DE3532670A1 - Elektromagnetische abstellvorrichtung fuer eine brennkraftmaschine - Google Patents
Elektromagnetische abstellvorrichtung fuer eine brennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Abstellvor
richtung einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Die elektromagnetische Abstellvorrichtung, in der Regel
ausgeführt als Hubmagnet, dient zur schnellen und auch au
tomatisch steuerbaren Abstellung sowie zur Fernabstellung
einer Brennkraftmaschine. Abweichungen von vorgegebenen
Grenzwerten, beispielsweise nicht ausreichender Öldruck
der Brennkraftmaschine, werden elektrisch umgesetzt und an
das Betätigungsorgan weitergegeben, zwecks Stillsetzung
und damit Schutz der Brennkraftmaschine. Weiter wird diese
elektrische Abstellung bei Einbauten von Brennkraftmaschi
nen gewählt, die dem Bedienungspersonal keinen freien Zu
gang ermöglichen und ein Betätigungsgestänge aufwendig und
auch nicht problemfrei zu installieren ist.
Bekannt sind elektromagnetische Abstellvorrichtungen, die
auf die Regelstange oder über separate Abstellhebel auf
die Einspritzpumpe wirken. Hierbei kann die Abstellung so
ausgebildet sein, daß das Betätigungsorgan direkt auf die
Regelstange bzw. den Abstellhebel wirkt oder über ein Ge
stänge mit Umlenkhebel. Eine Anordnung einer elektromagne
tischen Abstellvorrichtung, bestehend aus einem Betäti
gungsorgan (Hubmagnet), das über einen Umlenkhebel auf die
Regelstange wirkt, ist aus der KHD-Ersatzteilliste Nr. 297
3579, S. 69 für den Motor FL 413 FR bekannt.
Nachteilig bei dieser Ausgestaltung ist die ungünstige
Kraft-Weg-Charakteristik der Hubmagnete, die vorzugsweise
als Betätigungsorgan Verwendung finden und daher groß di
mensioniert sind, d. h. bei gleichbleibender Verstellkraft
für die Regelstange über den ganzen Verstellweg ergibt
sich ein Betätigungsorgan (Hubmagnet), das bei Hubbeginn
eine gerade ausreichende Stellkraft aufweist und bei Hub
ende ein großes überschüssiges Arbeitsvermögen vorhanden
ist, aufgrund der besonderen Hubmagnet-Charakteristik. Ei
ne solche konventionelle Anordnung der elektromagnetischen
Abstellvorrichtung einschließlich des zugehörigen Gestän
ges außerhalb des Motors vergrößert damit häufig die Mo
torkontur und kann auf Einbauten erschwerend einwirken.
Außerdem bedarf das Gestänge, insbesondere Gelenke und Um
lenkhebel, einer Wartung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kompakt
bauende elektromagnetische Abstellvorrichtung mit ausrei
chender Stellkraft für die Verschiebung der Regelstange zu
realilsieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Verhältnis der Hebelübersetzung zwischen dem Betätigungs
organ und der Regelstange über den Hub des Betätigungsor
gans veränderlich ist. Durch die veränderliche Hebelüber
setzung wird eine Anpassung der Kraft-Weg-Charakteristik
des Betätigungsorgans, vorzugsweise Hubmagnet, an die der
Regelstange erreicht. Mit dieser Lösung können vorteilhaft
kleinbauende Hubmagneten eingesetzt werden, die nicht stö
rend auf die äußere Motorkontur Einfluß nehmen. Die Anpas
sung der Kraft-Weg-Charakteristik wird erreicht, indem der
Ausrück- und der Betätigungshebel, die Hubbewegung des Be
tätigungsorgans stark übersetzt überträgt. Durch eine be
sondere Ausgestaltung der Hebel wird eine veränderliche
Übersetzung, bezogen auf den Weg des Betätigungsorgans,
erreicht. Die sich verändernden Übersetzungsverältnisse
bewirken eine große Schwenkbewegung (Schwenkwinkel) des
Betätigungshebels. Diese Anordnung übersetzt den Weg des
Hubmagneten dreifach auf den Regelstangenweg. Die Hebel
übersetzung bewirkt, daß der Betätigungshebel durch den
großen Winkelausschlag am äußeren Ende des langen Schen
kels einen großen Weg umschreibt. Durch die Winkelbewegung
ändern sich auch die kraftübertragenden Hebelarme sehr
stark, so daß bei geringem Kraftangebot des Magneten bei
Beginn des Hubes ein großer Hebelarm und bei großer Hub
kraft ein kleiner Hebelarm vorliegt. Aufgrund dieser He
belübersetzung ist eine vorteilhafte Anpassung der
Kraft-Weg-Charakteristik der Regelstange auf das Betäti
gungsorgan erzielt, und damit sind kleiner dimensionierte
Hubmagnete einsetzbar. Entscheidend für die Funktion ist
das zur Verfügung stehende resultierende Drehmoment aus
Hubmagnetkraft allein, bzw. vorteilhaft unterstützt bei
spielsweise durch die Federkraft einer Zugfeder, am Betä
tigungshebel, das stets größer sein muß als das der Ver
stellbewegung der Regelstange entgegenwirkende Moment
durch die Durckfeder bzw. durch die Druckfeder unterstützt
durch die Kraft der Zugfeder.
Nach Anspruch 2 wird die Hubbewegung des Betätigungsorgans
auf den fast rechtwinklig zum Betätigungsorgan angeordne
ten Ausrückhebel übertragen, der die Bewegung direkt auf
den Betätigungshebel leitet und auf die Regelstange um
setzt. Mit dieser Anordnung läßt sich vorteilhaft die er
findungsgemäße elektromagnetische Abstellvorrichtung auf
eine Schaltungsart des Betätigungsorgans, bei dem im
stromlosen, unbetätigten Zustand die Regelstange in der
Stopstellung gehalten wird, anwenden.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß am Betätigungs
organ ein Schenkel des Ausrückhebels in Form eines Winkel
hebels anliegt, und dessen anderer Schenkel um fast 90°
versetzt angeordnet ist, an dessen vom Drehpunkt entfern
ten Ende eine Stange angelenkt ist, die den Ausrückhebel
mit dem Betätigungshebel verbindet. Die Druckfeder der Re
gelstange bewirkt eine kraftschlüssige Verbindung zwischen
Betätigungshebel und Regelstange. Mit dieser Ausführungs
form erreicht man bei nicht geschaltetem Betätigungsorgan
die Betriebsstellung der Regelstange.
Nach Anspruch 4 sind die sich berührenden Enden des Aus
rück- und Betätigungshebels abgerundet und rollen aufein
ander ab. Die sich verändernde Abrundung verläuft bei bei
den Hebeln entgegengesetzt, d. h. der Radius zum Drehpunkt
verändert sich kontinuierlich vom Anfang bis zum Ende der
Rundung. Diese Gestaltung ermöglicht eine exakt bestimmba
re, veränderliche Wegübersetzung durch eine entsprechend
gefertigte Abrundung der Hebelenden in Form eines Bogens.
Als eine weitere Möglichkeit ist eine Verzahnung vorteil
haft. Die sich berührenden, abgerundeten Enden des Aus
rück- und Betätigungshebels sind miteinander verbunden
durch eine Verzahnung, die auch eine veränderliche Hebel
übersetzung gestattet, durch zueinander gegenläufig sich
verändernde Radien der Verzahnung aus Sicht der jeweiligen
Drehpunkte der Hebel. Diese Lösung gleicht Toleranzfehler
in Grenzen aus und gewährleistet die Funktion selbst bei
Verschleiß.
Der Erfindungsgedanke sieht weiter vor, daß das freie Ende
des Betätigungshebels, d. h. das vom Drehpunkt am entfern
test liegende Ende, an der Auflage der Regelstange an
liegt. Diese Ausgestaltung bietet den Vorteil einer direk
ten Betätigung ohne den Einsatz einer Verbindungsstange.
Mit Hilfe von Zugfedern, die am Betätigungshebel befestigt
sind, wird eine gewollte Lage des Betätigungshebels er
reicht und damit auch die Stellung der Regelstange be
stimmt. Die Zugfeder ist einsetzbar bei der elektromagne
tischen Abstellvorrichtung, die bei stromlosem Betäti
gungsorgan die Regelstange in der Stopstellung hält, d. h.
die Zugfeder ist stärker als die Druckfeder der Regelstan
ge und verschiebt daher die Regelstange.
Nach Anspruch 8 der vorliegenden Erfindung erfolgt die
veränderliche Hebelübersetzung in zwei Schritten. Die
kleinere Übersetzungsstufe ergibt sich zwischen den Aus
rück- und Betätigungshebel, die entweder direkt ineinan
dergreifen oder über eine Stange miteinander verbunden
sind. Unterschiedliche Schenkellängen bzw. unterschiedlich
entgegengesetzt zueinander ausgeführte Rundungen laufen
aufeinander ab. Die zweite und größere, sich kontinuier
lich verändernde Hebelübersetzung erfolgt zwischen dem Be
tätigungshebel und der Regelstange. Aufgrund des freien,
gekrümmt ausgeführten Betätigungshebels verlagert sich
ständig der Angreifpunkt des Betätigungshebels an der Auf
lage der Regelstange und damit der sich ergebende, für die
Übersetzung entscheidende Hebelarm zwischen Lagermitte vom
Betätigungshebel und den Angreifpunkt an der Regelstange.
Dieser Erfindungsgedanke erlaubt eine Vielzahl von verän
derlichen Hebelübersetzungen, die auf verschiedene Brenn
kraftmaschinen abgestimmt einsetzbar sind.
Die Anordnung der Ausrückhebel und Betätigungshebel ist
vorteilhaft im Innern der Brennkraftmaschine, vorzugsweise
im Kurbelgehäuse vorgesehen. Der Einbau im Motorinnern
wirkt sich auf die Außenabmessungen der Brennkraftmaschine
nicht nachteilig aus. Weiter kann die Funktion durch äuße
re Einflüsse, beispielsweise Staub, nicht beeinträchtigt
werden. Eine erforderliche Wartung der Gelenke der Hebel
in Form regelmäßiger Schmierung kann entfallen, da im In
nern der Brennkraftmaschine ein ausreichender Ölnebel vor
herrscht.
Nach Anspruch 10 ist die elektromagnetische Abstellvor
richtung einer Brennkraftmaschine so ausgeführt, daß im
ausgeschalteten, stromlosen Zustand des Betätigungsorgans
(Hubmagnet) die Regelstange in der Stop-Stellung gehalten
wird. Diese Schaltungsart bietet den Vorteil, daß der Hub
magnet vor dem Motorstart beispielsweise durch Verbindung
mit dem Zündschloß angesteuert wird und so die Brennkraft
maschine, vorzugsweise Dieselmotor, mit dem Zündschlüssel
gestartet und abgestellt werden kann. Ausgelöst durch die
Zündschlüsselbetätigung wird der mit der Regelstange in
Verbindung stehende Betätigungshebel in die Startstellung
gebracht. Dies geschieht durch die Hubkraft des Betäti
gungsorgans, die auf den Ausrückhebel wirkt, der wieder
direkt mit dem Betätigungshebel in Eingriff steht. Der
Hubkraft entgegen wirkt die Kraft der Zugfeder, die am Be
tätigungshebel angelenkt ist, die versucht die Regelstange
über dem Betätigungshebel in der Stop-Stellung zu halten.
Vorteilhaft erweist sich eine solche Lage des Betätigungs
hebels nach der Zündschlüsselbetätigung, die erlaubt, daß
die Regelstange in eine Startmehrmengenposition gebracht
werden kann, notwendig für Kaltstarts. Die Regelstangen
verstellung entgegen der Kraftrichtung der Zugfeder wird
dadurch ermöglicht, daß bei Beginn der Verschiebung der
Regelstange die Hubkraft des Betätigungsorgans zwar klein,
der Hebelarm für die Krafteinleitung jedoch groß ist. Das
Betätigungsorgan wird zusätzlich unterstützt durch die
Druckfeder der Regelstange, die der Kraft der Zugfeder
entgegenwirkt. Bedingt durch die Kraft/Weg-Charakteristik
des Betätigungsorgans findet zum Hubende eine Umkehrung
statt. Die Kraft des Betätigungsorgans (Hubmagnet) er
reicht den höchsten Wert bei kleiner werdenden Hebelarmen.
Die Hubkraftzunahme ist so groß, daß auch die größere Fe
derkraft der Zugfeder bei gleichzeitiger Verringung der
Druckfederkraft kompensiert wird. Für diese Schaltungsart
des Betätigungsorgans wählt man vorzugsweise Hubmagneten
mit einer Einschaltdauer von 100%. Anstelle einer Zugfeder
ist beispielsweise auch eine Spiralfeder oder eine andere
Art eines Kraftspeichers einsetzbar.
Der Erfindungsgedanke erlaubt darüber hinaus auch eine
weitere Anordnung des Ausrückhebels und des Betätigungshe
bels, bei der im ausgeschalteten, stromlosen Zustand des
Betätigungsorgans die Regelstange für den Regelbetrieb
freigegeben wird. Bei dieser Anordnung erfolgt die Abstel
lung der Brennkraftmaschine durch Einschalten des Betäti
gungsorgans, vorzugsweise Hubmagnet. Durch das eingeschal
tete Betätigungsorgan wird die Regelstange über den Aus
rückhebel und den Betätigungshebel verbunden durch eine
Verbindungsstange, in Richtung Null-Förderung der Ein
spritzpumpe bewegt. Die Hubkraft des Betätigungsorgans
überwindet bei Hubbeginn die Kraft der Druckfeder für die
Regelstange, wie auch die Zugfederkraft, die dazu dient,
daß Ausrück- und Betätigungshebel kraftschlüssig am Betä
tigungsorgan anliegen. Der Erfindungsgedanke sieht bei
dieser Schaltungsart vor, daß bei der sich verändernden
Hebelübersetzung während des Hubs die Kraft der Zugfeder,
die bei Hubbeginn mit überwunden werden muß, das Betäti
gungsglied unterstützt. Für einen erneuten Start der
Brennkraftmaschine, dies ist nur möglich bei stromlosem
Betätigungsorgan, folgt die Rückstellung der Regelstange
durch eine Druckfeder. Mit dieser Schaltungsart können
z. B. Sicherheitsschalter an einem Gerät angebracht werden
zur schnellen Abstellung der Brennkraftmaschine, bei
spielsweise bei Gefahr, wobei lediglich die Brennkraftma
schine stillgesetzt wird, jedoch die Beleuchtung über die
im Gerät befindliche Stromversorgung davon nicht betroffen
ist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nach
folgenden Beschreibung und den Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 eine elektromagnetische Abstellungsvorrichtung im
stromlosen Zustand und eine Regelstange in der
Stop-Stellung,
Fig. 2 eine elektromagnetische Abstellungsvorrichtung im
stromlosen Zustand, verbunden mit einer Regelstange
in der Betriebsstellung,
Fig. 3 Hubmagnetkennlinien für eine konventionelle Motor
abstellung,
Fig. 4 Hubmagnetkennlinien für eine Motorabstellung nach
dem Erfindungsgedanken.
Fig. 1 zeigt eine elektromagnetische Abstellvorrichtung,
bei der im stromlosen Zustand des Betätigungsorgans 1 die
Regelstange 8 in der Stopstellung gehalten wird. Die Ab
stellungsvorrichtung ist teilweise eingebaut in einer
Brennkraftmaschine, von der andeutungsweise nur der vorde
re Deckel 9 dargestellt ist. Das Betätigungsorgan 1, aus
geführt als Hubmagnet, ist mit dem Zwischenflansch 2 ver
bunden, der dichtend durch den Rundgummiring 13 im vordere
Deckel 9 eingepaßt und befestigt ist. Das Betätigungsorgan
1 ist versehen mit dem Magnetstößel 6, der im Betätigungs
organ 1 mittig angeordnet ist. Im stromlosen, nicht betä
tigten Zustand ragt der Magnetstößel 6 nur gering aus dem
Zwischenflansch 2 hervor. Kraftschlüssig durch die Zugfe
der 5 liegt der Ausrückhebel 3 am Magnetstößel 6 an. Der
Ausrückhebel 3 ist im Lager 12 befestigt, das auf dem Zwi
schenflansch 2 angeordnet ist, und besitzt am vom Dreh
punkt 12 entgegengesetzten Ende eine Kurvenform 19. Ange
paßt an die Kurvenform 19 des Ausrückhebels 3 ist die des
Betätigungshebels 4. Die Zugfeder 5 ist zwischen dem Dreh
punkt vom Ausrückhebel 3 und einem seitlichen Ansatz am
Betätigungshebel 4 eingehängt. Die Hubbewegung des Mag
netstößels 6 wird vom Ausrückhebel 3 auf den Betätigungs
hebel 4 über die spezielle Kuvenform 19 übertragen. Das
Lager 11 ist für den Betätigungshebel 4 vorgesehen und be
findet sich auf dem Zwischenflansch 2. Der Betätigungshe
bel 4 besitzt am gegenüberliegenden Ende der Kurvenform 19
einen langen, zungenförmig ausgebildeten Schenkel mit ei
ner Abrundung, die als Gleitfläche für die Verstellung der
Regelstange 8 dient. Die Regelstange 8 befindet sich in
der Führung 10, auf die sich einseitig in Richtung zum Be
tätigungshebel 4 die Druckfeder 7 abstützt, das andere En
de der Druckfeder 7 liegt an der Auflage 21 der Regelstan
ge 8 an. Die Führung 10 ist wiederum eingepaßt in das Kur
belgehäuse 20, welches sich zwischen dem vorderen Deckel 9
und einer nicht dargestellten Kraftstoffeinspritzpumpe be
findet. Die große Übersetzung erfolgt bei dieser Gestal
tungsform, indem der Ausrückhebel 3 im großen Abstand zum
Drehpunkt im Lager 12 vom Magnetstößel 6 betätigt wird und
das Ende des Ausrückhebels 3, die Kurvenform 19, einen re
lativ kleinen Weg umfährt. Die Hebellänge von der Kurven
form 19 zum Drehpunkt im Lager 11 ist beim Betätigungshe
bel 4 wesentlich geringer als beim Ausrückhebel 3, wodurch
sich eine große Wegübersetzung ergibt. Der lange Schenkel
des Betätigungshebels macht beim Hub des Magnetstößels 6
einen gleichgroßen Winkelausschlag wie die Kurvenform 19
des Betätigungshebels 4, umschreibt jedoch einen wesent
lich weiteren Weg aufgrund der größeren Hebellänge.
Das Einschalten des Betätigungsorgans 1 bewirkt ein Aus
fahren des Magnetstößels 6 in Pfeilrichtung A (Gegenuhr
zeigersinn) vom Wert 5 in Richtung O des Hubes, der gestri
chelt gezeichnet wurde. In die gleiche Pfeilrichtung um
den Lagerpunkt 12 drehend bewegt sich dabei der Ausrückhe
bel 3. Mit dem Betätigungshebel 4 steht der Ausrückhebel 3
über eine gegenläufig ausgeführte, sich verändernde abge
rundete Form der Hebelenden im Eingriff und bewirkt ein
gegenseitiges Abrollen der Hebel. Durch das Abrollen wird
die Drehrichtung von Ausrückhebel 3 für den Betätigungshe
bel 4 umgekehrt, der sich im Uhrzeigersinn, Pfeilrichtung
B, bewegt. Der durch den Magnetstößel 6 erzeugte Hub, um
gesetzt durch die Ausrück- und Betätigungshebel, gibt die
Regelstange, unterstützt durch die Druckfeder 7, in Rich
tung C frei.
Die dargestellte Anordnung von Ausrück- und Betätigungshe
bel kommt der Kraft/Weg-Charakteristik des Betätigungsor
gans 1 (Hubmagnet) entgegen. Das für diese elektromagneti
schen Abstellvorrichtungen gemäß Fig. 1 und 2 verwendete
Betätigungsorgan 1 (Hubmagnet) ist so konzipiert, daß die
Hubkraft im Punkt O des eingezeichneten Stößelhubes den
größten Wert erreicht, der zum Hubanfang, Punkt 5 abnimmt.
Erreicht wird dieser Hubkraftverlauf durch einen großen
Abstand im Hubmagnet zwischen Anker und Spule am Huban
fang, der sich bei größer werdendem Hub verringert mit
gleichzeitiger Hubkraftzunahme. Die bei Hubbeginn vorhan
dene kleine Hubkraft überwindet die entgegenwirkende Fe
derkraft der Zugfeder 5 mit Unterstützung der Kraft der
Druckfeder 7. Bei weiterem Hub wird die Bewegung stark
übersetzt, der Betätigungshebel 4 gleitet dabei auf der
Auflage 21 der Regelstange 8 weiter zur Mittelachse der
Regelstage bei gleichzeitiger Drehbewegung in Richtung B.
Mit zunehmendem Hub des Magnetstößels 6 vergrößert sich
dessen Stellkraft. Diese Kraft, unterstützt durch die Fe
derkraft der Druckfeder 7, ist größer als die Kraft der
Zugfeder 5, die mit zunehmendem Hub steigt. Der Hebelarm
für die Druckfeder der Regelstange 8 ergibt sich zwischen
dem Berührungspunkt des Betätigungshebels 4 an der Auflage
21 und der Mitte vom Lager 11. Die Zunahme der Hubkraft
des Betätigungsorgans 1 bei zunehmendem Hub entspricht der
Elektromagnet-Charakteristik.
Fig. 2 zeigt eine im Aufbau nahezu identische elektromag
netische Abstellung wie Fig. 1. Auch hier ist das Betäti
gungsorgan 1 ausgeführt als Hubmagnet und mit dem Zwi
schenflansch 2 verbunden, der dichtend durch den Rundgum
miring 13 im vorderen Deckel 9 eingesetzt ist. In der Mit
te vom Zwischenflansch 2 ist nur gering über die Außenkon
tur im stromlosen, unbetätigten Zustand hinausragend der
Magnetstößel 6 sichtbar. Am Magnetstößel 6 anliegend be
findet sich ein Schenkel des Ausrückhebels 14, der im La
ger 12, welches sich auf dem Zwischenflansch 2 befindet,
drehbar gelagert ist. Ein zweiter Schenkel des Ausrückhe
bels 14 mit fast identischer Schenkellänge ist im Winkel
von ca. 90° vom ersten angeordnet und besitzt am Ende eine
drehbare Befestigung für die Stange 17, die eine Verbin
dung zum Betätigungshebel 15 herstellt. Die Anlenkung der
Stange 17 am Betätigungshebel 15 erfolgt in einem wesent
lich geringeren Abstand zum Drehpunkt im Lager 11 für den
Betätigungshebel 15 als beim vergleichbaren Ausrückhebel
14 zum Lager 12. Diese Anordnung bedingt eine starke Über
setzung, und so umschreibt das vom Lager 11 entfernt lie
gende Ende des besonders lang ausgeführten Schenkels vom
Betätigungshebel 15 einen großen Weg und damit eine große
Verstellung der Regelstange 8, die an der Kurvenbahn des
Betätigungshebels 15 anliegt. Durch die Hebelübersetzung
zwischen dem Ausrückhebel 14 und dem Betätigungshebel 15
wird der Hub des Magnetstößels 6 ca. verdreifacht. Die Re
gelstange 8 wird durch die Druckfeder 18, die zwischen der
Führung 10 und der Auflage 21 der Regelstange 8 angeordnet
ist, gegen den Betätigungshebel 15 gedrückt. Zur Feder
kraft der Druckfeder 18 addiert sich die Kraft der Zugfe
der 16. Die Summe beider Kräfte muß vom Betätigungsorgan 1
überwunden werden zur Verstellung der Regelstange 8. Die
Führung 10 für die Regelstange 8 befindet sich im Kurbel
gehäuse 20, das sich zwischen dem vorderen Deckel 9 und
einer nicht dargestellten Einspritzpumpe befindet.
Ein Abstellen der Brennkraftmaschine erfolgt mit dieser
Abstellvorrichtung, indem das Betätigungsorgan 1 geschal
tet wird und der Magnetstößel 6 in Richtung A ausfährt und
dabei den als Winkelhebel ausgeführten Ausrückhebel 14 im
Gegenuhrzeigersinn verdreht. Am zweiten Schenkel des Aus
rückhebels ist eine Stange 17 angeordnet, die eine Verbin
dung zum Betätigungshebel 15 herstellt und diesen dadurch
ebenso im Gegenuhrzeigersinn in Pfeilrichtung B verdreht.
Als Folge dieser Bewegung wird durch das kraftschlüssige
Anliegen des Betätigungshebels 15 an der Auflage 21 die
Regelstange 8 in Richtung C verschoben und damit die Ein
spritzpumpe in die Stopstellung gebracht.
Auch diese Abstellvorrichtung ist in Anlehnung an die
Kraft/Weg-Charakteristik des Betätigungsorgans 1 (Hubmag
net) ausgelegt. Die kleine Hubkraft des Betätigungsorgans
1 bei Hubbeginn muß die Federkräfte der Zugfeder 16 und
der Druckfeder 18 überwinden, die zusammen kleiner als die
Hubkraft sind. Der Hub des Betätigungsorgans 1, der vom
Ausrückhebel 14 aufgrund gleicher Schenkellängen in glei
cher Größe auf einen Anlenkpunkt am Betätigungshebel 15
übertragen wird, erfährt eine große Übersetzung, da der
Anlenkpunkt sich in einem geringen Abstand zum Drehpunkt
des Betätigungshebels 15 im Lager 11 befindet. Das Betäti
gungsorgan 1 erfährt eine Hubkraftentlastung, sobald der
Betätigungshebel 15 soweit in Richtung B gedreht ist, bis
der Anlenkpunkt der Zugfeder 16 im Betätigungshebel 15 die
Verbindungsachse zwischen den Mittelpunkten von Lagern 11,
12 in der Verlängerung zur Regelstange 8 überschritten
hat. Die Kraft der Zugfeder 16 unterstützt nun die Hub
kraft des Betätigungsorgans 1. Die nun zusammenwirkende
Kraft des Betätigungsorgans 1 und der Zugfeder 16 ist grö
ßer als die mit dem Hub zunehmende Kraft der Druckfeder 18.
Das für diese Anordnung verwendete Betätigungsorgan mit
der größten Hubkraft am Hubende eignet sich vorteilhaft
für diese Abstellvorrichtung. Zum Hubende verändert sich
der für die Übersetzung wirksame Hebelarm zwischen dem An
greifpunkt des Betätigungshebels 15 an der Auflage 21 und
dem Drehpunkt, Mitte vom Lager 11, und erreicht den klein
sten Wert aufgrund der gekrümmten Gestaltung des Betäti
gungshebels 15.
Fig. 3 zeigt Kennlinien des Betätigungsorgans 1, ausge
führt als Hubmagnet, bei der bisherigen, konventionellen
Motorabstellung in der Stop-Stellung des Motors bei strom
losem Betätigungsorgan 1. Die über den gesamten Hub
gleichbleibende Stellkraft bewirkt aufgrund der speziellen
Kraft/Weg-Charakteristik von Elektromagneten das große
überschüssige Arbeitsvermögen und als weitere Folge die
Verwendung groß dimensionierter Hubmagnete für die elek
tromagnetische Abstellvorrichtung von Brennkraftmaschinen.
Fig. 4 zeigt die erforderliche Kennlinie des Betätigungs
organs (Hubmagnet) für eine gleiche Schaltungsart des Be
tätigungsorgans 1 wie in Fig. 3, jedoch mit einer verän
derlichen Hubübersetzung. Die Kennlinie verdeutlicht die
Reduzierung des Überschußarbeitsvermögens, die ermöglicht
wird durch die Hubverringerung auf ca. 1/3, bedingt durch
die Übersetzung zwischen dem Ausrückhebel 3 und dem Betä
tigungshebel 4. In der Fig. 4 mit aufgeführt ist auch die
sich daraus ergebende erforderliche, wesentlich kleinere
Hubmagnetgröße.
Durch die besondere Hubmagnetkonzeption ergibt sich ein
für diese Betätigungsorgane unüblicher Kraft/Weg-Verlauf
in der Form, daß die Stellkraft mit zunehmendem Hub an
steigt.
Aus diesem Grund wurde auch die Hubanzeige entsprechend
gekennzeichnet, siehe Fig. 1 und 2. Der Maximale Hub ist
mit 0 bezeichnet, der Minimalwert dagegen mit 5.
Claims (11)
1. Elektromagnetische Abstellvorrichtung für die
Kraftstoffeinspritzpumpe einer Brennkraftmaschine, mit ei
nem Betätigungsorgan (1), dessen Hub über eine Hebelüber
setzung auf die Regelstange (8) der Kraftstoffeinspritz
pumpe wirkt, wobei die Regelstange (8) bei Maximalhub des
Betätigungsorgan (1) in eine zur Abstellung der Brenn
kraftmaschine erforderliche Extremlage verschoben wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Hebelüber
setzung zwischen dem Betätigungsorgan (1) und der Regel
stange (8) über den Hub des Betätigungsorgans (1) verän
derlich ist.
2. Elektromagnetische Abstellvorrichtung für die
Kraftstoffeinspritzpumpe einer Brennkraftmaschine nach An
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebelübersetzung
durch einen um eine Drehachse in einem Lager (12) ver
schwenkbaren Ausrückhebel (3) erfolgt, wobei der Ausrück
hebel (3) mit einem Ende auf einen Betätigungshebel (4)
wirkt, der an der Regelstange (8) anliegt.
3. Elektromagnetische Abstellungvorrichtung nach An
spruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausrückhebel
(14) ein Winkelhebel ist, dessen einer Schenkel am Betäti
gungsorgan (1) anliegt und dessen anderer Schenkel über
eine Stange (17) mit dem Betätigungshebel (15) verbunden
ist, der an der Regelstange (8) anliegt.
4. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich berührenden Enden
des Ausrückhebels (3) und des Betätigungshebels (4) abge
rundet sind und mit Änderung des Hebelübersetzungsverhält
nisses aufeinander abrollen.
5. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich berührenden Enden
des Ausrückhebels (3) und des Betätigungshebels (4) abge
rundet sind und durch eine Verzahnung miteinander verbun
den sind, die eine veränderliche Hebelübersetzung gestat
tet.
6. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Betätigungshebel (4, 15) mit seinem freien Ende an ei
ner Auflage (21) der Regelstange (8) anliegt.
7. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Zugfeder (5, 16) am Betätigungshebel (4, 15) befe
stigt ist, die eine gewollte Lage des Betätigungshebel (4,
15) und damit der Regelstange (8) in Verbindung mit einem
ständigen kraftschlüssigen Anliegen des Ausrückhebels (3,
14) am Betätigungsorgan (1) erlaubt.
8. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die veränderliche Hebelübersetzung in zwei Schritten er
folgt.
9. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausrückhebel (3, 14) und Betätigungshebel (4, 15) im
Innern der Brennkraftmaschine, vorzugsweise durch den vor
deren Deckel (9) geschützt angeordnet ist.
10. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausrückhebel (3) und der Betätigungshebel (4) im
stromlosen Zustand des das Betätigungsorgan bildenden
Elektromagneten (1) die Regelstange (8) in der Stopstel
lung halten.
11. Elektromagnetische Abstellvorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausrückhebel (14) und der Betätigungshebel (15) im
stromlosen Zustand des das Betätigungsorgan bildenden
Elektromagneten (1) die Regelstange (8) für den Regelbe
trieb freigegeben.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853532670 DE3532670A1 (de) | 1985-09-13 | 1985-09-13 | Elektromagnetische abstellvorrichtung fuer eine brennkraftmaschine |
| EP86112628A EP0218927B1 (de) | 1985-09-13 | 1986-09-12 | Elektromagnetische Abstellvorrichtung für eine Brennkraftmaschine |
| DE8686112628T DE3677126D1 (de) | 1985-09-13 | 1986-09-12 | Elektromagnetische abstellvorrichtung fuer eine brennkraftmaschine. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853532670 DE3532670A1 (de) | 1985-09-13 | 1985-09-13 | Elektromagnetische abstellvorrichtung fuer eine brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3532670A1 true DE3532670A1 (de) | 1987-03-26 |
Family
ID=6280850
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19853532670 Withdrawn DE3532670A1 (de) | 1985-09-13 | 1985-09-13 | Elektromagnetische abstellvorrichtung fuer eine brennkraftmaschine |
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| DE8686112628T Expired - Lifetime DE3677126D1 (de) | 1985-09-13 | 1986-09-12 | Elektromagnetische abstellvorrichtung fuer eine brennkraftmaschine. |
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|---|---|
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| DE (2) | DE3532670A1 (de) |
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