DE2365694C3 - Strickverfahren zur Herstellung eines aus einem Stück bestehenden Beinkleides - Google Patents
Strickverfahren zur Herstellung eines aus einem Stück bestehenden BeinkleidesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Strickverfahren zur Herstellung eines aus einem Stück bestehenden
Beinkleides, wie einer Strumpfhose, auf einer Rundstrickmaschine durch Stricken eines schlauchförmigen
Gebildes, wobei mit dem ersten Bein- und Hosenteil begonnen wird und zur Erzeugung eines eingestrickten
Bundes nach Beendigung des Strickens des ersten Beirund Hosenteiles im Bereich der Bundöffnung einer
Anzahl von Nadeln, die der Anzahl der Maschen entsprechen, welche den ersten Halbbund bilden sollen,
trin Elastomerfaden zum Stricken einer ersten seitlichen Bundhälfte in Teilreihen zugeführt wird, worauf die die
Bundöffnung begrenzenden Maschen abgeworfen werden und auf den frei gewordenen Nadeln neu
angestrickt wird, um den zweiten Halbbund unter Verwendung eines Elastomerfadens in Teilreihen zu
stricken, und anschließend der Rest des Hosenteiles und das /weite Beinteil mit allen Nadeln und normalem
(liirvi gestrickt werden.
Ein derartiges Strickverfahren ist im wesentlichen aus der DE-OS I 7 85 021 bekannt, wobei aber bei dem dort
beschriebenen Verfuhren während des Strickens des Bundes die übrigen Nadeln den Rest des Hosenfeiles
weiterstricken. Infolgedessen tritt bei dem nach der DE-OS 17 85 021 hergestellten Beinkleid der Effekt auf,
daß der Seitenrand des Bundes und der obere Rand des Hosenteiles in einer Ebene zu liegen kommen. Die
Hosenteile erhalten dadurch eine nur geringe, in vielen Fällen nicht ausreichende Höhe, was wiederum keinen
guten Sitz ergibt
ίο zugrunde, ein Strickverfahren zur Herstellung eines aus
einem Stück bestehenden Beinkleides der oben angegebenen Art so durchzuführen, daß die damit
hergestellten Beinkleider einen verbesserten Sitz aufweisen.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, ein Strickverfahren der angegebenen Art so auszubilden,
daß während des Strickens der beiden Bundhälften die nicht an diesem Strickvorgang beteiligten Nadeln außer
Betrieb gesetzt werden, jedoch ihre Maschen beibehalten, und daß diese Nadeln nach dem Stricken des
Bundes wieder in Betrieb genommen werden.
in weiterer Ausbildung des erfindungsgemäßen Strickverfahrens stricken die zum Stricken der ersten
Bundhälfte vorgesehenen Nadeln nach dem Stillsetzen der übrigen, die Maschen beibehaltenden Nadeln mit
normalem Faden weiter, wobei ihnen der Elastomerfaden erst nach Bildung einer Verlängerung zugeführt
wird, während diese Nadeln, nachdem sie die zweite Bundhälfte mit Elastomerfaden gestrickt haben, mit
normalem Faden eine entsprechende Verlängerung weiterstricken.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn beim erfindungsgemäßen Strickverfahren die Bundhälften als Doppelrand
ausgebildet werden. Für dieses Merkmal wird jedoch nur im Zusammenhang mit den vorstehenden und in den
Ansprüchen 1 oder 2 beanspruchten Merkmalen Schutz begehrt.
Während bei den nach dem oben angegebenen bekannten Strickverfahren hergestellten Beinkleidern
4" der Seitenrand des Bundes und der uhere Rand des
Hosenteiles in eine Ebene zu liegen kommen, wird beim erfindungsgemäßen Strickverfahren in vorteilhafter
Weise erreicht, daß der Bund vorsteht, so daß sich bei den nach dem erfindungsgemäßen Strickverfahren
hergestellten Beinkleidern eine größere Höhe des Hosenteils und damit ein besserer Sitz erreichen läßt.
Aus der DE-PS 8 18 542 ist es iwar an sich bekannt,
bestimmte Nadeln unter Beibehaltung der Maschen in Ruhestellung zu bringen, jedoch findet sich in dieser
Druckschrift keinerlei Hinweis, daß diese Maßnahme zur Verbesserung des Sitzes bei Beinkleidern beim
Strickvorgang des Bundes geeignet sei.
Djs erfindungsgemäße Strickverfahren soll im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert werden. Die Zeichnung zeigt in
Fig. I eine perspektivische Darstellung eines Beinkleides in Form einer Strumpfhose, wie sie von der
Strickmaschine abgenommen wird;
fio Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Mittelteiles
der Strumpfhose nach Fig= I;
Fig. 3 das Mittelteil desselben Gegenstandes nach
dem Zusammennähen der beiden Bundhälften,
F i g. 4 eine Darstellung zur Erläuterung einer Phase
fi.*·, der Herstellung der Bundöffnung einer Strumpfhose
nach F i g. 1;
F i g. .5 eine perspektivische Darstellung einer nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens herge-
stellten Strumpfhose, wie sie von der Strickmaschine
abgenommen wird;
Fig.6 eine vergrößerte Darstellung des Mittelteiles
der Strumpfhose nach F i g. 5; und in
F i g. 7 das Mittelteil des gleichen Gegenstandes nach dem Zusammennähen der beiden Bundhälften.
Die in F i g. 1 dargestellte, aus einem Stück bestehende Strumpfhose weist zwei Reine 1 und 2 auf, die mit
einer Hose 3 verbunden sind, deren für den Zwickel bestimmter Teil 4 eine kleinere Anzahl von Reihen
aufweist als ihr anderer Teil 5. Die Hose 3 wird durch die Erzeugung eines schlauchförmigen Artikels hergestellt,
wobei der Strickvorgang mit dem Bein 1 beginnt und mit dem Bein 2 endet Die Bundöffnung 7 wird seitlich
mittels eingeschobener Arbeitsgänge am Teil 5 der Hose 3 hergestellt.
Im einzelnen beginnt man mit dem Stricken des Beines 1 in der herkömmlichen Weise, wobei dieses am
Ende entweder offen bleibt oder geschlosssen wird. Dann strickt man den ersten Teil der Hose 3, d. h. die in
F i g. 1 und 2 links dargestellte Hälfte, und zwar so, daß das Teil SA eine größere Maschenzahi aufweist ais das
linke Zwickelteil 4A. Man setzt daraufhin eine bestimmte Anzahl von Nadeln außer Betrieb, indem
man ihnen keinen Faden zuführt, sie jedoch ihre Maschen behalten. Beispielsweise kann man bei einem
aus 400 Nadeln bestehenden Zylinder 200 Nadeln außer Betrieb setzen. Den restlichen Nadeln führt man einen
Elastomerfaden zu und strickt die Bundhälfte 13A Diese Bundhälfte 13,4 kann einfach oder doppelt, wie ein
Doppelrand oder die herkömmlichen Strumpfhosenbunde, gestrickt werden, man kann aber auch die
Strickware der ersten Bundhälfte 13,4 umschlagen, um eine Verdoppelung zu erhalten. Dann strickt man am
Ende des Bundes 13 eine laufmaschenfeste Randmaschenreihe in einfacher Stärke und der gewählten
Maschenart an, um zu vermeiden, daß sich die Maschen der Bundhälfte 13,4 gegebenenfalls auftrennen.
Zur Fertigung der Bundöffnung 7, durch welche der Benutzer in das Beinkleid hineinschlüpfen kann, wirft
man alle zur Bundhälfte 134 gehörenden Maschen ab und führt den ihnen zugeordneten Nadeln darauf
wiederum einen Elastomerfaden zu, um die zweite Bundhälfte 13ßzu stricken.
Nach Beendigung dieser Arbeitsgänge nimmt man wieder alle Nadeln der Strickmaschine in Betrieb, und
der Strickzyklus nimmt sowohl in bezug auf die Fertigung der zweiten Hälfte der Hose 3, wobei das
rechte Teil 5ß immer eine größere Anzahl von Reihen aufweist als das rechte Zwickelteil AB, als auch in bezug
auf die Herstellung des anderen Beines 2 seinen normalen Verlauf. Nach dem Abnehmen der Strumpfhose von der Strickmaschine sind lediglich einige
Nadelstiche zur Herstellung einer Naht an den Kanten 21 und 22 erforderlich (vgl. Fig.2), um die beiden
ίο Bundhälften 13Λ und 13ßzusammenzuhalten.
Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens kann vordem Bund 13 eine Verlängerung 11 angestrickt
werden, so daß die Hose 3 eine noch größere Leibhöhe und damit einen besseren Sitz erhält.
Das oben beschriebene Strickverfahren wird insofern abgeändert, als nach dem Stillsetzen einer bestimmten
Anzahl von Nadeln den restlichen Nadeln der Elastomerfaden nicht sofort zugeführt wird, sondern
daß diese Nadeln mit dem normalen Faden weiterstrikken und die erste Hälfte einer Verlängerung IM
stricken, die unterhalb der linken Bun; >älfte 13/4 liegt.
Wenn die Verlängerung IM die gewünsch'e Höhe hat,
wird den Nadeln statt dem normalen Faden ein Elastomerfaden zugeführt und die Bundhälfte 13Λ in der
2S bereits beschriebenen Weise gestrickt. Nach dem
Stricken p'.nes Abschlußrandes werden zur Bildung der Bundöffnung 7 sämtliche Maschen abgeworfen und mit
Elastomerfaden die zweite Bundhälfte 13S gestrickt, weicher die zweite Hälfte der Verlängerung llß, mit
norrralm Faden gestrickt, folgt. Daraufhin v/erden wied :r jämtliche Nadeln in Betrieb gesetzt und das
Gestrick mit normalem Faden zu Ende gestrickt.
Die mit einem derartigen Verfahren hergestellte Strumpfhose muß nach dem Abnehmen von der
Strickmaschine noch an den Rändern 23 und 24 der Verlängerung 11 sowie den Kanten 21 und 22 des
Bundes 13 zusammengenäht werden; dabei entsteht eine Hose 3, wie sie etwa in F i g. 7 dargestellt ist.
Für das Stricken der Hose und der Beine der Strumpfhose kann man verschiedene Rohrstoffe verwenden.
Die Hose kann unter Umständen auch beans^ruchbare Maschen aufweisen, die in einer
bestimmten Zone den Zwickel nachspannen bzw. fester ziehen. Das Beinkleid kann auch mit gefärbtem Faden
hergestellt werden, wodurch sich das Einfärben nach Fertigstellen des Strickwerkes erübrigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Strickverfahren zur Herstellung eines aus einem Stück bestehenden Beinkleides, wie einer Strumpfhose, auf einer Rundstrickmaschine durch Stricken
eines schlauchförmigen Gebildes, wobei mit dem ersten Bein- und Hosenteil begonnen wird und zur
Erzeugung eines eingestrickten Bundes nach Beendigung des Strickens des ersten Bein- und Hosenteiles im Bereich der Bundöffnung einer Anzahl von
Nadeln, die der Anzahl der Maschen entsprechen, welche den ersten Halbbund bilden sollen, ein
Elastomerfaden zum Stricken einer ersten seitlichen Bundhälfte in Teilreihen zugeführt wird, worauf die
die Bundöffnung begrenzenden Maschen abgeworfer werden und auf den frei gewordenen Nadeln neu
angestrickt wird, um den zweiten Halbbund unter Verwendung eines Elastomerfadens in Teilreihen zu
stricken, und anschließend der Rest des Hosenteiles und das zweite Beinteil mit allen Nadeln und
normalem Garn gestrickt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß während des Strickens
der beiden Bundhälften (13/4, \3B) die nicht an
diesem Strickvorgang beteiligten Nadeln außer Betrieb gesetzt werden, jedoch ihre Maschen
beibehalten, und daß diese Nadeln nach dem Stricken des Bundes (13) w:eder in Betrieb
genommen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Stricken der ersten Bundhälfte
(i3A) vorgesehenen Nadeln nach dem Stillsetzen der übrigen, die Maschen beibehaltenden Nadeln mit
normalem Faden weitestricke·1 und ihnen der
Elastomerfaden erst nach Bildung einer Verlängerung (IMJ zugeführt wird i:nd d ·ß diese Nadeln,
nachdem sie die zweite Bundhalfte (13BJ mit Elastomerfaden gestrickt haben, mit normalen
Faden eine entsprechende Verlängerung (WB) weiterstricken.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bundhälften (13/4, 13SJ als
Doppelrand ausgebildet werden.
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