DE2057735B2 - Simulatorgeraet fuer elektrische impulsstrahlung und lichtverlauf von kernwaffenexplosionen - Google Patents
Simulatorgeraet fuer elektrische impulsstrahlung und lichtverlauf von kernwaffenexplosionenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Simnlatorgerät für elektrische
Impulsstrahlung und Lichtverlauf von Kernwaffenexplosionen, bei dem der Initialblitz und der
Hauptblitz durch zwei aufeinanderfolgend, von je einem Entladungskreis gezündete Gasentladungslampen
simuliert werden.
Die bisher bekanntgewordenen Simulatorgeräte können Kernwaffenexplosionen, nur unvollkommen
simulieren, weil sie sich beim Simuliervorgang entweder allein auf den Licht- und Wärmestrahlungsverlauf
(USA.-Patentschrift 3 171 057) oder auf den der Licht- und Wärmestrahlung vorausgehenden elektromagnetischen
Impuls (deutsche Auslegeschrift 1 178 150) beschränken.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines verbesserten Simulatorgerätes, das
bei einfachstem Aufbau sowohl die elektrische Impulsstrahlung als auch den Lichtverlauf von Kernwaffer.explosionen
berücksichtigt, so daß mit ein oder demselben Gerät die verschiedensten Schutzvorrichtungen
überprüft werden können. Dabei soll auch in einfachster Weise die Möglichkeit gegeber.
werden, durch eine einfache einmalige Auslösung zunächst die simulierte elektrische Impulsstrahlung zu
verursachen, um dann daran anschließend in einem zeitlich vorbestimmten Abstand den Lichtverlauf zu
simulieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Simulatorgerät der einleitend genannten
Art den beiden gegeneinander verzögerten Entladungskreisen ein ebenfalls mit variabler Verzögerung
ausgebildetes elektronisches Zeitglied vorgeschaltet ist und daß zur Auslösung eines Eingangssignals
für dieses Zeitglied ein elektrischer Entladungskreis vorgesehen ist, welcher zur Abstrahlung eines
elektromagnetischen Impulses mit einem von einer Induktivität und dem Speicherkondensator des Entladungskreises
bestehenden Antennenkreis verbunden ist, in dem sich eine parallel zum Speicherkondensator
über einen Schalter an eine Hochspannungsquelle angeschlossene Schaltfunkenstrecke befindet.
Ein solches erfindungsgemäßes Simulatorgerät läßt sich bequem in einem Koffer unterbringen, so daß
die bisher fehlende Möglichkeit gegeben wird, beim Benutzer oder Verbraucher vorhandene eingesetzte
und gelagerte Detektoren und Sensoren schnell und preiswert am Ort zu überprüfen unter Einschluß der
weiteren Möglichkeit, auch Untersuchungen über den schädigenden Einfluß einer elektrischen Impulsstrahlung
auf Funkgeräte u. dgl. zu untersuchen.
Bei Anordnung des erfindungsgemäßen Simulatorkörpers in einem Handkoffer kann der Antennenkreis
für die Abstrahlung des elektromagnetischen Impulses mit einer einschiebbaren Stabantenne versehen
werden, wobei dann als elektrisches Gegengewicht, d. h. als zweiter Abstrahlungspol des Antennenkreises,
die aus Leichtmetallblech bestehende Koficiwand des Handkoffers dient.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung und den Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausfülrrungsform der Erfindung beispielsweise
veranschaulicht ist. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht des in einem Koffer untergebrachten erfindungsgemäßen Simulatorgerätes,
F i g. 2 eine Stirnansicht zu F i g. 1 und
Fig.3 ein vereinfachtes Prinzipschaltbild der im
Koffer gemäß F i g. 1 und 2 angeordneten elektrischen und optischen Bauelemente.
Bekannterweise geht bei jeder Kernwaffenexplosion' dem Initialblitz ein elektromagnetischer Impuls
voran, der nachfolgend auch als EMP-Signal bezeichnet
wird. Um diesen Vorgang zu simulieren, besteht das erfindungsgemäße Simulatorgerät aus
einem EMP-Erzeuger 1, einem Zeitglied 2 und einem Blitzgerät 3. Um die Funktion von Schutzvorrichtungen
sicherheitshalber überprüfen zu können, gehört
zum erfindungsgemäßen Simulatorgerät gegebenenfails noch ein zweites Zeitglied 4 und ein zweites
Blitzaerät5. dessen Blitzaussendung zeitlich gegenübendem
Blitz aus dem Blitzgerät 3 so verzögert ist. daß er durch einen mit ordnungsgemäß arbeitenden
Sensor ausgelösten Augenschutzverschluß nicht mehr wahrnehmbar ist. Zur Versorgung der Bauelemente 1
bis 5 dient eine Spannungsquelle 6.
Die Bauelemente 1 bis 6 befinden sich in einem hg aug Handkoffer7. welcher mit einer versenkbaren Stab- io 54.3Π§ε°Γ(1ηε.1
antennell und zwei Fenstern 9 und 10 versehen weisAze"ve""
ist. hinter denen sich die Blitzlampen der Blitzgerate 3 und 5 befinden. Der Koffer ist vorzugsweise
mit einem metallischen Mantel versehen oder besteht vollständig aus Leichtmetall, so daß er für die Stabantenne
8 als Gegengewicht dienen kann.
Zur Spannungsversorgung des Gerätes dienen wahlweise eine mit Netzanschluß versehener Gleichrichter
61 oder eine Gruppe von Primär- oder Sekundärelementen
62. Die Speisespannungsquellen 61 *<> und 62 dienen zur Versorgung von drei Hochspannungsgeräten
63, 64 und 65. .
Der Sender zum Erzeugen des EMP-Signals wird
aus dem Hochspannungsgerät 63 gespeist Der Sender besteht aus der Stabantenne 11, einer Induktivi- ^5
tät 12, die über einen kleinen Speicherkondensator
13 mit dem vom Koffer 7 gebildeten Gegengewicht
14 verbunden ist. Dem Speicherkondensator 13 ist eine Schaltfunkenstrecke 15 parallel geschaltet, die
z. B. bei einigen 10 bis 30 kV ansprechen mag. Wird der im Speisekreis des EMP-Erzeugers liegende
Schalter 16 geschlossen, wird von der Stabantenne 11 ein Spannungsvektor abgestrahlt, welcher bei entsprechender
Dimensionierung des Antennenkreises sehr steil verlaufen kann und in einer Zeit von bespielsweise
10 ns das Maximum der ausgestrahlten elektromagnetischen Feldstärke erreichen kann.
Sofort bei Ansprechen der Funkenstrecke 15 lauft das nachgeschaltete variable elektronische Zeitglied 2 ^ y
an, um nach Ablauf der Verzögerungszeit die Zünd- 4° Kondensatoren
elektrode 31 der nachgesehen Blitzlampe 32 mit Prufunf^^
einem Zündimpuls zu versorgen. Zweckmäßigerweise ist die Verzögerungszeit des Zeitgliedes 2 zwischen
4 us und 4 ms variabel, um verschiedene Kaliber von Kernwaffenexplosionen zu imitieren.
Sobald der Zündimpuls an der Zündelektrode 31
eintrifft, entlädt sich der der Blitzlampe 32 para IeI-geschaltete
Speicherkondensator 33 in z.B. einigen Mikrosekunden. Der Kondensator 33 wurde zuvor
,us dem Hochcpannungsgerät 64 aufgeladen. Durch
das Zünden der Blitzlampe 32 entsteht über die Sammellinse
34 ein Strahlungsimpulsstoß. Die Linse ^ und die Blitzlampe 32 befinden sich vor dem Fenster
9 des Koffers 7, vor dem beisp.elswe.se in 15 bis
30 m Entfernung ein zu prüfender Sensor angeordnet ist, welcher den vorgetäuschten Initialblitz einer
Kernwaffenexplosion wahrnimmt.
ι, git welches bei Ansprechen der
Zeitglied 4 angeKoPP , ^^ Abiauf einer vorbe-Blitzlampe
3- ama dnen Zündimpuls an die
stimmten ver2C= ζ- Blitzlampe 52 des zweiten
Zund ele ktrod es ι ^ Blil7larnpe 52 ist ebenfalls
S Bhtzgerates 3 s3" aranel oeschaltet, der von dem
ein Kon densal°\.. H 65 zuvor aufgeladen wurde.
Hochspannung„ aroßfiächig, vorzugsweise spira-Die
Blitzlampe s- . s ^ ^^ Samnie„:ns
hg ausgebildet unu
11 ^f
^
nse
d χ jst ebenialls vorzugs-
.§ε°Γ(1ηε.1 ,^f au°soebildet. Da der KondensaweisAze"ve""S"seebildet
ist. entsteht bei Zündung tor S3 se hr g roBau g außerordentlich
der Blitzlampe ein ^ ^ ^ ^ ]Q(m^
intensiver L1£niD'v 'rstärkun„ der Blitzwirkung ist die
J5 Energie ηal· f;" - ine aus Gewichtsersparungs-Linse
54 ™rzugs großflächige Fresnellinse.
gru,n^en.zu „^l"8 aui vier Stäben 55 mit Abstand
welche demon""?"'a"e l ordnet ist. Wird das Simulavor
dem "^1" \önnen die Linse 54 und die
*<> *°£βΓ* n!CIU T° _ de. Koffeis untergebracht wer-Jabe
55im inn lasse ι sich vor den Fenstern 9
den. ^™noch Schiebeverschlüsse od. dgl.
und 10 des Kolters noc
an°"K\nleRen des Schalters 16 entsteht somitju^5
.Ν.^^^6 Γ 8ο"κΕη1εηηε 11 ein sehr steiles EMP-nächst
an der η Fenster9 ein erster und an-
Signal danacn wi zweiter, wesentlich in-
schheß"nd^hS hrnehmbar
35 nungsgerate
IUUVV1^. zum Schütze des
vor Kernwaffenstrahlung richtig angesprochen, darf das am Fenster 10 austretende
und durch die Linse 54 verstärkte, außerordentlich helle Licht nicht mehr wahrgenommen werden. Bei
dungsgemäßen kleinen Koffer-H sii.li somit nicht nur eine Prüfmög·
Sensorsystem selbst, sondern darüber
hinaus auch noch eine Uberyrüfu ig des angewende-Verschlusses
auf optische Dichtigkeit. Da die drei 33 und 53 nur einmal für jede sind, können die Hochspan-65
drei sehr kleine elektroni-Sofern die Betriebsspannung men Kondensatoren die gleiche ist,
einziges elektronisches Ladegerät, man für diese Lade-
.-_ -, die in den han-
^11W,. Blitzgeräten für Photosind.
Solche Ladegeräte köneingebauten Spannungsquellen ν* ^ορ.,ο, , Dbei natürlich die Dimensionierung
wegen der höheren Energie um eine Größenordnung höher zu treffen ist als bei Amateurblitzen.
Auch ist ein Betrieb aus Primärzellen — Trocken-— möglich. Dadurch hat der gesamte Kof-
itzunabhängige Betriebsweise, wnioing des erfindungsgemäßen Simulanoch
zu verstärken, besteht auch noch die
fur die
« genügt dui.11
« genügt dui.11
gadie g
delsub hch en
delsub hch en
fftra? sassssc sä
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Simulatorgerät für elektrische Impulsstrahlung und Lichtverlauf von Kernwaffenexplosionen,
bei dem der Initialblitz und der Hauptblitz durch zwei aufeinanderfolgend, von je einem
Entladungskreis gezündete Gasentladungslampen simuliert werden, dadurch gekennzeichnet,
daß an den beiden gegeneinander verzögerten Entladungskreisen ein ebenfalls mit variabler
Verzögerung ausgebildetes elektronisches Zeitglied (2) vorgeschaltet ist und daß zur Auslösung
eines Eingangssignal für dieses Zeitglied (2) ein elektrischer Entladungskreis vorgesehen ist, wel- «5
eher zur Abstrahlung eines elektromagnetischen Impulses mit einem von einer Induktivität (12)
und dem Speicherkondensator (13) des Entladur.gskrpises
bestehenden Antennenkreis (11 bis 14) verbunden ist, in dem sich eine parallel zum
Speicherkonüensatoi (13) über einen Schalter (16) an eine Hochspannungsquelle (63) angeschlossene
Schaltfunkenstrecke (15) befindet.
2. Simulatorgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antennenkreis eine Dipolantenne
enthält, deren einer Antennenteil eine einschiebbare Stabantenne (11) ist und deren anderer
Antennenteil (14) von einer aus Leichtmetallblech bestehenden Koffenvand (7) eines
Handkoffi -s (7) zum Transport des Simulatorgerätes
gebildet wird.
?. Simulatorgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß reine sämtlichen elektrischen
und optischen Baugruppen (1 bis 5) einschließlich ihrer Speisespannungsquellen (6) in
einem Handkoffer (7) vereinigt sind.
4. Simulatorgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blitzlampen (32, 52) im
Innern des Koffers vor vorzugsweise verschließbaren Wandöffnungen (9, 10) angeordnet sind.
5. Simulatorgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Blitzlampen (32, 52)
der Blitzgeräte (2, 3) an sich bekannte Blitzstrahlen richtende Optiken (34, 54) angeordnet sind.
6. Simulatorgerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Blitzgerät
(5) eine an sich bekannte großflächige Blitzlampe (52) enthält.
7. Simulatorgerät nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens für die 5«
Blitzlampe (52) des zweiten Blitzgerätes (5) eine mit Abstand außen auf die Kofferwand aufsetzbare
großflächige Fresnellinse (54) vorgesehen ist.
55
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