DE2360369A1 - Verfahren zur oxydation von monosacchariden - Google Patents
Verfahren zur oxydation von monosaccharidenInfo
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Description
236036a
Zh 774 - Wt/My
ICI AMERICA INC., Wilmington, Delaware / USA
Verfahren zur- Oxydation von Monosacchariden
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Oxydation von Monosacchariden
und deren Derivaten.
Bei Oxydationsreaktionen wurde eine Vielzahl von Verbindungen
als Katalysatoren vorgeschlagen. Im allgemeinen wird die Oxydation von Monosacchariden und deren Derivaten durchgeführt, indem man einen Edelmetallkatalysator oder eine
Katalysatormischung verwendet, wobei die Mischung mindestens einen Edelmetallkatalysator enthält.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Oxydation von
Monosacchariden, die mindestens 4 Kohlenstoffatome enthalten,
mehrwertigen Alkoholderivaten der Monosaccharide. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine wäßrige Lösung der Verbindung
mit Sauerstoff oder einem Sauerstoff enthaltenden Gas in Anwesenheit eines Alkalimaterials oder alkalischen Materials
und eines Katalysators behandelt. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator
eine Kupfer- oder Kobaltverbindung wie Kupferglycinat, Kupferacetylacetonat,
Kupferphthalocyanin-disulfonat, Kupferphthalo-
cyanin, Kupferglutamat, Kupferdiäthylen-tetramin-pentaacetat,
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Kobaltglutamat, .Kobaltacetylacetonat, Kobalttrinatriumdiäthylen-tetramin-pentaacetat
oder Kobaltdinatrium-äthylendiamin-tetraacetat verwendet.
Die Oxydationsreaktion wird im allgemeinen durchgeführt, indem
man die wäßrige Lösung der Verbindung, die ein Alkalimaterial und einen geeigneten Katalysator enthält, mit Sauerstoff
oder einem Sauerstoff enthaltenden Gas behandelt.
Verglichen mit den Edelmetallkatalysatoren sind die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten Metallchelate wirtschaftlicher.
Sie werden ebenfalls nicht leicht während des Verlaufs der Umsetzung vergiftet oder verunreinigt, und sie sind
somit leichter zu reaktivieren und zu recyclisieren.
Zusätzlich bringt die Verwendung dieser Metallchelat-Katalysatoren
mit sich, daß keine organischen Lösungsmittel erforderlich sind, was bei den bekannten Oxydationsverfahren häufig
der Fall war. Es ist im allgemeinen nicht wünschenswert, mit solchen Lösungsmitteln in technischem Maßstab zu arbeiten,
und es ist daher vorteilhaft, wenn ein Oxydationsverfahren zur Verfügung steht, das unter Verwendung wäßriger Lösungen
durchgeführt werden kann.
Es wurde gefunden, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
bestimmte Monosaccharide und Monosaccharidderivate in wäßriger
Lösung oxydiert werden können, wobei man ein Metallchelat wie Kobalt- und Kupferchelate als Katalysatoren verwendet.
Monosaccharide, die mindestens 4 Kohlenstoffatome enthalten,
mehrwertige Alkoholderivate dieser Monosaccharide und mehrwertige Säurederivate dieser Monosaccharide werden somit
oxydiert, indem man eine wäßrige Lösung der Verbindung in Anwesenheit
eines alkalischen Materials und eines Katalysators wie Kupferglycinat, Kupferacetylacetonat, Kupferphthalocyanin-disulfonat,
Kupferphthalocyanin, Kupferglutamat, Kupfer-
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BAD DBlQINAL
diäthylen-tetramin-pentaacetat, Kobaltglutamat, Kobaltacetylacetonat,
Kobalttrinatrium-diäthylen-tetr.amin-rpentaäcetat
und Kobaltdinatrium-äthylen-diamin-tetraacetat mit Sauerstoff oder einem Sauerstoff enthaltenden Gas behandelt.
Wie oben beschrieben, betrifft die vorliegende Erfindung die
Oxydation von Monosaccharides und Monosaccharidderivaten,
wobei eine Metallchelatverblndung als Katalysator verwendet wird.
Die Oxydationsreaktion wird durchgeführt, indem man eine wäßrige Lösung des Monosaccharids oder dessen Derivaten,
die ein Alkalimaterial und einen Metallchelatkatalysator enthält, mit Sauerstoff oder einem Sauerstoff enthaltenden
Gas behandelt. . .
Die Verbindungen, die erfindungsgemäß oxydiert werden können, umfassen Monosaccharide und deren Derivate einschließlich
der mehrwertigen Alkohole und mehrwertigen Säuren. Die Monosaccharide, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet
werden können, sind solche, die mindestens 4 Kohlenstoffatome enthalten. Der Ausdruck "Monosaccharide", wie er hierin
verwendet wird, umfaßt sowohl Aldosen als auch Ketosen. Beispiele für Aldosen, d.h. Monosaccharide, die eine terminale
Aldehyd (-CHO)-Gruppe enthalten und die verwendet werden können, sind beispielsweise Glucose, Arabinose und. Threose.
Beispiele für Ketosen, d.h. Monosaccharide, die eine Keto-(^
C=O)-Gruppe enthalten und die hierin verwendet werden können, sind beispielsweise Fructose und Ribulose. Die mehr- '
wertigen Alkohole, die erfindungsgemäß oxydiert werden können, sind Derivate der Monosaccharide, die mindestens 4 Kohlenstoff atome enthalten. Diese Alkohole, die durch Reduktion der
entsprechenden Monosaccharide hergestellt werden, können,
umfassen'Verbindungen wie Sorbit und Mannit. Die letzte
Klasse von Verbindungen, die erfindungsgemäß oxydiert wer- .-.
den können, sind die mehrwertigen Säurederivate .von, Moncsacchariden,
die mindestens 4 Kohlenstoffatome enth^ltejUv-Diesje ,'
Materialien umfassen beispielsweise yerbi.ndungen.-wie, ^Glucan- ,.
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und Muzinsäure, die durch. Oxydation der entsprechenden Monosaccharide
hergestellt werden können.
Katalysatoren, die zur Beschleunigung der Oxydation der oben erwähnten Verbindungen verwendet werden können, sind Kobalt-
und Kupferchelate. Die Ausdrücke "Kobalt" und "Kupfer", wie
sie in der vorliegenden Anmeldung verwendet werden, bedeuten Kobalt(II)- und Kupfer(II)-Verbindungen. Sepzifische Kobaltchelate,
die verwendet werden können, umfassen Kobaltglutamat, Kobaltacetylacetonat, Kobalttrinatrium-diäthylentetramin-pentaacetat
und Kobaltdinatrium-äthylen-diamintetraacetat. Kupferkatalysatoren, die verwendet werden können,
umfassen Kupferglycinat, Kupferacetylacetonat, Kupferphthalocyanin-disulfonat,
Kupferphthalocyanin, Kupferglutamat und Kupfer-diäthylen-tetramin-pentaacetat. Von den oben erwähnten
Katalysatoren wurden mit Kupferchelaten besonders bevorzugte Ergebnisse erhalten.
Die Menge an verwendetem Katalysator kann innerhalb eines großen Bereichs variiert werden. Bevorzugte Ergebnisse wurden
jedoch mit einer Menge an Chelatkatalysator im Bereich von ungefähr 2 bis ungefähr 7 Gew.%, bezogen auf das Gewicht des
Materials, das oxydiert werden soll, erhalten. Besonders bevorzugte Ergebnisse wurden mit einer Katalysatormenge erhalten,
die gleich .ist von ungefähr 3 bis ungefähr 6 Gew.?6,
bezogen auf das Gewicht der Materialien, die oxydiert werden sollen.
Die Oxydationsreaktion der vorliegenden Erfindung wird durchgeführt,
indem zuerst das Monosaccharid oder das Monosaccharidderivat in Wasser löst. Zu der entstehenden Lösung
fügt man die geeignete Menge an Katalysator, wie oben beschrieben. Es ist ebenfalls möglich, erfindungsgemäß eine Mischung
aus zwei oder mehreren der oben erwähnten Katalysatoren zu verwenden.
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Bei der Durchführung der Oxydationsreaktioh fügt man ebenfalls
zu der wäßrigen Lösung des Monosaccharids oder dessen
Derivat ein alkalisches Material. Es wurde gefunden, daß die alkalischen Materialien, die verwendet, werden können,
bei der erfindungsgemäßen Oxydatiohsreaktion nicht kritisch sind* Im allgemeinen kann man irgendein Material* das in
Wasser löslich ist* und das eine wäßrige Lösung mit einem
basischen pH-Wert ergibt, d.h. einem pH-Wert über ungefähr 7»
und das die Umsetzung nicht stört* verwenden. Beispiele von
alkalischen Materialien, die verwendet werden können, sind beispielsweise Natriümbicarbonat, Natriumhydroxyd u.a. Die
Menge an alkalischem Material, die verwendet wird, sollte
ausreichen, um die während der Oxydationsreaktion gebildeten
sauren Materialien in deren Salzform zu überführen. Bei der
Bestimmung der Gesamtmenge an alkalischem Material, das verwendet wird, wurde gefunden, daß, wenn Sauerstoffgas verwendet
wird, eine Menge, die 2 Äquivalenten.an"alkalischem Material
für jedes während.des Verlaufs der Umsetzung verbrauchte
Mol ah Sauerstoff ausreicht. Alternativ kann die Menge an
alkalischem Material bestimmt werden, indem man den pH-Wert
im Verlauf der Umsetzung verfolgt und indem man eine geeignete
Menge an alkalischem Material zufügt, um den pH-Wert im
Bereich von ungefähr 6 bis ungefähr 9 zu halten.
Ein weiteres Verfahren zur Bestimmung der Menge an alkalischem
Material, das verwendet werden soll, besteht darin, die Geschwindigkeit, mit der das Monosaccharid oder dessen Derivat
im Verlauf der Umsetzung verbraucht wird, zu. yerfolgen und
die Natur und die Art der oxydierten* gebildeten Derivate
festzustellen und* basierend auf diesen Berechnungen, alkalisches
Material in einer Menge zuzufügen, die ausreicht, um
die oxydierten Derivate, wenn sie gebildet Werden, zu neutralisieren,
"■ " .
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-O-
Obgleich es für die. Durchführung des erfindungs gemäß en Ver^-
fahrens ni'cht wesentlich ist, ist es bevorzugt, einen Teil
der stÖchiometrisehen Menge an alkalischem Material, die erforderlich
ist, um die gesamten sauren Produkte,die während des Verlaufs der Umsetzung gebildet werden, zu neutralisieren,
zu der Lösung zuzufügen, bevor man Sauerstoff einleitet und die Zugabe von Base während des Verlaufs der Umsetzung
in einer Rate fortzuführen, die ausreicht, um die sauren Materialien, wenn sie gebildet werden, zu
neutralisieren. Es wurde nicht gefunden, daß es für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu allen Zeiten
im Verlauf der Umsetzung wichtig ist, daß ein Überschuß an alkalischem Material in der Reaktionsmischung vorhanden
ist. Wird jedoch der pH-Wert der Mischung erniedrigt, so nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit ab und in einem praktisch
wirtschaftlichen System ist es daher nicht wünschenswert, daß der pH-Wert der Reaktionsmischung so stark abfällt, daß
die Reaktionsgeschwindigkeit stark vermindert wird. Andererseits wurde gefunden, daß bei Erhöhung des pH-Werts die Ausgangsmaterialien
gespalten und oxydiert werden können und Säuren gebildet werden können, die eine geringere Anzahl an
Kohlenstoffatomen besitzen als die Monosaccharide oder deren
Derivate, die in der Reaktionsmischung verwendet v/erden. Wenn es daher gewünscht wird, ein gespaltenes und oxydiertes
Produkt herzustellen, sollte zu der Reaktionsmischung mehr alkalisches Material sowohl zu Beginn als auch im Verlauf
der Umsetzung zugefügt werden als es wünschenswert ist, wenn nichtgespaltene Produkte gebildet werden.
Wie oben erwähnt, können die erfindungsgemäß hergestellten Produkte innerhalb eines großen Bereichs variiert werden,
abhängig von den verwendeten Ausgangsmaterialien und den verwendeten Reaktionsbedingungen, wobei unter die Reaktionsbedingungen die Reaktionszeit, die Temperatur, die Menge an
Katalysator und der pH-Wert fallen. Erfindungsgemäß ist es
ebenfalls möglich, oxydierte Derivate herzustellen, die die
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gleiche Anzahl an Kohlenstoffatomen besitzen wie das Ausgangsmaterial,
oder man kann das Ausgangsmaterial sowohl spaltenals
auch oxydieren, wobei oxydierte derivate gebildet werden, die eine niedrigere Anzahl an Kohlenstoffatomen aufweisen
als sie in dem Ausgangsmaterial vorhanden sind. Wird <
Glucose oxydiert, so ist es möglich, entweder Gluconsäure
oder Weinsäure herzustellen.
Die verwendete Reaktionstemperatur kann von Zimmertemperatur,
dh. der Temperatur der Lösung, ohne daß von außen her erwärmt
oder gekühlt wird, bis zu ungefähr 9O0C variieren. Man
hat keine weiteren Vorteile beobachtet, wenn die Umsetzung
über 900C durchgeführt wurde. Da bei Temperaturen in diesem
Bereich der Siedepunkt des verwendeten Wassers erreicht wird und alle Vorteile, die praktisch erzielt werden, durch die
auftretenden Schwierigkeiten beseitigt werden. Obgleich durch eine Temperaturerhöhung die Reaktionsgeschwindigkeit
der Oxydationsreaktion ebenfalls erhöht wird, wurde
gefunden, daß bei höheren Temperaturen die Neigung des Ausgangsmaterials,
sich zu spalten, erhöht wird. Wenn es daher gewünscht wird, gespaltene und oxydierte Produkte herzustellen,
so sollte die Umsetzung bei höheren Temperaturen erfolgen. Eine Kombination von hoher Temperatur und erhöhter Menge an
alkalischem Material ist im allgemeinen ausreichend, um sicherzustellen, daß die Produkte eine geringere Anzahl an
Kohlenstoffatomen enthalten als das Ausgangsmaterial.
Die Oxydationsreaktion wird durchgeführt, indem man die Reaktionsmischung
in Luftatmosphäre eine geeignete Zeit rührt oder indem man alternativ Luft, Sauerstoff oder ein anderes
Sauerstoff enthaltendes Gas in die Reaktionsmischung einleitet. Um sicherzustellen, daß ein geeigneter Vorrat an Sauerstoff während des Verlaufs der Umsetzung vorhanden ist, ist
es .bevorzugt, Sauerstoff kontinuierlich in die Reaktionsmischung einzuleiten oder die Rcnktion so zu verfolgen';"daßman
sicherstellt, daß Sauerstoff immer zur Verfügung istV "'*"'"
A 0.9 8.2 A/1:1 3 7
BAD
Oxydationsprodukte, die erfindungsgemäß hergestellt werden
können, sind nützlich als Sequestrationsmittel, Zement-und
Mörtel-bzw. Stuckzusatzstoffe, in alkalischen Flaschenwaschmitteln
und in alkalischen Entrostungs- und Aluminiumätzbädern.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken. ,
In den Beispielen wurde die Wirksamkeit der Oxydationsprodukte
als Sequestratxonsmittel bestimmt, indem man den Sequestrationsindex
mit Calciumionen entsprechend dem von Mehltretter et al in 45 "Industrial and Engineering
Chemistry" 2782 (1953), beschriebenen Verfahren bestimmte. Bei diesem Verfahren wird Natriumgluconat, das üblicherweise
als Sequestrationsmittel verwendet, ein Index von 1,0
zugeordnet.
In einen gebogenen Kolben, der mit einem Hochgeschwindigkeitsrührer,
der unter Scherwirkung arbeitet, ausgerüstet ist, fügt man 27 g (150 mMol) Glucose, gelöst in 220 ecm Wasser,
1,5 g Kupferphthalocyanin und 12,6 g (150 mMol)Natriumbicarbonat. Die entstehende Reaktionsmischung wird gerührt und
auf eine Temperatur von 700C während 2 1/2-Stunden erwärmt,
wobei während dieser Zeit Luft in die Reaktionsmischung eingeleitet wird. Gegen Ende dieser Zeit waren 30% Glucose
zu einem Material mit einem Calciumion-Sequestrationsindex von 0,95 oxydiert.
Der in Beispiel 1 verwendete Katalysator wurde gegen Ende der
Oxydationsreaktion wiedergewonnen, indem man die Reaktionsmischung
filtrierte?-und mit Wasser wusch. Der wiedergewonnene Katalysator wurdr, wie in Beispiel 1 beschrieben, mit 27 g '
Glucose, 220 ecm V.a'^sor und 16,8 g NatriuOuicarbonat vermicelli
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' 'BAD ORiQiNAL
Die entstehende Reaktionsmischung wurde in Anwesenheit von
Luft auf eine Temperatur von. 5O0G während 8 Stunden erwärmt.
Gegen Ende der Zeit waren. 60% der Glucose zu einem Produkt
mit einem Caleiümion-Sequestrationsindex von 0,87 oxydiert
worden.
Der Katalysator wurde wiedergewonnen und in einer dritten Umsetzung mit ähnlichen Ergebnissen verwendet. Gegen" Ende
dieser Umsetzung wurde der Katalysator wiedergewonnen und wie in Beispiel 1 beschrieben mit 27 g Glucose in 220 ecm
Wasser und 12,6 g Natriumbiearbonät vermischt. Die entstehende
Reaktionsmischungwurde in Anwesenheit von Luft auf
eine Temperatur von 8Q0C während 3 1/2 Stunden erwärmt.
Gegen Ende der Zeit waren 76% der Glucose zu einem Produkt
mit einem Caleiümion-Sequestrationsindex von 0,74 oxydiert.
Beispiel. 3 '■
Verschiedene Proben aus Glucose wurden hergestellt* indem
man 2,7 g (15 mMol) Glucose in 10 ecm Wasser löste. Zu jeder
dieser Proben fügte man einen der in der5folgenden Tabelle
I aufgeführten Katalysatoren, D.ie entstehende Reaktionsmischung wurde auf 7Q0C erwärmt und Sauerstoffgas wurde
aus einer Gasbürette eingeleitet. Die Menge an verwendetem Sauerstoff und die Reaktionszeit für jede Probe .sind ebenfalls
in der Tabelle I aufgeführt. Eine wäßrige Lösung aus
Natriumhydroxyd wurde in die Reaktionsmisehung im Verlauf
der Umsetzung eingeleitet. Die Gesamtmenge an Natriumhydroxyd, die verwendet wurde, ist in der Tabelle I aufgeführt.
D,as Natriumhydrqxyd wurde so zugegeben, daß das ■
Verhältnis der Mole an zugefügtem Alkalimaterial zu den .Molen an verbrauchtem Sauerstoff ungefähr 2,Q entspricht..
Aus. den. Werten der .Tabelle I ist ersichtlich, daß alle-,
verwendeten Katalysatoren die Qxydeitionsrea.ktj,Qn beschleunigen, . -;.-.-■ , - ,■ ■ :;■ _ - .:
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- ίο -
| Katalysator Reaktions- Menge zeit (Std.) Verbin- (g) dung |
0,15 . 4 1/2 | verwendete mMol °2 |
Gesamtmenge an NaOH (mMol) |
| keine 5 | 0,15 2 2/3 | 8,6 | 14,90 |
| A | 0,174 5 | 12,95 | 22,70 |
| B | 0,15 4 1/2 | 7,14 | 12,53 |
| C | • 0,15 5 | 11,9 | 22,30 |
| D | 0,15 2 1/4 | • 13,0 | 23,48 |
| E | 0,15 1 1/3 | 13,1 | 24,90 |
| P | - Kupferphthalocyanin | 10,7 | 18,75 |
| G | 13,3 | 24,60 | |
| A - | |||
| B - | • Kupferphthalocyanin-disulfonat | ||
| C - | - Kobalt-diäthylen-tetramin-pentaacetat | ||
| D - | ■ Kobaltglutamat | ||
| E - | - Kobaltacetylacetonat | ||
| F - | ■ Kupferacetylacetonat | ||
| G - | ■ Kupferglycinat | ||
| B 6 | i i s ρ i e 1 4 | ||
Verschiedene Monosaccharide und Monosaccharidderivate wurde
erfindungsgemäß oxydiert, indem man 15 mMol der jeweiligen
Materialien, die in der folgenden Tabelle II aufgeführt sind, in 10 ecm YJasser löste. Zu jeder der Lösungen fügte man
0,15 g Kupferglycinat. Die entstehende Reationsmischung
wurde auf 70QC erwärmt und Sauerstoffgas und eine wäßrige
Natriumhydroxydlösung wurden wie in Beispiel 3 beschrieben
zugegeben.
Aus den Werten der folgenden Tabelle II ist ersichtlich, daß alle Materialien erfindungsgemäß leicht oxydiert werden
können.
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| Menge | Tabelle II | Verwendeter | Gesamt-NaOH | |
| Verbindung | (g) | Reaktions | O2 (mMol) | (mMol) |
| 2,25 | zeit (Std*) | 12,5 | .19,55 | |
| Arabinose | 2,71 | 13/4 | 13,8 | 19,5 |
| Levulose | 3,27 | 2 | 10,6· | 12,6 |
| Natriumgluconat | 2,73 | 3 1/2 | 13,1 | 15,3 |
| Sorbit | 5 | |||
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Claims (5)
- r 12-Patentansprücheι Verfahren zur Oxydation von Monosacchariden, die mindestens 4 Kohlenstoffatome enthalten, von mehrwertigen Alkoholderivaten der Monosaccharide und von mehrwertigen Säurederivaten der Monosaccharide durch Behandlung einer wäßrigen Lösung.der ,Verbindung mit Sauerstoff oder einem Sauerstoff enthaltenden Gas in Anwesenheit eines Alkalimaterials und eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysator eine Kupfer- oder Kobaltverbindung wie Kupferglycinat, Kupferacetylacetonat, Kupferphthalocyanindisulfonat, Kupferphthalocyanin, Kupferglutamat, Kupferdiäthylen7tetramin-pentaacetat, Kobaltglutamat, Kobaltacetylacetonat, Kobalttrinatrium-diäthylen-tetramin-pentaacetat oder Kobaltdinatriumäthylen-diamin,tetraacetat verwendet .
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monosaccharid Glucose verwendet.
- 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Katalysator von 2 bis 7 Gew.%, bezogen auf das Gewicht der verwendeten Verbindung, beträgt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Katalysator von 3 bis 6 Gew.% beträgt.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung eine Temperatur von Zimmertemperatur bis 900C hat.AO9824/1137
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US311495A US3860642A (en) | 1972-12-04 | 1972-12-04 | Metal-chelate catalyzed oxidation of monosaccharides and derivatives thereof |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2360369A Withdrawn DE2360369A1 (de) | 1972-12-04 | 1973-12-04 | Verfahren zur oxydation von monosacchariden |
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| DE (1) | DE2360369A1 (de) |
| GB (1) | GB1390488A (de) |
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1973
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- 1973-09-17 GB GB4348773A patent/GB1390488A/en not_active Expired
- 1973-12-04 DE DE2360369A patent/DE2360369A1/de not_active Withdrawn
- 1973-12-04 JP JP48134903A patent/JPS49100033A/ja active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA997783A (en) | 1976-09-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |