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DE2235161B2 - Automatische Ent- und Belüftungseinrichtung für Flüssigkeit führende Systeme, insbesondere Heizungsanlagen - Google Patents

Automatische Ent- und Belüftungseinrichtung für Flüssigkeit führende Systeme, insbesondere Heizungsanlagen

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DE2235161B2
DE2235161B2 DE19722235161 DE2235161A DE2235161B2 DE 2235161 B2 DE2235161 B2 DE 2235161B2 DE 19722235161 DE19722235161 DE 19722235161 DE 2235161 A DE2235161 A DE 2235161A DE 2235161 B2 DE2235161 B2 DE 2235161B2
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Josef 3500 Kassel Marre
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16TSTEAM TRAPS OR LIKE APPARATUS FOR DRAINING-OFF LIQUIDS FROM ENCLOSURES PREDOMINANTLY CONTAINING GASES OR VAPOURS
    • F16T1/00Steam traps or like apparatus for draining-off liquids from enclosures predominantly containing gases or vapours, e.g. gas lines, steam lines, containers
    • F16T1/20Steam traps or like apparatus for draining-off liquids from enclosures predominantly containing gases or vapours, e.g. gas lines, steam lines, containers with valves controlled by floats
    • F16T1/26Steam traps or like apparatus for draining-off liquids from enclosures predominantly containing gases or vapours, e.g. gas lines, steam lines, containers with valves controlled by floats of upright-open-bucket type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Devices For Medical Bathing And Washing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine automatische Ent- und Belüftungseinrichtung für Flüssigkeit führende Systeme. insbesondere Heizungsanlagen, bestehend aus einem Schwimmergehhuse mit einer Lüftungsöffnung im Gehäusedeckel, die von einem schwinimergestetierten Dichtglied abschließbar ist, und einer Bodenöflnung, die von einem nach außen vorstehenden /ylindrisehen Gehäusekragen begrenzt ist und der so gebildete Kanal durch eine den Gehäusekrägen mit Abstand durchseihende, mit seit'ichen Öffnungen versehene Hülse in zwei getrennte Strömungskanüle aufgeteilt ist.
Es ist ein Entlüftungsventil für Dampfheizanlagcn bekanntgeworden, das das im Entlüftungsventil auftretende Kondenswasser möglichst sehneil abführen soll, da anderenfalls ein solches Ventil nicht mehr sachgerecht arbeitet. Bei einem solchen Ventil ist in der Bodenöffnung, die von einem nach außen vorstehenden Gehäu- fl5 sekragen begrenzt ist, eine Hülse mit Abstand angeordnet, deren oberer Teil in Form eines Trichters ausgebildet ist, der sich an der Wandung der Bodenöffnung ab stützt. Dabei sind im Trichter Öffnungen angeordnet, über die der Dampf zuströmen soll; das kondensierte Wasser soll dabei über die zentrisch zum Trichter angeordnete Hülse abfließen. Ein. solches Entlüftungsventil ist jedoch für Flüssigkeiten, die Luft enthalten, nicht brauchbar, da es nicht gelingt, die mit Luft behaftete Flüssigkeit, insbesondere während des Verganges des Nachentlüftens, über die Öffnungen in den Trichter zu bringen. Die gesamte Entlüftungsvorrichtung ist dann aber funktionsunfähig, da sich die Luftblasen vor oder in den Öffnungen des Trichters festsetzen.
Es sind auch Entlüftungsvorrichtungen bekannt, die aus einem in einem Gehäuse angeordneten Schwimmer bestehen, der über ein Hebelgestänge einen Ventilsitz steuert, der die Entlüftungsöffnung schließt oder öffnet.
Solche Entlüftungsvorrichtungen füllen die an sie gestellte Aufgabe des automatischen Entlüftens nicht bzw. nur mit differenzierter Verzögerung.
Bei der Anlagebefüllung wird zwar zunächst die Luft aus dem Schwimmergehäuse über die Entlüftungsöffnung aus dem Schwimmergehäusc abgeführt; sobald aber der Schwimmer vom Wasser umspült ist, schließt er die Entlüftungsöffnung ab. Mangels einer perfekten Luft-Wasser-Austausch-Automatik kann daher die innerhalb der Flüssigkeit auftretende Luft nicht mehr kontinuierlich entweichen.
In einem solchen Fall kann die sich im Laufe der Zeit unter dem Gehäuse ansammelnde Luft nur zögernd in das Schwimmergehäuse gelangen. Die Beiluft im Wasser sammelt sich — wie Versuche ergeben haben — unter der Entlüftungsvorrichtung an und steigt sporadisch in das Entlüftungsgehäuse, wenn ein Luft-Wasser-Austausch möglich ist. Diese Möglichkeit ist aber nur durch besondere Einwirkung, wie Wasserbewegung, Vibration (durch Umwälzpumpe). Wassersog usw. gegeben.
Der Erfindung liegt mithir. die Aufgabe zugrunde, eine Ent- und Belüftungsvornchtung zu schaffen, die auch ohne Fremdeinwirkung und ohne Verzögerung automatisch und entsprechend der anfallenden Luftmenge auch während des Betriebes kontinuierlich entlüftet oder nach Bedarf (bei Wasserablauf aus der Anlage) automatisch belüftet.
Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der von der Hülse und dem Gehäusekragen begrenzte Ringkanal unmittelbar ins Schwimmergehäuseinnerc mündet; die seitlichen Öffnungen in der Hülse in derer ins Gehäuseinnere ragendem Bereich vorgesehen sind die Hülse durch ein Rohrstück über den Gehäusekragen hinaus nach unten verlängert ist; die den Gehäuse kragen axial verschiebbar durchsetzende Hülse sicr über eine Feder am Gehäusekragen abstützt und in Inneren der Hülse ein die Hülse führender, bis zurr Dichtglied reichender Betätigungsstift vorgesehen ist.
Wie Versuche gezeigt haben, gelangt z. B. beim Be füllen einer Heizungsanlage zuerst Luft und anschlie Bend Wasser über die durch die Hülse gebildeten Ka näle in die Schwimmerkammer des Gehäuses und heb den Schwimmer an, so daß das Dichtglied die Entlüf tungsöffnung abschließt.
Dringt während des Belüftungsvorganges oder wäh rend des Betriebes der Anlage immer mehr Luft in da Schwimmergehäuse ein, dann wird der in de Schwimmerkammer befindliche Flüssigkeitsspicgc durch die sich im oberen Gehäuseraurn ansammelnd Luft nach unten gedrängt.
Die hierdurch verdrängte Flüssigkcitsnienge gelang — wie eingehende Versuche gezeigt haben — Zug ur
lug im Austausch mit Luft durch die vorgesehenen gelrennten Kanäle gesondert aus dem Sch-virnmergehäule, was dadurch möglich ist, daß der Ringkanal unmittelbar ins Schwimmergehäuse einmündet und die seitlichen Öffnungen in der Hülse dort vorgesehen sind, wo die Hülse ins Gehäuseinnere hineinragt.
Durch die besondere Anordnung der Hülse und ihren öffnungen ist mithin erreicht, daß getrennte Strömungen während des Entlüftungsvorganges entstehen, die die Kapillarwirkung aufheben und eine Zwangsströmung des flüssigen und gasförmigen Mediums ergeben Die Verlängerung der Hülse durch ein Rohrstück ergibt ein Optimum an Luft-Wasser-Austausch und damit eine kontinuierliche Entlüftung auch bei höheren Anlagendrücken; denn bei Ansammlung von Luft im Schwimmergehäuse sinkt der Flüssigkeitsspiegel ab. so daß mit ihm auch der die Entlüftungsöffnung steuernde Schwimmer abfällt, wodurch die Entlüftungsöffnung freigegeben wird.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Betätigungsstift schwimmergesteuert jnd weist an seinem hülsenseitigen Ende ein mit dem unteren Ende der Hülse zusammenwirkendes ventilartiges Dichtelement auf. Dabei erfolgt die Abstützung des Betätigungsstiftes unter Zwischenschaltung einer Feder. Am Außenmantel der Hülse ist ein weiteres ventilartiges Dichielement vorgesehen, das die Bodenöffnung abschließen kann.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß bei Abnahme des Gehäusedeckels die beiden Strömungskanäle, nämlich der lichte Hülsenquerschnitt und der um die Hülse befindliche lichte Querschnitt abgeschlossen werden, weil bei der Abnahme des Deckels unter dor Rückschlagwirkung der Feder der Betätigungsstift und die Hülse eine axiale Bewegung ausführen, die die Dichtelemente zur Dichtfläche hin bewegen, so daß der Hülsenquerschnitt und der um die Hülse befindliche Querschnitt geschlossen ist.
Es kann daher kein Wasser mehr aus der Anlage in die Schwimmerkammer eintreten; denn beim Abschrauben des Gehäusedeckels entspannt sich zunächst die auf Vorspannung gehaltene Feder des Betätigungsstiftes, wodurch das am unteren Teil des Betätigungsstiftes angeordnete und mit der Hülse zusammenwirkende Dichtelement den lichten Hulsenquerschnitt abdichtet. Danach dichtet das außen an der Hülse angeordnete Dichtelement den um die Hülse befindlichen lichten Querschnitt. Nach dem Schließen der beiden Zufuhrkanäle kann hiernach kein Wasser mehr in das Gehäuse bzw. in die Schwimmerkammer eindringen.
Als weitere Alternative kann bei der erfindungsgemäßen Entlüftungsvorrichtung auch auf Bodenventile dann verzichtet werden, wenn eine Wartung bei gefüllter Anlage nicht vorgesehen werden soll. In diesem Fall kann die Hülse mit dem Betätigungsstift eine Einheit bilden.
Weiterhin weist der Schwimmer eine nach oben offene Hohlkammer auf, in die Wasser zur Erhöhung des Schwimmergewichts zufließen kann.
Dadurch schwimmt bei der Erstbelüliung einer Anlage der Schwimmer durch sein geringes Gewicht bereits ftu bei geringstem Wasserdruck nach oben und schließt die Entlüftungsöffnung durch das Dichtglied ab. Im Betriebszustand dient die Hohlkammer als Gefäß, weil es stets mit Wasser als Ballast gefüllt ist. Dadurch macht der Schwimmer auch die kleinste Bewegung des Was- 6S serspicgels mit.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungen dii !gestellt.
F i g. 1 zeigt einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Ent- bzw. Belüftungsvorrichtung;
F i g. 2 zeigt die Vorrichtu-ig nach Fig. 1, jedoch bei abgenommenen Gehäusedeckel und mithin bei abgeschlossenen Zufuhrkanälen;
F i g. 3 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie HI-IIl auf den konzentrischen Halterir.g;
Fig.4 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie 1V-1V durch den zylinderförmigen Ansatz an der Bodenöffnung;
F i g. 5 zeigt die erfindungsgetnäße Entlüftungsvorrichtung im Schnitt nach einer anderen Ausführungsform;
F i g. 6 zeigt einen Schnitt gemäß der Linie VI-Vl;
F i g. 7 zeigt den Halte- und Dichtring in einer anderen Ausführungsform;
F i g. 8 ist eine Aufsicht auf den Gegenstand nach F i g. 7.
Mit 1 ist das Gehäuse bezeichnet, das im Boden 2 die insgesamt mit 3 bezeichnete Bodenöffnung aufweist, an die sich der zylinderförmige Gehäusekragen 4 als Anschluöstutzen anschließt. In diese Bodenöffnung 3 ist zentrisch eine Hülse 5 mit Abstand von der Wandung 6 des zylindrischen Gehäusekragens eingesetzt. Der von der Hülse 5 und dem Gehäusekragen 4 begrenzte Ringkanal 22 mündet unmittelbar in das Schwimmergehäuseinnere. Die Hülse 5 besitzt in diesem Bereich Wandöffnungen 7 in Form von Schlitzen.
Die Abstützung der Hülse im zylinderförmigen Gehäusekragen 4 erfolgt über eine Feder 11 mit Hilfe eines Konusringes 8, der mit seiner Rippe 9 in einer entsprechenden Falle 10 einrastet und dadurch gehalten wird. Auf diesem Konusring (als Widerlager) stützt sich die Feder 11 ab, deren oberen Windung die an der Hülse angebrachten Flügelstücke 12 mit Vorspannung abstützt. Außen an der Hülse ist der Dichtring 13 angebracht.
Zentrisch zur Hülse 5 ist der Betätigungsstift 14 angeordnet, an dessen unterem Ende das Dichtelement in Form eines Ringes 15 angeordnet ist, der die Stirnflächen 16 der Hülse abdichten kann. Der Betätigungsstift 14 stützt sich mit Hilfe der Feder 17 an der Hülse ab. Der an der Hülse angebrachte Anschlag 18 dient dabei als Widerlager für die Feder 17; der Betätigungsstift 14 liegt unter Vorspannung mit seinem Bund 19 auf der Feder 17.
Die Hülse 5 ist durch ein biegsames Rohrstück 20 derart verlängert, daß eine bestimmte Tauchtiefe als Auftriebskanal über dem Anschluß-Stutzen herausgeführt ist. Somit wird deutlich, daß durch die in den zylinderförmigen Gehäusekragen eingesetzte Anordnung getrennte Sirömungskanäle gebildet werden, nämlich der Kanal 21 und der Ringkanal 22.
Wie F i g. 4 zeigt, ist der Betätigungsstift t4 im Bereich der Hülse profiliert ausgebildet. Dadurch entste hen die Teilkanäle 24, 25 und 26, 27, über die das Medium strömen kann.
Am oberen Rand des Gehäuses 1 ist ein Hallering 2$ angeordnet, der im wesentlichen die Aufgabe hat, der Betätigungsstift 14 zu zentrieren, axial zu halten, zu sta bilisieren sowie das Dichtglied genau zu führen.
Zu diesem Zweck lagert der Haltering 29 mit einerr Zentrieransatz 29a in einem Gehäuscabsaiz und mi Hilfe der Zentriernut 30 an einem entsprechenden Zen tricransatz 30a des Deckels 31.
Durch einen Paßsitz des Zentrieransatzes 29a ist ζ. Ε bei Wartungsarbeiten an gefüllten Anlagen die Monta ge des Halteringes 29 unkompliziert und einfach. Die
ser Haltering 29 trägt das insgesamt mit 32 bezeichnete Dichtglied, das die Entlüftungsöffnung 33 des Entlüftungskanals 33a abschließt. Dabei ist das Dichtglied 32 gelenkig am Haltering angeordnet, damit es bei Betätigung des Schwimmers dessen Bewegungen mitmachen kann. Der Haltering kann gleichzeitig als Gehäusedichtung vorgesehen sein.
Wie F i g. 3 zeigt, sind am Haltering biegsame Verbindungsstreifen 34 angeordnet, die das eigentliche Dichtglied halten, wobei das Dichtglied mit einem den Schwimmer haltenden bzw. ergreifenden Armstück 35 versehen ist.
Das Armstück 35 greift in eine Aussparung 36 des Schwimmers 37. Im einzelnen ist die Ausbildung so getroffen, daß in einer Aussparung 38 des Armstückes 35 das eigentliche Dichtglied in Form einer Platte 39 liegt. An der Unterseite des Armstückes 35 ist ein Führungsschlitz 40 angeordnet, der sicherstellt, daß bei der Schwenkbewegung des Armstückes beim Abfallen des Schwimmers der Betätigungsstift 14 nicht verkantet wird.
Das Armstück 35 bzw. das Dichtglied 32 steht mit dem Betätigungsstift in Verbindung. Bei aufgesetztem Gehäusedeckel 31 drückt der Entlüftungskanal 33a, dessen Ende den Ventilsitz darstellt, auf das Dichtglied 32 und damit auf den Betätigungsstift 14, der dadurch die Offenstellung einnimmt. Dadurch wird zunächst die Feder 17 bis zum Anschlag vorgespannt, dann wird die Feder 11 um den Öffnungsweg zusammengedrückt. Die Strömungskanäle 21, 22 sind daher geöffnet. Der Entlüftungskanal 33a wirkt also zugleich als Niederhalter für den Betätigungsstift 14.
Beim Befüllen, z. B. einer Heizungsanlage mit Wasser, gelangt das Wasser zunächst über den Innenraum der Hülse 5, zugleich aber auch über den Ringkanal 22 in das Gehäuse 1. Ist das Gehäuse mit Wasser gefüllt, dann ist der Schwimmer angestiegen und hat das Dichtglied 32 freigegeben, so daß die Entlüftungsöffnung 33 verschlossen ist.
Sammelt sich nunmehr beim weiteren Betrieb der Anlage innerhalb des Gehäuses im oberen Teil Luft (oder bei der Erwärmung des Wassers Gase) an, komprimiert sich diese und drückt den Wasserspiegel nach unten. Das verdrängte Wasser gelangt dabei durch die Schlitze 7 in das Innere (Kanal 21) der Hülse 5, während im wesentlichen über den Ringkanal 22 Luft in das Gehäuse einströmt Fällt der Wasserspiegel infolge der Strömungsvorgänge ab, dann sinkt auch der Schwimmer nachfolgend ab und nimmt das Armstück 35 mit, so daß das Dichtglied die Entlüftungsöffnung 33 freigibt und mithin die Luft nach außen entweichen kann.
Die Bildung der Strömungskanäle 22 bzw. 21 ergibt mithin die besonderen Strömungsverhältnisse und Druckverhältnisse, die es gestatten, daß die Entlüftungsvorrichtung auch bei extrem hohen Anlagedrükken kontinuierlich entlüftet, sofern eine bestimmte Menge Luft im Wasser aufgetrieben ist
F i g. 2 zeigt die Entlüftungsvorrichtung bei abgenommenem Deckel 31. Daraus ist erkennbar, daß infolge Vorspannung der Feder 11 die Hülse 5 axial verschoben wurde, so daß der Dichtring 13 den Ventilsitz 13a abdichtet und damit die Bodenöffnung 3 ver schließt. Ebenso ist infolge Vorspannung der Feder 17 der Betätigungsstift 14 nach oben geschnellt, so daß der Dichtring 15 sich an die Dichtfläche 16 der Hülse anlegt. Damit sind die beiden Zufuhrkanäle 22 bzw. 21 verschlossen.
Die Ent- bzw. Belüftungsvorrichtung gestattet mithin, bei normalem Betrieb der Anlage, ohne daß Wasser abgelassen werden muß, den Deckel abzunehmen, um eventuelle Verunreinigungen zu beseitigen oder Dichtungen auszuwechseln. Andererseits gestaltet die
S in Betrieb befindliche Entlüftungsvorrichtung eine Betätigung des Betätigungsstiftes 14 mit Hilfe des Kontrollstiftes 41 mit dem Ziel, durch die Bewegung des Betätigungsstiftes in der Hülse 5 eventuell festsitzende Schmutzteilchen zu lösen, um dadurch eventuell verstopfte Querschnitte wieder frei zu spülen.
Der Kontrollstift 41 weist einen Halsabsatz 41 b auf, der im Bereich einer Spreizfalle 336 gegen Verlieren gesperrt ist; wobei gleichzeitig der axiale Hubweg durch eine Verdickung begrenzt ist. Als weitere Alternative ist wahlweise der zusätzliche Einbau eines Schwellkörpers im Hals 55 des Deckels als Lecksicherung vorgesehen. Sobald eine Undichtigkeit auftritt, nimmt der Schwellkörper die Feuchtigkeit auf und sperrt durch Volumenzunahme nach bekanntem Prinzip.
In F i g. 5 ist eine etwas andere Ausführungsform beschrieben. Dabei besitzt der Betäligungsstift 14a im Bereich der Hülse 5 keine Profilform; vielmehr sind an dem Betätigungsstift 14a plattenförmige Stützglieder 14έ> angebracht, die um 90° versetzt zueinander angeordnet sein können. Auch diese Stützglieder lassen einen bestimmten Innenquerschnitt der Hülse als Durchlaß frei.
Wie F i g. 5 zeigt, ist die konzentrische Führung des Betätigungsstiftes 14a auf eine etwas andere Weise ge-
*"">»'.öst. Zu diesem Zweck ist konzentrisch zum Betätigungsstift 14a eine Zentrierhülse 42 angeordnet, die sich an dem Betätigungsstift 14a, und zwar an dem Anschlag 14c abstützt. Die Zentrierhülse trägt das radiale Tragstück 43, das am Ende einen nach oben gerichteten Stegrücken 43a als Lagerstelle aufweist, auf welchem der Kniehebel 44 lagen, der eine entsprechende Ausbildung gegenüber dem Stegrücken erfahren hat. Mit dem Kraftarm liegt er am Gehäuse auf.
lias Ende des Lastarmes 44a greift in eine Aussparung 36 des Schwimmers und steht somit mit dem Schwimmer in Verbindung.
Der Betätigungsstift 14a bzw. sein Anschlag 14c stützt sich mit der Feder 17 an der Hülse 5 bzw. dem Anschlag 18 ab.
Der Betätigungsstift trägt das Dichtglied 45, das die Entlüftungsöffnung 33 abschließt. Bei dieser Ausbildungsform bilden der Betätigungsstift 14a und der Kontrollstift 41a ein Stück. Der Kontrollslift 41a besitzt Profilform, damit in dem Entlüftungskanal 33a freie Querschnitte gebildet werden. Bei geschlossenem Gehäusedeckel dient auch hier der Entlüftungskarval 33a als Widerlager für den Betätigungsstift 14a, damit die Kanäle 21,22 offen sind.
Sinkt der Wasserspiegel im Gehäuse 1 infolge Luftansammlung im oberen Teil des Gehäuses ab, dann sinkt ebenfalls der Schwimmer 37 ab und nimmt der Lastarm 44 des Kniehebels mit Dabei erfolgt auch zugleich die Mitnahme der Zentrierhülse 42, die auch der Betätigungsstift 14a mitnimmt und auch die Feder 11 etwas weiter zusammendrückt Dadurch wird die Ent lüftungsöffnung 33 freigegeben. Steigt der Wasserspie gel, dann steigt auch der Schwimmer 37; dieser entla stet die Zentrierhülse, so daß der Betätigungsstift unte der Wirkung der Feder 11 eine Schließstellung einneh men kann.
Der Schwimmer besitzt am Umfang eine in Axial richtung verlaufende Aussparung 37a damit der Zu
fuhrquerschnitt für das Wasser erweitert ist und das Füllmedium mithin bevorzugt in dieser Richtung nach oben strömt. Gleichzeitig hat die Aussparung 37.') den Zweck, eine hinterschnittfreie Entformung bei der Herstellung des Schwimmers 37 zu erreichen.
Der Schwimmer kann auch so ausgebildet werden, daß an seinem Umfang axial verlaufende Rippen angeordnet werden die eine gleichmäßige Distanz zur Innenwandung des Gehäuses 1 gewährleisten; hierdurch wird vermieden, daß der Schwimmer 37 beim Liiftungs-Vorgang bzw. beim Befüllungsvorgang verkantet; gleichzeitig wird durch diese Rippen erreicht, daß eine gleichmäßige Verteilung des Befüllungsmediums im Inneren des Gehäuses 1 gewährleistet ist; hierdurch wiederum kann die Beiluft des Befüllungsmediums gleichmäßig rund um den Schwimmer 37 herum auch dann aufsteigen, wenn die. Lüftungseinrichtung in Schräglage montiert wird.
In dem Schwimmer 37 ist axial von oben nach unten verlaufend eine Hohlkammer 37£> angeordnet (F i g. 1). Diese Hohlkammer vermindert das Gewicht des .Schwimmers 37; hierdurch wird gewährleistet, daß der Schwimmer J7 bei der Lrstbefüllung einer Anlage unmittelbar nach Eintritt des Befüllungsmediums in die Schwiirmerkanimei des Gehäuses i nach oben schwimmt und die Ir'ntlüftungsöffnung 33 schließt. Bei Befallen z. B. einer Heizungsanlage sirömt das Wasser mit einer relativ hohen Geschwindigkeit in das innere des Gehäuses 1 en. Bei einem träge reagierenden Schwimmer besteh' die Gefahr, vom Wasser umspült /u werden; das Wasser würde aus Jem Entlüftungskanal 33.? austreten, bevor der Schwimmer 37 aufgeschwommen ist. Während bei der Befüllung einer Anlage ein Schwimmer, der möglichst leicht ist und eine große Antriebskraft hat, zweckmäßig ist, sollte der Schwimmer beim Nachentlüftungsprozeß so schwer sein, daß er unter Berücksichtigung des Anlagcndrukkes auf den geringsten Abfall des Wasserspiegels reagiert und mit abfällt. Deshalb ist die Hohlkammer so angeordnet, daß sie sich beim Nachentlüften mit Wasser füllen kann. Durch diesen Wasser-Ballast, der nach der Erstbefüllung der Anlage stets im Schwimmer 37 vorhanden ist, da bei jedem Entlüftungsvorgang Wasser in den Hohlraum 37b nachläuft, kann der Schwimmer 37 seine Aufgabe erfüllen, nämlich beim geringsten Abfall des Flüssigkeitsspiegels infolge Luftansammlung, ebenfalls sofort etwas abzufallen.
Der Schwimmer 37 weist an seiner Unterkante eine nach außen ansteigende Wölbung 37c auf; diese Wölbung gewährleistet, daß aufsteigende Luftblasen nicht unter dem Schwimmer hängen bleiben, sondern unmittelbar an der Wölbung entlang nach oben steigen können; hierdurch wird ein fortlaufender und kontinuierlicher Luft-Flüssigkeitsmediumaustausch erreicht.
In Fig./ und 8 ist eine andere Ausführungsform des Halte- und Dichtringes 47 dargestellt. Dieser Halte- und Dichtring besitzt ein Diehtglied 326. das zwei seitliche und horizontale angeordnete Lagerstifte 48 aufweist. Die Lagerstützen 49 für die Lagerstifte sind nach unten gezogene Streifen, welche entsprechende Lagerschlitze 50 aufweisen. Dadurch wirkt das Dichtgliec nach Art eines Kipphebels und fällt leicht ab, wenn dei Schwimmer absinkt.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen 509520/7

Claims (3)

Palentansprüche:
1. Automatische Ent- und Belüftungseinrichtung für Flüssigkeit führende Systeme, insbesondere Heizungsanlagen, bestehend aus einem Schwimmergehäuse mit einer Lüftungsöffnung im Gehäusedecke!, die von einem schwimmgesteuerten Dichtglied abschließbar ist, und einer Bodenöffnung, die von einem nach außen vorstehenden zylindrischen Gehäusekragen begrenzt ist und der so gebildete Kanal durch eine den Gehäusekragen mit Abstand durchsetzende, mit seitlichen Öffnungen versehene Hülse in zwei getrennte Strömungskanäle aufgeteilt ist. dadurch gekennzeichnet, daß
a) der von der Hülse (5) und dem Gehäusekrägen (4) begrenzte Ringkanal (3) unmittelbar ins Schwimmergehäuseinnere mündet,
b) die seitlichen Öffnungen (7; in der Hülse in deren ins Gehäuseinnere ragendem Bereich vorgesehen sind.
c) die Hülse durch ein Rohrstück (20) über den Gehäusekragen hinaus nach unten verlängert ist.
d) die den Gehäusekragen axial verschiebbar durchsetzende Hülse sich über eine Feder (11) am Gehäusekragen abstützt und
e) im Inneren der Hülse ein die Hülse führender, bis zum Dichtglied (32, 45) reichender Betätigungsstift (14. 14j) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsstift (14, 14;i) schwimmergesteuert ist und an seinem hülsenseitigen Ende eine mit dem unteien Ende der Hülse (5) zusammenwirkendes ventilartiges Dichtelement (15) aufweist und die Abstützung des Betätigungsstiftes unter Zwischenschaltung einer Feder (17) erfolgt und daß am Außenmantcl der Hülse ein weiteres ventilartiges Dichtelemcni (13) vorgesehen, ist, daß die Bodenöffnung (3) abschließen kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer eine nach oben offene Hohlkammer (37b) aufweist, in die Wasser zur Erhöhung des Schwimmgewichts zufließen kann.
45
DE19722235161 1972-07-18 1972-07-18 Automatische Ent- und Belüftungseinrichtung für Flüssigkeit führende Systeme, insbesondere Heizungsanlagen Expired DE2235161C3 (de)

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EP0485688A1 (de) * 1990-11-16 1992-05-20 Johannes Erhard, H. Waldenmaier Erben Süddeutsche Armaturenfabrik GmbH & Co. Be- und Entlüftungsventil

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