DE2345607A1 - Beschichtungsmaterial zur radarsicheren tarnung bzw. zur sicherung der radarortung - Google Patents
Beschichtungsmaterial zur radarsicheren tarnung bzw. zur sicherung der radarortungInfo
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Description
Anlage zur Patentanmeldung vom 20. 8. 1975 Sei/tM
Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung,
mit einem Gehalt an mikrowellenreflektierenden Substanzen, einem Kunststoff als Bindemittel, sowie einem Zusatzstoff
bzw. Zuschlagstoff in bestimmten Volumenprozent, wobei die mikrowellenreflektierenden Substanzen in bestimmten Volumen-Verhältnissen
mit Eisenoxidul und/oder Leitfähigkeitsruß in der Beschichtungsmasse enthalten sind. Die Erfindung betrifft
weiterhin ein Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung unter Verwendung des Beschlchtungsmaterials.
Es ist bereits bekannt, Tarnungsmittel auf der Basis von Kunststoffen mit wechselnden Mengen Metallpigmenten, Eisenoxyden
oder Graphit zu versehen und auf die zu tarnenden Gegenstände aufzutragen (vgl. DOS 1 916 326 und DAS 1 271 605).
Diese Tarnungsmittel, die keine Füllstoffe bzw. Füllmaterialien neben den mikrowellenreflektierenden Zusatzmitteln, Me*
tallpigmenten und dgl. enthalten, haben den Nachteil des Zeit-
und Kostenmehraufwandes, häufig verbunden mit einem geringeren Wirkungseffekt. Nach der DAS 1 27I 605 muß zum Beispiel
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auf die Oberfläche zunächst ein pigmentfreier Isolierlack aufgebracht werden, dessen Bindemittel eine möglichst kleine
Dielektrizitätskonstante hat, worauf ein mit Eisenoxyduloxyd,
vorzugsweise als Eisenoxydschwarz, und wechselnden Mengen Graphit pigmentierter Lack und wiederum der Isolierlack abwechselnd
mehrmals übereinander aufgetragen und schließlich durch eine Deckschicht abgedeckt werden, die feinverteiltes
eisenoxydulhaltiges Glas.in einem Bindemittel enthält, dessen B rechnungsexponent in der Größenordnung dieses Glases liegt.
Es ist weiterhin bekannt, Absorberschichtkombinationen zur Radarortung unter Anwendung des Interferenzprinzipes einzusetzen.
Die Interferenz beruht dabei auf einer Auslöschung durch Überlagerung der an den Schichten reflektierten gegenphasigen
Wellen mit gleichgroßer Amplitude. Die Interferenzabsorber müssen dabei aus mehreren Schichtkombinationen bestehen
und/oder mit bestimmten Trägerplatten bzw. Trägerschichten kombiniert werden. Da sowohl nach dem Verfahren gemäß
DAS 1 271·605 als auch bei den Interferenzabsorbern die
Schichten bzw. Beschichtungsmittel mehrschichtig aufgetragen oder verwendet werden müssen, 1st es erforderlich, daß mehrere
Arbeitsgänge zeitlich nacheinander mit für jede Schicht unterschiedlich zusammengesetzten Tarnungsanstrichmitteln bzw.
Absorberschichten oder Beschichtungsmassen durchgeführt werden, wobei vor dem Aufbringen der nächsten Tarnungsschicht erst
das Trocknen der vorher angebrachten Schicht abgewartet werden muß. Bei den Tarnungsanstrichmitteln gemäß der DAS 1 27I 605
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ist der Kunststoff Hauptbestandteil, häufig mit einem Gehalt von mehr als 90 Gew.%, so daß neben dem Zeitmehraufwand
durch Auftragen unterschiedlicher Schichten auch größere Mengen an wertvollen Kunststoffbindemitteln mit einem erheblichen
Kostenaufwand benötigt werden.
Absorberschichtkombinationen, die auf"dem Interferenzprinzip
arbeiten, haben zusätzlich den Nachteil, daß die Schichtdicke auf die Wellenlänge bzw. Frequenz der Radarstrahlen abgestimmt
sein muß. Eine Änderung der Frequenz bzw. Wellenlänge der Radarstrahlen allein kann unter Umständen dazu führen, daß ein
radarsicherer Tarneffekt durch den Interferenzabsorber nicht
mehr gewährleistet ist.
Bei den im Handel befindlichen wellenabsorbierenden Wandbekleidungen
verwendet man daher pyramidenförmige Platten aus porösem Material, wobei diese Schluckstoffkörper einen die
akustischen Eigenschaften nicht wesentlich beeinträchtigenden Zusatz oder Überzug in Form von Graphit, Metallpulver, oder
dgl, in einem flüchtigen Lösungsmittel erhalten. Das Einsatzgebiet
dieser akustisch wirksamen wellenabsorbierenden Wandbekleidungen ist jedoch begrenzt, insbesondere auf die Verkleidung von Innenräumen, da beispielsweise die pyramidenförmigen
Schluckstoffkörper keiner größeren Druck- oder Zugbeanspruchung
ausgesetzt werden dürfen. Nach einem Montageverfahren
sollen die Absorber auf Grundplatten aufgeklebt werden. Diese müssen dann in Tragschienen befestigt bzw. einge-
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hängt werden. Ein Nachteil dieser Mikrowellenabsorber besteht u.a. darin, daß diese Absorber sich bei starken Beanspruchungen
lösen können und auch eine Korrosion der damit abgedeckten Metallteile nicht verhindern.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde bereits in der Gebrauchsmusterschrift
β S>kk 019 eine verbesserte Oberflächengestaltung
von Bauteilen, Fahrzeugteilen, Stahlkonstruktionsteilen
vorgeschlagen, bei der zur Sicherung der Radarortung bzw. zur radarsicheren Tarnung auf der Oberfläche eine Schicht
eines Beschichtungsmaterials mit einer geschlossenen, d.h. einer porenarmen oder nichtporigen Oberfläche vorhanden ist,
die im Querschnitt bzw. in der Oberflächengestaltung zackenähnliche bzw. gewellte oder wellenartige, vorzugsweise sägezahnförmige
Profilierungen bzw. Rillen aufweist. Für die Wirksamkeit der Profilierungen ist Jedoch das Behandeln mit einer
Vorrichtung gemäß Gbm 6 944 018 erforderlioh und das Einhalten
der parallelen Profilierungen, um einen besseren Wirkungsgrad zu ermöglichen, sowie weiterhin ggf. unterschiedlich zusammengesetzte
Schichten.
Ziel und Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, die vorgeschilderten Nachteile zu vermeiden und ein mikrowellenreflekfierende
Substanzen enthaltendes Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung
zu finden, daß auch nur in einer Schicht oder ohne zacken-
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ähnliche bzw. wellenartige Profilierung aufgebracht werden
kann, so daß die Kosten und zeitaufwendigen Arbeitsgänge durch das Aufbringen mehrerer Schichten unterschiedlicher
Zusammensetzung oder Mehrarbeiten durch die Profilierung vermieden bzw. eingespart werden können.
Ziel und Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es weiterhin, die Tarnungseigenschaften des Beschichtungsmaterials
und somit den Effekt der Radarsichermachung (d.h. Sicherung der Radarortung) zu erhöhen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
sollte erzielt werden, daß das mikrowellenreflektierende Substanzen enthaltende Beschichtungsmaterial die
Tarnung bzw. Sicherung der Radarortung nicht auf dem Prinzip der Interferenz bewirkt, da bei den Interferenzabsorber-Schichtkombinationen
die Beschichtung auf die Wellenlänge bzw. die Frequenz des Radarstrahles abgestimmt sein
muß, sondern auf einer Absorption und teilweisen Reflektion der Radarstrahlen innerhalb des Beschichtungsmaterials. Mit
Hilfe dieser Beschichtung sollte somit außerhalb der sichtbaren Wellenbereiche eine Tarnung bzw. Sicherung der Radarortung
erzielt werden. Die Beschichtung sollte gleichzeitig ein guter Korrosionsschutz für die damit behandelten Bauteile,
Oberflächen und dgl. darstellen. Schließlich sollte die Be- sohiohtung auch den Bauteilen eine gewisse Isolierung bieten,
leicht aufzubringen sein und insbesondere bei Brücken eine Sicherung der Radarortung erzielen.
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Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung war es, den Effekt der Sicherung der Radarortung zu vergrößern und eine
gleiche oder höhere radarsichere Tarnung der zu beschichtenden Oberfläche zu bewirken je nach Anwendungsfall und Anfor·*
derung unter gleichzeitiger Verminderung der eingesetzten Zusatzstoffe bzw. Zuschlagstoffe. Es sollte erreicht werden,
daß auch der Gewichtsanteil der nichtmetallischen bzw. nicht mikrowellenreflektierenden geschäumten oder nlchtgeschäumten
Zuschlagstoffe so verringert werden kann, daß auch eine bessere Elastizität der Beschichtung erreicht werden kann.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß diesen Zielen und Aufgaben ein Beschichtungsmaterial gerecht wird, das aus
5-9O Vol. %, vorzugsweise
15 - 85 Vol. % ,eines nichtmetallischen, elektrisch
nichtleitenden bzw. nicht halbleitenden und nichtmikrowellenreflektierenden,
geschäumten, geblähten oder mikrogeschäumten und/oder nicht geschäumten
Zusatzstoffes bzw. Zuschlagstoffes,
0,1-8 Vol. %, vorzugsweise
1 - 5 Vol. %
Eisenoxydul und/oder Leitfähigkeitsruß sowie mindestens einer mikrowellenreflektierenden
Substanz, vorzugsweise Graphit
besteht, wobei das Verhältnis der in der Mischung enthaltenden Volumina des Eisenoxyduls und/oder des Leitfähigkeitsrußes zu der mikrowellenreflektierenden Substanz 2 : 1 bis
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1 : 2 beträgt und als Restbestandteil ein Bindemittel auf Kunststoffbasis mit einer Dielektrizitätskonstanten unter
5 enthält.
Als Bindemittel wird ein noch nicht auspolymerisierter bzw.
noch nicht ausgehärteter Kunststoff bzw. die Komponenten desselben eingesetzt. Das Beschichtungsmaterial enthält
ein Bindemittel, das aus nicht schäumbaren, teilweise schäumbaren oder vollständig schäumbaren Komponenten eines
duroplastischen, elastischen und/oder elastomeren Kunststoffes, ggfls. unter Anwesenheit von Trocknungsmitteln bzw.
Treibmitteln/ besteht.
Bevorzugt ist der Einsatz eines Bindemittels auf der Basis eines durchlastischen, elastischen und/oder elastomeren
Kunststoffes, xäer noch nicht auspolymerisiert bzw. noch
nicht ausgehärtet ist bzw. in Form der Komponenten eingesetzt wird. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist
die eine Komponente ein organisches Di- und/oder Triisocyanat und die andere ein Polyäther und/oder hydroxylgruppenhaltiger
Polyester.
Die mikrowellenreflektierenden Substanzen und Eisenoxydul
und/oder Leitfähigkeitsruß besitzen einen mittleren Teilchendurchmesser von 5 jU m bis 500 .u m, vorzugsweise 10 .u m
bis 80 .u m.
Das organische Di- oder Triisocyanat und der Polyäther bzw.
iiydroxylgruppenhaltige Polyester können in unterschiedlichen
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Gewichtsmengen eingesetzt werden. Je nach Anzahl der Hydroxylgruppen
und dgl. sollten sie vorzugsweise annähernd in äquivalenten Gewichtsmengen, ggf. unter Verwendung an sich bekannter
Verarbeitungshilfsmittel, Härtungsmittel, Zusatzstoffe und dgl. eingesetzt werden.
Das Beschichtungsmaterial soll einen Bindemittelanteil von mehr als 1,4 Vol. %, vorzugsweise mehr als 2,5 Vol. %, sowie
zur besseren Verteilung der zugesetzten Substanzen einen Schwebemittelanteil von 0,01 bis 1 Vol. %, bezogen auf das Bindemittel,
enthalten.
Nach einer Ausführungsform werden 40 bis 90 Vol. % geschäumte
oder geblähte anorganische oder geschäumte bzw. geblähte organische nichtmetallische, nicht halbleitende bzw. elektrisch
nichtleitende und nichtmikrowellenreflektierende Zusatzstoffe bzw. Zuschlagstoffe mit einer mittleren Körnungsgröße bzw.
Teilchengrößte von 0,5 - 50 mm, vorzugsweise 1 - 20 mm verwendet. Vorteilhaft ist es dabei, wenn das Kunstharzbindemittel
eine Dielektrizitätskonstante unter 2,5 aufweist.
Nach einer anderen Ausführungsform werden 15-62 Vol. % anorganische
oder organische mikrogeschäumte und/oder nichtgeschäumte,
nichtmetallische, nicht halbleitende bzw. elektrisch nichtleitende und nichtmikrowellenreflektierende Zusatzstoffe
bzw. Zuschlagstoffe mit einem mittleren Körnungsdurchmesser von 1 .u m - J>0 mm, vorzugsweise 5 .u m - 5,0 mm
eingesetzt.
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Soll der Effekt der radarsicheren Tarnung bzw. der Sicherung der Radarortung je nach Anwendungsgebiet noch erhöht werden,
so verwendet man vorteilhaft als Kunstharzbindemittel ein duroplastisches, elastisches Kunstharz und/oder einen elastomeren
Kunststoff mit einer Dielektrizitätskonstanten unter 2,5.
Soll das Beschichtungsmaterial im sog. Dünn-Schichtverfahren aufgebracht werden, so ist der Einsatz von mikrogeschäumten
Zusatzstoffen und/oder anorganischen Zusatzstoffen mit einer mittleren Teilchengröße von 2 - 2000 u m vorzugsweise 5 500
|U m erforderlich. Größere Zuschlagstoffteilchen sollten
in diesem Fall nicht verwendet werden.
Nach einer anderen Ausführungsform können die geschäumten bzw.
geblähten anorganischen oder geschäumten bzw. geblähten organischen Zusatzstoffe ganz oder teilweise durch anorganische
oder organische mikrogeschäumte und/oder nicht geschäumte Zusatzstoffe
unter Verringerung der Volumenanteile dieser Zusatzstoffe ersetzt werden.
Dadurch wird eine Beschichtung erreicht, die sowohl elastische Eigenschaften aufweist, als auch eine gewisse Härte, was
für bestimmte Anwendungsgebiete der radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung vorteilhaft ist.
Die mikrowellenreflektierenden Substanzen sollten sich nicht
absetzen oder an der Oberfläche aufschwimmen. Daher verwendet man auch im Rahmen der Erfindung Schwebemittel, die das Absetzen
verhindern und die gleichmäßige Verteilung begünstigen
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sollen. Als Schwebemittel können u.a. Bentonit, Tonerdehydrate,
.Polyamine, .Polyamide, Soja-Lecithin, Alkoholsulfonate,
voluminöses Siliciumdioxyd und dgl. eingesetzt werden.
Nach dieser Ausführungsform wird erreicht, daß die Mindestabstände
der äußeren Zusatzmittelteilchen bzw. Zuschlagstoffe, insbesondere jedoch der äußeren mikrowellenreflektierenden
Substanzen und/oder des Eisenoxyduls und/oder des Leitfähigkeitsrußes der oberen und unteren Schichtgrenze größer als
5 ,u, vorzugsweise größer als 10 ix sind und eine nahezu
gleichmäßige Verteilung erreicht wird. Nach einer vorteilhaften AusfUhrungsform ist die Teilchengröße der Zusatzstoffe
zweckmäßig mindestens 1 - 2 % kleiner als die gesamte Schichtdicke.
Als mikrowellenreflektierende Substanz wird vorzugsweise Graphit im Rahmen der Erfindung eingesetzt. Nach einer Ausführungsform
kann Eisenoxydul und/oder Leitfähigkeitsruß bis zu 50 Vol. % durch feinteilige, halbleitende Substanzen ersetzt
werden, die innerhalb der Beschichtung mikrowellenreflektierende und teilweise mikrowellenabsorbierende Eigenschaften
aufweisen. Nach einer anderen Ausführungsform wird
zusätzlich ein Träger oder eine Trägersubstanz verwendet bzw. das Beschichtungsmaterial auf den Träger oder eine Trägersubstanz
aufgebracht.
Die auf den Trägern ausgehärtete Beschichtungsmasse kann dann
direkt in Form von Platten, Folien, Bahnen und dgl. auf die zu tarnenden bzw. zu sichernden Gegenstände aufgebracht und
an diesen in an sich bekannter Weise befestigt werden. Diese
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Ausführungsform eignet sich für Objekte, die nur kurzfristig
getarnt werden sollen bzw. die keinen größeren mechanischen Einflüssen und dgl. unterworfen sind.
Das Beschichtungsmaterial wird vorzugsweise in Form des noch nicht auspolymerisierten bzw. nicht ausgehärteten zweikomponentenhaltigen
Materials in streich-, spachtel-, gieß- oder spritzbarer Form verwendet. Nach einer anderen Ausführungsform kann es auch mit oder ohne Träger, z.B. durch Gießen in
Formen in bereits auspolymerisierter bzw. ausgehärteter Form
als Formteil, Platte, Folie, Bahn oder dgl. eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw.
zur Sicherung der Radarortung unter Verwendung des Besehiehtungsmaterials erfolgt so, daß die' reaktionsfähigen Komponenten
des duroplastischen, elastischen und/oder des elastomeren Kunststoffes erst kurz vor der Verarbeitung zusammengebracht
oder in Form des noch nicht auspolymerisierten bzw. ausgehärteten Kunststoffes in Anwesenheit der übrigen Bestandteile
des Beschichtungsmaterials oder einem Teil derselben und/oder durch nachträglichen Zusatz derselben mit diesen vermischt
werden.
Die nichtmetallischen, elektrisch nichtleitenden bzw. nicht halbleitenden und nichtmikrowellenreflektierenden geschäumten,
geblähten oder mikrogeschäumten und/oder nicht geschäumten Zusatzstoffe sowie das Eisenoxydul und/oder der Leitfähigkeitsruß können dabei bereits vor dem ReaktionsVorgang einem oder
beiden reaktionsfähigen Komponenten des Bindemittels ganz oder teilweise zugesetzt werden.
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Naoh einer anderen AusfUhrungsform können auch die mikrowellenigeflektierenden
Substanzen einem oder beiden reaktionsfähigen Komponenten des Bindemittels oder dem aus diesem gebildeten
Vorpolymerisat zugefügt werden. Nach einer Ausführungsform wird dem Bindemittel direkt (ggfls. auch der Masse
oder einem deren Bestandteile) ein Treibmittel 'oder Treibmittelgemisch
zugesetzt und/oder das bei der R'eaSftion der
Komponenten entstehende Reaktionswasser nicht durch Trockenstoffe oder dergleichen entfernt.
Bei bestimmten Formteilen, schräg oder senkrecht stehenden Trägern, Materialteilen und dgl. ist es zweckmäßig, die Besehichtungsmasse
unter Anwendung einer Spritzdüse oder ähnlichen Vorrichtung auf die Oberfläche der zu beschichtenden
Teile aufzubringen.
Im Fall bei der Verwendung von geblähten, geschäumten oder mikrogeschäumten Zusatzstoffen bzw. Zuschlagstoffen ist es
zweckmäßig, daß die mikrowellenreflektierenden Substanzen und die mikrowellenabsorbierenden und teilweise mikrowellenreflektierenden
Substanzen bei der Ansetzung des Beschichtungsmaterials entweder gleichzeitig mit oder vor bzw. nach
dem Einbringen der Zuschlagstoffe, nicht aber in Form einer gemeinsamen Mischung mit den Zuschlagstoffen eingebracht
werden. Je nach der zu beschichtenden Art des Formkörpers oder Formteiles kann ein Korrosionsschutzanstrich oder ein
Haftvermittler als Voranstrich verwendet werden.
Nach einer anderen Verfahrensart wird die Beschichtungsmasse auf einem Träger aufgebracht oder in eine Gußform einge-
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bracht und nach dem Erhärten des plattenförmigen Materials an den zu beschichtenden Bauteilen befestigt.
Durch die Anwendung der Beschichtungsmasse oder der daraus hergestellten Formteile, Platten und dgl. bei Brücken bzw.
Brückenteilen wird vermieden, daß die auftreffenden Radarstrahlen
mehrfach an den Brückenteilen, z.B. Trägern bzw. Kästen reflektiert werden und danach den Radarschirm erreichen,
was zu Fehlortungen führt. Die Beschichtungsverfahren werden vorzugsweise in den Räumen zwischen den Trägern
bzw. Hauptträgern der Brücken, Kästen und dgl. durchgeführt, insbesondere bei den einander zugekehrten Seitenflächen
der Träger, Hauptträger und Kästen und somit für die Brückenbauten zur Radarsichermachung verwendet.
Ist ein zusätzlicher Tarneffekt, beispielsweise gegen IR-Fotografie,
erwünscht, so muß ein geeigneter zusätzlicher Deckanstrich mit den entsprechenden Remissionswerten aufgebracht
werden, in der Form, daß keine negativen Beeinflussungen der Radarabsorption erhalten werden.
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Claims (1)
- Sohutzansprüche;/1ΛBeschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung mit einem Gehalt an .mikrowellenreflektierenden Substanzen, einem Kunststoff als Bindemittel sowie einem Zusatzstoff bzw. Zuschlagstoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmaterial aus5-90vorzugsweise 15-85
eines nichtmetallischen, elektrisch nichtleitenden bzw. nicht halbleitenden und nichtmikrowellenreflektierenden, geschäumten, geblähten oder mikrogeschäumten und/oder nicht geschäumten Zusatzstoffes bzw. Zuschlagstoffes,0,1 - 8 Vol.Ji,vorzugsweise 1-5 Vol.#Eisenoxydul und/oder Leitfähigkeitsruß sowie mindestens einer mikrowellenreflektierenden Substanz, vorzugsweise Graphitbesteht, wobei das Verhältnis der in der Mischung enthal tenden Volumina des Eisenoxyduls und/oder des Leitfähigkeitsrußes zu der mikrowellenreflektierenden Substanz 2 : 1 bis 1 : 2 beträgt und als Restbestandteil ein Bindemittel auf Kunststoffbasis mit einer Dielektrizitätskonstante unter 5 enthält.509812/0933- 15 -2. BescMchtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein noch nicht auspolymerisierter bzw. noch nicht ausgehärteter Kunststoff bzw. die Komponenten desselben eingesetzt wird.5. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel aus einem duroplastischen, elastischen und/oder elastomeren, noch nicht auspolymerisierten bzw. noch nicht ausgehärteten Kunststoff bzw. dessen Komponenten besteht, von denen die eine ein organisches Di- und/oder Triisocyanant und die andere ein Polyäther und/oder hydroxylgruppenhaltiger Polyester ist. ·4. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1 «· J5# dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmaterial ein Bindemittel enthält, das aus nichtschäumbaren, teilweise schäumbaren oder vollständig schäumbaren Komponenten eines duroplastischen elastischen und/oder elastomeren Kunststoffes, gegebenenfalls unter Anwesenheit von Trocknungsmitteln bzw. Treibmitteln, besteht.5. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die mikrowellenreflektierenden Sub- '' stanzen und Eisenoxydul und/oder Leitfähigkeitsruß einen509812/0933
- 16 -mittleren Teilchendurohmesser von 5 ,u m bis 500 u m, vorzugsweise 10 (u m bis 80 ;u m besitzen.6. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-5* dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmaterial einen Bindemittelanteil von mehr als 1,4 Vol.$, vorzugsweise mehr als 2,5 Vol.#, sowie zur besseren Verteilung der zugesetzten Substanzen einen Schwebemittelanteil von 0,01 bis 1 Vol.% (bezogen auf das Bindemittel) enthält.7. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß 40 bis 90 Vol.# geschäumte oder geblähts anorganische oder geschäumte bzw. geblähte organische nichtmetallische, nicht halbleitende bzw. elektrisch nichtleitende und nichtmikrowellenreflektierende Zusatzstoffe bzw. Zuschlagstoffe mit einer mittleren Körnungsgröße bzw. Teilchengröße von 0,5 - 50 mm, vorzugsweise 1 - 20 mm verwendet werden und das Kunstharzbindemittel eine Dielektrizitätskonstante unter 2,5 aufweist.8. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß 15 - 62 Vol.$ anorganische509812/0933- 17 -oder organische mikrogeschäumte und/oder nichtgeschäumte, nichtmetallische, nicht halbleitende bzw. elektrisch nichtleitende und nichtmikrowellenreflektierende Zusatzstoffe bzw· Zuschlagstoffe mit einem mittleren Körnungsdurchmesser von 1 (u m - 50 mm, vorzugsweise 5 u m - 5 mm verwendet werden und das Kunstharzbindemittel eine Dielektrizitätskonstante unter 2,5 aufweist.9· Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die mikrogeschäumten Zusatzstoffe und/oder anorganischen Zusatzstoffe bei der Verwendung des mikrowellenreflektierende Substanzen enthaltenden Beschiehtungsmaterials im Dünnschichtverfahren in mittleren Teilehengrößen von Ium bis 2000 u m, vorzugsweise 5 Λ»· m bis 500 u m eingesetzt werden.10. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die geschäumten bzw. geblähten anorganischen oder geschäumten bzw. geblähten organischen Zusatzstoffe ganz oder teilweise durch anorganische oder organische mikrogeschäumte und/oder nicht geschäumte Zusatzstoffe unter Verringerung der Volumenanteile dieser Zusatzstoffe ersetzt werden.11. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-10, dadurch509812/0933
- 18 -gekennzeichnet, daß es zusätzlich einen Träger oder eine Trägersubstanz enthält bzw. auf den Träger oder eine Trägersubstanz aufgebracht ist.12. Beschichtungsmaterial zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß es aus noch nicht auspolymerisiertem bzw. nicht ausgehärtetem, zweikomponentenhaltigera Material in streich-, spachtel-, gieß-, spritz- oder schäumbaren Form besteht oder in bereits auspolymerisierter bzw. ausgehärteter Form als Formteilplatte, Folie, Bahn oder dgl. mit oder ohne Träger bzw. Trägersubstanz vorliegt.Γ5· Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung unter Verwendung eines Beschichtungsmaterials nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 12, dadurch gekennzeichnet, daß die reaktionsfähigen Komponenten des duroplastischen, elastischen und/oder des elastomeren Kunststoffes erst kurz vor der Verarbeitung zusammengebracht oder in Form des noch nicht auspolymerisierten bzw. ausgehärteten Kunststoffes in Anwesenheit der übrigen Bestandteile des Beschichtungsmaterials oder einem Teil derselben und/oder durch nachträglichen Zusatz derselben mit diesen vermischt werden.- 19 509812/093314. Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw. Sicherung der Radarortung nach Anspruch IJ, dadurch gekennzeichnet, daß die nichtmetallischen, elektrisch nichtleitenden bzw. nicht halbleitenden und nichtmikrowellenreflektierenden geschäumten, geblähten oder mikrogeschäumten und/oder nicht geschäumten Zusatzstoffe sowie das Eisenoxydul und/oder Leitfähigkeitsruß bereits vor dem Reaktionsvorgang einem oder beiden reaktionsfähigen Komponenten des Bindemittels ganz oder teilweise zugesetzt werden.15. Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen 15 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß auch die mikrowellenreflektierenden Substanzen einem oder beiden reaktionsfähigen Komponenten des Bindemittels oder dem aus diesem gebildeten Vorpolymerisat zugefügt werden.16. Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen I5 - I5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Treibmittel oder ein Treibmittelgemißch zugesetzt und /oder das bei der Reaktion der Komponenten entstehende Reaktionswasser nicht durch Trockenstoffe oder dergleichen entfernt wird.■4VJ, Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach-Ansprüchen 15 - 16, dadurch gekennzeichnet, daß die .Beschichtungsmasse unter Anwendung509812/0933- 20 -einer Spritzdüse oder ähnlichen Spritzvorrichtungen auf die Oberfläche der zu beschichtenden Teile aufgebracht wird.18. Verfahren zur radarsicheren Tarnung bzw. zur Sicherung der Radarortung nach Ansprüchen IJ - 17.» dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsmasse auf einem Träger aufgebracht oder in eine Gußform eingebracht wird und nach dem Erhärten des plattenförmigen Materials an bzw. auf die zu beschichtenden Bauteile aufgebracht wird.509812/0933
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|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE2345607A1 true DE2345607A1 (de) | 1975-03-20 |
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| DE (1) | DE2345607C2 (de) |
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| DE2345607C2 (de) | 1984-02-02 |
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