DE2317669A1 - Vorrichtung zum steuern eines werkzeugmaschinenelements - Google Patents
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Description
Vorrichtung zum Steuern eines Werkzeugmaschinenelements
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern eines Werkzeugmaschinenelements, insbesondere eines Ladearms,
der drei WinkeIste!lungeη einnehmen soll.
Die Steuerung eines Werkzeugmaschinenelements wie beispielsweise
eines Ladearms, der drei Stellungen einnehmen soll, z.B. eine Ruhezwischenstellung und zwei extreme Arbeitsstellungen, kann
leicht mit Hilfe einer dreistufigen Kurvenscheibe erfolgen. Jedoch muß eine solche Kurvenscheibe von Fall zu Fall entsprechend
den gewünschten Zeiten, im Verlaufe derer das zu steuernde Element jede der drei Stellungen einnehmen soll, und entsprechend
der Drehzahl der Kurvenscheibe ausgelegt werden. Ausserdem muß die Fertigung einer solchen Kurvenscheibe genau sein und
bedarf im allgemeinen langwieriger und kostspieliger Nacharbeiten, da jede von ihnen nur nach Einbau der Kurvenscheibe in die
Maschine und nach Prüfung erfolgen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuereinrichtung zu liefern, die einfacher ist und nur einer zweistufigen Kurvenscheibe
bedarf, deren Genauigkeit nicht sehr hoch zu sein braucht,
409832/0265
-2-
BERLlN: TELEFON (Ο311) 76 29 O7
KABEL: PROPlNDUS -TELEX Qt 84057
MÜNCHEN: TELEFON (08 11) 22 55 83 KABEL: PROPINDUS ■ TELEX OS 24 244
da die Kurvenscheibe das bewegliche Element nur aus seiner
Ruhestellung in eine seiner Arbeitsstellungen gelangen lässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Steuervorrichtung vorgeschlagen,
die erfindungsgemäss einerseits eine Kurvenscheibe, die auf das Element zumindest mittelbar einwirkt, um es in
zwei seiner Stellungen, und zwar eine seiner Extremstellungen und seine Zwischenstellung zu bringen, und andererseits eine
Fluid- oder elektromagnetische Einrichtung enthält, die auf
das Element zumindest mittelbar einwirkt, um es einerseits
gegen die Kurvenscheibe angelegt zu halten, wenn es die eine oder andere der beiden durch sie bestimmten Stellungen einnehmen
soll, und es andererseits dazu zu bringen., sich von der Kurvenscheibe zu lösen und seine extreme dritte Stellung
einzunehmen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher beschrieben.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine perspektivische
Ansicht der Vorrichtung zum Steuern eines Ladearms einer
Werkzeugmaschine in schematischer Darstellung.
Der dargestellte mit 1 bezeichnete Ladearm ist auf einer hin und her drehbaren ¥elle 2 festgeklemmt, von der ein
Teil 2a gezahnt ist und mit einem an einem der Arme eines
bei k an das Maschinengestell angelenkten zweiarmigen Steuerhebels 3 vorhandenen Zahnsegment Ja. im Eingriff steht»
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Der Ladearm 1 muß drei in der Zeichnung mit I, II und III bezeichnete Stellungen einnehmen können, die den drei in
gleicher Weise bezeichneten Stellungen des Hebels 3 entsprechen. Die Endstellungen I und III des Armes 1 sind
Arbeitsstellungen, während seine Zwischenstellung II eine
Ruhestellung ist. Die Verstellungen des Steuerhebels 3 werden an sich einerseits durch eine allgemein mit 5
bezeichnete, auf eine drehbare ¥elle 6 gekeilte Kurvenscheibe, die auf eine von dem Hebel 3 getragene Rolle
einwirkt, und andererseits durch einen allgemein mit 8 bezeichneten Hydraulikzylinder gesteuert, der in Richtung
des Pfeiles 9 die Verstellungen eines Auges 10 erzeugt, durch das ein von dem Hebel 3 getragener Zapfen 11 hindurchragt.
Der Hydraulikzylinder 8 könnte durch eine pneumatische oder auch elektromagnetische Vorrichtung
ersetzt werden.
Die Kurvenscheibe 5 ist aus zwei Sektoren 5a und 5t>
je zwei Stufen gebildet, deren relative Winkelstellung es ermöglicht, den relativen Winkelwert zwischen den an
den beiden Sektoren ausgebildeten beiden Stufen zu verändern.
Wenn der Ladearm 1 die eine oder andere seiner Stellungen
I und II einnehmen soll, schiebt der Hydraulikzylinder das Auge 10 nach vorn, das bestrebt ist, über den Zapfen
den Hebel 3 im Uhrzeigersinn zu verschwenken und die Rolle
gegen die Kurvenscheibe 5 anzulegen. Wenn die Stufe 12 von
kleinerem Radius der Kurvenscheibe 5 d.h. ihre Vertiefung in der in der Zeichnung dargestellten Stellung mit der
Rolle 7 zusammenwirkt, nehmen der Hebel 3 und folglich der Ladearm 1 und somit also beide die Stellung I ein.
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Wenn im Verlaufe der Drehbewegung der Kurvenscheibe 5
ihre Stufe I3 mit gr.össerem Radius an der Rolle 7
angreift, werden der Hebel 3 und der Ladearm 1 in die
Ruhezwischenstellung II gebracht.
Wenn der Ladearm 1 seine Arbeitsstellung III einnehmen
soll, zieht der Hydraulikzylinder das Auge 10 zurück, wobei er über den Zapfen 11 das Verschwenken des Hebels 3
im Uhrzeigergegensinn herbeiführt, worauf sich die Rolle
von der Kurvenscheibe 5 löst.
Das Arbeitsspiel der Vorrichtung nach der Erfindung ist folgendes:
Ausgehend von der Ruhestellung II des Ladearms 1, in welcher
der durch den Hydraulikzylinder 8 vorgeschobene Steuerhebel 3 mit seiner Rolle 7 gegen die Stufe I3 der Kurvenscheibe 5
anliegt, bringt die Drehbewegung der Kurvenscheibe ihre Stufe 12 zum Zusammenwirken mit der Rolle 7, was den Ladearm
1 in seine erste Arbeitsstellung I führt.
Bevor sich die gesamte Stufe 12 der Kurvenscheibe 5 an der
Rolle 7 abgewälzt hat, lässt der Hydraulikzylinder 8 durch
Zurückziehen des Auges 10 den Hebel 3 verschwenken, wobei er die Rolle 7 von.der Kurvenscheibe 5 löst und auf diese
Weise den Ladearm 1 in seine zweite Arbeitsstellung III bringt.
Nachdem die durch den Ladearm 1 in seiner Arbeitsstellung III auszuführenden Funktionen durchgeführt sind, schiebt der
Hydraulikzylinder 8 das Auge 10 erneut vor, wobei er den Hebel J im Uhrzeigersinn verschwenkt. In der Zwischenzeit
muß die Stufe I3 der Kurvenscheibe 5 wieder gegenüber der
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Rolle 7 angekommen sein, damit im Verlaufe dieser Rücklaufverstellung
der Arm 1 in seiner Ruhestellung II anhält.
Auf diese Weise bestimmt also nicht das Profil der Kurvenscheibe
den Zeitpunkt, zu dem der Ladearm aus der ersten in die zweite seiner beiden Arbeitsstellungen übergeht,
sondern das tun den Hydraulikzylinder 8 beispielsweise mit Hilfe eines Magnetventils betätigende Steueranschlage.
Dazu genügt es, wenn die Stufe 12 der Kurvenscheibe 5 ausreichend lang ist, damit der Hydraulikzylinder einwirkt,
bevor die Stufe 13 in Tätigkeit tritt. Die Länge der Stufe
ist Jedoch dadurch begrenzt, daß sie zum Vorbeibewegen an # der Rolle 7 nicht weniger Zeit benötigen darf als die Zeit,
im Verlaufe derer der Ladearm 1 seine beiden Stellungen II und III einnehmen soll.
Es sei bemerkt, daß in den Extremstellungen I und III des
Ladearms 1 einstellbare Anschläge Ik und 15, die von zwei
mit der Steuerwelle 2 drehfesten Armen 16 bzw. 17 getragen
werden, gegen die eine bzw. andere der Flächen einer feststehenden Anschlageleiste 18 anliegen.
Der Ladearm 1 muß ausser seinen Schwenkbewegungen ausserdem, um ihm das Ausführen der Ladevorgänge zu ermöglichen, zu
welchen er bestimmt ist, eine Verschiebebewegung in Richtung des Pfeiles 19 ausführen können. Zu diesem Zweck ist die den
Arm 1 tragende Welle 2 in ihrer mit 20 bezeichneten Wiege in Längsrichtung bewegbar angebracht. Ihre LängsverStellungen
werden durch einen Stellmotor 21 hydraulisch gesteuert. Die
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Axialstellungen der Welle 2 In der Stellung I bzw. III
des Armes 1 werden durch den Anschlag des Armes Λ 6 gegen
einen feststehenden Anschlag 22 oder durch den Anschlag des Armes 17 gegen einen feststehenden Anschlag 23 bestimmt,
wobei die beiden Anschläge 22,23 einstellbar sind.
Patentansprüche:
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Claims (5)
- Patentansprüche/ 1.J Vorrichtung zum Steuern eines Werkzeugmaschinenelements, insbesondere eines Ladearms, der mindestens drei Winkelstellungen einnehmen soll, dadurch gekennzeichnet, daß sie einerseits eine Kurvenscheibe (5), die auf das Element (i) zumindest mittelbar einwirkt, um es in zwei seiner Stellungen, und zwar eine (l) seiner Extremstellungen (ΐ,ΙΙΐ) und seine Zwischenstellung (il) zu bringen, und andererseits eine Fluid- oder elektromagnetische Einrichtung (8) enthält, die auf das Element zumindest mittelbar einwirkt, um es einerseits gegen die Kurvenscheibe (5) angelegt zu halten, wenn es die eine oder andere der beiden durch sie bestimmten Stellungen (l,Il) einnehmen soll, und es andererseits dazu zu bringen, sich von der Kurvenscheibe zu lösen und seine extreme dritte Stellung (ill) einzunehmen.
- 2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadur c h gekennzeichne t, daß die Kurvenscheibe (5) aus zwei je zwei Stufen aufweisenden Sektoren (5a»5b) gebildet ist, wobei die relative Winkelstellung dieser beiden Sektoren den relativen Winkelwert zwischen den an den die beiden Sektoren ausgebildeten beiden Stufen (12,13) bestimmt.-8-409832/0265
- 3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennze lehne t, daß das Element (1) in der einen oder anderen seiner beiden extremen WinkeIstellungen (ΐ,ΙΙΐ) gegen einen seinen Hub. begrenzenden Anschlag (1k bzw. 15) im Anschlag ist.
- 4. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennze lehne t, daß das Element (1) ausserdem so eingerichtet ist, daß es eine Translations· bewegung ausführen kann.
- 5. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 und k, dadurch gekennze ichne t, daß sie mindestens zwei Anschläge (22,23) enthält, die das Element (1 )■ in seinen Translationsverstellungen begrenzen, wenn -es die eine oder andere von mindestens zwei (ΐ,ΙΙΐ) seiner Winkelstellungen einnimmt.MB/MM - 25 2704 0 9 8 3 2/0265
Applications Claiming Priority (1)
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