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Distanzstück für- radiale Kühlkanäle von Röhrenwicklungen aus Scheibenspulen
Die Erfindung betrifft ein Distanzstück für radiale Sühlkanäle von Röhrenwicklungen
aus Scheibenspulen, welche am inneren Umfang einen minimalen Abstand zum Isolierzylinder
besitzen.
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Es ist allgemein bekannt, am inneren Xicklungsumfang einer aus Scheibenspulen
bestehenden Hochspannungswicklung für Dransformatoren und Drosselspule zur Befestigung
der Distanzstücke, Zwischenlagen, Abstandsstücke und dergleichen, Aühlhanalleisten
anzuordnen. Auf Grund der hohen elektrischen Belastung und der relativ geringen
elektrischen Festigkeit des Isolieröls in den an die inneren Spulenränder angrenzenden
axialen Iiühlkanal niuß demzufolge der Hauptisolationsabstand unwirtschaftlich groß
beniessen werden. Der Verzicht auf die den inneren Kühlkanal bildenden axialen Kühlkanalleisten
bedingt jedoch, daß nach neuen Möglichkeiten zur Halterung und Fixierung der Distanzstücke
gesucht werden muß, die allen Anforderungen, sowohl in technischer als auch in ökonomischer
Hinsicht, gerecht werden.
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Es sind eine Vielzahl von Distanzstücken, Zwischenlagen, Abstandsstücken,
Halterungen und dergleichen aus Isolierstoff bekannt, die in Wicklungen von Transformatoren
und Drosselspulen angeordnet sind und dazu dienen, axiale und radiale Kühlkanäle
zur Abführung der Stromwärme zu bilden, wobei axiale Kühlkanäle parallel zur Wicklungsachse
verlaufen und radiale Kühlkanäle senkrecht zur Wicklungsachse verlaufen und durch
die Einhaltung bestimmter Abstände zwischen den. einzelnen Wicklungsscheiben gebildet
werden.
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So ist es z. B. bekannt, Distanzstücke der radialen Kühlkanäle mit
Ausschnitten beliebigen Querschnitts zu versehen, in die die Distanzstücke der axialen
Kühlkanäle mit entsprechend ausgebildeten Ansätzen fest eingesteckt sind, und gleichzeitig
die Distanzstücke der axialen Kühlkanäle mit vorstehenden Teilen ihrer Ansätze in
Löcher c@er Ausnehmungen der nächsten Distanzstücke der axialen Kühlkanäle eingreifen
(BRD-PS 938 496).
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Auch ist bekannt, längs des Umfangs des Isolierzylinders Isolierstoffstreifen
aufzubringen, die zur Aufnahme von streifenförmigen Isolierstofflaschen dienen und
die unmittelbar auf die Isolierstoffstreifen aufgesetzten einzelnen Wicklungsspulen
festhaltend umfassen (BRD-PS 1002 074).
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Es sind weiterhin Distanzstücke der radialen « en bekannt, die mit
hochspannungsfestem, zur Kantenabschirmung beidseitig überstehendem Papier vollständig
umschlun gen sind, dessen Enden uni eine oder mehrere Leiter oder un ein Distanzstück
des axialen Kühlkanals der cenachcarten Scheibenspule geschlungen sind (Öst.-PS
258 405).
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Allen bekannten, für eine Verwendung in Scheiberspulenwicklungen ohne
Kühlkanal am inneren Wicklungsdurchmesser geeigneten Zwischenlagen, Distanzstücke
und dergleichen haften jedoch eine Reihe von Nachteilen an.
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So ist keine ausreichende mechanische Festigkeit der @alterung der
Distanzstücke, insbesondere in radialer 2ic½tun beim Pressen der Wicklung und bei
Kurzschlu@belastung, gegeben (Öst.-PS 258 405; BRD-PS 1002 074). Auch ist kein sicherer
Abschluß der Distanzstücke niii; der innersten landung der Spule infolge fehlenden
Toleranzausgleichs
zum Spuleninnendurchmesser hin vorhanden, wodurch
ein hoher Aufwand an Anpaßarbeit bei der Montage der Distanzstücke im Sereich der
Spulenübergänge erforderlich wird, weil der radiale Kühlkanal in dieseti Gebiet
seinen Abstand zum Isolierzylinder in Umfangsrichtung der Wicklung verändert (BRD-PS
938 496). Außerdem fehlt eine zwangsläufige axiale Mittenübereinstimmung der Distanzstücke
entsprechend der Teilung (Ost.-PS 258 405) sowie der Längenausgleich in axialer
und radialer Richtung (BRD-PS 938 496, 1002 074 und Öst.-PS 258 405), Hinzu omt
noch ein hoher Fertigungsaufwand an der Jickelbank infolge komplizierter Einzelteilmontage.
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Die Erfindung erfüllt den Zweck, die elektrische Festigkeit der Hauptisolierung
zur radial innen benachbarten Wicklung zu erhöhen und durch vorteilhafte -Formgebung
dCr- erforderlichen Distanzstücke der radialen Kühlkanäle den Mechanisierungsgrad
in der Vorfertigung zu heben sowie den Montageaufwand an der Wickelbank zu verringern.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Distanzstück für die radialen Kühlkanäle
zu finden, dal3 es gestattet, die Scheibenspule mit minimalem Abstand auf den Isolierzylinder
zu wickeln, das eine ausreichende mechanische Festigkeit ins @ezug auf Halterung
in radialer Richtung besitzt und das einen sicheren Abschluß mit der innersten und
äußersten Windung und eine axiale Mittenübereinstimmung mit dem Distanzstück der
benachbarten Scheibenspule garantiert, wobei ein radialer und axialer Längenausgleich
gewährleistet sein muß.
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Erfindungsgemäß wird das dadurch gelöst, daß in der geforderten axialen
Höhe der radialen @ühlkanäle Isolierstoff--st-äc£"- zu einem Paket geschichtet unu
mit einer zum wiicklungsaußendurchmesser offenen Isolierstoffklammer und abschließend
mit
einer zum Wicklungsinnendurchmesser offenen Klammer aus Isolierpapier umgeben sind.
Die Befestigung erfolgt an einem dünnen Isolierstoffstreifen, der in axialer Richtung
auf dem Wsolierzylinder angeordnet und durch zwei Schlitze am geschlossenen Ende
der zum Wicklungsaußendurchmesser hin offenen Isolierstoffklammer gezogen ist. Die
Lage der Isolierstoffstreifen ist durch Anreißen am Isolierzylinder festgelegt.
Der axiale Längenausgleich wird durch in das Distanzstück eingeschobene Ausgleichstück
erreicht, die eine größere Breite als das Distanzstück aufweisen und somit leicht
mit Hilfe eines Klemmwerkzeuges eingeschoben oder herausgezogen werden können. Für
den radialen Längenausgleich sind in die das Distanzstück bildenden Isolierstoffstückeg
bzw. Ausgleichstücke abwechselnd von beiden Längsseiten her schräge Schlitze eingebracht,
die über die Längsachse des Distanzstückes hinaus gehen. Dadurch wird eine elastische
Zusammendrückbarkeit des Distanzstückes in seiner längsachse und damit der radiale
Längenausgleich erreicht. Um ein Verhaken der einzelnen Isolierstoffstücke während
der Montage bzw. beim längenausgleich zu vermeiden, sind die einzelnen Isolierstoffstücke
so aufeinander geschichtet, daß sich die Schlitze benachbarter Isolierstoffstücke
kreuzen. Zur Verbindung der einzelnen Isolierstoffstücke zum kompletten Distanzstück
sind in den Isolierstoffstücken Bohrungen vorgesehen, in-welche das Material der
Isolierstoffklammer eingedrückt ist. Das Ausgleichstück ist an dieser Stelle mit
einer Aussparung versehen.
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An Hand eines Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert
werden.
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In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 : die Vorderansicht und Fig. 2 : die
Draufsicht eines Distanzstückes.
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Mehrere Isolierstoffstücke 1 sind übereinander zu einem Paket geschichtet
und durch eine Isolierstoffklammer 2 zusammengehalten. Um diese Anordnung herum
ist eine Klammer aus Isolierpapier 3 angebracht. Durch in die Isolierstoffklammer
2 eingearbeitete Schlitze 5 ist ein dünner Isolierstoffstreif,en 4 gezogen, mit
dem das Distanzstück am Isolierzylinder befestigt ist. pur den axialen Längenausgleich
sind Ausgleichstücke 6 vorgesehen, die längsseitlg über die Ränder der übrigen Isolierstoffteile
hinausragen, um mit Hilfe eines geeigneten Klemmwerkzeuges je nach Bedarf ein leichtes
Einschieben bzwef Herausnehmen in das bzw. aus dem Distanzstück zu gewährleisten.
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Sowohl die einzelnen Isolierstoffstücke 1, die Isolierstoffklammer
2 als auch die Ausgleichstücke 6 sind mit schrägen Schlitzen 7 versehen, um durch
elastische Nachgiebigkeit einen radialen Längenausgleich zu erzielen.
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Eine feste Verbindung der einzelnen Isolierstoffstücke 1 mit der Isolierstoffkl.mmer
2 wird erreicht, indem das Material der Isolierstoffklammer 2 in die Bohrungen 8
der Isolierstoffstücke# 1 eingedrückt ist. Das Ausgleichstück ist an dieser Stelle
mit einer Aussparung versehen.