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Schaltung zur Synchronisierung der Ablenkschaltung einer Kathodenstrahlröhre
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Synchronisirung der Ablenkschaltung einer
Kathodenstrahlröhre insbesondere der Zeilenablenkschaltung eines Fernsehempfangers,
mit einer Phasenvergleichsschaltung, der Synchronimpulse und aus der Ablenkspannung
abgeleitete Vergleichsimpulse zugeführt werden und deren Ausgangsspannung als Regelspannung
für einen Oszillator dient.
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Für die Synchronisierung der Zeilenablenkschaltung eines Fernsehempfängers
ist es bekannt (DT-OS 2 211 100), zunächst einen ersten Zeilenoszillator mittels
einer ersten Phasenvergleichsschaltung auf die von dem Empfänger empfangenen Zeilensychronimpulse
zu synchronisieren und anschließend einen zweiten Zeilenoszillator, der zur Ansteuerung
der Zeilenendstufe dient, mittels einer zweiten Phasenvergleichsschaltung auf die
Ausgangsimpulse des ersten Zeilenoszillators zu synchronisieren.
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Dieser schaltungstechnische Aufwand wird deshib vorgenommen, weil
auf diese Weise einerseits die Sychronisierung des ersten Zeilenoszillators mit
einem Regelkreis mit einer relativ großen Zeitkonstante zwecks Verringerung der
Störempfindlichkeit und andererseits die Synchronisierung des zweiten Zeilenoszillators
mit
einem Regelkreis mit einer relativ kleinen Zeitkonstante zwecks schneller Ausregelung
von störenden Einwirkungen des Bildinhaltes auf die Zeilensynchronisierung möglich
ist.
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Das zuletzt erwähnte und in der genannten Offenlegungsschrift ausführlich
beschriebene Problem beruht darauf, daß die in der Zeilenendstufe vorgenommene zeilenfrequente
Abschaltung des Zeilenendstufentransistors jeweils mit einer nicht vernachlässigbaren
Verzögerung vor sich geht, die von der dem Zeilentransformator entnommenen Energie
und somit - im Falle der Hochspannungsgewinnung aus dem Zeilentransformator - von
Strahlstrom der Bildröhre abhängig ist. Da von der genannten Verzögerung die Ensatzpunkte
und die Dauer der Zeilenrcklaufimpulse beeinflußt werden, kann es bei einer langsamen
Regelung für die Zeilensynchronsierung geschehen, daß die in der Bildröhre geschriebenen
Zeilen in Abhängigkeit vom Bildinhalt gegeneinander verschoben werden.
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Diese Schwierigkeit wird zu einem großen Teil dadurch vermieden, daß
man den oben erwähnten zweiten Regelkreis mit einer kleinen Zeitkonstante versieht.
Um die genannte Schwierigkeit möglichst weitgehend zu vermeiden, muß die Regelwirkung
des Regelkreises für den zweiten Phasenvergleich verbessert werden. Dies könnte
durch die Vergrößerung der Regelsteilheit geschehen, wobei dieser Maßnahme jedoch
durch die Gefahr einer Selbsterregung des Regelkreises Grenzen gesetzt sind.
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Der Erfindung legt die Aufgabe zugrunde, die Regelwirkung des zweiten
Regelkreises zu verbessern, ohne daß die Gefahr einer Selbsterregung besteht, wobei
die technische Realisierung der entsprechenden.Schaltung einfach sein soll.
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Die Erfindung bezieht sich auf die eingangs genannte Schaltung.
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Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet,
daß mittel zur Beeinflussung der Regelspannungsamplitude vorgesehen sind, und daß
zur Steuerung der Mittel eine von einer die Synchronisierung störenden Störgröße
abgeleitete Steuerspannung verwendet wird.
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Weiter bildungen und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung
dargestellt ist, näher erläutert. Die Zeichnung zeigt einen Teil einer Schaltung
für einen Fernsehempfanger als Blockschaltbild. Die dargestellte Schaltung dient
zur Erzeugung eines sägezahnförmigen Ablenkstromes in der auf zwei Teilspulen aufgeteilten
Ablenkspule 23 in einer Bildröhre 242 wobei der Ablenkstrom mit den an dem Ausgang
einer Impulsabtrennstufe 3 auftretenden Synschronimpulsen sychronisiert ist.
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Die Synchronimpulse werden mittels der Impulsabtrennstufe 3 von den
an der Klemme i anliegenden, von dem FernsehempEänger empfangenen Videosignalen
abgetrennt.
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Wegen der eingangs geschilderten Gründe ist zunächst in einem ersten
Regelkreis mit einer Phasenvergleichsschaltung 4 und einem Regelspannungsverstärker
6 ein Oszillator 7 auf die Synchronimpulse des Videosignales synchronisiert. Dies
geschieht dadurch, daß die Ausgangsimpulse des Oszillators 7 über eine Leitung 5
der Phasenvergleichsschaltung 4 zugeführt werden, die diese Impulse mit den Synchronimpulsen
am Ausgang der Impulsabtrennstufe 3 vergleicht. Die von der Phasendifferenz der
gegenannten Impulse abhängige Regelausgangsspannung der Phasenvergleichsschaltung
4 wird in dem Regelspannungsverstärker 6 verstärkt.
Die Ausgangs
spannung des Regelspannungsverstärkers 6 regelt den Oszillator 7 in siner Frequenz.
In einem weiteren Regelkreis mit einer Phasenvergleichsleitung 8 und einem Regelspannungsverstärker
9 wird dann ein Oszillator 10 auf die Ausgangsimpulse des Oszillators 7 synchronisiert.
Der Oszilla tor 10 dient zur Ansteuerung einer Zeilenendstufe 18, in deren Arbeitskreis
die Primärwicklung 15 eines Ablenktransformators 16 liegt. Als Vergleichsimpulse
für die Phasenvergleichssc.haltung 8 dienen die von dem Ausgang der Zeilenendstufe
18 genommenen Rücklaufimpulse der die Ablenkspule 23 über einen Kondensator 19 speisenden
Ablenkspannung. Die Rücklaufimpulse werden in der Phasenvergleichsschaltung 8 über
die Eingancgsklemme 13 der vorstehend beschriebenen Synchronisierungs-Schaltung
2 frei zugeführt. Die die Zeilenendstuie 18 ansteuernden Ausgangsimpulse des Oszillators
10 sind an der Anschlußklemme 11 der Synchronisierungs-Schaltung 2 abgreifbar.
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Der mit seiner Primärwicklung 15 an die Betriebsspannung UB (Klemme
14) angeschlossene Ablenktransformator 16 besitzt ua.
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ein -Sekundärwicklung 17, die zur Gewinnung einer Hochspannung dient.
Die Ausgangsspannung der Sekundärwicklung 17 wird mittels einer Kaskaden-Gleichrichterschaltung
20 gleichgerichtet, so daß an der Klemme 22 eine gleichgerichtete Hochspannung für
den Betrieb der Bildröhre 24 abgreifbar ist.
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Um den eingaEgsXsitore)nden Einfluß des Bildinhaltes zu kompensieren,
besitzt die Synchronisierungs-Schaltung 2 einen Steuereingang 12, über den sinngemäß
die Regelsteilheit des zwei ten Regelkreises steuerbar ist. Dies geschieht dadurch,
daß der Regelspannungsverstärker 9 in seiner Verstärkung steuerbar ist und mit einem
entsprechenden Eingang mit dem Steuereingang 12 der Sychronisierungs-Schaltung 2
verbunden ist.
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Um den Steuereingang 12 mit einer geeigneten Steuer spannung ansteuern
zu können, die also z.B. bei einem Weißsprung des Bildinhaltes von schwarz auf weiß
zunimmt, ist der mit der Kaskaden-Gleichrichterschaltung 20 zusammengeschal tete
Fußpunkts-Kondensator 21 nicht direkt sondern über einen Widerstand 25 an die Bezugsspannung
angeschlossen. Die an dem Widerstand 25 entstehende zeilenlrequente Spannung wird
an der Diode 27 gleichgerichtet. Die hinter der Diode 27 an dem Widerstand 28 abfallende
gleichgerichtete Spannung wird mittels des Siebkondensators 29 von zeilenfrequenten
Komponenten befreit. Das Differenzierglied mit dem Kondensator 30 und dem Widerstand
31 dient dazu, eine Verzögerung auszugleichen, die von der Kapazität der Bildröhre
auf die Steuerspannung ausgeübt wird0 Der Kondensator 26 dient als Schutz für die
Diode 27 vor Hochspannungsüber schlägen.
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Die auf die beschriebene Weise gewonnene Regelgleichspannung wird
über den Steuereingang 12 dem Steuereingang des Regelspannungsverstärkers 9 zugeführt.
Da die Verstärkung des Regelspannungsverstärkers 9 vom Bildinhalt (Strahlstrom)
gesteuert wird und dadurch nicht in den Regelkreis einbezogen ist, besteht keine
Gefahr für eine Selbsterregung des Regelkreises.
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Die vorstehend beschriebene Synchronisierungs-Schaltung 2 kann auch
grundsätzlich anders aufgebaut sein. Für die beschriebene erfindungsgemäße Schaltung
ist es lediglich erforderlich, daß die Synchronisierungs-Schaltung 2 einen Steuereingang
besitzt, über den eine in einem Synchronisierungs-Regelkreis wirkende Steuer spannung
steuerbar ist. Die Erfindung ist deshalb nicht auf eine Synchronisierungs-Schaltung
mit zwei Regelkreisen der beschriebenen Art beschränkt. Sie ist z.B. auch vorteilhaft
bei einer integrierten Synchronisierungs-Schaltung vom Typ TBA 950
der
Firma Intermetall verwendbar, wobei die Anschlußklemme 12.
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der Synchonisierungs-Schaltung 2 in der Zeichnung dem Anschlußpunkt
11 der genannten Schaltung entspricht. Die AnschlußRlemntfe 11 der bekannten integrierten
Schaltung ist an sich für die statische Einstellung der Phasenlage der Zeilenablenkung
vorgesehen. Die erfindungsgemaße Schaltung führt diesem Anschluß punkt der integrierten
Schaltung eine dynamische, im wesentlichen vertikalfrequente Steuerspannung zu.
Beiden übrigen Bau elementen einer praktisch erprobten Schaltung mit der bekannten
integrierten Schaltung ergaben sich die folgenden Werte als vorteilhaft: Kondensator
21= 2,5 nF, Widerstand 25= 82 Ohm, Kondensator 26 = 0,022 nF, Widerstand 28= 68
kOhm, Kondensator 29= 1OnF, Kondensator 30= lOnF und Widerstand 31= 27 kOhm.