DE2231269C3 - Verfahren zur Herstellung eines Spaltsiebes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines SpaltsiebesInfo
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Description
2. Verfahren nsch Anspruch 1, bei dem Profildrähte
oder -stäbe aus elektrisch leitendem Material verwendet werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung dei Profile an den linienförmig von der Überzugsschicht befreiten Stellen durch
Tauchen in ein galvanisches Bad erfolgt
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Profile an den linienförmig von
der Überzugsschicht befreiten Stellen punkt- oder linienförmig verschweißt oder verlötet werden.
4. Verfahren naui Anspruch 1, bei dem die Profildrähte
oder -stäbe aus Kunststoff bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Profile
an den linienförmig von der Üierzugsschicht befreiten Stellen durch lösungsmittelbeständiges
Verkleben erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Entfernen der
restlichen Überzugsschicht ein Tauchbad mit dem flüssigen, dampf- oder gasförmigen Lösungsmittel
vorgesehen ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kern aus einem
Material verwendet wird, das ebenfalls durch das verwendete Lösungsmittel gelöst wird.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung tines Spaltsiebes für eine Siebzentrifuge aus Profildraht
oder Profilstäben, die zunächst durch dichte Aneinanderlagerung auf einem Kern zu einer spaltlosen
Oberfläche vereinigt in dieser Lage gegeneinander fi-Kiert und anschließend zu einer Siebfläche mit sehr feinen
Spalten bearbeitet werden.
Derartige Spaltsiebe werden zur Herstellung von Spaltsiebkörben verwendet und als umlaufende Körbe
in Pumpen und Bohrwerken oder als Schleudertrommeln in Zentrifugen eingesetzt
Es ist bekannt (deutsche Patentschrift 919 274), Profildrähte oder -stäbe mit schrägen, sich nach der Siebfläche
erweiternden Planken zu verwenden und durch spanabhebende Bearbeitung der Sieboberfläche die
sehr feinen Spalten herzustellen.
Bei Spaltsiebkörben mit größeren Durchmessern ist eine spanabhebende Bearbeitung der Sieboberfläche
nuch bei dickeren Profilen nicht möglich, weil der Siebnicht
ausreichend steif ist. Das zu zerspanende Maierial weSSolge des Schnitt- oder Schleifdruk-
£S SÄ oder der Schleifscheibe au^AußerdeniSiι
ein solcher Körper fur die spanabhebende s Bearbeitung der Innenfläche nicht ohne Gefahr des
ESdSKS eingespannt werden. En waterer Nachteil
iw^kannten Siebe ist dann zu sehen, daß sich der
SbKSr Sm Schweißen dicker Profile durch WärmespanSungen
verzieht und dadurch keine Rundlauf- ». GeSSS für die spanabhebende Bearbeitung vorhVnden
ist Die Wärmespannungen verhindern auch ne SpSenäuigkeit. AUe diese Nachteile bewirken
einen dynamisch unwuchtigen Korper, so daß die bekannten
Spaltsiebkörbe nicht für schnellaufende Zenn trimmen einsetzbar sind. .
Dr Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Spaltsieb
ohne das Erfordernis mechanischer Bearbettung mit feinsten Spaltbreiten zu schaffen.
Diese Abgabe wird dadurch gelöst, daß die Profile M zuvor mit einer der gewünschten Spaltbr-- «...sprechenden
aus einem lösbaren Lack oder Kunststoff bestehenden Überzugsschicht versehen, nach der Aneinanderreihung
quer zur Draht- oder Stabrichtung linienförmig von der Isolierschicht befreit und dann an diesen
Stellen verbunden werden und daß die restliche Überzugsschicht anschließend von dem so gefertigten
Körper mit Hilfe eines Lösungsmittels entfernt wird
Zur Herstellung des jrfindungsgemäßen Spaltsiebes
werden Profildrähte oder -stäbe mit elektrischer Leit- «o fähigkeit aus den verschiedensten Materialien, wie
Stahl Edelstahl, Kupfer, Bronze. Messing. Aluminium. Silber od dgl verwendet Diese Profile haben beliebigen
Querschnitt wie rund, halbrund, elliptisch, dreiekkig, viereckig, trapezförmig, vieleck.g od. dgl. .
Derartige Siebe sind insbesondere für kontinuierlich arbeitende Zuckerzentrifugen verwendbar, bei denen
ein ausgewuchteter Lauf der Schleudertrommel unbedingte Voraussetzung ist. Außerdem sind derartige Siebe
als Decksiebe in schnellaufenden kontinuierlich arbellenden Zuckerzentrifugen einsetzbar. Sie haben gegenüber
den bekannten Decksieben eine längere Standzeit, weil sie aus stärkerem Material gefertigt
werden können. .
Werden Profildrähte oder Profilstäbe aus elektnsch
leitendem Material verwendet, dann ist ein weiteres Merkmal der Erfindung darin zu sehen, daß die Verbindung
der Profile an den linienförmig von der Uberzugsschicht befreiten Stelle durch Tauchen in ein galvanisches
Bad erfolgt. .
so Die Dicke der Isolierschicht entspricht der gewür.chten
Siebspaltbreite und kann durch verschiedene Konzentrationen der Überzugsmittel oder durch
mehrfaches Überziehen erreicht werden, d.h. die Schichtdicke der Überzugsmittel ist ein Maß für den
späteren Abstand der Drähte voneinander und damit zugleich ein Maß für die Siebspaltbreite. Die beschichteten
Profile können zu jedem beliebigen Siebkorper geformt d h. bei Verwendung von Profildrähten auf
einem Kern gewiekelt oder bei der Verwendung von
Stäben durch ein Aneinanderlegen gebildet werden. Der Kern des Siebkörpers ist entsprechend mehrteilig
oder aus einem auflösbaren Stoff herzustellen. Die Profile beliebiger Dicke werden mit ihren Isolierschichten
dicht an dicht verlegt zu dem gewünschten Körper ge-
formt. Durch geeignete flüssige oder gasförmige Lösungsmittel
wie Dampf, Heißluft oder petrochemische Verbindungen kann der bereits geformte Körper quer
zur Tragrichtung linienförmig von der Isolationsschicht
befreit werden. Dies kann auch mechanisch erfolgen. Pabei kann der Absland der desisolierten Linien voneinander
ein Maß der Siebspaltlänge sein. Es wird also zunächst nur an wenigen Stellen des Körpers die Isolierschicht
entfernt. Bringt man nun den so vorbereiteten Körper mit seinem Kern in ein galvanisches Bad, so
werden die desisolierten Stellen galvanisch miteinander verbunden, so daß die Drähte an diesen Stellen zu
einem spaltlosen Körper zusammenwachsen, dessen Form auch nacb dem Entfernen des Kernes bestehen
bleibt
Eine weitere Möglichkeit der Verankerung der Profile miteinander und damit das Festhalten der vorgegebenen
Körperform besteht darin, daß man die Profile des fertig geformten Körpers punkt- oder linienförmig
miteinander verlötet, d.h. ohne große Wärmeeinwirkung
verbindet
Die Profile können auch aus einem Kunststoff besteben
und mk einer lösbaren Lackschicht od. dgl. überzogen sein. Auch hier wird die Lackschicht zunächst Ii- ao
nienförmig entfernt und sodann an diesen Stellen der gewickelte Körper verschweißt oder mit einem nicht
auflösbaren Mittel verklebt. Diese Klebemittel müssen $0 beschaffen sein, daß sie beim Entfernen des restlichen
Überzuges bestehen bleiben und den Körper zujammenhalten.
Die so gefertigten Körper werden in ein flüssiges oder gasförmiges Mittel getaucht, in dem die restliche
Isolierschicht oder Überzugsschichi aufgelöst und entfernt
wird. Hierdurch entstehen die gewünschten Spalte, die der Siebkörper auch nach dem Entfernen des
Kernes beibehält
Die erfindungsgemäß hergestellten Spaltsiebe können mit einer Spaltbreite unter 0,04 mm und mit einer
Siebdicke von mehr als 0,3 mm hergestellt werden.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Siebes ist darin zu sehen, daß jetzt auch konische Schleudertrommeln,
insbesondere für kontinuierlich arbeitende Zuckerzentrihgen mit nicht in einer geraden Linie verlaufenden
Mantellinien mit Decksieben ausgelegt werden können.
Besonders beim Zentrifugieren von ZucUerfüllmassen in kontinuierlich arbeitenden konischen Schleudertrommeln
ist es vorteilhaft, den sich fortwährend ändernden Reibungswinkel, hervorgerufen durch die sich
umwandelnde Konsistenz der Füllmasse von flüssig in festen Zucker, Rechnung zu tragen. Diese Forderung
kann durch eine konische Schleudertrommel mit gekrümmter oder abgestufte· Mantellinie erfüllt werden,
die mit einem erfindungsgemäß hergestellten Siebkörper mit beliebiger Oberfläche ausgelegt werden kann.
Es kann insbesondere ein Decksieb eingesetzt werden, das selbst eine glatte Oberfläche, aber eine gekrümmte
oder andersartig geformte Mantellinie aufweist Derartige Siebe sind auf Grund des erfindungsgemäßen Verfahrens
in wirtschaftlicher Weise herstellbar.
Eine weitere Einsatzmöglichkeit des erfindungsgemäßen Siebes ist darin zu sehen, den Siebkörper trotz
der feinen Spalte so stabil auszubilden, daß er die Funktion der Schleudertrommel und des Decksiebes gleichzeitig
übernimmt.
Einige Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
F i g. 1 zeigt mehrere Spaltsiebe mit verschiedenen Profilen;
F i g. 2 zeigt einen kugelförmig gewickelten Siebkörper;
Fig.3 zeigt einen Schnitt gemäß Linie A-B in F i g. 2.
Nach F i g. I bestehen die einzelnen Siebe aus Profilen, die dreieckig, halbrund oder t.-,pezförmig sind. Die
mit der nicht dargestellten Isolierschicht bzw. Überzugsschicht versehenen Profile 1 werden dicht aneinandergelegt,
so daß zunächst eine spaltlose Sieboberfiäche 2 gemäß Schnitt C-D entsteht. Die so aneinandergelegien
Profile werden an mehreren Stellen linienförmig mit einem Lösungsmittel oder mechanisch behandelt,
so daß desisolierte Profilstellen 3 in Reihen 4 entstehen. Diese desisolierten Linien verlaufen quer zn
den Profilen. Der Körper mit den so hergestellten desisolierten Linien wird jetzt in ein galvanisches Bad gesetzt
oder andersartig miteinander verbunden, so daß gemäß Schnitt A-B Verbindungsstellen 5 entsprechend
den desisolierten Stellen 3 entstehen. Werden jetzt die restlichen Isolierschichten entfernt, dann entstehen
Spalte 6 mit einer Spaltbreite 7 und einer Spaltlänge 8. Die Spa!ilänge8 entspricht dem inneien Abstand der
desisolierten Linie 4. Mit Hilfe der Schichtdicke der Isolier- oder Überzugsschicht und dem Abstand der
desisolierien Linien 4 können Spaltbreite und Spaltlänge genau bestimmt werden. Mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren kann jede beliebige Siebform mit beliebigen Profilstäben hergestellt werden. So zeigt F i g. 2
einen kugelförmigen Spaltsiebkorb. Einen derartigen Korb kann man mit den bisherigen Verfahren nicht
maßgerecht herstellen. Fernerhin können die Profilstäbe 1 in Richtung der Mantelerzeugenden oder quer
dazu verlaufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung eines Spaltsiebes für eine Siebzentrifuge aus Profildraht oder Profilstäben,
die zunächst durch dichte Aneinanderlagerung auf einem Kern zu einer spaltlosen Oberfläche vereinigt,
in dieser Lage gegeneinander fixiert und anschließend zu einer Siebfläche mit sehr feinen Spalten
bearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Profile zuvor mit einer der gewünschten Spaltbreite entsprechenden, aus einem
lösbaren Lack oder Kunststoff bestehenden Clberzugsschicht versehen, nach der Aneinanderreihung
quer zur Draht- oder Stabrichtung linienförmig von der Überzugsschicht befreit und dann an diesen
Stellen verbunden werden, und daß die resttiche Überzugsschicht anschließend von dem so gefertigten
Körper mit Hilfe eines Lösungsmittels entfernt wird.
Priority Applications (6)
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Family Applications (1)
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