DE1704340C3 - Verfahren und Einrichtung zum Herstellen eines aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden Behälters - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Herstellen eines aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden BehältersInfo
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Description
65
>ie Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberriff des Anspruchs 1 und eine Einrichtung zur
Durchführung des Verfahrens.
Aus der US-PS 29 53 814 ist bereits ein Verfahre: und eine Einrichtung bekannt, mit deren Hilfe aus eine
thermoplastischen Kunststoffolie ein Behälter geform werden kann, der einen Napf und am offenen Ram
desselben einen verdickten Ringwulst aufweist. Dabe wird — im Gegensatz zur Frf, .dung — zuerst der Nap
und dann der Ringwulst gebildet. Der Rand der Kunst stoffolie wird zuerst zwischen entsprechenden Klemm
backen eingespannt, wobei sich oberhalb der Kunst stoffolie ein dem Hohlraum entsprechender Ziehdorr
befindet, der eine Anzahl von bis zur Oberfläche rei chenden Saugkanälen aufweist. Anschließend werder
die Klemmbacken zusammen mit der Folie angehober und über den Ziehdorn gestülpt, an den die Folie durch
Saugzug satt angepreßt wird, der auf die Saugkanäic des Ziehdorns ausgeübt wird. Am oberen Ende des
eigentlichen Ziehdorns befindet sich eine nach unten offene Ringnut, die durch den Ziehvorgang zum Vorbilden
des Ringwulsts bereits mit Material gefüllt wird. Anschließend an die Ringnut ist ein ringförmiger
Niederhalter angebracht, der eine untere, sich nach innen zu erweiternde Kegelfläche hat. die sich an die
Ringnut anschließt. Außerhalb der Kegelfläche ist im Niederhalter eine Ringausnehmung und daran anschließend
eine ringförmige Druckfläche angebracht. Nach der Fertigstellung des Napfes wird ein ringförmiges
Trennglied nach oben gegen den Niederhalter gepreßt. Dadurch wird an der Druckfläche die Folie zusammengepreßt
und Material in die Ringausnehmung des Niederhalters hineingedrängt. Zugleich verdrängt die
Kegelfläche Material in den Raum unterhalb der Ringnut, um so den Querschnitt des Ringwulstes zu verstärken.
Im bekannten Fall wird eine vorbestimmte Ringwulstausbildung nicht in wiederholbarer Weise erreicht,
zumal dort aus dem Wulstbildungsbereich im Zuge des Napfziehens Werkstoff entnommen wird. Es
wird ferner sowohl für das Einspannen der Folie als auch für den Quetschvorgang je ein eigener Verfahrensschritt
benötigt.
Außerdem ist zu diesem Stand der Technik folgendes zu sagen: Das Festklemmen der Kunststoffolie erfolgt
im bekannten Fall in einem so großen Abstand von dem später verformten Material, daß zwischen diesem
mittleren Teil und dem Klemmrand ein breites Ringstück vorhanden ist, da die gespannte Folie die Formsteilen
überdockt. Beim Vakuumziehen kann daher der Materialfluß nicht einwandfrei gesteuert und insbesondere
auf den einzelnen Napfteil lokalisiert werden, da der Ziehdruck auch auf das vorerwähnte Ringstück
ausgeübt wird. Allein schon hierdurch kann eine gleichmäßige Wandstärke des Napfes nicht erzielt werden.
Außerdem wirkt sich jeder Fehler in dem ganzen Folienstück zwischen den eingespannten Rändern ungünstig
auf den Ziehvorgang aus. Hierzu gehören auch ungleich erwärmte Folienteile. Da mehrere Behälter in
derselben Einspannung hergestellt werden, überträgt sich der Fehler irgend einer Verformung auf die anderen
Formteile. Ferner ist auch die Form des Ringwulstes nicht vorhersehbar. Zwar ist das obere Profil durch
die Ringausnehmung gesichert, doch ist gar nicht zu verhindern, daß Material in den notwendigerweise dort
vorhandenen Saugkanal eingesaugt wird.
Ferner ist ein weiteres Verfahren und eine Einrichtung bekanntgeworden, um Behälter aus einer Kunststoffolie
herzustellen. Hier ist eine Matrize vorgesehen, auf deren oberer Stirnfläche die Folie aufgelegt wird.
Gegen die Folie lieg; dabei ein oberer Stempel von
oben und von unien her ein unterer .Stempel an, der die
Matrize im Abstand durchdringt. Kerner ist ein Druck ring vorhanden, dessen nach innen zu sich erweiternde
Segelfläche der Stirnfläche der Matri/.e gegenüber
liegt. Durch Anpressen des Druckringes gegen diese -s
Stirnfläche wird das zwischen diesen Flächen liegende Material in den Raum zwischen Matrize und Druekr.ig
einerseits und den beiden Stempeln andererseits hineingedrängt, so daß sich dort ein Ringwulsi bildet. Nun
mehr erfolgt ein Ziehvorgang, indem die beiden Steinpel
gemeinsam nach unten bewegt werden. Hierdurch wird ein Napf gebildet, der sich jedoch so viel Material
vom Ringwulst holt, daß dieser praktisch aufgelöst wird. Hierdurch soll der Vorteil erreicht werden, daü
für die Bildung der Napfwand mehr Material vornan- 1S
den i't, die dann eine größere Dicke erhalten kann. Zum Schluß erfolgt ein Andrücken des Na.ifes gegen
die Innenform der Matrize durch Aufblasen. Dieses Verfahren zeigt deutlich, daß in der Reihenfolge »erst
Ringwulstbildung und dann Napfziehen« der Ringwulst
seine Form gar nicht ohne weiteres beibehält, wenn er nicht durch besondere Mittel gesichert wird (US-PS
28 54 694).
Bekannt ist noch ein weiteres Verfahren /um Ein/iehen
von Behältern aus erwärmter Kunststoffolie, bei 2J
dem gleichfalls zunächst der Napf gezogen und dann ein verdickter Ringwulsi angeformt wird. Hier wird die
Folie zuerst im Abstand von den zur Bildung von Napf
und Ringwulst erforderlichen Folieriteilen — ähnlich
wie bei der Erfindung — innerhalb einer Ein/elform
festgespannt und anschließend die Napfform mit Hilfe eines Stempels vorgeformt, der in eine Matrize eintaucht
und in seiner Endlage im Abstand von der Innenwand der Matrize ist. Anschließend wird durch Zuführen
von Druckluft in das Innere des Stempels die vorgeformte Napfwand gegen die Innenwand der Matrize
angedrückt. Kurz nach dieser endgültigen Form gebung wird ein oberhalb des Napfes durch Anpressen
an eine entsprechende senkrechte Ringfläche gebildetes Folienringstück durch einen Ringstempel zu einem
verdickten Ringwulst zusammengepreßt.
Auch bei diesem Verfahren ist eine sichere und vorhersehbare Steuerung des Ziehvorganges deswegen
nicht vorhanden, w?il auch dort zwischen der mittleren. für den Napf vorgesehenen Folienscheibe und der ringförmigen
Folieneinspannstelle ein freies Ringstück von erheblicher radialer Ausdehnung vorhanden ist, dessen
Einfluß beim Verformen erheblich ist. Dabei ist ein Materialabzug von dem später zur Wulstbildimg vorgesehenen
Ringstück unvermeidlich, was die Gleichmä- so
ßigkeit der Wandstärke des Napfes beeinflußt. Ungünstig machen sich im besonderen Maße ungleiche Erwärmungen
in diesem Bereich bemerkbar. Bei der Bildung des Wulstes durch Zusammenpressen ergeben
sich für eine gleichmäßige Form dann Schwierigkeiten.
wenn der Wulst nach innen zu nicht durch eine Wand begrenzt ist. Beim Eintreffen des Wulstes in eine im
wesentlichen geschlossene Form läßt sich jedoch ein Herauspressen von Material in Richtung auf die Naplwand
gar nicht vermeiden (US-PS 31 7J 174).
Der Erfindung liegt gegenüber dem Stand eier Technik
nach der US-PS 29 53 814 die Aufgabe zugrunde, im Interesse einer wiederholbaren, vorbestimmten
Ringwulstausbildung die dortige Vorausentnahme von Werkstoff aus dem Wulstbildungsbereich im Zuge des
Napfziehens zu verhindern, und es soll das Verfahren durch Entfallen des dortigen besonderen Quetschvoreanes
abgekürzt werden.
6υ Zur Lösung dieser Aufgabe werden die kennzeichnenden
Merkmaie des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Weitere Maßnahmen ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 6.
Damit erfolgt das Formen des Ringwulstes zugleich mit dem Festspannen und damit an einer Stelle unnuttelbar
außerhalb des Ringwulstes. Der Querschnitt dieses Ringwulstes kann dabei durch entsprechende
t ormflächen genau festgelegt werden. Das Ziehen des Napfes erfolgt anschließend auf einer genau begrenzten
Folienscheibe innerhalb des Ringwulstes. Dabei ist Vorsorge getroffen, daß bei diesem Ziehvorgang des
Napfes dem Ringwulsi kein Material entnommen wird. Hierdurch ergibt sich ein Ziehvorgang, der zwangläufig
ein gleichmäßiges Umformen der Folienscheibe sicherstellt.
Um das Festspannen, das gewünschte Ringwulstbil- dcn und das hiervon unabhängige Napfbilden /u gewährleisten,
ist die erfindungsgemäße Einrichtung dadurch gekennzeichnet, daß eine einen Hohlraum entsprechend
der Napfform aufweisende Matrize mit einem ersten Formring vorgesehen ist. der eine äußere,
quer zur M;urizenachse angeordnete erste ringförmige Querfläche und am inneren Ende derselben eine vorstehende
Ringrippe als ringwulstbildendes Element und Strömlingshindernis aufweist, daß koaxial zur MaH-/enachse
ein /weiter Foimring \ .irgesehen ist. der ·,:■. έ
der ersten Querfläche zu gerichtete zweite ringförmige Querfläche hat, an die sich nach innen zu eine Ringaus·
nehmung anschließt, und daß die beiden Querflächen bis auf einen vorbestimmten Abstand unter Eintauchen
der Ringrippe in die Ringausnehmung in Richtung der Matrizenachse aufeinander zu bewegbar sind, derart,
daß die Foiie an den Querflächen entsprechend zusammenpreßbar und die Ringform für den Ringwulst gebildet
ist.
In der nachfolgenden Beschreibung sind im Zusammenhang
ir.it der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt zur Darstellung eines Teils einer zur Herstellung von Behaltern dienenden Einrichtung
gemäß der Erfindung in offener Stellung.
F i g. 2 einen Querschnitt durch einen Teil der Einrichtung gemäß F ι g. 1 zur Darstellung eines Paares
von Verformungswerkzeugen in Klemmstellung, in der ein Ringstück des Ausgangsmaterials festgeklemmt ist.
F i g. 3 einen Querschnitt gemäß F i g. 2 mit dem Stößel des unteren Verformungswerkzeugcs in oberer
Lage,
F i g. 4 einen Querschnitt entsprechend F i g. 3 /ur
Darstellung, wie die zur endgültigen Verformung verwendete Druckluft einströmt.
F i g. 5 einen Querschnitt gemäß I- ι g. 4, jedoch in otfener
Stellung der Verformungswerkzeuge.
F i g. 6 einen Teilquerschnitt durch einen Teil der Verformungswerkzeuge gemäß F i g. 2 in größerem
Maßstab als diese,
F i g. 7 einen Teilquerschnitt gemäß F ι g. t>
zur Darstellung, wie ein Teil des Napfes sich beim Ziehen verformt,
1 i g. 8 einen Teilquerschnitt einer abgewandelten Konstruktion der Verformungsw erkzeiige in einer Stellung
gemäß F i g. 6,
F i g. 9 einen Teilquerschnitt ähnlich F i g. 8 zur Darstellung,
wie der napfförmige Teil des Behälters sich an das obere Verformungswerkzeug anlegt.
Wie in F ι g. 1 dargestellt, hs»i die zur Herstellung von
Behältern dienende Einrichtung gemäß der Erfindung
ein oberes Gestellglicd 1 und ein unteres Gcstellglied 2.
Diese Gestelle sind einander gegenüber zu beiden Seiten der Bewegungsbahn des Ausgangsmaterials 3 angeordnet,
aus dem die Behalter gebildet werden sollen. Das Ausgangsmaterial ist eine Tafel oder ein Band von
vorbestimmter Stärke, das durch Wärme und Druck, beispielsweise in Form eines thermoplastischen Materials,
verformt werden kann. Wie dies durch die Pfeile in F i g. 1 angedeutet ist, wird das Ausgangsmaterial
durch nicht dargestellte Zuführvorrichtungen zwischen die Gestellgliedcr 1 und 2 gebracht. Bevor das Ausgangsmaterial
in diese Lage gebracht wird, passiert es einen geeigneten Ofen 4. in dem es auf die erforderliche
Verformungstemperatur erwärmt wird.
Die Gestellglieder 1 und 2 der FJnrichtung weisen vorzugsweise eine Vielzahl von Vcrformungsstationen
5 und 6 auf. von denen in F i g. 1 zwei dargestellt sind. Da alle diese Verformungsstationen die gleiche Konstruktion
aufweisen, genügt es. wenn im folgenden eine einzige beschrieben wird. Wie in der Zeichnung dargestellt,
weist die Verformungsstation zwei Hälften auf, von denen eine mit dem Gestcllglied 1 und die andere
mil dem Gestellglied 2 fest verbunden ist. Die mit dem oberen Gcstellglied 1 verbundene Hälfte hat eine Matrize
7, die einen ein offenes Ende aufweisenden Hohlraum 8 hat.
Am Boden des Hohlraums 8 ist ein Druckglicd 9 angeordnet. Dieses Druckglied hat eine ringförmige Umfangsnut
10. die ein unteres Bodenstück 11 vom Hauptteil 12 trennt. Wie in F i g. 1 dargestellt, hat das Bodenstück
11 einen Außendurchmesscr, der kleiner als der
des Hauptteiles 12 ist, derart, daß eine Kommunikation /wischen der Umfangsnut 10 und dem Inneren des
Hohlraums 8 vorhanden ist. Ein Entlüftungskanal 13 durchdringt das Druckglicd 9. um so die Umfangsnui
mit einem senkrechten Lüftungskanal 14 zu verbinden, der über geeignete, nicht dargestellte Leitungen mit
der Atmosphäre verbunden ist.
Mit der unteren Fläche der Matrize 7 ist ein oberer Verformungsring 15 abnehmbar verbunden, der das offene
Ende des Hohlraums 8 umgibt. Der Verformungsring 15 (s. insbesondere F i g. 6 und 7) hat ein äußeres
Ringstück 16 mit einer im wesentlichen ebenen, relativ zum Hohlraum 8 nach auswärts gerichteten Querfläche
17 und ein zweites inneres Ringstück 18, das radial und quer zur Fläche 17 angeordnet ist. Dieses innere Ringstück
18 weist eine Ringrippe 19 auf. die sich nach unten aus der Höhlung über die ebene Querfläche 17 hinaus
erstreckt, wobei diese Rippe eine radiale äußere Ringfläche 20 rechtwinklig zur ebenen Querfläche
und eine innere Ringfläche 21 hat. die eine Fortsetzung der Wand der Höhlung 8 bildet.
Die mit dem unteren Gestellglied 2 verbundene Hälfte
der Verformungsstation weist einen unteren Verformungsring 22 auf, der entgegengesetzt zu dem oberen
Verformungsring 15 angeordnet ist. Dieser Verformungsring hat ein Ringstück 23 mit einer im wesentlichen
ebenen Fläche 24, die der ebenen Querfläche des männlichen Verformungsringes 15 zu gerichtet ist
und mit diesem, wie weiter unten näher beschrieben, zusammenwirkt. Zusätzlich hat der untere Verformungsring
eine Ringausnehmung 25. die entgegengesetzt zu der Ringrippe 19 des oberen Verformungsringes
ist.
Wie besonders deutlich aus den F i g. 6 und 7 hervorgeht, ist die Ringwand 26 der Ringausnehmung 25 von
der äußeren Ringfläehe 20 der Ringrippe 19 in einem Abstand, der größer als die Stärke »c« des Ausgangsrnaterials
3 ist. aus dem der Behälter gebildet werden
soll.
Die Ringausnehmung 25 erstreckt sich in diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung bis zur Innenfläche
27 des unteren Verformungsringes. Der untere Verformungsring hat eine durch diese Innenfläche 27 definierte
Mittel-Öffnung und ist abnehmbar am Rand einer Öffnung 28 des Gestellgliedes 2 befestigt.
Unterhalb des Gestellglicdcs 2 ist ein Stößelträger 29 ίο angeordnet, mit dem eine Vielzahl von Stößelgliedern
30 fest verbunden sind, die jeweils mit einer der Öffnungen 28 des Gestellgliedes 2 fluchten.
Die einzelnen Stößelglieder endigen in einem Verformungskopf 31 und haben jeweils einen mittleren
Durchgang 32, der sich bis unterhalb des Kopfes erstreckt. Das untere Ende des Durchgangs 32 kommuniziert
mit einem geeigneten Einlaßkanal 33, der zu einer nicht dargestellten Druckluftquelle führt. Ferner ist am
Stößelträger 29 eine Vielzahl von Anschlaggliedern 34 angeordnet, die nach oben dem Boden des Gestellgliedes
2 zu gerichtet sind.
Während des Arbeitens werden die Gestellglieder 1 und 2 durch nicht dargestellte Antriebsmittel aufeinander
zu bewegt, um so das Ausgangsmaterial 3 zwischen den Verformungswerkzeugen festzuklemmen. Die anfängliche
Klemmstellung ist in F i g. 2 und 6 dargestellt. Wenn die ebenen Querflächen 17 und 24 der Verformungswerkzeuge
sich einander nähern, drücken sie das Ausgangsmaterial zwischen sich zusammen und pressen
es seitlich in den Raum zwischen der äußeren Ringfläche 20 und der Ringwand 26 der Verformungswerkzeuge
hinein. Das in diesen Raum hineingedrückte Ausgangsmaterial bildet den späteren Flanschteil 35 des
Behälters. Wie sich aus Fig.6 ergibt, wird dieser
Flanschtet! in einer Stärke hergestellt, die größer als
die Stärke »f« des Ausgangsmaterials ist. Wenn die Werkzeuge in der in F i g. 2 und 6 dargestellten Lage
sind, wird der Stößelträger 29 durch einen nicht dargestellten Antrieb nach oben bewegt, um so den Verformungskopf
durch die öffnungen 28 des Gestellgliedes 2 und durch den ur^ren Verformungsring hindurchzubewegen.
Wenn de« Verformungskopf in dieser Richtung bewegt wird, kommt er in Berührung mit der Unterfläche
des innerhalb der Verformungswerkzeuge angeordneten Ausgangsmaterials und drückt dieses Material
in den Hohlraum 8 hinein. Die Bewegung des Stößelgliedes nach oben wird durch die Anschlagglieder
34 angehalten, wenn die letzteren in Berührung mrt der Unterfläche des Gestellgliedes 2 kommen. F i g.
zeigt das Stößelglied in seiner obersten Stellung.
Wenn einmal das Stößelglied in diese Stellung ge langt ist. wird Verformungsluft unter einem geeignetei
Druck, wie beispielsweise 3,5 kg/cm2 (50 Pfund pn Quadratzoll), durch die Kanäle 33 und 32 dem Hohl
55 raum 8 so zugeführt, daß nun das in dieser Höhlun] befindliche Material gegen die Wand des Hohlraum
gedrückt und damit der napfförmige Teil 36 des Behäl
ters gebildet wird. Die Entlüftungskanäle 13 und 14 ir Druckglied 9 gestatten ein Entlüften der zwischen de
60 Hohlraumwand und dem verformten Material eings fangenen Luft. Die Verformungsluft wird so lange zi
geführt, bis das Material die durch die Wandfläche de Hohlraums definierte Form angenommen hat.
Während der Bewegung des Materials in die Hol 65 lung hinein unter der Wirkung des Stößelgliedes ur
der Verformungsluft kann der Flansch 35 des Behalte sich nicht seitlich quer nach innen den Verformung
werkzeugen zu bewegen, da die Ringrippe 19 eine se
ehe Bewegung verhindert. Wenn der Teil 36 des Behälters
durch Strecken und Verformen des innerhalb der Ringrippe 19 vorhandenen Materials gebildet wird,
bleibt die Form und die Stärke des Flansches davon unbeeinflußt.
Wenn der Behälter fertig geformt ist. werden die Gestellglieder 1 und 2 auseinanderbewegt und das Stößelglied
in die öffnung 28 des Gestellgliedes 2 zurückgezogen. Während dieser Bewegung der Gestellglieder 1
und 2 wird das Material durch die Zuführvorrichtung so gehalten, daß es sich von den Verformungswerkzeugen
trennt. Der fertig geformte Behälter wird dann nach rechts gemäß F i g. 2 von den Verformungswerkzeugen
wegtransportiert und dann einer Abschneidpresse zugeführt. Diese Bewegung des Materials und der fertig
verformten Behälter bewirkt gleichzeitig eine Zuführung eines neuen Materialstückes aus dem Ofen in eine
Stellung zwischen die Verformungswerkzeuge. Es sei darauf hingewiesen, daß gleichzeitig mit der Bildung
der Behälter durch die Verformungswerkzeuge die Schneidpresse betätigt werden kann, um die vorher fertig
geformten Behälter aus dem Material auszuschneiden.
Die Fig.8 und 9 zeigen eine weitere Ausführungsform der beiden Verformungswerkzeuge gemäß der
Erfindung. Das obere Verformungswerkzeug 38 hat hier eine Ringrippe 39, die eine äußere radial nach innen
zu konische Ringfläche 40 hat. Das untere Verformungswerkzeug 41 ist mit einer Ringausnehmung 42
versehen, die eine äußere Ringfläche 43 hat, die komplementär zur Ringfläche 40 ebenfalls konisch verläuft.
Bei dieser Konstruktion wird der Behälter gemäß Fig. 9 mit einem Flanschteil 44 gebildet, der relativ
zum Napf 45 nach unten und außen gebogen ist.
Die Ringausnehmung 42 dieser Ausführungsform des unteren Verformungswerkzeuges unterscheidet sich
ferner von der Konstruktion nach F i g. 6 und 7 insofern, als diese im Abstand von der Innenwand 46 des
Verformungswerkzeuges angeordnet ist und eine innere Ringfläche 47 hat, die komplementär zur inneren
Ringfläche 48 der Ringrippe 39 ist. Wie in den F i g. 8 und 9 dargestellt, ist der Abstand der Ringflächen 47
und 48 derart, daß, wenn die Werkzeuge in Klemmstellung sind, der Abstand zwischen diesen Flächen kleiner
als die Stärke »r« des Materials ist. Bei dieser Konstruklion verschiebt eine Bewegung der Verformungswerkzeuge 38 und 41 aufeinander zu das Material von
dem Bereich zwischen den Ringflächen 47 und 48 in den Bereich zwischen den Ringflächen 40 und 43. Dieser
Materialfluß in den Raum zwischen den Ringflächen 40 und 43 geschieht zusätzlich zum Materialfluß,
der durch die Bewegung der Ringflächen 49 und 50 aufeinander zu bewirkt wird.
Nachdem das Material gemäß F i g. 8 festgeklemmt ist, wird der Napf 45 des Behälters, wie oben im Zusammenhang
mit den F i g. 1 bis 7 beschrieben, dadurch gebildet, daß das innerhalb der Ringrippe 39 vorhandene
Material gestreckt und verformi wird. Wie in F i g. 9
dargestellt, ist die sich so ergebende Stärke des Napfes im wesentlichen gleich der reduzierten Stärke des Materials
zwischen den Ringflächen 47 und 48, so daß nur die ganze Behälterwand eine gleichmäßige Stärke hat.
Obgleich die oben gegebene Beschreibung im wesentlichen auf die Bildung eines einzelnen Behälters gerichtet
ist, so ist es doch ohne weiteres möglich, die Einrichtung gemäß der Erfindung mit Vorteil mit einer
Vielzahl von Verformungsstationen auszustatten. Der Abstand der Verformungsstationen voneinander kann,
da die beiden Hälften dieser Stationen keine beweglichen Teile erfordern, ein Minimum betragen, so daß
der Materialabfall ein Minimum ist. Außerdem ist die Wartung der Einrichtung erheblich vereinfacht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen eines aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden Behälters, der
einen Napf und einen verdickten Ringwulst als oberen Rand aulweist, aus einer erwärmten Folie, bei
dem die Kunststoffolie in einer Einspannzone auf einem äußeren Ringstück eingespannt wird und in
getrennten Schritten die Ringwulst- L-nd Napfbildung
erfolgt, mit Formung des Napfes durch einen Tiefziehvorgang und mit Quetschen und Verdrängen
von Material nach innen in eine Ringform hinein in einer Quetschzone zum Bilden des Ringwulstes,
dadurch gekennzeichnet, daß in einer vereinigten Einspann- und Quetschzone zunäcrist
mit dem Einspannen zugleich das Quetschen des Materials, und zwar in eine im wesentlichen geschlossene
Ringform hinein, erfolgt, und anschließend — bei Sperrung des Materialflusses aus der
Ringform in den Napfbereich — der Napf geformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formen des Ringwulstes eingeleitet
wird, bevor der Druck auf das äußere Ringstück ausgeübt wird.
3. Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine einen Hohlraum (8) entsprechend der Napfform aufweisende Matrize
(7) mit einem ersten Formrir.g (15) vorgesehen ist, der eine äußere, quer zur Matrizenachse angeordnete,
erste ringförmige Querfläche (17) und am inneren Ende derselben eine vorstehende Ringrippc
(19) als ringwulstbildendes Element und Strömungshindernis aufweist, daß koaxial zur Matrizenachse
ein zweiter Formring (22) vorgesehen ist, der eine der ersten Querfläche (17) zu gerichtete, zweite
ringförmige Querfläche (24) hat, an die sich nach innen zu eine Ringausnehmung (25) anschließt, und
daß die beiden Querflächen (17. 24) bis auf einen vorbestimmten Abstand unter Eintauchen der Ringrippe
(19) in die Ringausnehmung (25) in Richtung der Matrizenachse aufeinander zu bewegbar sind,
derart, daß die Folie (3) an den Querflächen (17, 24)
entsprechend zusammenpreßbar und eine im wesentliche geschlossene Ringform für den Ringwulst
(35) gebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Ringfläche (21; 48) der
Ringrippe (19; 39) die Fortsetzung der Formungswand des Hohlraums (8) der Matrize (7) ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringausnehmung
(25) der Innenseite des Formrings (22) zu ganz offen ist und im wesentlichen eine bogenförmige Querschnittsform
hat.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringausnehmung
(42) rinnenartig ist und die Ringrippe (39) in der Endstellung der beiden Formringe (38, 41) mindestens
teilweise an der Innenseite übergreift.
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