DE2313501A1 - Verfahren und form zum herstellen von hohlkoerpern aus thermoplastischer folie - Google Patents
Verfahren und form zum herstellen von hohlkoerpern aus thermoplastischer folieInfo
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Description
Verfahren und Porm
zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischer Folie
zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischer Folie
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Form zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischer Folie und bezieht
sich insbesondere auf eine Form mit einer offenen Formhöhlung, einer Haltevorrichtung zum Festklemmen einer Folie aus
thermoplastischem Material rund um die Öffnung der Formhöhlung, mit einem in die Formhöhlung niederfahrbaren
Stempel, mit dem die Folie teilweise in die Formhöhlung hineinziehbar ist, und mit Einrichtungen zum Erzeugen eines
Differenzfluddruckes an den Fänden der gedehnten Folie, um
diese an die Wände der Formhöhlung anzupressen.
Tiefzieh-Zum Herstellen von Hohlkörpern nach dem sogenannten Vakuum- oder /
formverfahren ist eine Form dieser Art bekannt, bei der eine auf eine Warmverformtemperatur erwärmte Thermoplast-Folie
mit einem in die Formhöhlung niederfahrenden Stempel gedehnt und dann nach dem Anlegen eines Vakuums durch die Wände der
Formhöhlung hindurch unter dem Einfluß von atmosphärischem Druck endgültig gegen die Wände der Formhöhlung verformt
wird.
Die Form ist auch bei anderen Formverfahren verwendbar, M denen die Folie in der festen Phase und bei einer unter dem
Warmverformungspunkt liegenden Temperatur gepreßt oder
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verformt wird, oder bei denen der Differenzfluddruck nicht
durch Anlegen eines Vakuums erzeugt wird, sondern durch Zuführen eines unter Druck stehenden Fludes, häufig von
Druckluft. In jedem dieser Fälle wird ein anfänglicher und überwiegender Teil der Verformungsarbeit vom Stempel durchgeführt
und das Pressen wird durch den Differenzfluddruck abgeschlossen.
Eine bei diesen Preß- oder Formverfahren sich ergebende Schwierigkeit besteht darin, daß an der Fläche jedes einzelnen
Gegenstandes sehr unterschiedliche Wanddicken festgestellt wurden. Insbesondere soll die Seitenwand des Gegenstandes
eine möglichst gleichmäßige Dicke aufweisen, um einer Vielfalt von Erfordernissen genügen zu könen. Eines dieser Erfordernisse
ist beispielsweise durch gleichmäßige Festigkeit und Starrheit bestimmt, um ein einwandfreies Stapeln der Gegenstände zu
ermöglichen. Für zu bedruckende Seitenwände gelten ziemlich enge Dickentoleranzen. Handelt es sich bei dem Gegenstand
um einen durchsichtigen Behälter, so werden Unterschiede in der Wanddicke als uneinheitliche Transparenz der Wandfläche
sichtbar. ·
Der Erfindung liegt die Aufgäbe zugrunde, eine Form zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischer Folie zu
schaffen, mit der sich an den Gegenständen eine bessere Wanddickenverteilung erzielen läßt.
Diese Aufgabe ist mit einer Form der eingangs erwäbrfcen Art
gelöst, die -sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, daß der Stempel über einen Teil seiner Länge im Querschnitt
mit zurücktretenden oder hinterarbeiteten Seiten ausgeführt ist. - - ■
Bei Verwendung eines Stempels dieser Ausbildungsform liegt
die vom niederfahrendfm Stempel gedehnte Thermoplast-Folie
mit einer stark verkleinerten Berührungsfläche am otenipel an,
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so daß die Reibungsberührung zwischen der Folie und dem Stempel und möglicherweise auch die Gefahr einer zu frühen
Abkühlung der Folie durch den Stempel verringert ist. Das zwischen den beiden im Abstand voneinander liegenden Berührungsstellen am Stempel befindliche Folienstück kann daher ohne
Behinderung gedehnt werden, so daß die Folie auf der zwischen diesen Stellen liegenden Länge eine gleichmäßige Dehnung und
Querschnittsverringerung erfährt.
Die Erfindung ist mit besonderem Vorteil bei der Herstellung von nichtkreisrunden Behältern anwendbar. Beim Herstellen
solcher Behälter neigt die Folie während des Verformens an den Ecken des Behälters zu einer stärkeren Dehnung als im
Bereich zwischen diesen Ecken, so daß die Ecken am fertigen Behälter gegenüber den Seiten verhältnismäßig zu dünn sind.
Die Festigkeit des Behälters ist hauptsächlich durch die Ecken bestimmt, welche beim Stapeln einer Reihe von gefüllten
Behältern als eine Art Stapelstützen wirken können.
Die. Form nach der Erfindung ermöglicht die Herstellung von quadratischen, rechteckigen oder anderen, nichtkreisrunden
Behältern mit verhältnismäßig kräftigen Ecken von gleichmäßiger Wanddicke.
In einer bevorzugten Ausbildungsform nach der Erfindung weist der Stempel daher einen ungefähr quadratischen, rechteckigen
oder vieleckigen Querschnitt mit zurücktretenden oder hinterarbeiteten Seiten auf. ' ,
ΐ χ.
Die Ecken des Stempels sind normalerweise abgerundet. Da mit der Hinterarbeitung der Seiten eine Verkleinerung der Berührungsfläche
mit der Folie erreicht werden soll, ist die Gestalt der Hinterarbeitung nicht sehr kritisch. Gewöhnlich
lassen sich mit konkav gekrümmten Seiten sehr gute Ergebnisse erzielen. Der zurücktretende Bereich der Seiten kann 70$
oder bis zu 100$ ihrer Spannweite ausmachen. Unter Spannweite
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wird die Breite der Berührungsebene zwischen den "beiden
Behälterecken verstanden.
Die Querschnittsgestalt des Stempels sollte ungefähr der Gestalt der Formhöhlung und somit der Gestalt des zu formenden
Gegenstandes entsprechen. Mit' anderen Worten, an dem zum Herstellen quadratischer oder rechteckiger Behälter verwendeten
Stempel sollten die geraden Verbindungslinien zwischen den äußersten Umfangspunkten ungefähr ein Quadrat oder ein Rechteck
beschreiben. Im senkrechten Schnitt durch die Achse des Stempels sollte die Gestalt vorzugsweise parabolisch sein.
Sehr vorteilhaft ist ein Stempel mit einer abgerundeten und ziemlich scharfen Spitze, da hierdurch die Berührungsfläche
zwischen Folie und Stempel weiter verkleinert wird und der fertige Gegenstand weniger Folienmaterial am Boden, jedoch
mehr in den Seitenwänden aufweist.
Die Erfindung wurde mit besonderem Vorteil auf die Herstellung von Hohlkörpern aus Thermoplast-Folie, beispielsweise aus
Polyäthylen- oder Polypropylen-Folie hoher Dichte bei einer unter dem Schmelzpunkt'des Folienmaterials liegenden Temperatur
angewandt, mit anderen.Worten, beim Verformen' der Folie in
der festen Phase, im Unterschied zu den allgemein bekannten Warmverformungstechniken, wie z.B. dem Vakuumformverfahren,
bei dem die Folie auf eine über dem Schmelz- oder Erweichungspunkt liegende Temperatur erwärmt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen .von Hohlkörpern
aus thermoplastischer Folie unter Verwendung der erfindungsgemäß ausgebildeten Form' besteht daher darin, daß eine Folie
aus thermoplastischem Material bei einer unter ihrem Warm-" Verformungspunkt liegenden Festphasen-Temperatur auf die
Öffnung der Formhöhlung gelegt und in der Haltevorrichtung
festgeklemmt wird, daß der Stempel auf die Folie und in die Formhöhlung niedergefahren wird, um ein.Stück der Folie in die
Formhöhlung zu ziehen, und daß zwischen Stempel und gedehnter
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Folie Fluddruek eingeleitet wird, um die Folie durch. Anpressen
an die Wände der Formhöhlung zum Hohlkörper zu verformen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
eines Ausführungsbeispiels mit weiteren Einzelheiten erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematisierte Darstellung einer Form zum
Herstellen quadratischer Behälter,
Fig. 2 eine Seitenansicht des in der in Fig. 1 dargestellten Form verwendeten Stempels,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III durch den
in Fig. 2 dargestellten Stempel und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des geformten quadratischen Behälters.
Fig. 1 zeigt im senkrechten Schnitt eine Form 10 mit einer
offenen Formhöhlung 11 und mit im Boden ausgebildeten Luftlöchern 12. Über die Formhöhlung 11 ist eine Thermoplast-Folie
13 gelegt, welche mit einem Klemmring 14 gegen die Form geklemmt ist. Die Gestalt der Formhöhlung 11 entspricht
der des in Fig. 4 dargestellten und in der Form zu erzeugenden Gegenstandes. Ein in senkrechter Richtung auf- und äbb ewegbarer
Stempel 15 läßt sich soweit auf die eingeklemmte Folie 13 absenken, bis das untere Ende des Stempels wenige Millimeter
über dem Boden der Formhöhlung steht. Sodann wird durch im Stempel ausgebildete Luftkanäle 16 Druckluft eingeblasen,
um die vom Stempel in die Formhöhlung gedehnte Folie an die Wände der Formhöhlung anzupressen, wobei die zwischen der
Folie und den Wänden der Formhöhlung befindliche Luft durch die Luftlöcher 12 ausgeschoben wird. Einzelheiten des Aufbaus,
wie z.B. die Antriebe für den Stempel und den Klemmring sowie Heizkanäle oder Heizelemente für Stempel und Form, sind
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allgemein bekannt. Auf ihre Beschreibung und Darstellung wurde daher verzichtet. Die Ausbildung des Stempels 15,
welche ein Merkmal der Erfindung darstellt, ist in Pig. 2 und 3 gezeigt.
Der Stempel 15 weist eine Stempelplatte 16', eine Randformplatte 17 und einen Stempelkörper 18 auf. Der Stempelkorper
ist der Teil des Stempels, der in die Formhöhlung eindringt. Die obere Hälfte des Stempelkörpers 18 hat im Querschnitt
die in Fig. 3 gezeichnete Gestalt. Sie ist bestimmt durch abgerundete Ecken 19 und zurücktretende oder hinterarbeitete
Seiten 20. Beim dargestellten Beispiel erstreckt sich die Hinterarbeitung der Seiten 20 über 100$ ihrer Spannweite.
Die untere Hälfte des Stempelkörpers, die sich also an den die hinterarbeiteten Seiten 20 aufweisenden Teil nach unten
anschließt, zeigt im waagerechten Schnitt eine kreisrunde, im senkrechten Schnitt eine Parabel- Gestalt. Die Spitze
des Stempels ist voll abgerundet. -
Wird die Folie mit dem Stempel in die Formhöhlung gezogen
oder gedehnt, so hat sie mit der oberen Hälfte des Stempels
nur· an den vier Ecken 19 Berührung. Daher läßt sich die Folie zwischen den Ecken.gleichmäßig sowohl in waagerechter
als auch senkrechter Richtung dehnen. Die parabolische Gestalt der unteren Stempelhälfte verkleinert ebenfalls
die Berührungsfläche zwischen Folie und Stempel und begünstigt dadurch eine gleichmäßigere Dehnung des Folienmittelstückes.
Der geformte Hohlkörper ist in Fig. 4 dargestellt. Kastenähnliche Behälter lassen sich erzielen, indem man einen
Gegenstand oder Hohlkörper umgedreht auf einen anderen legt und die aufeinanderliegenden Ränder miteinander verschweißt. .-■
Die beiden Hohlkörper können verschieden gestaltet sein, so daß sich auf diese Weise z.B. flaschenähnliche Behälter
zusammenfügen lassen. Die beiden Hohlkörper können aus der festen Phase mit einer durchsichtigen Wand geformt sein, so
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daß sich eine zum Verpacken von Milch geeignete durchsichtige Flasche herstellen läßt.
Der in Fig. 4 dargestellte Behälter wurde erfindungsgemäß aus einer 0,7 mm dicken Polypropylen-Folie bei einer
Temperatur von 150 C geformt. Der Schmelzpunkt des Polypropylens
lag bei 168 0C. Die Breite des Behälters betrug
oben 80 mm, am Boden 63 mm, die Tiefe 65 mm, sein Rauminhalt 250 cm . Zum Formen des Behälters wurde der in Fig. 2 und
dargestellte Stempel verwendet und auf 140 bis 145 °C erwärmt. Die Dicke der Behälterwand wurde sowohl in der Mitte einer
Seitenwand als auch in einer Ecke, jeweils vom unteren Behälterrand aus mit jeweils 1 cm Zwischenabstand nach oben
gehend, gemessen. Die Meßwerte sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.
Wanddicke in mm
Ecke
| Seitenwand | |
| oberer Rand | 0,50 |
| 0,30 | |
| 0,30 | |
| 0,40 | |
| 0,50 | |
| 0,50 . | |
| unterer Rand | 0,30 |
0,57 0,30 0,30 0,40 0,50 0,50 0,30
Der gleiche Behälter wurde unter ähnlichen Bedingungen, jedoch unter Verwendung eines - nicht erfindungsgemäß voll
als Paraboloid gestalteten Stempels geformt. Die in diesem Fall gemessenen Wanddicken sind der untenstehenden
Tabelle zu entnehmen.
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Wanddicke in mm
| Seitenwand | |
| oberer Rand | 0,4-0 |
| 0,30 | |
| 0,30 | |
| 0,35 | |
| 0,45 | |
| 0,35 | |
| unterer Rand | 0,25 |
Ecke
0,50 0,40 0,30 0,25 0,30 0,25 0,10
/Ansprüche 309839/0996
Claims (5)
- ANSPRÜCHE1 .J Form zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischer Folie, mit einer offenen Formhöhlung, einer Haltevorrichtung zum Festklemmen einer Folie aus thermoplastischem Material rund um die Öffnung der Formhöhlung, mit einem in die Formhöhlung niederfahrbaren Stempel, mit dem die Folie teilweise in die Formhöhlung hineinziehbar ist, und mit Einrichtungen zum Erzeugen eines Differenzfluddruckes an den Wänden der gedehnten Folie, um diese an die Wände der Formhöhlung anzupressen, dadurch gekennze ichnet, daß der Stempel (15) über einen Teil seiner Länge im Querschnitt mit zurücktretenden oder hinterarbeiteten Seiten (20) ausgeführt ist.
- 2. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stempel (15) einen ungefähr quadratischen, rechteckigen oder vieleckigen Querschnitt mit zurücktretenden oder hinterarbeiteten Seiten (20) aufweist.
- 3. Form nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese Querschnittsgestalt am oberen Teil des Stempels (15) ausgebildet ist.
- 4. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten (20) über wenigstens 70$ ihrer Spannweite hinterarbeitet sind.
- 5. Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischer Folie unter Verwendung der Form nach Anspruch 1, dadurch gek ennze i chne t, daß eine Folie aus thermoplastischem Material bei einer unter ihrem309839/0996/242Warnrver f ο rmungspunk t liegenden Pestphasen-Temperatur auf die Öffnung der Formhöhlung gelegt und in der Haltevorrichtung festgeklemmt wird, daß der Stempel auf die Folie und in die Formiiöhlung niedergefahren wird, um ein Stück der Folie in die Formhöhlung zu ziehen, und daß zwischen Stempel und gedehnter Folie Fluddruck eingeleitet wird, um die Folie durch Anpressen an die Wände der Formhöhlung zum Hohlkörper zu verformen.309839/0996Leerseite
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