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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON DIKARBONSÄURER Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf das Chemofining, insbesondere auf Verfahren zur Herstellung von
Dikarbonsäuren durch Ozonolyse der Zyklooleiine.
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Die Dikarbonsäuren kommen bei der Synthese von Polyester- und Polyamidharzen
und Woichmackern zur Verwendung.
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Im Schrifttum ist eine kleine Anzahl von Arbeiten zur Synthese von
Dikarbonsäuren durch Ozonolyse der Zykloolefine zu finden (französische Patentschrift
Nr. 1391338, britische Patentschriften Nr. 971670 und 965510, USA-Patentschrift
Nr. 3219675).
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So ist z.B. inder französischen Patentschrift Nr.
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1331339 ein Verfahren zur Herstellung von Dikarbonsäuren
durch
Ozonolyse des Zyklododezens in der Lösung niederer Monokarbonsäuren bei 25°C unter
anschließender Oxydationszersetzung von Ozonolyseprodukten im Sauerstoff- oder Luftstrom
mit allmählich steigender Temperatur von 80 auf 11000 beschrieben. Dadurch, daß
die thermische Oxydationszersetzung von Ozonolyseprodukten der Formel
wo R einen Alkylrest bedeutet und n zwischen 2 und 10 liegt, in niederen Monokarbonsäuren
bei erhöhter Temperatur verwirklicht wird, werden Nebeuprodukte infolge Sauerstoffeinbaues
in die aliphatische Kette, Dekarbonylierung der Aldehydgruppe und Bildung von Verdichtungsprodukten
g&oildet.
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Das macht das Verfahren zur Herstellung der Säure in eforderlicher
Qualität komlizierL.-, weil es notwendig ist, komplizierte und teure Reinigungsmethoden
anzuwenden. Die Aus beute an Endprodukt in den vorgeschlagenen Verfahrcn übersteigt
über 7070 der Theorie nicht.
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Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, die Ausbeute an durch Ozonolyse
der Zykloolefine herstellbaren Dikarbonsäuren zu erhöhen.
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Der andere Zweck dieser Erfindung ist die REinheitssteigerung herstellbaren
Dikarbonsäuren.
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Die genannten und anderen Zwecke wurden unter Anwendung der vorliegenden
Erfindung erreicht, deren Wesen in fol gendem besteht.
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Man unterwirft Zykloolefine der Ozonolyse zwischen 20 und 40°C (bis
zum Ozondurchbruch) in niederen Monokarbonsäuren (z.B. @scig-, Propionsäure u.a.).
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Die Ozonolyseprodukte werden mit 20 bis 30%iger wäßriger Wasserstoffporoxidlösung
behandelt. Man führt die weitere Behandlung des erhaltenen Reaktionsgemisches in
zwei aufeinanderiolgenden Reaktoren durch.
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Im ersten davon ist ein tester Säurekatalysatoren, z.B.
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Kationenaustauscher KU-2-8 (Handelsbezeichnung in der UdSSR) Amberlite
IR 120 oder Mineralsäure auf Silikagen, z.B. Phosphorsaure, untergebracht, durch
den ein nach der Behandlung von Ozonolyseprodukten mit Wasserstoffperoxid erhaltenes
Reaktionsgemisch zwischen 30 und 60°C nit einer Volumgeschwindigkeit von 2 bis 4
St-1 geleitet wird. Das Reaktionsgemisch gelangt dann mit einer Volumgeschwindigkeit
von 0,3 bis 0,5 St-1 in den zweiten Reaktor, wo eine vollkommene Oxydation bei einer
Teiiteratur von 50 bis 8000 schon in Abwesenheit eines Katalysators erfolgt.
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Der Oxydationsvorgang von Ozonolyseprodukten kann an Hand von Essigsäure
und Zyklododezen durch folgendes Schema dargestellt werden:
Beim Kontaktprozeß von Reaktionsgemisch mit festem Säurekatalysatorbett, z.B. Sulfonsäureaustauscher
KU-2-8, wird im ersten Stadium die Peressigsäure gebildet und ein Teil des Ozonolyseprodukts
(etwa 20 bis 30R) oxydiert, und im zweiten Stadium erfolgt die homogene Ozydation
des Ozonolyseprodukts mit der Peressigsäure in Abwesenheit des S-urekatalysators.
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Die Ozonolyseprodukte gelengen nach der Oxydation aus dem zweiten
Reaktor zur thermischen Zersetzung.
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Der Vorgang wird in Abwesenheit des Xatalysetors bei einer Temperatur
zwischen 90 und 110°C während 2 bis 4 Stunden durchgeführt. Die Reaktion läuft nach
folgendem Schema ab:
Durch die genannte Behandlung erhält man Bernsteinsäure aus Zyklododekatrien
und Zyklooktadien, Korksäure aus Zyklookten, 1,10-Dekandikarbonsäure aus Zyklododezen.
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Die Isolierung von Dikarbonsäuren aus Zersetzungsprodukten, die eine
Dikarbonsäurelösung in wäßriger Monokarbonsäure darstellen, und ihre Reinigung wird
in Abhängigkeit von den Eigenschaften der erhaltenen Zielssäure vorgenommen.
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Der Hauptanteit von Monokarbonsäure (95 bis 97s) zusammen mit Wasser
wird zwischen 40 und 500C bei einem Restdruck von 50 bis 100 Torr abgetrieben.
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Die Rektifikationsbedingungen zählt man in Abhängigkeit von den Eigenschaften
der Monocarbonsäure.
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Der übrige Anteil der genannten Säure (3 bis 5% v wird bei demselben
Restdruck und derselben Temperatur als azeotropes Gemisch nach der Zugabe eines
entsprechenden Lösungsmittels (n-Heptan bei der Verwendung der Essigsäure als Reaktionsmediums
bzw. Äthylbenzol bei der Verwendung der Propionsäure) abgetrieben.
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Das Monokarbonsäure-Lösungsmittel-Verhältnis beträgt 1:6.
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Nach beendetem Azeotropabtrieb trocknet man Bernstein-und Korksäurekristalle
von Lösungsmittelspuren zwischen 70 und 800C während 2 bis 3 Stunden.
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Um die 1 10-Dekandikarbonsäure aus wäßriger Monokarbonsäurelösung
zu isolieren, leitet man ein aus dem Oxydationsreaktor
auskommendes
Gemisch von Produkten in einen bei 10000 betriebenen Wärmeaustauscher ein, in dem
sich oxydierte Produkte der Zykloolefin-Ozonolyse zersetzen, kühlt dann die Lösung
auf 15 bis 20°C ab, reinigt mit Wasser ausgefallene Kristalle der 1,10-Dekandikarbonsäure
von Monokarbonsäurespuren und trocknet bei einer Temperatur von 70 bis 8000 während
3 Stunden.
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Die Ausbeute an Dikarbonsäuren beträgt 98 bis 99% der Theorie.
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Der mit Hilfe der Gas-Flüssigkeits-Chromatographie bastimmte Reinheitsgrad
der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Säuren ist etwa 99,5%.
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Es werden folgende Bedingungen zur Herstellung von 1'ikarbonsäuren
bevorzugt.
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Die Ozonolyse der Zykloolefine ist bevorzugt bei einer Temperatur
von 2& bis 300C mit ozonisierter Luft (Ozongehalt von 1,5 bis 2 Gew.%) in 99,2
bis 99,6%iger Essigsäure durchzuführen. Die Verwendung höhermolekularer Monokarbonsäuren
ist unzweckmäßig wegen ihrer verhältnismäßig hohen Kosten und geringerer Fertigungsgerechtheit
des Prozesses, weil Lösungen der Ozonolyseprodukte genannter Verbindungen in diesen
Säuren eine große Zähigkeit besitzen.
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Die Oxydation von Ozonolyseprodukten ist mit 29 bis 30%iger Wasserstoffperoxidlösung
bevorzugt durchzuführen.
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Die Temperatur im Reaktor mit darin befindlichem Katalysator,
durch
den das Reaktionsgemisch geleitet wird, ist auf etwa 500C bevorzugt zu halten. Die
Volumgeschwindigkeit der oxydierten Produkte beim Durchlasse durch Katalysator wählt
man bevorzugt 4 St-1. . Die Temperatur im Reaktor, in dem man die Nachoxydation
von Ozonolyseprodukten verwirklicht, wird bevorzugt auf etwa 800C gehalten, und
für die Durchlaßvolumgeschwindigkeit des Reaktiongemisches wird bevorzugt 0,5 St-1
gewählt. Als Katalisator im Oxydationsreaktor verwendet man vorzugsweise dei Sulfonsäureaustauscher
KU-2-8 als den züganglichsten und betziebsbequemsten.
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Die Ausnutzung von Mineralsäuren (Phosphor-, Schefelsäure u. a.)
auf verschiedenen festen Trägern als Katalysatoren ist gegenüber dir Verwendung
von Kationnenaustauschern weniger wirksam, was mit der Mineralsäure-Elution bzw.
mit Verlust an Katalysatorselektivität verbunden ist.
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Die thermische Zersetzung oxydierten Ozonolyseprodukte ist bevorzugt
zwischen 100 und 11000 durchzuführen.
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Zum besseren Verstehen des Wesms der Erfindung werden folgende Beispiele
angeführt.
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Man muß den Vorteilen des genannten Verfahrens folgende zurechnen.
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Durch selektive Reaktion des 02ons mit Doppelbindung und anschließende
Verwendung von selektivem Reagens, d.h.
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Wasserstoffperoxid, bilden sich keine Homologen von Dikarbon-Säuren,
deren Entfernung aus der Zielsäure große Schwierigkeiten
bietet.
Dewegen braucht das Endprodukt keine speziellen Reinigungsmethoden.
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Die Verwendung eines festen Säurekatalysators, der es mit hohen Voluineschwindigkeiten
(2 bis 4 St-1) 1) zu arbeiten gestartet und praktisch eine unbegrenzte Lebensdauer
hat, weil er mit Salzsäure leicht regeneriert wird.
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Die aus der Apparatur ins Reaktionsgemisch gelangenden Eisenione,
die peroxydartige Ozonolyseprodukte zersetzen können, werden mit einem Kunstharzionenaustauscher
gegen Wasserstoffione ausgetauscht und üben auf den Herstelsablauf keinen Einfluß
aus.
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Beispiel 1 16,2 g (0,1 Mol) Zyklododekatrien löst man in 64,8 g 99,6%iger
Essigsäure und durch die erhaltene Lösung leitet bei 20°C die ozonisierte Luft(2
Gew.% Ozongehalt) bis zum Ozondurchbruch hindurch. Während der Ozonolyse werden
4,8 g Essigsäure durch Luftstrom mitgenommen.
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Zu dem bei der Ozonolyse gebildeten 48,6 g Ozonolyseprodukt (quantitative
Umwandlung) in 42,0 g Essigsäurelösung werden 38,0 g 30%iger wäßriger Wasserstoffperoxidlösung
gegeben, und das erhaltene Gemisch wird bei 300C mit der Geschwindigkeit von 2 St-1
durch den mit Kationenaustauscher KU-2-8 gefüllten Reaktor geleitet. Dann führt
man dem zweiten Reaktor das Gemisch mit der Volumgeschwindigkeit von 0,3St-1 zu,
wo die Nachoxydation des Ozonolyßeprodukts bei 500C ohne Katalysator erfolgt.
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Die aus dem zweiten Reaktor kommenden oxydierten Produkte unterwirft
man dann einer thermischen Zersetzung bei 11000 während 2 Stunden. Durch die genannte
Behandlung wird die Bernsteinsäure erhalten, deren Isolierung aus Zersetzungsprodukten
auf folgende Weise vorgenommen wird.
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Bfan treibt den Hauptanteil (97%) der Essigsäure zusammen mit Wasser
bei 40°C und 100 Torr ab. Der übrige Essigsäureanteil wird bei demselben Druck und
derselben Temperatur als azeotropes Gemisch nach der Zugabe von n-Heptan ab getrieben
(das n-Heptan-Essigsäure-Verhältnis beträgt 6:1).
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Nach beendetem Azeotropabtrieb werden die Kristalle der Bernsteinsäure
von Lösungsmittelspuren bei 700C während 2 Stunden getrocknet.
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an erhält dabei 35,2 g Bernsteinsäure, was 99,5% der Theorie oder
217 Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklododekatrien, beträgt.
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Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte Bernsteinsäure
hat folgende Kenndaten: Schmelzpunkt ........ 185 bis 185,5°C Säurezahl ...........
949 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach Angaben der chromatographischen Analyse 99,9%
Beispiel 2 16,2 g (0,1 Mol) Zyklododekatrien löst man in 64,8 g 99,6%iger Essigsäure
und leitet durch die erhaltene Lösung
bei 250C die ozonisierte
Luft (2 Gew.% Ozongehalt) bis zum Ozondurchbruch hindurch. Während der Ozonolyse
werden 4,8 ; Essigsäure durch Luftstrom mitgenommen.
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Zu dem bei der Ozonolyse gebildeten 48,6 g Ozonolyseprodukt in 42,2
g Essigsäurelösung werden 38,0 g 30%iger wäßriger Wasserstoffperoxidlösung gegeben,
und das erhaltene Gemisch wird bei 500C mit der Geschwindigkeit von 4 St-1 durch
den mit IfationenaustauscherKU-2-8 gefüllten Reaktor geleitet.
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Dann führt man dem zweiten Reaktor das Gemisch mit der Volumgeschwindigkeit
von 0,5 St zu, wo die Nachoxydation des Ozonolyseprodukts bei 800C ohne Katalysator
erfolgt.
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Die weitere Behandlung des Reaktionsgemisches nimmt man unter Bedingungen
vor, die den im Beispiel 1 beschriebenen ähneln.
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Als Ergebnis erhält man 35,0 g Bernsteinsäure, was 99,4% der Theorie
oder 217 Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklododekatrien, beträgt. Die nach dem
beschriebenen Vertanren hergestellte Bernsteinsäure hat folgende Kenndaten: Schmelzpunkt
............... 185 bis 185,5°C Säurezahl .................. 949 mg KOH/g Grundstoffgehalt
nach Angaben der chromatographischen Analyse 99,9% Beispiel 3 Zur Oxydation der
Produkte der Zyklododekatrien-Ozonolyse unter im Beispiel 1 beschriebenen Bedingungen
nimmt man
57,0 g 20%ige wäßrige Wasserstoffperoxidlösung. Nachdem
man die Oxydation der Ozonolyseprodukte bei 500C in Anwesenheit des Sulf onsäureaust
ausche rs Dowex 50 im ersten Reaktor, in den das Reaktionsgemisch mit der Geschwindigkeit
von 4 St-1 geleitet wird, durchgeführt at, nimat man die Nachoxydation der Ozonolyseprodukte
bei 80°C im zweiten Reaktor vor, in den das genannte Gemisch mit der Geschwindigkeit
von 0s5 St-1 geleitet wird. Die oxydierten Produkte werden weiter einer thermischen
Zersetzung bei 90°C während 4 Stunden unterworfen.
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Die Isolierung und Reinigung d Bernsteinsäure erfolgt unter Bedingungen,
die den im Beispiel 1 beschriebenen ähneln.
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Man erhält dabei 34,8 g Bernsteinsäurer was 98,3% der Theorie oder
214 Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklododekatrien, beträgt.
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Kenndaten des Endprodukts Schmelzpunkt ............... 185 bis 185,5°C
Säurezahl .................. 949 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach Angaben der chromatographischen
Analyse 99,9% Beispiel 4 16,2 g Zyklododekatrien (0,1 Mol) löst man in 56,8 g 99,5%iger
Propionsäure. Durch das erhaltene Gemisch leitet man
bei 250C den
ozonisierten Sauerstoff (5 Gew.% Ozongehalt) bis zum Ozondurchbruch. Es werden dibei
52,8 g (quantitative Umwandlung) Produkt von Zyklododekatrien-Ozonolyse in 32,6
g Propionsäurelösung gebildet. 2,0 g Propionsäure werden durch den Sauerstoff strom
mitgenommen.
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Die weitere Behandlung von Ozonolyseprodukten (Cxydation, Nachoxydation
und thermische Zersetzung) nimmt man unter den Bedingungen vor, die denen im Beispiel
1 ähneln.
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Die Isolierung der aus Zersetungsprodukten dabei gebildeten Säure,
die eine Bernsteinsäurelösung in wäßriger Propionsäure darstellt, erfolgt auf folgende
Weise. Der Haupt anteil der Propionsäure (96%) zusammen mit Wasser wird bei 50°C
und 50 Torr abgetrieben. Den übrigen Propionsäureanteil treibt man bei demselben
Druck und derselben Tempetatur als azeotropes Gemisch nach der Äthylbenzolzugabe
ab (das Äthylbenzol-Propionsäure-Verhältnis beträgt 6:1).
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Nach dem Azeotropabtrieb werden die Bernsteinsäurekristalle von Äthylbenzolspuren
bei 800C während 3 Stunden getrocknet.
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Als Ergebnis erhält man 34,6 g Bernsteinsäure, was 97,6% der Theorie
oder 212 Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklododektrien, beträgt.
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Kenndaten des Endprodukts Schmelzpunkt ................ 185 bis 186°C
Säurezahl .........e .. ...... 947 mg EOH/g
Grundstoffgehalt nach
Angaben der chromatographischen Analyse 99,6% Beispiel 5 10,8 g (0,1 Mol) Zyklooktadien
löst man in 52,0 g Eisessig und leitet durch die erhaltene Lösung bei 300C die ozonisierte
Luft (1,5% Ozongehalt) bis zum Ozondurchbruch.
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Es werden dabei 32,4 g (quantitative Umwandlung) Produkt von Zyklooktadien-Ozonolyse
in 36,0 g Essigsäure gebildet. 4,0 g Essigsäure werden durch Luftstrom mitgenommen.
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Man behandelt weiter Ozonolyseprodukte mit 25,0 g 30%iger wäßriger
Wasserstoffperoxidlösung. Das erhaltene Gemisch wird bei 3000 mit der Geschwindigkeit
von 2 St-1 durch den mit Sulfonsäureaustauscher Amberlite e IR 120 gefüllten Reaktor
hindurchgeleitet.
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Die Weiterbehandlung des Reaktionsgemisches ähnelt der im Beispiel
1 beschriebenen. Man erhält 23,1 g Bernsteinsäure, was 99,0% der Theorie oder 214
Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklooktadien, beträgt.
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Kenndaten des Endprodukts Schmelzpunkt ..................... 186,0
bis 186,5°C Säurezahl ........................ 948 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach
Angaben der chromatographischen Analyse 99,4%
Beispiel 6 11,0 g
(0,1 Mol) Zyklookten löst man in 52,0 g 99,6%iger Essigsäure. Durch die erhaltene
Lösung leitet man bei 25°C die ozonisierte Luft (2,5% Ozongehalt) bis zum Ozondurchbruch.
Es werden dabei 21,4 g (quantitative Umwandlung) Produkt von Zyklookten-Ozonolyse
in 42,0 g Essigsäurelösung gebildet. 4,0 g Essigsäure werden durch den Luftstrom
mitgenommen.
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Zu dieser Lösung gibt man 12,4 g 30%ige wäßrige Wasserstoffperoxidlösung.
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Die weitere Behandlung des Reaktionsgemisches ähnelt der im Beispiel
1 beschriebenen.
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Als Ergebnis erhält man 17,0 g Korksäure, was 97,7% der Theorie oder
160 Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklookten, beträgt.
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Kenndaten des erhaltenen Produkts Schmelzpunkt .....................
140 bis 141°C Säurezahl ........................ 645 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach
Angaben der chromatographischen Analyse 99,5,' Beispiel 7 16,6 g (0,1 Mol) Zyklododezen
löst man in 66,4 g 99,6%iger Essigsäure. Durch die erhaltene Lösung leitet man bei
200C die ozonisierte Luft (3 Gew.% Ozongehalt) bis zum Ozondurchbruch. Es werden
dabei 27,2 g (quantitative Umwandlung) Produkt
der Zyklododezen-Ozonolyse
in 54,4 g Essigsäure gebildet. 6,0 g Essigsäure wird durch den Luftstrom mitgenommen.
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Zur Produktlösung der Zyklododezen-Ozonolyse gibt man 12,7 g 30%ige
Wasserstoffperoxidlösung, wonach man das erhaltene Reaktionsgemisch durch den mit
Kationenaustauscher KU-2-8 gefüllten Reaktor mit der Geschwindigkeit von 2 St-1
bei der Reaktortemperatur von 300C leitet.
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Das Gemisch wird weiter mit der Volumgeschwindigkeit von 0,3 St in
den zweiten Reaktor zugeführt, in dem die Nachoxydation der Ozonolyseprodukte bei
500C und ohne Satalysator vorgenommen wird. Man leitet dann das Gemisch in einen
bei 1000C betriebenen Wärmeaustauscher, in dem oxydierte Produkte der Zyklododezen-Ozonolyse
während 3 den zersetzt werden, wonach man die Lösung auf 200C abkühlt, die ausgefallenen
Kristalle der 1t10-Dekandikarbonsäure abfiltriert, von Essigsäurespuren mit Wasser
reinigt und bei 8000 während 3 Stunden trocknet.
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Als Ergebnis erhält man 22,8 g 1,1O-Dekandikarbon säure, was 99,1%
der Theorie oder 137 Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklododezen, beträgt.
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Kenndaten des Endprodukts Schmelzpunkt ..................... 128°C
Säurezahl ........................ 486 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach Angaben der
chromatographischen Analyse 99,5%
Beispiel 8 16,6 g (0,1 Mol) Zyklododezen
löst man in 66,4 g 99,5%iger Propionsäure. Durch die erhaltene Lösung leitet man
bei 4000 die ozonisierte Luft (3 Gew.% uzongehalt) bis zum Ozondurchbruch.
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Es werden dabei 28,6 g (quantitative Umwandlung) Produkt der Zyklododezen-Ozonolyse
in 54,6 g Propionsäurelösung gebildet. 5,0 Propionsäure werden durch den Luftstrom
mitgenommen.
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Die weitere Behandlung der Ozonolyse-Produkte nimmt man unter den
Bedingungen vor, die den' im Beispiel 7 beschriebenen ähneln.
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Als Ergebnis erhält man 22,3 g 1,10-Dekandikarbonsäure, was 98,0%
der Theorie oder 134 Gew.%, bezogen auf das und gesetzte Zyklododezen, beträgt.
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Kenndaten des Endprodukts Schmelzpunkt ..................... 127°C
Säurezahl ........................ 487 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach Angaben der
chromatographischen Analyse 99,9% Beispiel 9 Die Menge von Zyklododezen, die Bedingungen
für seine Ozonolyse und fur die Weiterbehandlung von Produkten =hneln den im Beispiel
7 beschriebenen, mit Ausnahme davon, daß die
Oxydation von Ozonolyseprodukten
mit 20,0 g 20%iger wäßriger Wasserstoffperoxidlösung durchgeführt wird.
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Als Ergebnis erhält man 22,5 g 1,10-Dekandikarbonsäure, was 98,4%
der Theorie oder 134,5%, bezogen auf das umgesetzte Zyklododezen, beträgt.
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Kenndaten des Endprodukts Schmelzpunkt ..................... 128,2°C
Säurezahl ........................ 486 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach Angaben der
chromatographischen Analyse 98,9% Beispiel 10 Die Menge von Zyklododezen, die Bedingungen
für seine Ozonolyse und fürdie Wsiterbehandlung von Produkten ähneln den im Beispiel
7 beschriebenen, mit Ausnahme davon, daß man die Produkte der Zyklododezen-Ozonolyse
durch eine mit festem Säurekatalysator Dowex 50 gefüllte Kolonne mit der Geschwindigkeit
von 4 St-1 bei 600C leitet und dann mit der Geschwindigkeit von 0,5 St-l dem zweiten
Reaktor zuführt, wo die Nachoxydation der Ozonolyseprodukte bei 800C und ohne Katalysator
erfolgt.
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Als Ergebnis erhält man 22,2 g 1,10-Dekandikarbonsäure, was 97,5%
der Theorie oder 133,1 Gew.%, bezogen auf das umgesetzte Zyklododezen, beträgt.
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Kenndaten des Endprodukts Schmelzpunkt ..................... 128,6°C
Säurezahl ........................ 488 mg KOH/g Grundstoffgehalt nach Angaben der
chromatographischen Analyse 98,0%