[go: up one dir, main page]

DE2364150A1 - Verfahren zur herstellung von aethylenglykolaethern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von aethylenglykolaethern

Info

Publication number
DE2364150A1
DE2364150A1 DE2364150A DE2364150A DE2364150A1 DE 2364150 A1 DE2364150 A1 DE 2364150A1 DE 2364150 A DE2364150 A DE 2364150A DE 2364150 A DE2364150 A DE 2364150A DE 2364150 A1 DE2364150 A1 DE 2364150A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stage
ethylene oxide
glycol ether
alcohol
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2364150A
Other languages
English (en)
Inventor
Benedetto Calcagno
Gioacchino Cocuzza
Gianni Torreggiani
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Societa Italiana Resine SpA SIR
Original Assignee
Societa Italiana Resine SpA SIR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Societa Italiana Resine SpA SIR filed Critical Societa Italiana Resine SpA SIR
Publication of DE2364150A1 publication Critical patent/DE2364150A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C41/00Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
    • C07C41/01Preparation of ethers
    • C07C41/02Preparation of ethers from oxiranes
    • C07C41/03Preparation of ethers from oxiranes by reaction of oxirane rings with hydroxy groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Polyethers (AREA)

Description

SOCIETA1 ITALIANA RESINE S. I. R. S. ρ. A. Mailand, Italien
" Verfahren zur Herstellung von iithylenglykoläthern l! Priorität: 22. Dezember 1972, Italien, Nr. 33 441 A/72
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur1' Herstel lung von Athylenglykoläthern.
Äthylenglykoläther v/erden technisch in großem Umfang als chemische Zwischenprodukte und vor allem als Lösungsmittel eingesetzt. Ihre Herstellung erfolgt üblicherweise durch Umsetzen von Ethylenoxid mit einwertigen aliphatischen Alkoholen, insbesondere Methanol, Äthanol, n-Butanol und Isobutanol; vgl. Ulimanns Enzyklopädie der Technischen Chemie, 3. Auflage, Bd.3 (1953), S. 140. Das Verfahren wird in flüssiger Phase mit überschüssigem Alkohol bei höheren Temperaturen und Drücken durchgeführt .
Die Umsetzung erfolgt im allgemeinen in Gegenwart verschiedener Katalysatoren, z.B. von Alkalimetallalkoxiden, üblicherweise Natriumalkohölaten, Natriumhydroxid, tertiären Aminen,
409830/1083
Bortrifluorid, Antimonpentachlorid oder Chloriden zwei- oder dreiwertiger iletalle. Andere bekannte Verfahren werden iri Abwesenheit von Katalysatoren durchgeführt, wobei die durch das Abtrennen des Katalysators von den Reaktionsprodukten verursachten Schwierigkeiten wegfallen; vgl. Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie, a.a.O., S. 141. Ein weiterer Vorteil dieser Verfahrensweise besteht dariny daß die durch die Art des Katalysators bedingte Korrosion der verwendeten Apparaturen vermieden wird. Die nicht-katalytischen Verfahren erfordern jedoch höhere Reaktionstemperaturen und -drücke als die katalytischen Verfahren.
Nach beendeter Umsetzung entfernt man den überschüssigen Alkohol und fraktioniert die verschiedenen erhaltenen Äthylenglykoläther. Bei der Umsetzung von Äthylenoxid mit einwertigen aliphatischen Alkoholen entstehen neben Honoäthylenglykoläther noch Diäthylenglykoläther, Triäthylenglykoläther und Homologe mit höherem Molekulargewicht.
Die bekannten Verfahren zur .Herstellung von Äthylenglykoläthern können kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden. Im ersten Fall v/erden üblicherweise Reaktoren von gestreckter Form eingesetzt, im allgemeinen Röhrenreaktoren, bei denen das Äthylenoxid teilweise an einer oder mehreren Stellen entlang des Reaktors eingespeist werden kann.
Bekannte Verfahren zur Herstellung von Äthylenglykoläthern aus Äthylenoxid und einwertigen aliphatischen Alkoholen weisen verschiedene Nachteile im Bezug auf die Reaktionsausbeute, die _l
4 0 9 8 3 0/1083 bad original
Reinheit des erhaltenen Produkts bzw. die Zusammensetzung des Reaktionsprodukts aus den verschiedenen homologen Äthylenglykoläthern auf. Die Ausbeute an Äthylenglykoläthern liegt in bekannten Verfahren selten oberhalb 90 Prozent, bezogen auf das eingespeiste Äthylenoxid und den umgesetzten Alkohol. Andererseits soll die Bildung von Triäthylenglykoläther und höheren Homologen möglichst niedrig gehalten v/erden, da in erster Linie Monoäthylenglykoläther und Diäthylenglykoläther von technischer Bedeutung sind.
In bekannten Verfahren wird daher ein großer Überschuß des einwertigen aliphatischen Alkohols eingesetzt. Dies führt jedoch zur Bildung von Reaktionsprodukten mit einem außerordentlich hohen Verhältnis von Monoäthylenglykoläther zu Diäthylenglykoläther, was im Hinblick auf die Nachfrage nach beiden Produkten von Nachteil ist.
Führt man andererseits die Umsetzung mit niedrigeren Verhältnissen von Äthylenoxid zu Alkohol durch, so erzielt man zwar einen höheren Anteil an Diäthylenglykoläther gegenüber Monoäthylenglykoläther, jedoch entstehen auch höhermolekulare Produkte, die keine praktische Anwendung finden. Die bekannten Verfahren sind somit nicht ausreichend flexibel, um die Herstellung von Monoäthylenglykoläther und Diäthylenglykoläther im gewünschten Verhältnis zu ermöglichen und gleichzeitig die Bildung unerwünschter höhermolekularer Produkte zu vermeiden. Bekannte Verfahren eignen sich außerdem nicht zur Herstellung hochreiner Äthylenglykoläther, da sich der überschüssige Alkohol nur schwer vollständig von den Reaktionsprodukten abtrennen läßt. _j
409830/1083
236A150
■ -4-
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Äthylenglykoläthern durch Umsetzen von Äthylenoxid mit einwertigen aliphatischen Alkoholen zu
. schaffen, bei dem die gewünschten Produkte in hoher Ausbeute und Selektivität entstehen, die Bildung von Triäthylenglykol-
. äther und höhermolekularen Homologen unterdrückt' wird, der Gehalt des Reaktionsgemisches an Monoäthylenglykolüther und. Diäthylenglykoläther steuerbar ist und der durch Fraktionierung des Reaktionsgemisches erhaltene Monoäthylenglykoläther nur mit geringen Alkoholmengen verunreinigt ist.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Äthylenglykoläthern durch Umsetzen von Äthylenoxid mit
einwertigen aliphatischen Alkoholen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
a) das Äthylenoxid mit dem einwertigen aliphatischen Alkohol in einer ersten Stufe bei Temperaturen von 70 bis 2200C, Drücken von 10 bis 50 kg/cm und mit Verweilzeiten von 10 bis 240 Minuten in einem Molverhältnis von Alkohol zu Äthylenoxid von 3 : 1 bis 20 : 1 umsetzt,
b). überschüssigen Alkohol aus dem Reaktionsprodukt der ersten Stufe abtrennt,
c) die erhaltenen Äthylenglykoläther mit Äthylenoxid und Monoäthylenglykoläther in einer zweiten Stufe bei Temperaturen von 100 bis 25O0C, Drücken von 5 bis 20 kg/cm2 und mit Verweilzeiten von 20 bis 300 Minuten in einem Molverhältnis von Äthylenglykoläther zu Äthylenoxid von 1 : 1 bis 10 : 1 umsetzt und
L 409830/1083 J
d) die Monoäthylenglykoläther und Diäthylenglykoläther vom Reaktionsprodukt der zweiten Stufe abtrennt und den Monoäthylenglykoläther teilweise in die zweite Stufe zurückführt, wobei ein Gewichtsverhältnis von abgeleitetem zu zurückgeführtem Ilonoäthylenglykoläther von 0,5 : 1 bis 5 : aufrechterhalten wird.
Das Verfahren der Erfindung zeichnet sich im einzelnen durch folgende Punkte aus:
1. Äthylenoxid und einwertige aliphatische Alkohole werden in einer ersten adiabatischen Reaktionsstufe in einem hohen Molverhältnis von Alkohol zu Äthylenoxid umgesetzt· .
2. Nach Abtrennen von überschüssigem Alkohol wird das Reak-
tionsprodukt aus der ersten Stufe in einer zweiten, isothermen Reaktionsstufe bei höheren Temperaturen mit Ilonoäthylenglykoläther und einer weiteren Äthylenoxidmerige umgesetzt ·
3. Die einzelnen Athylenglykoläther werden durch Fraktionierung des Reaktionsprodukts der zweiten Stufe gewonnen.
Das Verfahren der Erfindung erlaubt eine vollständige Umwandlung des Äthylenoxids und eine hohe Ausbeute an Äthylenglykoläthern, bezogen auf das eingesetzte Äthylenoxid und den urngesetzten Alkohol. Andererseits lassen sich Monoäthylenglykoläther und Diäthylenglykoläther innerhalb eines weiten Bereichs im gewünschten Verhältnis herstellen, wobei die Bildung von Triäthyleng-lykoläther und höhermolekularen Homologen wesent-•lich vermindert ist. So werden z.B. Ausbeuten an Äthylenglykoläthera von 93 Prozent und mehr erzielt, wobei das Molverhält- -I
4 0 9 8 3 0/1083
nis von Monoäthylenglykoläther zu Diäthylenglykoläther im Bereich von 30 : 1 bis 1 : 2 verändert werden kann und weniger als 15 Gewichtsteile pro 100 Gewichtstoile der hergestellten Athylenglykoläther an höhermolekularen Homologen gebildet v/erden. Außerdem liegt die im Monoäthylenglykoläther enthaltene Alkoholmenge stets unterhalb 0,05 Gewichtsprozent.
Vermutlich entsteht in der ersten Reaktionsstufe des erfindungsgemäßen "Verfahrens hauptsächlich Monoäthylenglykoläther, der dann in der zweiten Reaktionsstufe in Diäthylenglykoläther überführt wird, ohne daß sich wesentliche Mengen an höhermolekularen Produkten bilden.
In der ersten Reaktionsstufe des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Äthylenoxid und ein einwertiger aliphatischer Alkohol bei höheren Temperaturen und Drücken umgesetzt. Geeignete Alkohole sind z.B. Methanol, Äthanol, n-Butanol und Isobutano?L. Man wendet in dieser ersten Reaktionsstufe Molverhältnisse von Alkohol zu Äthylenoxid von etwa 3:1 bis 20 : 1 ah und führt die Umsetzung unter adiabatischen Bedingungen bei Temperaturen von 70 bis 220 C, Drücken von 10 bis 50 kg/cm und mit Verweilzeiten von 10 bis 240 Minuten durch. Auf diese "eise werden im Endbereich der Reaktionszone Temperaturen erreicht, die Umwand- " 'lungsgrade des Äthylenoxids von mehr als 99 Prozent erlauben.
V,renn das Verfahren der Erfindung auch in Abwesenheit von Katalysatoren durchgeführt werden kann, so ist der Einsatz von Verbindungen mit katalytischer Wirkung bei der Bildung der Äthylenglykoläther doch bevorzugt. Geeignete Katalysatoren sind in _J
409830/1083 BAD
der einschlägigen Technik bekannt und wurden bereits vorstehend erwähnt. Bevorzugte Katalysatoren sind Alkaliraetallalkoxide, die als Lösungen in Alkohol zugeführt v/erden. Die Katalysatoren v/erden in Mengen von etv/a 0,01 bis 0,2 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Alkohol eingesetzt.
Der im Reaktionsprodukt der ersten Stufe enthaltene überschüssige Alkohol kann z.B. in einem zweistufigen Verfahren abgetrennt werden, d.h. durch mehrstufiges Eindampfen und anschließende Rektifikation. Der so abgetrennte Alkohol wird dann in die erste Reaktionsstufe zurückgeführt.
Das nach Abtrennen des Alkohols zurückbleibende Äthergemisch wird in einer zweiten Reaktionsstufe mit Monoäthylengiykoläther und einer v/eiteren Äthylenoxidmenge umgesetzt. Das Ethylenoxid reagiert mit den ä'thern und bewirkt so eine beträchtliche Zunahme der Diäthylenglykoläthermenge, ohne daß größere Anteile höhermolekularer Homologer gebildet wurden. Die gegebenenfalls vorhandenen geringen Alkoholmengen aus dem Sumpfprodukt der Rektifizierkolonne werden auf Grund der in der zweiten Reaktionsstufe angewandten hohen Temperaturen praktisch vollständig zu Monoathylenglykoläther umgesetzt.
Der zweiten Reaktionsstufe v/erden ilthylenoxid und das Reaktionsgemisch aus der ersten Stufe in einem Molverhältnis von etwa 1 : 1 bis 1 : 10 zugeführt. Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen von 100 bis 2500C, Drücken von 5 bis 20 kg/cm2 und mit Verweilzeiten von 20 bis 300 Minuten. Vorzugsweise verwendet jnan auch hier Alkalimetallalkoxide, z.B. Kaliumalkoxide, als -J
409830/1083
Katalysatoren in einer Menge von 0,02 bis 0,2 Gev/ichtsprozent des Reaktionsgemisches.
Das Reaktionsprodiakt der zweiten Stufe v/lrd schließlich durch Fraktionierung in Monoäthylenglykoläther, Diäthylenglykoläther und höhermolekulare Produkte aufgetrennt. Der erhaltene Monoäthylenglykoläther wird teilweise in die zweite Renkt.! ons stufe zurückgeführt, wobei ein Gewichtsverhältnis von abgeleitetem zu zurückgeführtem Honoäthylenglykoläther von etwa 0,5 : 1 bis
5 : 1 aufrechterhalten wird.
In der Zeichnung ist ein Reaktor 6 zur Umsetzung von Ethylenoxid mit überschüssigem Alkohol gezeigt. Der zürn Teil frische und ,-..11Tn anderen Teil von der Fraktionierung zurückgeführte LI-
(Leitunqen 1 und 15)
kohol/v.ird aus dem Behälter 9 in den Reaktor 6 eingespeist.
Der Katalysator wird durch die Leitung 2, das Äthylenoxid durch die Leitung 3 zugeführt. Das so erhaltene Gemisch wird im Wärmeaustauscher 4 auf die Reaktionstemperatur vorgeheizt. Der Reaktor 6 ist ein adiabatischer Röhrenreaktor mit Pfropfenströ.rnung. Der Röhrendurchmesser wird so gewählt, daß die Reynolds-Zahl bei einer angenommenen linearen Geschwindigkeit von 10 m/min größer als 100 000 ist. Der im Produkt des Reaktors
6 enthaltene überschüssige Alkohol wird nach der in der Zeichnung gezeigten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens in zwei Eindampfstufen (Verdampfer 7 und S) sowie eine Rektifikationsstufe (Gäule 14) abgetrennt. In der gezeigten Ausführungsform wird der Kocher des Verdampfers 7 mit Dampf betrieben,, während der durch die Leitung 22 abgezogene Alkoholdampf zum Beheizen des Verdampfers 0 dient, so daß _J
409830/1083 bad original
das Verfahren äußerst wirtschaftlich durchgeführt werden kann.
des durch die Leitung 10 abgezogenen Konzentrats Die letzten Alkoholspuren/wercten in der Rektifizierkolonne 14 abgetrenntr O?r in den Leitungen 11, 12 und 13 abgezogene
durch die Leitung 15
Alkohol wird/in den Behälter 9 zurückgeführt. Durch d.ie Leitung 16 v/erden die mit geringen Alkoholmengen verunreinigten iithylenglykolather abgezogen und über die Leitung 17 mit frischem Katalysator versetzt. Durch die Leitungen 18 bzw. 19 worden Äthylenoxid und der im Kreislauf geführte föonoäthylenglykol-
.derart in Leitung 20
äther eingespeist. Das/erhaltene Geraisch wird in den isotherm arbeitenden Reaktor 21 geleitet, der aus einem Bündel von U-Röhren in einem siedenden Flüssigkeitsbad besteht. Der Reaktor ist ähnlich aufgebaut wie ein kesselartiger Kocher, wobei der Rollendurchmesser so gewählt ist, daß die Reynolds-Zahl bei einer angenommenen linearen Geschwindigkeit von etwa 15 m/min höher als 10 000 liegt. Der Dampf der Kühlflüssigkeit kann durch die Leitung 5 dem Wärmeaustauscher 4 zugeführt werden. Das durch die Leitung 23 abgezogene Reaktionsgemisch wird in die Fraktionierkolonne 24 eingeleitet, als deren Kopfprodukt der Monoäthylenglykoläther abgezogen wird. Die höheren Homologen werden am unteren_Ende der Kolonne 24 durch die Leitung 26 entnommen. Der erhaltene Monoäthylenglykoläther wird durch die Leitung 19 teilweise in den Reaktor 21 zurückgeführt und im übrigen durch die Leitung 25 abgeleitet.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
.Die in der Zeichnung dargestellte Produktionnem"» a^e wird zur Herstellung von Äthylenglykoläthern verwandt.
409830/1083
Der aus dem Tank 9 kommende Alkohol v/ird durch die Leitung 2 mit IJatriummethylat in einem Gewichtsverhältnis von etv/a. 1000 : 1 versetzt. Durch die Leitung 3 v/ird Ethylenoxid in einer Menge eingespeist, da ß ein Gewichtsverhältnis von Methanol zu Äthylenoxid von etwa 9 : 1 aufrechterhalten v/ird. Das Gemisch wird im liarmeaustauscher 4 mit Hilfe des durch die Leitung 5 eingeleiteten Dampfes auf 90 C erhitzt und dann in den bei einem Druck von 30 kg/cm" betriebenen adiabatischen PfroDfenströmungsreaktor 6 eingeleitet. Die lineare Geschwindigkeit des Gemisches im Reaktor beträgt etwa 10 m/min, die Reynolds-Zahl 150 000 und die Verweilzeit 60 Minuten. Unter diesen Bedingungen v/ird ein Unv/andlungsgrad des Ethylenoxids von 99,9 Prozent erzielt, wobei die verschiedenen Glykoläther in folgender Gewichtsverteilung entstehen: · Monoäthylenglykoläther 91,5 Prozent, Diäthylenglykoläther 6 Prozent, Triathylenglykoläther 2 Prozent, höhermolekulare Produkte 0,5 Prozent.
Das bei einer Temperatur von 1500C aus dem Reaktor-6 abgezogene Reaktionsgemisch v/ird in ein mehrstufiges Verdampfersystem (7 und 8) eingeleitet, v/o es bis zu einem Glykoläthergehalt von etv/a 45 Gewichtsprozent eingeengt v/ird. Das Konzentrat wird dann durch die Leitung 10 in die Rektifizierkolonne 14 geleitet, die 18 Böden auf v/ei st und bei einem Druck von 1,5 kg/cm und einem Rücklauf verhältnis von etv/a 1 betrieben v/ird. Der an Kopf der Kolonne 14 durch die Leitung 13 abgezogene Alkohol enthält 1 Prozent Monoäthylenglykoläther und v/ird durch die Leitung 15 in den Tank 9 zurückgeführt. Die durch die Leitungen 11 und 12 abgezogenen Alkoholströme werden ebenfalls zurück-
U09830/1083
geführt. Als Sumpfprodukt der Kolonne 14 werden Glykoläther mit einen Gehalt von 0,2 Gewichtsprozent Ilcthanol abgezogen. Die durch die Leitung 16 geführten Glykoläther werden durch die Leitung 17 mit Kcliummethylat in einem GewichtsverhUltnis von 500 : 1 versetzt und durch die Leitung 19 in einem Mengenverhältnis von 1 Gewichtsteil pro' 1 Gewichtsteil der durch die Leitung 16 geführten Glykoläther mit Monoäthy] englyl-o.i äther vermischt. Auf diese Weise erhält man in der Leitung 20 ein Gemisch aus 96 Moljjrozent MonoätbylenglykoD äther, 2 Molprozent Diäthylenglykolather und 0,4 Molprozent Triäthylenglykol« äther. Durch die Leitung 18 wird dieses Gemisch mit Äthylenoxid in einem Molverhältnis von Äthylenoxid zu Glykolon von 1 : 4 versetzt, worauf es in den isothermen Reaktor 21 eingespeist wird, der aus gebündelten U-Rohren besteht und nit Hilfe eines Siedebads bei 150°C gehalten wird. Der Dampf der diathermen Flüssigkeit wird durch die Leitung 5 dem "Wärmeaustauscher 4 als '.iärmeträger zugeführt. Der Reaktor 21 wird bei einem Druck von 10 kg/cm , einer Verweilzeit von 90 Minuten, einer linearen Geschwindigkeit des Gemisches von 15 m/min und einer Reynolds-Zahl von 30 000 betrieben. Unter diesen Bedingungen erzielt man einen Athylenoxidumwandlungsgrad von 99,5 Prozent.
Das Reaktionsgemisch wird dann durch die Leitung 23 in die Fraktionierkolonne 24 eingespeist, die 25 Böden aufweist und
etwa
bei einem Druck von/200 Torr und einem Rücklaufverhältnis von 0,5 betrieben wird. Vom Kopf der Kolonne 24 wird ein ΐ-Ίοηο-äthylenglykoläther mit einer Reinheit von 99,9 Prozent und Leinem liethanolgehalt von 0,02 Gewichtsprozent (im übrigen
409830/1.0 83
Diäthylenglykoläther) abgezogen. Das Kopfprodukt der Kolonne 24 wird durch die Leitung 19 teilweise in den Reaktor 21 zurückgeführt.
Das aus 80 Gewichtsprozent Diäthylenglykoläther und 18 Gewichtsprozent Triäthylenglykoläther bestehende Sumpfprodukt wird durch die Leitung 26 aus der Kolonne 24 abgezogen. Daß Gewichts verhältnis des durch die Leitung 26 entnommenen Gemisches zu dem durch die Leitung 25 abgezogenen.Produkt beträgt 7:6. Das durch die Leitung 26 geführte Gemisch wird einer weiteren Säule zur Abtrennung des Diäthylenglykoläthers zugeführt.
409830/1.0 83

Claims (5)

Pat ent a η s ρ r ü c Ii e
1. Verfahren zur Herstellung vonAttrylenglykoläthern durch Umsetzen von Äthylenoxid mit einwertigen aliphatischen Alkoholen, dadurch gekennzeichnet, daß man
a) das Äthylenoxid mit dem einv/ertigen aliphatischen Alkohol in einer ersten Stufe bei Temperaturen von 70 bis 2.20°C, Drücken von 10 bis 50 kg/cm und mit Verweilzeiten von 10" bis 240 Minuten in einem Holverhältnis von Alkohol zu Äthylenoxid von etwa 3 : 1 bis 20 : 1 umsetzt,
b) überschüssigen Alkohol aus dem Reaktionsprodukt der ersten Stufe abtrennt,
c) die erhaltenen Äthylenglykoläther mit Äthylenoxid und Monoäthylenglykoläther in einer zweiten Stufe bei Temperaturen von 100 bis 250°C, Drücken von 5 bis 20 kg/cm2 und mit Verweilzeiten von 20 bis 300 Minuten in einem Molverhältnis von Äthylenglykoläther zu Äthylenoxid von etwa 1 : 1 bis 10 ί 1 umsetzt und
d) die Monoäthylenglykoläther und Diäthylenglykoläther vom Reaktionsprodukt der zweiten Stufe abtrennt und den Monoäthylenglykoläther teilweise in die zweite Stufe zurückführt, wobei ein Gewichtsverhältnis von abgeleitetem zu zurückgeführtem Monoäthylenglykoläther von etwa 0,5 ι 1 bis 5 : 1 aufrechterhalten wird. -
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die erste Reaktionsstufe unter adiabatischen Bedingungen durchführt.
A09830/1083
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die zweite Reaktionsstufe unter isothermen Bedingungen durchführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als einwertige aliphatische Alkohole, Methanol, Äthanol, Butanol oder Isobutanol verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die erste und zweite Reaktionsstufe in Gegenwart von Katalysatoren, Vorzugspreise Alkalimetallalkoxiden durchführt.
409830/1083 ORKSlNAL INSPECTED
DE2364150A 1972-12-22 1973-12-21 Verfahren zur herstellung von aethylenglykolaethern Pending DE2364150A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT33441/72A IT972792B (it) 1972-12-22 1972-12-22 Procedimento per la preparazione di glicoli eteri

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2364150A1 true DE2364150A1 (de) 1974-07-25

Family

ID=11237442

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2364150A Pending DE2364150A1 (de) 1972-12-22 1973-12-21 Verfahren zur herstellung von aethylenglykolaethern

Country Status (9)

Country Link
US (1) US3935279A (de)
JP (1) JPS5530496B2 (de)
CA (1) CA1011345A (de)
CH (1) CH603519A5 (de)
DE (1) DE2364150A1 (de)
FR (1) FR2211438B1 (de)
GB (1) GB1418510A (de)
IT (1) IT972792B (de)
NL (1) NL7317387A (de)

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA1064527A (en) * 1975-07-21 1979-10-16 John L. Riddle Preparation of secondary alkanol alkoxylates
DE3125107A1 (de) * 1981-06-26 1983-01-13 Basf Ag, 6700 Ludwigshafen Verfahren zur herstellung lagerstabiler (poly-)alkylenglycolmonoalkylether
RU2159224C2 (ru) * 1999-02-02 2000-11-20 Открытое акционерное общество "Органический синтез" Способ выделения бутиловых эфиров моно- и диэтиленгликоля из продуктов оксиэтилирования бутилового спирта
US6372925B1 (en) 2000-06-09 2002-04-16 Shell Oil Company Process for operating the epoxidation of ethylene
JP5571565B2 (ja) * 2007-12-12 2014-08-13 ダウ グローバル テクノロジーズ エルエルシー 高純度フェノール系グリコールエーテルの連続製造方法
CN109843842B (zh) * 2016-08-09 2022-12-13 科学设计有限公司 乙二醇醚的制备方法
US11365357B2 (en) 2019-05-24 2022-06-21 Eastman Chemical Company Cracking C8+ fraction of pyoil
EP3976736A4 (de) 2019-05-24 2023-04-12 Eastman Chemical Company Thermisches pyrolyseöl an einen gasgespeisten cracker-ofen
US12528995B2 (en) 2019-10-31 2026-01-20 ExxonMobil Product Solutions Company Pyrolysis method and system for recycled waste
US11945998B2 (en) 2019-10-31 2024-04-02 Eastman Chemical Company Processes and systems for making recycle content hydrocarbons
US11319262B2 (en) 2019-10-31 2022-05-03 Eastman Chemical Company Processes and systems for making recycle content hydrocarbons
CN120484846A (zh) 2019-10-31 2025-08-15 伊士曼化工公司 用于形成回收成分烃组合物的方法和系统
EP4051767A4 (de) 2019-10-31 2024-03-20 Eastman Chemical Company Verfahren und systeme zur herstellung von kohlenwasserstoffzusammensetzungen mit rezyklatgehalt
RU2758851C1 (ru) * 2020-07-08 2021-11-02 Публичное акционерное общество "Омский каучук" Способ получения бутилцеллозольва из окиси этилена и бутанола

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1696874A (en) * 1928-12-25 Process of making ethylene glycol monoalkyl ethers
US2276597A (en) * 1942-03-17 Manufacture of glycol ethers
US2870220A (en) * 1953-08-11 1959-01-20 Union Carbide Corp Production of nonionic surface active agents
LU47604A1 (de) * 1964-12-17 1966-06-17

Also Published As

Publication number Publication date
FR2211438B1 (de) 1977-08-12
FR2211438A1 (de) 1974-07-19
CA1011345A (en) 1977-05-31
US3935279A (en) 1976-01-27
JPS5530496B2 (de) 1980-08-11
NL7317387A (de) 1974-06-25
IT972792B (it) 1974-05-31
GB1418510A (en) 1975-12-24
CH603519A5 (de) 1978-08-15
JPS5046612A (de) 1975-04-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69710092T2 (de) Verfahren zur ununterbrochenen herstellung von neopentylglykol
DE2629769C3 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Methyl-tertiär-butyläther
DE2364150A1 (de) Verfahren zur herstellung von aethylenglykolaethern
DE2740251A1 (de) Verfahren zur herstellung von dialkylcarbonaten
EP2675780B1 (de) Verfahren zur herstellung von divinylethern
EP1558556B1 (de) Flexibles verfahren zur gemeinsamen herstellung von (i) ameisensäure,(ii) einer carbonsäure mit mindestens zwei kohlenstoffatomen und/oder deren derivaten und (iii) eines carbonsäureanhydrids
EP2706056B1 (de) Verfahren zur Herstellung und Aufarbeitung eines Triacetonamin-haltigen Reaktionsgemisches
DE2139460A1 (de) Verfahren zur Herstellung von gemischten Estern aus Aldehyden
DE1543112B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Phthalsaeuredialkylestern
DE1200281B (de) Verfahren zur Herstellung von Acetessigsaeureestern
DE1182646B (de) Verfahren zur Herstellung von Trimethylolpropan
DE1954546C3 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Hydroxyalkylpiperazinen und N.N'-Bishydroxyalkylpiperazinen
DE2435029B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von monochloralkanan bzw. -cycloalkanen mit mehr als 4 c-atomen im molekuel
DE2204708C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,3-Dichlorbutadien-(1,3)
CH505814A (de) Kontinuierliches Verfahren zur Epoxydierung
EP0021211B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethylcarbonat
DE69005000T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurechlorid.
DE60133607T2 (de) Verfahren zur herstellung von allylchlorid
DE2633459C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorpropenen
DE3016119C2 (de)
DE1810484C (de)
DE1928633A1 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserarmen Loesungen von Formaldehyd
DE3107105A1 (de) "verfahren zur gewinnung von methylchlorid enthaltenden gasen"
DE1817552A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1,1-Trifluor-2-monochlor-2-monobromaethan aus 1,1,1-Trifluor-2-monochlor-2,2-dibromaethan durch selektive Bromsubstitution
DE10207747A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,2,4,-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat oder 2,2,4,-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat-haltigen Gemischen