DE2238992C2 - Vorrichtung zum Absaugen von beim Schweißen entstehenden Verunreinigungen - Google Patents
Vorrichtung zum Absaugen von beim Schweißen entstehenden VerunreinigungenInfo
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Description
60
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Absaugen von Rauch und anderen von der Luft getragenen
Verunreinigungen bei solchen Schweißgeräten, die Mittel zur Zufuhr von Schutzgas und eine mittlere
.Schweißdrahtführung aufweisen, welche von einer Blasdüse für das die Schweißstelle umhüllende Schutzgas
umschlossen ist.
Beim Schweißen mit die Schweißstelle umhüllendem Schutzgas ist es wichtig, daß das Schutzgas ohne
Störungen gegen die Schweißstelle strömen und diese in erforderlichem Maße abdecken kann. Da Schutzgas oft
beim Schweißen an oberflächenbehandelten Materialien und beim Schweißen von legierten oder anderen
Metallen angewendet wird, die schädliche Stoffe und Gase abgeben, hat man bereits früh eingesehen, daß das
Problem mit dem Entfernen des Schweißrau'hes gelöst werden muß. Wie gewisse Experimente gezeigt haben,
könnte man unter günstigen Umständen eine verhältnismäßig einfache Absaugvorrichtung anwenden, die an
der Schweißstelle angebracht wird und von dort Rauch
u. dgl absaugt Es hai sich aber gezeigt, daß man bei
Schweißgeräten mit Schutzgaszufuhr den Unterdruck und die Strömungsgeschwindigkeit in der Absaugvorrichtung
und deren Umgebung äußerst genau bemessen muß, da das Schutzgas um die Schweißstelle sonst
gestört und sogar mitgerissen wird. Dieses Problem könnte dadurch eine Lösung finden, daß die Zufuhr
und/oder der Druck des Schutzgases erhöht wird, was jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht annehmbar
ist Beim Schweißen von Arbeitsstücken komplizierter Form lassen sich außerdem lose Absaugvorrichtungen
nicht immer mit dem erwünschten Ergebnis hinreichend nahe der Schweißstelle anbringen. Weiterhin muß eine
solche Absaugverrichtung je nach Fortschreiten der Arbeit stets weitergerückt werden, und falls der
Schweißer ein ununterbrochenes Wegschaffen von Schweißrauch u. dgl. sicherstellen will, muß er hierzu oft
seine Arbeit unterbrechen und die Vorrichtung in die neue Stellung bringen. Bei verschiedenen Arten von
Arbeiten werden verschiedene Drücke des Schutzgases verwendet und da es aus dem Gesichtspunkt der
Wirtschaftlichkeit wichtig ist, den niedrigst möglichen Gasaufwand nicht zu überschreiten, muß die Leistung
der Absaugvorrichtung für die jeweilige Arbeit genau eingestellt werden. Bei einer gesonderten Vorrichtung
dieser Art dürfte dies nicht geschehen, denn man läßt bei ihr, um das Schutzgas nicht zu beeinträchtigen, in der
Regel allzu große Mengen Schutsgas ausströmen oder verwendet einen derart geringen Unterdruck, daß sich
ein mangelhaftes Absaugen ergibt
Aufgabe dieser Erfindung ist eine Vorrichtung zu schaffen, die unabhängig von der Ausbildung des
Arbeitstückes und des Druckes des zugeführten Schutzgases stets ein wirksames Wegschaffen der beim
Schweißen entstehenden Verunreinigungen sicherstellt Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich im
wesentlichen dadurch aus, daß sie aus einem an dem Schweißgerät drehbar angeordneten und das Gerät mit
Zwischenraum umschließenden Rohr besteht, das an seinem vorderen Ende eine Saugöffnung aufweist und
mit einem seitlich vorstehenden, als Griff dienenden Anschlußstück versehen ist, welches mit einem Saugschlauch
verbunden ist
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 im Schnitt und in Seitenansicht eine bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung, und
Fig.2 teilweise im Schnitt eine etwas abgeänderte
Vorrichtung, von unten gesehen.
Das in der Zeichnung dargestellte Schweißgerät besteht aus einem Griff 1, der hinten mit einem Schlauch
2 verbunden ist, in welchem ein Führungskanal für den Schweißdraht läuft und welcher als Leitung für das
Schutzgas dient. Der Griff 1 geht in das eigentliche Schweißgerät über, das aus einem Diisenteil besteht,
durch dessen Mitte eine Führung 4 für den Schweißdraht läuft, Pas Schutzgas tritt somit an dem vorderen
Ende des Geräts aus und bildet dadurch ein schützendes Gaskissen um den Lichtbogen am Schweißdraht
Die Vorrichtung zum Absaugen von Schweißrauch und anderen von der Luft getragenen Teilchen von der
Schweißstelle besteht in der in F i g. 1 dargestellten Ausführung aus einem Rohr 6, das von einem am Griff 1
angebrachten Stützring 7 drehbar und verschiebbar getragen ist. Um gleichzeitig ein Drehen des Rohres zu
gestatten und ein Festhalten desselben in der Längsrichtung sicherzustellen, kann die Mantelfläche 8 des
Stützringes mit Vorsprüngen 9 versehen sein, die in ringförmige Nuten 10 im Inneren des Rohrendes
eingreifen. Eine Quernut 11 ermöglicht eine Verschiebung des Rohres in verschiedene Lagen und eine
Demontage desselben.
Um das Rohr 6 ist eine Hülse 12 drehbar angeordnet und diese Hülse weist einen an einer Ausnehmung 13
angebrachten Stutzen 14 auf, dem das gekrümmte AnschluQstück 15 drehbar aufgesteckt ist Die Zusammenkupplung
des Stutzens und des Anschlnßstückes kann in der gleichen Weise erfolgen wie zwischen dem
Rohr 6 und dem Stützring 7. Das Anschlußstuvk 15 ist seinerseits zum Zusammenkuppeln mit dem Saugschlauch
16 bestimmt der an ein Saugsystem angeschlossen ist in dem ein annähernd konstanter
Unterdruck vorherrscht
Im Rohr 6 ist eine Ausnehmung 17 ausgebildet Diese ist zweckmäßigerweise in Umfangsrichtung mindestens
ebenso groß wie die Ausnehmung 13 in der Hülse 12 und kann, indem die Hülse 12 mehr oder weniger gedreht
wird, ganz oder teilweise zum Überlappen der Ausnehmung 13 in der Hülse gebracht wenden. Durch
Einstellung der Hülse 12 in verschiedene Lagen in bezug auf das Rohr 6 kann der Durchtritt zwischen Rohr 6 und
Schlauch 16 geregelt bzw. gedrosselt werden.
Um zu verhindern, daß eine eingestellte Relativlage zwischen Rohr 6 und Hülse 12 geändert wird, wenn z. B.
das Anschlußstück 15 wegen der Gestalt des Arbeits- -to Stückes von der einen Seite des Geräts auf die andere
Seite desselben hinübergeschwenkt werden muß, empfiehlt es sich, irgendeine Form von Sperrvorrichtung
zwischen Rohr 6 und Hülse 12 anzuordnen. In der dargestellten Ausführungsform ist vor der Hülse 12 am
Rohr 6 ein Anschlagring 27 befestigt und ein Absatz 28 ist an der Hülse 12 angeordnet. In der der Hülse 12
zugekehrten Stirnkante des Ringes 27 ist eine Anzahl Kerben 29 vorgesehen, die verschiedenen Drossellagen
entsprechen. Hinter der Hülse 12 ist ein nachgiebiges so Organ in der Form einer Feder 30 oder eines
Gummiringes in der Art angeordnet, daß die Hülse entgegen der Wirkung des Organs nach hinten
geschoben und derart gedreht werden kann, daß der Absatz 28 mitten gsgenüber einer gewünschten Kerbe
29 zu stehen kommt. Die Sperrvorrichtung kann jedoch auch in anderer Weise ausgeführt werden und dabei
kann beispielsweise auch ein eine geeignete Reibung ausübender Ring od. dgl. zwischen der Hülse und dem
Rohr angeordnet werden.
An dem vorderen Ende des Rohres 6 ist eine Saugdüse 18 vorgesehen. In der in Fig. 1 gezeigten
AusfUhrungsform ist die Hülse ein trichterförmiger Teil 19, der in einem Stück mit dem Rohr 6 hergestellt sein
kann. Unter gewissen Bedingungen kann es schwierig f>5
sein, mit einer trichterförmiger Düse der Schweißstelle hinreichend nahe zu kommen und in diesem Falle kann
man stattdessen von der in Fig. 2 dargestellten Düse
Gebrauch machen. Diese letztere Düse, die einerseits beim Schweißen an ebenen Flächen und andererseits
beim Schweißen im Inneren von Ecken und Winkelr.
anwendbar ist besteht aus zwei Teilen, Der eine Teil 20, der in einem Stück mit dem Rohr 6 ausgeführt sein kann
oder eine abnehmbare trichterförmige Düse ersetzen kann, ist keilförmig schräggeschnitten, so daß er sich
leicht nahe an eine Schweißstelle im Inneren einer Ecke führen läßt Um die Anwendung der Düse auch an
ebenen Flächen zu ermöglichen, ist die Düse mit einem drehbaren äußeren Ring 21 versehen, welcher beim
Schweißen in Ecken parallel zum Teil 20 gestellt sonst aber um 90° gedreht wird, wobei er die öffnungen des
Teils 20 seitlich abdeckt Der Teil 20 und der Ring 21 können selbstverständlich in der Weise ausgebildet
werden, daß sich die äußeren Bereiche schräg nach außen erstrecken.
Beim Absaugen von Schweißrauch bei Arbeiten, bei denen ein niedriger Druck des Schutzgases angewendet
wird, kann die Schutzgashülle um die Schweißstelle gestört und somit die Qualität 4er Schweißfuge
beeinträchtigt werden. Um diesem Nactteü vorzubeugen,
kann man das Gerät mit einem gleich hinter dessen Düsenöffnung vorgesehenen Abschirmring 22 versehen,
welcher die in F i g. 1 dargestellte Gestalt oder irgende-ae andere, durch die besonderen, an der
Schweißstelle vorherrschenden Umstände bedingte Gestalt haben kann. Durch die Anordnung des
Abschirmringes 22 wird die Gefahr einer Störung oder eines Mitreißens der die Schweißsteife umgebenden
Schutzhülle beseitigt
Bei Arbeiten an einer lotrechten Fläche und insbesondere, wenn die Absaugung wegen eines
niedrigen Schutzgasdruckes kräftig gedrosselt werden muß, kann es vorkommen, daß die thermische Hubkraft
der Schweißgase die von der Absaugvorrichtung ausgeübte Kraft übersteigt und ihr entgegenwirkt so
daß wenigstens ein Teil der Schweißgase hochsteigen und nicht von der Düse 18 des Rohres 6 abgefangen
wird. Um dies zu verhindern, ist ein gesondertes Rohr 23 vorgesehen (siehe Fig. 1). Wie ersichtlich, ist das Rohr
23 bei Nichtanwendung ganz in das Anschlußstück 15 eingeschoben. Es ragt durch eine Öffnung 24 hindurch,
die einen als Führung dienenden Flansch aufweist An dem hinteren Ende ist das Rohr 23 offer, und an dem
vorderen Ende hat es einen deckelähnlichen Teil 25, der in der eingeschobenen Lage des Rohres ein Einsaugen
von Luft in das Anschlußstück i5 verhindert An dem vorderen Ende ist das Rohr 23 derart aufgeschnitten,
daß sich eine langgestreckte Öffnung 26 bildet. In der mit gestrichelten Linien angedeuteten Anwendungslage
sieht man, wie die Öffnung 26 bei der Schweißarbeit oberhalb der Schweißstelle liegen wird, so daß sie den
SchwtiBvauch auffangen kann.
Das eben erwähnte Absaugrohr 23 kann in der gesamten Ausrüstung der Absaugvorrichtung mit
enthalten sein, jedoch auch zusammen mit dem hierzu speziell ausgebildeten Anschlußstück einen Sonderzusatz
darstellen.
Die Absaugvorrichtung erleichtert durch ihre Ausbildung die Handhabung des Schweißgeräts erheblich.
Bei Geräten ohne solche Vorrichtung ist der Btdiener
genötigt, das Gerät an dem isolierten Griff zu ergreifen, der sich ja in verhältnismäßig großem Abstand vom
VordercrJ? des Geräts befindet. Auch wenn er von
beiden Händen Gebrauch macht, ist die Arbeit sehr mühsam. Da sich die Absaugvorrichtung im Abstand
von dem eigentlichen Gerät befindet und außerdem in
gewissem Ausmaß von der hindurchgesaugten Luft gekühlt wird, kann das Rohr und die Hülse und/oder das
Anschlußstück als zusätzlicher Griff dienen, wodurch das Gerät besser ausgewuchtet ist und das Halten des
Geräts weniger anstrengend ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Absaugen von Rauch und
anderen von der Luft getragenen Verunreinigungen bei solchen Schweißgeräten, die Mittel zur Zufuhr
von Schutzgas und eine mittlere Schweißdrahtführung aufweisen, welche von einer Blasdüse für das
die Schweißstelle umhüllende Schutzgas umschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung aus einem an dem Schweißgerät "> drehbar angeordneten und das Gerät mit Zwischenraum
umschließenden Rohr (6) besteht, das an seinem vorderen Ende eine Säugöffnung (18)
aufweist und mit einem seitlich vorstehenden, als Griff dienenden Anschlußstück (15) versehen ist,
welches niit einem Saugschlauch verbunden ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußstück: (15) über eine drehbare, das Rohr (6) umschließende Hülle (12) mit
dem Robr (6) verbunden ist, dessen Mantel eine
Ausnehmung (17) besitzt, welche einer Ausnehmung (13) in der Hülse (12) entspricht, wobei durch
gegenseitiges Drehen der Hülse (12) und des Rohres (6) die Fläche der durch die einander ganz oder
teilweise überlappenden Ausnehmungen (13, 17) gebildete Durchtrittsöffnung regelbar ist
3. Vorrichtung nach Anspitich 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Sperrvorrichtung (28,29) an dem Rohr (6) angebracht ist um eine Feststellung der
Hülse (12) in vorausbestimmten Einstellagen zu ermöglichen.
4. Vorricntung nach einem der Anspräche 1 —3, dadurch gekennzeichnet, ;Jaß an der vor der
Saugöffnung (18) des Absaugrohres gelegenen Mündung der Gerätedüse et vorzugsweise konischer
Abschirmring (22) vorgesehen ist
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Saugöffnung
bildende Düse aus zwei untereinander drehbaren, keilförmig abgeschrägten Teilen (20, 21) besteht, «
welche in einer Drehungslage gestatten, die Düse an in Ecken u. dgl, gelegenen Schweißstellen heranzuführen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 —5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Anschlußstück
(15) ein ausziehbares Absaugrohr (23) angebracht ist, das zum Absaugen von Verunreinigungen seitlich
der Düse (18) dient.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 —6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein die s°
Saugöffnung (18) bildender Düsenteil des Rohres (6) in der Längsrichtung des Schweißgerätes verschieb·
bar ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück (15)
mit einem Stutzen (14) der das Rohr (6) umschließenden Hülse (12) drehbar verbunden ist.
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