DE2343893A1 - Kleisterzusammensetzung - Google Patents
KleisterzusammensetzungInfo
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- DE2343893A1 DE2343893A1 DE19732343893 DE2343893A DE2343893A1 DE 2343893 A1 DE2343893 A1 DE 2343893A1 DE 19732343893 DE19732343893 DE 19732343893 DE 2343893 A DE2343893 A DE 2343893A DE 2343893 A1 DE2343893 A1 DE 2343893A1
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- C09J151/02—Adhesives based on graft polymers in which the grafted component is obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Adhesives based on derivatives of such polymers grafted on to polysaccharides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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Description
PATENTANWÄLTE
DipL-lng. P. WJRTH · Dr. V. SCHMIED-KOWARZIK
DlpMng. G. DANNENBERG · Dr. P. WEINHOLD · Dr. D. GUDEL
281134 β FRANKFURTAM MAIN
287014 GR ESCHENHEIMER STHASSE 38
Case 1249
Wd/Sch
Fack
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kleisterkomposibion,
welche als Bindemittel ein Pfropfmischpolymer enthält.
Die Kleisterkomposition ict vorgesehen für die Verwendung zum
Kleben von beispielsweise Holz, Papier, Geweben, Kunststofffolien und verschiedenen Sorten von Laminaten£ Schichtstoffen·
Wasser enthaltende Zelluloseäther sind lange Zeit
hindurch in Kleisterkompositionen angewendet worden. Diese Kleistersorten,
die eine breite Anwendung gefunden haben, a.B. in Form von Tapetenkleister, weisen u.a. eine relativ geringe Adhäsion auf, weshalb
sie nicht auf einwandfreie V/eise gene Forderungen erfüllen
können,'die beim-Ankleben- von schweren Wandbekleidungen, wie Geweben
u.dgl., gestellt werden. Man hat versucht, die Eigenschaften der auf Zellulose basierenden Kleister zu verbessern, beispiels
weise indem man verschiedene polymerisierbar Gruppen in die Zellulose
äthei· eingeführt hat oder durch rein mechanische Zumischung
von verschiedenen Polymeren. Diese Maßnahmen sind jedoch bisher
nicht besonders erfolgreich gewesen, sondern der Wunsch nach verbessertenr'Eigenschafteri
ist noch immer offen.
.üs hat sich nun überraschend erwiesen, daß Kleisterkomposiüionen,
welche als Bindemittel einen speziellen Typ von
409815/0999
...-.' SAD
Pfropfmischpolymeren enthalten, die auf wasserlöslichen Zelluloseäthern
basieren, gute Auftrageigenschaften, hohe Adhäsion und gute
Initialhuftung haben. Die Kleisterkompbsitbn nach der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß sie als Bindemittel ein Pfropfmischpolymerisat
von
a) einer ungesättigten Karbonsäure mit der allgemeinen Formel
R"
\
\
R'-CH=C-COCH
Worin S' und H" unabhängig voneinander Wasserstoff oder eine Alkylgruppe
mit" 1 bis 2 Kohlenstoffatomen bezeichnen,
b) einem Alkylakrylat mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
im Alkylteil, und . .
c)' Vinylazetat
auf einem wasserlöslichen Zelluloseäther enthält. Untersuchungen haben gezeigt, daß alle drei Monomergruppen notwendig sind, damit
die Kleisterkomposition zufriedenstellende Eigenschaften erhält. So trLjt das Alkylakrylat in erster linie zu ausgezeichneter Initialhaftung
% das Vinylazetat -zu guten Auftrageigenschaften jind die ungesättigte
Karbonsäure zu hoher Adhäsion bei. !:vird ein Pfropf mischpolymerisat
ohne Anwesenheit einer der angegebenen Monomergruppen
hergestellt, wird ein Produkt erhalten» das in einem oder mehreren
Punkten jene Forderungen nicht erfüllt, die an eine hochwertige
Kleisterkomposition gestellt werden können, ebenso wird ein bedeutend
schlechteres Produkt erhaltenj wenn, der Zelluloseäther und
die Eomopolymere und/oder Kopolymere der angegebenen Monomergruppen
auf mechanischem YJeg vermischt werden. Neben den hier angegebenen
Vorteilen ist das Bindemittel außerdem verhältnismäßig mact und farblos, v;as von großer Bedeutung ict, um xieflexe und Verfärbungen
zu vermeiden. Weiter ist die Kleisterkpmposition nach der
Erfindung sehr leicht verarbeitbar, was ..ollen oder Aufspritzen und
409815/0999 BAD ORlQJNAL
dadurch eine verbilligte Auftragung der Komposition"ermöglicht.
i)er Zelluloseäther, v/elcher das Grundskelett des Bindemittels bildet, soll wasserlöslich sein. Im übrigen hat sich
gezeigt, daß sowohl anionische als auch kationische und nicht ionische Zelluloseäther erfolgreich angewendet werden können.
Zweckmäßige ilther sind beispielsweise Karboxymethylzellulose, Hydroxiäthylzellulose, Hydroxiäthylhydroxipropylzellulose, Ithylhydroxiathylzellulose,
Kethylhydroxiäthylzellulose und Methy1-hydroxipropylzellulose.
Von diesen sei vor allem die Äthylhydroxiäthylzellulose hex^vorgehoben. Der'Substitutionsgrad, DS und MS,
der Alkyl-, Hydroxiälkyl- und !Carboxylgruppen ist nicht kritisch,
sondern kann unter der Voraussetzung, daß der Zelluloseäther wasserlöslich ist, innerhalb weiter Grenzen variiert werden. Gewöhnlich
werden jedoch Zelluloseäther mit derartiger Substitution vorgezogen, daß der Äther einen Flockungspunkt von mindestens 25 C erhält.
Die Menge der verschiedenen Monomer en kann innerhalb
weiter Grenzen variiert werden und ist unter anderem vom angewandten
Zelluloseäther, den in.der Komponente enthaltenen spezifischen Monomeren und den von der fertigen Kleisterkomposition gewünschten
Eigenschaften abhängig. Im allgemeinen soll jedoch die bei der Reaktion zugesetzte Menge-0,2 - 5» vorzugsweise 0,4 - 2,
Gewichtsteile der ungesättigten-Karbonsäure, 0,2 - 5* vorzugsweise
0,4 - 3S Gewichtsteile des Alkylakrylates und 0,2 - 5» vorzugsweise
0,4 - 3i Gewichtsteile des Vinylazetats betragen, gerechnet pro Gewichtsteil
Zelluloseäther. Ein zv/eckmäßiges Alkylakrylat ist in
erster Linie llthylakrylat, jedoch haben sich auch andere Alkylakrylat
e, wie Eutylakrylat und 2-Äthylhexylakrylat, als geeignet
erwiesen, um den Kompositionen gute Sige'nGchaften zu verleihen.
Von den ungesättigten Karbonsäuren sind die Ketakrylsäure und
Akrylsäure zu bevorzugen.
409815/0999
Das Pfropfmischpolymerisat nach der Erfindung wird
hergestellt, indem man auf an sich bekannte Weise den Zelluloseäther aktiviert und darauf mit den drei Monomergruppen zur Reaktion
bringt, u.zw. entweder jede für sich oder in Mischung. Der Initiator kann beispielsweise auf "Ammoniumpersulfat, Zeriumsulfat oder Peroxyd
basieren. .. Bevorzugt v/erden jedoch Initiatoren vom P.edoxtyp,
wie Ammoniumpersulfat/Natriumpyrοsulfit, weil dieser Typ von
Initiatoren eine bessere Initiierung bei niedriger Temperatur ergibt, wodurch die Reaktion bei 20 - 80° C, vorzugsweise bei
30 - 65° C, durchgeführt werden kann. Die Reaktionszeit beträgt
dann JO Minuten bis 3 Stunden.
Außer dem Bindemittel können in der erfindungsgemäßen
Kleisterkomposition auch herkömmliche Zusatsmittel enthalten sein.
Ein Beispiel hiefür ist Zellulosepulver, das einerseits dazu beiträgt,
der Kleisteroberfläche einen matten Charakter zu verleihen, und anderseits als Füllmittel dient. Andere übliche Ingredienzen
sind pH-regelnde Mittel, wie Natriumbikarbonat; Emulgatoren, beispielsweise
von nicht ionischem und anionischem Typ; Puffer, wie Natriumazetat-Essigsäure, sowie Zusätze zur Verbesserung der Gefrier-Tau-Stabilität
und der Haltbarkeit während der Lagerung. Die Gesamtmenge der hier angegebenen Zusatzmittel beträgt gewöhnlich
5 - 50 ^ des Gewichtes des Bindemittels. Damit die Kleisterkomposition
zweckmäßige rheologische Eigenschaften für das Auftragen erhält, soll ihr Wassergehalt 50 - 90, vorzugsweise 60 - 80 Gewichtsprozent
des Gesamtgewichtes der Komposition betragen. Die Aufbewahrung und Lagerung erfolgt zweckmäßigerweise in solcher iOrm,
daß die Kleisterkomposition ohne weitere Zusätze angewendet werden kann.
Wird ein Kedoxinitiator zur Aktivierung der Zellulose
angewendet, kann-~die Herstellung von erfindungsgemäßen Bindemittelkompositionen
nach folgender Prozedur erfolren!
4098 15/0999 ' bad gräinal
In Anwesenheit eines inerten Gases, wie Stickstoff, wird in einem Reaktionsgefäß der wasserlösliche Zelluloseäther mit
dem Füllmittel, pE-regelnden Kittel, Emulgator und V/asser gemischt.
Nach Erwärmung auf ca. 30 - 40° G wird der Initiator zugesetzt,
z.B. Persulfat/Natriumpyrosulfit in einer kleinen Menjwe Wasser aufgelöst,
worauf das Ganze zur Homogenität gerührt wird. Darauf
werden die Monomare jedes für sich oder in Mischung zugesetzt.
Zweckmäßigerweise werden 5-30 Gewichtsprozent der Monomermenge
direkt in das Synthesegefäß gegeben, um die Reaktion einzuleiten. Die restliche Honomermenge wird danach während der folgenden
5 _ Zj-O Minuten zugegeben. Die Durchführung der Monomerzugabe ist
in erster Linie von der Reaktionstetnperatur abhängig, die im Reaktionsgefäß entsteht. Während der Einleitung der Reaktion soll
die Temperatur 60° G nicht überschreiten, doch kann sie am Schluß auf 65-80 C erhöht werden. Die Synthesezeit für die Zugabe der
Monomere liegt gewöhnlich zwischen 30 Minuten und 3 Stunden. Bei
der Herstellung des Pfropfrnischpolymerisates werden neben dem
Pfropfmischpolymerisat selbst auch geringe Mengen an Homo- und Kopolymcrisat zwischen den Monomeren erhalten, die ebenfalls in
der endgültigen Eleisterkomposition enthalten sind. Jene Menge an Monomeren, die zu Homo- oder Kopolymeren polymerisiert werden, kann
auf die gesamte Monomermenge bezogen mit ca. 5 - 30 % angenommen
werden. Man kann auch nicht ausschließen, daß das als Füllmittel vorgesehene Zellulosspulver in ^ewiasem Ausmaß aktiviert wird und
mit cen polynerisi^rbaren Monomeren reagiert, doch wenn eine solche
Substitution voi'koramt,. hat sie. koine nennenswerte Einwirkung auf
die Eigenschaften der Komposition.
en
Die Eleisterkomposition/nach der Erfindung können für
Die Eleisterkomposition/nach der Erfindung können für
eine ^roße Anzahl verschiedener Materialien, wie Holz, Papier, verschiedene Typen vöir Textilien, Leder, Gummi, Kunststoffe und Metalle
znnoic/ΛΛΛη
sowie verschiedene Aggregationen und Laminate aus diesen Materialien,
angewendet werden. In erster Linie ist die Komposition zum "Ankleben
von V/andbekleidungren, wie Tapeten und Geweben, in trockenen Räumen
verschiedener Art geeignet. Andere übliche Anwendungsgebiete sind das Zusammenkleben von Papier, beispielsweise zu Papiersäcken, Kunststoffolien,
regenerierter Zellulose oder verschiedener Kombinationen dieser Materialien.
Folgende Beispiele sollen die vorliegende Erfindung weiter veranschaulichen:
In einem Synthesegefäß aus Glas wurden unter Stickstoff
gas 42' g i-thylhydroxiäthylzeliüiose mit einer Viskosität von
ca. 3C0 cP (bestimmt in 2-prozentiger Wasserlösung bei 20 C nach
Brookfield), 21 g Zellulosepulver, 3 g Katriumwasserstoffkarbonat,
20 g eines hauptsächlich aus Additionsprodukten zwischen Nonylphenol
und Äthylenoxyd bestehenden Emulgators und 760 g V/asser gegeben.
Das Ganze wurde 5 Minuten lang umgerührt, so daß eine homogene Mischung erhalten wurde, worauf diese stehen gelassen wurde, bis
der ganze Zelluloseäther'aufgelöst worden ist. Darauf wurde die
Mischung auf 35° 0 erwärmt und ein Initiatorsystem bestehend aus
1,13 g Ammoniumpersulfat und 0,90 g Eatriumpyrosulfit, in einer
kleinen Menge ".vasser gelöst, zugesetzt. Nach dem Umrühren bis zur
Erhaltung einer homogenen Verteilung des Initiators wurde während 25 Minuten allmählich eine Monomermisehung bestehend aus 60 g
Vinylazetai:, 67,4- g Äthylakrylat und 21 g Akrylsäure zugesetzt.
Die .ceaktionstemperatur wurde bei ca. 55° C gehalten,und die
Reaktionszeit war 2 Stunden. Am Schluß der Reaktionszeit wu-den 5,0 g Natriumazetat und 2,6 g Essigsäure als Puffersystem zugesetzt.
Zu Vergleichszwecken wux'den auf gleiche '..'eise auch Kompositionen,
die eines der Monomere Vinylazetat, i.thylakrylat und Akrylsäure
nicht enthielten, hergestellt. !Folgende Ingredienzen wux^den
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angewendet:
Kleisterkomposition ohne Vinylazetat 52,5 S £thylhydroxiäthylzellulose
7.5 B Natriumwasserstoffkarbonat
20,0 g Emulgator
1,15 g Ammoniumpersulfat
0,9 'g Natriumpyrosulfit
60,0 g Äthylakrylat
90,0 g Akrylsäuxe . ' ■
5,0 g Natriumazetat
2.6 g Essigsäure 740,0 ~g"Wasser
Kleisterkomposition ohne Äthylakrylat 75,0 g Äthylhydroxiäthylzellulose
15,0 g Zellulosepulver
3,0 g Natriumwasserstoffkarbonat 20,0 g Emulgator
2,25 g Ammoniumpersulfat
1,8 g Natriumpyrosulfit 75,0 g Vinylazetat 75,0 g Akrylsäure
5,0 g Natriumazetat
2,6 g Essigsäure 580,0 g Wasser *
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Kleisterkomposition ohne Akrylsäure 52,5 g Äthylhydroxiäthylzellulose
21,0 g Zellulosepulver
2,0 g Natriumwasserstoffkarbonat 20,0 g Emulgator
1,13 g Amnoniumpersulfat
0,90 g Natriumpyrosulfit
■75 v° g Yinylazetat
75,0 g lthylakrylat
■75 v° g Yinylazetat
75,0 g lthylakrylat
5,0 g Natriumazetat
2',6 g Essigsäure
740,0 g Wasser
740,0 g Wasser
Die erhaltenen Kleisterkompositionen wurden im Einblick
auf Adhäsion, sowohl ohne als auch mit Vorleimung, Auftrageigenschaften,
Initialhaftung und Konsistenz geprüft.
Die Adhäsion v/urde bestimmt, indem ein 10 cm breiter
Gazestreifen.auf einer Faserplatte festgeklebt wurde. Die Kleisterdicke
war 200/um. Die Gewichtsbelastung, in Gramm ausgedrückt, die
erforderlich war, um das Gewebe von der Unterlage zu entfernen, gab die Adhäsion an. Je höher die erforderliche Gewichtsbelastung
war, desto besser war somit die Adhäsion. INiit Vorleimung ist gemeint,
daß die Paserplatte zuerst mit Kleister bestrichen wurde, den man trocknen ließ, und danach neuer Kleister aufgetragen wurde,
bevor das Gazegewebe angebracht und die Adhäsion gemessen wurde.
Die Initialhaftung vrarde bestimmt, indem ein 700/am
starker Kleisterfilm auf eine Faserplatte aufgetragen wurde. Nach 30 Sekunden wurde eine Haftplatte mib dichtem Jute^ewebe mit der
Dimension 5 cm χ 5 cm auf die Kleisterfläche abgesenkt und
10 Sekunden unter-dem Li^en^ewicht von 264 g als Belastung liefen
gelassen. Darauf wurde die Klebeflache mit 364 g belastet. Jene
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Zeit, die verging, bevor sich die Klebung löste, wu.:de notiert.
Jene IQebungen, die eine Festhaltezeit von 2 Minuten überstanden, wurden mit weiteren 100 g belastet und die Zeit bis zur Lösung
unter dieser höheren Belastung wurde aufgezeichnet.
Die Prüfungen der Kleisterkompositionen ergaben folgendes Resultat:
| Pfropfmiach- polymer Monomere |
Adhäsiony ohne Gramm ρei 10cm |
Vorleimung mit Gramm per 10cm |
Initialhaftung | Auftrage- eigen schaften |
Konsistenz |
| Vinylazetat JLthylakrylat -Akrylsäure |
2800 | 3 200 | 2 min + 12 sek | gut | mittel steif |
| Äthylakrylat Akryl saure1 |
3 2CO | 3 200 | 2 min + 15 sek | schlecht | steifzäh |
| VinylazQtat XthylUirylat |
1 4-CO | 2 300 . | 1 min 50 sek | gut | mittel steif |
| Vinylazetat AkrylsUuro |
3 500 | M- 300 | 54 sek | ziemlich gut |
mittel- steif |
Aus dem Ergebnis geht hervor, daß die Kleisterkomposition
nc~ch der .^rfiiiüunj, was die Adhäsion, Initialh^ftung, Auftrugeigonßchaften
und Konsistenz anbelangt, durchwegs gute Resultate aufwies. Dagegen ergaben Kompositionen, die auf lediglich zwei der
drei Honomer£ruppen basierten, keine zufriedenstellenden Eigenschaften.
So veruroachte das Fehlen von ;ithylakrylat eine starke Ver-
schlechterung der Initialhuftung, währendjdas Fehlen von AkrylsiLure
eine schlechte Adhäsion und - eine relativ schlechte Initialhaftung
ergab. Die Abwesenheit von Vinylazetat verschlechterte die Auftrageeigenschaften
beträchtlich und der Leim erhielt eine steife und'
zähe Konsistenz, die ein Auftragen durch Hollen unmöglich machte.
Auf gleiche v/eise wie im Beispiel 1 wurde eine Kleiste;
komposition hergestellt, die. auf Kao-boxymethylzellulose mit einer
Viskosität von 350 cP in einer 2-prozentigen Uasserlösung bei 20° C,
Vinylazetat, iithylakrylat und Akrylsäure basierte. Folgende Ingredienzen
waren enthalten:
35,0 g Karboxymethylzellulose 28,5 g Zellulosepulver
4,0 g Natriumwasserstoffkarbonat
20,0 g Emulgator
1,13 S Ammoniumpersulfat 0,90 g Natriumpyrosulfit 40,0 g Vinylazetat
60,0 g Ithylakrylat
30,0 g Akrylsäure
5,0 g Nalriumazetat
2,6 g Essigsäure
740,0 g Wasser
1,13 S Ammoniumpersulfat 0,90 g Natriumpyrosulfit 40,0 g Vinylazetat
60,0 g Ithylakrylat
30,0 g Akrylsäure
5,0 g Nalriumazetat
2,6 g Essigsäure
740,0 g Wasser
Die erhaltene Kleisterkomposition wurde im Hinblick
auf Adhäsion, Initialhaftung und Auftrageigenschaften geprüft und es wurde befunden, daß sie jenen Forderungen, die in diesen Punkten
an eine Kleisterkomposition gestellt werden, auf hervorragende V/eise entsprach. Folgende Resultate wurden erhalten:
| Adhäsion, nicht vorgeleimt | 2 400 | Gramm per | 10 | cm |
| vorgeleimt | 2 900 | Gramm per | 10 | cm |
| Initialhaftung . · | 2 min | + 7 sek | ||
| Auftrageigenschaften | gut | |||
| Konsistenz | etwas | dünn |
Auf eine dem Seispiel 1 entsprechende Weise wurde
eine Kleisterkomposition hergestellt, die auf Hydroxiäthylzellulose
mit einer Viskosität von- ca. 400 cP in einer 2-prozentigen V/asserlösung
bei 20° C, Vinylacetat, iithylakrylat und Akrylsäure basierte,
Folgende Ingredienzen wurden während der Herstellung zugesetzt:
35}0 g^Hydroxiäthylzellulose
28,5 S Zellulosepulver
28,5 S Zellulosepulver
4,0 g N&triumwasserstoffkarbonat
20,0 _g Emulgator
1,13 S Ammoniumpersulfat
0,90 g Natriumpyrosulfit
40,0 g Vinylazetat
70,0 g Ithylakrylat
20,0 g Akrylsäure
1,13 S Ammoniumpersulfat
0,90 g Natriumpyrosulfit
40,0 g Vinylazetat
70,0 g Ithylakrylat
20,0 g Akrylsäure
5,0 g Natriumazetat
.2,6 g Essigsäure
740,0 g V/asser
.2,6 g Essigsäure
740,0 g V/asser
Die erhaltene Kleisterkomposition wurde im Hinblick auf Adhäsion, Initialhaftung und Auftrageigenschaften geprüft und
es wurde befunden, daß sie jenen Forderungen, die in diesen Funkten
an eine Kleisterkomposition gestellt werden, auf hervorragende Weise entsprachen. Folgende Resultate wurden erhalten:
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| Adhäsion, | nicht vorgeleimt | 2 5OC | Gramm per | 10 | cm |
| vor^eleimt. | 3 700 | Gramm per | 10 | cm | |
| Initialhaftung | 2 min | + 4 sek | |||
| Auftrage igens c haften | gut | ||||
| Konsistenz | 'etwas | dünn |
■Beispiel 4
Auf eine dem Beispiel 1 entsprechende ¥eise wurde eine Kleisterkomposition hergestellt, die auf A'thylh-vdroxiäthyl-Zellulose
mit einer Viskosität von ca. JOO cP in einer 2-prozentigen
Wasserlösung bei 20 C basierte. Die durch Vinylazetat, .Ithylakrylat
und Akrylsäure gebildeten Monomeren wurden in etwas anderen Mengen als in Beispiel 1 zugesetzt. Folgende Ingredienzen waren in
der Kleisterkomposition enthalten:
35»0 g Zthylhydroxiäthylzellulose
28,5 g Zellulosepulver·
4,0 g Natriumwasserstoffkarbonat
20,0 g Emulgator
1,13 g Ammoniumpersulfat
0,90 g Natriumpyrosulfit
42,0 g Vinylazetat
60,0 g iithylakrylat
30,0 g Akrylsäure
5,0 . g Natriumazetat
2,6 g Essigsäure
740,0 g Wasser -'
1,13 g Ammoniumpersulfat
0,90 g Natriumpyrosulfit
42,0 g Vinylazetat
60,0 g iithylakrylat
30,0 g Akrylsäure
5,0 . g Natriumazetat
2,6 g Essigsäure
740,0 g Wasser -'
Die erhaltene Kleisterkomposition v/urde im Hinblick auf Adhäsion, Initialhaftung, Auftrageigenschaften und Konsistenz
4 09815/0999
geprüft und es wurde befunden, daß sie gleichwertige Eigenschaften
wie die*Kieisterkomposition nach Beispiel 1 hat. Dies zeigt, daß die
Zusammensetzung der Ffropfmicchpolymeren innerhalb relativ weiter
Grenzen variiert werden kann, ohne daß deren gute Eigenschaften verlorengehen. Folgende Resultate wurden erhalten:
| Adhäsion, | nicht vorgeleimt | 2 700 | Gramm | per | 10 | cm |
| vorgeleimt | 2 900 | Gramm | per | 10 | cm | |
| Initialha | ftung | 2 min | + 8 sek | |||
| Auftrogei | jenschaften | gut | ||||
| Konsisten | d | mittelsteif | ||||
Auf gleiche Weise wie im Beispiel 1 wurde eine Kleister
komposition'hergestellt, die auf Äthylhydroxiäthylzellulose mit einer
Viskosität von ca. 3OC cP in einer 2-prozentigen Wasserlösung bei
20° C sowie Vinylazetat, A'thylakrylat und Ketakrylsäure als polymerisiorbare
Monomere basierten. Folgende Ingredienzen waren enthalten:
45,0 g ÄthylhydroxiäthylZellulose
21,9 g Zellulosepulver
3,0 g Natriumwasserstoffkarbonat 20,0 g Emulgator
1,13 g Ammoniumpersulfat
0,90 g Katriumpyrosulfit
60,0 5 Yinylazetat
60,0 g ilthyl&kiylat
25,0 g Hetakrylßäure
716,0 g Uacoer
1,13 g Ammoniumpersulfat
0,90 g Katriumpyrosulfit
60,0 5 Yinylazetat
60,0 g ilthyl&kiylat
25,0 g Hetakrylßäure
716,0 g Uacoer
QAD ORIQINAL
40981 5/0999
Die erhaltene Kleisterkomposition wurde im Hinblick
auf Adhäsion, Initialhaftung und Auftrageigenschaften geprüft, wobei
folgende Resultate erhalten wurden:
| Adhäsion, nicht vorgeleimt | 2 400 Gramm per | 10 | cm |
| vorgeleimt | 3 200 Gramm per | 10 | cm |
| Initialhaftung | 2 min -t 4 sek | ||
| Auftrageigenschaften". | ziemlich gut | ||
| Konsistenz | mittelsteif |
Der Austausch der Akrylsäure der Komposition nach Beispiel 1 gegen Metakrylsäure beeinflußte die Eigenschaften der
Komposition in keinem größeren Ausmaß, sondern die im Beispiel 1 erhaltenen guten Eigenschaften wurden beibehalten.
Auf gleiche Weise wie im Beispiel 1 wurde eine
Kleisterkomposition hergestellt, wobei die polymersierbaren Monomere
von Vinylazetat, 2-Äthylhexylakrylat und Metakrylsäure gebildet
wurden.FoI^ende Ingredienzen waren enthalten:
45,0 g Äthylhydroxiäthylsellulose
21,9 g Zellulosepulver
3,0 g Natriumwasserstoffkarbonc
20,0 g Zmulgator
1,13 g Anmoniumpersulfat
0,90 g Natriumpyrosulfit
60,0 5 Vinylazetat
60,0 g 2-;ithylhexylakrylat
25,0 g Metakrylsäure
716-,-O- g Wasser
1,13 g Anmoniumpersulfat
0,90 g Natriumpyrosulfit
60,0 5 Vinylazetat
60,0 g 2-;ithylhexylakrylat
25,0 g Metakrylsäure
716-,-O- g Wasser
4098 1 5/0999
ldt
Die erhaltene Kleisterkomposition wurde im Hinblick auf Adhäsion, Initialhaftung und Auftrageigencchaften geprüft.
Folgende Resultate wurden erhalten:
| Adhäsion, nicht vorgeleimt | 2050 Gramm | per | 10 | cm |
| vorgeleimt | 27OO Gramm | per | 10 | cm |
| Initialhaftung · | 2 min + 40 | sek | ||
| Auftrageigenschaften | gut | |||
| Konsistenz | mittelsteif |
Auch diese Komposition, bei der das Akrylat von
2-Äthylhexylakrylat gebildet wurde, weist durchgehend gute Eigenschaften
auf. Auffallend gut ist die Initialhaftung, während die Adhäsion etwas schlechter, jedoch voll zufriedenstellend ist.
4098 15/0999
Claims (8)
1. Kleisterkomposition, dadurch gekennzeichnet, daß
sie als Bindemittel ein Pfropfmischpolymerisat von
a) einer ungesättigten Karbonsäure mit der Formel
R"
R'-CH=C-CCOH
worin R1 und R" unabhängig voneinander Wasserstoff oder eine iökylgruppe
mit 1-2 Kohlenstoffatomen bezeichnen^
b) einem Alkylakrylat mit 1-8 Kohlenstoffatomen in Alkylteil und
c) Yinylazetat
auf einem wasserlöslichen Zelluloseäther enthält.
2. Kleisterkomposition nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Pfropfmischpolymerisat durch Pfropfmischpolymerisation
zwischen dem wasserlöslichen Zelluloseäther und 0,2 - 5 Gewichtsteilen von a), 0,2 - 5 Gewichtsteilen von b) und
0,2 - 5 Gewichtsteilen von c), gerechnet pro Gewichtsteil Zelluloseäther,
erhalten worden ist.
3- Kleisterkomposition nach Patentanspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der wasserlösliche Zelluloseäther von einem nicht ionischen Zelluloseäther, wie üthylhydroxiäthyl- und
Hydroxiäthylzellulose, gebildet ist.
4-, Kleisterkomposition nach Patentanspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der wasserlösliche Zelluloseäther von einem anionischen Zelluloseäther, wie Karboxymethylzellulose, gebildet
ist.
409815/0999
5· Kleisterkomposition nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie außer einem Bindemittel auch Füllmittel, pH-regelnde Zusätze, Puffer und Emulgator
enthält.
6. Verfahren zur Herstellung einer Kleisterkomposition die ein Bindemittel nach Patentanspruch 1 enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß man auf an sich bekannte Weise einen wasserlöslichen Zelluloseäther aktiviert und den aktivierten Zelluloseäther mit
a) 0,2 - 5 Gewichtsteilen einer ungesättigten Karbonsäure
mit der iOrmel
R"
R'-CH=C-COOH
worin R1 und R" unabhängig voneinander Wasserstoff oder eine Alkylgruppe
mit 1-2 Kohlenstoffatomen bezeichnen,
b) 0,2 - 5 Gewichtsteilen eines Alkylakrylates mit
1-8 Kohlenstoffatomen im Alkylteil und
c) 0,2 - 5 Gewichtsteilen Vinylazetat
zu reagiaren bringt, wobei die Monomermengen pro Gewichtsteil
Zelluloseäther berechnet sind.
7. Verfahren nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zelluloseäther aktiviert wird, indem er mit einem
Redoxinitiatorsystem gemischt wird.
8. Verfahren nach Patentanspruch. 7» dadurch gekennzeichnet,
daß der Redoxinitiator von einem Ammoniumpersulfat/Katriumpyrosulfit
gebildet v/ird.
409815/0999
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