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DE901053C - Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat

Info

Publication number
DE901053C
DE901053C DEA936A DEA0000936A DE901053C DE 901053 C DE901053 C DE 901053C DE A936 A DEA936 A DE A936A DE A0000936 A DEA0000936 A DE A0000936A DE 901053 C DE901053 C DE 901053C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
guanidine thiocyanate
thiocyanate
guanidine
production
carbon disulfide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA936A
Other languages
English (en)
Inventor
Nat Huyler Marsh
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wyeth Holdings LLC
Original Assignee
American Cyanamid Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by American Cyanamid Co filed Critical American Cyanamid Co
Application granted granted Critical
Publication of DE901053C publication Critical patent/DE901053C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Cuanidinthiocyanat Es ist bekannt, daß Ammoniumthiocyanat in einer geschlossenen Röhre erhitzt werden kann und Guanidinthiocyanat ergibt. Es ist auch bekannt, daß Schwefelkohlenstoff und Ammoniak zusammen erhitzt werden können und dabei Ammoniumthiocyanat entsteht. Jedoch wurde Guanidinthiocyanat noch nicht direkt aus Schwefelkohlenstoff und Ammoniak erhalten.
  • Auf Grund der vorliegenden Erfindung wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat ausgearbeitet, das darin besteht, daß man Ammoniak und Schwefelkohlenstoff in einem geschlossenen Reaktionsraum auf 185 bis 450'C erhitzt und das gebildete Guanidinthiocyanat dann in bekannter Weise aus dem Reaktionsgemisch ausscheidet. Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel 1 o,261 Mol Schwefelkohlenstoff und 0,94 Mol Ammoniak werden in einem Autoklav von 300 ccm 5 Stunden lang ,auf 35o° C erhitzt. Nach Kühlung und Öffnung des Autoklavs wird die Reaktionsmasse herausgekratzt und in eine kleine Menge Wasser, z. B. etwa 5o ccm, gebracht. Guanidinthiocyanat ist leicht löslich und löst sich unter Zurücklassung von unlöslichen Stoffen im Wasser. Die Lösung wird dann filtriert. Das Filtrat besteht hauptsächlich aus einer wäßrigen Lösung von Guanidinthiocyanat und Ammoniumthiocyanat. Die Guanidinverbindung kann durch Zugabe von Ammoniumnitrat abgeschieden werden, wobei das schwerlösliche Guanidinnitrat ausfällt, das dann abfiltriert wird. Die Ausbeute an Guanidinthiocyanat, bezogen auf Schwefelkohlenstoff, beträgt 47,60;ö.
  • Zur Abscheidung des Guanidinthiocyanats von anderen im Filtrat gelösten Substanzen lassen sich auch die übrigen bekannten Verfahren anwenden. Beispiel 2 24g Ammoniak (i,42 Mol) und ioo g Schwefelkohlenstoff (i,31 Mol) werden in eine=n 3oo-ccm-Autoklav etwa 3 Stunden lang auf ungefähr 250° C erhitzt. Der maximale Druck, der sich während der Umsetzung entwickelt, beträgt 86,5 at; der Druck schwankt je nach Füllung des Autoklavs. Man erhält Guanidinthiocyanat in einer Ausbeute von 4 50 °'0 .
  • Die Reaktionsdauer ist von der Temperatur abhängig. Bei i 8 5'C wird etwa nach 2 Stunden Guanidinthiocyanat erhalten; für die Einstellung des Gleichgewichts sind ungefähr 8 bis 2o Stunden erforderlich. Bei 24o' C wird etwas Guanidinthiocyanat in wenigen Minuten erhalten und das Gleichgewicht in ungefähr 2 Stunden erreicht.
  • Die Isolierung des Guanidinthiocyanats kann durch geeignete Maßnahmen erfolgen, z. B. durch Kühlen oder Eindampfen der wäßrigen Lösung bis zur Kristallisation oder durch Zufügen. einer mit Wasser mischbaren organischen Flüssigkeit, wie Äthanol, um die Löslichkeit des Salzes herabzusetzen und dessen Ausfällung zu bewirken. Die Guanidinverbindung kann auch in Form eines weniger löslichen Salzes, etwa .des Pikrats, Carbonats, Nitrats oder Phosphats, isoliert werden. Die Bildung eines derartigen schwerlöslichen Salzes wird durch einfaches Zufügen einer äquivalenten Menge des Ammonium- oder eines Metallsalzes der entsprechenden Säure zu der wäßrigen Lösung des Thiocyanats erreicht und die Kristallisation durch irgendwelche Maßnahmen, wie sie oben erwähnt wurden, eingeleitet. Ein vorteilhaftes Verfahren besteht darin, Ammoniumnitrat einer wäßrigen Lösung von Guanidinthiocyanat zuzufügen, wodurch das schwerlösliche Guanidinnitrat ausfällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat, dadurch gekennzeichnet, daß Ammoniak und Schwefelkohlenstoff in einem geschlossenen Reaktionsraum auf 185 bis 450'C erhitzt werden und das gebildete Guanidinthiocyanat dann in bekannter Weise aus dem Reaktionsgemisch abgeschieden wird.
DEA936A 1949-03-31 1950-03-02 Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat Expired DE901053C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US901053XA 1949-03-31 1949-03-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE901053C true DE901053C (de) 1954-01-07

Family

ID=22221346

Family Applications (1)

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DEA936A Expired DE901053C (de) 1949-03-31 1950-03-02 Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE901053C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963421C (de) * 1953-09-29 1957-05-09 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963421C (de) * 1953-09-29 1957-05-09 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Herstellung von Guanidinrhodanid

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