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DE405962C - Verfahren zur Umwandlung von Silberbildern in Farbstoffbilder - Google Patents

Verfahren zur Umwandlung von Silberbildern in Farbstoffbilder

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Publication number
DE405962C
DE405962C DEB81145D DEB0081145D DE405962C DE 405962 C DE405962 C DE 405962C DE B81145 D DEB81145 D DE B81145D DE B0081145 D DEB0081145 D DE B0081145D DE 405962 C DE405962 C DE 405962C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iodine
silver
images
image
potassium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB81145D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BREWSTER FILM CORP
Original Assignee
BREWSTER FILM CORP
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BREWSTER FILM CORP filed Critical BREWSTER FILM CORP
Application granted granted Critical
Publication of DE405962C publication Critical patent/DE405962C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umwandlung von Silberbildern in Farbstoffbilder. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von farbigen Lichtbildern aus Silberbildern durch chemische Umwandlung des metallischen Silbers und Anlagerung von Farbstoffen an den Umwandlungsstoff.
  • Es ist bereits versucht worden, durchsichtige, farbige Lichtbilder durch Behandlung von Silberbildern mit jodjodkaliumlösung und nachträgliche Einfärbung herzustellen. Bisher sind aber praktisch vollkommen brauchbare Ergebnisse auf diesem Wege nicht erzielt worden. Das nach bekanntem Verfahren durch die Behandlung mit jodjodkaliumlösung erhaltene gegenüber dem ursprünglichen Silberbild wesentlich durchscheinendere Bild ist immerhin doch noch derart getrübt, daß es insbesondere zur Herstellung mehrfabriger Lichtbilder, bei denen zwei oder mehrere Bilder übereinandergelagert sind, wenig geeignet ist. Man hat auch schon versucht, diesen 21,7achteil dadurch zu vermeiden, daß man nach der Einfärbung das Silber herausfixierte, so daß ein nur aus Farbstoff bestehendes Bild zurückblieb. Durch dieses Herausfixieren des Silbers werden aber die Farbtöne und die Schärfe derUmrisse ungünstig beeinflußt.
  • Demgegenüber kommt es für die Erfindung darauf an, das Silber im Bild zu belassen, es aber in eine nahezu vollkommen durchsichtige, wahrscheinlich kollodiale Form überzuführen. Das so erhaltene Bild besteht aus einer transparenten Farbstoffabsorptionsverbindung von Jodsilber.
  • Der Erfinder hat festgestellt, daß man dieses Resultat erzielen kann, indm man die Zusammensetzung der Jodjodkaliumlösung gegen früher in der Weise verändert, daß der Gehalt an Jod höchstens fünf Gewichtsprozent des Gehalts an Jodkalium beträgt. Das mit solchen Lösungen erzielte Bild ist nahezu völlig gasklar, färbt sich vorzüglich ein und bedarf keiner für die Güte des Ergebnisses unter Umständen nachteiligen N achbehanrllung zum Herauslösen des Silbers. Die neuen Bilder sind auch für Mehrfarbenphotographie tadellos geeignet.
  • So, wie sich der Erfinder den Vorgang erklärt, wird das Silber bei dieser Behandlung cittrch das Jod in Jodsilber verwandelt, das dann durch das Jodkalium in ein Hydrosol des Jodsilbers umgewandelt oder »peptisiert<< #vir.d. Die Gelatine oder der sonstige entsprechende Bestandteil der Emulsion wirkt als ein Dialvsator und hält die Teilchen des Hydrosols oder kolloidalen Jodsilbers in den Stellungen fest, welche die entsprechenden das ursprüngliche Bild bildenden Silberteilchen inne hatten. Der Stoff, in welchen das Silber des ursprünglichen Bildes umgewandelt wird, ist sehr .durchsichtig und besitzt die Eigenschaft, Farben zu absorbieren und festzuhalten. Wenn der Film mit der gewünschten Farbe behandelt wird, so wird das Ursprungsbild durch ein solches ersetzt, das wenigstens teilweise aus der benutzten Farbe oder einer Verbindung derselben mit dem Stoffe besteht, welcher das eben erwähnte durchsichtige Bild bildet. Überschüssiges Tod oder Jodfarbe in dem Film wird durch ein Reduziermttel, beispielsweise durch Natriumbisulfit, beseitigt. --\'ach dem Waschen c\ ird die Bildschicht mit einer Farbe von der ge;viinschten Tönung, beispielsweise einer Aniliiifarbe, behandelt. Diese Farbe ist vorteilhaft, wenn auch nicht notwendigerweise, basisch. Die Stärke der Farblösung und die Datier .der Behandlung ist nicht wesentlich, da überschüssige Farbe ausgewaschen werden kann. Die Zeit zur Färbung eines guten Bilcles finit der als Malachitgrün bekannten Farbe in kräftiger Lösung bann weaiger als 5o Sekunden betragen. Wenn das Bild nur durch reflektiertes Licht wie ein Papierabzug lxetrachtet werden soll, so können die v erwendeten Farben oder Farbstoffe undurchsichtig oder geeignet sein, ein undurchsichtiges Bild zu ergeben, anders natürlich, wenn das Bild im durchfallenden Licht betrachtet oder durch Projektion vorgeführt werden soll.
  • Nach dem Bleichungsprozeß ist solange (ler Film naß ist, vor .der Einfärbung für gewöhnlich keine Spur des Bildes zu sehen. Nur wenn das ursprüngliche Bild sehr (licht oder stark war, kann man :bisweilen ein Relief desselben sehen. Wird der Film ohne Einfärbung getrocknet, dann erscheint gewölinlicli ein schwaches Bild von gelblicher Farbe. Die Durchsichtigkeit zeigt aber keine erhebliche Beeinträchtigung. Das erwähnte schwache Bild besteht wahrscheinlich aus kolloi:dalein Jodsilber oder vielleicht auch aus Spuren von gewöhnlichem (gelbem) Jodsilber.
  • Bei der Einfärbung gehen basische Farbstoffe hauptsächlich in das Bild im Verhältnis der im Ursprungsbild enthaltenen Silbermenge, wobei die hellen Lichter ganz oder nahezu farblos bleiben. Gewöhnlich genügt ein kurzes Auswaschen, um die hellen Lichter vollständig zu klären. Das I:,larhalten der hellen Lichter im Färbtingsbacle wird dadurch erleichtert, daß man den Film vor dem Bleichen, beispielsweise durch Formalin, härtet. Es ist auch vorteilhaft, das Farbbad etwas sauer zu halten, beispielsweise durch Zusatz einer schwachen organischen Säure, wie Essigsäure. Wenn der Film starker Belichtung unterworfen wird, so kann das Bild durch die meist üblichen Entwickler, beispielsweise durch Methol, wieder entwickelt werden. Wenn das Hy drosolbild in feuchtem Zustande erwärmt oder zu lange in eine reduzierende Lösung eingetaucht wird, so kann das Hydrosol seine Durchsichtigkeit verlieren, was auf seine Umwandlung in gewöhnliches Jodsilber hinweist.
  • Vorteilhaft soll das Bild vor dem Bleichungsprozeß ohne Schleierspuren, reich an Einzelheiten, dünn und sehr weich sein, d. h., es soll keine scharfen Kontraste aufweisen. Im praktischen Betriebe, besonders beim Färben von Filmen oder Platten für die Benutzung bei subtraktiven Verfahren der Farbenphotographie oder Kinematographie, wobei es erwünscht ist, daß die Farbenbilder so enig wie möglich durch rückständige schwarze oder anders gefärbte Grundbilder verschlechtert werden, wird nach der Erfindung vorteilhaft in folgender Weise verfahren; Der das Bild tragende Film wird erst in einer toprozentigen Lösung von Forinalin oder einem sonstigen .geeigneten Bade gehärtet, dann wenige Minuten gewaschen und dann .gebleicht, indem er mit einem Bade besprüht oder in ein Bad eingetaucht wird, (las beispielsweise aus 1/", g Jod, 5 g Jodkalium sowie einer derartigen Wassermenge besteht, daß die Mischung too ccm beträgt. Diese Behandlung wird so lange fortgesetzt, bis das ursprüngliche Bild verschwindet und durch ein verschwommenes oder schwaches Bild ersetzt wird, dessen helle Lichter mehr oder weniger mit Jod gefärbt sind. Dies (labert gewöhnlich ein bis zehn Minuten. Der Film wird dann gewaschen und mit einer ein- bis zweiprozentigen Lösung von \atriumbisulfit oder mit einem sonstigen ReAuziermittel behandelt, um das überschüssige Jod oder die Jodfärbung zu entfernen, worauf der Film gewaschen wird, uni -las Rerhiziermittel zu beseitigen. Der Film sollte nunmehr vollständig durchsichtig sein, ohne ein wahrnehmbares Bild, mit Ausnahme eines schwachen Reliefs, wenn das Ursprungsbild sehr dicht war. Der Film wirrl dann mit einem wässerigen Farbbande, beispielsweise von Malachitgrün oder Xylenrot, besprüht oder in dieses Bad eingetaucht. Die Stärke des Farbbandes ist unwesentlich, es kann sehr schwach oder auch eine .gesättigte Lösung sein. Die Behandlungszeit ist ebenfalls veränderlich und offenbar von der Stärke .des Farbbandes sowie der Menge des Silbers im Ursprungsbilde abhängig und kann jede Zeitspanne von wenigen Sekunden bis zu einer Stunde umfassen. Nach gründlichem Auswaschen zwecks Klärting <fier hellen Lichter kann der Film .getrocknet werden.
  • Kurz gesagt, die Bleichlösung sollte einen Stoff enthalten, der geeignet ist, das Silber in= ein Silbersalz, und zwar vorteilhaft ein Haloidsalz, zu verwandeln sowie einen Stoff, der geeignet ist, das Salz in die Form eines Hy drosols oder eine Absorptionsver#bindung zti überführen. Die Wirkung des ersterwähnten Bleichbades wird durch den Zusatz von freiem Jod in Alkohol beschleunigt uncl die Wirkung der anderen durch den Zusatz eines Oxydiermittels, wie Kaliumbichromat. Falls weg-en besonderer Dichte oder Stärke des ursprünglichen Bildes das Restbild für den angestrebten Zweck zu stark ist, so kann die Schwierigkeit allgemein durch Ansänerung des Bades oder Erhöhung der darin enthaltenen Säuremenge überwunden werden. Es hat sich gezeigt, daß, wenn der gebleichte Film gefärbt wird, ohne vorher trocknen zu können, jedes auf ihm vorhanden gewesene Restbild nach :dem Färben verschwindet oder weniger wahrnehmbar wird und mir geringen verschlechternden Einfluß auf die Farbe ausztifiben scheint, während, wenn der Film mit einem beträchtlichen Restbilde erst getrocknet wird, die Farbe !des durch -die Einfärbung hervorgebrachten Bildes sehr erlieblich ,beeinträchtigt werden kann.
  • Die Temperatur bei den verschiedenen Verfahrensabschnitten ist nicht wichtig. Nur kann bei höheren Temperaturen das durchsichtige Bild (falls feucht) mehr oder weniger trüb werden, wahrscheinlich vermöge Rückbildung von durchsichtigem Hydrosol zu undurchsichtigem Jolid, wie oben erläutert. Dies ist für den Fall nachteilig, daß das Bild in :durchfallendem Licht betrachtet oder durch Projektion vorgeführt «-erden soll. Für solche .Zwecke gibt eine Temperatur von rund 2r° C vorzügliche Ergebnisse.
  • Unter den verschiedenen brauchbaren Farben seien Pyr onin, Acridinr ot, Nylenr ot, Acr idinorange, Malachitgrün, Thioninblau, Methylenblau, Auramin, Methylengelb, Rhodamin, Magenta und Methylenviolett genannt. Tatsächlich konnte bisher keine basische Anilinfarbe festgestellt werden, welche völlig unbrauchbare Ergebnisse gezeitigt hätte.
  • Wegen der großen Schwierigkeit, die Natur der Verbindung genau zu bestimmen, und insbesondere wegen ider Schwierigkeit, das Hydrosol vom Hydrogel zu unterscheiden,-ist der Ausdruck »Hvdrosol« nicht in beschrä nkenclem Sinne zu verstehen, -sondern soll @bsorptionsverbinclningen umfassen, gleichviel, ob dieselben ein Hydrosol oder ein Hydrogel sind.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Umwandlung von Silberbildern in Farbstoffbilider durch Behandlung von jocljodkaliumlös.ung, dadurch gekennzeichnet, daß in der Lösung der Gehalt ,an Jod höchstens fünf Gewichtsprozent (lies Gehalts an Jodkalium beträgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung verwendet wird, die auf roo ccm etwa Jod, j g Jodkalium, Rest Wasser enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, d aß der Silberfil-in in eine Kaliumjodidlösung getaucht wird, die freies Jod in einer Menge von etwa zwei Gewichtsprozent des Kalitimjodids enthält, um ein Gel des Silberjodids zu bilden, worauf der Film .gewaschen und dann getrocknet wird, derart, daß der Film ein durchsichtiges Bild nach dem ersterwähnten @Vaschen und vor dem Einfärben zeigt.
DEB81145D 1915-02-26 1916-02-25 Verfahren zur Umwandlung von Silberbildern in Farbstoffbilder Expired DE405962C (de)

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