DE2348964C2 - Verfahren und Vorrichtung zur elektroerosiven Bearbeitung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur elektroerosiven BearbeitungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23H—WORKING OF METAL BY THE ACTION OF A HIGH CONCENTRATION OF ELECTRIC CURRENT ON A WORKPIECE USING AN ELECTRODE WHICH TAKES THE PLACE OF A TOOL; SUCH WORKING COMBINED WITH OTHER FORMS OF WORKING OF METAL
- B23H1/00—Electrical discharge machining, i.e. removing metal with a series of rapidly recurring electrical discharges between an electrode and a workpiece in the presence of a fluid dielectric
- B23H1/02—Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply, control, preventing short circuits or other abnormal discharges
- B23H1/022—Electric circuits specially adapted therefor, e.g. power supply, control, preventing short circuits or other abnormal discharges for shaping the discharge pulse train
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektroerosiven Bearbeitung eines Werkstücks, wobei die Impulspause
zwischen zwei aufeinanderfolgenden Spannungsimpulsen in Abhängigkeit vom Spannungsverlauf am
Arbeitsspalt geregelt wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art sind aus der CH-PS 5 11090 bekannt. Dabei wird die
Impulspause derart gesteuert, daß weder alle Span nungsimpulse von einer Zündverzögerung frei sin.
noch alle Spannungsimpulse eine Zündverzögerung beinhalten. Zu diesem Zweck werden die Spannungsiinpulse
über eine längere Zeitspanne überwacht. Wenn während dieser Zeitdauer keiner der Spannungsimpulse
mit einer Zündverzögerung behaftet ist. so wird die Impulspause um ein Inkrement verlängert. Mit diesem
Verfahren wird /war ein unnormaler Arbeitsspalt/.ustand
während der meisten F.inzelentladungen vermieden, jedoch kann ein solcher unerwünschter Arbeitsspaltzustand
nicht mn Sicherheit während aller Einzelentladungen verhindert werden- Die Sichersiel·
lung eines bei allen Entladungen stets normalen Arbeitsspaltzustandes ist jedoch für den Elektrodenverbrauch
und die Glätte der bearbeiteten Oberfläche von großer Bedeutung.
Aus der DE-OS 21 26 439 ist es bereits bekannt, die
Zündverzögerungszeit zu messen und die Entladungsdauer als Funktion der gemessenen Zündverzögerungszeit zu steuern. Dabei wird jedoch die Impulspause oder
das Verhältnis von Entladungsdauer zur Summe aus Entladungsdauer and Impulspause nicht im Sinne einer
Einstellung der Zündverzögerungszeit auf einen gewünschten Bereich gesteuert
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur elektroerosiven
Bearbeitung eines Werkstücks zu schaffen, bei dem die
ίο Zündverzögerungszeit stets in einem gewünschten
Bereich gehalten wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zündverzögerungszeit in an sich bekannter
Weise gemessen wird und daß die Impulspause verkürzt oder das Verhältnis D von Entladungsdauer zur Summe
aus Entladungsdauer und Impulspause vergrößert wird, wenn die Zündverzögerungszeit länger als ein Bezugswert ist und daß die Impulspause verlängert bzw. das
Verhältnis D verkleinert wird, wenn die Zünaverzögerungszeit
kürzer als ein Bezugswert ist
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird der Elektrodenverbrauch verringert und die Güte der
Bearbeitung wird erhöht, und zwar unabhängig von der Geschicklichkeit einer Bedienungsperson.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockdiagramm einer Ajsführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur elektroerosiven Bearbeitung;
Fig.2 ein Blockdiagramm einer Impulsregeleinrichtung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Fig.l;
Fig.3A und 3B Impulsdiagramme zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
F i g. 4 eine graphische Darstellung zur Erläuterung eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
F i g. 5 eine graphische Darstellung zur Erläuterung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens und
Fig.6 ein Impulsdiagramm zur Erläuterung eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur elektroerosiven Bearbeitung. Diese umfaßt eine Elektrode 1 gegenüber einem
Werkstück 2 in einem Isolierölbad 3. Die Vorrichtung umfaßt eine hydraulische Servoeinrichtung 4, welche
stets die Weite des Λ^εύ55ρ3ΐΐε5 zwischen Elektrode 1
und Werkstück 2 auf einem vorbestimmten Wert hält, und welche mit einer elektrischen Regelschaltung 5
verbunden ist. Eine Gleichstromquelle 6 stellt den Eiitladungsstrom am Arbeitsspalt bereit. Eine Vielzahl
von Transistoren TA, TB ... TN zur Erzeugung von
Rechteckimpulsen ist vorgesehen mit Widerständen 8/4. 8ß... 8Λ/, welche den Kollektorstrom der Transistoren
begrenzen. Die Zündverzögerung wird mit einem Gerät 9 erfaßt. Eine Impulssteuereinrichtung 10 dient zur
Änderung der Impulspause P, in Abhängigkeit von der Zündverzögerungszeit K1. Ein Verstärker 11 dient zur
Verstärkung des Ausgangssignals der Impulssteuereinrichtung 10.
Gemäß Fig.2 wird die Zündverzögerung durch die
Einrichtung 9 erfaßt und durch eine Meßeinrichtung 13 mit einem vorbestimmten Tastintervall gemessen.
Hierzu wird ein Taktimpuls verwendet, welcher durch einen Taktimpulsgenerator 12 bereitgestellt wird. Der
Meßwert wird in einem Rechner 14 gespeichert. Es ist
möglich, anstelle des Rechners 14 eine Folgesteuereinrichtung einzusetzen. Die Bezugszeichen 15 und 16
bezeichnen Schaltungen für die Festlegung einer Referenzentladungsdauer To und einer Referenzzündverzögerungszeit
Ka durch eine Bedienungsperson. Der Rechner 14 ermittelt die Impulspause P1 anhand eines
Programms mit vorbestimmter Funktion und auf Basis der Sollwerte To, K0 und aufgrund der gemessenen
Zündverzögerungszeit K1. Die Taktimpulse werden durch einen Frequenzteiler 17 geteilt GemäB der im
Rechner 14 ermittelten impulspause P, wird eine Impulsauswählschaltung 18 und ein Zähler 19 angesteuert
Das Ausgangssignal des Zählers 19 gelangt durch eine Torschaltung 20, wobei die errechnete
Impulspause P, und die Entladungsdauer τ erhalten werden. Der Impuls gelangt über einen Stromkreis 21
zur Erzeugung der beaufschlagenden Spannung und über den Verstärker 11 zu den Transistoren TA, TB...
TN. Die Entladung erfolgt unregelmäßig. Man kann jedoch feststellen, ob die Entladung stabil verläuft oder
nicht, indem man wie oben beschrieben die Zündverzögerungszeii feststellt.
F i g. 3A zeigt, daß die Impulspause verringert wird,
wenn die Zündverzögerungszeit einen vorbestimmten Wert übersteigt während die Impulspause verlängert
wird, wenn die Zündverzögerungszeit unter einem vorbestimmten Wert liegt oder den Wert Null hat
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert
Wenn - N = ΔΚ = N und somit Ko
- A/S Κ, S K0 + N gilt und wenn M=O gilt, so wirrt
ein Befehl zur Konstanthaltung der Impulspcuse gegeben. Wenn aber andererseits unter diesen Beqingungen
M > 0 gilt, so wird ein Befehl zur allmählichen Verkürzung der Impulspause gegeben.
Wenn ΔΚ < — N und somit K0 + N
< K, gilt, so wird ein Befehl zur Verkürzung der Impulspause
gegeben.
Eine Referenzzündverzögerungszeit K0 wird festgesetzt,
und das Verhältnis D der Entladungsdauer T0 zur
Summe aus Entladungsdauer τα und Impulspause P, wird
derart geändert, daß die Zündverzögerungszeit K, sich während des Betriebs an K0 annähert Die Änderung der
Zündverzögerungszeit K, in Abhängigkeit vom Verhältnis D ist in F i g. 5 dargestellt. Gemäß F i g. 5 wird nach
Messung einer Zündverzögerungszeit K, zur Zeit t (K = K1) mit einem Verhältnis D = D1+, gearbeitet
Dies führte dazu, daß nach einer Zeitspanne von AT Sekunden bis zur nächsten Messung zum Zeitpunkt
f + 1 die Zündverzögerungszeit K — K, + , vorliegt. Die Funktion der Änderung von K, zu K, + , aufgrund
des Verhältnisses D, + ; kann durch die nachsiehende
Gleichung festgesetzt werden.
AK= K1+ ,-K1 = AD1+,-ß
30
Eine Referenzzündverzögerungszeit Ko wird festgelegt, und die Impulspause P1 wird derart geändert dafi
die Zündverzögerup.gszeit K1 den Wert Ko annimmt. Ein
Impuls mit den Referenzwerten Ko und T0 ist in F i g. 3B
gezeigt.
Die Konstanten λ und β können empirisch ermittelt
werden, und zwar aus drei Messungen der Zündverzögerungszeit und aus zwei Werten des Verhältnisses D.
Wenn K-K, gilt, so ergibt sich das Verhältnis D,
welches zur Änderung des Wertes K, zum Wert K1 + 1= K0 führt, aus folgender Beziehung:
Für P1 und AK gilt:
K0-K,+β
a
P1
AK
P,.l+AP
Kq — K1
Für die Beziehung zwischen AP und AK kann folgende Funktion angesetzt werden:
Al· = /(AK)-T0.
Eine vereinfachte Funktion m = f (AK) ist in Fi g. 4 gezeigt. Sie kann mathematisch folgendermaßen
dargestellt werden:
Für h < AK SK0 gilt m = AK - N -M
Vüx-N -&AK-&N giltm = -M
Für AKK-N sütm=AK+N-M
(1) 40 Bei einem praktischen Beispiel werden Durchschnittswerte von α und β aus mehreren Messungen
(2) b .stimmt Sodann wird jeweils das Verhältnis D für den
nachfolgenden Betrieb errechnet, und daraus wird die Impulspause P1 ermittelt. Erfindungsgemäß ist eine
äußerst feine Steuerung der Impulspause möglich, so daß die Leistung erhöht werden kann, ohne ciaß es zu
(3) einer Bogenentladung kommt.
In obigen beiden Beispielen wird die Entladungsdauer To als Konstante mit einem gegebenen Wert angesehen.
To kann jedoch geändert werden. Zwar ist bei obigen beiden Beispielen eine Feinsteuerung möglich, jedoch
ist die erforderliche Regelvorrichtung nicht einfach genug aufgebaut. Im folgenden wird ein Beispiel unter
Venvindung einer einfachen Regelvorrichtung gege-
(4) 55 ben.
In Gleichung (4) bezeichnen M und N Konstanten, welche bei der Programmierung gewählt werden. Sie
haben einen positiven Wert oder den Wert Null. Wenn die Funktion festgelegt ist* so ergibt sich die
Impulspause P, aus dem gemessenen Wert AK
folgendermaßen:
Wenn N < AK S K und somit 0 = K1
< K0- N gilt, so wird i;in Befehl zur Verlängerung der
Impulspause gegeben.
Bei der Steuerung der Impulspause in Abhängigkeit von der Länfe der Zündverzögerungszeit wird die
Zeitdauer, wähn.nd der eine Spannung angelegt wird, in drei Intervalle gemäß Fig.6 unterteilt, wobei die
Zeitdauer vom Anlegen der Spannung bis zur ersten Cästir mit Kc\, die Zeitdauer von der Anlegung der
Spannung bis zur zweiten Cäsur mit Kc2 Und die
gesamte Zeitdauer, während der Spannung anliegt, mil Tm bezeichnet wire.
Die Impulspause wird folgendermaßen geregelt. Wenn die Zündverzögerungszeit der Beziehung
O S K1 <
Kc\ gehorcht, so wird die Impulspause derart gesteuert, daß sie den Wert Pc, hat. Wenn die Beziehung
Kc1 S Ki
< Kc2 gilt, so erhält die Impulspause den
Wert Pci. Wenn die Beziehung Kc2^ K, & vm gilt, so
erhält die Impulspause den Wert Pci, wobei Pc, > Pc2>
FcjgilL
Zur näheren Erläuterung dieser Arbeitsweise wird auf
die DE-OS 23 26 0073 verwiesen.
Wenn bei diesem Verfahren eine Bogenentladung stattfindet, so wird die Impulspause verlängert.
Während der Zündverzögerungszeit fließt kein Strom durch den Arbeitsspalt, so daß dieses Zeilintervall als
Teil der Impulspause angesehen werden kann. Wenn nun diese Zündverzögerungszeit lang ist, so kann die
nächste Beaufschlagung mit Spannung nach einer kurzen Impulspause erfolgen, so daß die Arbeitseffizienz verbessert wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur elektroerosiven Bearbeitung
eines Werkstücks, wobei die Impulspause zwischen zwei aufeinanderfolgenden Spannungsimpulsen in
Abhängigkeit vom Spannungsverlauf am Arbeitsspalt geregelt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündverzögerungszeit in an sich bekannter Weise gemessen wird und daß die
Impulspause verkürzt oder das Verhältnis D von Entladungsdauer zur Summe aus Entladungsdauer
und Impulspause vergrößert wird, wenn die Zündverzögerungszeit länger als ein Bezugswert ist
und daß die Impulspause verlängert bzw. das Verhältnis D verkleinert wird, wenn die Zündverzögerungszeit
kürzer als ein Bezugswert ist
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Zeitdauer des Spannungsimpulses in eine Vielzahl von Zeitintervallen unterteilt
und ermittelt, welches Zeitintervall die Zündverzögerungszrit
einschließt und in Abhängigkeit vom Ergebnis die Impulspause aus einer Vielzahl von fest
vorgegebenen Impulspausen auswählt (Fig. 6).
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet
durch Einrichtungen (9, 13) zur Erfassung und Messung der Zündverzögerungen; Einstelleinrichtungen
(15, 16) zur Festlegung der Entladungszeitdauer (to) bzw. einer Referenzzündverzögerungszeitdauer
(Ka); einen Taktimpulsgenerator (12), Einrichtungen (17 bis 21) zur digitalen Erzeugung
der erforder..jhen Impulsform und einen Rechner (14) zur Steuerung der.'etztger ".nnten Einrichtungen
in Abhängigkeit von der gemessenen Zündverzögerungszeit, der vorangestellten F. uladungsdauer und
der voreingestellten Referenzzündverzögerungszeit gemäß einer vorgegebenen Funktion.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP47098386A JPS4956295A (de) | 1972-09-30 | 1972-09-30 |
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| DE2348964C2 true DE2348964C2 (de) | 1982-11-18 |
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| GB (1) | GB1408337A (de) |
| IT (1) | IT993487B (de) |
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