DE2361109C3 - Belichtungssteuereinrichtung für eine einäugige Spiegelreflexkamera - Google Patents
Belichtungssteuereinrichtung für eine einäugige SpiegelreflexkameraInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Belichtungssteuereinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer in der DT-OS 2133 212 beschriebenen
bekannten Belichtungssteuereinrichtung dieser Art wird zunächst mittels einer Offenblsndenmessung die Objekthelligkeit gemessen und dann die Blende in
Abhängigkeit von dem Meßwert für die Objekthelligkeit und der vorgewählten Belichtungszeit eingestellt
Nach der Einstellung des Arbeitswertes der Blende wird eine Arbeitsblendenmessung der Objekthelligkeit
durchgeführt und dieses der Objekthelligkeit entsprechende Signal gespeichert. Dieses gespeicherte Signal
bestimmt dann die Belichtungszeit der Verschlußeinrichtung. Auf diese Weise soll selbst dann richtig
belichtet werden, wenn die vorgewählte Belichtungszeit unter Berücksichtigung des Blendenbereichs des Objektivs nicht zu einer richtigen Belichtung führen kann.
Wenn die Helligkeit des Objekts so gering ist, daß mit maximaler Blendenöffnung und der vorgewählten
Belichtungszeit keine richtige Belichtung stattfinden kann, wird die Belichtungszeit also automatisch
verlängert. Umgekehrt wird die Belichtungszeit verkürzt, wenn die Objekthelligkeit so hoch ist, daß
selbst bei minimaler Blendenöffnung und der vorgewählten Belichtungszeit immer noch eine Überbelichtung stattfinden würde.
Bei dieser bekannten Belichtungssteuereinrichtung wird der fotoelektrische Wandler also zunächst für eine
Offenblendenmessung und anschließend für eine Arbeitsblendenmessung der Objekthelligkeit ausgenützt.
Infolge der jedem fotoelektrischen Wandler und der zugehörigen Schaltung eigenen Trägheit kann jedoch
die Arbeitsblendenmessung fehlerbehaftet sein. Dieser Fehler kann im Falle geringer Objekthelligkeit besonders groß sein, da dann die Trägheit bzw. Ansprechverzögerung fotoelektrischer Wandler besonders groß ist.
Infolge des verzögerungsbehafteten Betriebs des Blendenmechanismus und des abrupten Anhaltens des
Blend3nsteuerrings vergeht eine beträchtliche Zeit, bis
die Blendenlamellen in ihrer Arbeitsstellung stabilisiert sind. Wenn jedoch der gemessene Objekthelligkeitswert
gespeichert wird, bevor die Blendenlamellen stabilisiert sind, wird eine fehlerhafte Belichtungszeit erhalten. Die
ίο Speicherung darf daher erst nach vollständiger Stabilisierung der Blendenlamellen erfolgen. Hierdurch wird
die Zeit zwischen dem Niederdrücken des Verschlußauslöseknopfs bis zum tatsächlichen Arbeiten des
Verschlusses relativ lang, was insbesondere dann
is problematisch ist, wenn ein bewegtes Objekt fotografiert werden soll.
Schließlich kann bei sehr dunklem aufzunehmenden Objekt die bei der zweiten mit Arbeitsblende durchgeführten Lichtmessung auf den fotoelektrischen
zo Wandler fallende Lichtmenge unterhalb der Ansprechschwelle des fotoelektrischen Wandlers liegen, so daß es
in einigen Fällen unmöglich sein kann, die richtige Belichtungszeit zu bestimmen, wenn nicht ein extrem
empfindlicher fotoelektrischer Wandler verwendet
2s wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine sehr lange
Belichtungszeit voreingestellt ist, die trotz der geringen Objekthelligkeit ein stärkeres Abblenden erfordert
Ferner ist in der DT-OS 20 32 085 ein elektrischer Kameraverschluß für eine einäugige Spiegelreflexka
mera mit Lichtmessung durch das Objektiv beschrieben,
bei dem ein Speicherkondensator die Belichtungszeit bestimmt der in Abhängigkeit von der Objektheliigkeit
geladen wird, wobei die Geschwindigkeit des Ladevorgangs durch einen Blendensimulierwiderstand bestimmt
wird, dessen Größe dem vorgewählten Blendenwert entspricht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Belichtungssteuereinrichtung der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung zu schaffen,
die sich durch hohe Genauigkeit bei allen vorkommenden Bedingungen sowie schnellen Betrieb auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Mitteln gelöst.
Beim Gegenstand der Erfindung findet also im Anschluß an die Offenblendenmessung der Objekthelligkeit keine Arbeitsblendenmessung zur Bestimmung
der Belichtungszeit statt, wie bei der Einrichtung gemäß der DT-OS 21 33 212; vielmehr wird das der Objekthel
ligkeit entsprechende, mit der Offenblendenmessung
ermittelte Signal gespeichert und bestimmt zusammen mit dem Wert des Blendensimulierwiderstands, der
beim Einstellen der Blende auf den der vorgewählten Belichtungszeit und der Objekthelligkeit entsprechen
den Wert eingestellt wird, die Belichtungszeit Auf diese
Weise wird vermieden, daß der der Messung der Objekthelligkeit dienende fotoelektrische Wandler
hintereinander zwei Messungen bei Offenblende und bei Arbeitsblende, d.h. also bei unter Umständen stark
unterschiedlichem Lichteinfall durchführen muß. Die die schließlich realisierte Belichtungszeit bestimmende
Messung der Objektheüigkeit kann also nicht durch die Ansprechverzögerung des Wandlers verfälscht werden.
Darüber hinaus braucht mit der Speicherung des der
Objekthelligkeit entsprechenden Signals nicht gewartet
zu werden, bis die Blendenlamellen in ihrer der Arbeitsblende entsprechenden Lage stabilisiert sind, so
daß kein Zeitverlust entsteht. Damit ist es möglich, das
der Objekthelligkeit entsprechende Signal unmittelbar nach der Bestimmung des Blendenwerts zu speichern.
Da femer ausschließlich eine Offenblendenmessung durchgeführt wird, spricht der fotoelektrische Wandler
noch bei Helligkeitsbedingungen an, die bei der s Einrichtung gemäß der DT-OS 21 33 212 bereits zu
einer Fehlsteuerung führen können.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Beispielsbeschreibung und der Unteransprüche, ίο
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von Alisführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht des Mechanismus einer einäugigen Spiegelreflexkamera mit Belichtungssteuereinrichtung,
Fig.2 eine Vorderansicht des die Belichtungszeit
steuernden veränderbaren Blendensimulierwiderstands und den diesem benachbarten Bereich des Mechanismus
nach Fig. 1,
Fig.3 ein Schaltbild der Belichtungssteuereinrichtung für den Mechanismus gemäß F i g. 1,
F i g. 4 eine perspektivische Ansicht einer einäugigen Spiegelreflexkamera mit einer Modifikation der Belichtungssteuereinrichtung,
Fig.5 eine Vorderansicht des die Belichtungszeit steuernden veränderbaren Blendensimulierwiderstands
und des diesem benachbarten Bereichs des Mechanismus nach F i g. 4, und
Fig.6 ein Schaltbild der Belichtungssteuereinrichtung für den in F i g. 4 gezeigten Mechanismus.
In F i g. 1 ist eine Kamera mit aufgezogenem Verschluß dargestellt Die Belichtungssteuereinrichtung
besitzt einen fotoelektrischen Wandler 53, der Licht erhält, das durch das nicht dargestellte Objektiv und das
Bildsuchersystem aus Spiegel 60, Bildsuchermattscheibe 61, Kondensorlinse 62, Pentaprisma 63 usw. einfällt.
Wenn die Belichtung unter Vorwahl der Belichtungszeit durchgeführt werden soll, wird ein Blendeneinstellring
41, der konzentrisch zur optischen Achse des Objektivs angebracht ist, so eingestellt, daß eine Markierung EE
auf diesem Ring mit einer ortsfesten Markierung 100 übereinstimmt Dann wird die Belichtungszeit durch
Drehen einer Wählscheibe 64 auf den gewünschten Wert eingestellt, wodurch der Widerstandswert eines
veränderbaren Widerstands 52 einer Blendensteuerschaltung I, die in F i g. 3 gezeigt ist, festgelegt wird.
Durch das Niederdrücken des nicht dargestellten Verschlußauslöseknopfes wird ein Schalter 51 geschlossen. Da auch der in Fig.3 gezeigte Schalter 52
geschlossen ist, lenkt der Zeiger eines Meßinstruments A um einen Winkel aus, der durch den Widerstandswert
des fotoelektrischen Wandlers 53 und den Widerstandswert des veränderbaren Widerstands 52 bestimmt ist.
Der Vießinstrumentenzeiger 28 zeigt damit den aus der
Objekthelligkeit und der vorgewählten Belichtungszeit resultierenden Blendenöffnungswert innerhalb des
Biidsuchers an. Dieser Blendenwert wird mittels eines automatischen Biendensteuermechanismus auf die Voreinstellung der Objektivblende übertragen, indem ein
zweiter Zeiger 29 des Meßinstruments A mechanisch abgetastet wird. Außerdem wird ein die Belichtungszeit
steuernder veränderbarer Blendensimulierwiderstand 37 auf diesen Blendenöffnungswert eingestellt.
Im einzelnen wird durch das Niederdrücken des nicht dargestellten Verschlußauslöseknopfes ein Ende 1'
eines Auslösehebels 1 betätigt, so daß ein Haupthebel 2 aus seiner Arretierung freigegeben wird. Der Haupthebel 2 wird infolgedessen durch eine Feder 3 in Richtung
des Pfeils gezogen und verdreht, wodurch ein den Spiegel 60 hochhebender Hebel 4 gedreht wird, der
seinerseits eine Klinke 6 trägt, die mittels eines Stifts 5 am Hebel 4 angelenkt ist Gleichzeitig betätigt der
Hebel 4 einen Verriegelungsbebel 9, der um einen Betrag geschwenkt wird, der einem Spalt t zwischen
dem Hebel 9 und einem Sektorzahnrad 10 entspricht Demgemäß wird auch ein Verriegelungsbebel 11 durch
eine Feder 110 in derselben Richtung gedreht, so daß sein eines Ende 11" ein Stoprad 12 eines Reglermechanismus freigibt, während sein anderes Ende 11'" ein
Sektorzahnrad 15 freigibt Infolgedessen wird das Sekiorzahnrad 15 durch eine Feder 16 gezogen und mit
einer durch den Reglermechanismus vorbestimmten Geschwindigkeit verschwenkt Der Reglermechanismus
weist neben dem Stoprad 12 ein Ritzel 17, ein Zahnrad 18, ein Ritzel 13 und ein Reglerteil 14 auf. Das
Sektorzahnrad 15 dreht seinerseits eine Steuerkurvenscheibe 20, die auf einer Welle 19 des Sektorzahnrads 15
angebracht ist Im Ergebnis wird ein Steuerkurvenfolgehebel 21, der auf einem Stift 22 schwenkbar angebracht
ist durch die Steuerkurvenscheibe 20 derart betätigt daß er sich in Richtung des Pfeils bewegt Ein
Ausgleichshebel 24, der mittels eines Stifts 23 auf dem Steuerkurvenfolgehebel 21 angebracht ist wird dadurch
um das eine 24' seiner Enden gedreht das in Eingriff mit einem Stophebel 27 steht während ein Stift 25 am
anderen Ende des Ausgleichshebels 24 eine Instrumentensteuerkurvenplatte 26 in Richtung des Pfeils anhebt,
bis die Steuerkurvenplatte 26 angehalten wird, weil der Zeiger 29 des Meßinstruments A zwischen der
Steuerkurve 26' und einer Zeigeranschlagplatte 30 festgeklemmt ist.
Nachdem der Zeiger 29 festgeklemmt worden ist kann die Instrumentensteuerkurvenplatte 26 ihre
Aufwärtsbewegung nicht mehr fortsetzen, so daß der Ausgleichshebel 24 an seinem anderen Ende um den
Stift 25 als Gelenkpunkt gedreht wird. Hierdurch wird das Ende 24' des Ausgleichshebels 24 mit dem Stophebel
27 außer Eingriff gebracht Infolgedessen wird der Stophebel 27 durch eine Feder 27' gezogen und im
Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, bis die Klinke 27" des Stophebels 27 in Eingriff mit dem Stoprad 12 tritt ^o
daß die Drehbewegung des Stophebels 27 angehalten und dadurch das Sektorzahnrad 15 verriegelt wird, das
mit diesem Hebel verriegelt ist
Mit der Drehung des Sektorzahnrads 15 wird ein auf der Welle 19 des Sektorzahnrads angebrachter Arm 32
verdreht, so daß eine an dem einen Ende des Arms 32 befestigte Bürste 136 auf dem die Belichtungszeit
steuernden veränderbaren Blendensimulierwiderstand 37 verschoben wird. Andererseits wird ein Ende eines
Gelenkhebels 36, der mittels eines Stifts 33 auf dem Arm 32 befestigt ist, durch einen Haltearm 34 gehalten, der
an seinem einen Ende mittels eines Stifts 35 drehbar am Kamerakörper befestigt ist, so daß der Gelenkhebel 36
nach aufwärts verschwenkt wird, wobei der Stift 35 als
Gelenkpunkt dient, während das andere Ende des Gelenkhebfels 36 einen Stift 38' eines Blendenvoreinstellrings 38 für das auswechselbare Objektiv gegen die
Kraft einer Feder 39 betätigt so daß der Blendenvoreinstellnng 38 auf einen Blendenwert verdreht wird, der
dem Wert entspricht, der durch den Instrumentenzeiger 29 angezeigt worden ist. Mit anderen Worten bedeutet
das, daß die Steuerkurvenplatte 26 des Meßinstruments, die Steuerkurvenscheibe 20 und die anderen Glieder so
Objektivblendenwert verschoben werden, der mit der den Sollwert anzeigenden Lage des Instrumentenzeigers 29 übereinstimmt Dabei entspricht dieser Blendenwert bzw. diese Lage einer gegebenen Filmempfindlichkeit und der vorgewählten Belichtungszeit. Dementsprechend wird von der Bürste 136 und einem
Widerstandsanschluß 40 der Widerstandswert abgenommen, der der Verdrehung des Blendenvoreinstellrings 38 entspricht.
Beim weiteren Niederdrücken des Verschlußauslöseknopfes wird der Schalter 52 geöffnet und ein Schalter
53 in der Belichtungssteuereinrichtung der Fig.3 geschlossen, so daß der durch den fotoelektrischen
Wandler 53 fließende Strom mittels einer Diode D in einen Spcichcrkondcnsator C geleitet wird, in welchem
er als eine komprimierte Spannung gespeichert wird.
Wenn der Stophebel 27 außer Eingriff mit einem Rückkehrhebel 42 gebracht wird, wird letzterer durch
die Kraft einer Feder 44 im Uhrzeigersinn gedreht, so daß ein Ende des Rückkehrhebels 42 einen Hebel 46
betätigt, der verschwenkbar mit dem Sektorzahnrad 10 verbunden ist, so daß auf diese Weise der Verriegelungshebel 9 aus seiner Arretierung freigegeben wird,
die ihm mittels des Vorsprungs 10' des Sektorzahnrads 10 über einen Verzögerungsregler 48 erteilt wurde.
Wenn der Verriegelungshebel 9 aus der Arretierung freigegeben worden ist, verdreht der durch die Feder 3
vorgespannte Haupthebel 2 den für das Anheben des Spiegels 60 vorgesehenen Hebel 4, der seinerseits den
Verriegelungshebel 9 um dessen Drehpunkt 45 verdreht, so daß ein auf dem Verriegelungshebel 9 vorgesehener
Stift 54 einen Abblendhebel 55 derart betätigt, daß sich letzterer dreht, wobei sein eines Ende 55' seinerseits
einen Stift 56 betätigt, der mit der Blende des Objektivs in Verbindung steht, so daß dadurch die Blende auf den
Wert geschlossen wird, der durch den Blendenvoreinstellring 38 eingestellt worden ist
Gleichzeitig wird durch die Verdrehung des Hebels 4
der Spiegel 69 aus der optischen Achse des Suchers herausgehoben, während ein Ende 2'" des den Hebel 4
tragenden Haupthebels 2 einen Verriegelungshebel 50 für den Verschluß betätigt. Als Ergebnis wird ein nicht
dargestellter, in der Brennebene befindlicher Verschluß freigegeben, so daß die Bewegung des voreilenden
Verschlußvorhangs beginnt Daraufhin erzeugt eine Belichtungszeitsteuerschaltung Il ein Ausgangssignal,
das durch den im Kondensator C gespeicherten Wert und den Wert des Blendensimulierwiderstands 37
bestimmt ist und die richtige Belichtungszeit repräsentiert Dieses Ausgangssignal wird über eine herkömmliche Rückkopplungsschaltung III an eine Verschlußsteuerschaltung IV gelegt, die auf diese Weise einen
Magneten MI entriegelt, der den nacheilenden
Verschlußvorhang hält, so daß dieser den Verschluß schließt und den Belichtungsvorgang beendet
Wenn der nacheilende Verschlußvorhang seine Bewegung vollendet hat, wird die Klinke 6 durch einen
nicht dargestellten Mechanismus entriegelt, so daß die
automatische Blende des auswechselbaren Objektivs und der Spiegel 60 in die in F i g. 1 gezeigten Positionen
zurückkehren.
Da der das Objektlicht aufnehmende fotoelektrische
Wandler 53 Licht durch das Objektiv aufnimmt und im Sucherstrahlengang angeordnet ist, der während des
Betriebs des elektronischen Verschlusses durch den hochgeklappten Spiegel 49 angeschirmt ist, ist die
Belichtungszeitsteuerschaltung II mit dem Speicherkondensator C zum Speichern des der Objekthelligkeit
entsprechenden Signals versehen.
Das beschriebene Ausführungsbeispiel ist so aufgebaut, daß das der Objekthelligkeit entsprechende Signal
gespeichert wird, nachdem der Blendensimulierwider-S stand 37 auf den der voreingestellten Blende entsprechenden Wert eingestellt worden ist Nachdem der
Blendensimulierwiderstand 37 eingestellt worden ist, wird dann der Verriegelungshebel 9 entriegelt und der
auf seinem einen Ende vorgesehene Stift 51 öffnet den
ίο Schalter 53 zur Beendigung der Speicherung. Die
weitere Bewegung des Verriegelungshebels 9 betätigt über den Stift 54 den Abblendhebel 55 und den mit der
Blende in Verbindung stehenden Stift 56, so daß die Blende auf den voreingestellten Wert abgeblendet wird.
Nach der Freigabe des Verschlusses wird der
nacheilende Vorhang in Übereinstimmung mit der Belichtungszeit geschlossen, die dem Wert des Blendensimulierwiderstandes 37 entspricht Infolgedessen wird
selbst dann, wenn der Blendenvoreinstellring 38
ao aufgrund verschiedenartigster Fehler einen fehlerhaften
Blendenwert voreinstellt die Belichtungszeit aufgrund des Werts des Blendensimulierwiderstands 37 eingestellt, der der Stellung des Blendenvoreinstellrings 38
entspricht. Bei solchen Fehlern könnte es sich
beispielsweise um einen Anzeigefehler des Meßinstruments in bezug auf die vorgewählte Belichtungszeit,
einen rein mechanischen Fehler, der sich aus einer fehlerhaften Stopposition des Stoprades 20 ergibt, oder
einen Fehler durch ein falsches elektromagnetisches
Stoppen des Stoprades, wie es nachstehend noch näher
beschrieben wird, handeln. Stets entspricht die Belichtungszeit dem richtigen, durch die eingestellte Blende
und die Objekthelligkeit bestimmten Wert, solange Herstellungsfehler so klein sind, daß nur eine geringe
oder gar keine Abweichung zwischen dem durch den Blendenvoreinstellring 38 eingestellten Wert und der
tatsächlichen öffnung der Blende des auswechselbaren Objektivs besteht
vorgewählt wird. Gemäß F i g. J wird der Blendenring
41 manuell betätigt so daß die Markierung EE von der ortsfesten Indexmarkierung 100 entfernt und der
gewünschte Blendenwert mit letzterer in Obereinstimmung gebracht wird. Daraufhin betätigt der Vorsprung
41' des Blendenrings 41 den Stift 38", so daß er der Blendenvoreinstellring 38 gegen die Kraft der Feder 39
verdreht Dadurch wird bewirkt daß der andere Stift 38
auf dem Blendenvoreinstellring 38 nach aufwärts verdreht wird, so daß der Stift 33 durch die Kraft der ir
F i g. 2 gezeigten Feder 410 innerhalb der Begrenzung eines im Sektorzahnrad 15 ausgebildeten Schlitzes 15
bewegt wird. Infolgedessen wird der Gelenkhebel 3f
verdreht so daß das Ende 36' dieses Gelenkhebels derr Stift 38' des Blendenvoreinstellrings 38 folgt Ir
Obereinstimmung mit dem Drehwinkel des Gelenkhe bels 36 gleitet die Bürste 136 auf dem die Belichtungszeil
steuernden Blendensimulierwiderstand 37.
Gleichzeitig betätigt eine auf dem Ring 41 vorgesehe
ne Steuerkurve 41a einen Stift 41 b und einen Hebel 41c
wodurch ein Verriegelungshebel 41</ im Gegenuhr
zeigersinn um seinen Drehpunkt 41 e verdreht wird, se
daß ein Stift 41/ an einem Ende des Hebels 41t/ da! Sektorzahnrad 10 derart betätigt, daß es fan Uhrzeiger
sinn verdreht wird, und zwar durch die Tätigkeit de
Hebels 46 und der Feder 47, während das Ende 4ig dei
Hebels 41</ den Verriegelungshebel 11 vollständij
gegen eine Bewegung arretiert Infolgedessen wire beim Freigeben des Auslösehebels 1, der bei dei
Betätigung des Verschlußauslöseknopfes betätigt wird, das Sektorzahnrad 15 nicht betätigt. Es wird jedoch der
Vorsprung 10' des Sektorzahnrads 10 aus dem Weg des einen Endes 9" des Verriegelungshebels 9 zurückgezogen,
so daß dadurch das automatische Abblenden, das Anheben des Spiegels u. dgl. normal stattfinden können.
Dadurch, daß der Wert des die Belichtungszeit steuernden Blendensimulierwiderstands in Übereinstimmung
mit dem Betrag der Drehung des Blendenvoreinstellrings 38 eingestellt ist, wird die richtige
Belichtungszeit bestimmt, wie es vorstehend bereits für den Fall erläutert wurde, daß die Belichtungszeit
vorgewählt wird.
Bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform wird die Auslenkung des Instrumentenzeigers 29
mechanisch festgestellt, während in den F i g. 4 und 5 eine Ausführung dargestellt ist, bei der die Voreinstellung
der Blende und des Blendensimulierwiderstands elektromagnetisch gesteuert wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel
kämmt ein Ritzel 15a, das einstückig mit einem Schaltrad 156 ist, mit einem Zahnrad 18, das über
ein Ritzel 17 mit dem Sektorzahnrad 15 verbunden ist. Eine Arretierungsklinke 15c/, die durch einen Elektromagneten
15e steuerbar ist, ist gegenüber dem Schaltrad 15b vorgesehen. Der Elektromagnet 15ezieht
normalerweise die Arretierungsklinke 15c/ an, so daß das Schaltrad i5b frei ist. Wenn jedoch durch ein
Ausgangssignal, das den einzustellenden Blendenwert repräsentiert, von der Blendensteuerschaltung I bewirkt
wird, daß der Magnet 15e seine Anziehungskraft verliert, wird die Arretierungsklinke 15c/ durch eine
Feder 15c in Eingriff mit dem Schaltrad 15b gezogen, wodurch die Drehung des Sektorzahnrads 15 und
infolgedessen auch die Drehung des Blendenvoreinstell.-rings 38 unterbrochen wird, und zwar in einer Position,
die dem richtigen Blendenwert entspricht. In diesem Augenblick halten der Arm ISt/'der Arretierungsklinke
15c/und die obere Oberfläche des Elektromagneten 15e
einen Instrumentenzeiger 28 zur Anzeige des Blendenwertes zwischen sich fest
F i g. 6 zeigt die Schaltung der Belichtungssteuereinrichtung für das Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 4. Der
Magnet 15e ist mit der Blendensteuerschaltung I verbunden, während der fotoelektrische Wandler 53,
der die eingestellte Belichtungszeit darstellende veränderbare Widerstand 52, ein zur Einstellung der
Filmempfindlichkeit dienender veränderbarer Widerstand 70 und der die Belichtungszeit steuernde
veränderbare Blendensimulierwiderstand 37 in Brückenschaltung miteinander verbunden sind. Wenn
der Widerstandswert des Blendensimulierwiderstands 37 mit der Drehung des Sektorzahnrads 15 verändert
wird und die Brückenschaltung ins Gleichgewicht kommt, erzeugt die Blendensteuerschaltung I ein
Ausgangssignal derart, daß der Magnet 15e seine Anziehungskraft verliert. Als Ergebnis wird das
Schaltrad 15Z> durch die Arretierungsklinke I5c/
gestoppt, woraufhin der Wert des Blendensimulier Widerstands 37 derart ist, daß er den richtigen
Blendenwert repräsentiert. Dieser Widerstandswert stellt ein Eingangssignal der Belichtungszeitsteuerschaltung
II dar, die steuert, wann ein Elektromagnet Af 2 zum Halten des nacheilenden Verschlußvorhangs
entregt wird. Selbstverständlich können der Blendensimulierwiderstand 37 für die Blendensteuerschaltung I
und ein entsprechender Eingangswiderstand für die Belichtungszeitsteuerschaltung II gesondert vorgesehen
sein.
Mit den beschriebenen Ausführungen ist es also möglich, bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera mit
TTL-Offenblendenmessung und auswechselbarem Objektiv
eine Belichtungszeit voreinzustellen und gemäß dieser Zeit die Blende automatisch zu steuern. Darüber
hinaus wird die Belichtungszeit in Übereinstimmung mit dem voreingestellten Blendenwert gesteuert, so daß
stets eine richtige Belichtungszeit erhalten wird, die mit der vorgewählten Belichtungszeit übereinstimmen kann
aber nicht übereinstimmen muß. Die Belichtungszeit weicht immer dann von der voreingestellten Belichtungszeit
ab, wenn die Objekthelligkeit so ist, daß der der vorgewählten Belichtungszeit zugehörige Blendenwert nicht realisierbar ist. Die Belichtungszeit wird dann
entsprechend dem noch realisierbaren Blendenwert korrigiert.
Darüber hinaus erlaubt die beschriebene Belichtungssteuereinrichtung auch eine Blendenvorwahl. Indem der
Blendenring manuell betätigt wird, wird gleichzeitig der Blendensimulierwiderstand entsprechend eingestellt
und gewährleistet zusammen mit dem durch Offenblendenmessung erhaltenen Signal über die Objekthelligkeit
die richtige Belichtungszeit. Der der Vorwahl der Belichtungszeit dienende veränderbare Widerstand 52
in F i g. 3 ist in diesem Falle nicht in Betrieb. Darüber hinaus ist es möglich, eine Markierung »A« (Auto) auf
der Wählscheibe 64 für den veränderbaren Widerstand
52 vorzusehen und sie in Kombination mit der Voreinstellblendenskala auf dem Objektiv zu benutzen.
Außerdem ist es möglich, die manuelle Einstellskala des Blendenrings 41 mit der vorerwähnten manuellen
Einstellung der Wählscheibe und der Verwendung des Widerstands 52 anstelle des fotoelektrischen Wandlers
53 mit Hilfe eines Umschalters zu kombinieren, so daß man auf diese Weise eine auch manuell einstellbare
Kamera erhält.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 709 685/320
Claims (2)
1. Belichtungssteuereinrichtung für eine einäugige Spiegelreflexkamera mit Offenblendenmessung für
eine automatische Blendensteuervorrichtung, mit einer Belichtungszeitsteuerschaltung mit Belichtungszeitvorwahl und einem Speicher zum Speichern eines der Objekthelligkeit entsprechenden
Signals, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekannter Blendensimulierwiderstand (37)
vorgesehen ist, der auf den von der Blendensteuerschaltung (53,1, 52, 53, 70, 37, I) bestimmten Wen
eingestellt wird, und der, in an sich bekannter Weise,
zusammen mit dem bei der Offenblendenmessung ermittelten und gespeicherten Helligkeitssignal in
die Beiichtungszeitsteuerschaltung (II) eingegeben wird, um bei realisierbaren Werten der vorgewählten 3elichtungszeit diese entsprechend zu steuern
bzw. bei nicht realisierbaren Werten diese zu berichtigen.
2. Belichtungssteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verriegelungsvorrichtung (41a bis 4ig, 46, 10, 11) mit einem
Blendenstellring (41) verbunden ist, die den automatischen Blendenvoreinstellmechanismus bei manueller Betätigung des Blendenstellrings (41) verriegelt,
und daß dabei der Blendensimulierwiderstand (37) entsprechend der Drehung des Blendenvoreinstellelements (38) einstellbar ist
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| JP47123633A JPS4982336A (de) | 1972-12-09 | 1972-12-09 | |
| JP12363372 | 1972-12-09 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2361109A1 DE2361109A1 (de) | 1974-06-12 |
| DE2361109B2 DE2361109B2 (de) | 1977-04-21 |
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