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"Kamera" Die Erfindung betrifft eine Kamera, mit der mehrere Abschnitte
getrennt eines Filmrahmens in der Filmebene/voneinander einzeln belichtet werden
können.
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Solche Kameras eignen sich besonders gut zur Herstellung von Paßbildern.
Es hat sich auf diesem Gebiet aus mehreren Gründen als besonders effektiv und nützlich
herausgestellt, eine Kamera zu verwenden, die mehrere Bilder auf einem einzigen
Filmrahmen aufnehmen kann. Die Bildfläche eines Paßbildes ist im allgemeinen kleiner
als die Rahmenfläche der gewöhnlichen Filme, die zur Zeit verwendet werden. Wird
auf einem Bildrahmen lediglich ein Bild aufgenommen, so bedeutet das den Verlust
einer nützlichen Fläche
des Films. Die Möglichkeit, auf verschiedenen
Abschnitten eines Filmrahmens mehrere Bilder aufzunehmen, erspart somit auch Filmkosten.
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Eine Kamera, die auf jedem Bildrahmen mehr als ein Bild erzeugen soll,
muß die zu belichtenden Abschnitte des Filmrahmens abteilen und gleichzeitig die
verbleibenden Abschnitte des Filmrahmens vor einer Belichtung schützen können. Zusätzlich
muß der zu belichtende Abschnitt des Films bei jeder beliebigen Anordnung der Kameraelemente
verändert werden können, das heißt, es ist notwendig, die Abschnitte des zu belichtenden
Filmrahmens zu wechseln, falls der gesamte Filmrahmen ausgenutzt werden soll. Es
sind zwei alternative Lösungen dieses Problems bekannt.
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Die eine bekannte Lösung sieht die Verwendung mehrerer Linsen in einer
Kamera vor, die jeweils auf einen anderen Abschnitt des Filmrahmens ausgerichtet
sind. Die Zahl der verwendeten Linsen ist gleich der Anzahl der Bilder, die auf
einem Filmrahmen aufgenommen werden sollen. Bei dieser Anordnung arbeitet zu jedem
beliebigen Zeitpunkt nur eine der Linsen, und die inneren Elemente der Kamera teilen
den Abschnitt des Filmrahmens, der belichtet werden soll, von den übrigen Abschnitten
ab. Die Kamera verwendet lediglich einen einzigen Verschluß, da die Verwendung von
vier getrennten Verschlüssen wegen der beschränkten Raumverhältnisse nicht möglich
ist. Aus diesem Grund ist eine weitee Einrichtung notwendig, welche verhindert,
daß bei Auslösung des Verschlusses die Bilder aller Linsen gleichzeitig aufgezeichnet
werden. Eine solche Einrichtung ist zwar ebenfalls vorgeschlagen,
ihr
Nachteil liegt jedoch darin, daß sie-Doppelbelichtungen nicht zu verhindern vermag.
Die bekannte Vorrichtung erfordert unnötig viel Material, da sie keine mehrfache
Linsen-Verschluß-Kombination verwendet. Die verschiedenen Linsen müssen notwendigerweise
an verschiedenen Plätzen angeordnet werden. Damit wird der optische Weg offensichtlich
sehr kompliziert, weil Kompensationseinrichtungen erforderlich werden, da der Weg
vom aufgenommenen Subjekt über die Linse zum Film für jede Linse anders ist. Ein
weiterer Nachteil liegt darin, daß bei der Verwendung von vier hochwertigen Linsen
die gesamte Kamera sehr groß und klobig wird. Will man andererseits eine solche
Kamera von annehmbarer Größe herstellen, so kann man lediglich Linsen minderer Qualität
bzw. relativ lichtschwache Linsen verwenden.
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Die alternative bekannte Lösung des obigen Problems sieht die Verwendung
einer mechanischen Anordnung vor, welche den optischen Weg zwischen aufeinanderfolgenden
Belichtungen verändert. Hierzu sind komplexe optisch-mechanische Einrichtungen nötig,
um das Bild einer einzigen Linse zu den verschiedenen Abschnitten des Filmrahmens
zu verschieben. Es ist allgemein bekannt, daß die mechanischen Anforderungen bei
optischen Systemen extrem streng sind. Je mehr Mechanik zwischen der Filmebene und
der Linse verwendet wird, um so größer wird die Gefahr einer falschen Ausrichtung
des Bildes auf dem Film, dies gilt insbesondere bei Verwendung beweglicher mechanischer
Vorrichtungen. Die strengen mechanischen Anforderungen an die optischen Systeme
erhöhen auch deren Herstellungskosten und deren Wartungskosten.
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Mit der bekannten Anordnung kann das Bild, das aufgezeichnet werden
soll, zu verschiedenen Abschnitten des Filmrahmens verschoben werden. Gleichzeitig
müssen die Filmabschnitte voneinander getrenn und abgeschirmt werden, so daß jeweils
lediglich ein Abschnitt des Films belichtet wird. Nach jeder Belichtung werden die
mechanischen Elemente so verschoben, daß bei der nächsten Aufnahme ein anderer Abschnitt
des Filmrahmens belichtet wird.
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Der Nachteil dieser Vorrichtungen liegt in der Art, wie deroptische
Weg von einem Abschnitt des Filmramens eine nächsten Abschnitt verändert wird. Im
allgemeinen wird bei diesen Vorrichtungen zur Verschiebung des optischen Weges von
einem Abschnitt des Filmrahmens zum nächsten eine komplexe Anordnung von Hebeln
und Stangen verwendet, welche eine Vielzahl von Spiegeln und Linsen zwischen jeweils
zwei Aufnahmen verschiebt. Bei dieser Verschiebung des mechanischen Gestänges beim
Betrieb der Kamera tritt ein starker Verschleiß auf, der dazu führt, daß das Bild
in keinem der Abschnitte des Filmrahmens richtig ausgerichtet ist. Nach längerer
Benutzung und Abnutzung werden die Ausrichtungsfehler schließlich so groß, daß sie
durch Toleranzen der Kamera nicht mehr aufgefangen werden können und die Kamera
schließlich nicht mehr gebrauchsfähig ist.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von dem genannten Stand der.
Technik, eine Kamera zur Aufnahme mehrerer Bilder auf einem Filmrahmen zu schaffen,
die möglichst wenig mechanische Elemente zur Verschiebung der Bilder erfordert und
die lediglich eine Linse-Verschluß-Kombination verwendet.
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Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung gelöst durch eine zur Verschiebung
der optischen Achse dienende Versehiebungseinrichtung, welche aus zwei Spiegeln
besteht, mit einer Linse zusammenwirkt, die optische Achse eines von der Linse kommenden
Bildes verschieben kann und um eine Achse durch die Linse in mehrere verschiedene
Stellungen drehbar angeordnet ist, durch eine Unterteilung der Filmebene in mehrere
lichtundurchlässig abgeteilte Abschnitte oder Kammern, die- jeweils einer der verschiedenen
Stellungen der Verschiebungseinrichtung entsprechen, und durch Lichtschranken, die
verhindern, daß Licht, welches nicht von beiden Spiegeln reflektiert worden ist,
auf den Film fällt.
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Mit dieser erfindungsgemäßen Kamera können sowohl Schwarz-Weiß-Filme
als auch Farbfilme belichtet werden; außerdem läßt sich eine Doppelbelichtung sowohl
der verschiedenen Bilder eines bestimmten Filmrahmens als auch der Filmrahmen verhindern.
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Die Erfindung weist den Vorteil auf, daß die optischen Elemente mechanisch
so angeordnet sind, daß die Gefahr einer ungenauen optischen Ausrichtung des Bildes
auf dem Filmrahmen auf ein Minimum reduziert ist. Die Erfindung weist weiterhin
den Vorteil auf, daß sie die Verwendung eines "Polarold-Films ermöglicht, so daß
man sofort die entwickelten Bilder erhält.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiei noch naher erläutert. Es zeigen:
Fig.
1 eine isometrische, teilweise auf gebrochene Darstelluna der I!auptelemente der
erfindungsgemäßen Sequenz-Kamera, Fig. 2 eine Vorderansicht dieser Kamera, wie man
sie von einem Punkt unmittelbar hinter der Verschlußebene sieht, Fig. 3 eine Rückenansicht
dieser Kamera, von der Filmebene aus gesehen, Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie
4-4 der Fig. 2, Fig. 5 eine Vorderansicht der Strahlenteilervorrichtung, Fig. 6
eine Ansicht des längs der Linie 6-6 der Fig. 5 geschnittenen Strahlenteilers und
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Steuerstufe.
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Die Erfindung weist keine mechanischen Stangen und Hebel auf.
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Während das Bild, das aufgenommen werden soll, durch die Verschlußebene
hindurchtritt, verschieben zwei Spiegel, die als Strahlenteiler angeordnet sind,
die optische Achse sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung, so daß
das Bild, welches den Strahlenteiler verläßt, parallel zu dem ursprünglichen optischen
Weg verbleibt. Es sind innere Kameraelemente zur Lichtabschirmung vorgesehen, so
daß jeweils nur einer von mehreren Bildrahmenabschnitten belichtet werden kann.
Der Strahlenteiler, der zur Verschiebung des optischen Weges verwendet wird, ist
auf einem drehbaren Rad montiert. Eine Kamera gemäß dem offenbarten
Ausführungsbeispiel
kann vier verschiedene Bilder auf jedem Fiimrahmen aufnehmen. Deshalb teilen die
inneren Abschirmelemente der Kamera jetzt Filmrahmen in vier Abschnitte. Das Rad,
welches den Strahlenteiler trägt nimmt zur Belichtung jedes Abschnitts eines Filmrahmens
nacheinander vier verschiedene Stellungen ein. Auf diese Weise wird das von der
Linse kommende Bild mit vier aufeinanderfolgenden Schritten zu vier verschiedenen
Abschnitten des Filmrahmens verschoben. Nachdem jeder Abschnitt des Filmrahmens
belichtet ist, muß dieser vollständig belichtete Filmrahmen entfernt werden und
ein neuer Filmrahmen an seine Stelle gebracht werden.
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Soweit Kameras nach diesem Erfindungsprinzip zur Aufnahme von Bildern
konstruiert sind, die durch einen Strahlenteiler verschoben worden sind, müssen
die Kameras so ausgelegt sein, daß nur solches Licht die Filmebene erreicht, das
tatsächlich von beiden Elementen des Strahlenteilers reflektiert worden ist. Falls
irgendein geradliniger Lichtweg von der Verschlußebene zu der Filmebene existiert
oder falls ein Lichtweg zwischen diesen beiden Ebenen besteht, der lediglich über
ein Element des Strahlenteilers führt, wird das auf dem Film aufgenommene Bild zerstört.
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Entsprechend diesen Anforderungen hat es sich bei der erfindungsgemäßen
Kamera als notwendigkrwiesen, mehrere Lichtschranken vor zusehen, die jedes Streulicht
fernhalten. Selbstverständlich kann es nötig sein, die Anzahl dieser genannten Lichtschranken
gering zu halten oder auch ganz auf sie zu verzichten, solange kein ungewollter
Lichtweg existiert, über den Licht, auf die Filmebene gelangen kann, welches das
aufgenommene Bild zerstört. Das beschriebene
Steuersystem der Kamera
ist so ausgelegt, daß mit der Kamera mehrere verschiedene Bilder jeweils auf einem
anderen Abschnitt eines einzigen Filmrahmens aufgenommen werden können.
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Dies geschieht durch Drehung des Rads, welches den Strahlenteiler
trägt, in mehrere verschiedene Positionen, die jeweils einem Einstellbare anderen
Abschnitt des Filmrahmens entsprechen./Mikroschalter und Rastvertiefungen wirken
dabei so zusammen, daß einem Motor zum Antrieb des Rads Energie zugeführt wird,
und daß der Motor und das Rad in der richtigen Position angehalten werden. Das Steuersystem
ist weiterhin so ausgelegt, daß es den Verschluß immer dann blockiert, wenn kein
unbelichteter Abschnitt des Filmrahmens zur Verfügung steht. Das Steuersystem ist
weiterhin so ausgelegt, daß es die Energie für einen Zielstrahl liefert, der eine
genaue Positionierung von Subjekt und Kamera vor der Auslösung des Verschlusses
gewährleistet. Ferner ist eine strobos-bzw. ein Elektronenblitzgerät kopische Einrichtung/vorgesehen,
der von dem Steuersystem rechtzeitig Energie zugeführt wird, wenn dem Steuersystem
mitgeteilt worden ist, daß ein schwach empfindlicher Film verwendet wird.
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Diese stroboskopische Einrichtung ist mit dem Verschluß synchro-bzw.
es nur dann gez7ird nisiert, so daß ihr nur dann Energie zugeführt wird wenn der
Verschluß vollständig geöffnet ist. Zusätzlich dient das Steuersystem zur Verhinderung
von Doppelbelichtungen zwischen den Filmrahmen. Dies geschieht durch Sperrung des
Verschlusses, nachdem eine Anzahl von verschiedenen Bildern aufgenommen worden ist,
die einen Filmrahmen vollständig ausfüllen t der Verschluß bleibt so lange gesperrt,
bis ein neuer Filmrahmen in die richtige Position gebracht worden ist.
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Die Fig. 1 zeigt eine isometrische Darstellung von vorne, teilweise
im aufgebrochenen Schnitt. An einem Kameragehäuse 2 sind eine Zielstrahleinrichtung
loo, eine Linse 3 und eine "Polaroid"-Film-Rückwand- 15 angeordnet. In dem Kameragehäuse
2 ist ein Motor 1 vorgesehen, der eine Reibrolle 6 antreibt. Die Reibrolle
6
treibt ein drehbarer Rad 7 an. Dieses Rad 7 weist mehrere Rastvertiefungen 8 auf,
die mit einem Mikroschalter 105 zusammenwirken. Bei dem gewnlten Ausführungsbeispiel,
bei dem vier Belichtungen pro Filmrahmen vorgesehen sind, weist das Rad 7 vier Rastvertiefungen
8 auf. Diese Rastvertiefungen sind am Umfang des Rads 7 so ausgebildet, daß sie
mit dem Mikroschalter 105 zusammenwirken. Auf der Ru-ckseite des Rads 7 ist eine
weitere Rastuertiefung 9 vorgesehen, die mit einem anderen Mikroschalter, nicht
dargestellt, zusammenwirkt. Die Rastvertiefung 9 kann man in den Fign. 2 und 3 erkennen.
Eine lichtdichte Kammer lo, die funktionsmäßig mit dem Rad 7 verbunden ist, ist
in vier getrennte lichtdichte Kammern 11, 12, 13 und 14 aufgeteilt. -Diese Anordnung
der lichtdichten Kammern ist in den Fign. 2, 3 und 4 dargestellt. Ein unbelichteter
Film ist in der "Polaroid"-Film-Rückwand 15 enthalten. Jedesmal, wenn ein Filmrahmen
vollständig belichtet ist, wird er durch den Abschluß 16 aus der Rückwand 15 herausgezogen.
Dieser Abschluß 16 wirkt mit einem nicht dargestellten Mikroschalter 93 zusammen.
Die Filmrückwand 15 ist dem lichtdichten Raum lo so zugeordnet, daß dessen vier
Kammern 11, 12, 13 und 14 einen Lichtaustritt in die Ebene des in der Rückwand 15
enthaltenen Films verhindern. Ein Strahlenteiler 18 ist auf dem drehbaren Rad 7
befestigt. An der oberen linken Ecke des Kameragehäuses 2 gerät ist eine Fassung
17 für ein Elektronenblitz/ gezeigt. Weiterhin ist ein Mikroschalter 109 funktionsmäßig
dem Verschluß 3 zugeordnet, um dessen Stellung zu fühlen.
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Die Fig. 3 zeigt den Lichtraum lo und die ihm zugeordneten
Kammern
11, 12, 13 und 14 und deren Relation zu dem drehbaren Rad 7. Ist das Rad 7 relativ
der Lichtaustrittsstelle 30 des Strahenteilers 18 so angeordnet, wie es in Fig.
3 gezeigt ist, so würde der Teil des Films belichtet werden, welcher der Kammer
12 zugeordnet ist. Die weiter unten folgende Beschreibung des Betriebs der Kamera
wird verdeutlichen, wie die Rastvertiefungen die Einstellungen des Rads 7 zur Bildaufnahme
steuern. Die Rastvertiefungen 8 sind mit einem solchen Abstand voneinander angeordnet,
daß der Winkelabstand von der ersten Rastvertiefung zur zweiten Rastvertiefung 750,
der Abstand von der zweiten zur dritten Rastvertiefung 10-0, der Abstand von der
dritten zur vierten Rastvertiefung 750 und der Abstand von der vierten zu der ersten
Rastvertiefung 1050 beträgt. Wenn die Kamera aufrecht gehalten wird, befindet sich
die Verbindungslinie zwischen der Rastvertiefung der lichtdichten Kammer 11 und
der Drehachse unter einem Winkel von etwa 500 gegenüber der Horizontalen.
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Die Fign. 2, 3 und 4 zeigen, wie der optische Weg des Bildes durch
den Strahlenteiler 18 verschoben wird, wenn das Rad 7 zu den verschiedenen Positionen
gedreht wird, die den Kammern 11, 12, 13 und 14 des Lichtraums 1o entsprechen. Wie
die Fig. 6 flächenssiefJel zeigt, umfaßt der Strahlenteiler 18 zweivorder/ 19 und
20, die parallel zueinander angeordnet sind. Der Strahlenteiler 18 weist außerdem
einen Lichteingang 23 und einen Lichtausgang 30 auf. Die verschiedenen Lichtschranken
21 und 22 verhindern unerwünschte Lichtwege, über die Licht zu dem Film gelangen
könnte, welches das aufgenommene Bild zerstören würde. Wie die Fig. 4 zeigt, tritt
das Bild, das auf dem Film aufgenommen werden soll, durch die Linse 3 in die Kamera
ein. Das Bild gelangt durch den Lichteingang 23 des Strahlenteilers 18, wird durch
die Spiegel 20 und 19 verschoben und tritt durch das Loch 30 in dem Rad 7 wieder
aus. Das Bild gelangt, wie die Zeichnung zeigt, in den Lichtraum lo, in die Kammer
12 und danach auf den Film.
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Die Fig. 7 zeigt die elektrische Steuerschaltung, die in der Kamera
vorgesehen ist. Die Anschlüsse 51 und 52 werden mit einer Energiequelle verbunden,
zum Beispiel mit einer Spannungsquelle von 120 V. In Reihe mit diesem Anschluß 51
liegt ein Ein-Aus-Schalter 53, eine Sicherung 54, ein Widerstand 55, eine Diode
56, ein Verschlußauslösekontakt 88 und ein Kondensator 58, der über den anderen
Teil des Schalters 53 mit dem Anschluß 52 der Spannungsquelle verbunden ist. Der
Koppelpunkt zwischen der Sicherung 54 und dem Widerstand 55 ist mit einem Anschluß
der Primärwicklung eines Transformators 59 verbunden.
Der andere
Anschluß der Primärwicklung des Transformators 59 ist über einen Arbeitskontakt
61 des Relais 60 und über den Ein-Aus-Schalter 53 mit dem Anschluß 52 der Spannungsquelle
verbunden. Die Sekundärwicklung des Transformators 59 bildet die Energiequelle der
Zielstrahleinrichtung lot. mit dem Koppelpunkt der Sicherung 54 und des Widerstands
55 ist außerdem eine Neonlampe 85 verbunden, die über eine Diode 86 mit einem Anschluß
der Relaiswicklung 60 verbunden ist. Der andere Anschluß der Relaiswicklung 60 ist
mit dem Anschluß 87 des Verschlußauslösers verbunden. Ein Arbeitskontakt'62 und
ein Ruhekontakt 69 des Relais 60 sind mit einem Anschluß der Diode 56 und mit dem
Anschluß 88 des Verschlußauslöseschalters verbunden.
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Ein Umschaltkontakt 64 ist mit einem Kondensator 66 verbunden, dessen
andere Seite über den Ein-Aus-Schalter 53 mit dem Anschluß 52 der Spannungsquelle
verbunden ist. Ein Umschaltkontakt 65 ist mit einem Kondensator 67 verbunden, dessen
andere Seite über den Schalter 53 mit dem Anschluß 52 der Spannungsquelle verbunden
ist. Der Arbeitskontakt 63 ist über die Relaiswicklung 70 und den Ein-Aus-Schalter
53 mit dem anderen Anschluß der Spannungsquelle 52 verbunden. Der Ruhekontakt 68
ist über eine Verschlußspule 9o und über den Ein-Aus-Schalter 53 mit dem Anschluß
52 der Spannungsquelle verbunden. Ein Ruhekontakt 73 ist über den Ein-Aus-Schalter
53 mit dem anderen Anschluß 52 der Spannungsquelle verbunden. Ein Umschaltkontakt
72 ist über einen Motor 95 mit dem Koppelpunkt der Sicherung 54 und des Ein-Aus-Schalters
53 verbunden. Außerdem ist der Verbindungspunkt zwischen der Sicherung 54 und dem
Widerstand 55 mit einem Umschaltkontakt 84 und einem Mikroschalter 91 verbunden.
Ein
Mikroschalterkontakt 92 ist mit dem Ruhekontakt 83, mit einem
Anschluß einer Spule 80 und mit einer Seite einer Neonlampe 125 verbunden. Der andere
Anschluß der Neonlampe 125 ist mit dem anderen Anschluß der Spule 80 und mit einem
Anschluß eines Mikroschalters 93 verbunden. Der andere Anschluß 94 des Mikroschalters
ist über den Ein-Aus-Schalter 53 mit dem Anschluß 52 der Spannungsquelle verbunden.
Ein Arbeitskontakt 82 ist mit einem Anschluß 104 eines Mikroschalters 103 bis 105
verbunden. Der Umschaltkontakt 105 des Mikroschalters ist mit dem Anschluß 52 der
Energiequelle verbunden. Der andere Anschluß 103 des Mikroschalters 105, eigentlich
103 bis 105, ist mit einem Anschluß des Motors 95 verbunden. Ein Anschluß 111 des
Stroboskop-Mo-bzw. I::lektronenblitzgeräts duls/1o8 ist über den Ein-Aus-Schalter
53 mit dem Spannungsanschluß 52 verbunden. Ein Anschluß 112 ist über einen Schalter
106, welcher der Steuerschaltung anzeigt, ob ein Farbfilm oder ein Schwarz-weiß-Film
eingelegt ist, mit dem Koppelpunkt der Sicherung 54 und des Ein Aus-Schalters 53
verbunden. Ein Anschluß 113 ist über diesen Schalter 106 mit dem Umschaltkontakt
1o9 des Relais 90 verbunden. Der Ruhekontakt 110 des Relais 9o ist mit dem Anschluß
114 des Stroboskop-Moduls 108 verbunden.
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Im Betrieb, wenn der Ein-Aus-Schalter 53 geschlossen ist, befinden
sich alle Relaiskontakte und Schalter in den Stellungen, in aenen sie in Fig. 7
gezeigt sind. Der Transformator 59 wird über die Sicherung 54 und den Kontakt 61
des Relais 60 mit Energie versorgt.Dadurch wird der Zielstrahleinrichtung loo Energie
zugeführt, so daß sie vor der Belichtung eines Teils des Filmrahmens
die
richtige Positionierung von Kamera und Subjekt zueinander ermöglicht, Ein Stromkreis
ist außerdem über die Sicherung 54, den Widerstand 55, die Diode 56 und über die
Kontakte 62 und 64 des Relais 60 zu dem Kondensator 66 geschlossen, so daß dieser
aufgeladen wird. Ein anderer Stromkreis wird über die Kontakte 88 und 57 des Verschlußauslöseschalters
geschlossen, so daß der Kondensator 58 aufgeladen wird. Bei der folgenden Beschreibung
wird davon ausgegangen, daß bisher noch kein Bild aufgenommen worden ist und daß
das Relais 80, welches eine Doppelbelichtung zwischen zwei Filmrahmen verhindert,
nicht erregt ist. Diese Annahmen werden bei der Beschreibung des Betriebsablaufs
aufgegeben werden. Wenn der Verschlußauslöseschalter 57 geschlossen ist, entlädt
sich der Kondensator 58 über die Relaisspule 60, wobei er diese erregt. Die Spule
60 wird von dem Kondensator 58 über den Verschlußauslöseschalter 57, den Anschluß
87, die Relaisspule 60, den Umschaltkontakt 81 des Relais 80, den Arbeitskontakt
82, den Mikroschalter 105 und den Arbeitskontakt 104 erregt. Die Umschaltkontakte
61, 64 und 65 ändern daraufhin ihre Positionen, was die folgenden Auswirkungen hat:
Der Umschaltkontakt 61, der sich zu dem Ruhekontakt bewegt, öffnet den Stromkreis
der Primärwicklung 59 und unterbricht dadurch die Energieversorgung der Zielstrahleinrichtung
loo. Wenn der Umschaltkontakt 64 den Ruhekontakt 68 berührt, wird der Kondensator
66 über die Verschlußwicklung 90 entladen.
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Dabei öffnet sich der Verschluß. und das Bild, das durch die Linse
3 gelangt, wird auf dem Abschnitt des Filmrahmens aufgenommen, welcher der Linse
über den Strahlenteiler 18 zugeordnet ist. Wenn der Umschaltkontakt 65 seinen Ruhekontakt
69
berührt, kann der Kondensator 67 sich aufladen. Der Kondensator
58, der über die Relaiswicklung 60 entladen wird, entlädt sich mit einer Zeitkonstanten,
die durch die Größe des Kondensators und durch den Widerstand der Relaiswicklung
60 bestimmt ist. Infolge der Entladung wird die Relaisspule 60 außer Strom gesetzt,
wobei sie die Kontakte 61, 64 und 65 in die in Fig. 7 gezeigten Positionen bewegt.
Der Umschaltkontakt 61 bewegt sich in seine Ruhestellung und führt der Zielstrahleinrichtung
loo über den Transformator 59 Energie zu. Der Umschaltkontakt 64 berührt den Kontakt
62 und schließt wiederum den Ladestromkreis für den Kondensator 66. Der Umschaltkontakt
65 bewegt sich zu seinem Arbeitskontakt 63 und erzeugt einen Entladeweg für den
jetzt aufgeladenen Kondensator 67 über die Transportrelaisspule 70. Die Energieversorgung
dieser Transportwicklung 70 bewirkt eine Bewegung des Umschaltkontakts 72 zu seinem
Ruhekontakt 73, wodurch ein Erregerstromkreis für den Motor 95 über den Ein-Aus-Schalter
53, den Motor 95, den Umschaltkontakt 72, den Ruhekontakt 73 und den Ein-Aus-Schalter
53 geschlossen wird.
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Aufgrund der Energieversorgung des Motors 95 wird das Rad 7 über das
Reibrad 6 gedreht. Wenn das Rad 7 sich zu bewegen beginnt, schließt der Mikroschalter
105 aufgrund der Tätigkeit des Abtasters, der zuvor in der Rastvertiefung 8 ruhte
und sich jetzt aus dieser herausbewegt, seinen Ruhekontakt 103. Somit wird der Stromkreis
des Motors 95 vollständig geschlossen, wenn das Relais 70 während der Entladung
des Kondensators 67 außer Strom gesetzt wird. Während der Mikroschalter 105 mit
seinem Ruhekontakt 103 verbunden ist, kann das Relais 60 nicht erregt werden. Die
Erregung der Wicklung 60 wird insofern verhindert,
als der Erregerkreis
den Mikroschalter 105 und den Arbeitskontakt 104 umfaßt, da der Mikroschalter 105
jetzt mit dem Ruhekontakt 103 verbunden und dieser Weg unterbrochen ist.
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Während dieser Zeit kann eine Betätigung des Verschlußauslöseschalters
deswegen keine Wirkung haben, und dadurch wird eine Erregung der Verschlußwicklung
90 verhindert, wenn die Kamera nicht in der Lage ist, ein Bild aufzunehmen. Wenn
das Rad 7 sich in seine nächste Stellung bewegt hat, greiftder Abtaster des Mikroschalters
105 in die entsprechenae Rastvertiefung, wodurch der Mikroschalter 105 in seine
Arbeitsstellung angehoben wird und den Kontakt 104 schließt. Infolgedessen ist der
Motor 95 jetzt außer Strom gesetzt, solange dieser Stromkreis geöffnet bleibt. Außerdem
kann jetzt die Relaiswicklung 60 durch Schließen des Auslöseschalters 57*wieder
erregt werden, da ihr Erregerstromkreis geschlossen ist.
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Auf diese Weise können drei zusätzliche Bilder aufgenommen werden.
Nach der Betätigung des Verschlusses bewegt sich das Rad 7 in seine nächste Betriebsstellung,
wie es oben beschrieben wurde. Während das Rad 7 sich bewegt, verhindert der Mikroschalter
105 eine falsche Betätigung des Verschlusses. Nachdem vier Bilder aufgenommen worden
sind und während das drehbare Rad 7 sich zwischen der vierten und dr ersten Rastvertiefung
8 bewegt, kommt der Mikroschalter 91 mit der Rastvertiefung 9 (vgl. Fig. 3) zum
Eingriff, wobei der Mikroschalter 91 angehoben wird, so daß er seinen Arbeitskontakt
92 schließt. Dadurch wird die Relaiswicklung 80 über den Ein-Aus-Schalter 53, die
Sicherung 54, den Arbeitskontakt 92 des Mikroschalters 91, die
Relaiswicklung
80, den Mikrchalter 93 und seinen Arbeitskontakt 94 und über den Ein-Aus-Schalter
53 erregt. Die Erregung der Relaiswicklung 80 bewirkt, obwohl sie nur momentan eintritt,
eine Umschaltung der Kontakte 81 und 84 in ihre Ruhestellung. Der Umschaltkontakt
84 und der Ruhekontakt 83 bilden eine Halteschaltung für die Relaiswicklung 80,
die erregt bleibt, wenn der Mikroschalter 91 sich aus der Rastvertiefung 9 herausbewegt
und in seine Ruhestellung zurückkehrt. Wenn der Umschaltkontakt 81 sich in seine
Ruhestellung zurückbewegt, verhindert er einen Betrieb der Wicklung 60, da sein
Arbeitskontakt 82 in dem Erregerstromkreis der Wicklung 60 liegt. Dies wiederum
hat zur Folge, daß eine Betätigung des Verschlußauslöseschalters 57 keinen Einfluß
auf die Verschlußwicklung 9o hat. In diesem Zustand wird die Neonlampe 125, die
parallel zu der Relaisspule 80 liegt, mit Energie versorgt, um anzuzeigen, daß der
Filmrahmen in der Kamera vollständig belichtet worden ist und ein neuer Filmrahmen
in die Betriebsstellung eingelegt werden muß. Zu diesem Zweck wird die Filmrückwand
15 über den Abschluß 16 geöffnet, so daß der belichtete Film entnommen und ein neuer
Filmrahmen zur Belichtung eingelegt werden kann. Bei der öffnung des Abschlusses
16 wird der Mikroschalter 93 in seine Ruhestellung bewegt, wodurch der Erregerkreis
der Relaiswicklung 80 geöffnet wird. Dies bewirkt eine Verschiebung der Umschaltkontakte
81 und 84 in ihre Arbeitsstellung. Wenn der Umschaltkontakt 84 sich in seine Arbeitsstellung
bewegt, wird der Erregerkreis der Relaisspule 80 geöffnet, so daß das Relais 80
nicht wieder erregt wird, wenn der Abschluß 16 geschlossen wird und der Mikroschalter
93 sich in seine Arbeitsstellung 94
zurückbewegt. Wenn der Umschaltkontakt
81 sich zu seinem Arbeitskontakt 82 bewegt, kann die Relaiswicklung 60 durch Betätigung
des Verschlußauslöseschalters 57 erregt werden. Deshalb hat bis zur richtigen Einlegung
eines neuen Filmrahmens eine Betätigung des Verschlußauslöseschalters 57 keinen
Einfluß auf die Verschlußwicklung 90, so daß eine Doppelbelichtung eines vollständig
belichteten Rahmens verhindert wird.
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Der Schalter 106 zeigt der Steuerstufe an, ob ein schwach empfindlicher
Film, zum Beispiel ein Farbfilm, verwendet wird. Wenn durch den geschlossenen Schalter
106 die Verwendung eines schwach empfindlichen Films angezeigt wird, wird der Stroboskop-Modul
108 in die Lage versetzt, der Stroboskoplampe in der Stroboskopfassung 17 die notwendige
Energie zuzuführen. Der Stroboskop-Modul 108 wird über den Ein-Aus-Schalter 53,
über den Schalter 106 und über seinen Anschluß 112 mit Energie versorgt. Wenn die
Verschlußwicklung 90 erregt wird, bewegt sich der Mikroschalter 109 in seine Ruhestellung
11o zurück, wodurch ein Stromkreis von dem Anschluß 114 des Stroboskop-Moduls 1ç8
über den Ruhekontakt silo, über den Umschaltkontakt 109 und über den geschlossenen
Schalter 106 zu dem Anschluß 113 des Stroboskop-Moduls 108 geschlossen wird. Der
Anschluß 111 des Stroboskop-Moduls 108 ist über den Ein-Aus-Schalter 53 mit der
Spannungsquelle verbunden. Somit wird der Stroboskop-Modul 108 mit Energie versorgt,
wenn der Mikroschalter 1o9 feststellt, daß der Verschluß vollständig geöffnet ist.
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Die Neonlampe 85 und die Diode 86 liegen parallel zu der Relaiswicklung
60
und zeigen somit durch Erregung der Neonlampe 85 an, wann der Energieversorgungskreis
der Relaiswicklung geschlossen ist.
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Es wurde lediglich ein Ausbildungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kamera beschrieben, mit der vier Bilder auf einem Bildrahmen aufgenommen werden
können. Selbstverständlich können gemäß der Erfindung auch Kameras gebaut werden,
die eine andere Anzahl von Aufnahmen pro Bildrahmen erlauben.