DE238739C - - Google Patents
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- DE238739C DE238739C DENDAT238739D DE238739DA DE238739C DE 238739 C DE238739 C DE 238739C DE NDAT238739 D DENDAT238739 D DE NDAT238739D DE 238739D A DE238739D A DE 238739DA DE 238739 C DE238739 C DE 238739C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D9/00—Crystallisation
- B01D9/0018—Evaporation of components of the mixture to be separated
- B01D9/0031—Evaporation of components of the mixture to be separated by heating
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D9/00—Crystallisation
- B01D9/0036—Crystallisation on to a bed of product crystals; Seeding
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE Ma. GRUPPE
Dr. PAUL PICCARD in GENF.
Verdampfungskessel, welche zum Verdampfen von gesättigten Salzlösungen behufs
Erzeugung von Salzkristallen dienen, bestehen hauptsächlich aus einem Gefäß, welches die'
zu verdampfende Lösung enthält, und einem in dieser Flüssigkeit eintauchenden, mittels
Dampf geheizten Heizkörper.
Die in diesen Verdampfungskesseln befindliche Lösung bleibt nicht ruhig, da die von
ίο den Heizflächen berührte Flüssigkeit sich ausdehnt
und nach oben strebt, während die kalt gebliebene Flüssigkeit abwärts geht, den Raum der aufsteigenden einnehmend. So
bildet sich eine fortwährende Zirkulation, die noch durch die Bildung von Dampfblasen,
welche dort entstehen, wo die Flüssigkeit am heißesten ist, beschleunigt wird.
Die Zirkulation ist, je nach Anordnung des Kessels und Form des Heizkörpers, mehr oder
weniger heftig.
Da die Auflösbarkeit fast aller Körper mit zunehmender Temperatur wächst, ist folglich
auch der Sättigkeitsgrad der Lösung von einem Punkt der Zirkulation zum andern ziemlich verschieden.
Da, wo die Flüssigkeit angewärmt wird, ohne daß sich schon Dampf bildet, ist sie
ungesättigt oder auflösend, wogegen sie gesättigt, oft sogar übersättigt an den Stellen
ist, wo sich Dampf ohne Erwärmung bildet, weil sich dort der aufgelöste Körper in fester
Form ausscheidet.
An solchen Stellen bilden sich feste Ablagerungen, die oft an den Wänden des Apparates
haften, während die an anderen Orten ungesättigte Flüssigkeit noch mehr festen Stoff
auflösen könnte, falls sie solchen auf ihrem Lauf finden würde.
Die an gewissen Orten haftenden Ablagerungen führen Verstopfungen herbei, welche
in kurzer Zeit den Betrieb des Apparates lähmen.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, diese Verstopfungen zu verhüten.
Sie besteht in der eigenartigen Anordnung des Verdampfungskessels, welche dazu dient,
erstens: durch die Erwärmung und Verdampfung der Salzlösung eine selbsttätige Zirkulation
zu einem geschlossenen Kreislauf zu bewirken; zweitens: die Umlaufrichtung dieser Zirkulation
von Zeit zu Zeit umzukehren, damit diejenigen Punkte, an denen sich die Ablagerungen bei
einer Umlaufrichtung bildeten, nach Umkehrung derselben sich gerade da befinden, wo
die Flüssigkeit auflösend wirkt.
Zwar bilden sich, während die an einem Punkte entstandenen Ablagerungen aufgelöst
werden, an anderen Stellen wieder solche, diese werden jedoch bei der nächsten Umkehrung
der Zirkulation aufgelöst, so daß der Apparat frei von Verstopfungen bleibt, wodurch ein kontinuierlicher Betrieb erreicht
wird.
Die beiliegende Zeichnung zeigt beispielsweise zwei Anordnungen solcher Verdampfungskessel
mit umkehrbarer Zirkulation, wodurch der oben beschriebene Zweck erfüllt wird. Beide
Kessel sind in bezug auf die vertikale Mittelachse symmetrisch.
In Fig. ι ist A der äußere Behälter des Verdampfungskessels, B der Heizkörper, welcher
beliebigen Systems sein kann und hier
als stehender Röhrenkessel dargestellt ist. Dieser Heizkörper B ist mit einer Haube C
überdeckt, welche mit zwei von außen bewegbaren Klappen D und E versehen ist. F ist
das Heizdampf-Zuführungsrohr. G das Kondenswasser-Abflußrohr
und I der Ablaßstutzen für den aus der Lösung entweichenden Dampf. H ist eine vertikale Scheidewand, welche den
Kessel A in zwei Hälften teilt, dessen obere
ίο Kante jedoch noch unterhalb des Flüssigkeitsspiegels befindlich ist. / und K sind Kammern,
in denen sich der aus der Lösung ausgeschiedene feste Stoff, ζ. B. Salz, auf dem
Boden des Kessels A ablagert.
Sowie nun der Heizdampf durch das Rohr F in den Heizkörper B eingeführt wird, nachdem
die Klappe D geöffnet und E geschlossen, entsteht eine Zirkulation im Sinne der Pfeilrichtung,
nach Fig. 1 links aufwärts und rechts abwärts.
Nach Einsetzung der Zirkulation schließt man die Klappe D und läßt E ebenfalls geschlossen;
dennoch setzt sich die Zirkulation weiter fort, weil die Flüssigkeit der linken
Hälfte heißer als die der rechten ist.
Solange die Zirkulation in diesem Sinne besteht, ist die Lösung, welche von unten in
die Heizröhren der rechten Hälfte des Heizkörpers B eintritt, übersättigt und bildet Ablagerungen,
die in diesen Röhren haften und dieselben nach und nach verstopfen. Sobald jedoch diese Verstopfung störend wirkt, wechselt
man die Richtung der Zirkulation durch Öffnen der Klappe E rechts; alsdann steigt die
heiße Flüssigkeit der Haube C in die rechte Hälfte, im Gegensinne der existierenden Zirkulation,
und kehrt diese um.
Nachdem die neue Zirkulation im entgegengesetzten Sinne der Pfeilrichtung vollständig
eingesetzt hat, schließt man wieder die Klappe E und läßt beide Klappen geschlossen.
Zufolge der neuen Umlaufrichtung werden die soeben gebildeten Ablagerungen aufgelöst, weil
die durch den Heizkörper B durchgeflossene Lösung, welche sehr heiß und entsättigt ist,
von oben nach unten durch die Röhren der rechten Hälfte fließt.
Es werden sich zwar neue Ablagerungen in den Röhren der linken Hälfte bilden, die
sich jedoch nach wiederholter Umkehrung der Zirkulation lösen, usw.
Da es wünschenswert ist, daß die Flüssigkeit, welche die Ablagerungen lösen soll, das
höchste Lösungsvermögen besitzt, muß jede Dampfbildung während der Erwärmung der
Flüssigkeit vermieden werden, weil diese Dampfbildung eine Zunahme der Sättigung
zur Folge hätte.
Dieses wird erreicht, indem man den Heizkörper so tief in die zu verdampfende Flüssigkeit
einbaut, daß der hydraulische Druck größer als die der Temperatur entsprechende Heizdampfspannung ist. In dieser Weise
können sich Dampf blasen erst während des Aufsteigens der heißen Flüssigkeit, also oberhalb
des Heizkörpers bilden.
Da sich der feste Körper vom Wasser dort trennt, wo sich dasselbe in Dampf verwandelt,
wird sich dieser feste Körper auch erst in der aufsteigenden Flüssigkeitssäule bilden und von
da durch den Strudel der einen geschlossenen Kreislauf bildenden Zirkulation in die absteigende
Wassersäule mitfortgerissen, um endlich in die Kammer K, wo das Wasser verhältnismäßig
ruhig ist, zu gelangen und sich abzusetzen. Von hier wird der feste Stoff, z. B. Salz, mittels irgendeines der bekannten
gebräuchlichen Verfahren herausgeschöpft.
In Fig. 2 ist als zweites Beispiel ein Verdampfungskessel
von etwas anderer Form als der vorhergehende dargestellt, die Arbeitsweise ist jedoch die gleiche.
Die beiden oberen Hälften des Kessels A (Fig. 1) sind durch die beiden äußeren Rohre
A und A1 (Fig. 2) ersetzt, die sich im Dome L
vereinigen, aus welchem der Dampf durch den Stutzen J entweicht.
Die in Fig. 2 dargestellte Arbeitsweise ist derjenigen in Fig. 1 identisch und versteht
sich ohne weitere Erklärung durch die Gleichartigkeit der Buchstaben.
Man könnte statt des einzigen Heizkörpers A auch zwei getrennte, symmetrische Heizkörper
einrichten, die oben durch ein Kommunikationsrohr, welches die Haube C in Fig. 1 und 2
ersetzt, verbunden wären.
Des weiteren könnte man das Umkehren der einen geschlossenen Kreislauf bildenden
Zirkulation durch andere Mittel bewerkstelligen als durch die Klappen D und E. So ließe
sich z. B. für denselben Zweck ein Dampfstrahl verwenden, welcher im Sinne der jeweilig
zu erzielenden Zirkulation in die Flüssigkeit gerichtet würde, oder auch, die mechanische
Wirkung benutzend, eine Art von Kolben in die Flüssigkeit eintauchen, welchen
man in der Richtung der zu bildenden Zirkulation bewegen würde. Alle diese Mittel
zur vorübergehenden Bildung der Zirkulation sind Nebensachen der Erfindung, da sich mit
allen der gesuchte Zweck erreichen läßt.
Das vorliegende Verfahren bezweckt einzig und allein die Ausscheidung bzw. Herstellung
von Salzkristallen aus einer gesättigten Salzlösung, und zwar unter beständigem Auflösen
der an gewissen Stellen des Verdampfungsapparates haftenden Ablagerungen von Salzen.
Die Zirkulation der behandelten Lösung sowohl als deren Umkehrung erfolgt im Innern
eines und desselben Kessels, woselbst die erstere einen in sich selbst geschlossenen
Kreislauf bildet.
Endlich ist zu bemerken, daß die Zirkulation im vorliegenden Verfahren nicht mittels mechanischer
Vorrichtungen erzeugt wird, sondern selbsttätig durch die Heizung des Apparates bedingt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Salzkristallen aus einer gesättigten Salzlösung, ίο dadurch gekennzeichnet, daß in einem mit stehendem Heizkörper versehenen, aus zwei kommunizierenden Hälften bestehenden Verdampfer die zu verdampfende Lösung bald in einer, bald in anderer Richtung durch die beiden Apparathälften selbsttätig in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert, um die Ablagerungen von Salzen, welche an gewissen Stellen des Verdampfungsapparates haften, beständig zu entfernen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE238739C true DE238739C (de) |
Family
ID=498234
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT238739D Active DE238739C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE238739C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1294930B (de) * | 1964-03-16 | 1969-05-14 | Malek Michel | Klassifizierender Kristallisator |
| US4251502A (en) * | 1978-06-28 | 1981-02-17 | Erco Industries Limited | Modular chlorine dioxide generation systems |
-
0
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1294930B (de) * | 1964-03-16 | 1969-05-14 | Malek Michel | Klassifizierender Kristallisator |
| US4251502A (en) * | 1978-06-28 | 1981-02-17 | Erco Industries Limited | Modular chlorine dioxide generation systems |
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