DE2345415B2 - Verpackungseinheit für eine Vielzahl von Fahrzeugluftreifen - Google Patents
Verpackungseinheit für eine Vielzahl von FahrzeugluftreifenInfo
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- Buffer Packaging (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf Verpackungseinheiten für jeweils eine Vielzahl von Fahrzeugluftreifen, bei
denen die Reifen in mehreren Lagen aufeinandergeschichtet, in zu der Ebene der Lagen senkrechter
Richtung zusammengedrückt und im verformten Zustand gegen elastisches Rückfedern festgelegt sind.
Transport und Lagerung von Luftreifen sind verhältnismäßig aufwendig und mit großem Platzbedarf
verbunden, weil die Torusform der Reifen kein dichtes An- oder Übereinanderstapeln erlaubt. Die unvermeidlich
verbleibenden Hohlräume zwischen benachbarten Reifen und die nicht auszufüllenden Freiräume innerhalb
der Reifen selbst verbieten die Unterbringung einer größeren Anzahl Reifen auf einer gegebenen
Ablagefläche und machen nur eine teilweise Nutzung des verfügbaren Lagerraumes möglich. Dazu treten als
weitere erschwerende Umstände die elastisch-federnde Nachgiebigkeit der Reifen und ihre Empfindlichkeit
gegen mechanische Beschädigungen oder bleibende Verformungen vor allem der inneren Wulstränder. Nach
bekannten Vorschlägen (US-Patentschriften 14 76 319 und 15 42 255) werden die Reifen zu verhältnismäßig
kleinen Verpackungseinheiten in konzentrischer Ausrichtung übereinander axial gepreßt zusammengefaßt.
Eine solche Bündelung im zusammengedrückten Zustand der Reifen erbrachte aber noch keinen größeren
Raumgewinn. Die damit verbundene scharfe Krümmung der Laufflächenpartie ist ohnehin nur für Reifen
ohne eingebetteten seitensteifen Gürtel zulässig, so daß mit dem zunehmenden Aufkommen von Gürtelreifen
auf jede Pressung der Reifen überhaupt verzichtet wurde. Gegenüber dem in Form von losen, unverdichteten
Stapelsäulen parallelen Neben- oder Übereinandersetzen der Reifen bi achte das vorwiegend für
Lkw-Transporte übliche lagenweise Übereinanderschichten in Schräganordnung nach Art von teilweise
sich überlappender Fischschuppen oder Dachziegeln zwar schon Verbesserungen. Die damit erreichbare
höhere Ladekapazität hielt sich aber doch in engen Grenzen und ließ noch Wünsche nach grundlegenden
Verbesserungen offen. Auf die Handhabung der Reifen hatte die andere Anordnung ohnehin keinen Einfluß, so
daß die Übergabe in Einzelstücken vorherrschend blieb.
Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, das Zusammensetzen der Verpackungseinheiten aus größeren
Stückzahlen unter Einhaltung einer gegenüber den Beanspruchungen beim Transport ausreichenden Formsteifigkeit
der Reifenstapel zu ermöglichen und gleichzeitig eine wirtschaftlichere Ausnutzung des
verfügbaren Lager- bzw. Transportraumes zu erreichen. Diese Aufgabe wird, ausgehend von Verpackungseinheiten
der eingangs geschilderten Gattung, dadurch gelöst, daß die Lagen jeweils aus dachziegelartig
einander teilweise überlappend angeordneten Reifen mit von Lage zu Lage wechselnder Überlappungsrichtung
gebildet sind, derart, daß die Reifen der einen Lage jeweils in die Freiräume der Reifen der benachbarten
Lage eingreifen.
Die Erfindung führt zur Herstellung in sich verdichteter, formstabiler Verpackungseinheiten, die von üblichen
Flurfördermitteln oder zweckentsprechend gestalteten Hebezeugen jeweils als Einzelstücke aufgenommen
und transportiert oder zum Lagern abgestellt werden können. Da die sonst bestehenden Hohlräume
zwischen und in den Reifen innerhalb der Verpackung unter der Einwirkung der von außen aufgebrachten
Druckkraft auf ein Mindestmaß reduziert sind und damit auch die Schichthöhe gegenüber dem Ausgangszustand
wesentlich vermindert ist, können bei gleicher Ladefläche erheblich mehr Reifen untergebracht werden. Die
Pressung der Reifen läßt ihnen dabei keinen Spielraum mehr für Verschiebungen gegeneinander, so daß die in
2ϊ sich vergleichsweise starren Verpackungseinheiten
ohne zusätzliche Geräte oder Hilfsmittel behandelt werden können. Es ist anzunehmen, daß auch das durch
das Zusammendrücken bewirkte tiefere Eindringen benachbarter Reifen ineinander und als Folge davon die
jn stärkere formschlüssige Verklammcrung ursächlich an
dem Zustandekommen dieses erwünschten Ergebnisses beteiligt sind. Überraschenderweise zeigte es sich, daß
die Reifen die starken Verformungen vor allem im Wulstbereich ohne nachteilige Folgen überstanden und
s"> auch nach längerer Lagerung keine bleibenden Schäden oder überhaupt Qualitätsminderungen erlitten. Demgegenüber
schlägt sich der mittelbare Vorteil der Erfindung sowohl in Einsparungen an Frachtkosten als
auch in vermindertem Lageraufwand nieder.
4(i Zum Fixieren der verdichteten Verpackungen können
zugfeste Bänder, Schnüre, Folien, Netze, Gewebe oder andere Elemente, gegebenenfalls auch Behälter in
zweckentsprechender Ausführung verwendet werden. Eine geschlossene Umhüllung beispielsweise aus Folien
4r> aus thermoplastischen Kunststoffen und ebenfalls die
Unterbringung in offenen oder geschlossenen Behältern bieten den zusätzlichen Vorteil eines Schutzes gegen
Witterungseinflüsse und Verschmutzung, so daß die Verpackungseinheiten ohne weitere Vorkehrungen
■sn auch auf Freilagerflächen abgestellt werden können; Es
können für diesen Zweck zugfeste, gegebenenfalls mit Verstärkungsauflagen versehene Folien gewählt oder
aber dünne, keine größeren Zugkräfte aufnehmende Folien, z. B. sogenannte Streckfolien, oder die bei
ϊ j Erwärmung sich zusammenziehenden Schrumpffolien in
Verbindung mit einer zusätzlichen zugfesten Verschnürung verwendet werden.
Ausreichendes Zusammendrücken vorausgesetzt, sind der Zusammenhalt der Verpackungseinheiten und
wi ihre Formsteifigkeit unter allen vorkommenden Bedingungen
der Transport- und Lagertechnik gewahrt. Die Erfindung schließt aber die Einführung einer die
unterste Lage Reifen unmittelbar aufnehmenden vergleichsweise starren Unterlage beispielsweise in Form
i). einer Palette oder Stapelplatte oder auch einer
halbstarren Pappetafel in die Verpackung nicht aus.
Die Anzahl der in jeweils einer Verpackungseinheit zusammengefaßten Reifen kann je nach Reifentyp und
-größe und nach den vorliegenden Transportbedingungen
gewählt werden. Die Lagen können von einer einzigen Reihe dachziegelartig einander überlappender
Reifen, vorzugsweise aber stattdessen von zwei oder mehr Reihen solcher Schichtungen aufgebaut sein. Im
allgemeinen hat sich die Anordnung in zwei Reihen am günstigsten erwiesen, weil sie bei ausreichender Anzahl
der Reifen Verpackungseinheiten mit Abmessungen innerhalb der üblichen Größenordnungen ergibt Normalerweise
wird eine Verpackungseinheit durchgehend Reifen gleicher Größe enthalten. Abweichend davon
kann es unter Umständen aber von Vorteil sein, in benachbarten Lagen oder auch Reihen Reifen unterschiedlicher
Außenabmessungen unterzubringen, um eine noch engere ineinanderschachtelung und dichtere
Packung zu erreichen. Diese Maßnahme setzt eine besondere Abstimmung der verwendeten Reifentypen
aufeinander voraus.
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung können etwa fünfzig oder mehr Reifen gleicher Größenklasse
auf einer vorübergehend als Unterlage dienender.Stapelplatte in zwei Reihen nebeneinander- und lagenweise
übereinandergeschichtet untergebracht werden. Die Reifen liegen in den einzelnen Lagen in teilweiser
gegenseitiger Überlappung aufeinander, wobei die zur Ebene der Stapelplatte geneigte Schrägrichtung der
Reifenmittelebenen sich von Lage zu Lage umkehrt Zum Abstützen der Stirnseiten und zum Sichern des
Zusammenhaltes können an den Stirnenden des so gebildeten Reifenstapels die jeweils außen liegender
Reifen hochkant gestellt werden.
Der lose geschichtete Reifensiapel wird einer beispielsweise mittels einer Auflageplatte aufgebrachten
Druckkraft unterworfen und so weit verdichtet wie es mit Rücksicht auf die damit einhergehende
Verformung der Reifen möglich und zulässig ist Die Einwirkung der Druckkraft kann auf verschiedene
Weise, statisch oder dynamisch, durch Schwingungen, Rotation, Schwerkraft oder Vakuum u. dgl., bewerkstelligt
werden. Nach Erreichen des angestrebten Endzustandes wird der zusammengedrückte Reifenstapel mit
einer endlos verschweißten zugfesten Folie umhüllt und gegen Zurückfedern in seinen Ausgangszustand festgelegt.
Die fertige Schnürverpackung kann nach Aufheben der Druckkraft in sich als zusammenhängende, formsteife
Ladeeinheit von der Stapelplatte transportiert und gelagert werden.
Claims (2)
1. Verpackungseinheit für eine Vielzahl von Fahrzeugluftreifen, bei der die Reifen in mehreren
Lagen aufeinandergeschichtet, in zu der Ebene der Lagen senkrechter Richtung zusammengedrückt
und gegen elastisches Rückfedern festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen
jeweils aus dachziegelartig einander teilweise überlappend angeordneten Reifen mit von Lage zu
Lage wechselnder Überlappungsrichtung gebildet sind, derart, daß die Reifen der einen Lage jeweils in
die Freiräume der benachbarten Lage eingreifen.
2. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Reihen von
Schichtungen nebeneinander angeordnet sind.
Priority Applications (6)
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| DE19732345415 DE2345415B2 (de) | 1973-09-08 | 1973-09-08 | Verpackungseinheit für eine Vielzahl von Fahrzeugluftreifen |
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Family Applications (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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