DE1577703C - Elektrode zum elektrophoretischen Beschichten der Innenflachen von Hohl räumen in Metallkörpern, insbesondere in Kraftfahrzeugkarosserien - Google Patents
Elektrode zum elektrophoretischen Beschichten der Innenflachen von Hohl räumen in Metallkörpern, insbesondere in KraftfahrzeugkarosserienInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Elektrode zum elektrophoretischen Beschichten der Innenflächen von
Hohlräumen in Metallkörpern, insbesondere in Kraftfahrzeugkarosserien, die einen Tragkörper aus
wärmebeständigem, biegsamem Kunststoff aufweist.
Beim elektrophoretischen Grundier- bzw. Lackierverfahren wandern in einem im allgemeinen als Kathode
geschalteten Tauchbecken die Partikel einer wäßrigen Lösung der Grundierung bzw. des Lackes
unter dem Einfluß eines elektrischen Feldes zu dem eingetauchten Werkstück, auf dem sie sich als
gleichmäßiger und dichter Film niederschlagen.
Hei diesem Verfahren werden jedoch die Innenflächen von Hohlräumen, wie z.B. Hohlträgern, nicht
oder nur unvollständig mit einer Schutzschicht überzogen.
Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, vor dem Tauchen Hilfselektroden in derartige Hohlräume
einzuführen, die auf Beckenpotential oder auf ein gegenüber dem Becken negatives Potential gelegt
S werden, um so eine gleichmäßige Schutzschicht zu erzielen. Die Ausbildung derartiger Elektroden bereitet
jedoch Schwierigkeiten. Die .Elektroden dürfen nämlich einerseits keine vorspringenden Teile aufweisen,
mit denen sie beim Einführen bzw. Herausziehen an scharfkantigen Blechteüen hängen bleiben
können und zum anderen muß mit Sicherheit ein Kurzschluß durch Berührung des metallischen Teiles
der Elektrode mit einer Wand des zu beschichtenden Bauteiles vermieden werden.
Es muß bei derartigen Elektroden sogar die Forderung erfüllt sein, daß der metallische Teil der
Elektroden in einem von der angewendeten Stromstärke abhängigen Mindestabstand von den Wänden
des Bauteils gehalten wird, um örtliche Uberhitzungen zu vermeiden.
Es sind deshalb bereits mit gelochten Schläuchen ummantelte Elektroden eingesetzt worden, die jedoch
wegen starken Verschleißes der Ummantelung und ungleichmäßiger Stärke der damit erzielten
Schutzschicht nicht zum Erfolg geführt haben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Elektrode der eingangs bezeichneten Art so auszubilden,
daß der Verschleiß vermieden wird. Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Elektrode vorgeschlagen,
deren Tragkörper mit über seine ganze Länge durchgehenden Nuten versehen ist, wobei auf dem Nutgrund
jeweils ein Elektrodenstrang angeordnet ist, und wobei die Tiefe jeder Nut wenigstens doppelt so
groß ist wie die Stärke des darin eingebetteten Elektrodenstranges.
Der Tragkörper der Elektrode besteht dabei vorzugsweise aus Polypropylen.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist der Tragkörper etwa H-för-
migen Querschnitt auf, wobei der Mittelsteg vorzugsweise in etwa gleichem Abstand voneinander Aussparungen
aufweist, deren Größe wenigstens der doppelten Stärke eines Elektrodenstranges ent7
spricht, und wobei jeder der beiden Elektrodenstränge durch die Aussparungen hindurch jeweils
von einer Nut in die gegenüberliegende Nut geführt ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird darin gesehen, daß der Tragkörper
etwa kreisförmigen Querschnitt aufweist und mit einander radial gegenüberliegenden Nuten versehen ist,
wobei der Nutgrund jeweils von einer weiteren Nut gebildet wird, deren Querschnitt die Form eines
Kreisabschnittes aufweist, dessen Zentriwinkel mehr als 180° beträgt, in die jeweils ein Elektrodenstrang
mit kreisförmigem Querschnitt eingelegt ist.
Die Erfindung soll im folgenden an Hand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Elektrode mit im Querschnitt H-förml·
gern Tragkörper, teilweise im Längsschnitt,
Fig.2 einen Schnitt nach der Linie H-II der Fig. I,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie IH-III der F i g. 1 und
Fig.4 einen Querschnitt durch eine Elektrode mit
kreisförmigem Tragkörper.
Die in den F i g. 1 bis 3 dargestellte Elektrode
weist einen im Querschnitt H-förmigen Tragkörper 1 auf. Der Mittelsteg ist mit 2 und die beiden Nuten
sind mit 3 bezeichnet. Die Nuten 3 sind verbunden durch in gleichem Abstand voneinander angeordnete
Aussparungen 4. Auf dem Grund jeder Nut 3 ist ein Elektrodenstrang 5 angeordnet, der durch jede der
Aussparungen 4 hindurch jeweils in die gegenüberliegende Nut 3 geführt ist. Durch diese Anordnung erübrigt
sich eine weitere Befestigung der Elektrodenstränge 5. ίο
Bei der in Fig.4 dargestellten Ausführungsform
ist der Tragkörper mit 6, und die Elektrodenstränge sind mit 7 bezeichnet. Die Elektrodenstränge 7 sind
innerhalb von Nuten 8 angeordnet, die kreisabschnittförmigen Querschnitt aufweisen und die jeweils
den Nutgrund von einander radial gegenüberliegenden Nuten 9 bilden. Dadurch, daß der die
Querschnittsform der Nuten 8 bestimmende Kreisabschnitt einen Zentriwinkel von mehr als 180° aufweist,
ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel eine besondere Befestigung der Elektrodenstränge 7 nicht
erforderlich. Die Flanken 10 der Nut 9 verlaufen auf einem Teil ihrer Länge schräg in Richtung auf die
den Nutgrund bildende Nut 8, um so das Einlegen des Elektrodenstranges 7 in die Nut 8 zu erleichtern.
Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Konstruktion wird also eine Elektrode geschaffen, die
ohne großen technischen Aufwand herstellbar ist und die alle Forderungen sowohl in wirtschaftlicher wie
auch in technischer Hinsicht erfüllt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Elektrode zum elektrophoretischen Beschichten der Innenflächen von Hohlräumen in
Metallkörpern, insbesondere in Kraftfahrzeugkarosserien, die einen Tragkörper aus wärmebeständigem,
biegsamem Kunststoff aufweist, dadurch gekennzeichnet,' daß der Tragkörper (1, 6) mit über seine ganze Länge durchgehenden
Nuten (3, 9) versehen ist, wobei auf dem Nutgrund jeweils ein Elektrodenstrang (5, 7)
angeordnet ist, und wobei die Tiefe jeder Nut (3, 9) wenigstens doppelt so groß ist wie die Stärke
des darin eingebetteten Elektrodenstranges (5, 7).
2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (1) etwa H-förmigen
Querschnitt aufweist.
3. Elektrode nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelsteg (2) des etwa
H-förmigen Tragkörpers (1) vorzugsweise in etwa gleichem Abstand voneinander Aussparungen (4)
aufweist, deren Größe wenigstens der doppelten Stärke eines Elektrodenstranges (5) entspricht.
4. Elektrode nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden
Elektrodenstränge (5) durch die Aussparungen (4) hindurch jeweils yon einer Nut (3) in die gegenüberliegende
Nut (3) geführt ist.
5. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (6) etwa kreisförmigen
Querschnitt aufweist und mit mehreren, einander radial gegenüberliegenden Nuten (9) versehen
ist.
6. Elektrode nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Nutgrund jeweils von einer
weiteren Nut (8) gebildet wird, deren Querschnitt die Form eines Kreisabschnittes aufweist, dessen
Zentriwinkel mehr als 180° beträgt.
' 7. Elektrode nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß in die kreisabschnittförmigen
Querschnitt aufweisenden Nuten (8) Elektxodenstränge (7) mit kreisförmigem
Querschnitt eingelegt sind.
8. Elektrode nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken (10) der
Nuten (9) wenigstens auf einem Teil ihrer Tiefe gegen die kreisabschnittförmigen Querschnitt aufweisenden
Nuten (8) geneigt verlaufen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED0050889 | 1966-08-19 | ||
| DED0050889 | 1966-08-19 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1577703A1 DE1577703A1 (de) | 1970-03-05 |
| DE1577703B2 DE1577703B2 (de) | 1972-11-16 |
| DE1577703C true DE1577703C (de) | 1973-06-07 |
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