DE2221693A1 - Anordnung zur Ausfuehrung einer Multiplikation in einem Rechner - Google Patents
Anordnung zur Ausfuehrung einer Multiplikation in einem RechnerInfo
- Publication number
- DE2221693A1 DE2221693A1 DE19722221693 DE2221693A DE2221693A1 DE 2221693 A1 DE2221693 A1 DE 2221693A1 DE 19722221693 DE19722221693 DE 19722221693 DE 2221693 A DE2221693 A DE 2221693A DE 2221693 A1 DE2221693 A1 DE 2221693A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- register
- multiplicand
- multiplier
- adder
- bit
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06F—ELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
- G06F7/00—Methods or arrangements for processing data by operating upon the order or content of the data handled
- G06F7/38—Methods or arrangements for performing computations using exclusively denominational number representation, e.g. using binary, ternary, decimal representation
- G06F7/48—Methods or arrangements for performing computations using exclusively denominational number representation, e.g. using binary, ternary, decimal representation using non-contact-making devices, e.g. tube, solid state device; using unspecified devices
- G06F7/52—Multiplying; Dividing
- G06F7/523—Multiplying only
- G06F7/533—Reduction of the number of iteration steps or stages, e.g. using the Booth algorithm, log-sum, odd-even
- G06F7/5334—Reduction of the number of iteration steps or stages, e.g. using the Booth algorithm, log-sum, odd-even by using multiple bit scanning, i.e. by decoding groups of successive multiplier bits in order to select an appropriate precalculated multiple of the multiplicand as a partial product
- G06F7/5336—Reduction of the number of iteration steps or stages, e.g. using the Booth algorithm, log-sum, odd-even by using multiple bit scanning, i.e. by decoding groups of successive multiplier bits in order to select an appropriate precalculated multiple of the multiplicand as a partial product overlapped, i.e. with successive bitgroups sharing one or more bits being recoded into signed digit representation, e.g. using the Modified Booth Algorithm
- G06F7/5338—Reduction of the number of iteration steps or stages, e.g. using the Booth algorithm, log-sum, odd-even by using multiple bit scanning, i.e. by decoding groups of successive multiplier bits in order to select an appropriate precalculated multiple of the multiplicand as a partial product overlapped, i.e. with successive bitgroups sharing one or more bits being recoded into signed digit representation, e.g. using the Modified Booth Algorithm each bitgroup having two new bits, e.g. 2nd order MBA
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computational Mathematics (AREA)
- Mathematical Analysis (AREA)
- Mathematical Optimization (AREA)
- Pure & Applied Mathematics (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Computing Systems (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Complex Calculations (AREA)
- Executing Machine-Instructions (AREA)
Description
Dfpl.-Ing. Heinz Bardehle
Müncten 22, üermstr. 15, Tel. 29 25 55
Pestansctoift München Ik, Postfach 4
L a Mai 1972
Mein Zeichen: P 1377
Anmelder: Honeywell Information Systems Inc.
200 Smith Street,
Waltham, Mass., V. St. A.
200 Smith Street,
Waltham, Mass., V. St. A.
Anordnung zur Ausführung einer Multiplikation
in einem Rechner
in einem Rechner
Die Erfindung bezieht sich auf elektronische digitale
Multipliziereinrichtungen·
Multipliziereinrichtungen·
Die Multiplikation von Binärzahlen kann auf relativ einfache Weise vorgenommen werden«, Die klassische Lösung des betreffenden
Problems besteht darin, ein Akkumulatorregister vorzusehen, dessen Länge dem Zweifachen der Länge η der
Operanden ist, da nämlich das Produkt das Zweifache der Größe der Operanden annehmen kann. Der Multiplikator wird
zweckmäßigerweise in der Hälfte niederer Wertigkeit des Akkumulatorregisters gespeichert. Die Hälfte höherer Wertigkeit
des Akkumulators und der Inhalt eines Multiplikandenregisters werden einem Addierer zugeführt. Das Ausgangssignal
des Addierers stellt die Summe der akkumulierten Teilprodukte und des potentiellen Teilprodukts dar, das
2098A6/1137
aus dem Einfachen des Multiplikanden besteht· Dabei wird eine Reihe von η Zyklen ausgeführt« Bei jedem Zyklus wird
das Bit niedrigster Wertigkeit des Akkuaulators überprüft, und das Ausgangssignal des Addierers wird in der Hälfte
höherer Wertigkeit des Akkumulators gespeichert oder nicht, und zwar in Abhängigkeit davon, ob das betreffende Bit
eine "1" oder eine "0" ist. Der Akkumulatorinhalt wird um
ein Bit nach rechts verschoben, und der Zyklus wird solange wiederholt, bis der gesamte Multiplikator überprüft worden
ist. Als Ergebnis ist dann der Multiplikand mit 2n multipliziert
worden, und zwar je n1"-Bit in dem Multiplikator; diese
Teilprodukte sind auf Grund der zyklischen Verschiebungen, die das Ergebnis um 2 je Zyklus untersetzen, in richtiger
Ausrichtung akkumuliert worden. Es existieren bereits verschiadsne
Verfahren zur Verarbeitung der unterschiedlichen Vorzeiclienkombinationen von Operanden sowie zur Verarbeitung
von unt^s-oMedlichen Arten von Zahlendarstellungen, d.h.
Vorzeichen und Größe, Einerkomplement und Zweierkomplement. Im Zusammenr ang mit Standard-Multiplikationsalgorithmen
sei bemerkt* iaß diese in dem Buch "Digital Computer Design Fundamentals" von Yaohan Chu, KcGraw-Hill 1962, Seiten 24
bis 35? beschrieben sind«
Bei 1,6-Bit-Operanden erfordert dieser Vorgang 36 Zyklen,
und zwar einschließlich einer Addieroperation je "1" in
dem Multiplikator. Damit ist aber Zeit erforderlich, um den übertrag durch den Addierer je Addiereroperation hindurchzuleiten.
Ein Weg zur Beschleunigung der Multiplikation besteht darin, die Multiplikatorbits paarweise zu überprüfen
und Vielfache des Multiplikanden zu dem Akkumulator bzw. Akkumulatorinhalt hinzuzuaddierön oder von diesem zu
2 Ü 9 e ·■<
Ü / 1 1 3 7
subtrahieren, Beispiele für diese Art von Multiplikation sind in dem Buch "The Logic of Computer Arithmetic" von
Ivan Flores, Prentice-Hall, Inc., I963, Seiten 164 bis 174,
beschrieben. Bei dieser Verfahrensweise wird eine Bitfolge "11" als Bitfolge behandelt, die eine Subtraktion des Multiplikanden
und. ein Übertragsausgangssignal fordert, das gespeichert wird und das effektiv die Addition des Vierfachen des Multiplikanden
während des nächsten Zyklus bewirkt. Eine Modifikation dieses Algorithmus ist in Zeitschrift "Proceedings
of the IRE", Januar I96I, Seiten 73 bis 75 unter dem Titel
"High-Speed Arithmetic in Binary Computers" von O.L.MacSorley beschrieben.
Bei diesem Algorithmus ist die nachstehende Entscheidungstabelle angegeben:
+2 +2 +4 -4 -2 -2
Ein Merkmal des Algorithmus besteht darin, daß auf die Überprüfung des jeweiligen Bit-Paares von rechts nach links
angenommen ist, daß bei ungeradzahligen Werten im vorausgehenden Zyklus das akkumulierte Teilprodukt um das Einfache
des Multiplikanden zu niedrig gemacht worden ist«. Wenn das
| 0 | 00 |
| 0 | 01 |
| 0 | 10 |
| 0 | 11 |
| 1 | 00 |
| 1 | 01 |
| 1 | 10 |
| 1 | 11 |
209846/1137
nächste Bit-Paar ungerade ist, führt dies darüber hinaus zu einem Teilprodukt, auf Grund dessen das akkumulierte
Teilprodukt für den nächsten Zyklus um das Einfache des Multiplikanden zu niedrig ist. In dem ersten Zyklus erfordert
jedoch eine Eins in der Bitstelle niedrigster Wertigkeit eine besondere Behandlung, In der zuletzt genannten Zeitschrift
ist die Anwendung eines Sonderzyklus angegeben, in welchem ein Paar von Blind-Null-Bits dem Multiplikator hinzuaddiert
wird; im übrigen ist in der zuletzt genannten Zeitschrift eine Modifikation des ersten Zyklus angegeben, und zwar eine
solche Modifikation, daß eine Subtraktion des Multiplikanden erfolgt, wenn das Bit niedrigster Wertigkeit eine "1" ist.
Für praktische Anwendungsfälle stellt die Forderung, dass Multiplikanden-Vielfache von 2 und 4 zu verarbeiten sind,
ein praktisches Problem insofern dar, als zwei Wege zu dem Addierer Mn beschritten werden müssen, und zwar zusätzlich
zu dem Grundweg, der zur Ausführung der direkten Operationen nach Art von Additionen dient. Darüber hinaus muß die Verknüpfungslogik
richtige Ergebnisse für sämtliche Kombinationen von Vorzeichen des Multiplikanden und des Multiplikators
sicherstellen.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zu Grunde, eine Anordnung zur Zweier-Komplement-Multiplikation zu schaffen,
die bei η Bits umfassenden Multiplikatoren nur n/2-Zyklen erforderte
Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung. Die erfindungsgemäße
Anordnung ist dadurch gekennzeichnet,
6/1 137
a) daß ein Addierer vorgesehen ist, der die algebraische Binärsumme eines ersten und zweiten Eingangsoperanden
erzeugt,
b) daß mit dem Addierer eine Akkumulatoreinrichtung ver«
bunden ist, die das Ausgangssignal des Addierers speichert
und den ersten Addierer-Eingangsoperanden liefert,
c) daß mit dem Addierer eine Multiplikandeneinrichtung verbunden ist, die den zweiten Addierer-Eingangsoperanden
liefert,
d) daß eine Multipliziereinrichtung vorgesehen ist, die einen m-Bit-Multiplizierfaktor speichert,
e) daß mit der Multipliziereinrichtung eine Verknüpfungseinrichtung verbunden ist, die auf den Zustand einer
Vielzahl von n+1 aufeinanderfolgender Multiplizierbit-Positionen zum Zwecke der Auswahl eines algebraischen
Vielfachfaktors des Multiplikanden anspricht, und zwar zur Abgabe des betreffenden Faktors an den Addierer, wobei
der betreffende Faktor den algebraischen Wert der überprüften Bits besitzt, welche in der Weise modifiziert
sind, daß das Faktorvorzeichen in dem Fall negativ ist, daß das Bit höchster Wertigkeit eine 1 ist, und daß die
Faktorgröße um 1 in dem Fall vergrößert wird, daß das Bit niedrigster Wertigkeit eine 1 ist,
f) daß eine Zyklussteuereinrichtung vorgesehen ist, die
die Speicherung des Addiererausgangssignals in der Akkumulatoreinrichtung und die Verschiebung des Inhalts
der Multiplikatoreinrichtung und der Akkumulatoreinrich· tung um η Bit-Positionen bewirkt, und
g) daß Abschlußeinrichtungen vorgesehen sind; die die Zyklussteuereinrichtung nach m/n Zyklen außer Betriefe
setzen·
2038 4 6/1137
Gsmä3 einer AusfüIirungsforoL der Erfindung wird die
Multiplikation auf fclgsnda Wsise ausgeführt. Der Multiplikator
^ird in ein Multiplikator:Bister geladen und
vor Ausführung der Mnltiplitati^- .art zwei multipliziert.
Dies bedeutst, daß dsr Multiiylikst:·^ im ein Bit nach links
verschoben gespeichert r ,r·-; wobei lie Bitposition niedrigster
Wertigkeit alt sin^r Iiul.1 i^HgeiülLc vrird, Ein Standar-dzyklus
wird wie -wlgt gswäMt* Das aidßsv:iicrts Teilprodukt wird
um zwei T*its nach rechts marsch-·:,s.^i, d*h. durch vl«r dividiert,
w-3;"4wn di5 i^ltÄplikaLasiifalctareii entsprechend nach
| stehender | or-3its | Multiplikandenfaktor· |
| Multi | 0 | |
| 1/2 | ||
| 1/2 | ||
| 1 | ||
| -1 | ||
| -1/2 | ||
| -1/2 | ||
| 0 | ||
| .ßiikat | ||
| O OO | ||
| 0 01 | ||
| G 10 | ||
| 0 11 | ||
| 1 00 | ||
| 1 01 | ||
| 1 10 | ||
| 1 11 | ||
Wenn das Multiplikatorbit-Paar erreicht ist, welches das
Vorzeichenbit besitzt wie das Bit in dein nächsten zu überprüfenden
Bit-Paar« so wird nach der Standardtabelle vorgegangen, und die Multiplikationszyklen werden abgeschlossen.
Dies bedeutet» daß das Vorzeichenbit die Ausführung als Steuerung der Operation bezüglich der beiden benachbarten
Multipiikatorbits in die Wege leitet, ansonsten aber unberücksichtigt
bleibt. Dies führt genau zu n/2 Zyklen.
;? λ et c /,!] /
~7~ 222Ί693
An Hand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend
an Beispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in einem Blockdiagramm eine bevorzugte Ausführungsforai
der Erfindung unter Yeranschaulichung von eine Operationseinheit für einen mit einem Zweier-Komplement
arbeitenden binären digitalen Rechner bildenden Registern, Schaltern und Addierern.
Fig. 2 zeigt in einem Blockdiagramm Verknüpfungselemente, die eine Steuereinheit für die Operationseinheit gemäß Fig. 1
bilden.
Fig. 3 zeigt in einem Verknüpfungsdiagramm eine Ausführungsfona.
eines Schalters der in Fig. 1 dargestellten Operationseinheit.
Im folgenden sei die in Fig. 1 dargestellte besondere Ausführungsfora
der Erfindung näher betrachtet. In Fig„ 1 sind die für das Rechenwerk erforderlichen Hauptelemente und die
Zwischenverbindungen dargestellt, die zur Ausführung der
vorliegenden Erfindung im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform
dienen· Bezüglich einer vollständigeren Beschreibung des Datenverarbeitungssystems sei auf die
US-PS 3 413 613 hingewiesen.
Ein Hauptspeicher 10 gibt Befehlswörter über einen ZI-Schal-
Befßhlster 11 an einen ZT-Schalter 88 und an ein/!«Register 78 ab«
Außerdem gibt der Hauptspeicher 10 Datenwörter über einen ZA-Schalter 13 ab. Ein Paar von Datenworten wird über den
ZA-Schalter 13 sowie über einen ZP-Schalter 12 zu einem 72-Bit-M-Register 14 hin geleitet, welches den Multiplikatoroperand
enthält. Ein ZI-Schalter 20 leitet selektiv Datenwörter von dem M-Register zu einem 72-Bit-H-Register 36 hin,
2 0 9 8 A 6 / 1 1 3 7
2221633
bei dem es sich um eines der zwei Operandenregister für den Haupt-A-Addierer 38 handelt. Dieser Datenweg wird für
verschiedene Operationen benutzt, wie für den Ladebefehl. Das zweite Operandenregister ist ein 72-Bit-N-Register 40,
welches von einem ZQ-Schalter 42 her geladen wird. Der Α-Addierer ist ein 72-Bit-Addierer, der selektiv die Rechenoperationen
addieren und subtrahieren bezüglich Zweier-Komplement-Zahlen sowie die Verknüpfungsoperationen ÖDER,
UND und Exklusiv-ODER ausführt. Die Eingangssignale des A«Addierere werden durch das ZH-Gatter 37 und durch das
ZN-Gatter 41 ausgewählt. Durch das ZH-Gatter 37 wird als
ein erster Eingangsoperand der Operand des H-Registers geliefert, und durch das ZN-Gatter 41 wird als zweiter
Eingangsoperand der Operand des N-Registers 40 geliefert. Für die Multiplikation dient das H«Register als Teilproduktakkumulator,
und das N-Register enthält das Teilprodukt, das durch den ausgewählten Multiplikandenfaktor gebildet ist.
Das Ausgangssignal des Α-Addierers wird in einem 72-Bit-AS-Register
55 gespeichert, oder es kann selektiv über den ZJ-Schalter 20 zu dem Η-Register hingeleitet werden, und
über den ZQ-Schalter 42 zu dem N-Register hin. Der jeweilige Inhalt des AS-Registers wird selektiv zur Speicherung in
dem Speicher oder in einem 72-Bit-Hauptakkumulator , dem AQ-Register 56, weitergeleitet, und zwar über den ZD-Schalter
32 bzw. den ZL-Schalter 48. Über den ZR-Schalter 46
wird der jeweilige Inhalt des Hauptakkumulators selektiv dem H- oder dem N-Register zugeführt, und zwar über den
ZJ-Schalter 20 bzw. den ZQ-Schalter 42„
Die Exponententeile von Worten bzw. Wörtern aus dem Speicher 10, die über den ZI-Schalter 11 gelangen, werden
209846/ 1137
ebenfalls selektiv, und zwar rechtsbündig, über einen ZU-Schalter 16 einem 1O-Bit-D-Register 22 zugeführt, und
zwar zum Zwecke der Trennung eines Exponenten von einer Gleitkommazahl, oder aber die betreffenden Exponententeile
werden über den ZC-Schalter 27 einem 10-Bit-ACT-Register 28
zugeleitet, und zwar zum Zwecke der Beibehaltung von Verschiebezählanzeigen und dgl.. Zur Ausführung der Exponentenverarbeitung und von Hilfsfunktionen ist ein Exponenten-E-Addierer
34 vorgesehen. Die Eingangssignale für den Exponenten-Addierer werden über den ZE-Schalter 25 und den ZG-Schalter
26 geliefert. Der Ausgang des Exponenten-Addierers ist mit dem ZF-Schalter 24, dem ZU-Schalter 16 und dem ZC-Schalter
27 verbunden. Der ZF-Schalter leitet Operanden aus dem D-Register und Ausgangssignale des Exponentenaddierers
zu einem E-Register 30 hin.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung besteht aus einer Kombination von Schaltern, Registern und Addierern. Die
besondere Ausführung dieser Einrichtungen ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Zur Realisierung des A-Addierers
genügt es, 72 Volladdierer zu verwenden, deren jeder als Eingangssignale ein Bit aus der entsprechenden Bitposition
des jeweiligen zugeführten Operanden erhält und ein Übertragseingangssignal von dem Volladdierer nächst niederer
Wertigkeit. Der Volladdierer nächst niederer Wertigkeit ist imstande, eine 1 oder eine 0 als Übertragseingangssignal
aufzunehmen, und zwar entsprechend den Gatter— bzw. Schaltsignalen. Die Summenausgangssignale der Volladdierer
dienen als Addiererausgangssignale für die betreffenden Bitpositionen, und die Ausgangssignale an den Übertragsausgängen
der Volladdierer stellen die Übertragseingangssignale
209846/1 1 37
"10" · 2 2 216 9
für den Volladdierer der nächst höheren Wertigkeit dar. Der Übertragsausgang des Volladdierers nächst höherer
Wertigkeit Ist mit einem Addierer-Übertragsausgangs-Flipflop
verbunden.. Heben den betrachteten Elementen ist noch eine
Verknüpfungslogik vorge^eh-^., die einen Überlauf feststellt,
auf den hin ein OV-Flipflop 92 gesetzt wird. In der Praxis
wird der gerade beschrieb^:, y einfache Addierer zweckmäßigerweise
derart modifiziert- dsH die ülr-ertrags-Weiterleitungszeit
vermindert wird* und sws.r d'irch eine Übertrags-Vorschau-Logik,
durch eine Bedingurrn—Summenlogik, etc., und
zwar vie nach der gewünschten Verarbeitungsleistung., Die Register «ind hsrkörcmlieherweise DC-*F.lipflops, die durch
Steuersignale gesteuert bzw.. geto&tet werden» Die Schalter
bestehen aus einem Satz \ren parallel geschalteten Verknüpfungsgatterstiifen,
wie die,= bezüglich der ersten Stufe des ZO«Schalters 42 in Fig. 3 gezeigt ist. Für die wählbaren
Eingangssignale sind WIP-Gatter 301, 302, 303, 304 vorgesehen^
und zwar für die Kingsngssignale von dem A-Addierer 38,
von dem ZR«Schalter 46ä, das sind die tatsächlichen Eingangssignale und das Einerkomplement, und für ein Dauersignal "0".
Diese Eingangssignal werden durch Anlegen der entsprechenden Steuersignale ^A, ^ZR^ φ TK und ^0Q weitergeleitet bzw.
getastet* Die Ausgänge dieser UND-Gatter sind odermäßig
mit Hilfe eines NOR-Gatters 306 zusammengefaßt, dessen Ausgangssignal
durch ein NAND-Gatter 30? invertiert wird.
In Fig» 2 sind die Hauptelemente einer Steuereinheit bzw.
eines Steuerwerks dargestellt, welches Operationscodes
decodiertj Maschinenzyklen beginnt und beendet und verschiedene
Steuersignale erzeugt« Aus dem Befehls-I-Register gemäß Fig« 1 werden Operationscodeteile der Befehle, nämlich
2098 A6/1137
die Bits 18 bis 26 oder 54 bis 62, selektiv über einen ZOR-Schalter 94 in ein Puffer-B1-Register 96 eingeleitet.
Das B1-Register liefert ein Eingangssignal für ein P-Register 97» welches seinerseits ein Eingangssignal für ein
S-Register 98 und ein Decodiernetzwerk 95 liefert. Das Decodiernetzwerk steuert das Laden des Multiplikatoroperanden
in das M-Register 14. Das B1-Register erzeugt ferner ein Signal BI-V0II, welches anzeigt, daß das betreffende
Register von dem I-Register geladen worden ist. Dabei wird ein B1-Kennzeichen-Flipflop 101 gesetzt, wenn dem
ihm vorgeschalteten UND-Gatter 201 ein CX-Takt zugeführt wird. Das Flipflop seinerseits setzt ein P-Ksimzeichen-Flipflop
102, welches das B1-Kennzeichen-Flipflop zurückstellt und einen vorläufigen Operationszyklus GIK dureli
Setzen eines GIN-RS-Flipflops 121 einleitet. Währenddessen
tritt der gebildete Befehl auf, und der Inhalt des B1»Registers wird zu dem P-Register hin übertragen. Das Setzen
des GIN-Flipflops 121 bewirkt, daß der Inhalt des B-Registers
zu dem S-Register hin übertragen wird, welches seinerseits bewirkt, daß das S-Kennzeichen-Flipflop 103 gesetzt wird,
und das Eingangssignal für das Operations-Decodiernetzwerk liefert.
Generell sind die Maschinenarbeitszyklen bzw. Maschinenoperationszyklen
durch ein von einem Taktgenerator 100 geliefertes SG-Taktsignal begrenzt. Dieser Generator enthält
einen Rückkopplungszweig und ein Verzögerungselement, wie ein Schieberegister. Durch die Verwendung einer variablen
Verzögerung kann die Dauer jedes Maschinenzyklus auf den Minimalwert eingestellt werden, der für den ausgeführten
Zyklustyp erforderlich ist, um maximale Leistung hinsichtlich der Befehlsausführung zu erzielen.
20984 6/1137
2 2 216 9
Ist während des Maschinenzyklus das GOS-Flipflop im
Einzustand, so wird der Multiplikand-Operand aus dem Akkumulator-AQ-Register zu dem Operand-N-Register hin
verschoben. Das Steuersignal für diesen Zyklus wird durch das GOS-RS-Flipflop 123 geliefert, das sich dabei im Setzzustand
befindet. Die Verknüpfungslogik 122 steuert das GOS-Flipflop wie folgt:
Setzen von GQS = SG · GIN · Setzen GOF
Setzen von GQS = SG · GIN · Setzen GOF
Rückstellen von GOS = SG · GOS
Nachdem der N-Register-Operand gebildet bzw. eingestellt
ist, wird die Teilproduktakkumulation während der GOM-Zyklen ausgeführt. Das Steuersignal für diesen Zyklus wird von dem
GOM-RS-Flipflop 125 geliefert, welches durch die Logik 124
wie folgt gesteuert wird:
Setzen von GOM = SG · GOS · MPY
Rückstellen von GOM = SG · MPY · (ACT = 1)
Das MPY-Signal wird von dem Operationscode-Decodiernetzwerk
geliefert«
Während des letzten Maschinenzyklus der Befehlsausführung wird der gerundete Operand in das AQ-Register zurückgeführt.
Das Steuersignal für diesen Zyklus wird durch das im Setz-Zustand befindliche GOF-RS-Flipflop 129 geliefert,
logik
Die Verknüpfungsn28 steuert das GOF-Flipflop wie folgt:
Die Verknüpfungsn28 steuert das GOF-Flipflop wie folgt:
Setzen GOF = SG · (GOM · MPY · ACT = 1) Rückstellen GOF = SG · (GOM · MPY · (ACT = 1))
In den Zeichnungen sind die Steuersignale für die Register mit einem vorangestellten "S" bezeichnet, und die
übrigen Steuersignals sind mit einem vorangestellten "ji"
209 S 1 6 / 1137
bezeichnet. Die Quellen der zum zweiten Signaltyp gehörenden Signale sind explizit in Verbindung mit den Zyklen GlH, GOS,
GOM und GOF gezeigt. Die Steuersignale zur Steuerung bzw»
Tastung der Register werden ebenfalls während dieser Zyklen erzeugt; ihre Vorderflanke wird jedoch bis zu einem Zeitpunkt
verzögert, der nahe des Endes der Zyklen liegt. Dies geschieht durch undmäßige Verknüpfung der betreffenden Signale
mit dem SC-Taktsignal. Auf diese Weise steht Zeit für eine Übertrags-Weiterleitung bzw. -Ausbreitung, für ein© Leitungs-Einstellzeit,
etc0 zur Verfügung. Die Registersteuersignale
bewirken entsprechend den erzeugten Eingangssignalen lediglich eine Verriegelung der Register.
Die Ausführung der Befehls-Teilmultiplikation erfolgt in
folgender Weise durch die vier aufeinanderfolgenden Stufen GIN, GOS, GOM und GOF, die durch die entsprechenden Flipflops
in der Steuerlogik gemäß Fig. 2 freigegeben werden® Bei eingeschalteter
GIN-Stufe bzw. entsprechend eingestelltem Flipflop wird die Abholung des Multiplikatoroperanden beendet,
und das Steuersignal j£ZF leitet den Operanden über den
ZP-Schalter in das M-Register 14 ein„ welches durch die
SM^Signale gesteuert bzw. getastet wird. Der Operand ist
eine 36 Bit umfassende Zweierkomplementzahl5 er wird in den
Bitpositionen 35 bis 70 des M-Registers gespeichert«, Die
Bitposition 71 niedrigster Wertigkeit des M-Registers wird
durch den ZP-Schalter 12 mit einer Null geladen^ wenn der Multiplikator durch das Steuersignal ^ZF eingeführt wird«,
A«i eingeschalteter GOS-Stufe bzw. bei entsprechend eingestellt«»
Flipflop wird das H-Register 36, das zur Akkumulierung
der Teilprodukte dient, durch das an des Zugschalter
209846/1137
.'.'221693
efvte Steyerslsnal 4e0J gelöscht; Gleichzeitig wird das
ACT-ReP;U.t&T 2C- mit einjm Zählerg-.-VnIs vor 18 beaufschlagt,
uric"- ?.v/c:T- £i:i*·?^ «j.as i.®m ZOSeh-Ite1 -1O -zugeführte Steuersignal
^13. wer-ϊί d?8 8£.Gf»Sigr;rl dar AC-v1- '"'^«,Irter zugeführt wird.
Ferrer -xirfi ^r In Fr?.r:v -T-.ntercr '■:-/':li:pllkari lenfaktor in das
N-Rogi-st-ε.·/ geladeru itid^r- ■';;·<-, in y- . ; ^ kcmunanie Steuersignal
jiiOQj νΓ:^" M-^r j'ZF Πλ-;· ZC •^^hs'ltar ■ .:. ^--.ciohrt wird und indem
aos Ν"?'Λ^ί.^ΐ^Γ οϋ^ΛΐΛ d?.--; Sr " ^ί.£Γ.'"'. ·:. ;--:1,oiiGrt wirr; Der
MuIt" pi'' ::-r-c: «^-tlc: h,o vji?; f- :lt:t :.\;ώ Λ: <.l AQ-Rcgictv-;r 56 über
den ZF----'::"c}..a."-.t"^i.i 46 ε,ι-^Θηοι^ϊ^ηί ϊ^λαν. dan οίνυβϊίύ nnal £%.Q
abgegeb·-7 ^Γ:"ι-Λτ oitr ar νΐ-'ά dure:>
l-vfuhi^en des Steuersignals
iiRI ι«-* (M?;. Bit lii'^-V- r-^ob^-s versciic:;-·· ^, Im zuletzt genannten
Fal2. vl- ' 0^.8 Vor-i;r-lch^i:>b:i-i:- des Kvltiplikanden ebenfalls
in d.io ΜΐΚ'ΒΐΐΐοΒ höchster W^i-tigkeit auf der Ausgabehauptleituiig
um^e-sc-bali-o't, ^ouur&h eine Yorzeiclienverwischung
auftrittί
ilacb /η=ρfübriing d^s Opei'anden^Ycrerrrtellzyklus werden
■·θ Mal^-iVvl'-iiia-iionssyklen ausgeführt, bei denexi die GOM-Stufe
b^v. das betreffende Flipflop im "jinzuztand JstB Diese
Zyk'isK sind mit Ausnahme des letzter Zyklus einander gleich,
wie ditici reiter unten noch Daher erläutert werden wird.
Während ^«edes Zykltii» e:i*zougt der A-Äddierer die Summe der
ei'teir, Tei.lprodukte aus der: Η-Register und des Multinfalitorii
aus dem !!««Register, und zwar auf Steuersignale
^RH und φΕΜ hi,nt die dem ZH-Schalter bzw. dem
ZN-Sohalter zugeführt werden0 Diese 'oimniv. wird dann in dem
!!-Register gespeichertf um zwei Bitpositionen nach rechts
verschoben, und zwar in Abhängigkeit von dem dem ZJ-Schalter zugeführten Steuersignal ^SR2 und in Abhängigkeit von dem
dom H~Register zugeführten SH-Steuersignal« Das Vorzeichen
2098A6/1137
wird gemäß der Exklusiv-ODER-Funktion des Vorzeichen-Bit-Ausgangssignals
des Α-Addierers und des Überlauf«= Flipflops für das akkumulierte Teilprodukt ausgewählt»
Das erzielte Vorzeichen wird in die benachbarte: Bit-Position in dem ZJ-Schalter gezogen. Gleichzeitig wird der in dem
M-Register befindliche Multiplikator um zwei Bitpositionen nach rechts verschoben«. Dies erfolgt auf das Auftreten der
dem ZP-Schalter und dem M-Register zugeführten Steuersignale f£M2 und SM. Gleichzeitig bewirkt der Ε-Addierer eine schrittweise
Verkleinerung des Inhalts des ACT-Registers0 Dies erfolgt durch Abgabe eines Steuersignals ji-1 an den
ZF-Schalter, eines Steuersignals φΖΈ an den ZE-Schalter,
eines Steuersignals ^ACT an den ZG-Schalter, eines Steuersignals
φΈ an den ZF-Schalter und eines Steuersignals SAGT
an das ACT-Register.
Im letzten Zyklus der 18 Zyklen, also dann, wenn der Inhalt des ACT-Registers gleich 1 ist, vereinfacht sich der GOM-Zyklus.
Das akkumulierte Teilprodukt vom Ausgang des A-Addierers wird in dem K-Register unverschoben gespeichert«
Demgemäß wird das Steuersignal £k dem ZQ-Schalter zugeführt.
Die Verschiebung des Inhalts des M-Registers ist nicht notwendig, jedoch wird der Inhalt des ACT-Registers in derselben
Weise vermindert.
Die Beendigung der Multiplikationsoperation erfolgt bei im Einzustand befindlicher GOF-Stufe. Der betreffende
Operationsabschluß umfaßt lediglich die Übertragung des akkumulierten Teilprodukts an das Hauptakkuinulator-AQ~Register
56. Die Steuersignale jiRN, SAS, fiAS und SAQ bewirken,
daß der Inhalt des RN-Registers über den ZN-Schalter, den
A-Addierer, das AS-Register und den ZL-Schalter zu dem
2098 l> 6/1137
AQ-Register hin übertragen wird. Da kein Steuersignal
dam ZH-Schalter zugeführt wird, stellt das Ausgangssignal des Α-Addierers die Summe von Null und das Endprodukt aus
dem N-Register dar.
Der Multiplikandenfaktor wird gemäß den letzten drei Bits in dem Multiplikator-M-Register und unter Zugrundelegung
der oben angegebenen Entscheidungstabelle ausgewählt. Die drei Bits niedrigster Wertigkeit des M-Registers 14 stellen
das Eingangssignal für die Logik 150 dar, die die Multiplikandenfaktoren 0, -1/2, ii bestimmt. Diese Faktoren sind
zweckmäßigerweise ein Vorzeichensignal und zwei Signale, die die Größe des Multiplikandenfaktors auswählen. Die
Logik bzw. Verknüpfungslogik 155 erzeugt, wie oben beschrieben, die Steuersignale ^0Q, j£ZR, jßÜR", j&l1, j^AQ, und
zwar auf das Auftreten der Multiplikandenfaktor-Signale von der Logik 150 her und auf das Auftreten der Signale GOS
und GOM gemäß Fig. 2.
Begrifflich gesehen umfaßt der Grundmultiplikationszyklus (1) die Auswahl des Multiplikandenfaktors gemäß den drei
Multiplikatorbits niedrigster Wertigkeit und eine arithmetische Rechtsverschiebung des akkumulierten Teilprodukts um
zwei Bitpositionen, sodann (2) die Addition des Multiplikandenfaktors zu dem akkumulierten Teilprodukt und eine 2-Bit-RechtsverSchiebung
des Multiplikators. Dieser Zyklus unterscheidet sich von einem Standard-Multiplikationszyklus in
einer Beziehung, und zwar insofern, als die Verschiebung vor der Addition auftritt. Dieser Unterschied ist aus vorstehendem
noch nicht hervorgegangen, da die erste Verschiebung nicht explizit ausgeführt wird» Das ursprünglich
akkumulierte Teilprodukt ist nämlich Null, so daß es nicht
209846/1137
erforderlich ist, den Inhalt des Η-Registers tatsächlich zu verschieben. Die Schritte (1) und (2) werden dann derart
zusammengefaßt, daß die akkumulierten Teilprodukte um zwei Bits nach rechts verschoben gespeichert werden, wodurch der
nächste Zyklus erwartet bzw. vorweggenommen wird. Dies trifft mit Ausnahme des letzten Zyklus für die anderen Zyklen zu.
Ferner wird gleichzeitig die Auswahl des Multiplikandenfaktors und die Verschiebung des Multiplikators bewirkt«,
Wenn die Verschiebung nach der Addition ausgeführt würde, wären zwei gesonderte Wege zur Bildung des Zweifachen und
des Vierfachen des Multiplikanden zu beschreiten.
Bezüglich der Bruchteil-Daten ist zu bemerken, daß das gewünschte Ergebnis für n-Bit-Operanden ein (2n-1)-Bit-Produkt
ist, das ist ein Vorzeichenbit und das Zweifache des Bruches. In der beschriebenen Ausführungsform wird der 36-Bit-Multiplikator
zunächst verdoppelt, wodurch ein 37-Bit-Operand gebildet wird. Da 18 Zyklen vorhanden sind, wird das Vorzeichenbit
nicht direkt als Multiplikatorbit benutztj seine alleinige Wirkung besteht darin, während des letzten Zyklus
den Multiplikandenfaktor als positiv oder negativ auswählen zu lassen. Wenn eine herkömmliche Bruch-Multiplikationsoperation
als herkömmliche ganzzahlige Multiplikationsoperation betrachtet wird, die durch eine Abschlußeinstellung einer
Linksverschiebung um eins modifiziert ist, so kann die ursprüngliche Modifikation des Multiplikators in der angegebenen
Ausführungsform als eine vorwegnehmende Linksverschiebung
des Produkts um eins angesehen werden.
Wenn die Multiplikationsoperation auf einer ganzzahligen Basis betrachtet wird, können der Multiplikator- und
Multiplikandenoperand als auf eine Binärzahl des Moduls 2
209846/1137
erweitert betrachtet werden, da das Produkt d£s Modul 2 n
ist. Man kann das Vorzeichenbit als η-Bit nach links gezogen betrachten. Sodann kann das gewünschte Produkt von
zwei positiven Zahlen als elementare Akkumulation von Teilprodukten entsprechend den Positionen der "1"-Bits in dem
Multiplikator betrachtet werden. Während dieser Vorgang eingangs beschrieben worden ist, kann das Vorzeichen-Nachziehen
als implizit durch den Verschiebeschritt ausgeführt betrachtet werden, und zwar bei einer Verschiebung um jeweils
ein Bit. Bei einem negativen Multiplikanden läuft dasselbe Verfahren ab, wobei das Vorzeichen um eins nachgezogen wird
und wobei die akkumulierten Teilprodukte auf das Modul 2 beschränkt sind. Bei negativen Multiplikatoren können die
erwünschten Ergebnisse dadurch erhalten werden, daß die Operanden multipliziert werden als seien sie positive
Zahlen unter Zugrundelegung des Moduls 2 . Die Ausführung von 2n Zyklen für n-Bit-Operanden ist nicht praktisch und
auch unnötig. Wenn der Multiplikator von rechts nach links überprüft wird und wenn das nte Bit erreicht ist, kann der
Vorgang abgeschlossen werden. Bei einem positiven Multiplikator sind sämtliche nachgezogenen Bits 0, so daß das
Produkt durch weitere Zyklen unverändert bleibt. Wenn der Multiplikator negativ ist, sind sämtliche nachgezogenen
Vorzeichen-Bits jeweils 1, so daß die Subtraktion des Teilprodukts und der Abschluß des Vorgangs gleich dem
vorhergehenden Verfahren ist, wobei sämtliche Bits 1 sind.
In der angegebenen Ausführungsform bewirkt bei negativen Multiplikatoren der letzte Zyklus, daß der Multiplikandenfaktor
derart subtrahiert wird, daß dasselbe Ergebnis erhalten wird wie in dem Fall, daß ein zusätzlicher Multiplikationszyklus
auf das (n+1)te Bit hin ausgeführt wird,
2098A6/1137
welches die Subtraktion des Multiplikanden bewirkte«, Damit
hat sich gezeigt, daß die Modifikation des Mutliplikatorojfceranden
zu Beginn der Multiplikationsoperation mit den Vorzeichenkombinations-Betrachtungen zusammenpaßt, um die
Steuerlogik und die Verarbeitungsoperationen zu minimisieren.
Die Erfindung ist ferner bei der Verarbeitung von jeweils drei Multiplikatorbits geeignet. Die Entscheidungstabelle
hierfür lautet:
| Multiplikatorbits | Multiplikandenfaktor |
| 0 000 | 0 |
| 0 001 | 1/4 |
| 0 010 | 1/4 |
| 0 011 | 1/2 |
| 0 100 | 1/2 |
| 0 101 | 3/4 |
| 0 110 | 3/4 |
| 0 111 | 1 |
| 1 000 | -1 |
| 1 001 | -3/4 |
| 1 010 | -3/4 |
| 1 011 | -1/2 |
| 1 100 | -1/2 |
| 1 101 | -1/4 |
| 1 110 | -1/4 |
| 1 111 | 0 . |
Die Faktoren 3/4 und -3/4 erfordern jedoch die anfängliche Bildung einer "Dreifachgruppe", d.h. die Bildung des Dreifachen
des Multiplikanden, und ein Register muß zur
209846/1137
/ c 2 1 6 3 3
Speicherung der Dreifachgruppe bzw. Dreiergruppe vorgesehen sein. Ferner müssen zusätzliche Schalter und eine Verknüpfungslogik
vorgesehen sein, um die für die Entscheidungstabelle erforderlichen Funktionen auszuführen.
Es sei ferner darauf hingewiesen, daß die beschriebene Bruch-Multiplikationsoperation
in eine ganzzahlige Multiplikationsoperation übergeführt wird, indem lediglich eine arithmetische
Rechtsverschiebung um 1 bei dem in dem Hauptakkumulator-AQ-Register
gespeicherten Ergebnis während des Abschlusses der Operation ausgeführt wird. Ferner ist die Bruch-Multiplikationsoperation
direkt bei der Multiplikation der Bruchteile von Gleitkomma-Zahlen anwendbar.
Die Erfindung kann durch Modifizierung der eingangs beschriebenen herkömmlichen Verarbeitungsanordnung ausgeführt
werden, indem das Haupt-Akkumulatorregister sowohl als Teilproduktakkumulator als auch als Multiplikatorregister
ausgenutzt wird. Eine derartige Lösung führt jedoch zu stärkeren Schwierigkeiten, wenn es erwünscht ist, auch
Gleitkomma-Operationen mit Operanden auszuführen, deren Brüche langer sind als der Hälfte des Hauptakkumulators
entspricht.
Abschließend sei noch bemerkt, daß die Erfindung zwar im Zusammenhang mit einer besonderen Ausführungsform erläutert
worden ist, daß die Erfindung darauf jedoch nicht beschränkt ist. Vielmehr ist die Erfindung generell bei digitalen
Rechnern anwendbar, die eine Multiplikation dadurch ausführen, daß sie eine Vielzahl von Multiplikatorbits zu einem
Zeitpunkt verarbeiten. So werden z.B. bei der beschriebenen Ausführungsform Paarevon Multiplikatorbits von recht nach
209846/Ί 137
links verarbeitet, wobei jedoch die Reihenfolge der Verarbeitung der betreffenden Bitpaarenicht notwendig
ist. Vielmehr können die betreffenden Bitpaare in irgendeiner Reihenfolge oder, sofern erwünscht, parallel verarbeitet
werden; bei derartigen Modifikationen zeigt sich jedoch die Neigung, daß die Kosten der Verarbeitungsanordnung ansteigen.
209846/1 1 37
Claims (1)
1) daß die ZyklusSteuereinrichtungen (120 bis 129) durch
en
die Zähleinrichtung/ gesteuert zyklisch die Operandenregister
ansteuern, den Inhalt des Multiplikatorregisters verschieben und die Stellung der Zähleinrich-
en
tung-'solange verringern, bis eine Zählerstellung von Null erreicht ist.
tung-'solange verringern, bis eine Zählerstellung von Null erreicht ist.
209846/1137
Leerseite
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US13948771A | 1971-05-03 | 1971-05-03 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2221693A1 true DE2221693A1 (de) | 1972-11-09 |
| DE2221693B2 DE2221693B2 (de) | 1979-01-18 |
| DE2221693C3 DE2221693C3 (de) | 1979-09-20 |
Family
ID=22486899
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2221693A Expired DE2221693C3 (de) | 1971-05-03 | 1972-05-03 | Schaltungsanordnung zur Ausführung einer Multiplikation zwischen zwei Binärzahlen |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3730425A (de) |
| JP (1) | JPS5615007B1 (de) |
| AU (1) | AU458593B2 (de) |
| CA (1) | CA1002662A (de) |
| DE (1) | DE2221693C3 (de) |
| FR (1) | FR2135570B1 (de) |
| GB (1) | GB1385215A (de) |
| IT (1) | IT950962B (de) |
Families Citing this family (18)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3814924A (en) * | 1973-03-12 | 1974-06-04 | Control Data Corp | Pipeline binary multiplier |
| US3949209A (en) * | 1975-04-04 | 1976-04-06 | Honeywell Information Systems, Inc. | Multiple-generating register |
| JPS5378742A (en) * | 1976-12-23 | 1978-07-12 | Toshiba Corp | Multiplication control system |
| GB1582958A (en) * | 1977-06-09 | 1981-01-21 | Inst Maszyn Matematycznych War | Digital system for binary multiplication of a number by a sum of two numbers |
| US4130879A (en) * | 1977-07-15 | 1978-12-19 | Honeywell Information Systems Inc. | Apparatus for performing floating point arithmetic operations using submultiple storage |
| US4153938A (en) * | 1977-08-18 | 1979-05-08 | Monolithic Memories Inc. | High speed combinatorial digital multiplier |
| US4208722A (en) * | 1978-01-23 | 1980-06-17 | Data General Corporation | Floating point data processing system |
| US4238833A (en) * | 1979-03-28 | 1980-12-09 | Monolithic Memories, Inc. | High-speed digital bus-organized multiplier/divider system |
| US4334284A (en) * | 1979-12-31 | 1982-06-08 | Sperry Corporation | Multiplier decoding using parallel MQ register |
| US4484301A (en) * | 1981-03-10 | 1984-11-20 | Sperry Corporation | Array multiplier operating in one's complement format |
| US4523210A (en) * | 1982-06-11 | 1985-06-11 | Sperry Corporation | Fast error checked multibit multiplier |
| FR2536879A1 (fr) * | 1982-11-26 | 1984-06-01 | Efcis | Multiplieur binaire rapide |
| JPS6032221A (ja) * | 1983-07-30 | 1985-02-19 | 松下電工株式会社 | 交流駆動型電磁継電器 |
| US4755962A (en) * | 1984-10-30 | 1988-07-05 | Fairchild Camera And Instrument | Microprocessor having multiplication circuitry implementing a modified Booth algorithm |
| US4926371A (en) * | 1988-12-28 | 1990-05-15 | International Business Machines Corporation | Two's complement multiplication with a sign magnitude multiplier |
| US6690315B1 (en) | 2003-01-31 | 2004-02-10 | United States Of America As Represented By The Secretary Of The Air Force | Quadbit kernel function algorithm and receiver |
| RU2235627C1 (ru) * | 2003-06-04 | 2004-09-10 | Волгоградский государственный технический университет | Способ получения композиционного материала |
| US7440989B1 (en) | 2004-04-02 | 2008-10-21 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Air Force | Kernel function approximation and receiver |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3372269A (en) * | 1961-06-30 | 1968-03-05 | Ibm | Multiplier for simultaneously generating partial products of various bits of the multiplier |
| US3192367A (en) * | 1962-05-09 | 1965-06-29 | Sperry Rand Corp | Fast multiply system |
| US3489888A (en) * | 1966-06-29 | 1970-01-13 | Electronic Associates | Floating point look-ahead binary multiplication system utilizing two's complement notation for representing negative numbers |
-
1971
- 1971-05-03 US US00139487A patent/US3730425A/en not_active Expired - Lifetime
-
1972
- 1972-03-31 IT IT22676/72A patent/IT950962B/it active
- 1972-04-04 GB GB1551372A patent/GB1385215A/en not_active Expired
- 1972-04-26 CA CA140,666A patent/CA1002662A/en not_active Expired
- 1972-04-27 AU AU41598/72A patent/AU458593B2/en not_active Expired
- 1972-05-01 JP JP4267672A patent/JPS5615007B1/ja active Pending
- 1972-05-02 FR FR727215486A patent/FR2135570B1/fr not_active Expired
- 1972-05-03 DE DE2221693A patent/DE2221693C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT950962B (it) | 1973-06-20 |
| US3730425A (en) | 1973-05-01 |
| AU458593B2 (en) | 1975-02-06 |
| CA1002662A (en) | 1976-12-28 |
| FR2135570A1 (de) | 1972-12-22 |
| DE2221693C3 (de) | 1979-09-20 |
| JPS5615007B1 (de) | 1981-04-08 |
| AU4159872A (en) | 1973-12-20 |
| GB1385215A (en) | 1975-02-26 |
| DE2221693B2 (de) | 1979-01-18 |
| FR2135570B1 (de) | 1973-07-13 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2221693A1 (de) | Anordnung zur Ausfuehrung einer Multiplikation in einem Rechner | |
| DE1549476C3 (de) | Anordnung zur Ausführung von Divisionen | |
| DE19758079A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Galoisfeld-Multiplikation | |
| DE2135590B2 (de) | Schaltungsanordnung zum interpolieren des wertes einer funktion einer unabhaengigen veraenderlichen | |
| DE1956209C3 (de) | Multipliziervorrichtung | |
| DE2803425A1 (de) | Digitaleinrichtung zur ermittlung des wertes von komplexen arithmetischen ausdruecken | |
| DE1549477B1 (de) | Einrichtung zur schnellen akkumulation einer anzahl mehr stelliger binaerer operanden | |
| DE2814078A1 (de) | Addierschaltung mit zeitweiliger zwischenspeicherung des uebertrags | |
| DE2913327A1 (de) | Multiplizierer fuer binaerdatenwoerter | |
| DE2034841C3 (de) | Matrixanordnung für Digital-Rechenanlage | |
| DE2063199B2 (de) | Einrichtung zur Ausführung logischer Funktionen | |
| DE69226110T2 (de) | Recheneinheit zum Multiplizieren langer ganzer Zahlen Modul M und R.S.A-Wandler mit einer derartigen Multiplikationsanordnung | |
| DE2548720C2 (de) | Mikroprogramm-Steuerwerk | |
| DE3434777C2 (de) | ||
| DE3447634C2 (de) | ||
| EP0130397B1 (de) | Digitales Rechenwerk | |
| EP0265555A1 (de) | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Addition von Gleitkommazahlen | |
| DE2039228A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Konvertieren und Stellenwert-Verschieben von Zahlsignalen unterschiedlicher Codes in einer Datenverarbeitungsanlage | |
| DE3424078A1 (de) | Dezimalmultiplikations-einrichtung | |
| DE1774571A1 (de) | Divisionseinrichtung | |
| DE1223177B (de) | Elektronischer Digitalrechner mit Schaltung fuer die Errechnung der Quadratwurzel aus einer Binaerzahl | |
| DE1549461C3 (de) | ||
| DE1524156B2 (de) | Digitale elektronische recheneinrichtung | |
| DE1524177C (de) | Multiplikationseinrichtung zur teilweise parallelen Multiplikation binärer Faktoren | |
| DE19635111A1 (de) | Multiplizierer |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HONEYWELL BULL INC., MINNEAPOLIS, MINN., US |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |