DE2365480C3 - Verfahren zum Gewinnen von Lignin und Zellstoff aus Laubholz - Google Patents
Verfahren zum Gewinnen von Lignin und Zellstoff aus LaubholzInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08H—DERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08H6/00—Macromolecular compounds derived from lignin, e.g. tannins, humic acids
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C5/00—Other processes for obtaining cellulose, e.g. cooking cotton linters ; Processes characterised by the choice of cellulose-containing starting materials
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Description
D-( + )-Xylose und ihr HydrierungsprocJukt, der Xylit,
haben eine nicht unerhebliche technische Bedeutung. Xylose kann zum Beispiel in der Nahrungsmittelindustrie
für verschiedene Zwecke eingeset?t werden, während Xylit sich als ein sehr gi.tes Süßungsmittel für
Diabetiker erwiesen hat.
Es ist bekannt, Laubholz, zum Beisp.el mit Mineralsäure,
wie Salzsäure oder Schwefelsäure, bei Normaldruck oder Überdruck aufzuschließen (vgl. z. B. AT-PS
2 66 865 und GB-PS 9 22 685). Man erhält nur eine Xylose-Ausbeute von ca. 10 bis 12%. Außerdem kann
der Rückstand, das sogenannte Cellolignin, nicht verwertet werden. Es ist weiter die sogenannte
Totalverzuckerung des Holzes bekannt (vgl. beispielsweise DE- PS 11 83 870, DEOS 15 67 335, 15 67 350 und
16 42 534), die jedoch technisch bislang kaum ausgeübt wird. Bei diesem Verfahren bleibt das Lignin als nicht
verwertbares, braunes, unlösliches Produkt zurück. Ein Nachteil dieses Verfahrens liegt auch darin, daß die im
Holz gebundene Essigsäure (etwa 6%) während der Hydrolyse des Pentosans abgespalten wird und bei der
Neutralisierung der für diesen Prozeß notwendigen Mineralsäure stört, so daß ein erheblicher Verbrauch an
Ionenaustauschern notwendig ist. Außerdem gehen in die Hydrolysenlösung auch Stoffe, die bei der
Hydrierung der zu gewinnenden Xylose zum Xylit stören und die Ausbeute herabsetzen, so daß eine
vorherige sorgfältige Reinigung vorgenommen werden muß.
Es besteht daher ein Bedürfnis nach einem Verfahren zum Aufschließen von Laubholz, das die vollständige
Ausnutzung des Ausgangsmaterials gestattet.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Gewinnen von Lignin und Zellstoff aus Laubholz, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man (a) den festen Rückstand, der durch Aufschluß von Laubholz in einer
ersten Stufe mit einer Alkalihydroxid-Lösung, deren Konzentration weniger als 4 Gew.-°/o beträgt, und in
einer zweiten Stufe mit Mineralsäure erhältlich ist, mit einem organischen Lösungsmittel extrahiert, die Lösung
zur Gewinnung von Lignin einengt, (b) den Rückstand der Stufe (a) zur Gewinnung von Zellstoff mit
Alkalichlorit-Lösung und darauf (c) bei erhöhter Temperatur mit Alkalihydroxid-Lösung behandelt.
Das Ausgangsprodukt des erfindungsgemäßen Verfahrens ist durch das nachfolgend genauer beschriebene
zweistufige Aufschlußverfahren aus Laubholz erhältlich.
Durch die erste Stufe des AufschluBverfahrens wird die gebundene Essigsäure abgespalten, sie geht als
Alkaliacetpt in Lösung, ebenso wie Stoffe ligninähnlicher Natur, die sich sonst bei der späteren Isolierung der
Xylose nach der zweiten erfindungsgemäßen Stufe störend auswirken würden. Zwar ist es bekannt,
Hemiceüulosen dadurch zu gewinnen, daß man Laubholz mit 4°/oiger NaOH extrahiert (vgl. z. B. N i k i ti n,
Die Chemie des Holzes, 1955, S. 199). Hierbei gehen jedoch die Hemicellulosen in Lösung und sind dann
schwierig von der Essigsäure und den ligninähnlichen
ίο Stoffen zu trennen. Arbeitet man dagegen entsprechend
der ersten Stufe des Aufschlußverfahrens mit weniger als 4gew.-°/oiger Alkalihydroxidlösung, so wird das
Pentosan nicht gelöst, sondern kann als Teil des Rückstandes von der Lösung, die das Alkaliacetat und
die ligninähnlichen Stoffe enthält, getrennt werden.
Man geht bei dem erfindungsgemäßen Aufschlußverfahren aus von Laubholz, wie Buchen-, Birken-, Pappel-,
Ulmen-, Weiden-, Erlen-, Eschen- oder Eibenholz, wobei Buchen- und Birkenholz bevorzugt sind. Diese haben
einen durchschnittlichen Gehalt von 23 bis 25% Pentosanen, der zum größten Teil aus Xylan besteht.
In der ersten Stufe des Aufschlußverfahrens verwendet
man als Alkalihydroxid, vorzugsweise Natriumoder Kaliumhydroxid, insbesondere Natriumhydroxid.
Die Alkalihydroxidkonzentration in der Lösung soll weniger als 4 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 3
Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 2 Gew.-%, betragen. Man arbeitet z.B. mit 0,7 bis 1,2, insbesondere 1 Gew.-%.
Man verwendet so viel Alkalihydroxidlösung, daß auf 1 Mol im Holz gebundene Essigsäure 1,33 bis 2 Mol
Alkalihydroxid entfallen. Die bei der ersten Aufschlußstufe verwendete Temperatur ist ohne wesentliche
Bedeutung, man kann bei Zimmertemperatur bis zur Siedetemperatur der Alkalihydroxidlösung arbeiten.
Man arbeitet bei Atmosphärendruck, Überdruck ist nicht notwendig. Als Lösungsmittel verwendet man
vorzugsweise Wasser.
Man kann während der ersten Aufschlußstufe portionsweise etwas Wasserstoffperoxid zusetzen, ins-
·»·' gesamt 7 bis 12 Gew.-%, vorzugsweise 10%, bezogen
auf das Trockengewicht des \ lolzes.
Am Ende der ersten Aufschlußstufe wird die Flüssigkeit von dem festen Rückstand getrennt. Die
Aufarbeitung der schwach alkalischen Flüssigkeit zeigt,
■15 daß diese kein Pentosan enthält, wohl aber die gesamte
im Laubholz gebunden vorhandene Essigsäure als Alkaliacetat. Man kann die flüssige Phase, nachdem man
sie mit Alkalihydroxid wieder auf die erfindungsgemäß zu verwendende Alkalihydroxidkonzentration gebracht
hat, erneut in der ersten Stufe des Aufschlußverfahrens benutzen und so durch mehrmaliges Benutzen mit
Alkaliacetat anreichern, so daß eine Gewinnung der Essigsäure aus der Lösung dann aussichtsreich erscheint.
5") In der zweiten Stufe des Aufschlußverfahrens wird
der Rückstand der ersten Stufe, der Pentosan und Cellolignin enthält, mit Mineralsäure bei erhöhter
Temperatur, gegebenenfalls unter Anwendung von Überdruck, weiter aufgeschlossen.
<>" Man kann hierbei zum Beispiel mit H.2SO4, HCl oder
HBr arbeiten, zum Beispiel in Wasser, vorzugsweise mit H2SO4. Beim Arbeiten ohne Druck verwendet man
vorzugsweise 1,5- bis 6,0gew.-%ige HCI oder HBr oder 1,5- bis 6vol.-%ige H2SO4 und ein Verhältnis von
fa"> Flüssigkeit zu Feststoff von 3 bis 6 Raumteilen. Die
Temperatur ist erhöht und beträgt vorzugsweise 50 bis 125°C, man benötigt dann etwa 2 bis 4 Stunden für die
zweite Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Bei Arbeiten unter Druck verwendet man vorzugsweise einen Druck von bis zu 4 atü, insbesondere 1 bis 3
atü, wobei die Temperatur vorzugsweise 125 bis 135° C
beträgt Die Säurekonzentration beträgt vorzugsweise 0,2 bis 0,6 Gew.-% HCl oder HBr oder 0,2 bis 0,6 Vol.-%
H2SO4. Das Verhältnis von Flüssigkeit zu Feststoff soll
vorzugsweise 4 :1 bis 7 :1 Raumteile/Feststoffgewicht
betragen. Die benötigte Zeit beträgt ca. 1 bis 2 Stunden.
Nach dem Ende der zweiten Aufschlußstufe wird der Ansatz filtriert Die Flüssigkeit kann zu Xylose oder
unmittelbar zu Xylit verarbeitet werden. Hat man in der zweiten Stufe mit Schwefelsäure gearbeitet, so kann
man mit Calciumoxid, Calciumcarbonat oder bevorzugt mit Bariumcarbonai in der berechneten Menge
neutralisieren. Man erhält dann nach Abtrennung des Niederschlages eine Xyloselösung, die man sofort zu
Xylit reduzieren kann, während man bisher zur Entfernung vor Essigsäure die Lösung eindicken oder
über Ionenaustauscher leiten mußte. Die Ausbeute an Xylose ist erheblich höher als bei den bisher bekannten
Verfahren.
Aus dem unlöslichen Rückstand der zweiten Stufe des Aufschlußverfahrens gewinnt man eriindungsgemäß
zunächst Lignin, indem man den Rückstand mit organischen Lösungsmitteln, wie Methanol oder Aceton,
extrahiert. Die Lösung dieser Extraktion enthält dann das Lignin, das man durch Eindunsten gewinnt
Man erhält ein nicht polymerisiertes Lignin, das thermoplastisch und sehr reaktionsfähig ist, die
Substanz kann als Grundsubstanz für Farbstoffe und Schädlingsbekämpfungsmittel dienen.
Der nach der Behandlung mit dem organischen Lösungsmittel verbleibende Rückstand wird zu Zellstoff
verarbeitet. Hierbei braucht man nicht, wie bislang üblich und notwendig, bei hoher Temperatur und unter
Druck zu arbeiten, vielmehr genügt es, den Rückstand der Extraktion einer Behandlung mit Alkalichlorit und
anschließend mit Alkalihydroxid zu unterwerfen, wobei man einen praktisch weißen Zellstoff erhält, der für
verschiedene technische Einsätze in Betracht kommt.
Bei der Behandlung mit Alkalichloritlösung verwendet
man bevorzugt Natriumchlorid man kann aber auch Kaliumchlorit verwenden. Die Konzentration an Alkalichlorit
in der Alkalichlorillösung beträgt bis zu 12, vorzugsweise 10, Gewichtsprozent. Die Temperatur
beträgt 60 bis 75°C, der pH-Wert 3 bis 5, vorzugsweise
3,5. Die Anwendung von Druck ist nichi notwendig. Die Behandlung mit Alkalichlorit wird ca. 1 Stunde
durchgeführt und muß gegebenenfalls wiederholt werden. Nach Entfernung der Alkalichloritlösung und
gegebenenfalls kurzem Waschen wird der Rückstand nunmehr mit Alkailihydroxidlösung bei erhöhter Temperatur
behandelt. Man kann beispielsweise Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, vorzugsweise Natriumhydroxid,
verwenden, die Alkalihydroxidkonzentration in der Lösung beträgt 2 bis 4, vorzugsweise 2,4 Gew.-%.
Die Temperatur beträgt vorzugsweise 60 bis 75°C und die Reaktionsdauer üblicherweise 40 bis 60 Minuten. Die
Anwendung von Druck ist nicht notwendig. Man erhält in dieser Weise einen praktisch weißen Zellstoff.
1. 1000 g grobes Buchenholzmehl (als Trockensubstanz
gerechnet) werden bei Raumtemperatur mit 81 l%iger wäßriger Natriumhydroxidlösung (80 g NaOH)
versetzt. Der Ansatz wird 10 Minuten gerührt und dann titriert, wobei sich zeigt, daß fast 40 g NaOH verbraucht
worden sind, was dem Gehalt an gebundener Essigsäure im Holz entspricht Anschließend wird noch 30 bis 60
Minuten auf dem Wasserbad auf 70 bis 90° C erhitzt Jetzt beträgt der NaOH-Verbrauch ca. 55 - 60 g.
Die dunkelbraune Lösung wird abgesaugt und der Rückstand bis zum Verschwinden der alkalischen
Reaktion mit H2O gewaschen.
Nach dem Ansäuern des Filtrates mit verdünnter H2SO4 wird ein Niederschlag von ca. 20 g erhalten, der
kein Xylan, aber 18% OCH3 enthält und sich als lösliches
Lignin erweist Die saure Lösung wird nun im Vakuum zum dünnflüssigen Sirup eingedunstet Das Destillat
enthält 60 g Essigsäure (entsprechend 42 g im eingesetzten Holz gebundenem Acetyl).
Der Sirup wird mit CaCOj neutralisiert, um die Schwefelsäure zu binden, und dann mit Methanol behandelt das nach dem Eindunsten eine dunkelbraune, in verschiedenen organischen Lösungsmitteln lösliche Substanz im Gewicht von ca. 90 g hinterläßt, die keine Xylose, aber 10,9% OCH3-Gruppen enthält Sie ist sehr reaktionsfähig.
Der Sirup wird mit CaCOj neutralisiert, um die Schwefelsäure zu binden, und dann mit Methanol behandelt das nach dem Eindunsten eine dunkelbraune, in verschiedenen organischen Lösungsmitteln lösliche Substanz im Gewicht von ca. 90 g hinterläßt, die keine Xylose, aber 10,9% OCH3-Gruppen enthält Sie ist sehr reaktionsfähig.
2. Der Holzrückstand beträgt ca. 849 g und enthält 28% Xylan. Er wird mit der 5- bis 7fachen Raummenge
an 0,5vol.-%iger wäßriger Schwefelsäure 2 Stunden im Autoklav bei 2 bis 2,5 atü und 125 bis 132° C gerührt
Man saugt ab, wäscht gut mit Wasser und neutralisiert das Filtrat mit der berechneten Menge CaCO3 oder
BaCO3. Die erhaltene Lösung ist im Gegensatz zu den üblichen Hydrolysenlösungen sehr hell gefärbt und frei
von Essigsäure. Zur Entfärbung sind nur sehr geringe Mengen Aktivkohle notwendig. Nach dem Konzentrieren
der Lösung kann sofort ohne Isolierung der Xylose hydriert werden. Wegen der Anwesenheit von D-Glukose
und geringen Mengen anderer Zucker (z. B. Mannose, L-Arabinose und L-Rhamnose) ist es jedoch
)5 ratsam, die Xylose zunächst auszukristallisieren, wobei
eine Xylose-Ausbeute von bis zu 16%, berechnet auf die
ursprünglich angewandte r lolzsubstanz, erhalten wird.
Man kann die Hydrolysenlösung aber auch mittels Vergärung von den Hexosen befreien (Methods in
Carbonhydrate Chemistry, Vol. I, S. 88).
3. Der Rückstand der sauren Hydrolyse beträgt ca. 635 g und besitzt noch 7-9% schwerlösliches Xylan.
Durch Behandeln mit Methanoi werden aus ihm 2 - 3% lösliches Lignin gewonnen.
•15 4. 618 g Rückstand der Methanolbehandlung werden
mit 55g NaClO2, gelöst in 4-51 H2O, versetzt Man
säuert bis zum pH-Wert von 3,5 an. Anschließend wird unter leichtem Rühren 1 Stunde bei 60 bis 65°C erwärmt
und das Verfahren notfalls wiederholt Nach dem
so Absaugen und kurzem Waschen mit Wasser wird der hellgelbe Rückstand mit 4 bis 5 1 2,4%iger Natriumhydroxidlösung
bei 65 bis 70°C 40-60 Minuten erhitzt. Nach dem Absaugen und Waschen mit Wasser verbleiben 422 g praktisch weißer Zellstoff mit einem
j OCl I j-Gehalt unter 1 % und etwa 9% Xylan.
1. 200 g grobes Birkenholzmehl (als Trockensubstanz gerechnet) werden mit 21 lgew.-%iger wäßriger
Natriumhydroxidlösung (20 g NaOH) (i ecm der Lösung entsprechen 2,48 ecm n/10 HCI) 10 Minuten bei
Raumtemperatur gerührt. Danach beträgt der Titer von 1 ecm Lösung 1,2 ecm n/10 HCl. Nach sechsstündigem
Stehenlassen des Ansatzes beträgt der Titer von 1 ecm
i>> der Lösung 0,9 und nach 30 Minuten Erhitzen auf 65 bis
70°C 0„S5 ecm n/10 HCl. Es werden also 13,2 g NaOH
verbraucht, für die Abspaltung der Acetylgruppe sind S g NaOH erforderlich.
Nach dem Absaugen, Waschen mit H2O und Trocknen verbleiben ca. 170 g Rückstand mit 18,8%
Xylan und 7,7% OCHs-Gehalt.
Aus dem Filtrat können ca. 12 g Essigsäure und wenig
Ameisensäure isoliert werden. Durch Fällung mit verdünnter Schwefelsäure und Aufarbeiten wie in
Beispiel 1 werden 2 lösliche Fraktionen von (a) 3,2 g mit 0% Xylose und 8,1% OCH3-Gehalt sowie von (b) ca.
15 g, die ebenfalls frei von Xylose ist und 15% OCHrGruppen enthält, isoliert.
2. Die 170 g Rückstand werden mit 1 1 4vol.-%iger,
wäßriger Schwefelsäure 2'/2 Stunden bei 130 bis 135° C Ölbadtemperatur unter Rückfluß erhitzt. Man saugt ab,
versetzt die heUgelblichgrünliche Lösung mit der
berechneten Menge CaCC>3 oder BaCCh, bis zum pH-Wert von 3, konzentriert im Vakuum und läßt
auskristallisieren. Man erhält 16% Xylose, berechnet auf das Ausgangsmaterial.
3. Der Rückstand der sauren Hydrolyse wiegt ca. 120g und enthält 8-10% Xylan. Er wird mit 12g
NaCIOi das in 1J H2O gelöst ist, 60 Minuten bei 65 bis
70° C behandelt und das Verfahren gegebenenfalls wiederholt. Der Rückstand dieser Behandlung wird mit
350 bis 500 ecm 2,4gew.-%iger wäßriger Natriumhydroxidlösung bei 70° C behandelt. Man erhält 84 g eines fast
weißen Zellstoffproduktes, das 9-10% Xylan und unter 1% OCH3-Gruppen enthält.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Gewinnen von Lignin und Zellstoff aus Laubholz dadurch gekennzeichnet, daß man (a) den festen Rückstand, der durch Aufschluß von Laubholz in einer ersten Stufe mit einer Alkalihydroxid-Lösung, deren Konzentration weniger als 4 Gew.-% beträgt, und in einer zweiten Stufe mit Mineralsäure erhältlich ist, mit einem organischen Lösungsmittel extrahiert, die Lösung zur Gewinnung von Lignin einengt, (b) den Rückstand der Stufe (a) zur Gewinnung von Zellstoff mit Alkalichlorit-Lösung und darauf (c) bei erhöhter Temperatur mit Alkalihydroxid-Lösung behandelt
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732365480 DE2365480C3 (de) | 1973-11-23 | 1973-11-23 | Verfahren zum Gewinnen von Lignin und Zellstoff aus Laubholz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732365480 DE2365480C3 (de) | 1973-11-23 | 1973-11-23 | Verfahren zum Gewinnen von Lignin und Zellstoff aus Laubholz |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2365480A1 DE2365480A1 (de) | 1975-05-28 |
| DE2365480B2 DE2365480B2 (de) | 1979-02-01 |
| DE2365480C3 true DE2365480C3 (de) | 1979-11-08 |
Family
ID=5902378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732365480 Expired DE2365480C3 (de) | 1973-11-23 | 1973-11-23 | Verfahren zum Gewinnen von Lignin und Zellstoff aus Laubholz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2365480C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2189488A1 (de) * | 2008-10-17 | 2010-05-26 | Friedrich Dr. Streffer | Verfahren zum Aufschluss einer Biomasse, die Lignin zusammen mit Cellulose und/oder Hemicellulose umfasst |
| DK2346927T3 (da) | 2008-10-17 | 2014-10-06 | Maxbiogas Gmbh | Fremgangsmåde til fordøjelse af en biomasse omfattende lignin sammen med cellulose og/eller hemicellulose |
-
1973
- 1973-11-23 DE DE19732365480 patent/DE2365480C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2365480B2 (de) | 1979-02-01 |
| DE2365480A1 (de) | 1975-05-28 |
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