DE2305495C3 - N-substituierte Chloracet anilide, Verfahren zu ihrer Herstellung und Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums - Google Patents
N-substituierte Chloracet anilide, Verfahren zu ihrer Herstellung und Mittel zur Beeinflussung des PflanzenwachstumsInfo
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Description
NH-A —OR
(H)
worin A eine unsubstituierte Äthylenkette oder eine durch Methyl einfach substituierte Äthylenkette und
R Methyl, Äthyl, n-Propyl oder lsopropyl, Allyl oder Methylallyl mit Einschluß der Crotylgruppe bedeuten,
mit einem Chloracetylierungsmittel umsetzt.
5. Mittel zur Beeinflussung der Pflanzenwachstums enthaltend mindestens ein N-substituiertes
Chloracetanilid gemäß Anspruchs I als Wirkstoff zusammen mit geeigneten Trägerstoffen und/oder
Verteilut'igsmitteln.
Die vorliegende Erfindung betrifft N-substituierte Chloracetanilide, Verfahren zur ihrer Herstellung und
pflanzenbeeinflussende Mittel, die diese neuen Verbindungen als Wirkstoffe enthalten.
Als Stand der Technik über bis heute bekanntgewordene pflanzenbeeinflussende Halogenacetanilide sei auf
folgende Patentschriften verwiesen: FR-PS 13 37 529 und 14 19 116, BE-PS 7 46 288 und 7 44 891 sowie die
US-PS 28 63 752, 34 42 945 und 35 47 620.
Aufgabe dieser Erfindung ist es, Halogcr.acetanilide
mit besseren pflanzenbeeinflussenden Eigenschaften /ur Verfugung zu stellen, die bei kleinen Aufwandmengen
eine größere Zahl von Unkrauiartcn und vor allem
sehr widerstandsfähige Unkräuter deutlich besser bekämpfen als die bekannte!1 ' 1 ilogenacetanilide. ohn ?
aber die für den Einsatz vorgesehenen Nut/pflanzenkulturen
nachteilig zu beeir.flus 11.
Die erfincungsgeinäßen N-substituierten Chloracetanilide
besitzen chemische Strukturabweichungen grundsätzlicher Natur und zeilen Wirkungsverbesserung
gegenüber den bisher bekanntgewordenen Verbindungen. Sie entsprechen der allgemeinen Formel I
CH,
A-OR
CHXl
worin A eine unsubstituierte Äthylenkette (-CH2-CH2-)
oder eine durch Methyl einfach substituierte Äthylenkette und R Methyl, Äthyl, n-Propyl oder lsopropyl,
Allyl'oder Methylallyl mit Einschluß der Crotylgruppe
bedeuten. .
Die neuen Chloracetanilide der allgemeinen Formel 1 werden in an sich bekannter Weise hergestellt, indem
man ein N-substituiertes Anilin der allgemeinen Formel Il
CH,
/J^-NH-
A-OR
(Hl
CH3
mit einem Chloracetylierungsmittel, vorzugsweise einem Anhydrid oder Halogenid der Chloressigsäure
umsetzt. In der allgemeinen Formel II haben R und A die unter der allgemeinen Formel I angegebenen
Bedeutungen. .
Die Verbindungen der allgemeinen Formel 1 lassen sich auch so herstellen, daß man 2,6-Xylidin mit
wahlweise 2-Halogenäthanol, 2-Halogenpropanol oder
mit l-Halogenpropan-2-ol umsetzt, wobei »Halogen«
Chlor oder Brom bedeutet, dann die entstandene Verbindung der allgemeinen Formel 1 Ia
(Ha)
CH,
mit einem Chloracetylierungsmittel, vorzugsweise einem Anhydrid oder Halogenid der Chloressigsäure
umsetzt und zuletzt die noch freie OH-Gruppe in saurem Medium (z. B. H2SO4) unter milden Bedingungen
in üblicher Weise mit einem Alkohol R-OH veräthert. In der allgemeinen Formel Ha hat A die unter
der allgemeinen Formel I angegebenen Bedeutungen.
Die Umsetzungen können in An- oder Abwesenheit von gegenüber den Reaktionsteilnehmern inerten
Lösungs- oder Verdünnungsmitteln durchgeführt weiden. Es kommen beispielsweise folgende in Krage:
aliphaiische, aromatische oder halogenieric Kohlenwasserstoffe
wie Benzol, Toluol. Xylole, Petrolälher, Chlorbcnzol. Methylcnchlorid. Äthylenchlorid. Chloroform;
Äther und ätherartige Verbindungen wie Dialkyläiher,
Dioxan, Tetrahydrofuran; Nitrile wie Acetonitril; N.N-dialkylicrte Amide wie Dimethylformamid; ferner
Dimethylsulfoxid sowie Gemische dieser Lösungsmittel untereinander.
Als geeignete Chloracetylierungsmittel werden vorzugsweise Chlorcssigsf urcanhydrid und Chloressigsäu-
23
05
loeenide, wie Chloracetylchlorid, verwendet. Die
Reaktion kann jedoch auch mit Chloressigsäure selbst, h η Estern oder Amiden durchgeführt werden. Die
baktionstemperaturen liegen zwischen 0 und 200 .
zugsweise zwischen 20 und 100\ In manchen
Fällen insbesondere bei der Verwendung von Chlorace-. !halogeniden, wird die Chloracetylierung in Gegen-
y ejnes säurebindenden Mittels durchgeführt. Als
W^che kommen tertiäre Amine, wie Trialkvlamine. z. B.
Triäthylamin, Pyridin und Pyridinbasen. oder anorgani-
he Basen, wie die Oxide und Hydroxide, Hydrogencarj*
le uncj Carbonate von Alkali- und Erdalkalimetal-1
in Betracht. Als säurebindendes Mittel kann
Werdern das jeweilige Anilin der allgemeinen Formel
π dienen, welches in diesem Fall im Überschuß is
angewendet werden muß.
Einige Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel Il nu/ie die entsprechenden Hydroxyalkylderivate (R =
m sind bekannt, z.B. aus US-PS 23 81071 und
27 59 943 sowie J. Am. Soc. Bd. 84. S. 734 und Bull. Soc.
Chim France 1962, S. 303 und 1965, S. 2037. Diese sowie in der Literatur noch nicht beschriebene Ausgangsstoffe
welche unter die allgemeine Formel Il fallen, können
nach an sich bekannten Methoden leicht hergestellt werden, wie zum Beispiel:
a) durch Kondensation von 2,6-Xylidin mit einem Alkoxyalkanal OHC-A'~OR zum entsprechenden
Azomethin der allgemeinen Formel 11!
=CH-A'- OR
(IH)
35
und anschließende katalytische Hydrierung zum N-Alkoxyalkylanilin, wobei R die unveränderte, für
die allgemeine Formel 1 gegebene Bedeutung hat und A' die gegebenenfalls methylsubstituierte
Methylengruppe darstellt;
b) durch Umsetzung des 2,6-Xylidins mit einer
Verbindung der Formel IV
Y—A —OR
(IV)
worin A und R wie unter der allgemeinen Formel I definiert sind und Y ein Halogenatom oder einen
anderen Säurerest, insbesondere einen Alkylsulfonsäurerest oder einen Arylsulfonsäurerest darstellt.
Verbindungen der Formel IV mit Benzolsulfonsäureresten Y sind beispielsweise in Can. J. Chem..
Bd. 33, S. 1207, solche mil. Tosyloxyresten in der GB-PS 8 69 083 beschrieben.
Selbstverständlich gibt es noch eine Reihe anderer Verfahren zur Herstellung der Ausgangsstoffe der do
allgemeinen Formel Il uusoriho-methylierten Anilincn.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen das Herstellungsverfahren
mit Einschluß der Herstellung eines Ausgangsstoffes. Weitere Chloracetanilide der allgemeinen
Formel I, die nach dem beschriebenen h« Verfahren hergestellt wurden, sind in der anschließenden
Tabelle aufgeführt. Tempcraturenangabcn beziehen <;irh auf Cplsiuseradc.
:i) Herstellung des Ausgangsstoffes.:
Eine Lösung von 24,2 g (0,2 Mol) 2,6-Dimethylanilin
und 17,8 g (0.24 Mol) Methoxy-acetaldehyd in 1 50 ml Benzol wird mit 1 ml 25%-iger methanolischer
Trimethylaminlösung versetzt und 5 Stunden unter einem Wasserabscheider rückfließend gesiedet.
Nach Eindampfen des Reaktionsgemisehes im Vakuum erhält man durch Vakuumdestillation des
Rückstandes das l-(2'-Methoxy-äthvlidenamino)-2.6-dimeihylbenzol
mit einem Siedepunkt von 58-6Γ bei 0,1 Torr.
Eine Lösung von 16.3 g (0,092 Mol) dieses Zwischenprodukts in 200 ml absolutem Äthanol
wird unter Zugabe von 2 g 5%-iger Palladiumkohle bei 25J unter Normaldruck hydriert. Nach dem
Abfiltrieren des Katalysators und Eindampfen des Filtrais im Vakuum erhält man durch Vakuumdestillation
das N-(2'-Methoxyäthyl) 2,6-xyhdin mit einem Siedepunkt von 64 — 651 /0,2 Torr,
b) Eine Suspension von 4,4 g N-(2'-Methoxyäthvl)-2.6· xylidin und 2,6 g Kaliumhydrogencarbonat in 30 ml
absolutem Benzol wird tropfenweise mit einer Lösung von 2.94 g Chloracets !chloric! in 10 ml
Benzol versetzt, worauf das Gemisch anschließend noch 2 Stunden bei 25 weitergerührt wird. Zur
Aufarbeitung wird es mit 100 ml Äther verdünnt. Nachdem die organische Schicht mehrmals mit
Wasser gewaschen und getrocknet worden ist, erhalt man das gewünschte N-(2'-Melhoxyäthyl)-2,6-dimethyi-chloraceianilid
(Verbindung Nr. 1) rein und qualitativ durch Abdamplen der Lösungsmittel
im Vakuum als Öl. Bei Stehenlassen in der Kälte knstalliert die Verbindung: Schmelzpunkt
42-45c. , „
Bespiel 2
a) Herstellung des Ausgangsstoffes:
Die Lösung von 484 g (4.0 Mole) 2,6-Xylidin und 490 g (2,0 Mole) p-Toluolsulfonsäure-(1 -methoxy-2-propyl)-ester
in 1 Liter Toluol wiru 21 Stunden am Rückfluß gesiedet. Nach dem Abkühlen auf
Raumtemperatur und Zugabe von 1 Liter Wasser wird das Reaktionsgemisch mit 200 ml konz.
Natronlauge alkalisch gestellt. Die organische Schicht wird mit Wasser neutral gewaschen, mit
Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Durch Destillation des Rückstandes
erhält man das gewünschte N-(l'-Methoxy-2'-propyl)-2,6-xylidin bei 70-72°/0,4 Torr.
b) Die Suspension von 23,3 g (0,22 Mole) Soda in der
Lösung von 42,5 g (0.22 Mole) des unter a) gewonnenen Zwischenproduktes in 100 ml Benzol
wird unter Rühren tropfenweise innerhalb Minuten mit einer Lösung von 26 g (0,23 Mole)
Chloracetylchlorid in 20 ml Benzol versetzt und anschließend das Gemisch noch 2 Stunden bei
Raumtemperatur weitergerührt. Zur Aufarbeitung wird das Reaktionsgemisch mit 150 ml Wasser und
500 ml Äther verdünnt, die organische Schicht mit
K)OmI Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der
kristalline Rückstand läßt sich durch Umkristallisation
aus Isopropyläther rc:- igen. Man erhält so das
N-(I ■-Mctliox\prop-2l->l)-2,6-dimcthyl-cliloracctanilid
vom Smp.44 —46'.
In der folgenden Tabelle sind diese Verbindungen souic weil cc. n,u h den in den Beispielen 1 und
5 6
beschriebenen Verlahren hergestellte Wirkstoffe der allgemeiner Formel I
aufgeführt.
A-OR
| -Λ -OR | CH1 | — 0--C2H5 | CO-CH2CI | |
| Verb. Nr. |
-CH, | — O-/iC3H7 | Physikalische Daten | |
| 1 | -CH, | -CH2-O-CH, | - O— isoC,H7 | Smp. 42 45 C |
| t | -CH2 | -CH, | — O—CH2-CH | iV 1.5287 |
| 3 | -CH, | -CH, | --O— CH- CH- | ;i; 1.5219 |
| 4 | -CH2 | -Ci2 | CH3 | Kp. 116 1 19 IO 'Torr |
| 5 | -CH, | -CH, | -O-CH3 | CH2 tv 1.5353 |
| 6 | CH, | =--CH2 /r 1.5368 | ||
| -CH- I |
O CH3 | |||
| 7 | CH3 | -CH,- | Smp. 44 46 C | |
| -CH, | O — C2H5 | |||
| 8 | -CH- I |
/ι- 1.5325 | ||
| -CH, | CH3 | -O -CH. | ||
| 9 | -CH | /1; 1.5126 | ||
| -CH- | CH3 | |||
| 0 | -CH-,- | /1 1.5234 | ||
CH3
Einige Ausgangsstoffe öcr allgemeinen Formel Il sind
nachstehend aufgeführt:
N-(2'-Methoxyäthyl)-
2,b-xylidin
N-(2'-Äthoxyäthvl)-
2.6-xylidin
N-(2'-n-l>ropoxyäthyl)-
2.6-xylidin
N-(2'-iso-Propoxy;ithvl)-
2,6-xylidin
N-(2;-Aliyloxy;ithyl)-
2.(>xylidin
N-(2'-Methoxypropyl)-
2.6-xylidin
N-(2'-Hydroxypropyl)-
2.6-xyliciin
N-(2r-Hydroxy propy I)-
N-chloraectyl-2.b-xylidin
N-(r-Äthoxyprop-2'-yl)-
2.h-xvlidin
Kp. 64-b5 /0,2 Torr Kp. 74-79 /0.2 Torr
Kp. 83-89'-/0.5 Torr Kp. 84-92 /0.3 Torr
Kp. 83-87 /0,2 Torr Kp. 54-57 /0.04 Torr Kp. 81- 83' /0,1 Torr
Smp.83-85'-'C Kp. 1-4:- 145 /17 Torr
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe sinil stabik·
Vei bindiingen und besii/cn sehi j.'iitL1 herbizide
(-ligeiischalten gegen (iraminecn wie Hirse und
hirseartige l'flan/en der Gattungen Setaria. Ditii.wia
ι π ti Rottboellia. gegen Graser wie l-oliumarteii uiul
liegen viele dikoiyle I Inkrautaricn nie Am;ir,inihii\
Sesbania, ( hissanilieniiim. Inoiiiea. Sinapis. Galiiim.
Pastinaca, ohne daß die für den F.insatz vorgesehene
Kulturpflanze geschädigt wird. Als Kulturpflanzen seien Soja, Luzerne, Erbsen. Baumwolle, Mais, Zuckerrüben,
Zuckerrohr, Brassica-Artcn wie Raps und Kohl, aber auch Getreidearten wie Gerste und Weizen oder
Trocken- und Wasser-Reis genannt.
Die Applikation der Wirkstoffe erfolgt entweder vor oder nach dem Auflaufen der Kulturpflanzen und der
Unkräuter und Ungräser, vorzugsweise vor dem Auflaufen. Die Aufwandmengen liegen zwischen 0,1 und
10 kg Wirkstoff pro Hektar, wobei aber im Vorauflaufverfahren schon mil einer Aufwandmenge von 0,25 kg
AS/ha eine weitgehende Vernichtung der Unkräuter erzielt wird. Um eine Verunkrautung von Eisenbahndämmen,
Fabrikanlagen oder Straßen zu verhindern, setzt man gewöhnlich bis zu 10 kg Wirkstoff pro Hektar
ein.
Außerdem zeigen einige der neuen Wirkstoffe der allgemeinen Formel I auch wachstumsregulierende
Eigenschaften, indem sie z. B. in besiehenden Rasenkulturen das Längenwachstum des Rasens verzögern und
die Bestockung erhöhen. Dadurch bleibt eine etablierte Rasendecke, wie sie /. B. als Grunstreifenbefestigung für
Böschungen und Autobahn Randstreifen wichtig ist, während einer Sommersaison aul mittlerer Wuchshöhe
und bedarf keiner aulwendigen periodischen .Schnittarbeilen.
Wie schon erwähnt, sind aus der Literatur herbizide Halone-nacelaiiilide bekannt m'»iirdpn ni.^<» ,.-.-.;....■.
aber entweder im Phcnylkcm, vorzugsweise in ortho-Stellung,
immer einen höhermolekularen Alkylresi (mindestens 2 C-Atome, vorzugsweise tertiäres Alkyl
wie in der 1'-"R-PS 13 37 529) und/oder nur Alkoxymeihylgruppcn
am Stickstoffatom auf (US-PS 35 47 620). s Nach Meinung dieser Literatur hat sich gezcigt.daß
Halogenacetanilide instabil sind, wenn im I'henylkern
kein Subsiiuieni mit mindestens 2 C-Atomen in ortho
Stellung steht. Weiterhin ist in dieser Literaturstelle dargelegt, daß N-Alkoxymcthyl-Derivatc auf jeden Fall
den entsprechenden N-Alkoxyüthyl- und N-AIkoxypropyl-Derivalen
wirkungsmäßig überlegen sind (US-PS 35 47 620, Beispiel 85). Aufgrund dieser und ähnlicher
Publikationen mußte es der Fachmann als feststehend ansehen, daß N-substituierte Halogenaceianilide, welehe
Alkoxy- oder Alkcnyloxygruppcn aufweisen, die über Alkylenrcste mit 2 Kettengliedern anstatt einem an
das Stickstoffatom des Anilids gebunden sind, als Herbizide für praktische Zwecke nicht in Frage
kommen, und /war unabhängig davon, ob sie im Phenylkern unsubstituiert oder durch Alkylgruppcn in
ortho-Stellung zur Aminogruppe substituiert sind.
Dieses Vorurteil wird noch durch die Lehre der BE-PS 7 44 891 (dem die DT-OS 19 03 198 entspricht)
bestärkt, wonach N-Alkoxyäthylderivate des Chloracelanilids
oder des in ortho-Stellung durch Niederalkyl oder Niederalkoxy substituierten Chloracetanilids in der
Tat keine entscheidende Wirkungsverbesserung gegenüber dem unzureichend wirksamen Herbizid N-lsopropyl-flL-chloracctanilid
erzielen.
Ks ist daher überraschend, daß die erfindungsgemäßen
Wirkstoffe der allgemeinen Formel I, welche gemäß der US-PS 35 47 620 eine für die Pflanzenwirkung
angeblich unterlegene Struktur von N-Alkoxyäthylehloracetanilidcn
aufweisen, erstens den Produkten jener Erfindung in der Unkrautbekämpfung deutlich
überlegen und zweitens chemisch stabil sind, obwohl sie
in den beiden ortho-Positionen des Phcnylkerns nur Methylgruppen tragen.
Bekämpfung von Hirse-Arten und
anderen unerwünschten Gramineen in verschiedenen
Nutzpflanzenkulturen (Vorauflauf-Verfahren).
Einen Tag nach Einsaat der Versuchspflanzen in Saatschalen werden verdünnte wäßrige Suspensionen
der Wirkstoffe in derartigen Konzentrationen auf die Erdoberfläche gesprüht, daß Aufwandmengen von
umgerechnet 2 kg, 1 kg und 0,5 kg pro Hektar gewährleistet sind. Die Saatschalen werden bei 22 bis
25°C und ca. 70% relativer Luftfeuchtigkeit gehalten. Der Versuch wird nach 28 Tagen nach folgendem Index
ausgewertet:
9 = Pflanzen ungeschädigt (wie Komrollversuch),
1 = Pflanzen abgestorben,
8 —2 = lineare Zwischenstufen der Schädigung,
— = nicht geprüft.
1 = Pflanzen abgestorben,
8 —2 = lineare Zwischenstufen der Schädigung,
— = nicht geprüft.
| Verb. | Aur | [ichi- Seta- | Digi- | Roll- Cypc- | US | AIo- | Lo- | Avena | Lu | Zucker | Baum | Soja | Gerste |
| Nr. | wand | 110- | ia taria | bocl- | pccu- | lium | fatua | zerne | rübe | wolle | |||
| menge | chloa | lia | rus | ||||||||||
| in kg | |||||||||||||
| AS/ha | |||||||||||||
| 4 | 2 | 1 | 2 | 1 | 1 | 3 | 7 | 9 | 7 | ||||
| 1 | 1 | 2 | 2 | 3 | 8 | 8 | 9 | 8 | — | ||||
| 0.5 | 1 | : | 4 | 2 | 3 | 4 | 9 | 8 | 9 | 9 | - | ||
| 5 | 2 | 1 | I | 1 | 1 | 2 | 7 | 7 | 8 | 9 | 6 | ||
| 1 | 1 | 1 | 3 | 1 | 4 | 8 | 8 | 9 | 9 | 8 | |||
| 0.5 | 1 | 2 | 3 | 2 | 4 | 9 | 9 | 9 | 9 | 9 | |||
| 8 | 2 | 1 | 2 | 1 | 1 | 2 | 7 | 8 | 9 | 9 | 6 | ||
| 1 | 1 | 5 | t | 1 | 5 | 7 | q | 9 | 9 | 9 | |||
| 0,5 | 1 | 6 | 5 | 1 | 6 | 8 | 9 | 9 | 9 | 9 | |||
| 9 | 2 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | 6 | 7 | 8 | 8 | 6 | ||
| 1 | 1 | 3 | 2 | 2 | 4 | 6 | 8 | 9 | 8 | 6 | |||
| 0,5 | 1 | 5 | 3 | 3 | 5 | 8 | 9 | 9 | 9 | 9 | |||
| 10 | 2 | , | 3 | 2 | 1 | 3 | — | 7 | 8 | 9 | — | ||
| 1 | 1 | 5 | 3 | 1 | 5 | — | 9 | 9 | 9 | — | |||
| 0.5 | 1 | 8 | 3 | 3 | 4 | — | 9 | 9 | 9 | — | |||
Breitenwirkung gegen dicotylc Unkräuter
und unerwünschte Gräser in ausgewählten
Nutzpflanzenkulturen (Vorauflauf-Verfahren).
Unmittelbar nach der Einsaat der Tcstpflanzen in Saatschalcn werden die Wirkstoffe als wässerige
Suspension, erhalten aus einem 25%igcn Spritzpulver, :inf Hin Erdoberfläche der Schalen appliziert. so daß
Aufwandmengen von umgerechnet 4 kg, 2 kg, 1 kg und 0,5 kg pro Hektar gewährleistet sind. Dann werden die
Saatschalcn bei 22 bis 23'C und 50 bis 70% relativer
Luftfeuchtigkeit gehalten Nach 28 bzw, 30 (*) Tagen wird der Versuch nach dem im Beispiel 3 gegebenen
Index ausgewcriet.
Als Vcrgleiehsvcrbindungen dienten aus der US-Patentschrift
35 47 620 bekanntgewordene Chloracctanilide:
Verb. A = 2-Mcthyl-b-athyl-N-(nthoxyniethyl-
chloracetanilid
Verb. B = 2,6-Di;uliyl-N-(meihoxymethyl)-elilor-
Verb. B = 2,6-Di;uliyl-N-(meihoxymethyl)-elilor-
acctanilid (Handelsprodukt Alachlor)
Verb: C = 2,6-Diäthyl-N-(n-binoxymethyl)-chloracetnnilid(Handelsprodukt
Buiachlor)
10
und aus der IiE-Palentschrift 7 44 891 bekanmgewordf
neChloracctanilide:
Verb. E* = N-(I Methoxyp,Op-2-yl)-ehloraeetanilid
Verb. F* = 2-Methyl-N-(r-mcthoxyprop-2'-yl)-chloracctanilid.
(Wirkstoffe gemäß Erfindung)
| Verb. Nr. |
Aufwand menge in kg/ha |
Pasti- naca |
Galium | lpo- moea |
Sinapis | Chry santhe mum |
Ama- ranthus |
Sts- Echino- bania chloa |
Setaria I |
3igi- aria |
| 1 | 4 | 1 | 2 | 3 | 2 | 1 | ] | ι | 1 | |
| 2 | I | 2 | 3 | 3 | 1 | 1 | I 1 |
! 1 |
||
| i | 3 | 4 | 5 | 3 | 2 | 1 | O | 1 1 |
||
| 0,5 | 3 | 4 | 7 | 6 | 2 | 1 | 3 | 1 1 |
||
| 2 | 4 | 1 | I | 3 | 2 | I | 1 | t | 1 | |
| 2 | 1 | 2 | 4 | 3 | 2 | 1 | I 2 |
I
1 |
||
| 1 | 1 | 3 | 6 | 3 | 2 | 1 | 2 | I 1 |
||
| 0,5 | 3 | 5 | 7 | 4 | 3 | 1 | 3 | I 1 |
||
| 3 | 4 2 1 0,5 |
1 2 5 5 |
3 4 5 5 |
I I I I | 3 3 4 5 |
1 2 4 6 |
1 1 1 1 |
2 3 6 6 |
1 1 1 1 1 1 1 2 |
|
Dicotyle Unkräuter Unerwünschte Gräser
Fortsetzung
Aufwandmenge
in kg/ha
in kg/ha
Rottboellia
Cyperus AIo- Lolium
pecurus
Unerwünschte Gräser Avena Luzerne Zucker- Baumrübe wolle
| 1 | 4 | ι | 1 1 | I 1 |
| 2 1 |
1 1 | 2 4 |
||
| I 0,5 |
1 1 1 2 |
|||
| 2 | 4 | ι | 1 2 |
|
| 2 1 |
1 1 |
2 4 |
||
| I 0,5 |
1 2 |
ι | ||
| 3 | 4 | 1 1 | I 2 |
|
| 1 1 | Ui Uj | |||
| 1 0,5 : |
1 I 1 |
2 2 6 2 |
||
7
8
8
7
7
7
8
7
7
8
7
9
9
9
9
7 7 8
8 9 9 9
Nutzpflanzen
(Vergleichsubstanzen gemäß US-PS 35 47 620)
Verbindung
Aufwandnienge
in kg/ha
in kg/ha
Pastinaca
Galium
4
2
1
0,5
2
1
0,5
2 5 5 6
Chrysanthe mum
2 2 2 2 Amaranthus
Sesbania
| Echino- | Setaria | Digi- |
| chloa | tana | |
| 1 | 1 | 1 |
| 1 | 1 | I |
| 1 | 1 | 1 |
| 1 | 1 | 1 |
| t-nrtsetzung | AuIw .mtl in KL'/h.i |
| Ver bindung |
4 2 |
| B | 1 0,5 |
| 4 2 1 0,5 |
|
| C | |
| Fortsetzung | |
11
b
9
9
8
8
9
9
8
9
9
Dicotyle Unkräuter
b b 6
b 7 9 9
C ΙΐΙΛ-
santhc mum
■\m.ii'iinllii
12
l.i'liiin)-chloa
Scliiria
1 1
2 1
1 1
1 1
1 1
1 1 Unerwünschte Gräser
Verbindung
Aufwandmenge
in kg/ha
in kg/ha
Ron- Cyperus AIo- Loliuni Avena
bocllia pecurus fatua
Luzerne
Zuckerrübe
Baumwolle
| 4 | — | - 1 | 1 | 2 | — | 1 | 4 | 9 |
| 2 | — | J | 1 | 3 | — | 4 | 6 | 9 |
| 1 | — | 4 | 1 | 7 | _ | 4 | 8 | 9 |
| 0.5 | - | - 5 | 1 | 9 | - | 4 | 9 | 9 |
| 4 | 4 | 1 1 | 1 | 2 | 7 | 3 | 7 | 8 |
| 2 | 4 | 1 2 | 2 | 2 | 9 | 4 | 9 | 8 |
| 1 | 5 | 1 2 | 9 | 2 | 9 | 6 | 9 | 9 |
| 0,5 | 6 | 3 | 3 | 3 | 9 | b | 9 | 9 |
| 4 | 1 | 1 2 | 1 | 2 | 8 | 8 | b | |
| 2 | 2 | 1 4 | 2 | 4 | — | 8 | 8 | 6 |
| 1 | 2 | 1 4 | 2 | 4 | — | 9 | 9 | b |
| 0,5 | 3 | 5 | 3 | 5 | 9 | 9 | b | |
| Unerwünschte Gräser | Nutzpflanzen |
(Vergleichssubstanzen gemäß BE-PS 7 44 891)
| Ver | Aufwand | Aufwand | Pasti- | Galium | Ipomoea | AIo- | Sinapis | Chry | Ama- | Ses- | Echino- | Setaria | Dig | Baum |
| bindung | menge | menge | naca | ranthus | bania | chloa | lan; | wolle | ||||||
| in kg/ha | in kg/ha | santhe | ||||||||||||
| E | 4 | 4 | 9 | 9 | 9 | 9 | mum | 1 | 9 | 1 | 2 | 2 | 9 | |
| 2 | 2 | 9 | 9 | 9 | 9 | 1 | 9 | 2 | 2 | 2 | 9 | |||
| 1 | 1 | 9 | 9 | 9 | 9 | — | 3 | 9 | 4 | 4 | 3 | 9 | ||
| 0,5 | 0,5 | 9 | 9 | 9 | 9 | — | 6 | 9 | 7 | 5 | 4 | 9 | ||
| F | 4 | 4 | 5 | 3 | b | 7 | — | 1 | 6 | 1 | 1 | 1 | 9 | |
| 2 | 2 | 7 | 7 | 7 | 8 | 3 | 1 | 7 | 1 | 1 | 2 | 9 | ||
| 1 | 1 | 9 | 7 | 9 | 9 | 5 | 1 | 8 | 1 | 2 | 2 | 9 | ||
| 0,5 | 0,5 | 9 | 9 | 9 | 9 | 5 | 1 | 8 | 1 | 2 | 4 | 9 | ||
| Dicotyle | Unkräuter | 6 | Unerwünschte Grase | |||||||||||
| Fortsetzung | ||||||||||||||
| Ver | Rott- | Avena | Luzerne | Zucker | ||||||||||
| bindung | boellia | Cyperus | pecurus | Lolium | rübe | |||||||||
| E | 9 | 9 | 9 | 9 | 9 | |||||||||
| 9 | 3 | 9 | 8 | 9 | 9 | 9 | ||||||||
| 9 | _ | 9 | 9 | 9 | 9 | 9 | ||||||||
| 9 | — | 9 | 9 | 9 | 9 | 9 | ||||||||
| F | 7 | — | 2 | 9 | 4 | 6 | 5 | |||||||
| 8 | 1 | 3 | 1 | 4 | 7 | 7 | ||||||||
| 9 | — | 4 | 2 | 6 | 8 | 8 | ||||||||
| 9 | 1 | 6 | 4 | 8 | 9 | 9 | ||||||||
| — | Unerwünschte Gräser | 5 | Nutzpflanzen | |||||||||||
Im Vergleich zu vorbekannten Substanzen wirken die
erfindungsgemäßen Verbindungen gleichmäßig gut mit besten Wirkungsnolcn gegen alle Arten \>m tmei
wünschten Gräsern. Sie bekämpfen darüber hin.iiis auch
breitblättrige Unkräuter und erfüllen damit die an selektive Herbizide zum Sehnt/ von Niit/pflan/.enkiilturen
gestellte Forderung nach miigln.iist hreücm
I hikrautspektrum.
Beispiels ι ο
Wirkung gegen unerwünschte Gräser im Bereich geringer Aufwandmengen (Vorauflaufverfahren).
30cm tiefe Plastikwannen nut 30cm χ 50cm Kantenlänge
werden mit niittclschwcrer Ackererde gefüllt. Der jeweilige Samen wird auf die Oberflache der Erde
gesät und dann mit ca. 2 cm Erde bedeckt und befeuchtet. Innerhalb 24 Stunden wird die verdünnte
Wirkstoifsuspcnsion appliziert. Iis werden Konzentrationen
verwendet, die einer Aufwandmenge von 1 kg,
0.5 kg. 0.25 kg und 0.125 kg Wirkstoff pro Hektar entsprechen Die Schalen werden bei 22 — 25 C und ca.
70% relativer Luftfeuchtigkeit gehalten.
Ms Vcrgleichs\ erbindungen dienen die im Beispiel 4 genannte Verbindung B sowie die Verb. D =
Zö-Diäihyl-N-fbuunväthyO-chloracciiniilid. die in der
US-PS 35 47 b?0 als Vetgleichsverbindung genannt wird.
Nach 20 Tagen wird ausgewertet. Das Ergebnis wird als prozentuale Schädigung der Versuchspflanzen in der
folgenden Tabelle 3 angegeben. Dabei wird der Bereich stärkerer Schädigung bei Unkräutern differenzierter
ausgewertet als der Bereich mittlerer oder geringer Schädigung. Umgekehrt wird bei den Nutzpflanzen das
Ausmaß einer Beeinträchtigung differenziert wiedergegeben.
| Tabelle | 3 | Digitaria | I .olium | Brooms | 55 | Sorghum | Ixliino- | Set. 11 la | Soia | Baum | Mais |
| Verb. | Aufwand- | sang. | pei'cnnc | tccl. | 35 | u Im u 111 | eliloa e.g. | ilalica | wolle | ||
| Nr. | mengc | 55 | |||||||||
| in | 35 | ||||||||||
| kg AS/ha | 100 | 100 | 100 | 35 | KKl | 100 | 100 | 0 | 5 | 5 | |
| 7 | 1 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 0 | 2 | ||
| 0.5 | 95 | 90 | 85 | 90 | 98 | 48 | 0 | 0 | 0 | ||
| 0,25 | 90 | 60 | 60 | 60 | 98 | 48 | 0 | 0 | 0 | ||
| 0.125 | 100 | 100 | 10(1 | 100 | 100 | 100 | 0 | 0 | |||
| 1 | 1 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 0 | 0 | ||
| 0.5 | 98 | 98 | 85 | 4K | 100 | 100 | 0 | 0 | |||
| 0.25 | 95 | 98 | 85 | 90 | 100 | 100 | 0 | 0 | — | ||
| 0,125 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | "> | 0 | |||
| 2 | 1 | 98 | 98 | 98 | 98 | 100 | 100 | 0 | |||
| 0.5 | 95 | 98 | 85 | 85 | 100 | 100 | 0 | 0 | |||
| 0.25 | 75 | 90 | W) | 75 | 100 | 98 | 0 | 0 | — | ||
| 0,125 | 100 | 100 | 98 | 100 | 100 | 100 | 0 | 0 | |||
| 4 | 1 | 98 | 100 | 95 | 95 | 100 | 100 | 0 | 0 | ||
| 0.5 | 85 | 95 | 85 | 85 | 100 | 48 | 0 | 0 | _ | ||
| 0,25 | 35 | 90 | 60 | 75 | 95 | 48 | 0 | 0 | — | ||
| 0,125 | 98 | 100 | 95 | ^O | 100 | 100 | 0 | 0 | 5 | ||
| B | 1 | 85 | 98 | 90 | 85 | 45 | 100 | 0 | 0 | 0 | |
| 0.5 | W) | HS | 60 | 75 | 40 | 48 | O | 0 | 0 | ||
| 0.25 | 0-35 | 7 ι | Ο | 0-35 | 85 | ■-!"> | (I | 0 | 0 | ||
| 0.125 | H 5 | 7 Ί | Π | 7 5 | 48 | 4,S | 0 | (I | 0 | ||
| D | 1 | 35 | W) | Ο— | 60 | 98 | 85 | 0 | 0 | 0 | |
| 0.5 | 0-55 | 0-35 | 0- | 0-35 | 75 | 55 | 0 | 0 | 0 | ||
| 0.25 | 0-35 | 0-35 | 0- | 0-35 | 35 | 0- 35 | 0 | 0 | 0 | ||
| 0.125 | |||||||||||
Die Wirkung der Verbindungen der formel 1 ist gegen Gras-Unkräuter bis hinab zu Aufwandmengen
von 0.25 kg A.S/ha und teilweise bis 0.1 25 kg AS/ha voll gewährleistet. Mit diesem Versuch wird gezeigt, daß
pflanzcnbccinflusscnclc Mittel vorliegender Erfindung der heutigen Forderung nach mengenmäßiger Reduktion
von Pestiziden an Nutzpflanzenkulturcn weitgehendentgegenkommen.
I lerbi/ide Wirkung gegen naturlich auftretende Unkräuter
I iir Feldversuche in I rankreich (Versuch II) und der
Schweiz (Versuche I und 111) wurde Mais auf gepflügte
und geeggte I elder im Rethenabsiand von 60 cm gesät.
Daraufhin wurde das leid in Parzellen von je 8m-'
aufgeteilt, auf denen je ca. 120-150 Mais-Pflanzen erwartet werden konnten.
Einen Tag nach der Aussaat wurden die Parzellen mit
der für sie bestimmten, aus einem Emulsionskonzentrat durch Verdünnen erhaltenen Wirkstoffkonzentration
behandelt.
Als Vcrgleichsvcrbindung diente der Wirkstoff B aus Beispiel 4. Die Auswertung nach 42 Tagen bezog sich
auf den Zustand der Kulturpflanze und auf den der natürlich aufgelaufenen Gräser. Die prozentualen
Schädigungen der Pflanzen werden nach dem differenzierten Auswertungssysteni des Beispiels 5 in der
folgenden Tabelle 4 w ledergegeben.
| Aufwand- | Echino- | 15 | Selan.i | Digitaria | 23 05 | 495 | / | Versuch III | Aufwand | 16 | Echino- | Seiaria | Digitaria | Mais | |
| nicngc | chioa | f | Verb. | menge | chloa | ||||||||||
| in | crus | Nr. | in | crus galli | |||||||||||
| kg AS/ha | gulli | kg AS/ha | |||||||||||||
| Tabelle 4 | |||||||||||||||
| Versuch I | 4 2 |
100 100 |
100 100 |
100 100 |
Mais s | 4 | 100 | 100 | 100 | 5 | |||||
| 1 | 100 | 100 | 95 | 4 | 2 | 98 | 95 | 100 | 2 | ||||||
| Verb. | 0,5 | 98 | 95 | 95 | i | 85 | 85 | 85 | 0 | ||||||
| Nr. | 4 | 100 | 100 | 100 | 4 | 100 | 98 | 98 | 2 | ||||||
| 2 | 98 | 100 | 98 | B | 2 | 85 | 90 | 90 | 0 | ||||||
| 1 | 90 | 85 | 85 | 5 2 ίο |
1 | 60 | 75 | 60 | 0 | ||||||
| 0.5 | 75 | 60 | 35 | 0 | |||||||||||
| 7 | Versuch Il | 0 | Beispiel 7 | ||||||||||||
| 2 | Herbizidwirkung gegen Unkräuter in Zuckerrohr | ||||||||||||||
| 0 15 | |||||||||||||||
| B | 0 | (Versuchsgebiet Südafrika) | |||||||||||||
| 0 | |||||||||||||||
Verb. Aufwand- Echinochioa
Nr. in kg AS/ha crus galli
Digilana Mais
| 4 | 100 | 100 | 0 |
| 2 | iOO | 100 | 0 |
| 1 | 100 | 100 | 0 |
| 0.5 | 100 | 100 | 0 |
| 4 | (Unkraut | 100 | 0 |
| 2 | flora zu | 100 | 0 |
| 1 | gering) | 98 | 0 |
| 0.5 | 98 | 0 | |
| 4 | 100 | 100 | 0 |
| 2 | 95 | 100 | 0 |
| 1 | 85 | 95 | 0 |
| 0.5 | 60 | >60 | 0 |
Stengel von jungen Zuckerrohrpflanzen werden so in mehrere Abschnitte zerteilt, daß jedes erhaltene Stück
zwei Knoten des Stengels trägt. Man hebt auf dem Feld 30 cm breite trichterfurmige Mulden im Abstand von
75—100cm aus, legt in jede Mulde einen dieser Abschnitte hinein und bedeckt ihn gleichmaßig mit Erde.
Ein bis zwei Tage später appliziert man die aus einem 40%igen Emulsionskonzentrat erhaltene verdünnte
Wirkstofflösung, so daß Konzentrationen von 3 kg. 2 kg und 1 kg AS/ha erzielt werden. Es wird pro Aufwandmenge
ein Areal gewählt, auf dem 40—50 Zuckerrohr pflanzen zu erwarten sind. Nach 32 Tagen wird der
Zustand aller natürlich aufgelaufenen Pflanzen geprüft. Die Wirkungen der Verbindung Nr. 1 und die der
bekannten Verbindung B aus Beispiel 4 sind in Tabelle 5 als prozentuale Schädigung nach dem differenzierten
Auswertungssystem des Beispiels 5 wiedergegeben.
Verb. Nr.
Aufwandmenge in
kg AS/ha
kg AS/ha
Commelina bcnghalenr-is
Richard ia brasiliensis Sida
cordifolia
Physalis
augulata
Eleusine africana
Zuckerrohr
100 98 95
95 95 85
100
100
98
100 98 90
| 85 | 100 | 100 |
| 60 | 100 | 100 |
| 35-60 | 98 | 100 |
| 35-60 | 90 | 100 |
| 0-35 | 95 | 100 |
| 0-35 | 0-35 | 100 |
0 0 0
0 0 0
Wuchshemmung an Nutzgräsern (Nachauflaufverfahren)
Auf einem etablierten Rasen bestehend aus den Grasarten Lolium perenne, Poa pratensis und Festuca
rubra wurden Parzellen 2 Tage nach dem ersten Frühjahrschnitt mit wäßrigen Zubereitungen der
Verbindung Nr. 1 und der Vergleichsverbindung B (Alachlor) gespritzt. Die eingesetzte Wirkstoffmenge
betrug umgerechnet 5 kg bzw. 10 kg, der Wasseraufwand 500 Liter pro Hektar. Unbehandelte Parzellen
wurden als Kontrollen belassen.
Nach 1, 4 und 8 Wochen wurde die mittlere Wiirhshöhe der Gräser in behandelten und unbehandelten
Parzellen ermittelt Folgende Resultate wurden erhalten.
| Verb. Nr. | Menge | Wuchshöhe nach der Applikation I Woche 4 Wochen |
12 cm 8 cm |
8 Wo chen |
| 1 | 5 kg 10 kg |
6 cm 5 cm |
15 cm 15 cm |
13 cm 12 cm |
| B (Alachlor) | 5 kg 10 kg |
8 cm 7 cm |
20 cm | 47 cm 42 cm |
| Kontrolle | 9 cm | 47 cm |
Die Rasenflächen hatten in allen Fällen ein gleichmäßig gesundes Aussehen.
Beispiel 9
Abbauverhalten im Erdboden
Abbauverhalten im Erdboden
Gartenerde mit einem Gehalt von ca. 4 (Gew.) % organischem Material. 21% L-hm. 32% ScMuffund
43% Sand uird unsierilisiert in Plast.kbehalter (50 cm χ 32 cm χ 7 cm) gefüllt. Nach dem Glätten der
Oberfläche wird die zu prüfende Substanz in Form einer wäßrigen, aus einem Emulsionskonzcnirai erhaltenen
Brühe gleichmäßig so versprüht, daß eine Aul wandmen- »e von umgerechnet 2 kg AS/ha gewährleistet ist l
parallele Reihen des gegen Chloracetanilide s.-hr
empfindlichen Grasunkrauts Setaria italica werden eingesät. Während der folgenden b Wochen werden
wöchentlich je weitere 2 Reihen Setaria in die behandelte Erde eingesät. Damit tritt die Unkrautsaat
mit einem während der Dauer des Versuchs fortschreitend zerfallenden Wirkstoff in Berührung.
In jeder Doppelreihe wird der Zustand des Unkrauis
3 Wochen nach Einsaat ausgewertet. Prüfbedingungen: Temperaturbereich 19-23ÜC: Relative Luftfeuchtigkeit
50 - 50%: normale Bewässerung.
Die Auswertung erfolgi nach dem im Beispiel 3 gegebenen Schlüssel.
Verb. Nr.
| Wochen | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 0 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 |
| 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 3 |
| 1 | 1 | 1 | 2 | 3 | 5 | 9 |
| 1 | 1 | 2 | 3 | 6 | 7 | 9 |
| 1 | 1 | 1 | 2 | 6 | 9 | 9 |
| ι | 1 | 1 | 4 | 6 | 9 | 9 |
| 1 |
35
B (Alachlor)
C
A
C
A
Kommentar: Aus den Meßwerten der Beispiele 8 und 9 geht hervor, daß Verbindungen vorliegender Erfindung
im Gegensatz zur Lehre der obengenannten Literatur nicht nur stabil sind, sondern sogar eine
sprungartig verbesserte Wirkungsdauer im Erdboden besitzen, die während des größten Teils einer Anbausaison
vorhalt. Nach spätestens drei Monaten sind sie jedoch, wie Versuche gezeigt haben, bis auf Spuren 4«,
abgebaut und stellen demgemäß kein Risiko für den Anbau der nächsten Pflanzenkultur dar.
Die Herstellung erfindungsgemäßer Mittel erfolgt in an sich bekannter Weise durch inniges Vermischen und
Vermählen von Wirkstoffen der allgemeinen Formel I mit geeigneten Trägerstoffen und/oder Verteilungsmitteln,
gegebenenfalls unter Zusatz vcn gegenüber den Wirkstoffen inerten Dispersions- oder Lösungsmitteln.
Die Wirkstoffe können in den folgenden Aufarbeitungsformen vorliegen und angewendet werden.
Feste Aufarbeitungsformen:
Stäubemittel, Streumittel, Granulate, Umhüllungsgranulate, Imprägnierungsgranulate und Homogengranulate;
In Wasser dispergierbare Wirkstoffkonzentrate:
In Wasser dispergierbare Wirkstoffkonzentrate:
Spritzpulver, (wettable powder), Pasten, Emulsionen;
Flüssige Aui'arbeitungsformen:
Flüssige Aui'arbeitungsformen:
Lösungen.
Zur Herstellung fester Aufarbeitungsformen (Stäubemittel, Streumittel, Granulate; werden die Wirkstoffe
mit festen Trägerstoffen vermischt. Als Trägerstoffe kommen zum Beispiel Kaolin, Talkum, Bolus, Löß,
Kreide. Kalkstein. Kalkgrits, Ataday Dolonv.,. Diatomeenerde
gefällte Kieselsäure. Erda kalisilikate. Natri-' und' Kaliumaluminiumsilikaie (Feldspäte und
Glimmer) Calcium- und Magnesiumsulfate. Magnesiumoxid gemahlene Kunststoffe, Düngemittel, wie
Ammoniumsulfat. Ammoniumphosphat, Ammoniumnitrat Harnstoff, gemahlene pflanzliche Produkte, wie
Getreidemehl Baumrindemehl. Holzmehl, Nußschalenmehl Cellulosepulver. Rückstände von Pflanzenextraktionen
oder Aktivkohle, je für sich oder als Mischungen untereinander in Frage.
Die Korngröße der Trägerstoffe betragt fur Stüubemittel
zweckmäßig bis ca. 0.1 mm. für Streumittel ca. 0 075 bis 0 2 mm und für Granulate 0,2 mm oder mehr.
Die Wirkstoffkonzentrationen in den festen Aufarbei· lungsformcn betragen 0.5 bis 80%
Diesen Gemischen können ferner den Wirkstofl
stabilisierende Zusätze und/oder nichtionische, anionen-,ktive und kationenakiive Stoffe zugegeben werden, die
beispielsweise die Haftfestigkeit der Wirkstoffe auf Pfhnzen und Pflanzenteilen verbessern (Haft- und
Klebemittel) und/oder eine bessere Benetzbarkeil (Netzmittel) sowie Dispergierbarkeit (Dispergator)
«ewährleisteii. Als Klebemittel kommen beispielsweise
die folgenden in Frage: Olein-Kalk-Mischung. Cellulosederivate (Methyicellulose. Carboxymethylcellulose)
Hvdroxyälhylenglykoläther von Mono- und Dialkylphenolen
mit 5-15 Äthylenoxidresten pro Molekül um 8-9 Kohlenstoffatomen im Alkylrest. Ligninsulfonsäu
ic deren Alkali- und L rdalkalisalze, Polyäthylenglykol äiher (Carbowaxc). Fettalkoholpolyglykoläther mn
5-20 Äthylenoxidresien pro Molekül und 8-18 Kohlenstoffatomen im Fettalkoholteil. Kondensationprodukte
von Äthylenoxid. Propylcnoxid. Pol>wnylpyr
rolidone Polyvinylalkohole. Kondensationspruduku
von Harnstoff-Vormaldehyd sowie Latex-Produkie.
in Wasser dispergierbare Wirkstoffkonzentrate, el. h
Spritzpulver (wettable powder), Pasten und Emulsions konzentrate stellen Mittel dar, die mit Wasser auf jede
gewünschte Konzentration verdünnt werden können. Sie bestehen aus Wirkstoff, Trägerstoff, gegebenenfalls
den Wirkstoff stabilisierenden Zusätzen, oberflächenaktiven Substanzen und Antischaummittel und gegebenenfalls
Lösungsmitteln. Die Wirkstoffkonzcntration in diesen Mitteln beträgt 5-80%.
Die Spritzpulver und Pasten werden erhalten, indem man die Wirkstoffe mil Dispergiermitteln und pulverförmigen
Trägersioffen in geeigneten Vorrichtungen bis
/ur Homogenität vermischt und vermahlt. Als Trägersu
ffe kommen beispielsweise die vorstehend für die festen Aufarbeitungsformen erwähnten in Frage. In
manchen Fällen ist es vorteilhaft, Mischungen verschiedener Trägerstoffe zu verwenden. Als Dispergatoren
können beispielsweise verwendet werden: Kondensationsprodukte von sulfonierten! Naphthalin und sulfonierten
Naphthalinderivaten mit Formaldehyd, Kondensationsprodukte des Naphthalins bzw. der Naphthalinsulfonsäuren
mit Phenol und Formaldehyd sowie Alkali-. Ammonium- und Erdalkalisalze von Ligninsulfonsäure,
weiter Alkylarylsulfonate, Alkali- und Erdalkalimetallsalze der Dibutylnaphthalinsulfonsäure, Fettalkoholsulfate,
wie Salze sulfatierter Hexadecanole, Heptadecanole, Octadecanole und Salze von sulfatiertem
Fettalkoholglykoläther, das Natriumsalz von Oleylmethyltaurid, ditertiäre Acetylenglykole, Dialkyldilaurylammoniumchlorid
und fettsaure Alkali- und Erdalkalisalze.
Als Antischaummittel kommen zum Beispiel Silicone in Frage.
Die Wirkstoffe werden mit den oben aufgeführten Zusätzen so vermischt, vermählen, gesiebt und passiert,
daß bei den Spritzpulvern der feste Anteil eine > Korngröße von 0,02 bis 0,04 und bei den Pasten von
0,03 mm nicht überschreitet. Zur Herstellung von Emulsionskonzentraten und Pasten werden Dispergiermittel,
wie sie in den vorangehenden Abschnitten aufgeführt wurden, organische Lösungsmittel und
Wasser verwendet. Als Lösungsmittel kommen beispielsweise die folgenden i:i Frage: Alkohole, Benzol.
Xylole. Toluol. Dimethylsulfoxid. N.N-dialkylierte Amide,
N-Oxide von Aminen, insbesondere Trialkylaminen, und im Bereich von 120 bis 350" siedende Mineralöl-Iraktionen.
Die Lösungsmittel müssen p-aktisch geruchlos, nicht phytotoxisch, den Wirkstoffen gegenüber inert
und dürfen nicht leicht brennbar sein.
lerner können die eriindungsgemäßen Mittel in
i urin von Lösungen angewendet werden. Hierzu wird der Wirkstoff bzw. werden mehrere Wirkstoffe dei
allgemeinen Formel I in geeigneten organischen Lösungsmitlein, Lösungsmittelgemischen. Wasser oder
Oemischen von organischen Lösungsmitteln mit Was
sei" gelöst. Als organische Lösungsmittel können aliphuiischc und aromatische Kohlenwasserstoffe, deren
chlorierte Derivate, Alkylnaphihaline. Mineralöle
.liiein oder als Mischung untereinander verwendet
worden. Die Lösungen sollen die Wirkstoffe in einem konzentrationsbereich von 1 bis 20% enthalten.
Diese Lösungen können entweder mn Hilfe eines i reibgascs (als Spray) oder mit speziellen Spritzen (als
/Aerosol) aufgebracht werden.
Im folgenden werden Aufarbeitungsformen der neuen Wirkstoffe der allgemeinen Formel I beschrieben.
1 eile bedeuten Go* ichtsieile.
Granulat
Zur Herstellung eines 5%igen Granulates werden die folgenden Stoffe verwendet:
5 Teile N-(2'-Äthoxyäthyi)-2,b-dimeihyl-
chloracetanilid.
0,25 Teile Epichlorhydrin,
0,25 Teile Cetylpolyglykoläther,
3,50 Teile Polyäthylenglykol.
41 Teile Kaolin (Korngröße 0.3-0,8 mm).
0,25 Teile Epichlorhydrin,
0,25 Teile Cetylpolyglykoläther,
3,50 Teile Polyäthylenglykol.
41 Teile Kaolin (Korngröße 0.3-0,8 mm).
Die Aktivsubstanz wird mit l.pichlorhydrin vermischt
und in 6 Teilen Aceton gelöst, hierauf wird Polyäthylenglykol
und Cetylpolyglykoläther zugesetzt. Die so erhaltene Lösung wird aul Kaolin aufgesprüht und
anschließend im Vakuum verdampft.
Spritzpulver
Zur Herstellung eines a) 70%igen, b) 25%igcn und c) 10%igen Spritzpulvers werden folgende Bestandteile
verwendet:
a) 70Teile N-(2'-Mcthoxyäthyl)-2.b-dimeihyl-
chloracetanilid.
5 Teile Nairiumdibutylnaphthylsi Ifonat,
3 Teile Naphthalinsulfonsäuren-Phenolsulfon-
3 Teile Naphthalinsulfonsäuren-Phenolsulfon-
säuren-Formaldehyd-Kondensat 3 : 2 : 1,
10 Teile Kaolin,
12 Teile Champagne-Kreide;
12 Teile Champagne-Kreide;
b) 25 Teile
Teile
2,5 Teile
2,5 Teile
0,5 Teile
Teile
Teile
Teile
Teile
c) 10 Teile
Teile
Teile
Teile
20
N-(2'-Methoxypropyl)-2,6-dimethylchloracetanilid,
Oleylmethyltaurid-Na-SaliZ, Naphthalinsulfonsüuren-Formaldehyd-Kondensat,
Oleylmethyltaurid-Na-SaliZ, Naphthalinsulfonsüuren-Formaldehyd-Kondensat,
Carboxymethylcellulose,
neutrales Kalium-Aluminium-Silikat, Kaolin;
neutrales Kalium-Aluminium-Silikat, Kaolin;
N-(2'-Methoxyälhyl)-2.b-dimethylchloracetanilid.
Gemisch der Natriumsalze von gesättigten Fettalkoholsulfaten, Naphthalinsulfonsäuren-Formaldehyd-Kondensat,
Kaolin.
Kaolin.
30
40
Der angegebene Wirkstoff wird auf die entsprechenden Trägerstoffe (Kaolin und Kreide) aufgezogen und
anschließend vermischt und vermählen. Man erhält Spritzpulver von vorzüglicher Benetzbarkeit und
Schwebefähigkeit. Aus solchen Spritzpulvern können durch Verdünnen mit z. B. der zehnfachen Menge
Wasser Suspensionen von 7%. 2,5% bzw. 1 % Wirkstoffgehalt hergestellt werden.
Paste
Zur Herstellung einer 45%igcn Paste werden folgende Stoffe verwendet:
Teile N-(2'-Allyloxyäihyl-2.6-dimethyl-
chloracetanilid.
Teile Natriumaluminiumsilikai.
Teile Cetylpolyglykoläther mit 8 Mo!
Teile Cetylpolyglykoläther mit 8 Mo!
Äthylienoxid,
Teil Oleylpolygi.koläther mit 5 Mol
Äthylenoxid.
Teile Spindelöl.
Teile Polyäthylenglykol.
Teile Wasser.
Teile Wasser.
Der Wirkstoff wird mit den Zuschlagstoffen in dazu geeigneten Geräten innig vermischt und vermählen.
Man erhält eine Paste, aus der sich durch Verdünnen mit
Wasser Suspensionen jeder gewünschten Konzentration hcsiellcn lassen.
Emulsionskonzentrat
Zur I lcrstcllung eines 25%igen Emulsionskonzentrales
werden
Teile N-(r-Meihoxy-isopropyl)-2.b-dimeih\lchloraceianilid.
Teile einer Mischung von Nonylphenol-
Teile einer Mischung von Nonylphenol-
polyoxyäthylen und Calciumdodccyl-
benzolsulfonat.
Teile 3,5,5Trimethyl-2-eyclone\er,-l-on.
Teile Dimethylformamid.
miteinander vermischt. Dieses Konzentrat kann mit Wasser zu Emulsionen auf geeignete Konzentrationen
6s verdünnt werden. Solche Emulsionen eignen sich zur
Bekämpfung von Unkräutern in Kulturpfianzungcn.
Claims (4)
1. N-substituierte Chlcracetanilide der allgemeinen Formel
(D
CO—CHXl
worin A eine unsubstituierte Äthylenkette oder eine durch Methyl einfach substituierte Äthylenkette und
R Methyl, Äthyl, n-Propyl oder lsopropyl. Allyl oder
Methylallyl mit Einschluß der Crotylgruppe bedeuten.
2. N-(2'-Methoxyäthyl)-2,6-dimethyl-chIoracetanilid.
3. N-(r-Methoxyprop-2'-yl)-2,6-dimethyl-chloracetanilid.
4. Verfahren zur Herstellung N-substituierter Chloracetaniüde gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man in an sich bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH173972 | 1972-02-07 | ||
| CH173972A CH563963A5 (en) | 1972-02-07 | 1972-02-07 | Haloacetanilides - selective herbicides |
| CH728372 | 1972-05-16 | ||
| CH728372A CH576945A5 (en) | 1972-05-16 | 1972-05-16 | Haloacetanilides - selective herbicides |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2305495A1 DE2305495A1 (de) | 1973-08-23 |
| DE2305495B2 DE2305495B2 (de) | 1976-10-07 |
| DE2305495C3 true DE2305495C3 (de) | 1977-05-12 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2813335C2 (de) | 1977-03-29 | 1987-04-09 | Ciba-Geigy Ag, Basel | N-acylierte N-Alkylaniline, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie mikrobizide Mittel enthaltend diese als Wirkstoffe |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2813335C2 (de) | 1977-03-29 | 1987-04-09 | Ciba-Geigy Ag, Basel | N-acylierte N-Alkylaniline, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie mikrobizide Mittel enthaltend diese als Wirkstoffe |
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