DE2315711A1 - Verfahren zum kontaktieren von in einem halbleiterkoerper untergebrachten integrierten schaltungen mit hilfe eines ersten kontaktierungsrahmens - Google Patents
Verfahren zum kontaktieren von in einem halbleiterkoerper untergebrachten integrierten schaltungen mit hilfe eines ersten kontaktierungsrahmensInfo
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Description
Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH Ld I O / I I
6 Frankfurt/Main, Theodor-Stern-Kai 1
Heilbronn, den 21. 3. 1973 PT-Ma/sr - HN 72/51
"Vei'fahren zum Kontaktieren von in einem
Halbleiterkörper untergebrachten integrierten Schaltungen mit Hilfe eines ersten
KontaktierunRsrahmens"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kontaktieren von
in einem Halbleiterkörper untergebrachten integrierten Schaltungen mit Hilfe eines ersten Kontaktierungsrahmens,
der eine Vielzahl vom Rahmen ausgehende, nach innen ragende Kontaktierungszungen aufweist und einem zweiten kleineren
Kontaktierungsrahmen, mit gleichfalls einer Vielzahl nach innen ragender Kontaktierungszungen.
Bisher ist ein Verfahren bekannt, bei dem der Halbleiterkörper auf eine Zunge eines Kontaktierungsstreifens aufgesetzt
wird. Danach werden die Anschlußelektroden des Halbleiterkörpers über dünne Drähte mit weiteren Zungen des
Kontaktierungsstx-eifens elektrisch leitend verbunden. Die
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Verbindungen werden mit Hilfe des bekannten Thermokompressionsverfahrens
hergestellt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß praktisch alle Verbindungsstellen manuell und nacheinander
hergestellt werden miisseii.
Ferner ist ein Kontaktierungsverfahren bekannt, bei dem
die Elektroden eines Halbleiterkö'rpers zunächst drahtfrei "mit den freien Enden der in das Innere eines Kontaktxerungsrahmens
ragenden Zungen verbunden werden» Danach wird dieser erste Kontaktierungsrahmen auf einen zweiten, größeren Kontaktierungsrahmen
so einjustiert, daß die dem Rahmen zugewandten
Enden der Zungen des ersten Kontaktxerungsrahmens mit den freien Enden der Zungen des zweiten Kontaktxerungsrahmens
elektrisch leitend verbunden werden-, können. Die die Zungen umgebenden Rahmenteile des ersten Rahmens müssen dann
noch abgetrennt werden. Nach dem Einbetten des Halbleiterkörpers und der Verbindungsstellen in ein Gehäuse werden
die Rahmenteile des zweiten Kontaktierung sr ahrnens so aufgetrennt,
daß voneinander isolierte, ins Gehäuseinnere ragende Anschlußleitungen zurückbleiben. Dieses bekannte Verfahren
hat den wesentlichen Nachteil, daß die im Halbleiterkörper
erzeugte Wärme nur äußerst schlecht abgeführt wird. Bau-
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elemente mit höherer Leistung können daher auf diese Weise nicht kontaktiert werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Kontaktierungsverfahren anzugeben, mit dessen Hilfe
integrierte Halbleiterschaltungen rasch und einfach kontaktiert werden können und in dessen Folge die im Halbleiterkörper
erzeugte Verlustleitstung rasch abgeführt werden kann. Diese Aufgabe wird bei einen Verfahren der eingangs
beschriebenen Art dadurch gelöst, daß der Halbleiterkörper mit seiner Rückseite auf einem im ersten Hontaktierungsrahirien
zentral angeordneten Trägerteil befestigt wird, daß danach der zweite Rahmen so auf den Halbleiterkörper einjustiert
wird, daß die freien Enden der Zungen dieses Rahmens mit den Aiischlußelektroden des Halbleiterkörpers und der Rahmen
selbst oder am Rahmen angrenzende Teile der Zungen mit den freien Enden der Kontaktxerungszungen des ersten Rahmens
verbunden werden können, daß nach der Herstellung aller Verbindungsstellen der zweite Rahmen so aufgetrennt wird, daß
die Zungen des ersten Rahmens an ihren freien Enden voneinander getrennt sind, daß der Halbleiterkörper und die
genannten Verbindungsstellen mit einem Gehäuse umgeben werden, und daß schließlich der erste Rahmen so aufgetrennt
wird, daß die Zungen dieses Rahmens voneinander isolierte
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_ 4 —
ins Gehäuseinnere führende Anschlußleitungen an die integrierte
Halbleiterschaltung bilden»
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den wesentlichen Vorteil, daß das Trägerteil für den Halbleiterkörper im ersten Kontakt
ierungsr ahmen so ausgebildet werden kann, daß über
dieses Trägerteil die im Halbleiterkörper entstehende Wärme
rasch abgeführt wird. Das Trägerteil ist beispielsweise ein breiter, im Inneren des ersten Rahmens verlaufender
Steg, der zwei einander gegenüberliegende Seitenteile dieses Rahmens miteinander verbindet."
Die Kontaktierungsrahmen und die Zungen werden vorzugsweise
in großer Anzahl hintereinander angeordnet und in ein fortlaufendes Metallband eingeätzt bzw0 eingestanzt« Beide Kontaktierungsrahmen
sind vorzugsweise verzinnte Die Verbindungsstellen zwischen den Elektroden des Halbleiterkörpers
und den Zungen des zweiten Rahmens sowie zwischen dem zweiten Rahmen und den Zungen des ersten Rahmens können in beliebiger
Reihenfolge durch Löten hergestellt werden.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens besteht darin, daß der zweite Rahmen nicht ganz exakt auf den ersten Rahmen einjustiert werden mußs sondern
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eine Fehljustierung um eine halbe Zungenbreite in Kauf genommen werden kann. Die Kontaktierungszungen des zweiten
Rahmens werden vorzugsweise so vorgeprägt, daß durch, ihren Verlauf der Höhenunterschied zwischen den Anschlußelektroden
des Halbleiterkörpers und den Zungen des ersten Rahmens ausgeglichen wird» Durch dr.ese Vorprägung werden mechanische
Schädigungen durch temperaturbedingte Dehnungen vermieden, .da diese durch den Prägebogen ausgeglichen werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren und seine weitere vorteilhafte
Ausgestaltung wird im folgenden anhand der Figuren 1 bis 5 noch näher erläutert.
In der Figur 1 ist der zweite Kontakt!erungsrahmen 1 dargestellt.
Dieser Rahmen wurde in ein Metallband eingeätzt, das beispielsweise aus einer 35 bis 50 /um starken Kupferfolie
besteht. Der Kontaktierungsrahmen 2 weist in das Innere des Rahmens ragende Zungen 3 auf, deren freie Enden 6 zum
drahtfreien Anschluß an die Elektroden eines Halbleiterkörpers vorgesehen sind. Der Rahmen 2 ist durch schmale Stege k mit
den äußeren Seitenstegen des Metallbandes 1 und den Querstegen 5 verbunden. Durch die weitgehende Freiätzung des Rahmens
kann dieser Rahmen sehr leicht aus der Trägerfolie 1 herausgenommen werden. Bei dem in der Figur 1 dargestellten
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Herstellungsstadium wurden die Anschlußzungen 3 bereits
durch einen Prägevorgang so mit einem Prägebogen versehen, daß die Enden 6 über die vom Rahmen 2 gebildete
Fläche hochragen. Vor oder nach der Prägung werden der Rahmen 2 und die zugeordneten Zungen 3 vorzugsweise verzinnt.
In der Figur 2 ist der größere, erste Kontaktierungsrahm.en
dargestellt, der beispielsweise in ein ca. 250 ,um/dickes-Kupferband
eingeätzt oder eingestanzt wurde. Auch dieser Rahmen weist nach innen ragende Anschlußzungen 8 auf, die
sich außerhalb des Rahmens in den Anschlußzungen 12 fortsetzen.
Durch das Innere des Rahmens 7 verläuft parallel oder senkrecht zur Richtung der Kontaktierungszungen ein
Trägerteil 9, das die beiden einander gegenüberliegenden Seitenteile 13 des Rahmens miteinander verbindet und sogar
über die Seitenteile hinausragt. Das Trägerteil 9 ist relativ breit ausgebildet, so daß die im Halbleiterkörper entstehende
Wärme gut abgeführt wird. Der Rahmen 7 wird völlig oder teilweise verzinnt (lO). Danach wird der Halbleiterkörper
11 auf das Trägerteil 9 mit seiner Rückseite mit Hilfe des Zinns (lO) aufgelötet. Auf der Vorderseite des Halbleiterkörpers
sind die meist aus Gold bestehenden AnschlußeMkfcroden
l4 des Halbleiterkörpers erkennbar. Die in das
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Innere des Rahmens ragenden Zungen 8 sind so geformt, daß die freien Enden dieser Zungen möglichst in unmittelbarer
Nähe der zugeordneten Anschlußelektroden des Halbleiterkörpers
enden.
Die Stegetyin Figur 1 werden nun durchgetrennt und der zweite
Rahmen 2 wird aus seinem Ti-ägerstreifen herausgenommen und
in der in der Figur 3 dargestellten Weise auf die Eleictx-oden
des Halbleiterkörpers einjustiert. Dabei kommen die
freien Enden 6 der Zungen 3 mit den Elektroden ΐΛ in Berührung,
während der Rahmen 2 quer über die freien Enden der Zungen S im ersten Rahmen verläuft. Nach der Justierung wird beispielsweise
auf den Rahmen 2 und die Zungenenden 6 ein Stempel aufgesetzt, der so erhitzt wird, daß sowohl die Zungenenden
6 mit den Elektroden lA als auch der Rahmen 2 mit den
Zungen 8 fest verbunden werden. Es ist auch möglich, daß die Verbindungsstellen an die Halbleiterelektroden bzw. an den *
Enden der Zungen 8 nacheinander in beliebiger Reihenfolge hergestellt werden. Da beide Rahmen bereits verzinnt sind,
dient dieses Zinn an den Stellen 15 als Verbindungsmaterial zwischen den Rahmenteilen.
Gemäß der Figur k wird der Rahmen 2 an den die Zungen 8 überbrückenden
Teilen durchgetrennt. Dies geschieht mit einem
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Messer, einer Schere oder einem Meißel. Verwendet man beispielsweise
einen Schnei ein ei C el, so- "werden die über die
Zungen hinausragenden Teile des Rahmens 2 bei dem Freischiieideprozess
zugleich nach unten abgebogen, so daß keine Kurzschlüsse zwischen den einzelnen Zungen möglich sind.
Schließlich wird gemäß Figur 5 der Halbleiterkörper und
■alle Verbindungsstellen in ein Kunststoffgehäuse 17 eingegossen.
Danach müssen noch die zwischen den Zungen 8 verbleibenden Teile der Verbindungsstege 13 (Fig, 4) sowie die
äußeren Seitenstege l8 abgetrennt werden. Die Anschlußleitungen 12 können danach noch gemäß Figur 5 umgebogen werden
und bilden somit steckbare Schaltungsanschlüsse. Die aus dem Gehäuse herausragenden Enden des Trägerteils 9 sind die
Kühlf*.hnen der integrierten Iialbleitersch altungen und können
mit weiteren Kühlflächen verbunden werden.
Ein Vorteil des Erfindungsgemäßen Verfahrens besteht auch
darin, daß nicht vergoldete,.sondern nur verzinnte Kontaktierungsrahmen
verwendet werden. Dadurch können die Kosten der Metallstreifen erheblich reduziert werden. Die Breite
des zweiten Rahmens liegt bei ca. 0, 5 cm, während die
Breite des ersten Rahmens beispielsweise in der Größenordnung
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von 2 cn ,liegt. Die Zungen des zweiten Rahraens sind beispielsweise
nur 0,2 mm breit.
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Claims (9)
- - to -PatentansprücheiJ/Verfahren zum Kontaktieren von in einem Halbleiterkörper untergebrachten integrierten Schaltungen mit Hilfe eines ersten Kontaktierungsrahmens, der eine Vielzahl vom Rahmen ausgehende, nach innen ragende Kontaktierungszungen aufweist und einem zweiten kleineren Kontaktierungsrahmen, mit gleichfalls einer Vielzahl nach innen ragender Kontaktierungszungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbleiterkörper mit seiner Rückseite auf einem im ersten Kontaktierungsrahmen zentral angeordneten Trägerteil-befestigt wird, daß danach der zweite Rahmen so auf den Halbleiterkörper einjustiert wird, daß die freien Enden der Zungen dieses Rahmens mit den Anschlußelektroden des Halbleiterkörpers und der Rahmen selbst oder am Rahmen angrenzende Teile der Zungen mit den freien Enden der Kontaktierungszungen des ersten Rahmens verbunden werden können, daß nach der Herstellung aller Verbindungsstelleader zweite Rahmen so aufgetrennt wird, daß die Zungen des ersten Rahmens an ihren freien Enden voneinander getrennt sind, daß der Halbleiterkörper und die genannten Verbindungsstellen mit einem409840/0639 ·- Ii -Gehäuse umgeben werden, und daß schließlich der erste Rahmen so aufgetrennt wird, daß die Zungen dieses Rahmens voneinander isolierte ins Gehäuseinnere führende Anschlußleitungen an die integrierte Halbleiterschaltung bilden.
- 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontalctierungsrahmen und die Zungen in großer Anzahl in ein fortlaufendes Metallband eingeätzt werden.
- 3) Vei'fahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kontaktierungsrahmen so in ein Metallband eingeätzt wird, daß der Rahmen nur durch schmale Stege mit den äußeren Seiten- und Querstegen des Metallbandes verbunden bleibt.
- 4) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontalctxerungszungen des zweiten Rahmens so vorgeprägt werden, daß durch ihren Verlauf der Höhenunterschied ziiischen den Anschlußelektroden des Halbleiterkörpers und den Zungen des ersten Rahmens ausgeglichen wird.
- 5) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Halbleiterkörper aufnehmende Trägerteil so ausge-409840/0639bildet ist, daß über dieses Trägerteil die im Halbleiterkörper entstehende Wärme rasch abgeführt werden kann.
- 6) Verfahren nach Anspruch 5s dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil zentral.im Inneren des ersten Rahmens verläuft und zwei einander gegenüberliegende Seitenteile des Rahmens miteinander verbindet.
- 7) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Herstellen aller Verbindungsstellen in beliebiger Reihenfolge, die zwischen den Zungen des ersten Rahmens verlaufenden Teile des zweiten Rahmens mit einer Schere oder einem Messer durchgetrennt und die über die Zungen des
ersten Rahmens überstehenden Teile nach der einen oder
anderen Seite umgebogen werden. - 8) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktierungsrahmen verzinnt werden.
- 9) Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse durch Umgießen oder Umspritzen des Halbleiterkörpers und der Verbindungsstellen mit einem Kunststoff gebildet wird.-409.
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ID=5876359
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