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DE231813C - - Google Patents

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Publication number
DE231813C
DE231813C DENDAT231813D DE231813DA DE231813C DE 231813 C DE231813 C DE 231813C DE NDAT231813 D DENDAT231813 D DE NDAT231813D DE 231813D A DE231813D A DE 231813DA DE 231813 C DE231813 C DE 231813C
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DE
Germany
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solution
parts
arabic
gum
water
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Active
Application number
DENDAT231813D
Other languages
English (en)
Publication of DE231813C publication Critical patent/DE231813C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/09Photosensitive materials characterised by structural details, e.g. supports, auxiliary layers
    • G03F7/115Photosensitive materials characterised by structural details, e.g. supports, auxiliary layers having supports or layers with means for obtaining a screen effect or for obtaining better contact in vacuum printing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • ing And Chemical Polishing (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 231813-KLASSE 57d. GRUPPE
Dr. HANS STRECKER in MÜNCHEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. November 1908 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein
Verfahren zur Zerlegung der Halbtöne an Druckformen, die nach Art der Heliogravüre durch Ätzung von mit einer belichteten Schicht bedeckten Platten hergestellt werden.
Während aber bei den bekannten Verfahren der Heliogravüre (vgl. E d e r , Handbuch der Photographie, S. 498, 1 u. ff.) das Korn entweder unter öder auf der lichtempfindlichen Schicht angebracht wurde, wird das Korn bei dem Verfahren der Erfindung in die Schicht verlegt.
Für die lichtempfindliche Schicht wird ein Gemisch von Fischleim und arabischem Gummi benutzt, was für diesen Zweck auch schon von T a 1 b 0 t und später von Fleck (vgl. Notizkalender für Chemigraphen und Reproduktionstechniker, Halle a. S. 1902, S. 97), aber zugleich mit einer' besonderen Körnung vorgeschlagen worden ist.
Bei den erwähnten Verfahren ist die Halbtonzerlegung unvollkommen, weil das Aquatintakorn insbesondere für Hochdruckzwecke nur schwierig genügend grob, vor allem genügend gleichmäßig zu erhalten ist. Hierzu kommt die Umständlichkeit der getrennten Herstellung der Aquatintakörnung und der lichtempfindlichen Schicht.
Nach dem erfundenen Verfahren wird eine Mischung von arabischer Gummilösung und Chromfischleimlösung in einer solchen Zusammensetzung benutzt, daß sich die Gummilösung in der Chromfischleimlösung in Form von Tröpfchen abscheidet, und daß diese Tröpfchen nach dem Aufgießen der Mischung auf . die Platte ein deutlich sichtbares und 'regelmäßiges Korn bilden. Da arabisches Gummi, wie sich gezeigt hat, in nicht zu dünner Schicht auf einer Metallplatte aufgetragen und getrocknet, in starker Eisenchloridlösung auf eine lange Zeitdauer ätzbeständig ist, so ersetzt das erwähnte Gummikorn nach dem Trockenprozeß innerhalb der erforderlichen Ätzzeit das angeschmolzene Aquatintakorn bei der Halbtonzerlegung völlig.
Die notwendigen Mischungsverhältnisse sind: für die Lösung des arabischen Gummi in Wasser ι Teil Gummi auf 1 bis 6 Teile Wasser, für die Lösung des Fischleims in Wasser 1 Teil dickflüssiger Fischleim (mit etwa 50 Prozent Trockensubstanz) auf 1 bis 6 Teile Wasser.
Für die lichtempfindliche Schicht nimmt man auf ι Teil Gummilösung 1 bis 8 Teile Fischleimlösung.
Der Gehalt der Mischung an Chromsalz ist für das Verfahren der Erfindung unwesentlich. Je nach der Menge und Art des Chromsalzes wird in bekannter Weise lediglich die Abstufung der Bildtöne beeinflußt. Es ist auch einerlei, ob das Chromsalz der Gummilösung oder der Fischleimlösung vor dem Mischen beider zugesetzt wird oder ob das Chromsalz erst nach dem Mischen der nicht chromierten Lösungen zugegeben wird.
Da das arabische Gummi teuer ist, eine verhältnismäßig hohe Konzentration der Lösung, wie angegeben, sich jedoch nicht vermeiden läßt, empfiehlt es sich, das arabische Gummi teilweise durch solche Stoffe zu ersetzen, die, wie das arabische Gummi, ätzbeständig sind, oder aber das arabische Gummi in bekannter Weise zu gerben, bevor es mit dem Fischleim
gemischt wird. Ein solches Gerben, z. B. durch Mischen der Gummilösung mit Chromalaunlösung, ist so wirksam, daß zu kurz dauernden Ätzungen die Stärke der Gummilösung sogar noch weiter herabgesetzt werden könnte, als angegeben ist. Für den teil weisen Ersatz des Gummis eignen sich neben billigeren Gummiarten und Pflanzenschleim vor allem Harze, Paraffin, Wachs, starres, weiches, flüssiges Fett
ίο (öl) usw. Diese Körper werden kalt oder warm, je nach ihren Lösungsverhältnissen, in Alkohol, Aceton oder einem anderen mit Wasser mischbaren, organischen Lösungsmittel gelöst und der Gummilösung durch Einrühren, Schütteln
0. dgl. einverleibt. Mit der Gummilösung bilden diese Körper eine Art Emulsion, in der die Teilchen der Körper feinst verteilt schweben. Der Menge nach empfiehlt es sich, der Gummilösung etwa ι bis 5 Prozent Ersatzkörper, bezogen auf das Trockengewicht des arabischen Gummis, zuzusetzen.
Um die Gummilösung und die Fischleimlösung sowie das Gemisch beider haltbar zu machen, ist es vorteilhaft, in bekannter Weise Antiseptica, z. B. Salycilsäure, Alkohol, Thymol, hinzuzufügen. Die leichte Verteilbarkeit der Flüssigkeitsmischung kann durch einen Gehalt an gewissen indifferenten Stoffen, wie z. B. Albumin gefördert werden. Der Gefahr des Übertrocknens der Schicht begegnet ein geringer Zusatz von Glyzerin, Traubenzucker o. dgl. Zur Regelung der Abstufung kann gegebenenfalls etwas inaktinischer Farbstoff zugesetzt werden.
Ist die Mischung der Gummilösung und der Fischleimlösung auch bei Gegenwart der erwähnten anderen Substanzen durch Schütteln, Rühren oder ein anderes inniges Vermengen gewährleistendes Verfahren vollzogen, so wird sie auf die Metallplatte aufgegossen und entweder in bekannter Weise im Schleuderapparat oder auf nivellierter Unterlage getrocknet. Die Trockentemperatur sollte dabei nicht über 60° steigen, um Zersetzungen zu verhindern. Ist die Schicht getrocknet, so wird unter dem Halbtonnegativ oder Halbtondiapositiv kopiert und ohne Entwicklung geätzt. Dies geschieht nach dem T a 1 b ο t sehen Verfahren in verschieden starken Eisenchloridlösungen von einer Konzentration oberhalb 30 ° Be. Die Ätzung könnte auch, worauf nebenbei hingewiesen sei, nach dem Patent 217771 elektrokaustisch vorgenommen werden. In dem einen oder anderen Falle bewahrt das arabische Gummi im Gegensatz zu dem die Ätzflüssigkeit durchlassenden Fischleim bis zum Schluß der Ätzung völlige Ätzbeständigkeit.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von körnig zerlegten Druckformen mittels Eisenchloriddurchätzung einer auf einer Metallplatte ausgebreiteten, belichteten, nicht entwickelten, mit Korn durchsetzten Chromatfischleimschicht, dadurch gekennzeichnet, daß als lichtempfindliche Schicht eine Bichromat enthaltende Mischung benutzt wird, die ι bis 8 Teile einer Lösung von 1 Teil Fischleim auf 1 bis 6 Teile Wasser und ι Teil einer Lösung von 1 Teil arabischem Gummi auf 1 bis 6 Teile Wasser enthält.
2. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gummilösung das arabische Gummi teilweise durch andere ätzbeständige Stoffe, wie Harz, ei'setzt ist, oder daß es eine Gerbung erhalten hat.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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JPS5734558A (en) * 1980-08-11 1982-02-24 Fuji Photo Film Co Ltd Photosensitive printing plate

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