DE2359260A1 - Hochmolekulare, lineare poly-1,4butylenterephthalatharze - Google Patents
Hochmolekulare, lineare poly-1,4butylenterephthalatharzeInfo
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Description
PATENTANWALT DR. HANS-GUNTHER EGGERT1 DIPLOMCHEMIKER
5 KÖLN 51, OBERLÄNDER UFER 90 A Ä Λ
Köln, den 26.11.1973 ; Eg/Ax/19o
General Electric Company, 1 River Road, Schenectady 5, New York, USA
Hochmolekulare, lineare Poly-1,4-butylenterephthalat-
harze
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Polybutylenterephthalaten mit sehr hohem
Molekulargewicht in verkürzter Reaktionszeit.
Hochmolekulare lineare Polyesterharze' aus der Gruppe der Poly-1,4-butylenterephthalate sind auf Grund ihrer ausgezeichneten
physikalischen Eigenschaften und der ausgezeichneten Oberflächenbeschaffenheit nach der Formgebung
als einmalig hervorragende Komponenten in thermoplastischen Preß- und Formmassen bekannt. Im Vergleich zu den
niederen homologen Polyestern, z.B. Polyethylenterephthalat und Poly-1,3-propylenterephthalat, kristallisieren
die Poly-1,4-butylenterephthalatharze sehr schnell aus
der Schmelze, so daß sie zu Preß- und Formmassen formuliert werden können, die in üblichen Maschinen bei üblicher
Temperatur und mit üblichen Schußzeiten gepreßt werden können, ohne daß Kristallkeimbi].dungsmittel verwendet
werden müssen. Im Gegensatz zu den niedren homologen Polyestern zeigte sich jedoch, daß die Poly-1,4-butylenterephthalate
während des Erhitzens viel stärker zum Abbau neigen und in Bezug auf die Wirkungen von Beschleunigern,
Reaktionsbedingungen u.dgl. ein überraschend anderes Verhalten zeigen. Dieser Abbau kann durch Zusatz von Inhibitoren
zum fertigen Harz verhindert werden, jedoch ist
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er ein sehr ernstes Problem während der Stufen der Herstellung des Polymerisats, weil die den Abbau verhindernden
Inhibitoren dem Reaktionsgemisch nicht zugesetzt werden können, ohne die Erzielung des notwendigen hohen
Molekulargewichts ernsthaft zu behindern»
Ea wurde nun gefunden, daß durch sorgfältige Wahl der
Temperatur, Zeit und Größe des angelegten Vakuums unter Ausnutzung der Grenzviskosität für die Verfahrenssteuerung
und durch Einführung einer entscheidend wichtigen Menge eines Beschleunigers für die Entfernung von 1,4-Butandiol
in einer entscheidend wichtigen Phase der Reaktion sehr hochmolekulare Poly-1,4-butylenterephthalate
in viel kürzerer Zeit erhalten werden können. Nicht nur die Molekulargewichte sind überraschend höher, als aus
der bisherigen Erfahrung zu erwarten war, sondern die Produkte lassen sich auch ebenso leicht zu Mischungen verarbeiten
und ergeben Formteile, die im wesentlichen die gleichen ausgezeichneten Eigenschaften wie die aus den
"besten bisher bekannten Polyestern hergestellten Formteile aufweisen.
Die Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit den Abbildungen beschrieben, in denen die Grenzviskosität
der Polybutylenterephthalat-Zwischenprodukte und -Endprodukte in Abhängigkeit von der Zeit graphisch dargestellt
ist. Die Kurve (1)-(1) stellt die Ergebnisse eines Vergleichsversuehs dar, bei dem kein Beschleuniger zugesetzt
wurde. Diese Kurve veranschaulicht die Notwendigkeit, die Reaktion langer als 3,5 Stunden durchzuführen, um eine
Grenzviskosität von wenigstens 1,2 dl/g zu erzielen. Die Kurve (2)-(2) stellt die Ergebnisse eines erfindungsgemäß
durchgeführten Versuchs dar und veranschaulicht den Einfloß des Zusatzes von 1,68 Mol.-56 Diphenylcarbonat zum
Reaktionsgemisch, nachdem eine Mindestgrenzviskoaität von 0,65 dl/g erreicht war. Die Kurven (3)-(3) und (4)-(4)
stellen die Ergebniese von zwei Versuchen dar, die nicht
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gemäß der Erfindung durchgeführt wurden, und "bei denen
die gleiche Menge Diphenylcarbonat vorzeitig, doh„ vor
Erreichen einer Grenzviskosität von 0,65 dl/g zugesetzt wurdeo .
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von hochmolekularen linearen Poly-1 ,4-butylenterephthalaten in
verkürzter Reaktionszeit nach einem Verfahren, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß man
a) einen Bisester von 1,4-Butandiol und einer Terephthalsäure
auf eine Temperatur von etwa 250° "bis 275°C unter einem Vakuum von etwa 5 "bis 25 mm Hg erhitzt
und das 1,4-Butandiol so, wie es gebildet wird, entfernt
und das Erhitzen fortsetzt, "bis die Grenzviskosität des Polyester-Zwischenprodukts wenigstens 0,65
dl/g, berechnet aus dem gemessenen Wert in einem 60:40-Gemisch von Phenol und Tetrachloräthan "bei 300C,
erreicht,
b) dem Polyester-Zwischenprodukt etwa 0,5 "bis 3 Mol eines
Diarylcarbonats pro 100 Mol des in der Stufe (a) gebildeten Polyester-Zwischenprodukts zusetzt und
c) ein Hochvakuum von etwa 0,01 bis etwa 1,0 mm Hg anlegt
und hierdurch das 1,4-Butandiol so, wie es gebildet
wird, entfernt und das Erhitzen fortsetzt, bis die auf die vorstehend unter (a) angegebene Weise
berechnete Grenzviskosität des Polyester-Endprodukts wenigstens etwa 1,2 dl/g erreichte
Ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung ist die Maßnahme der Herstellung des in der Stufe (a) verwendeten Bisesters
von 1,4-Butandiol und Terephthalsäure durch Umsetzung
von 1,4-Butandiol und Dimethylterephthalat in einem Molverhältnis von etwa 2:1 unter Alkoholysebedingungen,
bis die Entwicklung von Methanol durch das Reaktionsgemisch im wesentlichen aufhört.
409823/10 3.1.
Ein weiteres bevorzugtes Merkmal ist die Durchführung des Verfahrens mit der Alkoholyse von 1,4-Butandiol und
Dimethylterephthalat bei Normaldruck und die anschliessende Durchführung der Stufe (a) in zwei Phasen, in denen
Ao der Bisester von 1,4-Butandiol und Terephthalsäure
unter den oben angegebenen Temperatur- und Vakuumbedingungen nur so lange erhitzt wird, bis ein Vorpolymerisat,
das eine in der vorstehend unter (a) angegebenen Weise berechnete Grenzviskosität von wenigstens
0,20 dl/g hat und bei 250O normalerweise fest ist, gebildet worden ist, worauf das Erhitzen unterbrochen,
das Gemisch gekühlt und das feste Vorpolymerisat isoliert
wird, und
B. das feste Vorpolymerisat erneut geschmolzen und unter den oben unter (a) genannten Bedingungen erhitzt wird,
bia das Polyester-Zwischenprodukt gebildet worden ist„
Die nach dem verbesserten Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten hochmolekularen linearen Poly-1,4-butylen—
terephthalatharze können Gruppen, die von anderen Glykolen wie Äthylenglykol, 1,3-Propandiol, 1,4-Dimethylolcyclohexan
uedgl. und von anderen Dicarbonsäuren wie Isophthalsäure,
Bernsteinsäure, Naphthalindicarbonsäure Uodgl,
abgeleitet sind, in geringen Mengen von beispielsweise bis zu etwa 15 Mol.-$>
enthaltene
' Das Molekulargewicht des Endprodukts ist so hoch, daß die beispielsweise an einer Lösung in einem 60s40-Gemisch
von Phenol und Tetrachlorkthan bei 30°C gemessene Grenzviskosität
etwa 1,2 bis 2,0 dl/g beträgt«, Diese hohen Molekulargewichte sind in nur etwa 2 Stunden unter hohem
Vakuum erreichbar, während normalerweise etwa 4 oder 5 Stunden erforderlich sind0
Das Verfahren gemäß der-Erfindung wird bezüglich der Verfahrensstufen
und der Reaktionsteilnehmer im allgemeinen
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wie folgt durchgeführt: Ein festes Vorpolymerisat, das aus einem Bisester von 1,4-Butandiol und Terephthalsäure
"besteht, der in üblicherweise "beispielsweise durch Alkoholyse
von 1,4-Butandiol und Dimethylterephthalat bei erhöhten Temperaturen wahlweise in Gegenwart eines Katalysators,
z.Bo eines Titanatesters und/oder einer Antimonverbindung, hergestellt worden ist, wird geschmolzen und
unter vermindertem Druck, "beispielsweise unter dem Vakuum einer Wasserstrahlpumpe von beispielsweise 5 bis 25 mm
Hg auf eine Temperatur von beispielsweise 200° bis 275°C erhitzt. Unter diesen Kondensationsbedingungen wird
1,4-Butandiol entwickelt, und die Kettenläbge des Polymerisats
und die Grenzviskosität steigen. Das Erhitzen wird fortgesetzt, während Proben zur Bestimmung der Grenzviskosität
entnommen werden. Sobald das Polyester-Zwischenprodukt wenigstens 0,65 dl/g erreicht hat, wird das
Vakuum aufgehoben und das Diarylearbonat zugesetzt und
gut zugemischt. Die Art des Diarylearbonats ist nicht besonders wichtig» Die Arylreste können beispielsweise
Phenylreste oder substitiierte Phenylreste, Haphthylreste
oder substituierte Faphthylreste u.dgl. sein. Der Einfachheit
und Wirtschaftlichkeit halber wird als Diarylearbonat vorzugsweise entweder Diphenylcarbonat oder
Di-o-Tolylcarbonat verwendet, wobei Diphenyloarbonat besonders bevorzugt wird. Die verwendete Mindestmenge des
Garbonats ist nicht entscheidend wichtig, jedoch wird mit etwa 0,5 Mol Carbönat pro 100 Mol (d.h. mit. 0,5 Mol.-jt)
des Polyester-Zwischenprodukts eine brauchbare Reaktionsgeschwindigkeit
erzielt. Es ist in einem gewissen Maße wichtig, nicht über 3 Mol Diarylearbonat pro 100 Mol
Polyester-Zwischenprodukt hinauszugehen, weil größere Mengen die Neigung haben, die Kondensationsgeschwindigkeit
herabzusetzen. Eine bevorzugte gegenseitige Abstimmung von Wirtschaftlichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit ist
innerhalb des Bereichs von 1,5 his 2,0.MoI Diarylearbonat
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pro 100 Mol Polyester-Zwischenprodukt gegebene In Beispiel T wird ausführlich beschrieben, wie diese Berechnung
durchgeführt wird.
Nach der Zugabe des Diarylcarbonats zum Vorpolymreisat
wird Hochvakuum angelegt, worauf die Polymerisation unter Verwendung der Grenzviskosität als Orientierungspunkt
bis zum gewünschten G-rad durchgeführt wird. Die unter einem Hochvakuum von etwa 0,01 bis etwa 1,0 mm Hg verstrichene
Zeit wird zur Messung der Reaktionszeit unter den entscheidend wichtigen Kondensationsbedingungen verwendet.
Dieses Hochvakuum wird beispielsweise mit einer mechanischen Pumpe erreicht.
Wie die Abbildung zeigt, ist es entscheidend wichtig, das als Beschleuniger dienende Diarylcarbonat in einer Poly—
merisationsphase zuzusetzen, in der das Polyester-Zwischenprodukt eine Grenzviskosität von wenigstens 0,65 dl/g
erreicht hat. Dies ist besonders deutlich aus den Daten erkennbar, die durch die Kurven (3)-(3) und (4)-(4) dargestellt
werden. Bei dem Versuch, dessen Ergebnisse durch die erstgenannte Kurve dargestellt werden, wurde Diphenylcarbonat
etwas zu früh zugesetzt, als die Viskosität noch etwas unter 0,65 dl/g (extrapoliert). lag. Die Kurve
zeigt, daß die während einer Zeit von 2 Stunden erreichte maximale Grenzviskosität nur etwas über 1,01 dl/g lag.
Natürlich wäre es möglich, durch längeres Erhitzen unter diesem Druck ein Molekulargewicht zu erreichen, das dem
des Kontrollversuchs nahekommt, jedoch wird hierdurch der Gesamtenergiebedarf, z.B. für Wärme, Rühren und
Vakuum, erhöht, und ein äußerst wichtiges Ziel dieses Verfahrens wurde nicht erreicht.
Noch aufschlußreicher sind die Daten., die durch die Kurve (4)-(4) dargestellt werden. Sie zeigen, daß die
Polymerisationsgeschwindigkeit steigt, wenn das Diphenylcarbonat dem Gemisch viel zu früh, d.h. bei einer Grenzviskosität
von weniger als 0,4 dl/g zugesetzt wird, das
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jedoch die Geschwindigkeit nie die des Kontrollversuchs erreicht.
Bevorzugte Ausführungsformen werden durch die folgenden
Beispiele veranschaulicht, die die Herstellung von Polyesterharzen
nach dem neuen Verfahren gemäß der Erfindung' ■beschreiben. Für Vergleichszwecke werden mehrere Verfahren
beschrieben, um die Verbesserungen, die durch das Arbeiten in der vorgeschriebenen Weise erzielt werden,
deutlich zu machen«
Ein Gemisch, das einen ^iaester von 1,4-Butandiol und
Terephthalsäure enthält, wird hergestellt, indem 50 Teile Dimethylterephthalat, 46,4 Teile 1,4-Butandiol (Diol/
Diester-Molverhältnis 2:1) und 0,035 Teile Tetra-2-äthylhexylorthotitanat
in einem Reaktor auf eine Temperatur oberhalb von 1500C erhitzt werden, bis kein Methanol mehr
übergeht. Das Erhitzen wird fortgesetzt, bis die Grenzviskosität, die aus dem gemessenen Wert einer Probe in
einem 60:40-Gemisch von Phenol und Tetrachloräthan bei
300C berechnet wird, 0,20 dl/g erreicht. Das Gemisch wird
dann der Abkühlung und Erstarrung überlassen.
In einen 1 1-Reaktor aus nichtrostendem Stahl werden
600 g des Vorpolymerisats gegeben, das aus Diol und Dimethylterephthalat
im Molverhältnis von 2:1 bestehtβ Ein
bei 2600C gehaltenes Ölbad wird verwendet, um das Produkt
zu erhitzen und die Temperatur des Reaktors während des gesamten Prozesses aufrecht zu erhalten. Nach 2 Stunden
ist das Vorpolymerisat vollständig geschmolzen, worauf ein Vakuum von 9 bis 10 mm Hg mit einer Wasserstrahlpumpe
angelegt wird. Nach 15 Minuten wird eine Hochvakuumpumpe verwendet, um ein Vakuum von 0,5 mm Hg anzulegen«,
(Dieser Zeitpunkt wird als Zeit Null oder tQ bezeichnet.)
Eine Stunde nach tQ wird bei 0,1 mm Hg eine kleine Probe
genommen, deren Grenzviskosität 0,52 beträgt. 1,5 Stunden nach tQ wird bei 0,1 mm Hg eine zweite Probe genommen,
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die eine Grenzviskosität von 0,66 dl/g hat„ Das Vakuum
wird dann aufgehoben, worauf 8,8 g (0,041 Mol, 1,68 MoI-^)
Diphenylcarbonat dem Polyester-Zwischenprodukt zugesetzt werden. (Aus 600 g Ausgangsmaterial sind schließlich 60 g
1,4-Butandiol entfernt und 540 g Produkt gebildet worden,
540 g/200 g pro wiederkehrende Einheit = 2,46 Mol wiederkehrende Einheit. 1,68 Mol-# Diphenylcarbonat werden verwendet,
bezogen auf 1,68$ χ 2,46 = 0,041 Mol Diphenylcarbonat
oder 214 g/Mol χ 0,041 Mol = 8,8 g.) Das Gemisch wird 2 Minuten bei Normaldruck und dann 5 Minuten unter
dem Vakuum einer Wasserstrahlpumpe gerührt, worauf 10 Minuten ein Hochvakuum von etwa 0,1 mm Hg angelegt
wird. Eine Probe wird 1 Stunde und 40 Minuten nach t (ausschließlich der zwei plus fünf Minuten bei Normaldruck
und dem Vakuum der Wasserstrahlpumpe) entnommen« Sie hat eine Grenzviskosität von 1,17 dl/g. Die Reaktion
wird fortgesetzt, und 1 Stunde und 50 Minuten nach tQ (ausschließlich der vorstehend genannten 2 plus 5 Minuten)
wird eine weitere Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 1,33 ,dl/g hat. Die Reaktion wird 2 Stunden nach
t beendete Die Grenzviskosität beträgt nun 1,39 dl/g.
Die Ausbeute an hochmolekularem Polyester beträgt 562,6 g,
Die bei diesem Versuch erhaltenen Ergebnisse sind in der Abbildung als Kurve (2)-(2) graphisch dargestellte Die
Darstellung zeigt, daß die Polymerisationsgeschwindigkeit unmittelbar nach der Zugabe des Diarylcarbonats ganz erheblich
steigt»
Zum Vergleich werden drei weitere Versuche bei 260°C nach dem in Beispiel 1 beschriebenen allgemeinen Verfahren,
jedoch mit den folgenden Abweichungen durchgeführt:
Vergleichsversuch A; Kein Diphenylcarbonat wird zugesetzt.
1 Stunde nach t bei 0,07 mm Hg wird eine Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 0,54 dl/g hat. 1,5 Sturd en
nach tQ bei 0,1 mm Hg wird eine Probe genommen, die eine
U 0 y ü 1 3 / i 0 3 1
Grenzviakosität von 0,72 hat« 2 Stunden nach tQ bei
0,2 mm Ht wird eine Probe genommen, deren Grenzviskosität 0,80 dl/g "beträgt. 2,5 Stunden nach tQ wird bei 0,1 mm Hg
eine Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 0,96 dl/g hat. 3 Stunden·nach t wird eine Probe genommen,
deren Grenzviskosität 1,03 dl/g beträgt. 3/5 Stunden nach
t wird bei 0,5 mm Hg eine Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 1,18 dl/g hat„ Die Reaktion wird
4 Stunden nach t beendet«, Eine Probe wird genommen, derer
Grenzviskosität 1,12 dl/g beträgt,,
Dieses Vergleichsprodukt hat eine niedrigere Grenzviskosität und erfordert zur Herstellung eine längere Zeit
als das gemäß Beispiel 1 hergestellte Produkt«
Die bei diesem Vergleichsversuch A erhaltenen Ergebnisse
sind in der Abbildung &^-s Kurve (1)-(1) graphisch dargestellt.
Die Darstellung zeigt, daß selbst bei der doppelten Reaktionszeit das Vergleichsprodukt aicht die Grenzviskosität
des gemäß Beispiel 1 hergestellten Produkts erreicht»
Vergleichsverwuch Bi Eine Stunde nach t wird bei 0,1 mm
Hg eine Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 0,47 dl/g hat. 1,5 Stunden nach tQ wird das Vakuum aufgehoben,
worauf 1,68 MoI-^ Diphenylcarbonat zugesetzt werden
und das Gemisch 2 Minuten bei Normaldruck, 5 Minuten unter dem Vakuum einer Wasserstrahlpumpe und 10 Minuten
bei 0,1 mm Hg gerührt wird, 1 Stunde und 40 Minuten nach t (ausschließlich der 2 plus 10 Minuten) wird eine
Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 0,79 dl/g hat ο ;1 Stunde und 50 Minuten nach t wird bei 0,1 mm Hg
eine Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 0,97 dl/g hat ο Die Reaktion wird 2 Stunden nach t beendet»
Die Grenzviskosität beträgt nun 1,13 dl/g.
Die bei diesem Vergleichsversuch B erhaltenen Daten und Ergebnisse sind in der Abbildung durch die Kurve (3)-(3)
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graphisch dargestellt. Die Kurve zeigt, daß auch dann,
wenn das Diphenylcarbonat zugesetzt wird, während die Grenzviskosität des Polyester-Zwischenprodukts nur leicht
unter dem Mindestwert von 0,65 dl/g liegt, der bei dem in Beispiel 1 beschriebenen Versuch eingehalten wurde,
die Polymerisationsgeschwindigkeit steigt, aber das Molekulargewicht des Produkts selbst nach 2 Stunden nicht den
Wert von 1,2 dl/g erreicht.
Die nachteilige Wirkung der zu frühen Zugabe des Diphenylcarbonats
wird durch den folgenden Versuch noch deutlicher veranschaulicht.
Vergleichsversuch C: 1 Stunde nach t wird bei 0,5 mm Hg
eine Probe genommen, die eine Grenzviakosität von 0,37 dl/g hat. Aus einem unerklärlichen Grund beträgt das
Vakuum 1,5 Stunden nach t 0,4 mm Hg, und die Grenzviskosität einer Probe liegt noch bei nur 0,37 dl/g. Das
Vakuum wird jedoch aufgehoben, worauf 1,68-Mol-^ Diphenylcarbonat
zugesetzt werden, das Gemisch 2 Minuten bei Normaldruck, 5 Minuten unter dem Vakuum der Wasserstrahlpumpe
und dann 10 Minuten unter einem Hochvakuum von 0,15 mm Hg gerührt wird. Eine genommene Probe hat eine
Grenzviskosität von nur 0,60 dl/g. 1 Stunde-und 50 Minuten
nach t (ausschließlich der 2 plus 5 Minuten) wird eine Probe genommen, die eine Grenzviskosität von 0,66 dl/g
hat. Die Reaktion wird 2 Stunden nach t beendet. Die Grenzviskotität beträgt nun 0,70 dl/g.
Die bei diesem Vergleichsversuch C erhaltenen Daten und
Ergebnisse sind in der Abbildung als Kurve (4)-(4) graphisch dargestellt. Die Kurve zeigt, daß die Grenzviskosität
des Produkts nicht einmal auf die Höhe steigt, die beim Kontrollversuch bei vergleichbaren Reaktionszeiten
erreicht wird, wenn das Diphenylcarbonat zugesetzt
wird, während die Grenzviskosität des Polyester-Zwischenprodukts wesentlich unter 0,65 dl/g liegt.
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Weitere Modifikationen des in Beispiel 1 beschriebenen Versuchs ergeben Verfahren, die in den Rahmen der Erfindung
fallen. Beispielsweise kann anstelle eines Bisesters von 1,4-Butandiol und Terephthalsäure ein Bisester von
1,4.-Butandiol mit einem 98:2-Gemisch von Terephthalsäure
und Isophthalsäure, ein Bisester von 1,4-Butandiol mit einem 99:1-Gemisch von Terephthalsäure und Adipinsäure
oder ein Bisester eines 98:2-Gemisches von 1,4-Butandiol und Glycerin mit Terephthalsäure verwendet werden. Anstelle
von Diphenylcarbonat. kann Di-ot-tolylcarbonat oder
Di-ß-naphthylcarbonat verwendet wordene
Auf Grund ihrer ausgezeichneten physikalischen, mechanischen, chemischen, elektrischen und thermischen Eigenschaften
können die nach dem Verfahren gemäß der iirfindung hergestellten Polyester für.die verschiedensten
Zwecke verwendet werden. Sie können allein oder in Mischung mit anderen Polymerisaten als Preßpulver verwendet
werden und verstärkende Füllstoffe wie Glasfasern und nicht verstärkende Füllstoffe wie Holzmehl, Stoffasern,
Tone u.dgl β sowie feuerhemmende und flammwidrig machende
Mittel, Pigmente, Farbstoffe, Stabilisatoren, Weichmacher enthalten.
409823/10 3
Claims (1)
- Patentansprüche\jj Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen, linearen Poly-1,4-butylenterephthalatharzen, dadurch gekennzeichnet, daß mana) einen Bisester von 1,4-Butandiol mit einer Terephthalsäure auf eine Temperatur von etwa 250 bis 275 C unter einem Vakuum von etwa 5 bis 25 mm Hg erhitzt, das 1,4-Butandiol so, wie es gebildet wird, entfernt und das Erhitzen fortsetzt, bis die Grenzviskosität des Polyester-Zwischenprodukts wenigstens 0,65 dl/g erreicht, berechnet aus dem in einem 60:40-Gemisch von Phenol und Tetrachloräthan bei 30 C gemessenen Wert,b) dem Polyester-Zwischenprodukt etwa 0,5 bis 3 Mol eines Diarylcarbonats .pro 100 Mol des in der Stufe (a) gebildeten Polyester-Zwischenprodukts zusetzt undc) ein Hochvakuum von etwa 0,01 bis 1,0 mm Hg anlegt, das 1,4-Butandiol so, wie es gebildet wird, entfernt und das Erhitzen fortsetzt, bis die Grenzviskosität des Polyester-Endprodukts einen auf die vorstehend unter (a) angegebene Weise berechneten Wert von etwa 1,2 dl/g erreicht.Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die zusätzliche Stufe, in der man den in Stufe (a) verwendeten Bisester von 1,4-Butandiol und Terephthalsäure herstellt, indem man 1,4-Butandiol und Dimethylterephthalat im Molverhältnis von wenigstens etwa 2:1 unter Alkoholysebedingungen umsetzt, bis im wesentlichen kein Methanol mehr durch das Reaktionsgemisch abgegeben wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich-409823/1Ü31net, daß als Diarylcarbonat Diphenylcarbonat verwendet ■wird ο4. Verfahren nach Anspruch 1 "bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß das Diarylcarbonat in der Stufe (Td) in einer Menge von etwa 1,5 "bis 2,0 Mol pro 100 Mol des in der Stufe (a) gebildeten Polyester-Zwischenprodukts zugesetzt wird.5. Verfahren nach Anspruch 1 Ms 4,.dadurch gekennzeichnet, daß man die Alkoholyse bei Normaldruck und die Stufe (a) in zwei Phasen durchführt, wobei manA. den Bisester von 1,4-Butandiol und Terephthalsäure unter den angegebenen !Temperatur- und Vakuumbedingungen nur so lange erhitzt, bis ein Vorpolymerisat, das eine Grenzviskosität von wenigstens 0,20 dl/g hat, berechnet auf die in der Stufe (a) angegebene Weise, und bei 250C normalerweise fest ist, erhalten worden ist, und das Erhitzen unterbricht, das Gemisch kühlt und das feste Vorpolymerisat isoliert undB. das feste Vorpolymerisat erneut schmilzt und unter den Bedingungen der Stufe (a) erhitzt, bis das Polyester-Zwischenprodukt gebildet worden ist«6. Hochmolekulare, lineare Poly-1,4-butylente^hthalatharze erhältlich nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 5.4098 23/1 03 1Leerseite
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-
1973
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- 1973-10-11 AU AU61283/73A patent/AU477270B2/en not_active Expired
- 1973-10-17 CA CA183,637A patent/CA1017095A/en not_active Expired
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- 1973-11-27 NL NL7316229A patent/NL7316229A/xx not_active Application Discontinuation
- 1973-11-28 DE DE19732359260 patent/DE2359260A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0004343A3 (en) * | 1978-03-25 | 1979-10-17 | Basf Aktiengesellschaft | Process for the preparation of linear high-molecular saturated polyesters |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT1001681B (it) | 1976-04-30 |
| AU477270B2 (en) | 1976-10-21 |
| AU6128373A (en) | 1975-04-17 |
| CA1017095A (en) | 1977-09-06 |
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| NL7316229A (de) | 1974-05-31 |
| JPS4983797A (de) | 1974-08-12 |
| GB1422676A (en) | 1976-01-28 |
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