DE2348083A1 - 1n,1n'-phenylen-bis-(5-methyl-4pyrazolin-3-one) und verfahren zu deren herstellung - Google Patents
1n,1n'-phenylen-bis-(5-methyl-4pyrazolin-3-one) und verfahren zu deren herstellungInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D231/00—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
- C07D231/02—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
- C07D231/10—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D231/14—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
- C07D231/18—One oxygen or sulfur atom
- C07D231/20—One oxygen atom attached in position 3 or 5
- C07D231/22—One oxygen atom attached in position 3 or 5 with aryl radicals attached to ring nitrogen atoms
- C07D231/26—1-Phenyl-3-methyl-5- pyrazolones, unsubstituted or substituted on the phenyl ring
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Description
OR. JlMt DIPL-CHEM. WALTER BEIL οβμ*
623 FRANKFUKTAM MAIN-HOCHSf
Unsere Nr. 13 845
Kontecatiiii Edison S.p.A.
Mailaad/ltalie*
1N,1N'-Phenylen-bis-(5-methyl-4-pyrazolin-3-one} und
Verfahren zu deren Herstellung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Klasse von Pyrazolonen der üOrmel
O O
409814/1208
bei denen sich der Pyrazolonring Af in meta- oder para-Stellung
bezüglich des Pyrazolonrings A befinden kann.Die Erfindung
betrifft ferner die Herstellung dieser Verbindungen.
Die 1N, 1N'-Phenylen-bls-(5-methyl-4-pyrazolin--3-one7
Sind neue Verbindungen, die auf dem Gebiet organischer Synthesen, insbesondere zur Herstellung von Pigmenten und
zur Synthese von Farbstoffen, verwendet werden können.
Überraschend wurde nun gefunden, daß diese neue Gruppe von Verbindungen aus den entsprechenden tetraazotxerten
Phenylendiaminen in fester ΐ?οπη durch einfache Umsetzung
mit dimerem Diacetyl in Aldolform hergestellt werden kann.
Die Keaktionsfolge läßt sich wie folgt darstellen:
Ae- + 2(CH3-CO-CO-GH3)2 >>
CH,-CH S Ar S C H,
CH NH NH CH
wobei in obigen jj'orzneln B& HSQ^ darstellt.
Die Reaktion zwischen dem Phenylendiamin-tetrazoniumaalz
und Diacetyldimer erfolgt nur, wenn erstere Verbindung in fester JiOrm vorliegt. Die Kifanl des HSO.-Anions geht
auf die Tatsache zurück, daß die Tetraazotierung in Schwefelsäure erfolgt unä daß das iDetrazoniumsala mit
HSO,0 als Anion leicht in fester iOrm eraältlich ist.
Das iEetrazoniuiBsalz löaende Lösungsmittel sowie das Milieu,
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in dem die '.Eetraazotierung stattfindet, zeigen einen
nachteiligen Einfluß auf den Verlauf der Reaktion I. Die Reaktion erfolgt unter Bormaldruck und bei Temperaturen
zwischen 3o und 5o°C. Das Diaeetyldimer wird in Aldolfonn
nach der Methode von O. Diels, ft.M. Blanchardt, H.Heyden
(Berichte, 47, 2359) hergestellt.
Das Dimer wird im Überschuß zum Setrazoniumsulfat angewBHdet,
wobei im allgemeinen ein Eolverhältnis von 6 bis 7:1 gebraucht wird. Die Tetraazotierung aromatischer Diamine
erfolgt durch Einwirkung von Uitrosyl-sehwefelsäure auf die
Diamine. Zur bewtmöglichen Durchführung der Reaktion
empfiehlt es sich, da£ aromatische Diamin sehr langsam und unter kräftigem Rühren der iiehwef elsäurelösung, die
die stöchiometrische Menge Nitros^l-schwefelsäure enthält,
zuzugeben, wobei die Temperatur stetig bei etwa 2o bis 25°0 zu halten ist. Die Reaktion ist nach vollständiger Lösung
des Diamine beendet.
Gießt man die so erhaltene Schwefelsäurelösung langsam in auf -15°C abgekühltes Aceton, so wird das Tetrazoniumsulfat
des Diamine durch Ausfällung aus der Lösung erhalten. Geht man auf obige Weise vor, so ist es möglich,
die Tetrazoniumsulfate aromatischer Amine in guten Ausbeuten zu erhalten. Die erfindungsgemäßen Produkte können
leicht durch Sublimierung gereinigt werden.
24 g konzentrierte Schwefelsäure werden in einen mit Magnet rüher ausgestatteten 1oo ml-jirlenmeyerkolben, der mit
Eis gekühlt wird, eingegeben. Dann werden 2,76 g Natriumnitrit sehr langsam so zugegeben, daß keine gelben Dämpfe.
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entwickelt werden. Das Gemisch wird sodann langsam unter Rühren auf eine temperatur von 7o°ü erwärmt, wobei fast
vollständige Lösung erzielt wird. Dann laut man das Gemisch
auf Raumtemperatur abkühlen und gibt 15,5 g 78^oige
Schwefelsäure zu. Das in der Schwefelsäurelösung der
Nitroselschwefelsäure gebildete Natriumsulfat wird abfiltriert,
dann werden 1,9 g Phenylendiamin unter Rühren sehr langsam zugegeben, wobei die Temperatur zwischen
2o und 25 C gehalten wird.
Die nach beendeter Umsetzung erhaltene Schwefelsäurelösung
wird langsam in auf -15 C abgekühltes Aceton gegossen.
Das Tetrazoniuinsulfat fällt aus und wird mit kaltem Aceton
gereinigt und abfiltriert, wobei man 5,5 g Produkt erhält. 2,7 g Tetrazoniumsulfat werden mit 1o g Diacetyldimer in
Aldolf orm in einem 5o ml-Kolben, deifmit mechanischem
Rührer und Kühler ausgestattet ist, vermischt. Das Gemisph
wird unter Rühren 6 Stunden auf 35 bis 400C erwärmt. Bann wird das Reaktionsgemisch mit Äther gewaschen, bis
das Diacetyldimer verschwindet.
Der feste Rückstand wird mit Aceton gekocht. Man erhält
Rohprodukt mit zweifacher Salzbildung der Formel
Die Elejpentaranalyse des Rohprodukts ergibt folgende
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GHN S
berechnet 36,o5 3,86 12,o1 13,73
gefunden 37,65 4,o5 11,84 12,37
Das Salz verliert bei der Suspendierung in 'nasser Schwefelsäure
und liefert das Endprodukt. Man erhält 1,9 g Rohprodukt, das durch Sublimierung gereinigt wird.
Die Elementaranalyse des sublimierten Produkts ergibt
folgende Werte: (für C14H14N4O2):
| G | ,61 | H | 22 | N | 73 | |
| berechnet | 62 | ,95 | 5, | 17 | 2o, | 29 |
| gefunden | 61 | 5, | 2o, | |||
Das Produkt zeigt keinen Schmelzpunkt bis 32o°ü. Das IR-iipektrum
stent mit der Pyrazolon-Struktur in Einklang. Das Molekulargewicht beträgt (gemäß Massenspektrographie)
27o.
5,4 g m-Phenylendiamin-tetrazoniumsulfat, nach der Vorschrift
von Beispiel 1 hergestellt, werden mit 2o g Diacetyldimer
in Aldolform in einem mit mechanischem Rührer und Kühler ausgestatteten 5o ml-Kolben vermischt. Das Gemisch
wird unter Rühren 6 Stunden auf 35 bis 40 C erwärmt.
Nach beendeter Umsetzung wird Äther zugegeben, um das Diacetyl zu entfernen.
Der Rückstand wird in Wasser, dispergiert, wobei das Reaktionsprodukt ausfällt. Der abfiltrierte feststoff wird getrocknet
und mit Aceton gereinigt, dabei erhält man 2,9 g Rohprodukt.
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Zur weiteren !Reinigung wird das Produkt in 1 obiger Natriumhydroxydlösung
gelöst und 3 otunden am Rückfluß gekocht, dann mit 1 obiger Salzsäure wieder ausgefällt.Das Produkt
kann sublimiert werden. Die Elementaranalyse des sublimierten
Produkts ergibt folgende werte: (für C14H14N4O2):
| G | 21 | H | 22 | N | 73 | |
| berechnet | 62, | 47 | 5, | 49 | 2o, | 28 |
| gefunden | 62, | 5, | 2o, | |||
Das Produkt zeigt keinen Schmelzpunkt bis 32o°C. Das IR-Spektrum
steht in Einklang mit der Pyrazolon-Struktur. Das Molekulargewicht (durch Massenspektrographie bestimmt)
beträgt 27o.
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Claims (3)
- PatentansprücheV y. Verfahren" zur Herstellung von "IN, 1N'-Phenylen-bis-(5-methyl-4-pyrazolin-J5-onen)der formelworin der Pyrazolonring A1 in meta- oder para-Steilung zum Pyrazolonring A vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Salz des entsprechenden tetraazotierten Phenylendiamine in fester J?orm mit JJiacetyldimer in Aldolform bei Normaldruck und Temperaturen zwischen 3o und 5o G umsetzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßdas Anion des Tetrazoniumsalzes des aromatischen Phenylen-diamins das HSO. -Anion ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Diacetyldimer in Aldolform in Mengen von 6 bis 7 Mol pro MpI Tetrazoniumsalz einsetzt.4· Verbindung der j?prmel9—^ ^ ;>—?——«CH NH HN GH« irο ο409814/12085· Verbindung der FormelGH NHO N C GHxHN CHUr: Montecatini Edison S.p.A. Mailand/ItalienKechtaanwalt40981 4/1
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