DE2348365C2 - Zünder für ein Projektil - Google Patents
Zünder für ein ProjektilInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zünder gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein derartiger Zünder ist in der US-PS 36 70 652 beschrieben. Dort weist ein elektronischer digitaler
Zeitzünder einen Zähler auf, der auch als ein Serien-Programmierer dient und der im Flug fernbedient
werden kaea, um eine Annäherungs-Detektorschaltung
in einem ersten vorbestimmten Bereich anzusteuern und um den Zünder in einem zweiten
vorbestimmten Bereich zu zünden, wenn er nicht schon früher durch die Annäherungs-Detektorschaltung gezündet
ist
Die US-Patentschrift 35 99 016 beschreibt eine Rückstellschaltung, die einen Zähler bei der ersten
Energiezufuhr zum Zähler automatisch auf Null stellen kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten elektronischen, digitalen Zeitzünder zu schaffen, dessen
Zeitbasis zunächst im voraus mechanisch vor dem Flug eingestellt und danach während eines vorbestimmten
Intervalls während des Fluges durch eine Radar-Befehlsverbindung verändert werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß der Zünder zunächst auf
einfache Weise ror dem Abfeuern des Projektils mechanisch eingestellt werden kann, um für eine
Grobeinstellung und für eine Sicherheitseinstellung zu sorgen, falls keine weitere Einstellung erfolgt oder
erfolgen kann. Zusätzlich aber kann beispielsweise durch Radar der Pulszähler des Zünders gemäß der
Erfindung während des Fluges des Projektils anders gesetzt werden, so daß mit einfachen Mitteln der
Zeitpunkt der Detonation des Projektils in dessen Flug verändert werden kann.
Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Beschreibung und Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
F i g. 1 ist eine schematische Ansicht des Flugablaufes eines Zünders gemäß der Erfindung.
Fig. 2A ist ein Blockdiagramm des Zünders gemäß Fig. I.
Fig. 2B ist ein Blockdiagramm von einem Detail gemäß F ig. 2A.
Fig. 3 ist eine Längsschnittansicht eines Zünders
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
F i g. 4 ist eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht von einem ersten Ausführungsbeispiel eines mechanischen
Kodierers für den Zünder gemäß F i g. 2.
Fig.5 ist eine Längsansicht des Kodierers gemäß
Fig.4.
F i g. 6 ist eine perspektivische Ansicht des Kodierers gemäß F i g. 4.
F i g. 7A, 7B und 7C stellen den Aufbau eines zweiten Ausführungibeispieles eines mechanischen Kodierers
für den Zünder gemäß F i g. 2 dar.
F i g. 8 ist eine Darstellung von einer numerischen/digitalen
Verknüpfungsschaltung für den Kodierer gemäß Fig.7C.
Fig.9 stellt eine Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispieles
des Kodierers gemäß F i g. 7C dar.
Fig. 10 stellt die Bleistifteingabe einer Zahl auf dem
Kodierer gemäß F i g. 9 dar.
F i g. 11 ist ein Blockdiagramm eines Details einer
Abwandlung des Zünders gemäß F i g. 2A.
Das in F i g. 1 gezeigte Waffcnsystem umfaßt ein
Befehlssystem, das eine Visiervorrichtung, wie beispielsweise einen Laser 16, aufweist, um sowonl das Ziel als
auch das Projektil anzuvisieren. Die Visiervorrichtung ist mit einem Computer 18 gekoppelt, der einen
Impulssender 20 steuert, der eine Sendeantenne 22 versorgt Das Waffensystem umfaßt ferner ein Projektilabschußsystem,
wie beispielsweise ein Geschütz 24, das ein oder eine Vielzahl von Projektilen, die jeweils einen
entsprechenden Zünder 10 enthalten, auf das Ziel abschießt
Der Zünder 10 kann vor dem Abschuß des Projektils manuell oder automatisch-mechanisch auf eine vorausgesagte
Flugstrecke eingestellt werden, und zwar auf der Basis der von der Feuersteuerung errechneten
Daten. Der Zünder 10 bringt den Kampfkopf des Projektils am Ende dieses Intervalles zur Detonation,
falls von dem Zünder während seines Fluges zum Ziel keine Korrektur empfangen wird. Dieser mechanische
Einstellvorgang dient sowohl als eine Flugstrecken-Grobeinstellung als auch als ein Schutz, falls eine
fehlerhafte elektronische Datenvermittlung zwischen dem Befehlssystem und dem Zünder und in diesen
auftreten sollte. Üblicherweise wird die Datenverbindung jedoch korrigierte Flugstrecken-Detonationsdaten
an den Zünder vor derjenigen Detonationszeit liefern, die durch den mechanischen Kodierer vorausbsstimmtwar.
Wie aus Fig.3 ersichtlich ist, umfaßt der Zünder 10
ein Gehäuse 26, das in dem Kampfkopf des Projektils ,0 eingesetzt sein kann und das eine elektronische
Empfängereinrichtung 28, zahlreiche Antennenöffnungen 30, die Kodiererradeinrichtung 32, eine Leistungsversorgung, die hier als ein Induktionsgenerator 34
gezeigt ist, und einen Sicherungs- und Schärfermecha- ?■>
nismus 36 aufweist. Der Induktionsgenerator 34 kann einen Permanentmagneten, eine Spule, eine Diode und
einen Kondensator aufweisen, der als die Energieversorgung für den Zünder dient. Der Magnet wird beim
Abschuß zurückgesetzt, um in der Spule einen Impuls zu erzeugen, der den Kondensator auflädt.
Wie in F i g. 2 gezeigt ist, enthält der Zünder 10 eine Antenne 38, die ihrerseits die öffnungen 30 umfaßt und
die mit der Eingangskiemme 40 einer Detektor-Verstärkerschaltung 42 gekoppelt ist, die einen Ausgang 44
aufweist. Ein »Absohuß-Adresse«-Register 46 weist eine Eingangsklemme 48 und eine Gruppe von Ausgangsklemmen
50 auf, und ein »Korrektur-Adresse«-Register 52 besitzt eine Eingangsklemme 54 und eine Gruppe
von Ausgangsklemmen 56. Die zwei Gruppen von Ausgangsklemmen 50 und 56 sind mit den entsprechenden
Gruppen der Eingangsklemmen 58 und 60 einer Vergleichsschaltung 62 gekoppelt, die eine Ausgangsklemme
64 aufweist Ein lokaler Oszillator 66 ist ausgangsseitig mit der Eingangskle..ime 70 einer
Dekaden-Skalierungsschaltung 72 verbunden, deren Ausgangsklemme 74 mit der Eingangsklemme 76 des
Pulszählers 14 verbunden ist, dessen Ausgangsklemme 78 mit der Eingangsklemme 80 der Zündschaltung 82 in
Verbindung steht Der mechanische Dekadenkodierer 12 ist mit dem Pulszähler 14 gekoppelt, wie es in F i g. 6
gezeigt ist
Die Zeit To, weiche die Zeit des Projektilabschusses
ist, kann für den Computer 18 dadurch festgelegt werden, daß die Zufuhr von Zündstrom zur Patrone
abgetastet wird, wenn diese von dem Geschütz abgefeuert wird, und dann wird dem Projektil ein
vorbestimmtes Intervall gegeben, um den Geschützlauf zu verlassen. Alternativ kann ^eben dem Ende des
Geschütziaufes eine Abtastspuie angeordnet sein, um den Austritt des Projektils aus dem Lauf abzutasten. Die
Zeit 7o wird festgelegt, damit der Zünder durch die Zurückstellung des Permanentmagneten in der Spule
ein'rn Impuls erzeugt, um den Kondensator über die Diode aufzuladen, und dann wird dem Projektil ein
vorbestimmtes Intervall gegeben, um den Geschützlauf zu verlassen. Alternativ kann die Energie durch eine
Batterie zugeführt werden.
Die Zeit 7s, die die Zeit der Detonation ist, wird durch
die volle Zählkonfiguration des Zählers 14, die durch den mechanischen Kodierer 12 hervorgerufen wird, und
die Geschwindigkeit festgelegt, mit der dem Zähler durch den Oszillator 60 über den Skalierer 72 Impulse
zugeführt werden.
Eine Zufalls-Adresse muß in das »Abschuß-Adresse«- Register 46 nach dem Abschuß und vor dem Eintritt des
Zünders in die Geschützgaswolke eingegeben werden, die durch die Zündung der Patrone erzeugt wird. Dieses
Zeitintervall zum Adressieren des Registers vom Befehlssystem wird durch die Zeiten T\ und T2 definiert,
die durch Signale dargestellt werden, die von geeigneten Dekaden des Skalierers 72 nur während des ersten
Betriebszyklus des Skalierers abgenommen werden. Dies geschieht durch ein Nur-Ein-Zyklus Flip-Flop 84,
das in Fig.2B genauer dargestellt ist und das eine
7|-Eingangsklemme 86, eine 7rEingangsklemme 88 und eine Ausgangsklemme 90 für das T1 — ^-Intervall
aufweist. Die Ausgangsklemme 90 ist mit einer ersten Eingangsklemme 92 eines UND-Gatters 94 gekoppelt,
das eine zweite Eingangsklemme 96, die mit der Ausgangsklemme 44 des Detektorverstärkers 42 verbunden
ist, und eine Ausgangsklemme 98 aufweist, die mit der Eingangsklemme 48 des »Abschuß-Adresse«-
Registers 46 in Verbindung steht. Somit in während des
Intervalls T1-T2 das UND-Gatter 94 durch den
Skalierer befähigt und es ist in der Lage, Befehlssignale an das Register 46 durchzulassen.
V/ie in Fig. 2B gezeigt ist kann das nur einen Zyklus
durchlaufende Flip-Flop 84 folgenden Aufbau besitzen: ein erstes Flip-Flop 100 mit einer Eingangskiemme 102,
zum Setzen einer Eingangsklemme 104 zum Rücksetzen und einer /-Ausgangsklemme 90, ein zweites Flip-Flop
106 mit einer Eirgangsklemme 108 zum Setzen einer Eingangsklemme 110 zum Rücksetzen und einer
K-Ausgangsklemme 112, ein UND-Gatter 114 mit einer
ersten Eingangsklemme 86, einer zweiten Eingangs-
klemme 116 und einer Ausgangsklemme 118 und ein ODER-Gatter 120 mit einer ersten Eingangsklemme 88,
einer zweiten Eingangsklemme 122 und einer Ausgangsklemme 124. Die Klemmen 110 und 122 sind mit
der Ausgangsklemme 126 eines Einspeisungskondensators 128 gekoppelt und werden eingeschaltet, wenn der
Schaltung das erste mal Leistung zugeführt wird, wodurch die Klemme 112 eingeschaltet und die Klemme
90 ausgeschaltet gehalten wird. Die Klemmen 118, 108
und 102 sind jeweils miteinander gekoppelt, und die Klemmen 112 und 116 sind miteinander gekoppelt. Zur
Zeit T1 leitet das UND-Gatter 114 und schaltet die
Klemme 102 und 108 ein, wodurch die Klemme 90 eingeschaltet und die Klemme 112 abgeschaltet wird.
Dadurch wird das UND-Gatter 114 abgeschaltet. Zur Zeit T2 leitet das ODER-Gatter 120 und schaltet die
Klemme 104 ein, wodurch die Klemme 90 abgeschaltet wird. Während anschließender Zyklen des Skalierers
bleibt, solange Energie ohne Unterbrechung zugeführt wird, die Klemme 112 abgeschaltet, und ein Ti-Signal
kann das UND-Gatter 114 nicht durchschalten.
Während des größeren Intervalles der Flugzeit T7— T3 können das Projektil und das Ziel durch das
Befehlssystem nachgeführt werden und es kann eine korrigierte Detonationszeit bestimmt werden. Eine
korrigierte Detonationszeit für ein bestimmtes, sich im Fluge befindlichen Projektil kann dadurch bewirkt
werden, daß der Pulszähler 14 vor der korrigierten Detonationszeit zu einem vorbestimmten Zeitintervall
auf eine vorbestimmte Zahl gebracht wird. Ein der Zeit Ts entsprechendes Signal wird von dem Pulszähler 14
abgezapft und auf die Tj- Eingangsklemme 130 des Flip-Flop 132 gegeben, das eine /-Ausgangsklemme 134
aufweist. Die Klemme 134 ist mit einer ersten Eingangsklemme 136 eines UND-Gatters 138 verbunden,
das eine zweite Eingangsklemme 140, die mit der Ausgangsklemme 44 des Detektor-Verstärkers 42
verbunden ist, und eine Äusgangskiemme 142 aufweist, die mit der Eingangsklemme 54 des »Korrektur-Adresse«-Registers
52 in Verbindung steht. Die TyAbzapfung kann zeitlich variabel entsprechend dem Intervall sein,
das durch den mechanischen Kodierer 12 in den Pulszähler 14 eingegeben ist. Von der Zeit T3 an ist das
UND-Gatter 138 befähigt und das Fernbefehlssystem ist in der Lage, Adressen in das »Korrektur-Adresse«-
Register 52 zu senden. Sollte das Fernbefehlssystem eine Adresse an das Register 52 senden, die mit der
Adresse, die anfangs während des Intervalls T1-T2 in
das Register 46 eingegeben wurde, identisch ist, stellt die Vergleichseinrichtung 62 diese Identität fest und liefert
zur mit 7} bezeichneten Zeit ein Ausgangssignal an den Pulszähler, das den Pulszähler unabhängig von dem
bestehenden Zählerstand auf eine Zahl vorrückt, welche kleiner als die volle Kapazität des Zählers ist Da der
Zähler mit einer festen Geschwindigkeit durch den Oszillator 66 über den Skalierer 72 gefüllt wird, liefert
der Zähler zu einer Zeit Ts, an seiner Augangsklemme ein Signal, das zu einem festen Zeitintervall nach 7}
auftritt Dieses letzte Intervall kann in der Größenordnung von einer zehntel Sekunde liegen.
Jedem Zünder wird eine unterschiedliche Adresse während seines entsprechenden Γι — TrIntervalles
gegeben, die diesen eindeutig identifiziert, und nur diese Adresse kann während des entsprechenden TrTi-Intervalles
die Erzeugung des entsprechenden 7VSignales bewirken, um die Detonationszeit dieses Zünders zu
verhindern.
Ein erstes Ausführungsbeispiel des mechanischen Kodierers ist in den F i g. 4, 5 und 6 gezeigt. Der
Kodierer umfaßt eine stationäre obere Scheibe 100, eine stationäre untere Scheibe 102 und eine Ringspule 104,
die zu den Scheiben konzentrisch ist und für eine Rotation zwischen den Scheiben gelagert ist. Ein
federndes Druckrad 106 ist exzentrisch zu der Ringspule angeordnet und ist für eine Rotation zwischen den
Scheiben gelagert. Zahlreiche elektrisch leitende, gegenseitig isolierte Leiter 108 sind auf dem Umfang
des Rades 106 angeordnet und drücken gegen die Innenwand 110 der Ringspule 104. Eine gleiche Vielzahl
von Kontakten 112 ist auf einem Kontaktblock 114 angebracht und drückt auf entsprechende Weise gegen
die Leiter 108. Eine äußere C-förmige Bandabschirmung 116 ist zwischen den Scheiben fest angebracht und ist
neben der Eingriffszone von Rad und Ringspule offen. Eine innere C-förmige Bandabschirmung 118 ist
ebenfalls zwischen den Scheiben fest angebracht und neben der Zone des Eingriffes zwischen dem Rad und
der Ringspule offen. Zwischen dem Rad 106 und der Ringspulenwand 110 ist ein Band 120 eingeschlossen.
Jedes Ende des Bandes ist an einem entsprechenden Stift 122, 124 befestigt, die auf entsprechende Weise
zwischen den Scheiben angebracht sind. Die Innenfläche 126 des Bandes trägt mehrere quer verlaufende
leitende Segmente 128, die an verschiedenen Leitern der Leiter 108 auf dem Rad in Code-Kombination
anzugreifen vermögen. Die Außenfläche 130 des Bandes trägt zahlreiche gedruckte Zeitkennwerte, die jeweils
der bestimmten Code-Kombination der Segmente auf der anderen Bandseite entsprechen.
Die Ringspule tO4 kann aus einem durchsichtigen
bzw. durchscheinenden Material hergestellt sein, wie beispielsweise einem harten, klaren Kunststoff, dessen
Innenfläche mattiert ist. Dadurch ist nur derjenige Abschnitt der Bandfläche 130, der durch das Rad 108
gegen die Innenfläche der Ringspule gedruckt wird, durch diese hindurch sichtbar. Somit sind nur die
Kennwerte an dieser Position lesbar, und diese Kennwerte entsprechen der Code-Kombination, die
durch die leitenden Segmente des Bandes und die Leiter des Rades festgelegt ist. Diese Code-Kombination wird
durch die Leiter 112 abgetastet und zum Pulszähler 14 herausgeführt. Die Rotation der Ringspule 104 bewirkt
eine Translation des dahinter befindlichen Bandes. Die Stifte 122 und 124 halten jedoch die Enden des Bandes
fest, so daß das Band nicht über seine minimalen und maximalen Einstellungen hinausgehen kann, wenn die
Ringspule 104 in einer der beiden Richtungen gedreht wird. Wenn das Ende des Bandes erreicht ist, wird das
Band angehalten und rutscht zwischen der Rin-jpule
104 und dem Rad 108. Wenn somit ein Servofernsystem verwendet wird, um die Ringspule 104 einzustellen, ist es
lediglich erforderlich, die Ringspule 104 für eine minimale, vorbestimmte Anzahl von Drehungen zu
drehen, um das Band an sein Ende zu bringen, um für einen bekannten Startpunkt für die Translation des
Bandes in der umgekehrten Richtung zu sorgen.
Ein alternatives Ausführungsbeispiel des mechanischen Kodierers ist in den F i g. 7 bis 11 gezeigt Der
Kodierer umfaßt mehrere Vorrichtungen 200, und zwar eine für jede Dezimalstelle. Jede Vorrichtung, wie sie in
den F i g. 7A, 7B und 7C gezeigt ist weist ein Substrat 202 auf, auf dem ein elektronisches Chip 204 angebracht
ist, das zahlreiche Verknüpfungsschaltungen und zahlreiche Leiter 206 enthält Auf diesem Substrat ist eine
Anordnung von sieben Leitern 208 angeordnet die auf entsprechende Weise durch gelötete Leiter 210 mit
entsprechenden Punkten in den Verknüpfungsschaltungen verbunden sind. Die gesamte Einrichtung ist
gekapselt, wobei die oberen Flächen 212 der Leiter 208 und die Leiter 206 freiliegen. Um die Zahl festzulegen,
die in den Pulszähler 14 gesetzt werden soll, schreibt der Schütze mit Bleistift über die Leiter von jeder
entsprechenden Vorrichtung die gewünschte entsprechende Ziffer, wodurch gewisse Leiter durch Graphit
miteinander verbunden werden, der sich vom Bleistift des Schützen absetzt. Das Chip 204 dient als ein sieben
Element-Binärwandler gemäß der in 1Mg. 8 gezeigten Verknüpfungsschaltung. Um die Zahl vor dem Abschuß
zu ändern, radiert der Schütze einfach die vorherige Bleistiftschrift weg und schreibt die neue Zahl. Wenn ein
freierer Schreibstil erwünscht ist, kann die in Fig.9
gezeigte Einrichtung 214 verwendet werden, die Leiterpaare 214 aufweist. Hier wird die Zahl dadurch
erzeugt, daß mit Bleistift über die entsprechenden Leiterpaare geschrieben wird, wie es in F i g. 10 gezeigt
ist. Die aus drei Ziffern (Stellen) bestehende Grundanzeige liefert einen Einstellmechanismus mit einer
Auflösung von 999 Stufen. Diese Auflösung kann dadurch erhöht werden, daß ein zusätzliches Leiterpaar
218 zu jeder Einrichtung 214 hinzugeführt wird, um einen Dezimalpunkt an irgendeiner der drei Dekaden zu
schaffen, wie es in Fig. 11 gezeigt ist. Der Skandierer
72' enthält wenigstens zwei Dekaden 220 und 222 und zwei UND-Gatter 224 und 226.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Zünder für ein Projektil mit einem Pulszähler, der im voraus einstellbar ist zur Lieferung eine*
Ausgangssignals bei Erreichen einer ersten gewählten Zahl, mit einem Pulsgeber, der mit dem Eingang
des Prüfzählers verbunden ist, zur Lieferung einer Reihe zu zählender Pulse, mit einem HF-Empfänger,
der eine Empfangsantenne und einen Detektor aufweist, und mit einer Zündschaltung, die mit dem )n
Ausgang des Pulszählers verbunden ist, gekennzeichnet durch ein erstes Register (46) zum
Speichern einer Zufallszahl, die kurz nach (T\ bis 72)
dem Abfeuern (To) des Projektils empfangen wird, ein zweites Register (52) zum Speichern einer Zahl, υ
die kurz vor (Ti) dem Erreichen der ersten gewählten Zahl des Pulszählers (14) empfangen
wird, und
eine Vergleichseinrichtung (62), die mit dem ersten und zweiten Register (46,52) verbunden ist und die
zum Zejtpunkt (T4) des Korrektursignals den
erreichten Zählerstand des Puiszählers (14) auf eine zweite, gegenüber der ersten kleineren Zahl
vorrückt und so nach kurzer Zeit (T4 bis T5') die
Zündung auslöst, wenn eine Identität zwischen der Zufallszahl in dem ersten Register (46) und der Zahl
in dem zweiten Register (52)£sstgestellt wird.
2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulszähler (14) ein drehbar gelagertes
äußeres Element (104) und ein drehbar gelagertes inneres Element (106) aufweist, das auf seiner
äußeren Qjerfläche im Abstand angeordnete, elektrisch isolierte, lenggestr-.ckte erste Leiter (108)
trägt, die federnd geg^n die Innenfläche (110) des äußeren Elementes (104) drüd· ?n, ein dielektrisches
Band (120), das zwischen der Innenfläche des äußeren Elementes (104) und den ersten Leitern
(108) angeordnet ist, mit diesen in Eingriff steht und durch eine fortlaufende Rotation der äußeren und
inneren Elemente (104, 106) in Längsrichtung bewegbar ist, wobei das dielektrische Band (120) im
Abstand angeordnete, elektrisch isolierte, langgestreckte zweite Leiter (128) auf derjenigen Oberfläche
des Bandes aufweist, die zum inneren Element (106) gerichtet ist, so daß als Funktion dieser
Translation verschiedene zweite Leiter (128) verschiedene erste Leiter (108) elektrisch miteinander
verbinden, ein zusätzliches Element (114) mit im Abstand angeordneten, elektrisch isolierten dritten
Leitern (112), die zahlenmäßig gleich den ersten Leitern (108) sind, wobei jeder dritte Leiter (112) auf
entsprechende Weise mit einem ersten Leiter (108) in Eingriff steht, und vierte Leiter die dritten Leiter
mit dem Pulszähler (14) elektrisch verbinden.
3. Zünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich- -,5 net,
daß das dielektrische Band (120) eine fünfte Anzahl numerischer Kennzeichen auf derjenigen Oberfläche
(130) aufweist, die zum äußeren Element (104) gerichtet ist, wobei die vierten Leiter topographisch no
zu den zweiten Leitern körreliert sind, und das äußere Element (104) eine begrenzte geradlinige
Lichtdurchlässigkeit liefert, so daß nur die Kennzeichen des Bandes (120) unmittelbar neben der
Kontaktfläche zwischen den inneren und äußeren ηί
Elementen (106, 104) durch das äußere Element hindurch sichtbar sind.
4. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulszähler (14) ein dielektrisches
Substrat (202), erste Leiter (208) in einer bestimmten Anordnung auf dem Substrat, wobei jeder erste
Leiter (208) von den anderen entsprechenden Leitern (208) isoliert ist, eine Verknüpfungsschaltung,
die die ersten Leiter (20S) und den Putszähler (14) verbindet und Mittel aufweist zur Verbindung
bestimmter erster Leiter (208) in den verschiedenen Anordnungen derart, daß die Verknüpfungsschaltung
in verschiedenen Anordnungen verbindbar ist
5. Zünder nach einem der Ansprüche 1 —4,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Datenverbindungseinrichtung externe Mittel zur Lieferung
einzelner Zahlen an den Zünder aufweist zum Identifizieren des Projektils aus einer Serie von
Projektilen.
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