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Magnetische Fördervorrichtung für magnetisierbares Fördergut
Die
Erfindung betrifft eine magnetische Fördervorrichtung fr magnetisierbares Fördergut,
bestehend aus einer geneigten Rutsche. iiber deren Fläche eine Vielzahl von Magneten
verteilt angeordnet ist.
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Solche magnetischen Fördervorrichtungen dienen vorzugsweise zum Entfernen
von Eisenspänen z.B. aus Ulen oder ähnlichen Flüssigkeiten, zum Scheiden von Eisensand
und zum sonstigen Fördern kleinster Eisenteile.
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Die bisher bekannten Fördervorrichtungen dieser Art sind mit einer
Vielzahl von Dauermagneten ausgerüstet, die das Fördergut anziehen und festhalten,
welches sich stets in einem Behälter befindet, aus dem es herausgenommen, nach oben
gefördert und in einen Sammelbehälter abgeworfen werden soll. Die bekannten Vorrichtungen
sind im System der Förderbänder ausgebildet, wobei die Dauermagnete mit einer aus
nicht magnetisierbarem t;aterial hergestellten Haut abgedeckt sind. Diese ilaut
kann bei einer ersten bekannten Ausfiihrungsform aus dem Förderband selbst bestehen,
welches dann auf seiner Rückseite mit den Dauermagneten besetzt ist. Bei einer anderen
bekannten isführungsform bildet die Haut die Förderfläche einer starren Rutsche,
die sich nicht bewegt. In diesem Falle sind die Dauermagnete auf einem gesonderten
Band befestigt, das förderbandartig auf Rollen gelagert ist und die Dauermagnete
streichen dann
auf der Unterseite der Förderfläche dieser starren
Rutsche entlang und ziehen das auf ihr befindliche Fördergut an und bewegen dieses
nach oben.
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As Abwurfende der Fördervorrichtung ist bei den bekannten nusführungen
ein Abstreifer angeordnet, der verhindern soll, daß die magnetisierten Späne oder
dgl. infolge der Magnetkraft der Dauermagnete wieder nach unten zurückgenommen werden.
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Die Nachteile der bekannten ,susführungen solcher Fördervorrichtungen
liegen darin, daß die dort notwendigen Förderbandeinrichtungen mit antrieb durch
Getriebemotor sehr teuer in der Anschaffung sind. Daneben sind die laufenden Teile
einem verhältnismäßig starken Verschleiß unterworfen und sie müssen stets mit beachtlichem
aufwand gewartet werden. Ein wesentlicher Nachteil liegt außerdem darin, daß die
Bauhöhe der Förderbandenden relativ groß bemessen sein müssen, da die Größe der
aufgesetzten Dauermagnete einmal die Stärke des Förderbands erheblich vergrößert
und zum andern auch einen relativ großen Rollendurchmesser verlangt.
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Diese große Bauhöhe besonders des Eingabeendes führt oft zu erheblichen
Schwlerlgkelten bei der anpassung. Weitere Nachteile sind schließlich die unvermeidbare
Alterung der Daueriagnete mit dem damit verbundenen Nachlassen der der meabilität,
die von der Magnetgröße abhängige Begrenzung
der Magnetkraft und
auch die konstruktive Schwierigkeit bei etwa notwendigen horizontalen Umlenkungen
im Förderweg, die stets die zusätzliche .unordnung eines oder mehrerer unabhängiger
Förderbänder unerläßlich machen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fördervorrichtung für
magnetisierbares Fordergut so auszubilden, daß die Rutsche keinerlei Rollensystem,
Bänder und sonstige bewegliche Teile aufweist, keinen inotorantrieb benötigt und
in allen Raumebenen umgelenkt und hurvig ausgebildet werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß alle magnete
als Elektromagnete ausgebildet und in mindestens einer parallel zur Längsachse der
Rutsche verlaufenden Reihe so angeordnet sind, daß eine kette von gleichgeordneten
Grupg pen zu je mindestens drei Elementen entsteht, wobei die gleit chen Elemente
aller Gruppen an Je eine gemeinsame Steuerleitung angeschlossen sind und die Steuerleitungen
in ein Schrittschaltwerk münden, welches sie in dauerndem, gleichförmigem Wechsel
über Je eine einstellbare Zeitdauer mit der Stromquelle verbindet. Eine zweckmäßige
Ausbildung der Rutsche kann darin bestehen, daß sie eine aus nicht magnetisierbarem
werkstoff bestehende Schale aufweist. unter deren Förderfläche die Elektromagnete
ortsfest zu ihr angeordnet sind.
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Die Rutsche kann auch aus einem Gußkörper bestehen, in welchem
die
Elektromagnete eingebettet sind. In vielen Fällen ist es zweckmäßig, wenn die Rutsche
mit den unter ihrer Förderfläche angeordneten Elektromagneten ein in mehreren Raumebenen
kurvig verwundenes Band bildet.
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Mehrere zusführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch ein erstes Beispiel
einer betriebsbereiten Fördervorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung
nach Fig. 1, Fig. 3 eine Variante der in Fig. 1 enthaltenen Vorrichtung mit einem
schematischen Schaltbeispiel, Fig. 4 eine andere Gestaltung der Fördervorrichtung
und Fig. 5 eine Draufsicht auf die ausbildung nach Fig. 4.
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In Fig. 1 ist schematisch eine Fördervorrichtung bzw. .<bscheidevorrichtung
veranschaulicht. bei der der Boden des das abzuscheidende Fördergut enthaltenden
Behälters 1 vom Eingabeende der Rutsche 2 etwa bedeckt ist. Ihr hvittelbereich führt
schräg nach oben und das wieder schräg abwärts gerichtete nbwurfende der Rutsche
2 mündet einer dem 3ammelbehälter 3 für das abgeschiedene Fördergut aus.
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Die Rutsche 2 besteht beim Beispiel nach Fig. 1 aus einer
Schale
2a. die aus nicht magnetisierbarem Werkstoff hergestellt ist und die die Form einer
unteh offenen Wanne oder auch die eines geschlossenen Kastenprofils haben kann.
Im Innern der Schale 2a unterhalb ihrer Förderfläche sind die Elektromagnete 4 untergebracht,
die silber die ganze Fläche vorzugsweise etwa gleichmäßig verteilt sind und in einer
oder mehreren. parallel zur Längsachse der Rutsche 2 verlaufenden Reihen angeordnet
sind, wie es z.B. aus Fig. 2 ersichtlich ist.
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Alle Elektromagnete 4 Jeder Reihe bilden eine Kette aus gleichgeordneten
Gruppen zu je mindestens drei Elementen 4a, 4b und 4c etc., die sich in stets gleicher
Reihenfolge wiederholen. Die einen ..nschlüsse 5 der gleichen Elemente aller Grupren
einer Fördervorrichtung sind Jeweils auf eine gemeinsame Steuerleitung 5a bzw. 5b
oder 5c etc. geführt, während die anderen ..nschlüsse 5d sämtlicher Elektromagnete
4 auf den Gegenpol der Stromversorgung kurzgeschlossen sind.
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Die Steuerleitungen 5a,5b,5c etc. münden in ein dchrittschalt werk
6. welches in dauerndem \wechsel eine Steuerleitung nach der anderen über eine bestimmte
Zeitdauer mit der Stromquelle verbindet, wobei die jeweilige Einschaltdauer in bestimmten
Grenzen variabel und einstellbar ist. Solche Schrittschaltwerke 6 sind in vielen
Formen sowohl elektromechanischer wie auch elektronischer Bauart - in beiden Fällen
auch mit regelbarer Einschaltdauer - bekannt.
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In Fig. 3 ist ein Beispiel für eine solche gruppenweise Untergliederung
veranschaulicht, bei der der intermittierende Wechsel über drei Elemente 4a/5a,
4b/5b und 4c/5c Je Gruppe gesteuert ist. ,.ls Schrittschaltwerk 6 ist hier der Jinschaulichkeit
halber ein elektromechanischer Programmschalter schematisch dargestellt, der die
Ivontakte 6a,6b.6c über eine rotierende Steuerscheibe 6d im Wechsel schließt. Hier
konnten beispielsweise die Einschaltdauern durch regelbare Drehgeschwindigkeit der
Steuerscheibe 6d stufenlos verändert und eingestellt werden. Bei der Vielzahl der
schon bekannten Frogrammschaltet und auch elektronischen Schrittschaltwerke erübrigt
sich hier ein genaueres Eingehen auf die verschiedenen Schaltsysteme.
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Die durch die vorgeechilderte Gruppenanordnung innerhalb der Reihe
der Elektromagnete 4 erzielte Wirkung besteht darin, daß in Förderrichtung jeweils
ein Elektromagnet 4 erregt ist, während sich vor und hinter ihm je mindestens zwei
stromlose Elektromagnete befinden. Das Fördergut 7 konzentriert sich daher in Form
kleiner Haufen in die Kraft felder der jeweils erregten Elektromagnete (im dargestellten
Beispiel der Fig. 3 die Elektromagnete 4c), ohne von den in Förderrichtung vor oder
hinter ihnen liegenden Elektromagneten gestört zu werden. Beim nächsten Schaltschritt
wechselt das kraftfeld auf den in Förderrichtung nächsten Elektromagneten (im Beispiel
auf 4a), was zur Folge hat, daß sich die
einzelnen Haufen des Förderguts
7 alle um eine Stufe nach vorn wälzen. Beim letzten Elektromagneten 4c der Reihe
angekommenes Fördergut 7 fällt nach dessen Abschalten ohne Abstreifer sicher in
den Sammelbehälter 3, da nach dem Umschalten mindestens die beiden letzten Elektromagnete
vor dem bwurfende der Rutsche 2 stromlos sind.
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Wird das jchrittschaltwerk 6 in Gegenrichtung betrieben, dann erfolgt
auch die Bewegung des Förderguts 7 in Gegenrichtung, ohne daß hierzu irgendwelche
Anderungen an der Fördervorrichtung vorgenommen werden müBten. Dies kann in manchen
Fällen sehr erwünscht sein.
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Die Ausbildung der geeigneten Flektromagnete ist bekannt und bedarf
hier keiner Erläuterung. Sie können z.B. mit Geicheisenkern für Gleichtrom oder
mit Blechpaket für Wechselstrom ausgelegt sein, so daß die riahl der jeweils zweckmässigsten
Stromart offen ist. Die Elektromagnete 4 können bei gleichem Raumbedarf für wesentlich
stärkere Alagnetfelder ausgelegt sein als Dauermagnete. da deren Stärke nur von
der VJ<-Leistung abhängig ist. Solche stärkeren Magnetfelder ermöglichen neben
der Späneförderung etc. auch den Transport größerer Werkstücke, Schrauben und dgl.,
so daß die erfindungsgemäße Fördervorrichtung auch z.B. in der Iroduktion zum Einfördern
kleinerer Bauteile, zur sutomatenbeschickung und dgl. verwendet werden kann.
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Die Rutsche 2 selbst kann - neben der erwähnten ochalenausbildung
2a gemäß Fig. 1 - auch so gestaltet werden. daß sie einen Gußkörper 2b bildet. wie
es in Fig. 3 dargestellt ist. Dies ermöglicht ein fugenloses Eingießen der Elektromagnete
4. die so besonders stoß- und betriebssicher untergebracht sind. Deren räumliche
unordnung läßt sich nach Belieben gestalten und abwandeln - so kann z.B. ihr abstand
in der Reihe bei steileren Strecken geringer und bei flacheren Strecken größer gewählt
werden.
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Von besonderem Vorteil ist es oftmals. wenn die Rutsche 2 in zwei
oder drei Raumebenen kurvig verwunden ist, wie es im Beispiel nach den Fig. 4 und
5 gezeigt ist. Die Länge der Rutsche 2 kann bei der erfindungsgemäßen Ausbildung
nahezu unbegrenzt gewählt werden. was besonders bei der Einförderung in Beschickungssilos
oder als deren Ersatz vorteilhaft ist.
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Die Vorteile der Erfindung liegen darin. daß sie keinerlei teuere.
verschleiß- und wartungsaufwendige Getriebemotoren, Rollensysteme und Bänder enthält.
Da als achrittschaltwerk 6 in aller Regel ein Elektronikaggregat verwendet wird,
weist dann die gesamte Födervorrichtung keinerlei bewegliche Teile und keinerlei
Verschleißerscheinungen auf außer dem kaum meßbaren abrieb der Förderfläche). so
daß auch jegliche Wartung entfällt. Die Bauhöhe ist hier zudem so gering. daß viele
bisherige ochwierigkeiten z.B. bei nbscheidern entfall