DE2365289B2 - Audio-leistungsverstaerker - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Audio-Leistungsverstärker mit Gegentaktendstufe, die durch Veränderung
ihres Arbeitspunktes in mindestens zwei Betriebsarten (A-, AB-, B-Betrieb) arbeiten kann.
Bei den bekannten Verstärkern für Hifi-Wiedergabe
werden meistens transistorisierte Gegentaktendstufen verwendet, die entweder im A-, AB- oder B-Betrieb
arbeiten. Leistungsverstärker des B-Typs sind für große Ausgangsleistungen geeignet, so daß dieser Typ
nahezu ausschließlich verwendet wird. Er hat jedoch den Nachteil, daß er Übernahmeverzerrungen erzeugt,
die die Qualität des Klangbildes vermindern. Andererseits zeigen im Α-Betrieb arbeitende Leistungsverstärker
geringere Übernahmeverzerrungen, im Vergleich zu B-Verstärkern ist jedoch der Leerlaufstrom sehr
viel größer und infolgedessen der Wirkungsgrad entsprechend schlechter. Der aussteuerbare Arbeitsbereich
ist außerdem so klein, daß eine größere Ausgangsleistung nicht abgegeben werden kann.
AB-Verstärker werden weniger häufig benutzt.
Die Grundschaltungen für derartige Leistungsverstärker sind aus einer Anzahl von Veröffentlichungen
bekannt. So sind beispielsweise bereits Leistungsverstärker mit einer Eingangs-Differentialstufe
oder mit einer Gegentaktendstufe in Komplementärtechnik beschrieben worden.
Außerdem ist es bekannt, Mittel vorzusehen, die es latien die Endstufe eines Gegentaktverstärkers in
verschiedenen Betriebsweisen (A-, AB- oder B-Betrieb)
Seiten zu lassen (DT-AS S 42 710 VHa/21a2). Diese Schaltung ist von anderen bekannten Schaltungen
zu unterscheiden, bei denen Mittel zur Veränderung des Arbeitspunktes lediglich dazu dienen, diesen
Arbeitspunkt innerhalb des Arbeitsbereiches einer einzigen Betriebsart zu verschieben, sei es, um den
Stromverbrauch der Verstärkerschaltung für bestimmte Anwenduneen herabsetzbar zu machen, oder sei es,
um den Wirkungsgrad verändern zu können.
Bei dem bekannten Leistungsverstärker mit Mitteln zum Verschieben des Arbeitspunktes zu verschiedenen
Betriebsarten hin erfolgt diese Verschiebung selbsttätig in Abhängigkeit vom Pegel des Eingangssignals.
Eine derartige Regelung des Arbeitspunktes erfordert aber den Einsatz von Übertragungsgliedern, die mit
Zeitkonstanten behaftet sind. Hierdurch ergibt sich aber der Nachteil, daß die notwendige Veränderung
des Arbeitspunktes sich stets nur verzögert einstellt und damit einerseits bei auf große Pegel folgenden
kleinen Pegeln nicht die erwünschte Verzerrungsfreiheit gewährleistet ist und andererseits auch plötzlich
einsetzende große Pegel nicht verarbeitet werden können. Zusätzlich können noch Schwierigkeiten
durch eine derartigen Regelschaltungen eigene Neigung zum sogenannten »Pumpen« hervorgerufen werden.
Die Anwendung einer solchen Schaltung für Hifi-Verstärker ist damit erschwert. Wegen der festen
Versorgungsspannung ist der Α-Betrieb stets mit dem Auftreten einer großen Verlustleistung an den Endtiansistoren
verbunden. Dazu kommt, daß eine thermische Stabilität eines Verstärkers mit gleitendem
Arbeitspunkt nur mit zusätzlichem großen Aufwand zu erzielen ist, da eine thermische Gegenkopplung
normalerweise ebenfalls über eine Veränderung des Arbeitspunktes der Endstufe erfolgt, eine derartige
Regelung aber dann nicht zu befriedigenden Ergebnissen führen kann, wenn dieser Arbeitspunkt schon
in Abhängigkeit vom Eingangspegel verändert wird. Es hat sich daher bisher gezeigt, daß die Zusammenfassung
der Möglichkeit verschiedener Betriebsweisen in einer Schaltung nur unbefriedigende Ergebnisse
bringt. In der Praxis ist es daher üblich geworden, Verstärkerschaltungen des A-, AB- oder B-Typs stets
nur getrennt vorzusehen, so daß jede Verstärkerschaltung nur einen einzigen Typ umfaßt. Der Benutzer
war daher gezwungen, denjenigen Typ zu wählen, der seinen Bedürfnissen am meisten entgegenkommt.
Wenn es z. B. gewünscht wird, einen Klang mit kleiner Lautstärke und hoher Qualität unter Benutzung
von Lautsprechern mit gutem Wirkungsgrad zu erzeugen, wird ein Verstärker des Α-Typs verwendet,
während zur Erzeugung einer Wiedergabe mit großer Lautstärke ohne Rücksicht auf den Wirkungsgrad der
Lautsprecher eine Leistungsverstärkerschaltung des Ö-Typs verwendet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Audio-Leistungsverstärker anzugeben, der bei möglichst
einfacher Bauart wechselnden Bedürfnissen hinsichtlich der Wiedergabelautstärke und der Verzerrungsfreiheit
der Wiedergabe in der Weise entgegenkommt, daß für jede den unterschiedlichen
Bedürfnissen angepaßte Betriebsart (A-, AB- oder Gleichspannungs-Quelle verbunden werden und auf
B-Betneb) die opt malen be. der jeweil.gen Betriebsart einem positiven Potential von beispielsweise 50 Volt
möglichen Bedingungen erfüllt werden. liegen
Diese Aufgabe wird durch die im Hauptpatent- Die Kollektoren der Transistoren Q1 und O, sind
anspruch angegebenen Merkmale gelöst. 5 jeweils über die Widerstände R, undI R3 mit" einem
Als besonders vorteilhaft erweist sich bei dem Anschluß ;., verbunden. Der Anschluß /, kann auf
erfindungsgemaßen Verstärker der geringe Schaltungs- einem vorbestimmten negativen Potential (z". B. 5OVoIt)
aufwand, der darüber hinaus eine große Betriebssicher- liegen
heil gewährleistet. Die Erfindung beruht auf der Er- Mit' der obenerwähnten Differential-Verstärkerkenntnis,
daß eine möglichst verzerrungsfreie Wieder- io Stufe ist eine weitere DifTerential-Verstärker-Stufe
gäbe bei großer gewünschter Wiedergabclautstärke gekoppelt, die Transistoren Q3 und Q4 und einen
(Beschallung bei Partys od. dgl., die einen großen Widerstand R, umfaßt. Ein Widerstand Λ5 stellt die
technischen Aufwand beim Verstärker erfordern Kollektorlast für den Transistor Q3 dar, und ein
würde) in vielen Falles nicht notwendig ist, da in Transistor Q5 ist zur Temperatur-Kompensation vordiesem
Fall leisen Teilen der Darbeitung ohnehin wenig l5 gesehen. Ein einstellbarer Widerstand VR1 ist zwischen
Beachtung geschenkt wird. Das konzentrierte Abhören dem Widerstand R. und d-m Kollektoranschluß des
geschieht dagegen meistens bei sehr viel kleineren Transistors ß5 zwecks Einstellung des Wertes des
Lautstärken, wobei dann eine möglichst große Ver- Lastwiderstandes angeordnet.
zerrungsarmut gewünscht wird. Durch die beim Ein Schalter S1 mit festen Kontakten a, ab und b
erfindungsgemaßen Verstarker vorgesehene Umschal- io und einem Schleifer c ist mit einem weiteren Schalter
tungsmöglichkeit wird dieser beiden Anforderungen S2 gekuppelt, der feste Kontakte a,ab undo sowie einen
bei sehr geringem Aufwand in optimaler Weise Schleifer c hat. Der Schalter S1 ist mit seinem festen
gerecht, wobei die Umschaltung der Versorgungs- Kontakt α mit dem Verbindungspunkt des Wider-
spannung auch im Α-Betrieb bei kleinen Wiedergabe- Standes Rs mit dem variablen Widerstand VR1 ver-
leistungen einen relativ günstigen Wirkungsgrad er- 25 bunden, sein fesier Kontakt ab ist über einen einstell-
möglicht und hier zusätzlich eine zu starke thermische baren Widerstand KA2 mit demselben Punkt vcrbun-
Belastung der Endtransistoren vermieden wird. den, sein fester Kontakt b ist nicht angeschlossen,
Darüber hinaus ergibt sich noch der Vorteil einer und sein Schleifer c ist mit dem Kollektor des Traneinfachen thermischen Stabilisierung, die für die ver- sistors Q5 verbunden. Der Schalter S, ist mit seinem
schiedenen Betriebsarten getrennt sichergestellt werden 30 Schleifer c mit demselben Kollektoranschluß verbunkann.
den, seine festen Kontakte a, ab und b sind jeweils
Durch die in den Unteransprüchen angegebenen über entsprechende einstellbare Widerstände VR3, VR3
vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung ist es und KA4 mit der Basis des Transistors Q5 verbunden;
möglich, auch beim Umschalten zwischen den ver- diese Basis ihrerseits ist über einen Widerstand RK mit
schiedenen Betriebsarten eine stoßweise Überlastung 35 dem Emitter desselben Transistors Q5 verbunden,
der Bauelemente des Verstärkers zu vermeiden bzw. Zwischen dem Kollektor und dem Emitter ist ein
die Nullage der Ausgangsruhespannung bei allen Kondensator Ci als Wechsclstromnebenanschluß vorBetriebsarten
zu gewährleisten. gesehen. Damit ergibt sich ein Basis-Vorspannungs-Weitere
Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Einstellkreis für die nachfolgenden Treibertransistoren.
Erfindung werden nachstehend an Hand von in der 40 Zum Betreiben des Leistungsverstärkers als A-Ver-Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen des stärker werden die Schleifer "c der Schalter S1 und S,
Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es zeigt auf die festen Kontakte α zum Betreiben als B-Ver-
F i g. 1 ein Schaltschema einer Ausführungsform stärker auf die festen Kontakte b und zum Betreiben
des Leistungsverstärkers entsprechend der Erfindung, als AB-Verstärker auf die festen Kontakte ab ge-
F i g. 2 und 3 Schaltschemcn anderer Ausführungs- 45 schaltet.
formen des Leistungsverstärkers entsprechend der Transistoren Q6 und Q1 stellen die Treiberslufe dar.
Erfindung und In dieser Ausführungsform ist der Transistor Q6 ein
F i g. 4 ein Schaltschema entsprechend einer Aus- npn-Transistor, und der Transistor Q7 ist ein pnp-
führungsform des Leistungsverstärkers nach F i g. 3. Transistor. Der Transistor Q6 ist mit seiner Basis
Die in F i g. 1 dargestellte Ausführungsform des 50 direkt mit dem Kollektor des Transistors Q5 ver-Leistungsverstärkers
nach der Erfindung ist für einen bunden, und der Transistor Q7 ist mit seiner Basis direkt
einzigen Kanal bestimmt, z. B. für den linken oder den mit dem Emitter des Transistors Q5 verbunden. Der
rechten Kanal des stereophonischen Systems. Das Kollektor des Transistors Q6 ist über einen Wider-Bezugszeichen
IN in F i g. 1 bezeichnet eine Ein- stand R1 mit einem Anschluß Z3 verbunden, der auf
gangsklemme. 55 einem positiven Potential + B, von z.B. +5OVoIt
In die Eingangsklemme IN, die mit der Basis eines gehalten wird. Der Emitter des Transistors Q6 ist
Transistors Q1 verbunden ist, wird ein Niederfrequenz- über Widerstand R^ und R9 in Serie geschaltet mit
signal eingespeist. Der Transistor Q1 bildet zusammen dem Emitter des Transistors Q7, dessen Kollektor
mit einem weiteren Transistor Q2 einem gemein- seinerseits über einen Widerstand R10 mit einem An-
samen Emitterwiderstand R1 und Kollektor-Last- 60 schluß /4 verbunden ist, der auf einem negativen
widerständen R2 und R3 einen Differential- Verstärker, Potential -B, von z.B. -5OVoIt, gehalten wird.
der als Vorstufe dient, um das Niederfrequenzsignal r»ie Emitier der Transistoren Q6 und Q7 sind jeweils
zu verstärken, das in die Eingangsklemme IN einge- mit den Basen entsprechender Transistoren Q8 und Q9
speist wird. verbunden. Der Transistor Q8 ist ein npn-Transistor,
Die Emitter der beiden Transistoren Q1 und Q2 65 der Transistor Q9 ist ein pnp-Transistor. Beide Transind
über einen gemeinsamen Widerstand R1 mit einer sistoren Q8 und Q9 sind komplementär zusammen-Anschlußklemme
Z1 verbunden. Der Anschluß r, kann geschaltet und stellen eine Leistungsverstärkerstufe
mit dem nositiven Anschluß einer (nicht dargestellten) dar. Die in Serie geschalteten Widerstände A11 und R12
sind zwischen den Emittern der Transistoren Q11 und
ζ?β angeordnet. Der Verbindungspunkt der Widerstände
y?s und Rg sowie der Verbindungspunkt der Widerstände
Ru und Ri2 sind mit einer Ausgangsklcmme
OUT verbunden.
Die Ausgangsklemme OUT kann normalerweise auf einer Spannung von ungefähr Null Voll in bezug auf
Erde gehalten werden, und ein Lautsprecher kann als die Belastung des Leistungsverstärkers an die Ausgangsklemme
OUT angeschlossen werden. Der Kollektor des Transistors Qs ist mit dem Anschluß /:,
verbunden und der Kollektor des Transistors Q9 mit
dem Anschluß /4.
Nunmehr soll die Arbeitsweise des l.cistungsverstärkers entsprechend der obigen Schaltung, die die
Erfindung verkörpert, beschrieben werden:
Ein mit der Eingangsklemme IN verbundenes Niederfrequenzsignal wird zuerst durch den Differential-Verstärker
der Transistoren Q1 und Q2 und danach
durch den Differential-Verstärket der Transistoren Q3
und Q, spannungsmäßig verstärkt, wobei die Ansteuerung über dem Kollektor des Transistors Q3
erfolgt. Das entsprechende Signal wird mit der Basis des Transistors Q1 und außerdem über den Kondensator
C1 mit der Basis des Transistors Qr, verbunden.
Auf diese Weise arbeiten die Transistoren Qn und Q1
jeweils während der positiven bzw. negativen Halbwellen des Eingangssignals; und das verstärkte Signal,
das vom Emitter der Transistoren Qe und Q1 abgenommen
wird, wird dazu verwendet, die entsprechenden Transistoren Qs und Q9 in der letzten Leistungsverstärkerstufe
anzusteuern.
Auf die oben beschriebene Weise wird das mit der Eingangsklemme IN gekoppelte Niederfrequenzsignal
leistungsverstärkt, wodurch Leistung an die Ausgangsklemme OUT zum Betreiben des Lautsprechers abgegeben
wird, der mit der Ausgangsklemme OUT verbunden ist.
In dem Leistungsverstärker mit der vorstehend beschriebenen Funktion können die Treiberstufe mit
den Transistoren Qa und Q1 und die Leislungsverstärkerstufe
mit den Transistoren Q8 und Q0 als A-, B-
oder AB-Verstärker arbeiten, abhängig von der Stellung der gekuppelten Schalter S1 und S2, wie
nachfolgend beschrieben werden wird.
Zur Betätigung als A-Verstärker werden die Schalter S1 und S2 in die Stellung α gesetzt, d. h., die Schleifer c
werden mit dem festen Anschluß α verbunden. In dieser Stellung w>rd die Vorspannung vom Anschluß Z1 über
den Widerstand R5 und den variablen Widerstand VR3
zur Basis des Transistors Q5 geliefert. In diesem
Fall wird der variable Widerstand VR3 so eingestellt,
daß die Basis-Vorspannung am Transistor Q5 verringert
ist im Vergleich zu derjenigen im Falle des Betriebs als B-Verstärker. Auf diese Weise wird der Kollektor-Emitter-Strom
im Transistor Q5 verringert, um den Transistor Q5 weniger leitend zu machen. Dadurch
wird der Potential-Unterschied zwischen dem Kollektor und dem Emitter des Transistors Q5 erhöht und die
Basis-Vorspannung für die Transistoren Qe und Q1
heraufgesetzt, so daß infolgedessen der Strom durch die Transistoren Q6 bis Q9 in der Treiber- bzw. der
Leistungsverstärkerstufe sich erhöht. Auf diese Weise kann der Betrieb als A-Verstärker in der Treiber- und
in der Leistungsverstärkerstufe eingestellt werden.
Für den Betrieb als B-Verstärker werden die Schalter S1 und S2 in die Stellung b gebracht, d. h., die
Schleifer c werden jetzt mit den festen Kontakten b verbunden. In dieser Stellung wird die Vorspannung
vom Anschluß /, über den Widerstand R5 und die
variablen Widerstände VR1 und VR4 zur Basis des
Transistors Q5 geleitet, und der variable Widerstand
17?, wird so eingestellt, daß ein Betrieb der Transistoren
Qt; bis Q,j als B-Verstärker in der Treiber- und in der
Leistungsverstärkerstufe eintritt.
Der variable Widerstand VR1 ist zur Einstellung
des Null-Polcntials an der Ausgangsklemme OUT vor-
ίο gesehen, wenn der Verstärker als B-Vcrslärker wirkt,
Im einzelnen ist er vorgesehen zur Verhinderung einci
Verschiebung des Ruhepotentials an der Ausgangsklemme OUT entsprechend der Abnahme der Basis-Vorspannung
an den Transistoren Qn und Q1, wenn
die Transistoren Qs und Q9 als B-Vcrslärkcr angesteuert
werden.
Während bisher der Betrieb der obigen Ausführungsform als A- und B-Verstärker beschrieben
wurde, ist es auch möglich, einen Betrieb als AB-Verstärker zu erhalten, indem die Schalter in die Position
ab gesetzt werden. Hierzu sind weitere variable Widerstände R2 und R5 für den Betrieb als AB-Verstärker
vorgesehen, so daß sie durch die Schalter S1 und S2 eingeschaltet werden können.
In der in F i g. 2 gezeigten zweiten Ausführungsform
der Erfindung sind gleiche Bauelemente, wie in F i g. 1 durch dieselben Bezugszeichen bezeichnet, so
daß auf eine eingehende Beschreibung verzichtet werden kann. In dieser Ausführungsform werden
Dioden D1 bis D3 an Stelle des Temperatur-Kompensations-Transistors
Qr1 der vorigen Ausführungsform
- nach F i g. 1 verwendet.
Die Dioden D1 bis D3 sind in Serie geschaltet. Die
Anode der Diode D1 ist mit der Basis des Tranistors Qe
und außerdem über den variablen Widerstand VR1
und den Widerstand R5 mit dem Anschluß I1 verbunden.
Die Kathode der Diode D3 ist mit dem einen Ende der variablen Widerstände VR3 bis VR5 verbunden,
deren andere Enden ihrerseits mit den entspre-
chenden festen Kontakten a, b und ab des Schalters S2
verbunden sind. Der Schleifer c des Schalters S2 ist
mit dem Kollektor des Transistors Q3 und mit der
Basis des Transistors Q1 verbunden.
Ähnlich wie bei der vorhergehenden Ausführungs-
form nach F i g. 1 ist der Schalter S2 mit dem Schalter
51 gekoppelt. In der vorliegenden Ausführungsform
sind der Widerstand A6 und der Kondensator C1 der
Ausführungsform nach F i g. 1 weggelassen.
In dieser Ausführungsform können die variablen Widerstände KjR3 bis VR5 durch den Schalter S2
geschaltet werden, um die Basis-Vorspannung an den Transistoren Q6 bis Q1 der Treiberstufe einzustellen,
wodurch die Betriebsart dieser Transistoren Q6 und Q1
bestimmt wird und die Transistoren Qs und Q9 in der
Leistungsverstärkerstufe als A-, B- bzw. AB-Verstärker wirken.
F i R. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung. Wie bei den vorhergehenden Ausführungsformen kann durch diese Ausführungsform ein Betrieb
der Leistungsverstärkerstufe als A-, B- bzw. AB-Verstärker erreicht werden, indem die Schalter S1 und S2
betätigt werden. In dieser Ausführungsform können auch die Versorgungsspannungen entsprechend dem
Betrieb als A-, B- und AB-Verstärker der Leistungs-
verstärkerstufe und der zugeordneten Schaltung in Abhängigkeit von der Betätigung der Schalter S1 und
52 verändert werden. Weiterhin ist eine Einrichtung
zum Schutz der Bauelemente der Leistungsverstärker-
640
stufe vorgesehen, wenn vom B-Betrieb auf A- oder
AB-Betrieb umgeschaltet wird.
In dieser Ausführungsfoim sind der Anschluß I1
mit der -f 50-V-Quelle und der Anschluß I3 mit einem
positiven Anschluß 7', der Slromvcrsorgungsschaltung verbunden, und die Anschlüsse I2 und /4 sind entsprechend
mit der — 50-V-Quelle und einem negativen Anschluß T2 der Stromversorgungsschaltung verbunden.
Die Primärwicklung N1 eines Transformators T der
Stromversorgung kann an eine nicht dargestellte Wechselspannungsauelle angeschlossen werden. Die
Sekundärwicklung N.> des Transformators Γ hat vier Abzweigungen p, bis />4. Diese Abzweigungen/), bispt
sind mit entsprechenden festen Kontakten a,, Ct2, Ob1
und ab2 der Schalter S3 und S4 verbunden, die mit den
vorerwähnten Schaltern S1 und S2 zusammengeschaltet
sind.
Die jeweils anderen Anschlüsse der Sekundärwicklung N2 des Transformators T sind mit entsprechenden
anderen festen Kontakten b1 und b2 der
Schalter S3 und S1 verbunden. Abhängig von der
Betriebsart des Leistungsverstärkers als A-, B- oder AB-Verstärkers können die festen Kontakte au a2\
bu b2 und abu ab2 der Schalter S3 und S4 wahlweise
mit den Schleifern r, und c2 verbunden werden, um
die Versorgungsspannung für den Betrieb als A-, B- oder AB-Verstärker einzustellen.
Die Schleifer c, und c2 der Schalter S3 und S4
sind verbunden mit der Eingangsseite einer Gleichrichterschaltung ü, und die Kondensatoren C2 und C3
liegen in Serie geschallet zwischen der positiven und der negativen Ausgangsklcmme des Gleichrichters
D. Der Verbindungspunkt zwischen den beiden Kondensatoren C2 und C3 ist geerdet. Auf diese Weise
erscheinen positive und negative Gleichstrom-Spannungen an den gegenüberliegenden Ausgangsklemmen
des Gleichrichters D, d. h. den vorerwähnten positiven und negativen Anschlüssen T1 und T2.
Um die Transistoren Q6 bis Q9 der Treiber- und der
l.eistungsverslärkerstufe in dieser Ausführungsform als B-Verstärker zu betreiben, werden die Schalter
S1 und S2 in die Stellung b gesetzt, d. h., die Schleifer c
werden mit den festen Kontakten b verbunden. Dadurch werden die Stromversorgungs-Schalter S3 und
S4, die mit den Schaltern S1 und S2 gekuppelt sind,
gleichzeitig betätigt und mit ihren Schleifern C1 und C2
auf die entsprechenden festen Kontakte 6, und b2
gelegt, wodurch eine größere Wechselspannung an den Eingangsklemmen der Gleichrichterschaltung D
anliegt. Auf diese Weise ergeben sich an den Ausgangsklemmen des Gleichrichters D, d. h. den positiven und
negativen Anschlüssen T1 und T2 die für die Verstärkung
nach im B-Betrieb erforderlichen Gleichspannungen, z. B. Spannungen von +50 und —50 Volt.
Diese positiven und negativen Spannungen werden als Versorgungsspannungen entsprechend über die Anschlüsse
/3 und /4 zur Treiberstufe und zur Leistungsverstärkerstufe
geleitet. Auf diese Weise wird die Spannung, die am Anschluß I1 auftritt, als Vorspannung
über den Widerstand A2 und die variablen Widerstände VR1 und VR3 der Basis des Transistors
Q3 zugeführt. In diesem Fall kann der variable Widerstand
KA3 so eingestellt werden, daß die Transistoren
Q1 bis Q1 in der Treiber- und in der Leistungsverstärkerstufe
im B-Betrieb arbeiten.
Um den Leistungsverstärker dieser Ausführungsform als A-Verstärker zu betreiben, werden der Schleifer c
des Schalters S1 in Kontakt mit dem festen Kontakt a
dieses Schalters und der Schleifer c des Schalters S2 in Kontakt mit dem festen Kontakt α dieses Schalters
gebracht.
Wenn beim Betrieb als A-Verstärker der Lcistungsverstärkerschaltung
die gleiche Versorgungsspannung wie beim Betrieb als B-Verstärker zugeführt werden
würde, insbesondere in der Leistungsverstärkerstufe, würde sich der Kollektor-Strom in den Transistoren
ίο Q1. und Q1 erhöhen, woraus eine vergrößerte Kollektorverlustleistung
mit der möglichen Folge der Zerstörung des Transistors auf Grund der Wärmeentwicklung
resultieren würde.
In der vorliegenden Ausführungsform kann daher die Versorgungsspannung umgeschaltet werden, wenn
die Arbeitsweise der Leistungsverstärker-Schaltung vom Betrieb als B-Verstärker zum Betrieb als A- oder
AB-Verstärker geändert wird.
Im einzelnen bedeutet das, daß durch die Betätigung der Schalter S1 und S2 in die Stellung Α-Betrieb die
Schalter S3 und S4, die mit den Schaltern S1 und S2
gekuppelt sind, gleichfalls betätigt werden und mit ihren Schleifern c, und c2 auf die festen Kontakte ax
und O2 geschaltet werden, die mit den Anzapfungen der
Transformator-Sekundärwicklung verbunden sind. Infolgedessen erscheint eine Wechselspannung, die niedriger
ist als diejenige, die im Fall des B-Betriebs an den Eingangsklemmen des Gleichrichters D anliegt. Auf
diese Weise treten an den Anschlüssen T1 und T2
Gleichspannungen auf, die für den Betrieb als A-Verstärker geeignet sind, z. B. Spannungen von +20 und
— 20 Volt. Diese positiven und negativen Spannungen werden als Versorgungsspannung in entsprechender
Weise über die Anschlüsse I3 und tt zur Treiber- und
zur Leistungsverstärkerstufc geleitet.
Wenn jedoch die Stromversorgungsspannung für die Diffcrential-Verstärkerstufen, die vor der Treiberstufe
liegen, auch mit der Schaltung der für die Treiberstufe geschaltet wird, würde die Vorspannung für die
Differentialverstärkerstufen verschwinden, so daß es erforderlich wird, diese Vorspannung neu einzustellen.
Dementsprechend ist in dieser Ausführungsform stets eine konstante Spannung (+50 und —50 Volt) geeignet,
um als Versorgungsspannung für die Differential-Verstärkerstufen zu dienen, ohne Rücksicht auf die
Schaltung der Arbeitsweise der Leistungsverstärker-Schaltung im A-, dem B- oder dem AB-Betrieb.
Weiterhin ist in dieser Ausführungsform der Schalter S2 so gestaltet, daß er für einen bestimmten
Zeitraum während des Schaltvorgangs kurzschließend wirkt. Das heißt, der Schleifer überbrückt die angrenzenden
festen Kontakte in der Mitte seines Weges von einem festen Kontakt zum anderen. Das hat seine
Ursache darin, daß die Schalter S1 bis S4 nicht so
hergestellt werden können, daß sie genau gleichzeitig schalten, selbst wenn sie auf derselben Welle angeordnet
sind. Obwohl es nicht problematisch ist, wenn der Schalter S2 genau gleichzeitig mit den Schaltern
S3 und S4 oder kurz nach den Schaltern S3 und S4
Kontakt gibt, entsteht ein ernstes Problem, wenn der Schalter S2 früher als die Schalter S3 und S4 Kontakt
geben. In einem solchen Fall liegt weiter die Spannung für den Betrieb als B-Verstärker an der Leistungsverstärkerstufe
an, obgleich die Basis-Vorspannung in der Antriebsstufe auf den Betrieb als A-Verstärker
umgeschaltet worden ist. In diesem Fall würde sich die Kollektor-Verlustleistung in den Transistor Q8
und Qg der Leistungsverstärkerstufe erhöhen, was zu
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schwerwiegenden Nachteilen wie ζ. B. der Zerstörung dieser Transistoren führt.
Wenn die Zeit des Kurzschlusses in den Zeitraum der Betätigung des Schalters S2 — wie oben erwähnt
— gelegt wird, wird zur Zeit des Hinüberschaltens auf den Betrieb als A-Verstärker die
Summe des Widerstandes R5 und der kombinierte Widerstand der variablen Widerstände VR3 und
VR5 oder VR5 und VRt zwischen dem Anschluß Z1
und der Basis des Transistors Q5 eingeschaltet. Auf
diese Weise wird der Strom durch die Transistoren Q8 und Q9 von dein Niveau zur Zeit des Betriebs als
B-Verstärker verringert, so daß eine übermäßige Verlustleistung in den Transistoren verhindert wird.
Obgleich die obige Ausführungsform nur als A- und als B-Verstärker beschrieben wurde, ist es auch
möglich, einen Betrieb als AB-Verstärker zu erzielen. Zu diesem Zweck sind weitere variable Widerstände R2
und A5 für den AB-Verstärker vorgesehen, die durch
die Schalter S1 und S2 eingeschaltet werden können.
F i g. 4 ist ein Schaltschema mit einem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3. Hier ist mit 10 allgemein ein
Schaltkreis bezeichnet, der eine Schaltung der A- und B-Betriebsweise des Leistungsverstärkers zeigt, verbunden
mit der Sekundärseite eines Stromversorgungs-Transformators T und einer Ausgangsspannung, die
für diese Betriebsweise geeignet ist. Das Bezugszeichen 11 bezeichnet allgemein eine Gleichrichterschaltung,
die über den Schalter zum Schalten der Ausgangsspannung in den genannten Schaltkreis 10
verbunden ist. Diese Gleichrichterschaltung 11 hat +B- und —B-Ausgänge, von denen jede verbunden ist
mit Anschlüssen t3 und tt einer Leistungsverstärkerschaltung,
die allgemein mit 12 bezeichnet ist.
In der Leistungsverstärkerschaltung 12 sind gleiche Teile wie in F i g. 3 auch mit gleichen Bezugszeichen
versehen und brauchen daher nicht eingehender beschrieben zu werden. Im folgenden sollen daher nur
die sich unterscheidenden Teile dargestellt werden. Source- und Drainanschluß eines Feldeffekttransistors
O10 sind verbunden mit dem Verbindungspunkt
ίο der Emitter von Transistoren Q1 und Q2 eines Differential-Verstärkers
bzw. einem +50-Volt-Versorgungsspannungsanschlusses tu so daß das Gleichtaktunterdrückungsverhältnis
des Differential-Verstärkers heraufgesetzt wird.
Weiterhin sind ein Transistor Qn und ein Transistor
O12 vorgesehen zum Schutz der Transistoren Q8 und
Q9 der Leistungsstufe gegen Überstrom. Der Emitter
des Transistors Q11 ist geerdet, und sein Kollektor is)
mit der Basis des Transistors Q6 verbunden. Dei
Emitter des Transistors Q12 ist ebenfalls geerdet, und
sein Kollektor ist mit der Basis des Transistors Q, verbunden.
Außerdem ist jede Basis dieser Transistoren Q11
und Q12 mit den Emittern der Transistoren Q8 und Q1
in der Leistungsverstärkerstufe verbunden. Der Überstrom, der durch die Transistoren Q8 und Q, fließt
wird von den Widerständen Rn und Rn aufgenommen
woraufhin die Transistoren Qn und Q12 durchgeschaltei
werden. Jede der Basen der Transistoren Q, und Q7 wire
damit auf Nullpotential gelegt, so daß diese Tran sistoren Q6 und Q, sperren und damit die Transistorer
Q8 und Q, gegen Überstrom geschützt sind.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Audio-Leistungsverstärker mit Gegentakt^ndstufe, die durch Veränderung ihres Arbeitspunktes
in mindestens zwei Betriebsarten (A-, AB- oder B-Betrieb) arbeiten kann, dadurch gekennzeichnet,
daß mittels eines ersten Umschalters (S2) der zu der gewählten Betriebsart gehörige
Arbeitspunkt der Endstufe durch Veränderung des Arbeitspunktes einer gleichstromgekoppelten Vorstufe
einstellbar ist und daß durch einen zweiten, mit dem ersten gekuppelten Umschalter (S3, S4)
mit der Veränderung des Arbeitspunktes die Versorgungsspannung für die Endstufe so festgelegt
wird, daß bei der durch die Einstellung des Arbeitspunktes sieb ergebenden Betriebsart der Endstufe
derea maximal zulässige Verlustleistung nicht überschütten wird.
2. Leistungsverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der Umschalter
(S2 und S3, S4) für AB-Betrieb sich zwischen
derjenigen für A- und derjenigen für B-Betrieb befindet.
3. Leistungsverstärker nach einem der An-Sprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Wechsel der Betriebsart jeweils zwei einander benachbarte Kontakte (a, ah, b) des ersten Umschalters
(S2) so lange miteinander verbunden bleiben, bis der zweite Umschalter (S3, S4) den
der künftigen Betriebsart zugeordneten Kontakt (alt abu bu a2, ab», b.2) sicher erreicht hat.
4. Leistungsverstärker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines
dritten Umschalters (Si), der ebenfalls mit dem
ersten (S2) gekuppeil ist, die Ausgangsruhespannung
der Endstufe so kompensiert wird, daß sie unabhängig von der gewählten Betriebsart auf
einem vorgegebenen Nullpotential verbleibt.
40
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