DE2306001C3 - Pyrimidinderivate, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende Geflügelfutterzusammensetzungen - Google Patents
Pyrimidinderivate, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende GeflügelfutterzusammensetzungenInfo
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Description
c-X'
(D
in der R einen Äthyl-, n-Propyl- oder Pentafiuoräthylrest
bedeutet, X ein Chlor- oder Bromion darstellt, b und c solche ganzen Zahlen bedeuten, daß
die positive Ladung von b Mol des Kations durch c Mol neutralisiert ist, und
worin R2 einen Ci- bis C8-Alkyl- oder Aralkylrest
bedeutet, in Gegenwart von Chlor- oder Bromwasserstoff mit einer Base der allgemeinen Formeln
(A), (B), (C) oder (D) umsetzt.
4. Geflügelfutterzusammensetzung, enthaltend
als Wirkstoff ein Pyrimidinderivat gemäß Anspruch 1 oder 2.
der Rest der allgemeinen Formeln A bis D
(A)
(B)
(C)
(D)
bedeutet, in denen R1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet und sich am Ende der
einen punktierten Linie ein Wasserstoffatom und am Ende der anderen punktierten Linie eine Methylgruppe befindet.
2. 6-[4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-7-methylthieno-[2,3-c]pyridiniumchlorid.
3. Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinderivaten gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man in an sich bekannter Weise
\) eine Verbindung der allgemeinen Formel
NH,
CH2X'
(H)
worin X' ein Brom- oder Chloratom bedeutet, oder Die Erfindung betrifft neue, durch heterocyclische
Reste substituierte Pyrimidinderivate, welche sich zur Verhütung und Heilung von Kokzidiose eignen.
Die Kokzidiose ist eine häufig auftretende und verbreitete Geflügelkrankheit, welche durch mehrere
Spezies des Genus Eimeria, wie E. tenella, E. necatrix, E. acervulina, E. maxima, E. hagani und E. brunetti
verursacht wird. E. tenella verursacht eine lebensgefährliche Infektion des Blinddarms von Hühnern.
Die Symptome dieser Infektion sind starke Blutungen, Blutansammlung im Blinddarm und Auftreten von
Blut in den Exkrementen. E. necatrix und andere Spezies greifen den Dünndarm des Huhnes an und
verursachen die als Darmkokzidiose bekannte Erkrankung.
Verwandte Spezies, wie E. melagridis und E. adenoides, sind die Erreger der Kokzidiose bei Truthühnern.
Die schwerwiegenden Formen der Kokzidiose führen beim Geflügel zu einer schlechten Gewichts-Zunahme,
verringerter Futterverwertung und hoher Mortalität. Die Beseitigung oder Bekämpfung der
Kokzidiose ist daher für die Geflügelzucht außerordentlich wichtig.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Patentansprüchen definiert.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Patentansprüchen definiert.
In erfindungsgemäßen Verbindungen, bei denen
-N +
die allgemeine Formel (D) hat und R1 ein Wasserstoffatom
darstellt, kann der Pyrrolpyridinrest in der deprotonisierten tertiären Basenform der Formel (D')
auftreten:
(D'
Abhängig vom pH-Wert des physiologischen Mediums
kann sich das Gleichgewicht zugunsten entweder der quaternären Form oder der tertiären Basenform
verlagern. Man kann jedoch beide Formen getrennt im Labor identifizieren.
Man kann alle erfindungsgemäßen Verbindungen leicht in Form der quaternären Halogenid-hydrohalo-
genide, wobei das Halogenid Chlorid oder Brornid sein kann, herstellen. Eine Ausnahme besteht, wie erwähnt,
bei den Verbindungen der Formel (D'). Wenn ferner R' bei einer beliebigen der Verbindungen eine
Pentafluoräthylgruppe ist, bildet sich am leichtesten das quaternäre Halogenid, obwohl man bei Anwendung
eines Halogenwasserstoffüberschusses während der Isolierung auch das quaternäre Halogenid-hydrohalogenid
isolieren kann.
Unter den erfindungsgemäßen Verbindungen werden jene bevorzugt, bei denen R einen Äthylrest bedeutet,
und/oder Verbindungen, welche einen der Reste
(A1)
(B1)
(C1)
(D1)
enthalten.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen werden Verbindungen der allgemeinen Formel
I oder 111 mit einer Base der allgemeinen Formeln A, B, C oder D umgesetzt. Diese Ausgangsstoffe sind
entweder bekannte Verbindungen oder können leicht nach herkömmlichen Verfahren hergestellt werden.
Bei der erfindungsgemäßen Verfahrensweise unter Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel
II kann man als Reaktionsmedium einen Überschuß der bicyclischen Base oder, nach einer abgewandelten
Methode, unter den Reaktionsbedingungen inerte organische Lösungsmittel, beispielsweise Acetonitril
oder ein Ν,Ν-Diniedrigmolekular-alkyl-alkanolamid,
wie Dimethylformamid, verwenden. Die Reaktionstemperatur ist nicht ausschlaggebend; man führt
das Verfahren vorzugsweise bei etwa Raumtemperatur durch. Nach kurzer Zeit kristallisiert das Produkt.
welches üblicherweise das quaternäre Salz darstellt, aus und wird nach herkömmlichen Methoden, wie durch
Filtrieren oder Zentrifugieren, isoliert.
Weiter kann man nach dieser Verfahrensweise 5-Hydroxymethylpyrimidin in ein zuvor hergestelltes
Reaktionsmedium in Form eines Gemisches aus Thionylchlorid und einem Ν,Ν-Dialkylformamid eintragen
und anschließend die bicyclische Base zusetzen. Bei der letzteren kann es sich entweder um die
freie Base oder um deren Hydrohalogenid handeln. Das Reaktionsmedium wird aus stöchiometrischen
Anteilen der beiden Komponenten hergestellt. Man hält dieses Medium während der Pyrimidinzugabe
bei niedrigen Temperaturen, d.h. von etwa —5 bis 10 C. Anschließend erhitzt man das Gemisch und
fügt die Base hinzu. Nach der Basenzugabe häit man das Reaktionsgemisch 1 bis 2 Stunden unter Rückfluß,
kühlt es anschließend ab und isoliert das Produkt. Eine weitere Ausführungsform dieser Verfahrensweise
besteht darin, daß man ein 5-Halogenmethyl-4-amino-2-R'-pyrimidin
mit der bicyclischen Base in Dimethylsulfoxid innerhalb von 30 Minuten bis 3 Stunden
bei Temperaturen von 40 bis 1353C — gegebenenfalls
in Gegenwart eines Alkalihalogenides, wie von Kaliumbromid — umsetzt, anschließend das Reaktionsgemisch
mit einer Arylsulfonsäure, wie p-Toluolsulfonsäure,
versetzt, das Gemisch dann einige Minuten unter Rückfluß erhitzt, hierauf abkühlt und schließlich
das Produkt isoliert.
Bei der erfindungsgemäßen Verfahrensweise unter Verwendung einer Verbindung der allgemeinen Formel
III kann der Rest R2 beispielsweise ein Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, tert.-Butyl-, Amyl- oder
Benzylrest sein. Pyrimidine mit einem Methoxymethyl- oder Isopropoxymethylrest werden bevorzugt. Diese
Verbindungen sind bekannt; Verbindungen, welche nicht speziell beschrieben sind, lassen sich leicht nach
den für die bekannten, ähnlichen Verbindungen angewendeten Methoden herstellen; vgl. zum Beispiel
Journ. Amer. Chem. Soc, Bd. 59 (1947), S. 1052. oder
US-PS 31 61 642 oder 23 50 265. Man setzt hierbei einen Überschuß der bicyclischen
Basen A, B, C oder D über das Pyrimidin ein. Befriedigende Ergebnisse werden erzielt, wenn man pro Mol
Pyrimidin 1,5 bis 10 Mol Base verwendet.
Man kann die beiden Reaktionskomponenten in Form der Hydrohalogenide vermischen, es ist aber
auch möglich, das Pyrimidin und die bicyclische Base in Form der freien Basen in das Reaktionsgemisch einzubringen
und die Salze in situ durch Zugabe von Chlor- oder Bromwasserstoff zum Reaktionsgemisch
herzustellen. Man verwendet einen Überschuß über jene Chlor- oder Bromwasserstoffmenge, welche zur
Umwandlung des Pyrimidine und der bicyclischen Base in die Hydrohalogenide nötig ist. Der Säureüberschuß
über die zur Salzbildung benötigte Menge beträgt 7,5 bis 100%.
Diese Verfahrensvariante wird bei Atmosphärendruck und bei erhöhten Temperaturen, d. h. von etwa
110 bis 2000C, durchgefiihrt. Die optimale Reaktionszeit
hängt in hohem Maße von der angewendeten Temperatur ab. Befriedigende Ergebnisse werden bei
höheren Temperaturen bereits innerhalb von 5 bis 10 Minuten erzielt, während bei niedrigeren Temperaturen
10 bis 12 Stunden oder mehr benötigt werden Wenn das Verfahren innerhalb des bevorzugten Temperaturbereichs
vorgenommen wird, bildet sich da; quaternäre Salz innerhalb von etwa 1 bis 8 Stunder
in hoher Ausbeute. Das Reaktionsgemisch ist in einigei Stufen des Verfahrens heterogen, so daß der Grad de
Durchmischung in Großanlagen eine Rolle spielei kann. Die optimale Reaktionszeit steigt bei einer Ab
nähme des Rührwirkungsgrades an.
Diese Verfahrensweise wird außerdem in einer organischen Lösungsmittelmedium vorgenommet
Man kann zahlreiche aromatische und aliphatisch Lösungsmittel verwenden, z. B. Toluol, Xylol, sek
6s Butylbenzol, Teitrachloräthan, Tetrachloräthylen odt
Chlorbenzol. Es ist zweckmäßig, ein Lösungsmitl· mit einem Siedepunkt in der Nähe der gewünschte
Reaktionstemperatur einzusetzen, damit man d;
Verfahren unter Rückfluß durchführen kann. Das Lösungsmittel soll einen Siedepunkt von mindestens
1100C aufweisen, damit die vorstehend erwähnten
Temperaturbedingungen eingehalten werden. Außerdem seil das Lösungsmittel nicht mit Wasser mischbar
sein, da zur Erzielung optimaler Ausbeuten unerwünschte Reaktionsnebenprodukte, wie niedermolekulare
Alkenole und/oder Wasser, ständig vom Ort der Reaktion abgeführt werden sollen. Zur Entfernung
niedrigsiedender Nebenprodukte eignen sich mehrere Methoden, beispielsweise die kontinuierliche Destillation
des organischen Lösungsmittels und dessen Ersatz durch frisches Lösungsmittel, die Destillation oder
das Erhitzen unter Rückfluß durch einen dampfgekühlten Verflüssiger, welcher das niedrigsiedende
Material abziehen läßt, das organische Lösungsmittel jedoch in das Reaktionsgefäß zurückführt, oder die
Verwendung handelsüblicher, mechanischer Trennvorrichtungen.
Bei Reaktionsende gewinnt man das Umsetzungsprodukt zweckmäßig durch Abkühlen des Reaktionsmediums und Abtrennen des im wesentlichen reinen
Feststoffs vom organischen Lösungsmittel. Das Produkt wird vom restlichen Reaktionslösungsmittel
durch Waschen mit geeigneten Lösungsmitteln, wie Acetonitril, Isopropanol oder Äther, befreit. Wenn
dieses Verfahren unter den vorstehend beschriebenen Reaktionsbedingungen durchgeführt wird, erhält man
die gewünschten Produkte in Ausbeuten von oberhalb 80% der Theorie. In vielen Fällen erreichen die Ausbeuten
einen Wert von 90% der Theorie.
Man kann auch das 5-Hydrocarbyloxymethylpy rimidin
oder das 5-Hydrocarbyloxymethylpyrimiain-hydrohalogenid
mit einem Überschuß des Hydrohalogenids der bicyclischen Base in Abwesenheit eines
Lösungsmittels umsetzen, wobei man die Komponenten 30 Minuten bis 10 Stunden unter Rückfluß bei
einer erhöhten Temperatur, vorzugsweise von 130 bis 2200C, nötigenfalls unter Druck, erhitzt. Die Hydrohalogenide
können gewünschtenfalls in situ hergestellt werden, indem man zuerst das Pyrimidin und die
bicyclische Base in ein niedrigsiedendes Lösungsmittel einträgt und Halcgenwasserstoffgas hindurchführt,
das Lösungsmittel bei einer Temperatur unterhalb 1000C abdampft und anschließend auf die Reaktionstemperatur erhitzt. Das Produkt kann durchAuflösen
des Reaktionsprodukts in einem Lösungsmittel, wie Äthanol oder Propanol, und anschließende Umkristallisation
unter Anwendung der üblichen Methoden gewonnen werden.
Beim Einsatz der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung und Verhütung von Kokzidiose verfüttert
man diesf dem Geflügel im Futter oder im Trinkwasser. Hierzu werden die erfindungsgemäßen
Verbindungen gründlich in einem inerten Träger oder Verdünnungsmittel dispergiert oder gründlich mit
einem solchen Träger oder Verdünnungsmittel vermischt. Der Träger oder das Verdünnungsmittel ist
vorzugsweise ein Material, das von vornherein einen Bestandteil des Tierfutters darstellt oder diesem als
Komponente zugesetzt werden kann.
Erfindungsgemäß bevorzugte Zusammensetzungen stellen die Futtermittelzusätze dar, die relativ hohe
Wirkstoffmengen enthalten und die dem Geflügelfutter entweder direkt oder nach vorhergehender Verdünnung
oder Abmischung einverleibt werden können. Abmischungen mit einem Wirkstoffgehalt von etwa 1
bis etwa 40 Gew.-%, vorzugsweise von 2 bis 25 Gew.-%, eignen sich besonders gut als Zusatz für Geflügelfutter.
Die ernndungsgemäben Verbindungen ergeben in
Dosen von weniger als etwa 0,05 Gew.-% des Futtermaterials eine wirksame Krankheitsbekän-.pfung. In
Dosen von etwa Ο,υΐ bis 0,05 Gew.-% des Futters
ergeben die erfindungsgemäßen Verbindungen gute prophylaktische Ergebnisse.
Die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen zeigt die folgende Tabelle:
Versuchstabelle
Versuch Nr. Verbindung
Prozentgehalt Wirkstoff
in Geflügelfutter, bei dem eine
brauchbare Wirkung
feststellbar ist gegen
in Geflügelfutter, bei dem eine
brauchbare Wirkung
feststellbar ist gegen
Eimeria
tenella
tenella
Eimeria
acervulina
acervulina
H2N H2 CH3
Amprolium
Cl" HCl
0.0030 0.0030
H1N H2 CH,
! C+I
xN/;\/S·
er HCi
6-[(4-Ainino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-7-methylthieno[2.3-c]pyridiniumchlorid-hydrochlorid
0.0002 0,0015
Fortset/Λΐηΐϊ
Versuch Nr. Verbindung
C,H
l'ro/entgehalt Wirkstoff
in Geflügelfutter. bei dem eine brauchbare Wirkung festslcllbar ist gegen
liimcria liimcriu
lenclla accrvulina
CH3
Br^HBr
5-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-4-methylthieno[3,2-c]pyridiniumbromid-hydrobromid
0,0004
0,003
BrHBr
5-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-4-rnelhylfuro[3,2-c]pyridiniurnbromid-hydrobromid
0,0008
0,006
H7N
CH.
CH3
Br'HBr
6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-
7-mcthyl-1 H-pyrro1o[2,3-c]pyridiniumbromid- hydrobromid
0.0008
0,0015
6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-mcthyl]-7-methylthie:no[2,3-c]pyndiniumbromidhydrobromid
und -chlorid-hydrochlorid
Man vermischt 17,8 g 4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinylmethylbromid-hydrobromid
und 8,94 g 7-Methylthieno[2,3-c]pyridin in 50 ml wasserfreiem Acetonitril.
Das Reaktionsgemisch wird über Nacht bei Raumtemperatur mechanisch gerührt. Man isoliert
die farblose Fällung und wäscht sie mit Äther. Nach Umkristallisation aus Methanol/Aceton erhält man
16,5 g (Ausbeute 61,5%) einer Substanz vom F. 249 bis 2500C (Zers), welche als 6-[(4-Amino-2-äthyl-5
- pyrimidinyl) - methyl] - 7 - methylthieno[2,3 - c]-pyridiniumbromid-hydrobromid
identifiziert wird.
Man löst das Bromid-hydrobromid in 50 ml konzentrierter
Chlorwasserstoffsäure und fällt es mit 1,5 1 Aceton aus. Diese Arbeitsweise wiederholt man
viermal. Schließlich erhält man 7,85 g (Ausbeute 60%) einer farblosen, kristallinen, festen Substanz
vom F. 249 bis 25O0C (Zers.), welche als 6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimid,inyl)-methyl]-7-methylthieno[2.3-c}-pyridiniumchlorid-hydrochlorid
identifiziert wird.
B e i s ρ i e 1 2
6-[(4-Amino-2~pentafluoräthyl-5-pyrimidinyl)-
metnyl]-7-methylthieno[2,3-c]pyridiniumbromid
und 6-[(4-Amino-2-pentafiuoräthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-7-rnethylthieno[2,3-c]pyridiniurnbromid-
hydrobromid
Man suspendiert 967 mg 2- Pentafi uorälhyl-4-amin
5-brommethylpyrimidin-hydrobromid in 15 mlAcet
nitril und setzt 160 mg (2,75 mMol) Propylenoxid ζ Auflösung der festen Substanz hinzu. Anschließei
fugt man 373 mg 7-Methylthieno[2,3-c]pyridin hin: und rührt das homogene Reaktionsgemisch über d
Wochenende. Die gebildete farblose Fällung wird η Äther verdünnt, isoliert und aus Isopropanol umkrist
lisiert. Man erhält 530 mg (Ausbeute 46,5%) Produ vom F. 215 bis 2161C, welches als 6-[(4-Amino-2-pc
tafluoräthyl-5- pyrimidinyl)- methyl]- 7-methylthier
[2,3-c]pyridiniumbromid identifiziert wird.
Das vorgenannte Produkt wird anschließend konzentrierter wäßriger Bromwasserstoffsäure gelt
Die Lösung wird mit einer zur Ausfällung des Brom hydrobromids ausreichenden Aectonmenge versei
Das Ausgangsprodukt 2-Pentafluoräthyl-4-amii
ίο
5-biommelhylpyrimidin-hydrobromid erhält man wie
folgt:
Man kondensiert 80 g handelsübliches Pentafluorpropionitril
in einen mit einem Trockeneis/Aceton-Kühler und in ein Trockeneis/Aceton-Bad eingetauchten
1-1-Kolben. Man beschickt den Kolben mit etwa
250 ml flüssigem Ammoniak, entfernt das Kühlbad und läßt das Gemisch 1 Stunde unter Rückfluß sieden.
Anschließend läßt man das Ammoniak abziehen. Es verbleibt Pentafluorpropionamidin in Form einer farblosen,
kristallinen, festen Substanz (75,2 g: Ausbeute 84%) vom F. 48 bis 50 C.
2 - Pentafluoräthyl - 4 - amino - 5 - hydroxymethylpyrimidin
läßt sich aus Pentafliiorpropionamidin nach dem Verfahren von Barone u. a., Journ. Org.
Chem., Bd. 24 (1959), S. 199 herstellen.
Man löst 5 g Z-Pentafluoräthyl^-amino-S-hydroxymethylpyrimidin
in 30 ml einer 30- bis 32%igen Bromwasserstofflösung in Essigsäure. Das erhaltene Gemisch
erhitzt man 6 Stunden auf 65"C und kühlt es danach auf Raumtemperatur ab. Dabei bildet sich eine
Fällung, die man in 100 ml Äther eingießt, abfiltriert, gründlich mit frischem Äther wäscht und an der Luft
trocknet. Man erhält 2 - Pentafluoräthyl - 4 - amino-5 - brommethylpyrimidin - hydrobromid (6,6 g; Ausbeute
86%) in Form einer farblosen, festen Substanz vom F. 167 bis 169°C (Zers.).
5-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-4-methylthieno[3,2-c]pyridiniumbromidhydrobromid
und -chlorid-hydrochlorid
Man suspendiert 82,5 g 4-Amino-2-äthy!-5-pyrimidinylmethylbromid-hydrobromid
in 1 1 wasserfreiem Acetonitril. Dann setzt man 82,5 g 4-Methylthieno-[3,2-c]pyridin
hinzu und rührt das Reaklionsgemisch 2 Tage bei Raumtemperatur. Die entstandene farblose
Fällung wird isoliert, mit Äther gewaschen und aus Methanol/Isopropanol umkristallisiert. Man erhält
69.5 geiner farblosen, festen Substanz vom F. 218.5 bis
22011C (Zers.). Diese liefert nach nochmaliger Umkristallisation
aus Methanol/Isopropanol 52,1 » (Ausbeute 42%) eines Produkts vom F. 229 bis 23O"C
(Zers.), welches als 5-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-4-methylthieno[3,2-c]pyridiniumbromid-hydrobromid
identifiziert wird.
Das vorgenannte Bromid wird anschließend in
130 ml konzentrierter HCl gelöst und mit Aceton zur Ausfällung gebracht. Diese Arbeitsweise wird fünfmal
vorgenommen. Man erhält schließlich 33 g (Ausbeute 33%) 5-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-mcthyl]-4-methylthieno[3,2-c]pyridiniumchlorid-hydrochlorid
vom F. 229 bis 230'C (Zers.).
Weitere gemäß der Erfindung hergestellte Verbindungen sind in der Tabelle angeführt. Es wird das vorstehend
für die Beispiele 1 bis 3 beschriebene Kondensationsverfahren angewendet. In jedem Fall werden
das 5-Brommethylpyrimidin und die bicyclische Base in einem inerten Lösungsmittel in etwa äquimolaren
Anteilen bei Raumtemperatur (etwa 25 C) kondensiert. Die Bezeichnung »Basentyp« in der Tabelle
bezieht sich auf die Formeln A, B, C und D.
Heispiel
Verbindung
Basenlyp Ausbeute Schmelzpunkt
(%) ("C)
(%) ("C)
4 6-[(4-Amino-2-n-propyl-5-pyrimidinyl)-mcthyl'J- A
7-mcthylthieno[2.3-c]pyridiniumbromid-hydrobromid
5 5-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]- B 6-methylthieno[3,2-c]pyridiniumbromid-hydrobromid
6 5-[(4-Amino-2-pcntafluoräthyl-5-pynmidinyl)-rnelhyl]- B
4-methylthieno[3,2-c]pyridiniumbromid-hydrobromid
7 5-[(4-Amino-2-äthyi-5-pyrimidinyl)-methyl]- C
4-mi'thy!furo[3,2-e]pyridiniurnbromid-hydrobromid
.S 6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]- O
7-methyl-l H-pyrrolo[2,3-c]pyridiniumbromid
9 6-[(4-Ainino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methylj- D
9 6-[(4-Ainino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methylj- D
1,7-dimelhyl-l H-pyrrolo[2,3-c]pyridiniumbromid-
hydrobromid
10 6-[(4-Amino-2-üthyl-5-pynmidinyl)-niethyl ]- D'
10 6-[(4-Amino-2-üthyl-5-pynmidinyl)-niethyl ]- D'
7-nu'thyt-6H-pyrroio[2,3-c]pyridin
| 44 | 269- | 270 | (Zers.) |
| 72 | 270- - | 271 | (Zers.) |
| 32 | 191 — | 192 | (Zers.) |
| 30 | 228- | 230 | (Zers.) |
| 41 | 235 — | 237 | (Zers.) |
| 19 | 256 | 258 | (Zers.) |
| 30 | 192 | 194 | (Zers.) |
Beispiel Il
6-l(4-Ainino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-
7-mcthylthieno|2.3-e]pyndiniumehlorid-
hydrochlorid
Man legt 50 g ^-ÄlhyM-amino-S-melhoxymethylpyrimidin,
50 g 7-Methyllhicno[2,3-e]pyridin und 500 ml Xylol in einem mit einem Rückflußkühler,
Rührer. Thermometer und Gaseinlaßrohr ausgestatteten 2-1-Kolben vor. In dieses Gemisch leitet man
während 30 Minuten Chlorwasserstoffgas mit einci dafür ausreichenden Geschwindigkeit ein, daß pro Mo
Pyrimidin ein HCl-Anteil von 0,2 Mol cingcsclz wird. Die Temperatur steigt dabei auf etwa 67"C an
Man ersetzt das Gascinlaßrohrdann mit einem Deslil lieraufsatz und erhitzt das Gemisch 2 Stunden unte
Rückfluß (138 C). Während dieser Zeitspanne ersetz man den abdcstillicrlen Volumenanteil der Flüssigkci
durch frisches Xylol. Man fügt weitere 25 g 7-Mcthyl lhieno[2,3-c]pyridin hinzu und kocht das Gcmiscl
40 Minuten unter Rückfluß. Am Ende der Rückflußperiode
kühlt man das Reaktionsgemisch auf 65' C ab, dekantiert das Xylol und versetzt den Rückstand
mit 50 ml Acetonitril. Das erhaltene Gemisch wird etwa 12 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und
nitriert. Das dabei erhaltene feste 6-[(4-Amino-2-äthyl-S-pyrimidinylJ-methyl^-methylthienorj^-cjpyridiniumchlorid-hydrochlorid
wird gewaschen. Das Produkt besitzt einen F. von 249 bis 2500C (Zers.).
Die vorstehend beschriebene Umsetzung kann auch unter Verwendung von Chlorbenzol an Stelle von
Xylol als Lösungsmittel durchgeführt werden: die zweite Zugabe von 7 - Methyllhieno[2,3 - c]pyridin
unterbleibt dabei. Man erhält dasselbe Produkt, d. h. 6-[(4-Arnino-2-äthyl-5-pyrirnidinyl)-methyl]-7-methylthieno[2,3-c]pyridiniumchlorid-hydrochlorid.
Beispiel 12
6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-melhyl]-
7-methyl-l H-pyrrolo[2,3-c]pyridiniumbromid und
6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]-
7-methyl-6H-pyrrolo[2,3-c]pyridin
Man trägt 420 mg Diisopolyäthylamin in eine Lösung von 1 g des Fyrimidinylmethylbromid-hydrobromids
(1) und 0,44 g des Pyrrolopyridins (II) in 6 ml Dimethylformamid ein. Das Gemisch rührt man
16 Stunden bei Raumtemperatur in einer Stickstoffatmosphäre. Das Umsetzungsprodukt kristallisiert
teilweise aus dem Gemisch aus; zur vollständigen Abscheidung setzt man Äther hinzu. Nach Filtration und
Trocknen an der Luft erhält man 1,6 g Rohprodukt, welches man zur Reinigung in Chloroform/25%
Methanol (etwa 5 ml) auflöst. Man stellt den pH-Wert der Lösung durch Zugabe von einigen Tropfen wäßrigem
konzentriertem Ammoniak auf etwa 8 ein. Die Lösung wird über trocken eingefülltem Kieselgel H
S in Chloroform/25% Methanol chromatographiert. Man erhält reines 6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyl]
- 7 - methvl -1H - pyrrolo[2,3 - c]pyridiniumbromid
(0,63 g) vom F. 235 bis 237°C.
Man löst 200 mg des vorgenannten quaternären
ίο Bromids in 2 ml Methanol, stellt die Lösung mit
In wäßrigem LiOH auf einen pH-Wert von 8 ein und läßt das Produkt aus der Lösung auskristallisieren.
Dabei erhält man 100 mg 6-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrirnidinyl)-rnethyl]-7-rnethyl-6H-pyrrolo[2,3-c]pyridin
vom F. 192 bis 194° C.
Durch Versetzen der Base mit 1 Mol Halogen wasserstoffsäure
erhält man umgekehrt wiederum das quaternäre Halogenid.
Präparate
Man vermischt die erfindungsgemäße Verbindung gleichmäßig mit den Trägerstoffen in den folgenden
Mengen:
A. 6-[(4-Amino ^-äthyl-S-pyrimidinylmethyl]-7-methylthieno[2,3-c]pyridi-
niumchlorid-hydiOchlorid 2,7 kg
Weizen-Standardfuttermehl 42,6 kg
B. 5-[(4-Amino-2-äthyl-5-pyrimidinyl)-methyi]-4-methylthieno[3.2-c]pyridi-
niumchlorid-hydrochlorid 4,5 kg
Getrocknete Getreideschlempe 40,8 kg
Claims (1)
- Patentansprüche: 1. Pyrimidinderivate der allgemeinen Formelfi) eine Verbindung der allgemeinen Formel
NH2CH,- O — R2(HI)
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US22462072A | 1972-02-08 | 1972-02-08 | |
| US22462072 | 1972-02-08 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2306001A1 DE2306001A1 (de) | 1973-08-23 |
| DE2306001B2 DE2306001B2 (de) | 1977-03-17 |
| DE2306001C3 true DE2306001C3 (de) | 1977-11-03 |
Family
ID=
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