DE2228695B2 - Kraftstoffeinspritzpumpe mit sperrsteuerorgan - Google Patents
Kraftstoffeinspritzpumpe mit sperrsteuerorganInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kraftstoffeinspritzpumpe für luftverdichtende, selbstzündende Verbrennungskraftmaschinen,
mit einem verschwenkbaren Sperrsteuerorgan, wobei ein Geschwindigkeitssteuerorgan
während des Betriebes die von der Pumpe geförderte Kraftstoffmenge steuert und das Sperrsteuerorgan
die Kraftstoffzufuhr der Pumpe in einer ersten Stellung unterbricht, in welcher Stellung es durch
elastische Mittel gehalten ist, und das Sperrsteuerorgan und das Geschwindigkeitssteuerorgan miteinander in
Eingriff zu bringende Eingriffsteile aufweisen, die bei einer Verschwenkung des Geschwindigkeitssteuerorgans
eine Verschwenkung des Sperrsteuerorgans aus seiner ersten Stellung in eine zweite, die Kraftstoffzufuhr
öffnende Stellung bewirken, und wobei eine durch eine bei erwünschter Kraftstoffzufuhr erregte elektromagnetische
Vorrichtung auslösbare Klinke das Sperrsteuerorgan in seiner zweiten Stellung hält.
Eine Kraftstoffeinspritzpumpe dieser Art ist nach der FR-OS 2013971 bekannt. Den beim Betrieb einer
luftverdichtenden, selbstzündenden Verbrennungskraftmaschine bestehenden Besonderheiten trägt diese
Kraftstoffeinspritzpumpe dadurch Rechnung, daß bei ihr die Kraftstoffzufuhr durch das Sperrsteuerorgan
beim Start freigegeben und bei Abstellung der Maschine sofort unterbrochen wird. Da beim Start eine über die
dem Vollastbetrieb entsprechende Einspritzmenge hinausgehende Einspritzmenge des Kraftstoffs zur
Verfügung stehen muß, muß das mit dem Gaspedal in Verbindung stehende Geschwindigkeitssteuerorgan in
seine äußerste Steuerstellung verschwenkt werden, die zugleich ausreicht, um die mittels der elektromagnetischen
Vorrichtung, welche zweckmäßig an den Startstromkreis angeschlossen ist, beaufschlagte Klinke in
eine Lage zu überführen, in welcher sie das Sperrsteuerorgan in seiner zweiten Stellung hält. Wenn zum
Zwecke des Abstellens der Maschine der Stromkreis unterbrochen wird, gibt die Klinke den Weg des
Sperrsteuerorgans sofort wieder frei, so daß letzteres in seine erste Stellung zurückkehrt.
Um diese Funktion zu gewährleisten, ist nach der FR-OS 2013971 das Sperrsteuerorgan über eine
Reglerwelle mit einem angelenkten Hebelsystem verbunden, welches seinerseits mit dem Gaspedal
betätigbar ist, so daß nach Durchtreten des Gaspedals beim Startvorgang das Sperrsteuerorgan in seine zweite
Stellung, also in die Fahrstellung, einrastet. Das Hebelsystem muß dann jedoch in der Fahrtstellung des
Sperrsteuerorgans Leerbewegungen entsprechend der Betätigung des Gaspedals ausführen, so daß das durch
die Gelenke ohnehin verhältnismäßig große Spiel im Laufe der Zeit noch durch unvermeidliche Verschleißerscheinungen
vergrößert wird. Ein zusätzliches Schleppglied ist erforderlich, um für die Gaspedalbewegungen
einen Ausgleich zu ermöglichen.
Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Bewegungsablauf
bei der Überführung des Sperrsteuerorgans in seine Fahrtstellung weitgehend spielfrei zu gestalten und vor
allem die hierfür bekannt gewesenen, ständig mit dem Gaspedal bewegten Betätigungsorgane weitgehend zu
vermeiden.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die elektromagnetische Vorrichtung in erregtem Zustand
zusätzlich die miteinander in Eingriff zu bringenden und normalerweise auf Abstand gehaltenen Eingriffsteile in
die Eingriffsstellung bringt und bis zu Auslösung der Klinke in dieser Stellung hält.
Auf diese Weise befindet sich das Eingriffsteil des Sperrsteuerorgans nur im vorübergehenden Eingriff mit
dem Eingriffsteil des Geschwindigkeitssteuerorgans und gerät außer Eingriff, sobald die Klinke ihre
Sperrfunktion übernommen hat. Das Eingiiffsteil des Geschwindigkeitssteuerorgans läßt sich mit nur einem
Arm an das vom Fahrer betätigbare Gaspedal anschließen, wobei zusätzliche Mittel für den Ausgleich
der jeweiligen Stellung des Gaspedals entbehrlich sind, weil die Eingriffsteile während der Fahrt nicht im
Eingriff miteinander stehen.
Das Eingriffsteil des Sperrsteuerorgans ist zweckmäßig einerseits gegen Verschwenkung in bezug auf das
Sperrsteuerorgan selbst gesichert und andererseits senkrecht zu dessen Verschwenkachse beweglich.
Durch diese Beweglichkeit kann es in Eingriff mit dem Eingriffsteil des Geschwindigkeitssteuerorgans gebracht
werden, wobei die relative Beweglichkeit zweckmäßig durch einen Schlitz im Eingiiffsteil des
Sperrrsteuerorgans gewährleistet wird.
Um einen sicheren Eingriff der Eingriffsteile zu gewährleisten, sind diese vorteilhaft mit Verzahnungen
ausgeführt. Sie lassen sich durch elastische Mittel außer Eingriff halten, wobei diese elastischen Mittel jedoch
durch die Wirkung der elektromagnetischen Vorrichtung in erregtem Zustand überwunden werden.
Zur weiteren Veranschaulichung der Erfindung wird auf die sich auf ein Ausführungsbeispiel beziehende
Zeichnung Bezug genommen. Darin zeigt
Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild einer mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung versehenen Maschine,
während
F i g. 2 eine seitliche Darstellung eines Teiles der neuen Vorrichtung wiedergibt.
Die Vorrichtung besteht aus einer Pumpe 6 mit mehreren Ausgängen 7 und wird über eine Welle 8 von
einer zugehörigen Maschine 9 angetrieben. Die Ausgänge 7 sind durch zeichnerisch nicht dargestellte
Schlauchleitungen mit gleichfalls nicht dargestellten Injektionsdüsen der Maschine verbunden. Dieser Teil
der Vorrichtung ist an sich bekannt. Weiterhin ist es auch bekannt, die Pumpe mit einem verschwenkbaren
Geschwindigkeitssteuerorgan 10 und einem verschwenkbaren Sperrsteuerorgan ti zu versehen. Die
Teile 10 und 11 sind in Form von Wellen ausgebildet, die
aus dem Pumpengehäuse herausragen. Das in F i g. 2 dargestellte Geschwindigkeitssteuerorgan ist mit einem
Arm 12 verbunden, der über das vom Fahrer betätigbare Gaspedal zwischen einer ersten, dargestellten
Stellung, in welcher die Mindestkraftstoffmenge von der Pumpe geliefert wird, und einer zweiten Stellung, in
welcher die höchste Kraftstoffmenge von der Fumpe geliefert wird, beweglich ist.
Das Sperrsteuerorgan U ist mit einem Arm 13 versehen, an dem eine Schraubenzugfeder 14 angreift.
Die Feder bewirkt eine Bewegung des Sperrsteuerorgans in seine erste Stellung, in welcher keine
Kraftstoffzufuhr zur Maschine erfolgt; die Sperrsteuerung ist weiterhin in eine zweite, in gestrichelten Linien
wiedergegebene Stellung gegen die Wirkung der Feder 14 beweglich, um eine Brennstoffzufuhr zur Maschine zu
ermöglichen.
Das Geschwindigkeitssteuerorgan 10 und das Sperrsteuerorgan 11 sind mit gegenseitig in Eingriff zu
bringenden Teilen 15, 16 versehen. Das Teil 15 ist mit
dem Geschwindigkeitssteuerorgan fest verbunden und weist eine periphere Verzahnung 17 auf. Weiterhin
besitzt das hiermit in Eingriff zu bringende Teil 16 eine entsprechende Verzahnung 18, jedoch \Λ das Teil 16 mit
dem Sperrsteuerorgan 11 nicht fest verbunden. Das für den Eingriff vorgesehene Teil 16 besitzt eine längliche
öffnung 19, in der eine Führung 20 beweglich ist, die ihrerseits mit dem Sperrsteuerorgan 11 in Verbindung
ίο steht. Das Eingriffsteil 16 kann sich somit in bezug auf
die Führung 20 verschieben; eine Haarnadelfeder 21 ist vorgesehen, die derart vor das Teil 16 drückt, daß die
Verzahnungen 17 und 18 außer Eingriff gelangen.
Weiterhin ist eine elektromagnetische Vorrichtung 22 erkennbar, die dann erregt ist, wenn sich ein
Steuerschalter des Fahrzeuges in seiner Einschaltstellung befindet. Die Vorrichtung 22 ist mit einem
Ausgangsteil 23 versehen, welches sich bei Erregung der Vorrichtung gemäß der Zeichnung nach rechts verschiebt.
Mit dem Ausgangsteil 23 steht ein Winkelhebel 24 in Verbindung, dessen einer Arm gelenkig am
Ausgangsteil 23 angreift und dessen anderer Arm 25 gegen eine periphere Fläche des Eingriffsteils 16 drückt.
Die beiden Arme des Winkelhebels sind in Bezug zueinander federbelastet; wenn die elektromagnetische
Vorrichtung 22 erregt ist, verschiebt der Arm 25 das Eingriffsteil 16 gegen die Wirkung der Feder 21 derart,
daß die Verzahnungen 17 und 18 miteinander in Eingriff gelangen.
Sowie die Verzahnungen 17 und 18 miteinander in Eingriff stehen, bewirkt eine Verschwenkung des
Geschwindigkeitssteuerorgans 10 zwischen der ersten und zweiten Stellung eine Bewegung des Sperrsteuerorgans
11 zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung. Um das Sperrsteuerorgan in seiner zweiten
Stellung zu halten, ist die Umfangsfläche des Eingriffsteils mit einer Stufe 26 versehen, die mit dem Ende einer
vom Arm 25 des Winkelhebels 24 gebildeten Klinke in Eingriff steht, wenn das Sperrsteuerorgan seine zweite
Stellung eingenommen hat. Wenn das Sperrsteuerorgan 13 in seine zweite Stellung bewegt wird, ist der darüber
hinaus vom Arm 25 auf den Umfang der Scheibe ausgeübte Druck zu schwach, um die Wirkung der Feder
21 zu überwinden, so daß das Eingriffsteil 16 unter der Wirkung der Feder 21 eine Verschiebung erfährt, als
deren Folge die Verzahnungen 17 und 18 außer Eingriff gelangen. Sowie dies erfolgt ist, läßt sich das
Geschwindigkeitssteuerorgan zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung bewegen, ohne daß auf das
Sperrsteuerorgan irgendeine Bewegung übertragen wird.
Wenn der Fahrer die Maschine ausschalten will, ist es lediglich notwendig, die elektromagnetische Vorrichtung
22 abzuschalten, welche mit einer Feder versehen ist, die eine Bewegung des Winkelhebels 24 derart
bewirkt, daß dessen Arm 25 aus dem Eingriff mit der üufe 26 bewegt wird. Daraufhin schwenkt die Feder 14
das Sperrsteuerorgan in seine erste Stellung, wodurch jegliche weitere Kraftstoffzufuhr zur Maschine durch
die Vorrichtung unterbrochen wird.
Hierzu 1 Blatt'.
Claims (8)
1. Kraftstoffeinspritzpumpe für luftverdichtende, selbstzündende Verbrennungskraftmaschinen, mit
einem verschwenkbaren Sperrsteuerorgan, wobei ein Geschwindigkeitssteuerorgan während des Betriebes
die von der Pumpe geförderte Kraftstoffmenge steuert und das Sperrsteuerorgan die
Kraftstoffzufuhr der Pumpe in einer ersten Stellung unterbricht, in welcher Stellung es durch elastische
Mittel gehalten ist, und das Sperrsteuerorgan und das Geschwindigkeitssteuerorgan miteinander in
Eingriff zu bringende Eingriffsteile aufweisen, die bei einer Verschwenkung des Geschwindigkeitssteuer- i·,
organs eine Verschwenkung des Sperrsteuerorgans aus seiner ersten Stellung in eine zweite, die
Kraftstoffzufuhr öffnende Stellung bewirken, und wobei eine durch eine bei erwünschter Kraftstoffzufuhr
erregte elektromagnetische Vorrichtung auslösbare Klinke das Sperrsteuerorgan in seiner
zweiten Stellung hält, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektromagnetische Vorrichtung (22) in erregtem Zustand zusätzlich die miteinander in Eingriff zu bringenden und normalerweise
auf Abstand gehaltenen Eingriffsteile (15, 16) in die Eingriffsstellung bringt und bis zur Auslösung
der Klinke in dieser Stellung hält.
2 Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffsteil (16)
des Sperrsteuerorgans (11) gegen Verschwenkung in bezug auf das Sperrsteuerorgan (11) gesichert und in
bezug auf das Sperrsteuerorgan ill) senkrecht zu dessen Verschwenkachse beweglich ist.
3. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffsteil (16)
des Sperrsteuerorgans (11) mit einem Schlitz (19) versehen ist, und daß das Sperrsteuerorgan (11) die
relative Bewegung gestattet.
4. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingriffsteile (15,
16) mit Verzahnungen (17,18) ausgeführt sind.
5. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß elastische Mittel
vorgesehen sind, die die Eingriffsteile (15, 16) außer Eingriff halten, wobei die elastischen Mittel durch
die Wirkung der elektromagnetischen Vorrichtung (22) in erregtem Zustand überwunden werden.
6. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Mittel
von einer Feder (21) gebildet sind, die zwischen dem Sperrsteuerorgan (11) und dem diesem zugeordneten
Eingriffsteil (16) angeordnet ist.
7. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke von einem
Arm (25) eines Winkelhebels (24) gebildet ist, dessen anderer Arm an einem zur elektromagnetischen
Vorrichtung (22) gehörenden Teil angreift.
8. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme des Winkelhebeis
(24) sich elastisch aneinander abstützen.
Applications Claiming Priority (1)
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