B. Wein-, Citronen-, Glucon- und Glykolsäure,
oder Salze solcher Säuren mit einem Alkalimetall, wie Natrium oder Kalium, oder primären, sekundären oder tertiären Aminen
oder quartären Ammoniumverbindungen der nachstehend erläuterten Art. Für die Zwecke der Erfindung können auch Gemische aus zwei
oder mehr Carbonsäuren und/oder Carbonsäuresalzen verwendet werden. Das bzw. die nichtionische(n) Netzmittel mit einer PoIyalkylenoxidkette
einerseits und die Carbonsäure(n) und/oder das bzw. die Carbonsäuresalze) können in einem Mengenverhältnis von
9:1 bis 1:9» vorzugsweise 3:7 bis 5 : 5, gemischt und als Gelierungsmittel verwendet werden. Bei Verwendung solcher
Gemische als Gelierungsmittel kann man ganz ausgezeichnete Kohlenwasserstoff gele erhalten, wie sie bei der Verwendung eines
nichtionischen Netzmittels oder einer Carbonsäure oder eines Carbonsnnrfisaljies allein' niemals zu prhalton sind. Die erfindungsgemäßen
Gelierungsmittel v/erden vorzugsweise in Mengen von
309843/0 916
0,05 bis 19, insbesondere 0,1 bis 10 Gewichtsprozent verwendet. Es wurde weiter gefunden, daß man den Kohlenwasserstoffgelen
zusätzlich zu den vorgenannten wesentlichen Bestandteilen eine Äminverbindung einverleiben und dadurch ein hochkonzentriertes
Kohlenwasserstoffgel mit besonders hervorragender Stabilität erhalten
kann, wenn als Gelierungsmittel eine Verbindung der allgemeinen Formel I verwendet wird. Die Äminverbindung wird dem Ge-'
misch aus Wasser und dem Gelierungsmittel vor der Zugabe des flüssigen Kohlenwasserstoffs zugesetzt und damit homogen vermischt,
worauf man den flüssigen Kohlenwasserstoff in der vorstehend beschriebenen Weise zugibt, und dadurch ein Köhlenv/asserstoffgel
mit einem "Endgehalt an flüssigem Kohlenwasserstoff von 99,6 Gewichtsprozent erhält, das selbst unter ungünstigen Bedingungen
außerordentlich stabil ist. Die Äminverbindung kann einen Teil der Komponente (b) ersetzen. Der Gehalt an'Äminverbindung in den
Kohlenwasserstoffgelen der Erfindung kann 0,05 bis 19, vorzugsweise
O,1 bis 10 Gewichtsprozent betragen. Die Äminverbindung
kann zugesetzt werden, indem man eine Vormischung mit der Verbindung der allgemeinen Formel I herstellt. In diesem Fall kann,
wie vorstehend bereits erwähnt, ein Teil oder die Gesamtmenge der
Äminverbindung unter Salzbildung mit dem Gelierungsmittel der Verbindung der allgemeinen Formel I reagieren.
Als Äminverbindung können verschiedene Arten von Aminen verwendet
werden, die sich in vier Klassen einteilen lassen, nämlich primäre, sekundäre und tertiäre Amine sowie quartäre Ammoniumverbindungen. Bevorzugte Beispiele geeigneter Aminverbindungen sind
Mohoalkylamine, z.B. Methyl-, Äthyl-,
309343/091 6
Propyl-, Butyl-, Hexyl-, Octyl- und Laurylamin, Dialkylamine,
z.B. Dimethyl-, Diäthyl-, Äthylmethyl-, Dihexyl- und Dioctylamin,
Trialkylamine, z.B. Trimethyl- and Triäthylamin, quartäre
Ammoniumverbindungen, z.B. Trimethyllaurylammoniumderivate,
Mono-, Di- und Triethanolamin, Aminoäthylaminoäthanol, Diäthylentriamin,
Hexaäthylenpentamin, Dicyandiamid, Guanidin und Guanidinsalze, Dicyclohexylamin und Polyäthylenpolyamine mit
einem Polymerisationsgrad von 5 bis 60.
Den Kohlenwasserstoffgelen der Erfindung können auch andere übliche
Zusatzstoffe, wie Gefrierschutzmittel, z.B." Äthylen-, Propylen- und Diäthylenglykol, Korrosionsinhibitoren, Biozide,
Klopfbremsen, Detergensadditive und Farbstoffe einverleibt
werden, sofern sie die Stabilität des Kohlenwasserstoffgels nicht beeinträchtigen.
Die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung sind herkömmlichen Produkten
bezüglich der Stabilität und insbesondere hinsichtlich der Lagerungsbeständigkeit bei tiefen.Temperaturen weit überlegen.
Außerdem entwickeln sie beim Verbrennen keine schädlichen Gase, weisen auf Grund ihres sehr hohen Gehalts an flüssigen
Kohlenwasserstoffen keine nennenswert schlechteren Verbrennungseigenschaften als reine flüssige Kohlenwasserstoffe auf und
besitzen geeignete Theologische Eigenschaften, die es ermöglichen j sie durch Pumpen zu fördern und in Zerstäubungsbrennern
zu verbrennen. Da die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung
darstellen,,
Öl-in-Wasser-Emulsionen/sind sie elektrisch leitend, so
Öl-in-Wasser-Emulsionen/sind sie elektrisch leitend, so
daß die Gefahr einer Entzündung durch elektrostatische Aufladung nicht besteht, die beim Transport flüssiger '
Kohlenwasserstoffe normalerweise ein ernstes Problem darstellt. Die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung weis.en somit im Vergleich
zu herkömmlichen Produkten überlegene Eigenschaften auf. Warum unter Verwendung der Gelierungsmittel der Erfindung derart
stabile Kohlenwasserstoffgele mit hohem Gehalt an flüssigen Kohlenwasserstoffen zu erhalten sind, ist noch nicht völlig geklärt.
Es wird jedoch angenommen, daß sich bei der Verwendung von Verbindungen der Formel I als Gelierungsmittel zwischen
dem Stickstoffatom und der Carboxylgruppe eine elektrische bzw. elektrostatische Bindung ausbildet, und daß die Carboxyl-
oder die Aminogruppe mit Wasser eine feste Bindung eingeht, so daß eine kleine, das Gelierungsmittel enthaltende Viassermenge
eine stabile wäßrige Membran ausbildet, die Tröpfchen des flüssigen Kohlenwasserstoffs umhüllt,so daß das Kohlenwasserstoffgel
selbst unter scharfen Bedingungen lange Zeit außerordentlich stabil ist. Bei der Verwendung eines Gemisches aus einem nichtionischen Netzmittel und einer Carbonsäure oder einem Carbonsäuresalz
als Gelierungsmittel bildet sich vermutlich eine elektrostatische Bindung zwischen dem nichtionischen Netzmittel
und der Carbonsäure bzw. dem Carbonsäuresalz aus, worauf die Carboxylgruppe des so entstandenen Produkts das Wasser fest bindet.
Der Grund dafür, daß durch die zusätzliche Verwendung einer Aminverbindung besonders stabile Kohlenwasserstoffgele erhalten
werden, ist vermutlich darin zu sehen, daß die Aminverbindung mit der in der Verbindung der Formel I enthaltenen Carboxylgruppe
reagiert und außerdem die Aminogruppe der Arainverbindung sich an Wasser bindet und dadurch das Wasser und das Gelierungsmittel
fest aneinander gebunden werden, so daß sich stabile wäßrige Membranen ausbilden, die den flüssigen Kohlenwas-
309843/0916
serstoff umhüllen.
Verwendung eines/
Bei / . 2 bis 20 Gewichtsprozent Wasser und eine kleine Menge Gelierungsmittel enthaltenden Kohlenwasserstoffgels als Treibstoff für Dieselmotoren wird durch den Was-
Bei / . 2 bis 20 Gewichtsprozent Wasser und eine kleine Menge Gelierungsmittel enthaltenden Kohlenwasserstoffgels als Treibstoff für Dieselmotoren wird durch den Was-
sergehalt die Flammentemperatur herabgesetzt und dadurch der Ge-
Verbrennungsgasen
halt an Stickstoffoxiden in den / gegenüber dem sich bei
der Verwendung des nicht gelierten, flüssigen
Kohlenwasserstoffs ergebenden Wert um etwa 30 bis 50 Volumenprozent
gesenkt.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1 _ Aus Wasser, das jeweils die äußere bzw. kontinuierliche Phase
bildet, Kerosin, das jeweils die innere bzw. disperse Phase
der
bildet und jeweils einem/folgenden Gelierungsmittel wird eine
bildet und jeweils einem/folgenden Gelierungsmittel wird eine
Reihe verschiedener Kohlenwasserstoffgele hergestellt:
(a) C12H25EIIC2H4COOH,
(b) C12H25IiHC2H4NHC2II4COOH j
(c) C14H29N(CH3)C2H4COOH ,
(d) (C8H17 J2NC2H4NHC5H10COOH ,·
(f) Ammoniumsalz des Gelierungsmittels (a),
(g) Natriumsalz des Gelierungsmittels (e);
(h) Gemisch aus Gelierungsmittel (a) und C9H19CONHC2H4OH
(Mischungsverhältnis 8 : 2; 5 : 5 bzw. 3 ϊ 7),
309843/0916
(i) Gemisch aus Gelierungsmittel (c) und C9Hi9CON^(c2H4o)5H
(Mischungsverhältnis 8 : 2 bzw. 5 : 5)i
(j) Gemisch aus Gelierungsmittel (d) und
CH,
H(0CH2CH2)15(CH2CiI0)30(CH2CII20)15H
H(0CH2CH2)15(CH2CiI0)30(CH2CII20)15H
(Mischungsverhältnis 8 :2 bzw. 5 ϊ 5)i (k) Gemisch aus Gelierungsmittel (e). und C11H23
(Mischungsverhältnis 8 :2 bzw; 5 : 5) und (l) Gemisch aus Gelierungsmittel (a) und C12 H25
(Mischungsverhältnis 8 : 2; 5 : 5 bzw. 3:7).
Zum Vergleich werden unter Verwendung bekannter Gelierungsmittel außerdem mehrere Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der
Technik hergestellt.
Das Gelierungsmittel wird jeweils in Wasser gelöst oder gründlich
mit V/asser vermischt . Das Gemisch.wird in ein Becherglas gegeben
und unter Rühren mit einem langsam laufenden Rührwerk mit einem Rührer aus korrosionsbeständigem Stahl allirählich mit
dem Kerosin innerhalb einer bestimmten Zeit versetzt.
Die Konsistenz der dabei erhaltenen Kohlenwasserstoffgele
'. wird dann jeweils nach JIS K 2809 (ASTM D-217) gemessen.
Weiterhin wird jeweils die
abgeschiedene Menge des flüssigen Kohlenwasserstoffs
in Volumenprozent als Maß der Stabilität unter drei verschiedenen Lagerungsbedingungen bestimmt. Die Ergebnisse dieser Versuche
sind in Tabelle I zusammengefaßt.
309 3 43/0916
S Bestandteile des Kohlenwasser- ! stoffgels (Gew.-96)
Kerosin
Gelierungsmittel * 1)
Wasser
S Erfindung
99
0;4 (a)
11 (g)
" (h, 8
11 (h, 5
" (h, 3
" (i, 8.
11 (i, 5
" (j, 8
2) 5) 7) 2) 5) 2) 5)
0,6 Stabilität (abgeschiedene Menge in
'*)
'*)
Gefroren -
*2)
Hochtemp.
Tief temp.
*3)
0,5
0,0
0,5
0,5
1,5
1.5
0,0
0,0
0,0
0,5
0,5
1,5
1.5
0,0
0,0
2,0
0,0
2,0
2,0
0;0
O7O
O7O
0;0
0,0
0,0
0,0
O7O
O7O
0;0
0,0
0,0
0,0
0;0
0,0
0,0
0.0
temp. *4)
0,0
Konsistenz
«■·
430, 445 '
425 460 470 ■ 470 440 465 445 435 460 440 440 445
Tabelle I - Fortsetzung
CD CO 4>·
CO
| Bestandteile des Kohlenwasser stoff gels (Gew,-90 |
Gelierungs- mittel *1 |
) | Wasser | 2 | Stabilität | (abgeschiedene Menge Vol. -%). |
Tief- *,x temp. °' |
in | Konsistenz |
| Kerosin | Il | Gefroren - *2) Hochtemp. |
|||||||
| .Erfindung | 0;4 (k, 8 : | 2) | 0,6 | It | 0,0 | ||||
| 99 | " (k, 5 : | 5) | Il | Il | 0,5 | 0,0 | 435 | ||
| Il | " (Ii 8 : | 2) | Il | Il | 41-5 | ||||
| It | " (1, 5 : | 5) | •I | °,5 | 0,0 | 435' . | |||
| I· | " (1. 3 : | 7) | Il | -.1T0 | 2T0 | 440 | |||
| Il | Technik | !,5 | 445 | ||||||
| Stand der | ι U) . | 27 | - | ||||||
| 97 | " (η) | 91 | 63 | 380 | |||||
| Il | " (ο) | 94. | 90 | 440 | |||||
| Il | " (ρ) | ' 71 | 2 | 390 | |||||
| 1« | " U) | ' 9 | ' 19 | 370 | |||||
| Il | 45 | 405 | |||||||
| Raum- temp. *4) |
|||||||||
| 0,0 | |||||||||
| H | |||||||||
| II, | |||||||||
| Il | |||||||||
| Il | |||||||||
| 4 ■ | |||||||||
| 14, | |||||||||
| 64 | |||||||||
| 0 | |||||||||
| 0 |
In Tabelle I haben die Sternchen folgende Bedeutung:
*1) (a) bis (l) = Die vorstehend aufgeführten erfindungsgemäßen Gelierungsmittel (die in.Klammern stehenden
Zahlen geben das Jeweilige Mischungsverhältnis an).
(m) bis (q) = Bezeichnung folgender bekannter Gelierungsmittel: .
(m) = Dodecylphenolpolyäthylenoxidadditionspolymer. (P = 10);
(n) = Polyoxyäthylensorbitanmonooleat (P = 30);
(o) = Polyoxyathylenoleyläther (P= 10);
(ρ) = Kondensationsprodukt aus Stearinsäure und Diäthanolamin;
(q) = Ο12Η25^
*2) Das Kohlenwasserstoff gel wird 6 Stunden auf 60°C erwärmt,
abgekühlt
dann 18 Stunden auf -20 C/und hierauf erneut 6 Stunden auf 600C erwärmt. Dieser Behandlungszyklus wird 20 mal wiederholt, worauf die Auftrennung bzw. Abscheidung von geliertem flüssigem Kohlenwasserstoff in Volumenprozent gemessen wird.
dann 18 Stunden auf -20 C/und hierauf erneut 6 Stunden auf 600C erwärmt. Dieser Behandlungszyklus wird 20 mal wiederholt, worauf die Auftrennung bzw. Abscheidung von geliertem flüssigem Kohlenwasserstoff in Volumenprozent gemessen wird.
*3) Das Kohlenwasserstoffgel wird 60 Tage bei -200C gelagert,
worauf die Auftrennung bzw. Abscheidung von geliertem flüssigem Kohlenwasserstoff in Volumenprozent gemessen wird.
*4) Das Kohlenwasserstoffgel wird 90 Tage bei 25°C gelagert, worauf die Auftrennung bzw. Abscheidung von geliertem flüssigem
Kohlenwasserstoff gemessen wird.
309843/0916
Wie aus den in Tabelle I aufgeführten Ergebnissen zu ersehen
ist, weisen die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung trotz eines Gehalts an flüssigem Kohlenwasserstoff von 99 Prozent
eine höhere Stabilität als die Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der Technik auf, obwohl deren Kohlenwasserstoffgehalt nur
97 Prozent beträgt. Weiterhin besitzen die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung Konsistenzwerte von 415 bis 470 (je größer
dieser Wert ist, desto weicher ist das Produkt) und sind damit pumpfähig.
Einige gemäß Beispiel 1 hergestellte erfindungsgemäße Kohlenwasserstoff gele, sowie zum Vergleich reines Kerosin v/erden in einem
Zerstäubungsbrenner (Zerstäubungsdruck 10 kp/cm ) eines Heißwasserkessels
verfeuert, wobei die Rauch- bzw. Rußkonzentration im Rauchgas mittels eines Bacharach-Ilußrneßgeräts gemessen
und die Hauchgase jeweils gaschromatographisch quantitativ
analysiert werden. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der Tabelle II zusammengefaßt.
30 9 8 43/0916
co ο co co
| Brennstoff - | Brennstoff verbrauch , Liter/h · |
Rauchkon zentration Rußzahl)· |
Bestandteile des Verbrennungsgases (trocken) . -.- |
Sauerstoff- - (Vol.-JÖ |
Kohlenmonoxid (Vol.-90 . · |
| Kerosin | 4,5 | 0 | Kohlendioxid (Vol.-90. |
6,5 | Qf0 |
| erfindungsge mäßes Jxohlen- .wasserstcff- gel |
4,5 | 0 | • H,5 | . 6y3 - 6,6 | 0,0 |
| Kerosin | 4,5 | 2* | llf2 - 11,8 | 57O | 0,0 |
| erfindungsge mäßes Kohlen wasserstoff öl |
2 | 13TO | 4,8 - 5,2 | • 0,0 | |
| 12f8 - 13;3 |
*) Verringerte Luftzufuhr
Wie aus den in Tabelle II aufgeführten Ergebnissen zu ersehen
ist, weisen die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung ähnlich bzw. praktisch gleich gute Verbrennungseigenschaften wie das
Kerosin auf und sind aber dennoch weitaus weniger dünnflüssig, so daß sie, selbst wenn der sie enthaltende Tank, z.B. durch ein
Erdbeben oder eine andere starke Erschütterung f gekippt oder beschädigt
wird, nicht oder nur schwer auslaufen und damit sehr sicher handhabbare Brennstoffe darstellen.
.Beispiel 3
Nach Beispiel 1 hergestellte erfindungsgemäße Kohlenwasserstoffgele,
reines Kerosin sowie ein herkömmliches Kohlenwasserstoffgel werden jeweils 20 Stunden im Brenner eines Heißwasserkessels
mit einem Topf- bzw. Verdampfungsbrenner, der mit einer herkömmlichen elektrischen Zündvorrichtung und einer
Zahnradspeisepumpe ausgerüstet ist, verfeuert, wobei die Verbrennungseigenschaften
untersucht werden. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in Tabelle III wiedergegeben.
| Brennstoff | Brenn stoff verbrauch, Liter/h |
Rauchkon zentra tion (Rußzahl) |
Im Brennertöpf angesam- , .melter Kohlenstoff |
Im oberen Teil (g) |
| Kerosin | 2,0 | 0 | Im Bodenteil (g) |
16 |
| erfindungsge mäßes Kohlenwas serstoffgel |
2,0 | 0 | 2,0 " " |
10-15 ! |
| herkömmliches Kohlenwasser stoffgel |
2,0 | 0 | 1,5-2,5 | I 12-20 |
| 5,0-10,0 |
309843/0916
Wie aus den in Tabelle III wiedergegebenen Versuchsergebnissen
zu ersehen ist, sind die Verbrennungseigenschaften des erfinduhgsgemäßen
Kohlenwasserstoffgels beim Verbrennen in einem Topfbrenner ebenso wie bei der Verwendung in einem Zerstäubungsbrenner
gleich gut oder sogar besser als diejenigen von Kerosin und weitaus besser als diejenigen des zum Vergleich untersuchten
Kohlenwasserstoffgels nach dem Stand der Technik.
Wie in Beispiel 1 bereits erwähnt, sind die erfindungsgemäßen
Kohlenwasserstoffgele außerordentlich stabil, ohne daß dafür
eine Verschlechterung der Verbrennungseigenschaften gegenüber
dem als Ausgangsmaterial verwendeten Kerosin in Kauf genommen zu werden braucht.
Die Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der Technik sind dagegen selbst bei einem geringeren Kohlenwasserstoffgehalt von
nur 97 Prozent, wie aus Tabelle I zu ersehen ist, weniger stabil und brechen bei einem Kohlenwasserstoffgehalt von 99 Prozent
bereits, wenn man sie nur etwa 10 bis 20 Tage bei Raumtemperatur stehen läßt, wobei sie sich in Kerosin, Wasser und das
Gelierungsmittel auftrennen. Außerdem sammeln sich bei der Verwendung
der herkömmlichen Kohlenwasserstoffgele im Brennertopf große Mengen an Kohlenstoff-Rückständen an, so daß diese Produkte
in der Praxis kaum Verwendung finden.
Aus den vorstehenden Versuchsergebnissen ist somit klar ersichtlich,
daß die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung einen erheblichen Fortschritt gegenüber dem Stand der Technik darstellen.
30984 3/0916
Beispiel 4
Analog Beispiel 1 werden einige als Düsentreibstoff verwendbare Kohlenwasserstoffgele hergestellt.
Diese erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele sowie zum Vergleich einige Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der Technik
werden analog Beispiel/! bezüglich ihrer Stabilität und Konsistenz
untersucht, um ihre praktische Verwendbarkeit zu'ermitteln« Die Ergebnisse dieser Versuche sind in Tabelle IV
zusammengefaßt.
309 8 43/0916
| Bestandteile des Kohlenwasser- stoffgels ((Jew,-96) |
(Jelierungs- mittel |
Wasser te/ |
Stabilität (abgeschiedene Menge in VpX-7%) - ' |
Tief temp.:. | Raum- temp.- |
Konsistenz |
| EKisentireib- eteff |
O7I (a) 0;2 (d) 0;2 (i) 0?2v(l, 8:2) |
0,4/ 0,8 0,6 0,4 |
Gefroren- Hoehtemp. |
0 0 ■ 0 7,2 |
0000 | 460 . 455 440 ■415' |
| 99; 5 99,0 99; 2 99,4 |
Technik - 0,3 Cq) I7O (») |
0,7 2,0 |
0,5 X7T |
1 77 65 |
31 ' ' 17 |
405 , ' 380 |
| Stand der 99?0 97?O |
100 100 |
Wie aus den in Tabelle IV aufgeführten Versuchsergebnissen zu ersehen ist, besitzen die vier erfindunqsgemäßen Kohlenwasserstoffgele
eine erheblich höhere Stabilität als die Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der Technik und können selbst unter
ungünstigen Bedingungen lange Zeit stabil gehalten werden. Weiterhin besitzen die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele
eine brauchbare Konsistenz (460 bis 410) und sind daher pumpfähig.
Die Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der Technik brechen dagegen
leicht, wenn man sie bei Raumtemperatur stehenläßt und weisen Konsistenzwerte von nur 405 bis 380 (sehr hart) auf, so ,
daß sie sich für einen Einsatz in der Praxis nicht eignen.
Die Versprüh- und Verbrennungseigenschaften der gemäß Beispiel 4
hergestellten erfindungsgemäßen und herkömmlichen Kohlenwasserstoffgele
sowie des zu ihrer Herstellung verwendeten Düsentreib-Stoffs allein werden unter Verwendung eines Modells eines kleinen
Spiraleinspritz-Düsenmotors untersucht. Bei einem Ein-
spritzdruck von 5 kp/cm oder mehr weisen alle erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele die gleiche Versprühbarkeit wie der Düsentreibstoff
allein sowie ausgezeichnete Verbrerinungseigenschaften beim Zünden des Sprühnebels auf. Die Kohlenwasserstoffgele nach
dem Stand der Technik sind dagegen zu hart und können daher nur unvollständig oder überhaupt nicht versprüht werden.
Außerdem wird unter Verwendung eines 10 cm breiten, 100 cm langen und 2 cm tiefen Trogs aus korrosionsbeständigem Stahl, der
mit den zu prüfenden Produkten gefüllt wird, jeweils die Flam-
309 8 43/0916
menausbreitgeschwindigkeit bei den erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoff
gelen sowie zum Vergleich bei dem reinen Düsentreibstoff bestimmt. Die Flammenausbreitgeschwindigkeiten der erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele betragen 5 bis 10 cm/Sekunde
und damit weniger als 1/10 derjenigen des reinen Düsentreibstoffs (130 cm/Sekunde). Das bedeutet, daß nach der
Notlandung eines mit einem erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgel
betankten Flugzeugs die Passagiere noch entkommen können, bevor sich die Flammen ausbreiten,
Eine bestimmte Menge Wasser wird mit jeweils einem der in Beispiel
1 verwendeten erfindungsgemäßen Gelierungsmittel sowie einer Aminverbindung versetzt, worauf das Gemisch gründlich
verrührt und dann allmählich in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise in ein Gasöl eingetragen wird, wobei man jeweils ein erfindungsgemäßes
Kohlenwasserstoffgel erhält. Die Stabilität und Konsistenz dieser erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele wird
jeweils bestimmt und mit den entsprechenden Werten herkömmlicher Kohlenwasserstoffgele verglichen. Die Ergebnisse dieser Versuche
sind in Tabelle V zusammengefaßt.
309843/0916
| Bestandteile | Gas- . öl |
Gelierungs- mittel |
des Gels (Gew.-96) | Yfasser | Stabilität , ', in |
. (abgeschiedene Menge L VoI·—%) |
Raum temperatur |
Konsistenz | S3 |
| Erf inc | Lung | Amin | Gefroren - Hochtemp. |
Tief- temp. |
_& | ||||
| 99,2 | a. 0,2 | 0,4 | 0 | 440 | LH kl |
||||
| 98,1 | c Ό,4 | Diäthylentriamin . O, 2 | 1,0 | 0 | 0 | , 0 | •460 :' | ||
| 99,5 | θ 0.1 | Triäthylentetramin- ο 5 | 0,2 | 0 . | 0 | 0 | 420 | ||
| 99,0 | f 0 3 | Monoäthanolamin Qi | 0,5 | 0,3 | 08 | 0 | 445 | ||
| 93,9 | fc (8:2)-0r3- | Triäthanolamin b, 2 | 0,5 | 0 | 0 | 0 | 47G | ||
| 99,3 | 3 (8:2). 0,2 | Aminoäthyläthanolamin 0f3 | Ό,4 | 0 | 0 | 0 | : 450 | ||
| 99rO | k (8;2) 0;3 | Diäthanolamin 0,1 | 0,6 | 2,1 | 0,4 . | O | • 465 | ||
| 95,0 | a 0,1 | Dirnethyläthanolamin 0,1 | 4,8 | 1,0 ■ | 0 | Q/ | 470 . | ||
| 95,0 | C 0,1 | Diäthanolamin 0,1 | 4,8 | 1,0 | 0 | Q | 470 | ||
| 90,0 | e 0 1 | Monoäthanolamin' 0,1 | ' 4,8 | 1,5 | 0 | O ■ | 470 | ||
| 90,0 | f 0Tl | Diäthanolamin °fl | 4;8 | •1,5 | 0 ' | 0 | . 470 | ||
| Triäthanolamin 0; 1 | 0 | ||||||||
Tabelle V - Fortsetzung
O CD CO £-
-v. O CD
| Bestandteile des Gels (Gew.-%) | Gas- öl |
Gelierungs- mittel |
Amin | Wasser | Stabilität (abgeschiedene Men ge in Vol.-%) |
Tief- temp« |
Raumtem peratur |
Konsistenz, |
| Erf inc 98,0 98,0 97,0 |
lung a 0,2 e O7I. 1 (3:7) 0,2 |
Guanidin". O7I Dicyandiamid. 0,1 Dicyclohexylamin 0rl |
1,7 1,8 2,7 |
Gefroren - Hochtemp. |
OOP | 0 0 0 |
450 455 • 460 |
|
| Stand 99,0 97;0 |
der Technik m 0,3 ' P 1,0 |
- | 0,7' 2,0 |
0 0 0 L. |
86 27,. |
100 5 |
390 370 |
|
| 100 100 |
Wie aus den in Tabelle V wiedergegebenen Versuchsergebnissen
besitzen
zu ersehen ist, / die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele,
zu ersehen ist, / die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele,
allgemeinen die außer mindestens einer Verbindung der/Formel I eine Aminverbindung
enthalten, bessere Eigenschaften als herkömmliche Kohlenwasserstoffgele auf und können zudem einen höheren Kohlenwasserstoff
gehalt besitzen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß man nach dem Verfahren der Erfindung zwar
Kohlenwasserstoffgele mit einem Gasölendgehalt von 99,6 Gewichtsprozent
erhalten kann, zum praktischen Einsatz bestimmten Kohlenwasserstoffgelen jedoch vorzugsweise nur etwa 98 bis
9914 Gewichtsprozent Gasöl oder weniger einverleibt. Außerdem
sind die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung außerordentlich stabil. Ferner kann man ihre Konsistenz beliebig in einem
Bereich von 380 bis 460 einstellen, indem man ihren Gehalt an Gelierungsmittel und Aminverbindung in einem Bereich von 0,05
bis 20 Gewichtsprozent entsprechend variiert. Schließlich kann man durch Verwenden verhältnismäßig geringer Mengen erfindungsgemäßer
Gelierungsmittel gelierte Gasöle mit ziemlich hohem Wassergehalt (2 bis 20 Gewichtsprozent) erhalten, durch den der
stoff
Stickjoxidgehalt in Dieselmotorabgasen vermindert wird.
Stickjoxidgehalt in Dieselmotorabgasen vermindert wird.
In einem Dieselmotor werden die Verbrennungseigenschaften der nach Beispiel 6 hergestellten Kohlenwasserstoffgele mit einem
Gasölgehalt von 90 bis 98 Gewichtsprozent sowie ziemlich hohem Wassergehalt geprüft. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in
Tabelle VI zusammengefaßt.
309843/0916
O CO OO 4>· GJ
| Brennstoff | Wasser (Gew.- , *) |
Brenn stoff- - verbrauch (Liter/h) |
Rauch konzen tration (Rußzahl) |
Bestandteile des Verbrennungsgases • · (Trocken) |
Sauer stoff (Vol.-96.) |
Kohlen monoxid (Vol.-96) |
Stickstoff- oxid(e) (TpM) |
| Gasöl Erfindungsgemäßes ge- liertes Gasöl dto. dto. |
0,0 . 2T1 A1B 9,8 |
I7 20 I7 20 1,25 1,30 |
2,5 I7O;/ O75 |
Kohlen dioxid (Vol.-%) |
11,0 ■ 11,0 11,0 10;9 |
0; 02 0,02 0;02 • 0,02 |
800 *· ■ 630 •550 500 |
| 7,4 ^ 7,4 |
Aus den in Tabelle VI aufgeführten Versuchsergebnissen ist ersichtlich,
daß die Rauchkonzentration und der' Gehalt an Stickstoffoxiden in den Abgasen bei der Verwendung der Kohlenwasserstoffgele
der Erfindung geringer ist als bei der Verwendung von
nicht Gasöl allein. Der Grund für diesen Effekt ist/ganz klar, dürfte
jedoch wahrscheinlich auf das in den erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgelen
vorhandene Wasser zurückzuführen sein.
Die durch die erfindungsgemäßen Gelierungsmittel zu erzielende
Nstoff Verringerung der Rauchkonzentration und der Stickoxidemission
kann nicht nur bei Gasölen,'sondern auch bei verschiedenen anderen
flüssigen Kohlenwasserstoffen .von Vorteil sein, so daß die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung vor allem in der heutigen
Zeit, in der die Luftverunreinigung immer mehr zu einem äußerst ernsten Problem wird, einen erheblichen technischen Fortschritt
darstellen.
Aus Wasser als äußerer Phase, Kerosin als innerer Phase und den nachstehend aufgeführten erfindungsgemäßen Gelierungsmitteln
(A) bis (K) wird eine Reihe erfindungsgemäßer Kohlenwasserstoffgele hergestellt.
(A) Gemisch aus C12H2C-O-(CH2CH2O)10H und Pelargonsäure
(Mischungsverhältnis 9 ϊ 1 bzw. 5 : 5);
(B) Gemisch aus C18H^7-O-(CH2CH2O)10H und Diäthanolaminlaurat
(Mischungsverhältnis 3 :7);
(C) Gemisch aus C8H17-O-(C3H7O)15-(CH2CH2O)15H und Weinsäure
(Mischungsverhältnis 8 : 2, 5 : 5 bzw. 2:8)·
(D) Gemisch aus C9H19"|fj]~O"iCI3H7O)3"(C2H4O)15H
und Adipinsäure (Mischungsverhältnis 5 : 5 bzw. 2:8)?
3098 4 3/0916
(E) Gemisch aus CgH17COO-(C4H8O)4-(C2H4O)15H und Bernsteinsäure
(Mischungsverhältnis 5:5 bzw. 3 : 7) ?
(F) Gemisch aus c„HnnCON<Yn2542HoS und Acrylsäure
9 19 >l^2 4 '10
(Mischungsverhältnis 8:2);
(G) Gemisch aus Polyoxyäthylensorbitanmonooleat (P = 16) und
Sebacinsäure (Mischungsverhältnis 8 j 2 bzw. 5 : -5);
(H) Gemisch aus C18Hj17-NH-(C2H4O)^H und Citronensäure
(Mischungsverhältnis 5 : 5),'
(I) Gemisch aus H(OC2H4J1Q-O-(C4HgOJ1 Q-(C2H4O)10H und Glukon-
(I) Gemisch aus H(OC2H4J1Q-O-(C4HgOJ1 Q-(C2H4O)10H und Glukon-
säure (Mischungsverhältnis 8:2)-, (J) Gemisch aus H(OC2H^)10-O-(C3H7O)5-(C4H8O)5-
(0,H7O)5-(C2H4O)10H und Oxalsäure (Mischungsverhältnis
5:5 bzw. 3:7)
und
(K) Gemisch aus °2ΐΗ43~^ί:ίγ^]"ο-ίσ2Η4ο^25Η und Ä*hylendiamin-
(K) Gemisch aus °2ΐΗ43~^ί:ίγ^]"ο-ίσ2Η4ο^25Η und Ä*hylendiamin-
tetraessigsäure (Mischungsverhältnis 5:5).
Zum Vergleich werden auch Kohlenwasserstoffgele unter Verwendung folgender herkömmlicher Gelierungsmittel hergestellt:
(L) Polyoxyäthylendodecylphenyläther (P =10)·,
(M) Polyoxyäthylensorbitanmonooleat (P = 16)',
(N) -Polyoxyäthylenoleyläther (P = 15),
(0) Kondensationsprodukt aus Stearinsäure und Diethanolamin
und
(P) π η
(P) π η
30984 3/0918
Die Herstellung und Prüfung der Kohlenwasserstoffgele wird analog Beispiel 1 durchgeführt (Rührgeschwindigkeit 200 UpM).
Die bei diesen Versuchen erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle VII zusammengefaßt.
309843/0916
C£J CXt ■ρω
>*. ο co
| Bestandteile des Kohlenwasser- ' stoff gels (Gew.-#) |
Gelierungsmit- tel *1) |
Wasser | Stabilität (abgeschiedene Menge in Vol;.-90 |
Tief- #3) · temp. *" |
Raum- ^.N temp. ' |
Konsistenz |
| Kerosin | 0;2 (A, 9 : 0,3 (B, 3 : 0,2 (C, 8 : 0,2 (C, 5 : 0,4.(E, 5 0/2 (P, 8 0,1 (G, 5 0;3 (I, 8 0;2 (J, 5 |
0,8 1,2 0,6 l;0 2;1 °,9 0,5. I1J 0,Ί |
Gefroren - ^2V Hochtemp. ' |
^180 Tage >180 . 150 >180 >180 >180 140 >180 180 |
>365Tag >365 280 >365 >365 ^365 270 >365 340 |
445 . 460 . 445 ' . 455 460 . 450 • 435 , 450 |
| Erfindung 99ΤΟ 98,5 9972 98T8 97,5 98,9 ■ 99,4 98,4 99jl |
ι) t 7) ' 2) 5) .5) : 2) : 5) : 2) : 5) |
0^0 * ' P,5 o,o ■ · 0;° o,o • V ' 0,0 ■· 1,2 |
Tabelle VII (Fortsetzung)
| Bestandteile des Kohlenwasser stoff gels (Gew.-%) |
Gelierungsraittel | Wasser. | Stabilität (abgeschiedene Menge in . | 91,0 * | Tief- ^3) temp. |
Raum- ^λ\ temp. |
Konsistenz | 380 |
| Kerosin | ■ • Technik |
Gefroren - #ρ\ Hochtemp. ' |
94,0 | • | *440 | |||
| Stand der | I7O (L) | 2,0 | ι | 71,0 | 15 Ta?e | Tage 30 ■ |
390 | |
| 97,0 | I7O (M) | 2,0 | 9,0. | 7 | 30 | •370 | ||
| Il | 1,0 (H) | 2,0 | 45.0 | 3 | 35 ' | 405 | ||
| It | 1,0 (0) | 2,0 | 35 | 45 ■. | ||||
| ■ Il | 1,0 (P) | 21 '. | 60 | |||||
| 1» |
TO Ca)
In Tabelle VII haben die Sternchen folgende Bedeutung:
*1) (A) bis (P) = Die vorstehend aufgeführten erfindungsgemäßen Gelierungsmittel (die in Klammern stehenden
Zahlen geben das jeweilige Mischungsverhältnis an).
*2) Das Kohlenwasserstoffgel wird 6 Stunden auf 6O0C erwärmt, dann
18 Stunden auf -2O°C abgekühlt und hierauf erneut 6 Stunden auf
6O0C erwämt. Dieser Behandlungszyklus wird 2o mal wiederholt,
worauf die Auftrennung bzw. Abscheidung von gelierten» flüssigem Kohlenwasserstoff in Volumenprozent gemessen wird. Ein kleinerer
Wert bedeutet größere Stabilität.
*3) Das Kohlenwasserstoffgel wird bei -200C gelagert und die
Zahl der Tage ermittelt, die es stabil bleibt. Je höher dieser Wert ist, desto größer ist die Stabilität.
*4) Bas Kohlenwasserstoffgel wird bei 25°ö gelagert und die
Zahl der Tage ermittelt, die es stabil bleibt. Je höher dieser Wert ist, desto größer ist die Stabilität.
Wie aus den in Tabelle VII aufgeführten Versuchsergebnissen zu ersehen ist, weisen die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele
selbst bei einem Gehalt an flüssigem Kohlenwasserstoff von 99 Prozent im Vergleich zu den Kohlenwasserstoffgelen nach dem
Stand der Technik (Kohlenwasserstoffgehalt nur 97 Prozent) eine
überlegene Stabilität auf. Außerdem besitzen die KoMenwasserstoffgele
der Erfindung eine Konsistenz von 415 bis 470 (je
höher dieser Wert ist, um so weicher ist das betreffende Material) und sind daher pumpfähig.
■ 3 09843/0916
Beispiel 9
Beispiel 2 wird unter Verwendung einiger der nach Beispiel 8
hergestellten Kohlenwasserstoffgele der Erfindung sowie von
reinem Kerosin als Vergleichssubstanz wiederholt. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle VIII wiedergegeben.
309843/0916
οο to
ο
| Brennstoff | Brennstoff verbrauch (Liter/h) |
Rauenkon zentration (Rußzahl) |
Bestandteile des Verbrennungsgases ...: (trocken) . |
\ 11,0 - 11,7" |
Sauerstoff (Vol.-96) |
Kohlenmonoxid (Vol.-%) |
| Kerosin ι |
0 | Kohlendioxid (Vol.-90 |
6;5 | °>° | ||
| erfindungsge mäßes Köhlen- wasserstoff- gel |
4,5 | 0 | 10; 5 | 6,4 - 6,8 | ο,ο · · | |
| Kerosin | 4,5 | 1O72 - 10,8 I ! |
5,0 | 0,0 | ||
| erfindungsge mäßes Kohlen wasserstoff gel |
V . | 2* J 11;5' | 4,9-5,3 | 0,0 | ||
| 2* |
*) Verringerte Luftzufuhr
Wie aus den in Tabelle VIII aufgeführten Versuchsergebnissen zu ersehen ist, weisen die Kohlenwasserstoffgele der Erfindung
ähnliche oder praktisch gleiche Verbrennungseigenschaften wie Kerosin auf, bleiben selbst bei langer Lagerung stabil und besitzen
eine erheblich geringere Fließfähigkeit als Kerosin, so daß sie selbst wenn ein erfindungsgemäße Kohlenwasserstoffgele
enthaltender Tank, z.B. durch ein Erdbeben^umgekippt oder behandhabbare
schädigt wird, nicht auslaufen und somit sehr sicher / Produkte
darstellen.
Beispiel 3 wird unter Verwendung der erfindungsgemäßen Gelierungsmittel
nach Beispiel 8 statt der erfindungsgemäßen
Gelierungsmittel nach Beispiel 1 wiederholt. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle IX wiedergegeben.
| Brennstoff | Brenn- stoff- ver- brauch, Liter/h |
Rau.chkon- zentra- tion (Rußzahl) |
Im Brennertopf angesam- '■' melter Kohle |
Im oberen i Teil (g) i |
| Kerosin | 2,0 | 0 | Im Bodenteil (g). |
16 j |
| erfindungsge mäßes Kohlenwas serstoffgel |
2,0 | 0 | 2,0 | 8-14 |
| herkömmliches Kohlenwasser stoffgel |
2,0 | 0 | 1,5-2,5 | 13-20 |
| 5,0-10,0 |
309843/0916
Wie aus den in Tabelle IX aufgeführten Ergebnissen zu ersehen
ist, weisen die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele
beim Verbrennen in einem Topf- bzw. Verdampfungsbrenner ebenso wie bei ihrer Verwendung in einem Zerstäubungsbrenner gleich
gute oder bessere Verbrennungseigenschaften als Kerosin und deutlich bessere Verbrennungseigenschaften als Kohlenwasserstoff
gele nach dem Stand der Technik auf.
Wie in Beispiel 8 bereits erwähnt, sind die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele außerordentlich stabil, ohne daß dafür
eine Verschlechterung der Verbrennungseigenschaften im Vergleich zu reinem Kerosin in Kauf genommen werden muß. Die Kohlenwasserstoffgele
nach dem Stand der Technik weisen dagegen selbst bei einem verhältnismäßig geringen Kohlenwasserstoffgehalt von nur
97 Prozent eine schlechtere Stabilität auf, wie aus Tabelle VII zu ersehen ist, und brechen, wönn sie den gleichen Kohlenwasserstoff
gehalt wie die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele,
d.h. 99 Gewichtsprozent, besitzen, wenn man sie nur etwa 1 bis 15 Tage stehen läßt, wobei sie sich in Kerosin und das
Gelierungsmittel auftrennen. Außerdem hinterlassen die herkömmlichen
Kohlenwasserstoffgele im Brennertopf große Mengen
Kohlenstoff-
an / Rückständen und finden daher in der Praxis kaum Anwendung.
Zusammenfassend kann also festgestellt werden, daß die Kohlenwasserstoffgele
der Erfindung den herkömmlichen Produkten weit überlegen sind.
309843/0916
Beispiel 11
Beispiel 4 wird wiederholt, wobei abweichend davon statt nach Beispiel 1 hergestellter erfindungsgemäßer Kohlenwasserstoffgele
analog Beispiel 8 hergestellte gelierte Düsentreibstoffe verwendet werden.
Ergebnisse
Die dabei erhaltenen / sind in Tabelle X wiedergegeben.
Die dabei erhaltenen / sind in Tabelle X wiedergegeben.
309843/0 916
CD OO -C--
| Bestandteile des Kohlenwasser stoffgels (Gew.-%) ""■" |
Gelierungs- mittel |
0,5 (L) | Wasser | Stabilität (abgeschiedene Menge in • Vol.-%) |
100 . | Tief- ι temp. |
Raum- temp. |
■ 460 |
| Düsen treib stoff |
T 0,1 (A, 5 : 5) |
1,0 (M) | Gefroren - Hochterap. |
100 · | Tage 140 |
Tage 230 |
450 * | |
| Erfindung 99,5' |
0,2 (C, 2 : 8). | 0.8 | ' 7,6* ·· | >180 | >365 | 455 | ||
| 99.0 | 0,2 (B, 5 : 5) | 0,6 | /^ 180 | >365 | .460 | |||
| 99,2 | 0,2 (K, 5 : 5) | 0,4 | I- 1,2 | >150 | .^365 | |||
| 99,4 | ! i Stand der Technik |
; 0,5 | 405 | |||||
| 99,0 | 0,7. | I | 3 | •12 | 380 | |||
| 97,0 | 2;0 | 7 | . 25 | |||||
Wie aus den in Tabelle X aufgeführten Versuchsergebnissen zu
stoff ersehen 1st, weisen die vier erfindungsgemäßen Kohlenwassergele
eine weitaus höhere Stabilität als die gelierten Düsentreibstoffe nach dem Stand der Technik auf und bleiben selbst bei
ungünstigen
langer Lagerung unter / Bedingungen stabil. Weiterhin weisen die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele eine brauchbare Konsistenz (460 bis 410) auf und sind daher pumpfähig. Die Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der Technik brechen
langer Lagerung unter / Bedingungen stabil. Weiterhin weisen die erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele eine brauchbare Konsistenz (460 bis 410) auf und sind daher pumpfähig. Die Kohlenwasserstoffgele nach dem Stand der Technik brechen
wenn man sie bei Raumtemperatur stehenläßt und sind außerdem sehr viskos (Konsistenz 405 "bis
380) und somit für einen Einsatz in der Praxis nicht- geeignet.
Beispiel 5 wird wiederholt, wobei jedoch statt der gemäß Beispiel 4 hergestellten gelierten Düsentreibstoffe die nach Beispiel
11 erhaltenen erfindungsgemäßen und herkömmlichen Kohlenwasserstoff gele verwendet werden. Die dabei erhaltenen Versuchsergebnisse sind mit den nach Beispiel 5 erzielten völlig identisch.
Beispiel 13
Beispiel 6 wird wiederholt, wobei jedoch abweichend davon statt in Beispiel 1 genannter einige der in Beispiel 8 angegebenen erfindungsgemäßen
Gelierungsmittel verwendet werden. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle XI aufgeführt.
309843/0916
| Bestandteile des Kohlenwasser stoffgels (Gew.-%) |
Gelierungs- mittel |
8) | Wasser | Stabilität (abgeschiedene • Vol.-96) |
Tief- temp. |
Menge in | Raum- temp. |
Konsistenz | |
| Gasöl | 0,2 (D, 2 : | 2) | 0;6 | Gefroren - Hochteinp. |
y 180 | • | . Tage >365 v |
450 | |
| 3098 | Erfindung 99;2 |
0,4. (G, 8 : | 5) 7) |
1J5 | <y>* . | >180 | Tage · | >365 | 460. |
| +>■ | 98,1. | O7I (H,.5 : 0,3 (J, 3 : |
7) | 277 | . °;° | 120 160 |
210 ' 290 ' |
• 440 · 455 . |
|
| ο to (Ti |
. 99,5 • 97,0 |
O75 (L, 3 : | 9,5 | 1,5 0,0 |
>180 | >365 | 465 | ||
| 90,0 | Technik | 0,0 | |||||||
| Stand der | 0,3 (H) | 0,7 | 4 | 35 . | 390 | ||||
| 99,0 | 0,5 (P) | 2>5 | ioo7o | 18 | 45 | 380 l | |||
| 977O | 100,0 | ||||||||
Wie aus den in Tabelle XI aufgeführten Versuchsergebnissen
zu ersehen ist, weisen die fünf erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele eine erheblich bessere Stabilität als die Kohlenwasserstoffgele
nach dem Stand der Technik auf und sind lange Zeit lagerbar. Weiterhin besitzen sie eine brauchbare Konsistenz
(460 bis 410) und können daher unter Zerstäubung verbrannt werden. Ferner erhält man unter Verwendung verhältnismäßig
geringer Mengen erfindungsgemäßer Gelierungsmittel
gelierte Gasöle mit ziemlich hohem Wassergehalt (2 bis 20 Gestoff
wichtsprozent), wodurch der Stickbxidgehalt in Dieselmotorabgasen
verringert werden kann.
Beispiel 7 wird unter Verwendung der 90 bis 97 Gewichtsprozent Gasöl und ziemlich große Mengen Wasser enthaltenden, nach Beispiel
13 hergestellten erfindungsgemäßen Kohlenwasserstoffgele
wiederholt. Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle XII zusammengefaßt.
309843/0916
ω ο co
| Brennstoff ■·'- | fässer (Gew.- |
Brenn stoff* ver brauch (Liter/h) |
Rauch konzen tration (Rußzahl) |
r Bestandteile des Verbrennungsgases • i (Trocken) |
Sauer stoff (Vol.-50 |
Kohlen monoxid (Vol.-?0 |
Stickstoff oxid(e) (TpM) |
| Gasöl · erfindungsgemäßea ge- liertes Gasöl dto. dto. |
2,7 9,5 |
1,20 • 1,20 ' 1,20 1,30 |
2,5 V 0,5 |
Kohlen dioxid (Vol. -%) |
11,1 . 11,2 •U,2 . |
0^02 0,02 0,02 0,02 |
800 690 540 ; 360 |
| 7'5 •7,4· 7,3 |
Wie aus den in Tabelle XII aufgeführten Versuchsergebnissen zu
ersehen ist, ist bei Verwendung der Kohlenwasserstoffgele der
stoff
Erfindung die Rauchkonzentration und die Stickbxidmenge in den Verbrennungsgasen geringer als bei der Verwendung des als Ausgangsmaterial verwendeten Gasöls allein.
Erfindung die Rauchkonzentration und die Stickbxidmenge in den Verbrennungsgasen geringer als bei der Verwendung des als Ausgangsmaterial verwendeten Gasöls allein.
Beispiel 15
Beispiel 8 wird unter Verwendung einiger der dort aufgeführten erfindungsgemäßen Gelierungsmittel wiederholt, wobei jedoch abweichend
davon statt Kerosin verschiedene andere flüssige Kohlenwasserstoffe, wie Schweröl, Benzol und Xylol, verwendet werden.
Die dabei erhaltenen Kohlenwasserstoffgele weisen eine
bessere Stabilität als im Vergleich mit herkömmlichen Gelierungsmitteln hergestellte Kohlenwasserstoffgele auf.
bessere Stabilität als im Vergleich mit herkömmlichen Gelierungsmitteln hergestellte Kohlenwasserstoffgele auf.
309843/0916
Claims (18)
- Patentansprüchein der R, R1 und R" gleich oder verschieden sind und je einen Alkylrest oder eine direkte Bindung bzw. einen zwei- ' wertigen Rest der Formel (CH2) bedeuten, in der ρ eine Zahl mit einem Wert von O bis 50 ist, A. ein Wasserstoffatom oder ein Rest der Formel R1B, R, R"1, RNH2, R111NH3 oder R111D ist, in der R"1 einen Alkylrest oder eine direkte Bindung bzw. eine Gruppe der Formel (CH0) darstellt, in der q eine Zahl mit einem Wert von 0 bis 50 ist, B eine direkte Bindung oder eine Gruppe der Formel /(CK^m^^n' "*"n äer m und n 9leich oder verschieden sind und je eine Zahl mit einem Wert von O bis 50 bedeuten, und D eine Carboxylgruppe ist und/oder mindestens ein anorganischesallgemeinenoder organisches Salz einer Verbindung der/Formel I, gegebenenfalls in Kombination mit mindestens einem anderen bekannten Gelierungsmittel und/oder '■ -b) ein Gemisch aus mindestens einem nichtionischen Netzmittel mit einer Polyalkylenoxidkette im Molekül und mindestens einer Carbonsäure und/oder einem Salz einer Carbonsäure enthalten.30 9 343/0916-
- 2. Kohlenwasserstoffgel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Gelierungsmittel mindestens eine Verbindung derallgemeinen Formel I enthält. ,
- 3. Kohleni^asserstoffgel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich-allgemeinen .net, daß es als Verbindung der/Formel I mindestens eine Verbindung der allgemeinen FormelRNH(CH2J1^12CH2COOH, ·"-R 1CH2COQH,
RMH[(CH2)mNH]nR"C00H,R'COOHenthält, in der R, R1, R" und R'" gleich oder verschieden sind und ge einen Alkylrest oder eine direkte Bindung bzw. eine Grup-pe der Formel (CHp) bedeuten, in der ρ eine Zahl mit einem Wert/ 0 bis 50 ist und m und η die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben. - 4-, Kohlenwasserstoff gel nach Anspruch 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet, daß es als Gelierungsmittel ein Gemisch aus min-allgemeinendestens einer Verbindung der /Formel I und 90 bis 10 Gewichtsprozent mindestens eines anderen Gelierungsmittels mit einer Amido-, Carboxyl- oder Garboxylatgruppe im Molekül und/oder mindestens einem anderen nichtionischen oder kationischen Netzmittel ■ enthält.
- 5. Kohlenwasserstoffgel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich-3 0 * S 4 3 / Q 9 1 6net, daß das Gelierungsmittelgemisch mindestens ein nichtionisches Netzmittel der allgemeinen Formel Ilsich von einem enthält, in der Z eine alkoxylierbare Gruppe, OR eine/Alkylen-Zahl mit einem Wert oxid ableitende Gruppe, η eineyvon 1 bis 2000 oder mehr und meine der Zahl der funktioneilen Gruppen in Z entsprechende Zahl ist. '
- 6. Kohlenwasserstoffgel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich mindestens eine Aminverbindung enthält.
- 7. Kohlenwasserstoffgel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aminverbindung mindestens ein primäres, sekundäres und/oder tertiäres Amin enthält.
- 8. Kohlenwasserstoffgel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,· daß es als Aminverbindung Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Hexyl-, Octyl-, Lauryl-, Dimethyl-, Diäthyl-, Äthylmethyl-, Dihexyl-, Dioctyl-, Trimethyl-, Triäthyl-, Monoäthanol-, Diäthanoi-, Triäthanol-, Diäthylentri-, Hexaäthylenpent-, Dicyclohexyl- und/oder ein Polyäthylenpolyamin mit einem Polymerisationsgrad von 5 bis 60, Trimethyllaurylammonium, Aminoäthylaminoäthanol, Dicyandiamid, Guanidin und/ oder ein Guanidinsalz enthält.
- 9· Kohlenwasserstoffgel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es als Gelierungsmittel ein Gemisch aus mindestens einem nichtionischen Netzmittel mit einer PoIyoxyalkylenkette im Molekül und mindestens einer Carbonsäure und/oder mindestens einem Salz einer Carbonsäure enthält.3G9843/0916
- 10. Kohlenwasserstoffgel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein nichtionisches Netzmittel der Formel II enthält.
- 11. Kohlenwasserstoffgel nach Anspruch 10, dadurch gekenn-, Λ ' . ., allgemeinenzeichnet, daß es mindestens ein nichtionisches Netzmittel der / Formel II enthält, in der Z ein Rest der allgemeinen FormelR 0 0R-COO-, ^- Vo-, R-O-, R-G-N-, R-C-N< , R-N < ,R RΠ
oderist, in der R einen Alkylrest und X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder die SO-Gruppe, einen -O-(Alkylenoxidblockcopolymer)-rest oder den Rest eines mehrwertigen Alkohols oder eines Polycarbonsäurederivate bedeutet. - 12. Kohlenwasserstoffgel nach einem der Ansprüche 9 bis 11,dadurch gekennzeichnet, daß es als Carbonsäure . und/oder Carbonsäuresalz mindestens eine Mono-, Di-, Poly- und/oder Hydroxycarbonsäure und/oder mindestens ein Salz einer solchen Säure enthält.
- 13. Kohlenwasserstoffgel nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es als Carbonsäure und/oder Carbonsäuresalz Öl-, Laurin-, Pelargon-, Propion-, Oxal-, Bernstein-, Fumar-, Sebacin-, Adipin-, Äthylendiamintetraessig-, Polyacryl-, Polymethacryl-, Wein-, Citronen-, Glucon- und/oder Glycolsäure und/oder eines oder mehrere Salze dieser Säuren enthält.309843/0916
- 14. Kohlenwasserstoffgel nach einem der Ansprüche 9 Ms 13, dadurch gekennzeichnet, daß es nichtionische(s) Netzmittel und Carbonsäure(n) und/oder Carbonsäuresalz(e) in einem. Mengenverhältnis von 9 : 1 bis 1 : 9 enthält.
- 15. Kohlenwasserstoffgel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß es 80 bis 99,6 Gewichtsprozent flüssigen Kohlenwasserstoff enthält.
- 16. Kohlenwasserstoffgel nach eine der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß es Wasser und/oder Gelierungsmittel in einer Menge von 0,05 bis 19-Gewichtsprozent enthält.
- 17. Verfahren zur Herstellung-von Kohlenwasserstoffgelen nach einem der Ansprüche 1 bis 16, durch Gelieren mindestens eines flüssigen, in einem Bereich von 30 bis 39O°C siedenden Kohlenwasserstoffs in einer Menge von mindestens 80 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht des Kohlenwasserstoffgels, mit Wasser und mindestens einem Gelierungsmittel in einer Menge von jeweils mindestens 0,05 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht des Kohlenwasserstoffgels, dadurch gekennzeichnet, daßals Gelierungsmittelallgemeinena) mindestens eine Verbindung der /Formel I und/oder mindestensein anorganisches oder organisches Salz einer Verbindung der Formel I, gegebenenfalls in Kombination mit mindestens einem anderen bekannten Gelierungsmittel und/oderb) ein Gemisch aus mindestens einem nichtionischen Netzmittelmit einer Polyalkylenoxidkette im Molekül und mindestenseinemeiner Carbonsäure und/oder EaIz einer Carbonsäure verwendetwird .309843/0916
- 18. Gelierungsmittel zur Herstellung von Kohlenwasserstoffgelen nach einem der Ansprüche 1 bis 16, insbesondere nach dem Verfahren gemäß Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß es als wesentlichen Bestandteilallgemeinena) mindestens eine Verbindung der/"Formel I und/oder mindestensein anorganisches oder organisches Salz einer Verbindungallgemeinender\ Formel i, gegebenenfalls in Kombination mit mindestens einem anderen bekannten Gelierungsmittel und/oderb) ein Gemisch aus mindestens einem nichtionischen Netzmittelmit einer Polyalkylenoxidkette im Molekül und mindestenseinem
einer Carbonsäure und/oder ßalz einer Carbonsäure enthält.309843/0916
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3743872A JPS5121408B2 (de) | 1972-04-13 | 1972-04-13 | |
| JP47068407A JPS5121645B2 (de) | 1972-07-08 | 1972-07-08 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2318570A1 true DE2318570A1 (de) | 1973-10-25 |
| DE2318570B2 DE2318570B2 (de) | 1974-11-21 |
| DE2318570C3 DE2318570C3 (de) | 1975-07-03 |
Family
ID=26376556
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2318570A Expired DE2318570C3 (de) | 1972-04-13 | 1973-04-12 | Kohlenwasserstoffgele |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3850586A (de) |
| DE (1) | DE2318570C3 (de) |
| FR (1) | FR2207181B1 (de) |
| GB (2) | GB1421214A (de) |
Families Citing this family (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3969087A (en) * | 1974-08-07 | 1976-07-13 | Ajinomoto Co., Ltd. | Gels of nonpolar liquids with N-acyl amino acids and derivatives thereof as gelling agents |
| US4780221A (en) * | 1987-06-15 | 1988-10-25 | Halliburton Company | Method and composition for viscosifying hydrocarbons |
| DE69621827T2 (de) * | 1995-08-29 | 2003-02-27 | Penreco, Houston | Transparente gel-kerzen |
| US6124513A (en) | 1997-06-20 | 2000-09-26 | Pennzoil-Quaker State Company | Ethylene-alpha-olefin polymers, processes and uses |
| US6586646B1 (en) | 1997-06-20 | 2003-07-01 | Pennzoil-Quaker State Company | Vinylidene-containing polymers and uses thereof |
| US20030083209A1 (en) * | 2001-10-22 | 2003-05-01 | Moodycliffe Timothy I. | Viscosity modification of petroleum distillates |
| ES2301358B1 (es) * | 2006-05-12 | 2009-06-22 | Repsol Ypf, S.A. | Nueva composicion de combustible estabilizado. |
| CN112384598A (zh) * | 2018-05-08 | 2021-02-19 | 诺力昂化学品国际有限公司 | 用于柴油燃料乳液的烷基亚氨基衍生物 |
| CN116731757B (zh) * | 2023-06-19 | 2025-07-11 | 浙江大学 | 一种水/碳氢燃料乳液凝胶及其制备方法 |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2828265A (en) * | 1952-02-05 | 1958-03-25 | Standard Oil Co | Complex of polyoxyalkylene compounds with metal salts and organic liquids thickened with same |
| US2860103A (en) * | 1954-10-12 | 1958-11-11 | Pan American Petroleum Corp | Making gelled hydrocarbons |
| US3539310A (en) * | 1955-06-08 | 1970-11-10 | Us Army | Hydrocarbon gelling process using aluminum soap thickeners with surface active agents |
| US3418092A (en) * | 1965-05-13 | 1968-12-24 | Mobil Oil Corp | Inhibited distillate fuel oils |
-
1973
- 1973-03-30 US US00347405A patent/US3850586A/en not_active Expired - Lifetime
- 1973-04-11 GB GB5290374A patent/GB1421214A/en not_active Expired
- 1973-04-11 GB GB1732073A patent/GB1421213A/en not_active Expired
- 1973-04-12 DE DE2318570A patent/DE2318570C3/de not_active Expired
- 1973-04-13 FR FR7313541A patent/FR2207181B1/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1421214A (en) | 1976-01-14 |
| FR2207181A1 (de) | 1974-06-14 |
| GB1421213A (en) | 1976-01-14 |
| US3850586A (en) | 1974-11-26 |
| FR2207181B1 (de) | 1977-07-29 |
| DE2318570B2 (de) | 1974-11-21 |
| DE2318570C3 (de) | 1975-07-03 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| US4173455A (en) | Fire-safe hydrocarbon fuels | |
| DE60122470T2 (de) | Wasser-flüssigkohlenwasserstoffemulsion enthaltender brennstoff | |
| DE1937000A1 (de) | Kraft- und Brennstoffemulsionen | |
| DE2941472C2 (de) | ||
| DD147683A5 (de) | Kraftstoffe und heizoel,verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung | |
| DE69921281T2 (de) | Brennstoffe mit erhöhter Schmiereigenschaft | |
| DE2318570A1 (de) | Kohlenwasserstoffgele, verfahren zu ihrer herstellung und gelierungsmittel zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE69517383T3 (de) | Treibstoffzusatzzusammensetzungen, die ein aliphatisches amin, ein polyolefin und ein poly(oxyalkylen)monool enthalten | |
| DE2351611A1 (de) | Treibstoffzusatz | |
| DE2942122A1 (de) | Suspension und verfahren zur herstellung | |
| DE970812C (de) | Heizoele | |
| US4744797A (en) | Mixed fuel of coal powder or the like and heavy oil | |
| US3547605A (en) | Stabilization of metal oxide dispersions | |
| DE102007019536A1 (de) | Dieselkraftstoffzusammensetzungen | |
| DE69905504T2 (de) | Mineralöl- und/oder naturöl-emulsion enthaltende motorbrennstoffe, deren herstellung und verwendung in brennkraftmaschinen | |
| DE69934997T2 (de) | Dieselbrennstoffzusatzszusammensetzung und verfahren zur dieselbrennstoffebehandlung | |
| DE486778C (de) | Treibmittel fuer Verbrennungskraftmaschinen | |
| EP0064974A1 (de) | Zusätze oder zusammensetzungen mit hohem entzündungspunkt für benzin- und dieselbrennstoffe | |
| DE2102559A1 (de) | Neue Imidverbindungen, Verfahren zu deren Herstellung, sowie ihre Anwendung als Kraftstoffzusatzmittel | |
| WO2001062876A1 (en) | Compositions | |
| US2940942A (en) | Fire retardant composition comprising gilsonite, mineral filler and fatty acid soap | |
| US2685502A (en) | Diesel fuel | |
| JP2012126759A (ja) | エマルジョン燃料用乳化剤組成物とエマルジョン燃料及びその製造方法 | |
| RU2266947C1 (ru) | Топливная композиция | |
| US20140318004A1 (en) | Composition |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |