DE2355869A1 - Verfahren und vorrichtung zur pruefung von auskleidungen in apparaten - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur pruefung von auskleidungen in apparatenInfo
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Description
. 1Α-43 885
Beschreibung .
zu der Patentanmeldung " 2355869
F. Hoff mann-La'Roche & Co. Aktiengesellschaft,
Basel, Schweiz/
Yerfa.hren und Vorrichtung zur Prüfung von Auskleidungen.
in Aüüäraten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur elektrischen Peststellung von Beschädigungen
einer korrosionshindernden Auskleidung auf.der Stahlwandung eines Apparates. - - .
Im Chemiebetrieb werden für die Verarbeitung agressiver Medien häufig emaillierte Reaktionskessel verwendet. Selbst
bei kleinsten unentdeckten Schaden in der Emailauskleidung
kann Korrosion den Kessel so stark beschädigen, dass dieser unbrauchbar und irreparabel wird. Ss ist daher angezeigt,
die Evaillierung solcher Apparaturen ständig zu überwachen,
um Schaden sofort festzustellen. Rechtzeitig erkannte Be- Schädigungen
können mittels sogenannter Tantal-Plomben repariert werden.
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Die bisher angewandten Verfahren beruhten auf der Kessung eines elektrischen Widerstandes zwischen einer in
die Flüssigkeit eingetauchten Elektrode und der Kesselwand. In einem emaillierten Gefäss, welches schon mit mehreren
Tantal-Plomben repariert worden ist und auf denen (z.B. durch das Kedium bedingt) sich keine isolierende Schicht bilden
kann, hat sich die Prüfung durch" Yfiderstandsmessung jedoch
als unbrauchbar erwiesen, da in diesem Fall die Tantal-Plomben eine
Beschädigung der Emailschicht vortäuschen würden.
Die Erfindung·liegt die Aufgabe zugrunde, den angeführten
Nachteil zu beheben.
Erfindungsgemäss wird dies erreicht durch Messung ' des
Stromes zwischen- einer Platinelektrode in einem elektrisch
leitenden Medium in dem Apparat und der exponierten Stahlfläche
bei einer schadhaften Auskleidung, wobei die Platinelektrode und die exponierte Stahlfläche ein Pt-Fe-Element
bilden.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgenässen Verfahrens, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine in Inneren des
Apparates angeordnete und von diesem elektrisch isolierte Platinelektrode, die bei Beschädigung der Auskleidung und
bei Anwesenheit eines Elektrolyts im Apparat mit der exponierten Stahlfläche ein Pt-Fe-Element bildet, einen
niederohmigen Messwiderstand als Aussenverbindung zwischen der Platinelektrode und der Stahlwandung des Apparates und
ein -Messinstrument zur Ermittlung und Anzeige des Spannungsabfalls
über den Messwiderstand enthält, wobei die Grosse des Spannungsabfalls, welche durch die Grosse des vom Pt-Fe-Ülement'
gelieferten Stroms bestimmt wird, das Ausnass der Beschädigung der Auskleidung anzeigt.
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Im Folgenden wird anhand der beiliegenden Zeichnungen
eine bevorzugte Ausführungsf orin der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen: .
'Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur kontinuierlichen
Ueberwachung einer Eiaailauskleidung.
Fig. 2
Das Ersatzschaltbild der Ueberwachungsvorrichtung, wobei der defekte Apparat durch das Pt-Fe-Element dargestellt
ist.
Fig. 5
Das Blockschema der Anzeigeeinrichtung einer
industriellen Ueberwachungsvorrichtung mit einen Koinpensationsschreiber
für 50 mV, mit Netzanschluss und Alarsikontakt'en, einer Alarmlampe und einem Messwiderstand von 100 Ohni mit
Abgriff zum Eichen bei Inbetriebnahme.
Der in Fig. 1 schematisch in Schnitt gezeigte Apparat (1)
besitzt eine Stahlwandung (2), die auf der Innenseite mit einer Emailschicht.(3) überzogen ist. An einigen Stellen, an
denen die Emailschicht bereits früher Beschädigungen aufgewiesen hatte, befinden sich sogenannte Tantal-Plomben (4),
die zur Reparatur eingesetzt wurden. Eine vom Apparat
elektrisch isolierte Platinelektrode (5) ist im Inneren des Apparats angeordnet. Die Platinelektrode ist über einen
ausserhalb des Apparats liegenden 100 0hm Messwiderstand (6)
mit der Wandung (2) des Apparats verbunden. Ein Millivoltmeter und/oder Anzeigegerät (7) ist.parallel zum Kesswiderstand
geschaltet.
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Bei Beschädigung der .Emailschicht und Anwesenheit eines
elektrisch leitenden Mediums (8) im Apparat, bildet die Platinelektrode (5) mit der exponierten Stahlfläche (9) ein
Pt-Pe-"Element. Ein von diesem Element gelieferter Strom
fliesst dann durch den Messwiderstand (6). Dieser Strom, der mit dem Millivoltmeter (7) durch Messung des Spannungsabfalls
über den Messwiderstand ermittelt wird, ist ein Mass für die Auflösungsgeschwindigkeit des Eisens, und. daher
für das Ausmass der Beschädigung der Emailschicht.
Die Kriterien zur Wahl des zweckmässigsten Wert des
Kesswiderstandes ergeben sich einerseits aus dem unten beschriebenen
Hessprinzip, andererseits aus dem Bestreben, der. höchstenRauschabstand bei der Signalmessung zu erreichen,
damit die Beschädigungen der Emailschicht eindeutig erkannt werden können.
Das Kessprinzip kann anhand des Ersatzschaltbildes in Fig. 2 erläutert werden. Eine erste Spannungsquelle (1O) und
deren Quellenwiderstand stellen das Pt-Ta-Element dar, das zwischen der Platinelektrode (5) und. den Ausbesserungsteilen ·
aus Tantal (4) entstehen kann, wenn auf diesen Ausbesserungsteilen sich keine vollständig isolierende Schicht bildet.
Eine zweite Spannungsquelle (11) und deren Quellenwiderstand
stellen das Pt-Pe-Element dar, dass sich bei schadhafter
Emailschicht zwischen der Platinelektrode (5) und der exponierten Stahlfläche (9) bildet. Ein Schalter (12) ermöglicht
die Darstellung des guten oder schadhaften Zustande 'der Emailschicht. Der Widerstand (6) und das Killivoltmeter
und/oder Anzeigegerät (7) dienen zur Strommessung. Wenn der Schalter (12) offen ist, entspricht dies der Emailschicht
in gutem Zustand, d.h. das Pt-Fe-Element (11)'ist nicht
vorhanden und allein das Pt-Ta-Element (1O) und die even-_
tuellen Störquellen bilden eine Spannung, die aber . bei Belastung mit einen 100 Ohm Ilesswiderstand (6) zusarnnen-
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SAD ORIGINAL
bricht, denn der resultierende Innenwiderstand des Pt-Ta-Elementes
und eventueller Storquellen ist viel grosser als
der Messwiderstand. Wenn der Schalter (12) geschlossen ist, entspricht dies einer beschädigten Emailschicht, das Pt-Fe-Elenient
(11) ist vorhanden und ein markant er-Anstieg der. gemessenen
Spannung erfolgt, denn der Innenwiderstand des Pt-Pe-Elementes ist kleiner als der Messwiderstand, so
dass beim Pt-Fe-Element — im Gegensatz zum Pt-Ia-Element
und den Störquellen - die treibende j3paniaung bei niederohmischer
Belastung nicht zusammenbricht.
Der Kesswiderstand ist also so zu wählen, dass er
viel kleiner als der resultierende Innenwiderstand des Pt-Ta-Elementes und der Störquellen und grosser als der
Innenwiderstand des Pt-Fe-Elementes ist. .._.'■
Der optimal Wert des Messwiderstandes ist'je nach
Leitfähigkeit des verwendeten Elektrolyts zu ermitteln. Dafür kann mit einem iSisenstab eine defekte Emailschicht simuliert
und .mittels eines, variablen Widerstandes der optimale Wert
des Messwiderstandes ermittelt werden, mit dem das höchste
• Signal-Rausch-Verhältnis erreicht wird,, In den Versuchen ■
im Betrieb mit Bromwasserstoffsäure (60 Gew.-$ H2O, 40 Gew.-$
Hbr, bei einer Temperatur von 95°) als Elektrolyt, wurde der oben angegebene optimale Wert von 100 ohm ermittelt.
Versuche im Betrieb haben gezeigt, dass bei dem oben
angegebenen Strommessverfahren ein Verhältnis, des gemessenen
Parameters von ca. 5,8 zwischen guter und schadhafter
Emaillierung erreicht wird. Dadurch lassen sich Schaden der Emailschicht eindeutig feststellen. Da der .Störabstand genügend
gross ist, eignet sich das Strommessverfahren für die kontinuierliche Ueberwachung desEmailschichtzustandes im Betrieb. Die
sofortige Anzeige ermöglicht frühzeitig, geeignete Massnahnen '.
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zu treffen.
In einer bevorzugten'Ausführungsforn wird für die Anzeige,
Fig. 3, als Anzeigegerät (13) ein Kompensationsschreiber für 50 mV (14) mit Netzanschluss (15) eingesetzt;
dadurch ist es möglich, den Smailzustand kontinuierlich zu
registrieren und verfolgen. Sine Alarmvorrichtung (16) wird
bei Ueberschreitung eines voreingestellten Schwellwertes betätigt. Um das Anzeigegerät (13) zu eichen und den Ansprechwert
der Alarmvorrichtung einzustellen, ist es nötig, bei Inbetriebnahme des Gerätes eine defekte Emailschicht mit
einem Eisenstab zu simulieren. Dieser Stab wird eingetaucht und der Ausschlag des Schreibers (14) auf 30% eingestellt,
der Ansprechwert der Alarmvorrichtung wird auf 5O7» festgelegt.
Bs ist im weiteren zweckmässig die gemessene Spannung zu integrieren, damit die Menge des bei Beschädigung der Emailschicht
in Lösung gegangenen Eisens festgestellt werden kann. Diese Integration kann nit einer in der Alarmvorrichtung eingebaute
Integratorschaltung durchgeführt werden.
Die Erfahrungen aus den Versuchen zeigten, dass die aktive Platinelektrode möglichst tief im Apparat angeordnet
sein muss, damit dieser auch bei niedrigem Flüssigkeitsniveau überwacht werden kann. Im weiteren muss die Elektrode
so konstruiert sein, dass der am Platin entstehende Wasserstoff von der Platinoberfläche aufsteigen kann, ohne sich erst
anzusammeln. In Reaktionskesseln wird die Platinelektrode vorzugsweise am Strocstörer oder Thercorohr befestigt. Die
Verbindungsleitung wird im Email eingebettet. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Platin-Schraubenelektrode
am Auslaufventil zu montieren. Die Elektrode wird gegen den Ventilschaft elektrisch isoliert und die Zuleitung erfolgt
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durch den Ventilschaft. Beim Einbauen ist darauf au achten,
dass alle Metallteile, die überwacht werden sollen, elektrischleitend mit der Kesselwand verbunden werden.
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Claims (5)
- Pat e nt ansprucheVerfahren zur elektrischen Feststellung von Beschädigungen einer korrosionshindemden Auskleidung auf der Stahlwandung eines Apparates, gekennzeichnet durch Messung eines Stromes zwischen einer Platinelektrode (5) in einem elektrisch leitenden Medium (8) in dem Apparat und der exponierten Stahlfläche (9) bei einer schadhaften Auskleidung, wobei die Platinelektrode und die exponierte Stahlfläche ein Pt-Fe-Element bilden.
- 2. Verfahren nach Anspruch lf dadurch gekennzeichnet, dass der Wert eines Parameters integriert wird, der der Grosse des gemessenen Stroms proportional ist.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine im Inneren des Apparates (l) angeordnete und von diesem elektrisch isolierte Platinelektrode (5), die bei Beschädigung der Auskleidung (3) und bei Anwesenheit eines Elektrolyts (8) im Apparat mit der exponierten Stahlfläche (9) ein Pt-Pe-Element bildet, einen niederohnigen Kesswiderstand (6) als Aussenverbindung zwischen der Platinelektrode und der Stahlwandung (2) des Apparates und ein Messinstrument (7) zur Ermittlung und Anzeige des Spannungsabfalls über den Kesswiderstand, wobei die G-rösse des Spannungsabfalls, welche durch die Grosse des vom Pt-Fe-Element gelieferten Stroms bestimmt wird, das Ausnass der Beschädigung der Auskleidung anzeigt.409820/03752355SSi
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3»· 'dadurch gekennzeichnet,, dass ein Hesswiderstand (6) verwendet w±vätr mit dem ein optimaler Hausehabstand bei der Signalmessung erreicht wird,«
- 5. "\rorrichtung nach-.-Anspruch. 4r dadurch gekennzeichnet >: dass der Hesswiderstand (6)f eine (rrösse τση· ea„ 1Θ0 Ghm; tee- " sitzt..β» Vorrichtung: naeh Anspruch 3ft dadurch gek:exinzeieim.e-br dass sie einen Integrator zur Integration der gemessenen Spannung enthält..40S820/0175
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Legal Events
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