DE2361179C2 - - Google Patents
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
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- B63H20/08—Means enabling movement of the position of the propulsion element, e.g. for trim, tilt or steering; Control of trim or tilt
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art.
Die schwenkbare Befestigung der Antriebseinheit dient unter
schiedlichen Zwecken. Einerseits soll die Antriebseinheit aus
ihrer heruntergeschwenkten Betriebsstellung beispielsweise
durch Auflaufen auf ein Unterwasserhindernis oder auch von
Hand in eine hochgeschwenkte Außerbetriebsstellung verstell
bar sein (Kippen); andererseits soll die Betriebsstellung veränderlich
sein, derart, daß die Schubrichtung der Antriebseinheit an
die jeweilige Lage des Wasserfahrzeugs angepaßt werden kann (Trimmen).
Diesem letzteren Zweck dient die Trimmzylindereinheit, die
einen verstellbaren Anschlag für die Antriebseinheit in deren
Betriebsstellung bildet. Der Trimmzylinder behält seine ge
wählte Stellung auch dann bei, wenn die Antriebseinheit aus
der Betriebsstellung in die Außerbetriebsstellung und wieder
zurückverschwenkt wird. Eine derartige Eigenschaft wird ge
legentlich als Speichervermögen bezeichnet.
Es ist bereits eine Einrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Art bekannt, bei welcher die Schwenkhalterung mit
tels eines daran befestigten Anschlagblockes unmittelbar gegen
die Kolbenstange der Trimmzylindereinheit anliegt (US-PS 35 81 702).
Zwischen der linear beweglichen Kolbenstange und dem eine
Kreisbewegung um die Schwenkachse ausführenden Anschlagblock
findet beim Verschwenken der Antriebseinheit eine vertikale
Reibbewegung statt. Außerdem findet infolge der unvermeidbaren
Elastizität der Motoraufhängung vor allem bei bewegtem Wasser
sowie bei um die Hochachse verschwenktem Motor eine horizontale
Reibbewegung zwischen der Kolbenstange und dem Anschlagblock
statt. Es bilden sich deshalb in der Anschlagfläche des Anschlag
blockes regellos angeordnete Reibspuren aus, welche zu einer er
heblichen Querbelastung der Kolbenstange und damit zu einem Ver
schleiß zwischen Kolben und Zylinder führen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen,
bei der eine den Verschleiß der Trimmzylindereinheit fördernde
Querbelastung der Kolbenstange weitgehend vermieden wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des
Anspruchs 1 enthaltenen Merkmale gelöst.
Durch die Anordnung des Anschlages für die Schwenkhalterung auf
einem gesonderten, um die Achse der Schwenkhalterung schwenkbar
gelagerten Schwenkarm sind die gegenseitigen Bewegungen der
schubübertragenden Flächen so aufgeteilt, daß regellose Bewegun
gen in verschiedenen Richtungen zwischen zwei gegeneinanderlie
genden Flächen nicht auftreten. Da der Anschlag und der damit
zusammenwirkende Gegenanschlag beim Verschwenken der Antriebsein
heit eine Kreisbewegung um die gleiche Achse ausführen, kann an
dieser Stelle keine vertikale Reibbewegung auftreten, sondern
allenfalls nur eine horizontale Reibbewegung, so daß sich eine
definierte, lineare Reibbahn ausbilden kann. Andererseits findet
zwischen der Kolbenstange des Trimmzylinders und dem den Anschlag
tragenden Tragarm nur eine Bewegung in der Schwenkebene statt,
die wiederum eindeutig linear ist.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der
Kolben der Trimmzylindereinheit mit dem Tragarm in Ein- und
Ausfahrrichtung fest verbunden ist, so daß der Anschlag stets
eine durch die Regelstellung der Trimmzylindereinheit bestimmte,
definierte Anschlagstellung einnimmt. Die erforderliche, aus
schließlich in der Schwenkebene stattfindende Relativbewegung
zwischen dem Kolben der Trimmzylindereinheit und dem Tragarm
wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht,
daß der Tragarm einen radial zur Schwenkachse verlaufenden
Längsschlitz aufweist, durch den eine in eine Kolbenstange der
Trimmzylindereinheit eingeschraubte Befestigungsschraube greift
und daß die Kolbenstange einen die Relativdrehung zum Tragarm
verhindernden, in den Längsschlitz eingreifenden Stift trägt.
Da die Trimmzylindereinheit nur für den Vorwärtsschubbetrieb
einen Anschlag darstellt, ist in weiterer Ausgestaltung der
Erfindung vorgesehen, daß zur Übertragung eines die Schwenk
halterung in Abheberichtung belastenden Rückwärtsschubes an
der Schwenkhalterung eine mechanische Sperrklinkeneinrichtung
angeordnet ist, welche lösbar mit dem Anschlag verriegelbar ist.
Durch die US-Re 25 048 ist zwar bereits eine mechanische Sperr
klinke zur Aufnahme des Rückwärtsschubes bekannt, die jedoch
mit einer in herkömmlicher Weise in verschiedenen Ausnehmungen
der Bootshalterung einrastbaren Haltestrebe zusammenwirkt.
Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung, bei welcher zur
Übertragung eines die Schwenkhalterung in Abheberichtung belas
tenden Rückwärtsschubes eine zwischen der Bootshalterung einer
seits und der Schwenkhalterung andererseits angeordnete Kipp
zylindereinheit zum Kippen der Antriebseinheit vorgesehen ist,
ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Trimmzylindereinheit
und die Kippzylindereinheit unabhängig voneinander steuerbar
sind. Auf diese Weise ist auch bei einer derartigen Ausgestaltung
das Speichervermögen, d. h. eine Beibehaltung der Trimmstellung
des Anschlages auch bei einem Verschwenken der Antriebseinheit
aus der Betriebsstellung in die Außerbetriebsstellung, gewähr
leistet. Die Antriebseinheit kann demnach nach einem Aufwärts
schwingen entweder infolge einer Betätigung der Kippzylinderein
heit oder infolge eines Auflaufens auf ein Hindernis entweder
durch Schwerkraft oder durch Wirkung der hydraulischen Kippzy
lindereinheit in die voreingestellte Trimmposition rückgeführt
werden, ohne daß diese Trimmposition erneut eingestellt werden
muß.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeich
nung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise gebrochene und geschnittene Seitenteil
ansicht einer Einrichtung nach der Erfindung;
Fig. 2 eine Rückansicht der in Fig. 1 gezeigten
Einrichtung;
Fig. 3 eine Darstellung ähnlich Fig. 1 für ein weiteres Aus
führungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 4 eine Darstellung der Rückseite der in Fig. 3 gezeigten
Einrichtung.
In Fig. 1 und 2 ist eine Einrichtung nach der Erfindung
dargestellt. Es handelt sich dabei um einen Außenbordmotor 11,
obwohl die Erfindung in gleicher Weise auch auf Heckantriebe
angewendet werden kann, die im Boot angeordnet sind.
Der Außenbordmotor 11, der in Fig. 1 und 2 teilweise darge
stellt ist, hat ein erstes Element oder Bootshalterung 13,
die an den Ausleger 15 des Boots in geeigneter Weise befe
stigt ist. Mit der Bootshalterung 13 ist über eine Schwenkachse
17 eine Schwenkhalterung 19 verbun
den, die vertikal um die Schwenkachse 17 relativ zur Bootshalte
rung 13 zwischen einer unteren und einer oberen Stellung ver
schwenkt werden kann. Mit der Schwenkhalterung 19 ist über
eine Steuerachse 21 eine teilweise dargestellte Antriebseinheit
23 verbunden, die einen Propeller 27 hat, der bei
Normalbetrieb unter Wasser betrieben wird. Die Antriebsein
heit kann horizontal relativ zur Schwenkhalterung 19 so
wie auch vertikal relativ zur Bootshalterung 13 gemeinsam mit der
Schwenkhalterung 19 verschwenkt werden.
Es ist eine Hydraulikvorrichtung 31 zum
Trimmen der Schwenkhalterung 19 relativ zur Bootshalterung 13
vorgesehen, d. h. zur winkelmäßigen Verstellung oder vertika
len Schwenkung der Schwenkhalterung 19 relativ zur Bootshalterung
13 in beiden Richtungen innerhalb eines begrenzten Bereichs,
der von der voll abgesenkten Stellung ausgeht. Auf diese
Weise kann die Schwenkhalterung 19 und die damit verbundene
Antriebseinheit 23 in eine vorgegebene Trimmstellung
wahlweise eingestellt werden. Während auch andere Anordnungen
eingesetzt werden können, besteht die Hydraulikvorrichtung 31
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Anschlag
53 (Fig. 1), auf das ein Gegenanschlag 55 an der Schwenkhal
terung 19 einwirkt, so daß ein Vorwärtsschub von der Antriebs
einheit 23 her übertragen wird, wenn der Außenbordmotor
11 im Vorwärtsbetrieb arbeitet. Ein solcher Schub wird von
dem Anschlag 53 auf den Ausleger 15 übertragen.
Die hydraulische Trimmvorrichtung umfaßt ferner einen Tragarm
57 zur Lagerung des Anschlages 53 zu dessen Bewegung in Vor
wärts- und Rückwärtsrichtung längs einer Kreisbahn, die
mit gleichmäßigem Radius gegenüber der Schwenkachse 17 angeord
net ist. Auf diese Weise bleibt die jeweils richtige Wechsel
wirkung mit der Schwenkhalterung 19 bestehen. Ferner umfaßt die
hydraulische Trimmvorrichtung eine Trimmzylindereinheit 59,
die an der Bootshalterung 13 befestigt ist und eine Kolbenstange 61
enthält, die in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung bewegbar ist.
Zusätzlich ist eine Vorrichtung zur Verbindung des Anschlags
53 mit der Kolbenstange 61 vorgesehen, so daß der Anschlag
53 in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung bei entsprechen
der Verstellung der Kolbenstange 61 bewegt wird.
Bei der beispielsweise dargestellten Konstruktion ist die Kol
benstange 61 mit dem Tragarm 57 für den Anschlag so ver
bunden, daß dieser um die Schwenkachse 17 geschwenkt wird und
damit den Anschlag 53 in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung
bewegt. Die Verbindung zwischen der Kolbenstange 61 und dem
Tragarm 57 dient auch der Begrenzung eines toten Gangs in
Richtung radial zur Schwenkachse 17 während der Wechselbewe
gung der Kolbenstange 61 der Trimmzylindereinheit 59.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel enthält die Trimmzylinder
einheit 59 einen Trimmzylinder 63, der mit der Bootshalte
rung 13 fest verbunden ist, und dessen Achse zumindest teilwei
se in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung verläuft. Vorzugsweise
liegt sie ungefähr tangential zu der Bewegungslinie des unte
ren Endes des Tragarmes für den Anschlag. Der Trimmkolben
65 kann im Trimmzylinder 63 in axialer Richtung verschoben
werden und ist mit der Kolbenstange 61 verbunden, die aus dem
Zylinder 63 herausragt.
Die hydraulische Trimmvorrichtung enthält ferner eine kombinier
te Anordnung 71 aus einem umsteuerbaren Elektromotor und einer
Pumpe, die über zwei Leitungen 73 und 75 mit den beiden Enden
des Trimmzylinders 63 verbunden ist und somit durch wahlweise
Einwirkung eines Druckmediums auf die beiden Seiten des Kolbens
65 eine Kolbenbewegung in beiden Richtungen ermöglicht.
Es können verschiedene Lagerungen für den Anschlag vorge
sehen sein. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist dies
ein länglicher Schwenkarm 81, der an seinem oberen Ende an der
Schwenkachse 17 so befestigt ist, daß er relativ zu ihr ver
schwenkt werden kann. An dem anderen Ende ist ein Halterungsteil 83 zur
Halterung des Anschlags 53 vorgesehen. Der Anschlag
kann also über eine Kreisbahn bewegt werden, der auf die
horizontale Achse oder die Schwenkachse 17 zentriert ist.
Verschiedene Anordnungen können zur Befestigung des Anschlages
53 vorgesehen sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Anschlag 53 ein Block, der durch einen Bolzen oder
anderweitig mit dem Halterungsteil 83 verbunden ist und eine
halbzylindrische Oberfläche hat. Alternativ kann auch ein zy
lindrischer Stift quer zwischen zwei mit seitlichem Abstand
zueinander angeordneten Lagerungen von dem Halterungsteil 83
abstehen.
Verschiedene Möglichkeiten sind zur Verbindung der Kolbenstange
61 mit dem Schwenkarm 81 des Anschlags gegeben, um dessen
Bewegung auf der Kreisbahn in Vorwärts- und Rückwärts
richtung bei Betätigung der Kolbenstange 61 zu ermöglichen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Schwenkarm 81 einen
unteren Teil 85 mit einem etwas länglichen Schlitz oder einer
Öffnung 87, in der eine Befestigungsschraube 89 angeordnet ist, die in das
freie Ende der Kolbenstange 61 eingeschraubt ist und einen Kopf
91 hat, der in dem unteren Teil 85 sitzt. Die Länge der Öff
nung 87 ermöglicht eine Leerbewegung zwischen dem Schwenkarm
81 und der Kolbenstange 61 in einer Richtung radial zur hori
zontalen Achse während der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der
Kolbenstange, die den Anschlag 53 relativ zum Ausleger 15
bewegt.
Es ist ferner eine Vorrichtung vorgesehen, die eine relative
Drehung zwischen der Kolbenstange 61 und dem Schwenkarm
81 verhindert. Im dargestellten Ausführungsbeispiel hat
die längliche Öffnung 87 an ihrem oberen Ende einen vertikalen
Längsschlitz 95, der einen Stift 97 aufnimmt, welcher axial von dem
freien Ende der Kolbenstange 61 absteht. Diese Verbindung er
leichtert das Einschrauben der Befestigungsschraube 89 in die Kolbenstange
durch Verhindern der Drehung der Kolbenstange bei Drehung der
Schraube 89, wobei der Schwenkarm 81 mit der Kolbenstange 61 ver
bunden wird.
Um ein Herausnehmen der Schraube 89 aus der Kolbenstange 61 zu
verhindern, ist er mit einem Nylonelement 99 versehen, durch
das er relativ zur Kolbenstange 61 fixiert wird.
Es ist auch eine Vorrichtung zur Übertragung
eines Rückwärtsschubes von der Antriebseinheit 23 auf die Schwenkhal
terung 19 und zum Kippen der Antriebseinheit 23 aus einer
Trimmstellung in eine angehobene Stellung beim Auflaufen auf
ein unter Wasser befindliches Hindernis oder einer anderen
Krafteinwirkung vorgesehen. Eine solche Anordnung ist in Fig. 1
und 2 sowie in anderer Ausführungsform in Fig. 3 und 4 darge
stellt.
In Fig. 1 und 2 umfaßt die Vorrichtung zur Übertragung eines
Rückwärtsschubes und zum Kippen der Antriebseinheit eine hydrau
lische Kippvorrichtung 101, die zwischen der Schwenkhalterung
19 und der Bootshalterung 13 angeordnet ist. Die hydraulische Kipp
vorrichtung 101 hat einen Hydraulikzylinder zum Anheben und
Absenken der Schwenkhalterung 19 relativ zur voll angehobenen
Stellung, zur Schubübertragung während des Rückwärtsbetriebs
und zum Absorbieren von Stößen beim Auflaufen auf ein Hinder
nis mit der Antriebseinheit 23.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Kippzylinder
einheit 103 mit einem Kippzylinder 104 vorgesehen, der
mit einer der Halterungen 19 und 13 verbunden ist. Ferner ist
ein Kippkolben 105 axial im Kippzylinder 104 bewegbar und mit
einer Kolbenstange verbunden, die mit der jeweils anderen der
beiden Halterungen 19 und 13 verbunden ist.
Die hydraulische Kippvorrichtung 101 hat ferner eine weitere
Kombination 111 aus einem umsteuerbaren Elektromotor und einer
Pumpe, die über Leitungen 113 und 115 mit den beiden Enden des
Kippzylinders 104 verbunden ist, so daß ein Druckmedium auf
die beiden Seiten des Kippkolbens 105 zur Einwirkung gebracht
werden kann. Gemäß der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung
zur Betätigung der Hydraulikvorrichtung 31 unabhängig
von dem Betrieb der hydraulischen Kippvorrichtung 101 vorgesehen.
Diese Vorrichtung umfaßt einen elektrischen Schalter 117 für
drei Schaltstellungen, der von einer AUS-Stellung in zwei ein
ander gegenüberliegenden EIN-Stellungen gebracht werden kann,
in der die Anordnung 71 aus Motor und Pumpe in jeweils einer
von zwei entgegengesetzten Richtungen eingeschaltet werden kann.
Ferner ist eine Vorrichtung zur Betätigung der hydraulischen
Kippvorrichtung 101 unabhängig von der Hydraulikvor
richtung 31 vorgesehen. Diese umfaßt einen weiteren elektri
schen Schalter 119 für drei Schaltstellungen, der in seinen
beiden EIN-Stellungen die Anordnung 111 in einer von zwei
einander entgegengesetzten Betriebsrichtungen einschaltet.
Die Anordnungen 71 und 111 mit jeweils einem umsteuerbaren
Elektromotor und einer Pumpe können über die Schalter 117 und
119 aus einer gemeinsamen Batterie 121 oder einer anderen
Stromquelle betrieben werden. Es sei jedoch darauf hingewie
sen, daß die Anordnung 71 für die Trimmung und die Anordnung
111 für das Kippen unabhängig voneinander betrieben werden
können.
Um eine Aufwärts-Schwenkbewegung der Antriebseinheit 23
beim Auflaufen auf ein Hindernis zu ermöglichen, hat der Kipp
kolben 105 eine Öffnung 121, die einen Druchgang hydraulischer
Flüssigkeit innerhalb des Kippzylinders 104 von der Oberseite zur
Unterseite des Kippkolbens 105 ermöglicht und auf diese Weise als
eine Vorrichtung zur Absorption von Stößen arbeitet, die beim
Aufwärtsschwingen der Antriebseinheit 23 bzw. beim Auflau
fen auf ein Hindernis in Aktion tritt.
Ferner ist in der hydraulischen Kippvorrichtung 101 eine Vor
richtung zur Übertragung eines vorbestimmten Betrags an Rückwärts
schub während des Rückwärtsbetriebs von der Antriebseinheit
23 auf den Ausleger 15 vorgesehen.
Um einen Rückwärtsbetrieb zu ermöglichen, d. h. um ein Aufwärts
schwingen der Antriebseinheit 23 von dem Aulseger 15 während
des Rückwärtsbetriebes des Motors zu verhindern, ist ferner eine
Vorrichtung in der hydraulischen Kippvorrichtung 101 vorgesehen,
die eine Übertragung eines vorbestimmten Betrages an Rückwärtsschub
von der Antriebseinheit 23 auf den Ausleger 15 ermöglich.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist dies an der Öffnung
121 ein Einwegventil 123, das durch eine Feder 125 an einer
Öffnung gehindert wird, bis sich im Kippzylinder 104 ein vor
bestimmter Druck entwickelt hat, der einem vorbestimmten Rückwärts
schub entspricht. Es sei bemerkt, daß der im Kippzylinder
104 entwickelte Druck beim Auflaufen auf ein Hindernis im all
gemeinen den Druck übersteigt, der beim Rückwärtsbetrieb er
zeugt wird.
Beim Betrieb kann die Hydraulikvorrichtung 31 zur
Einstellung der Trimmung der Antriebseinheit 23 im Sinne
eines optimalen Antriebs betätigt werden. Wenn die Antriebs
einheit 23 aus der mit der Hydraulikvorrichtung 31 eingestell
ten Trimmstellung beispielsweise in flachem Wasser angehoben
werden soll, so kann die hydraulische Kippvorrichtung 101 be
tätigt werden. Das nachfolgende Absenken bringt die Antriebs
einheit 23 in die zuvor eingestellte Trimmstellung. In
diesem Zusammenhang sei bemerkt, daß die Hebelarme des Kipp
zylinders 104 und des Trimmzylinders 63 relativ zur horizon
talen Achse und die Drücke, die durch die Anordnung 71 und
111 erzeugt werden, derart bemessen sind, daß die
Hydraulikvorrichtung 31 eine höhere Leistung als die hydraulische
Kippvorrichtung 101 hat und daß die Abwärtsbewegung der hydrau
lischen Kippvorrichtung 101 die Kolbenstange 61 der
Hydraulikvorrichtung 31 nicht nach innen schieben kann. Selbst
verständlich können auch Sicherheitsventile vorgesehen sein,
die die Entwicklung zu hoher Drücke in den beiden Hydraulik
systemen verhindern.
In Fig. 3 und 4 ist eine zweite Anordnung zur Übertragung von
Rückwärtsschub von der Antriebseinheit 23 auf die Bootshalterung 13
und zum Kippen der Antriebseinheit 23 auf der getrimmten
Stellung in eine angehobene Stellung dargestellt. Diese Vor
richtung umfaßt eine Sperrklinkeneinrichtung 151, die auf der
Schwenkhalterung 19 befestigt ist.
Die Sperrklinkeneinrichtung hat zwei mit seitlichem Abstand zu
einander angeordnete Schwenkarme 153, die auf den beiden Sei
ten der Schwenkhalterung 19 durch Schwenkstifte 155 befestigt
sind und an ihren vorderen Enden mit einer Schwenkachse 157
an ein schwenkbares Joch 159 angeschlossen sind, das einen
Querstab 161 hat, welcher mit zwei mit seitlichem Abstand zu
einander angeordneten Schenkeln 163 verbunden ist, die nach
vorwärts und rückwärts verlaufen. Nahe den vorderen Enden ha
ben die Schenkel 163 Hakenteile 165, die auf die haltzylindri
sche Oberfläche des Anschlages 53 während des normalen Rück
wärtsbetriebs einwirken und dabei ein Aufwärtsschwenken der
Antriebseinheit von dem Ausleger 15 weg verhindern. An
den hinteren Enden sind die Schenkel 163 jeweils mit dem un
teren Ende einer oder mehrerer Spannfedern 171 verbunden, die
mit ihren oberen Enden an der Schwenkhalterung 19 verankert
sind.
Ein Betätigungsstab 173 kann auf den Querstab 161 des Jochs
159 einwirken und die Sperrklinkeneinrichtung 151 lösen, wozu die haken
förmigen Teile 165 von dem Anschlag 53 abgehoben werden.
Eine solche Anordnung kann von Hand betätigt werden.
Wenn die Antriebseinheit 23 auf ein unter Wasser befind
liches Hindernis aufläuft, so löst sich automatisch die Sperrklinken
einrichtung 151 und ermöglicht ein Aufwärtsschwingen der Antriebs
einheit 23 aus der getrimmten Betriebsstellung. Bei der
Rückbewegung kehrt die Antriebseinheit 23 automatisch in
die zuvor eingestellte Trimmstellung zurück. Wenn die Antriebs
einheit 23 zur Überprüfung des Propellers 27 angehoben wer
den soll, kann die Sperrklinkeneinrichtung 151 von Hand gelöst und die
Antriebseinheit 23 von Hand angehoben werden.
Falls erwünscht, kann der Kippzylinder auch in Verbindung mit
der Sperrklinkeneinrichtung verwendet werden, so daß ein durch
ihn verursachtes Kippen der Antriebseinheit verhindert wird,
wenn die Sperrklinkeneinrichtung manuell gelöst wird. Ferner kann
auch ein Element zur Absorption von Stößen mit einer solchen
Sperrklinkeneinrichtung verwendet werden, um das Aufwärtsschwin
gen beim Auflaufen auf ein Hindernis zu dämpfen.
Claims (5)
1. Einrichtung zum Befestigen einer Antriebseinheit an
einem Wasserfahrzeug, mit einer am Wasserfahrzeug
zu befestigenden Bootshalterung (13), einer an der
Bootshalterung (13) um eine Schwenkachse (17) in
einer vertikalen Ebene schwenkbar gelagerten, die
Antriebseinheit (23) tragenden Schwenkhalterung (19),
sowie einer an der Bootshalterung (13) fest ange
ordneten, den Vorwärtsschub von der Schwenkhalterung
(19) auf die Bootshalterung (13) übertragenden,
im wesentlichen tangential zu einem Schwenkkreis
um die Schwenkachse (17) ausgerichteten Trimmzylin
dereinheit (59),
dadurch gekennzeichnet, daß an
einem um die Schwenkachse (17) schwenkbar gelager
ten Tragarm (57) ein Anschlag (53) und an der
Schwenkhalterung (19) ein Gegenanschlag (55) vorge
sehen ist, und daß der Kolben (65) der Trimmzylinder
einheit (59) mit dem Tragarm (57) verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (65) der Trimmzylindereinheit (59)
mit dem Tragarm (57) in Ein- und Ausfahrrichtung
fest verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Übertragung eines die Schwenkhalterung (19)
in Abheberichtung belastenden Rückwärtsschubes an
der Schwenkhalterung (19) eine mechanische Sperr
klinkeneinrichtung (151) angeordnet ist, welche
lösbar mit dem Anschlag (53) verriegelbar ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zur Über
tragung eines die Schwenkhalterung (19) in Abhebe
richtung belastenden Rückwärtsschubes eine zwischen
der Bootshalterung (13) und der Schwenkhalterung
(19) angeordnete Kippzylindereinheit (103) zum
Kippen der Antriebseinheit (23) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trimmzylinderein
heit (59) und die Kippzylindereinheit (103) unab
hängig voneinander steuerbar sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (57) einen
radial zur Schwenkachse (17) verlaufenden Längs
schlitz (95) aufweist, durch den eine in eine Kol
benstange (61) der Trimmzylindereinheit (59) ein
geschraubte Befestigungsschraube (89) greift
und daß die Kolbenstange (61) einen die Relativ
drehung zum Tragarm (57) verhindernden, in den
Längsschlitz (95) eingreifenden Stift (97) trägt.
Applications Claiming Priority (1)
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