DE2313482A1 - Verschlusskappe fuer tuben - Google Patents
Verschlusskappe fuer tubenInfo
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Description
- Verschlußkappe für Tuben Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlußkappe für Tuben, die Lippen aus elastischem, biegsamen Kunststoff aufweist, die in der Ruhelage längs mindestens einer Berührungslinie aneinander liegen und beim Druck auf die Tube vom Tubeninhalt unter elastischer Verformung in eine Öffnungslage gespreizt werden.
- Bei derartigen Verschlußkappen sollen sich die Lippen zur Bildung eines Öffnungsquerschnitts spreizen, wenn aus der Tube ein pastenförmiges Produkt herausgequetscht wird, und anschliessend selbsttätig in ihre Ruhelage zurückkehren, in der sie einander berühren. Hierbei traten aber in der Praxis Schwierigkeiten auf, weil es nicht gelang, die Forderungen nach einem ausreichend großen Öffnungsquerschnitt und nach einem dichten Schließen in der Ruhelage zu erfüllen.
- Bekannt ist ein Tubenverschluß der eingangs beschriebenen Art aus einem nicht näher bezeichneten Kunststoff, dessen Umfangswand den Tubenhals erheblich überragt und bei dem zur Bildung der Lippen von der Kappenmitte ausgehende Radialschlitze über die gesamte Stirnfläche und über den daran anschließenden Abschnitt der Umfangswand geführt sind. Die dreidimensional gekrümmten Lippen sind verhältnismäßig steif, so daß der Öffnungsquerschnitt begrenzt ist. Außerdem ergibt sich eine schlechte Abdichtung in der Ruhestellung.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verschlußkappe der eingangs beschriebenen Art anzugeben, die bei ausreichendem Öffnungsquerschnitt in der Ruhestellung gut dichtet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Kunststoff außer einer ausreichenden Elastizität eine große Weichheit hat und daß die Lippen derart an der Tube verspannt gehalten sind, daß sie in der Ruhelage unter Vorspannung aneinander liegen.
- -Die Weichheit des Materials erlaubt es, die Elastizität des Kunststoffmaterials besser auszunutzen. Insbesondere wird die Biegesteifigkeit, vor allem bei einer dreidimensionalen Formgebung der Lippen, herabgesetzt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß sich die Lippen, insbesondere an der Berührungslinie, schon bei geringer Vorspannung verformen. Man kann daher auf einfache Weise eine flächige Anlage längs der Berührungslinie erhalten; hierzu genügen bereits ganz geringfügige Verformungen.
- Bei entsprechender Weichheit des Kunststoffs dichten die Lippen auch schon vor Erreichen ihrer ursprünglichen Ruhelage, weil sie infolge ihrer leichten Verformbarkeit und der vorgesehenen Vorspannung schon in einem der Ruhelage vorgelagerten Bereich einander berühren. Dies ist dann von Interesse, wenn der Druck des Tubeninhalts auf die Lippen nicht ganz auf Null zurückgeht.
- Analog sind Kunststoffe verwendbar, bei denen tleibende Verformungen infolge häufigen Aufbiegens der Lippen in einem gewissen Umfang zugelassen werden können, weil dies lediglich eine weniger starke Verformung der Lippen in der Ruhelage zur Folge. hat.
- Bei einer Kappe, die eine auf den Tubenhals aufsetzbare, von einer Stirnwand abgeschlossene Umfangswand und in ihrem den Tubenhals überragenden Teil von der Kappenmitte ausgehende und etwa radial verlaufende Schlitze aufweist, empfiehlt es sich, daß die Schlitze noch innerhalb der Kappenstirnfläche enden.
- Bei dieser Konstruktion sind zwar die Schlitze verhältnismäßig kurz. Da aber das Kappenmaterial außerordentlich weich ist, lassen sich die zwischen den Schlitzen gebildeten Lippen unter dem Druck des austretenden Produkts sehr weit aufbiegen, so daß sich ein ausreichend großer Öffnungsquerschnitt ergibt. Diese leichte Verformbarkeit wird noch dadurch begünstigt, daß die nur in der Stirnfläche liegenden Lippen praktisch nicht durch Bereiche mit dreidimensionaler Krümmung ausgesteift sind. Auf der anderen Seite ergibt sich im Ruhezustand eine gute Abdichtung längs der Schlitze, weil die Rückstelleigenschaften des elastischen Kappenmaterials wegen der verhältnismäßig kurzen Lippen voll zur Geltung kommen.
- Günstig ist es, wenn die Kappenstirnfläche einen mittleren BereichkleinerKrümmung und einen Randbereich großer Krümmung aufweist und wenn die Schlitze höchstens geringfügig in diesen Randbereich ragen. Hierdurch werden zwischen den Schlitzen durchgehend wenig gewölbte Lippen erzeugt, die sich entsprechend leicht in die Öffnungsstellung biegen lassen.
- Zweckmäßigerweise enden die' Schlitze etwa an der inneren Umfangsfläche der Kappe. Da außerhalb dieser Umfangsfläche ein Bereich stärkerer Krümmung einsetzen muß, ergeben sich auf diese Weise optimale Verhältnisse.
- Hierbei empfiehlt es sich, wenn die Schlitzenden etwa achsparallel verlaufen. Auf diese Weise können die Schlitzenden, soweit es geht, nach außen verlagert werden, aber noch innerhalb der Kappenstirnfläche verlaufen.
- Des weiteren empfiehlt es sich, wenn die Wandstärke-der Stirnwand im Bereich der Schlitzenden größer ist als in der Kappenmitte. Dadurch, daß sich die Dicke der Lippen zusammen mit ihrem Querschnitt von innen nach außen vergrößert, lassen sich bei dem sehr weichen und hochelastischen Kappenmaterial optimale Öffnungsweiten mit optimalen Rückstelleigenschaften vereinen.
- Eine ausreichende Vorspannung erzielt man, wenn die Kappenstirnwand radial gestaucht ist. Dann steht die Stirnwand in der Ruhelage unter einer Druck-Vorspannung, durch welche die Lippen längs der Schlitze mit Sicherheit gegeneinandergedrückt sind.
- Günstig ist es, wenn die Umfangswand der Kappe im Anschluß an die Stirnwand nach innen geneigt und erst durch den Tubenhals und/oder einen die Umfangswand der Kappe zumindest nahe der Stirnwand umgebenden Haltering achsparallel gerichtet ist. Beim Aufsetzen auf den Tubenhals bzw. beim Aufschieben des Halteringes ergibt sich ein Staucheffekt in der Stirnwand.
- Die Umfangswand der Kappe kann zumindest nahe der Stirnwand einen größeren Durchmesser als der Tubenhals haben und durch einen zumindest dort angreifenden Haltering auf den Durchmesser des Tubenhalses zusammengestaucht sein. Der Haltering erlaubt es auch, sehr weiches und durch mechanische Kräfte nicht allzu hoch belastbares Material sicher am Tubenhals zu befestigen.
- Des weiteren empfiehlt es sich, daß die Umfangswand der Kappe praktisch über ihre gesamte Höhe den Tubenhals umfaßt. Dadurch ist die Kappe bis auf ihre Stirnwand im wesentlichen fixiert.
- Damit ist sichergestellt, daß der gesamte Bewegungsablauf auf die Stirnwand beschränkt bleibt.
- Bei einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Lippen durch zwei Strangabschnitte gebildet, deren Enden an festen Seitenwänden eines Aufsatzes anliegen und deren der einzigen Berührungslinie gegenüberliegende Ränder an der Tube gehalten sind. Da die Lippen von einem Strang abschneidbar sind, ergibt sich eine besonders rationelle Fertigung. Da die Lippen unabhängig voneinander eingespannt werden, läßt sich die gewünschte Vorspannung in der Ruhelage leicht erreichen.
- Eine besonders einfache Befestigung ergibt sich, wenn der Aufsatz am Hals der Tube befestigbar ist und mit zwei die Seitenwände verbindenden Streben die Ränder der Strangabschnitte gegen eine entsprechende Fläche der Tube hält.
- Hierbei können die Ränder der Strangabschnitte Löcher und die Streben des Aufsatzes durch sie greifende Stifte aufweisen.
- Damit ist auch bei sehr weichem Kunststoff eine sichere Halterung an der Tube gewährleistet.
- Zweckmäßigerweise ist die Länge der Strangabschnitte etwas größer als der Abstand zwischen den Seitenwänden des Aufsatzes.
- Die Enden der Strangabschnitte liegen dann unter Vorspannung an den Seitenwänden an, damit ist einerseits die Dichtheit längs dieser Fuge sichergestellt. Außerdem kann hierdurch auch eine Bewegung der Enden der Strangabschnitte überhaupt verhindert werden, so daß sich die Dichtverhältnisse in diesem Endbereich auch während der normalen Tubenbetätigung nicht ändern. Letzteres kann noch dadurch unterstützt werden, daß an den Seitenwänden des Aufsatzes die Enden der Strangabschnitte übergreifende Halteflächen vorgesehen sind.
- Die Strangabschnitte können die verschiedensten Profile haben.
- Bei einem Ausführungsbeispiel sind die Strangabschnitte so geformt und gehalten, daß siein der Ruhelage - von außen her gesehen - konkav gekrümmt sind.
- Bei einer anderen Ausfühnmgsform ist dafür gesorgt, daß die Strangabschnitte eine - von außen her gesehen - konvexe Krümmung haben und so gehalten sind, daß sich in der Ruhestellung eine stärkere Krümmung ergibt.
- Bei der Auswahl des Materials empfiehlt es sich, daß der Kunststoff eine Shore A-Härte von weniger als etwa 50 und eine Stoßelastizität von mehr als etwa 30% hat. Im einzelnen richtet sich die Auswahl der Materialeigenschaften nach der Form der Lippen und nach ihrer Einspannung. Gute Ergebnisse wurden erzielt, wenn der Kunststoff eine Shore A-Härte von etwa 40 und eine Stoßelastizität von etwa 40% hat. Diese Daten gelten insbesondere für Lippen in der Form von Strangabschnitten.
- Für eine rotationssymmetrische Kappe mit Schlitzen in der Kappenstirnwand hat sich ein Kunststoff als günstig herausgestellt, der eine Shore A-Eårte von etwa 20 und eine Stoßelastizität von etwa 65% hat.
- Als Material, das den vorgenannten Bedingungen genügt, kommt beispielsweise ein kaltvernetzter Zweikomponenten-Silikonkautschuk in Betracht. Von den zahlreichen bekannten elastischen, biegsamen Kunststoffen läßt sich ein solcher Silikonkautschuk am leichtesten auf die gewünschten Härte- und Elastizitätswerte bringen.
- Als besonders geeignet hat sich ein Silikonkautschuk erwiesen, der durch eine mittels eines Gemisches aus Alkoxysilanen und dem Zinnsalz einer organischen Säure vernetzte Mischung eines OH-funktionellen Polydimethylsiloxans mit mineralischen Füllstoffen, wie z.B. Kreide, Quarz, Kaolinit oder Diatomeenerde, gebildet ist.
- Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung näher veranschaulichter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine auf einen Tubenhals aufgeschraubte Verschlußkappe im Längsschnitt längs der Linie A-Ain Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Verschlußkappe der Fig. 1, Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Kappe der Fig. 1, bevor sie auf den Tubenhals aufgesetzt worden ist, Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform längs der Linie B-B in Fig. 6, Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Ausführungsform der Fig. 4 längs der Linie C-C, Fig. 6 eine Draufsicht auf die Ausführungsform der Fig. 4, wobei der rechte Teil des Aufsatzes entfernt ist und Fig. 7 einen der Fig. 4 entsprechenden Längsschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 - 3 ist eine Verschlußkappe 1 auf einen Hals 2 einer Tube 3 aufgesetzt. Die Tube kann pastenartige Produkte, wie Zahnpasta, Majonäse, Bohnerwachs u. dgl. enthalten. Der Tubenhals trägt ein übliches Schraubge--winde 4. Er kann jedoch auch eine andere Profilierung haben oder sogar glatt sein.
- Die Verschlußkappe 1 besteht aus einer Stirnwand 5 und einer Umfangswand 6. Die Stirnfläche 7 der Kappe weist einen mittleren Bereich a großer Krümmung und einen Randbereich b kleiner Krümmung auf. Die Wandstärke der Stirnwand 5 nimmt radial von innen nach außen zu.
- In der Stirnwand sind sechs Radialschlitze 8 vorgesehen, die von der Mitte ausgehen und jeweils um 600 versetzt sind. Die Schlitzenden 9 befinden sich am Übergang zwischen dem Bereich akleinerKrümmung und dem Randbereich b großer Krümmung. Die Enden verlaufen etwa achsparallel in Verlängerung der inneren Umfangsfläche der Umfangswand 6 (Fig. 1). Zwischen den Schlitzen 8 verbleiben Lippen 10; die Schlitze ergeben Berührungslinien.
- Die Umfangswand 6 hat im entspannten Zustand der Verschlußkappe die in Fig. 3 veranschaulichte Konusform mit sich zum offenen Ende hin verkleinerndem Durchmesser. Beim Aufsetzen der Verschlußkappe auf den Tubenhals 2 wird die Umfangswand 6 in eine zylindrische Form gebracht. Hierbei wird der im Ubergangsbereich 11 befindliche Krummungsradius aufgeweitet. Dies führt zu einer Stauchung des Materials in der Stirnwand. Außerdem ist die Umfangswand etwa über ihre gesamte Länge von einem Haltering 12 umgeben, durch den das Kappenmaterial ebenfalls gestaucht, im übrigen aber sicher auf dem Tubenhals 2 festgehalten wird. Zweckmäßigerweise ist der Innendurchmesser der Umfangswand nahe der Stirnwand 5 etwas größer als der Außendurchmesser des Tubenhalses 2.
- Das Material der Verschlußkappe bestand in einem Ausführungsbeispiel dieser Art aus einem kaltvernetzbaren Zweikomponenten-Silikonkautschuk. Hierbei handelte es sich um eine Mischung eines OH-funktionellen Polydimethylsiloxans mit mineralischen Füllstoffen, wie z.B. Kreide, Quarz, Kaolinit oder Diatomeenerde.
- Als Vernetzer diente ein Gemisch aus Alkoxysilanen und dem Zinnsalz einer organischen Säure. Die erstgenannte Mischung wurde mit 1,5 Gewichtsprozent des Vernetzers verarbeitet. Nach 24stündiger Lagerung ergaben sich die folgenden mechanischen Eigenschaften: Zugfestigkeit (DIN 53 504) 12 - 15 kp/cm2 Bruchdehnung (DIN 53 504) 180 - 200 % Shore A-Härte (DIN 53 504) 20 - 22 Stoßelastizität (DIN 57 512) 65 - 70 % Dichte (DIN 53 550) 1,15 g/cm3 Wenn aus einer Tube mit einer solchen Verschlußkappe das pastenförmige Produkt ausgequetscht wird, verformen sich die Lippen 10 in der in Fig. 1 gestrichelt dargestellten Art. Obwohl die Lippen verhältnismäßig kurz sind, biegen sie sich wegen der großen Weichheit des Materials weit auf. Umgekehrt führt die Kürze der Lippen dazu, daß sich die Rückstelleigenschaften voll auswirken können und in der Ruhelage ein dichtes Aneinanderliegen der Lippen unter einen gewissen Vorspannung und entsprechender Verformung des Lippenmaterials gewährleistet ist.
- Bei der Ausführungsform der Fig. 4 - 7 hat die Tube 3 einen konischen Stirnbereich 13, an den sich ein Hals 14 mit dem Querschnitt in der Form eines gestreckten Rechtecks anschließt.
- Zwei Lippen15 und 16 sind Strangabschnitte mit einem vorgegebenen Profil, das - von außen gesehen - eine konvexe Krümmung hat. Zwischen den Lippen ergibt sich eine einzige Berührungslinie 17. Am gegenüberliegenden Rand jeder Lippe sind Löcher 18 ausgestanzt. Die Lippen werden so an der Tube 3 gehalten, daß sie längs der Linie 17 unter Vorspannung gegeneinander liegen; das bedeutet, daß ihre Krümmung im Einbauzustand größer ist als beim unverformten Strangabschnitt.
- Auf die schmalen Seitenwände 19 des Halses 14 ist ein Aufsatz 20 aufgesetzt. Dieser hat seinerseits Seitenwände 21, die am Umfang mit einer Rippe 22 versehen sind, welche eine die Strangabschnitte übergreifende Haltefläche 23 besitzen. Die Seitenwände 21 haben einen etwas geringeren Abstand voneinander als die Länge der Lippen 15 und 16. Infolgedessen liegen die Lippen unter Vorspannung an den Seitenwänden an. Die Seitenwände 21 des Aufsatzes 20 sind durch Streben 24 miteinander verbunden.
- Diese Streben liegen auf der Stirnwand 13 der Tube 3 auf und klemmen zwischen sich und dieser Stirnwand 13 die Lippen 15 und 16 fest. Mit Vorsprüngen 25 greifen sie dabei in die Löcher 18.
- Hierbei kann die längere Seitenwand 26 des Tubenhalses 14 als Anschlag für die Lippen 15 und 16 dienen.
- Als Strangmaterial hat sich besonders ein Kunststoff als günstig erwiesen, der eine Shore A-Härte von 40 und eine Stoßelastizität von 40 % hat. Auch dieser Kunststoff kann ein kaltvernetzbarer Zweikomponenten-Silikonkautschuk sein.
- Wenn die gefüllte Tube zusammengequetscht wird, drückt die austretende Paste die Lippen 15 und 16 auseinander. Da diese infolge der Vorspannung an den Seitenwänden 21 und der Haltefläche 23 an ihren Enden festgehalten sind, öffnet sich ein Spalt, der über einen Mittelabschnitt eine Größtbreite hat, sich zu den Enden hin aber verjüngt. Beim Nachlassen des Druckes kehren die Lippen 15 und 16 unter Abtrennung des Pastenstranges in ihre veranschaulichte Ruhelage zurück.
- Bei der Ausführungsform nach Fig. 7, bei der für analoge Teile wie in den Fig. 4 - 6 dieselben, aber mit einem Apostroph versehenen Bezugszeichen verwendet werden, sind die Lippen 15' und 16' aus einem in der Ausgangslage flachen Strangmaterial hergestellt. Durch ihre Einspannung erhalten sie-die - von außen gesehen - konkave Form. Bei der Betätigung wird auch hier die Krümmung verkleinert. In diesem Ausführungsbeispiel ist auf eine Rippe 23 verzichtet, weil die Lippen 15 und 16 mit so großer Vorspannung an den Seitenwänden 21' anliegen, daß eine ausreichende Dichtheit gewährleistet ist.
Claims (22)
1.Verschlußkappe für Tuben, die Lippen aus elastischem, biegsamen
Kunststoff auSweist, die in der Ruhelage längs mindestens einer Berührungslinie
aneinander liegen und beim Druck auf die Tube vom Tubeninhalt unter elastischer
Verformung in eine Öffnungslage gespreizt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der'Kunststoff
außer einer ausreichenden Elastizität eine große Weichheit hat und daß die Lippen
(10; 15, 16; 15', 16') derart an der Tube (3; 12; 12') verspannt gehalten sind,
daß sie in der Ruhelage unter Vorspannung aneinander liegen.
2. Verschlußkappe nach Anspruch 1, bei der die Kappe eine auf den
Tubenhals aufsetzbare, von einer Stirnwand abgeschlossene Umfangswand und in ihrem
den Tubenhals überragenden Teil von der Kappenmitte ausgehende und etwa radial verlaufende
Schlitze aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (8) noch innerhalb der
Kappenstirnfläche (7) enden.
3. Verschlußkappe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kappenstirnfläche (7) einen mittleren Bereich (a) kleiner Krümmung und einen
Randbereich (b) großer Krümmung aufweist und daß die Schlitze (8) höchstens geringfügig
in diesen Randbereich ragen.
4. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitze (8) etwa an der inneren Umfangsfläche der Kappe enden.
5. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzenden (9) etwa achsparallel verlaufen.
6. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandstärke der Stirnwand (5) im Bereich der Schlitzenden (9) größer ist
als in der Kappenmitte.
7. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kappenstirnwand (5) radial gestaucht ist.
8. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangswand (6) der Kappe im Anschluß an die Stirnwand (5) nach innen geneigt
und erst durch den Tubenhals (2) und/oder einen die Umfangswand (6) der Kappe zumindest
nahe der Stirnwand (5) umgebenden Haltering (12) achsparallel gerichtet ist.
9. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangswand (6) der Kappen zumindest nahe der Stirnwand (5) einen größeren
Durchmesser als der Tubenhals (2) hat und durch einen zumindest dort angreifenden
Haltering (12) auf den Durchmesser des Tubenhalses zusammengestaucht ist.
10. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangswand (6) der Kappe praktisch über ihre gesamte Höhe den Tubenhals
(2) umfaßt.
11. Verschlußkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lippen (15, 16; 15', 16') durch zwei Strangabschnitte gebildet sind, deren Enden
an festen Seitenwänden (21; 21') eines Aufsatzes (20; 20t) anliegen und deren der
einzigen Berührungslinie (17; 17') gegenüberliegende Ränder an der Tube (3; 3')
gehalten sind.
12. Verschlußkappe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Aufsatz (20; 20') am Hals (14; 14') der Tube befestigbar ist und mit zwei die Seitenwände
(21; 21') verbindenden
Streben (24; 24') die Ränder der Strangabschnitte
(15, 16; 15', 16') gegen eine entsprechende Fläche (13; 13') der Tube hält.
13. Verschlußkappe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ränder der Strangabschnitte (ins, 16; 15', 16') Löcher (18; 18') und die Streben
(24; 24') des Aufsatzes durch sie greifende Stifte (25; 25' aufweisen.
14. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 11 - 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge der Strangabschnitte (15, 16; 15', 16') etwas größer als der Abstand
zwischen den Seitenwänden (21; 21!) des Aufsatzes ist.
15. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 11 - 14, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Seitenwänden (21) des Aufsatzes (20) die Enden der Strangabschnitte (15,
16) übergreifende Halteflächen (23) vorgesehen sind.
16. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 11 - 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strangabschnitte (15', 16') so geformt und gehalten sind, daß sie in der
Ruhelage - von außen her gesehen - konkav gekrümmt sind.
17. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 11 - 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strangabschnitte (15, 16) eine -von außen her gesehene - konvexe Krümmung
haben und so gehalten sind, daß sich in der Ruhestellung eine stärkere Krümmung
ergibt.
18. Verschlußkappe nach einem der Ansprüche 1 - 17, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoff eine Shore A-Härte von weniger als etwa 50 und eine Stoßelastizität
von mehr als etwa 30 % hat.
19. Verschlußkappe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kunststoff eine Shore A-Härte von etwa 40 und eine Stoßelastizität von etwa 40 %
hat.
20. Verschlußkappe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kunststoff eine Shore A-Härte von etwa-20 und eine Stößelastizität von etwa 65 °zó
hat.
-21. Verschlußkappe nach einem der Anspruche 1 - 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoff ein kaltvernetzter Zweikomponenten-Silikonkautschuk ist.
22. Verschlußkappe nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der
Silikonkautschuk eine mittels eines Gemisches aus Alkoxysilanen und dem Zinnsalz
einer organischen Säure vernetzte Mischung eines OH-funktionellen Polydimethylsiloxans
mit mineralischen Füllstoffen, wie z.B. Kreide, Quarz, Kaolinit oder Diatomeenerde,
ist.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732313482 DE2313482C3 (de) | 1973-03-19 | 1973-03-19 | Tubenverschluß mit einer Kappe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732313482 DE2313482C3 (de) | 1973-03-19 | 1973-03-19 | Tubenverschluß mit einer Kappe |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2313482A1 true DE2313482A1 (de) | 1974-10-03 |
| DE2313482B2 DE2313482B2 (de) | 1977-08-11 |
| DE2313482C3 DE2313482C3 (de) | 1982-04-01 |
Family
ID=5875156
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732313482 Expired DE2313482C3 (de) | 1973-03-19 | 1973-03-19 | Tubenverschluß mit einer Kappe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2313482C3 (de) |
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| EP0108636A3 (de) * | 1982-11-08 | 1985-08-28 | Bristol-Myers Company | Aufgeber mit selbstverschliessendem Aufträger |
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